Dienstag, 5. August 2014

4. August 2014 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Berlin bei Simon

Foto: I. N./ in Berlin
"Zum Platzhirsch"
Aperitif: Cucumber Shake
Vorspeise: Geeiste Gurken-Champagner-Lasagne mit Melonensalsa und Minze
Hauptspeise: In Rote Bete marinierter Zander auf Navetten an Sellerie-Fischsud mit Meerrettich und Kerbel
Nachspeise: Cocolat-Fondant-Törtchen an Mangomousse mit gerösteten Mandeln und Vanilleeis

Das ist die Berliner Luft

mit einer Luftnummer! Gut, dass sein Restaurant "Zum Platzhirsch" auch nur heiße Luft ist - eine reine Fiktion bei Facebook.

Simon, der IT-Spezialist, hat viel Hirsch-Deko in seiner Wohnung, weil in seinem Nachnamen der Bestandteil "hirsch" eine Rolle spielt.

Die Idee zu Aperitif und Vorspeise kam ihm jedoch nach einem Zusammenstoß mit einem Gurkenlaster. Davon gehe ich ernsthaft aus.

Kapitän in seiner Küche ist der hilfsbereite Felix mit dem Total-Durchblick, der ihm einst  das Kochen nahe gebracht hat.

Ich sehe hier aber eine eher männliche Variante eines Kochversuchs. Alles, was sich nicht in Sicherheit bringen kann, wird - Luft raus - eingeschweißt und sous vide gegart. Das Verschrumpeln mancher Zutaten übernimmt ein Dörrautomat.

Der schöne Zander wird bonbon-rosa-rot in Rote Bete gefärbt: Was das jetzt geschmacklich großartig bringen soll, ist mir unklar. Aber es bewirkt, dass der Hauptgang mit Nachtisch-Farbe á la englisch auf den Tisch kommt.

Irgendwie kommt auch noch eine Zutat aus der Molekularküche zum Einsatz. Es sieht ganz danach aus, als führt Felix Regie.

Die Gäste sind noch gut gelaunt und für alles offen: Auch für Eminem-Fan Angela. Ihr rappender Sohn hat sie auf den gebracht. Und dass Rapper frauenfeindliche Texte haben, ist selbstverständlich nicht SO gemeint!

Da könnte uns an ihrem Abend etwas blühen: Der rappende Frauen-Verachter inmitten des Werbeportals "perfektes Dinner".

Und ich meine jedes Wort so, wie ich es schreibe. Nur schreibe ich nicht jedes Wort, das mir in den Sinn kommt.

Ute lässt nicht singen, sie singt selber. Nebenbei gibt sie die dauer-quasselnde Ulknudel: Für manche gibt es nur diese eine Chance, sich nachhaltig zu präsentieren!

Simon, der den Hirsch im "Wappen" hat, bekommt neunundzwanzig Punkte. Ziemlich viele für diesen Gefrierbeutel-Abend.

Platz da - und guten Morgen, Gruß Biene

1 Kommentar:

  1. Moin @ zusammen.

    Motto: „Ich bin dann heut mal nervös.“
    Simon durfte den Anfang machen. Als Informatiker ist er wenig im persönlichen Kontakt mit Men-schen und entsprechend war er auch nervös. Er lebt allein, hat eine gute Einrichtung und alles an technischem Gerät was fürs Kochen möglich ist. Eines seiner größten Hobbys ist Kochen. Mir hat es nicht gefallen, denn Simon ist eher ein Maschinenbediener als ein Koch. So kam es auch, dass er die Mairübchen eher schnitzte als schälte. Ein Freund ging ihm etwas zur Hand, von dem er das Kochen erlernt hat. Was der Freund allerdings von Beruf ist, wurde nicht erwähnt. Er kam mit einen riesen Kochkessel an und ich dachte schon er wollte die Servietten waschen. Das es aber ein Trockner für 2 Paprikaschoten sein könnte, hätte ich nie erahnt.
    Zum Einkauf war Simon in der Markthalle. Ich war erstaunt, dass man dort bedient wird.

    Deko: da Simon Hirsche liebt, fand man sie überall als Bild oder als Figur. So natürlich auch bei der Deko. Ansonsten sah die Deko allerdings bleich und leblos aus.

    Aperitif: ein Gurkengetränk kann ja erfrischend sein, aber als Aperitif eher zu besonders. – lol –
    Als GG war er einfach der Brüller. Leere Gläser, Simon erhob sich mit den Worten: „Wer noch ein Getränk möchte soll es sagen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten verabschiedet er sich in die Kü-che.

    VS: hier wurde verständlich warum es ein Gurkengetränk gab, Simon hatte einfach die normalen Reste der Gurke entsaftet. Geeistes Gurkenwasser mit Xanthan in Scheiben, da fehlte nur noch der Stiel, mit rohen Apfelscheiben. Wenn ich nicht irre, so ist eine Salsa etwas Scharfes. Wie das mit einer Melone gehen soll blieb ein Rätsel, denn Simon bekam das auch nicht hin. Natürlich schmeckt man bei dem Gurkengedöns den Champus nicht. Aber die Minze soll geschmacklich erkennbar gewesen sein. Wie Nine überhaupt darauf kam, dass man von so etwas satt werden könnte. Das waren doch nur verschiedene Flüssigkeiten in verschiedenen Zuständen. Eigentlich müsste man beim Essen Handschuhe und Mantel tragen. Aber rein optisch fand ich das DS nicht schlecht. Nur verwässerte sich das Essen sehr schnell und wurde eine Kaltschale.

    HG: die Rotebete waren nur Farbgeber. Da wurde alles, Fisch, Sellerie und Mairübchen in Plas-tikbeutel getan, natürlich getrennt, vakuumiert und in den Würstchenkocher (Sous Vide) gepackt. Irgendwie fehlten mir da die Gurken. – lol - Der Sellerie-Fischfond war flüssiger als Wasser. Eine Sättigungsbeilage fehlte. Wo war da die Kochkunst? Ob der Würstchenkocher wirklich die Temperatur auf 0,1°C genau hält glaube ich eher nicht und wüsste auch nicht wozu. Aber schreiben kann man ja viel.

    DS: natürlich musste er die Schoko-Törtchen bereits am Vortag machen. – lol –
    Aber sie hatten einen flüssigen Kern. Das waren keine gerösteten Mandeln, sondern Mandelblätter. Die Mangomousse als Espuma und das Schokoeis hat er selber gemacht, also muss man sagen, es war doch etwas Handwerkliches dabei, trotz Eismaschine.

    Bei Simon könnte man fast von einem Menü aus dem 3D-Drucker sprechen. Trotz aller Technik musste auch noch Xanthan-Verdickungsmittel herhalten. Es kann abführend wirken, aber was sollte bei dem Menü abgeführt werden? – lol - Ich glaube so schlimm ist das mit Simon gar nicht, wenn er per Video dazu geschalten würde. Aber doch nicht real, da fehlen ihm Tastatur und der Knopf im Ohr. Insgesamt kann ich nur sagen, es gab nix zu beißen.
    Die Wertungen versteh wer will, ich nicht.

    Ob Nine von VOX eingeschleust ist, wer weiß. Aber die Frau besteht ja nur fast aus „ähs.“
    Da klingelten mir nach kurzer Zeit schon die Ohren. Also ich weiß jetzt schon wer die Zicke der Woche ist/wird.
    Ansonsten war die Truppe nicht gerade unlustig, aber es war ja erst der erste Tag.

    LG rudi

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