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Donnerstag, 14. Mai 2020

14. Mai 2020 - Heiratsmonat Mai





Heiratsmonat Mai

Schon Sokrates stellte fest: "Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen."

Heiraten an und für sich ist etwas Wunderbares, Romantisches, Einmaliges. Der Hochzeitstag wird als "der schönste Tag im Leben" betitelt. Und darin liegt schon das ganze Dilemma.

Wenn das der schönste Tag ist, kann es ja nur noch bergab gehen. Und so geschieht es auch in einem Drittel aller Ehen in Deutschland.

Das bedeutet aber nicht, dass zwei Drittel glücklich bis an ihr Lebensende sind. Die einen bleiben zusammen wegen der Kinder, die anderen führen jeder ihr eigenes Leben. Und ein kleiner Teil wird vermutlich wirklich im glückseligen Tal des Glücksstrudels verharren. Und jeder, der sich irgendwie arrangiert, ist sowieso glücklich. Oder zufrieden.

Oder zu faul, sich auf die Suche zu begeben oder alternativ allein weiterzuleben.

Wo liegt der Schlüssel zum Glück? Zumindest ist er gut versteckt, und niemand kann ihn einfach googlen. Aber finden kann man ihn vielleicht doch.

Er liegt zwischen den Zeilen und den Gedanken. Er liegt in etwa zwischen Freundschaft und Begehren. Er ist manchmal verschollen und taucht urplötzlich wieder auf.

Er liegt zwischen Geheimnis und Wahrheit. Und vor allem liegt er für jeden woanders.

Es gibt keine Rezepte und keine Garantien für ein "Gelingen auf den Punkt".

Liebe geht durch den Magen, aber noch viel mehr durch den Kopf.

Zwei Menschen können wie die zwei Schenkel einer Schere sein: ständig auseinander treibend, aber gefährlich für jeden, der dazwischen gerät. - Zitat, Verfasser ist mir unbekannt

Ob man heiratet oder nicht, ist nicht wirklich der Punkt. Eher bleiben unverheiratete Paare freiwillig zusammen. Der Mensch an und für sich ist ein Gewohnheitstier, und er bleibt nicht gern allein. Also suche sich jeder sein passendes Gewohnheitstier und gehe auf die Suche nach dem großen Abenteuer, das sich Leben nennt.

Und am Tag der Entscheidung: Heirat oder nicht. Zusammen bleiben oder nicht. Da sollte man sich Aristoteles Gedanken zu eigen machen:

"So notwendig wie die Freundschaft ist nichts im Leben."

Das Desaster ist leider, dass viele Ehepaare niemals Freunde waren.

Es ist noch nicht zu spät. Man kann immer neue Freunde gewinnen, und wenn es der Ehepartner ist ...

"Nicht die Abwesenheit der Liebe, sondern die Abwesenheit der Freundschaft macht die unglücklichen Ehen." - Friedrich Nietzsche



Eheschließungen in Zeiten von Corona

werden vermutlich nicht zu den schönsten zählen. Zuerst war es nur möglich, zu dritt die Ehe einzugehen: Nein, das ist jetzt nicht dramatisch oder gar heikel, denn der Dritte gehört unweigerlich dazu: Es ist der Standesbeamte.

Nun darf man je nach Größe eines Standesamt-Raumes weitere Zeugen der Eheschließung hinzuladen. Doch die anschließenden Feierlichkeiten gestalten sich ebenfalls schwieriger als je ... zumindest als wir uns alle erinnern können.

Zeit, die Absicht, zu heiraten, noch einmal zu überdenken? Wie viele haben diese Chance genutzt?

Wie viele haben ihre Heirat nicht nur aufgeschoben, sondern gleich aufgehoben?

Corona hat sein Händchen in den hintersten, persönlichsten Winkeln und uns alle voll im Griff.


Guten Tag, Gruß Silvia

Samstag, 26. Oktober 2019

26. Oktober 2019 - No Brexit . No Cloxit



No Brexit . No Cloxit

Um 3 Uhr in der Nacht werden die Uhren zurück auf 2 Uhr gestellt. So wird der Sonntag in Verlängerung dahin schleichen, bis dann am Abend auch noch ein Tatort aus der Schweiz gesendet wird. Geht es noch deutlicher?

Ist das Absicht von der ARD, einen langen Sonntag mit ausgerechnet diesem Tatort am Sonntagabend zu beginnen? Oder einfach nur ein allgemeiner Entschleunigungs-Versuch?

In meinem Kopf wird es 21.15 Uhr sein, wenn der Krimi anfängt, und ich denke, dass ich den ohnehin nicht bis zum Ende schaffen werde. Das liegt in der Natur der Sache - und an der üblichen Langeweile, den die Schweizer nun mal verbreiten, wenn mal wieder ihr Tatort auf der Liste steht  - aber Zeitumstellung  ist gegen den Willen der meisten Befragten zu diesem Thema - und dass an der Uhr gedreht wird, was das Zeug hält.

Insofern unterscheidet sich der Brexit wenig vom Cloxit. Der Austritt ist eben schwer und wird ständig verschoben. Obwohl gerade mal wieder ein Gerücht die Runde macht, dass dies die letzte Zeitumstellung sei.

Immerhin hat die ganze Chose mit der zweimal im Jahr stattfindenden Uhren-Drehung nicht den erhoffen Effekt gehabt, Mediziner sprechen davon, dass die Umstellungen negative Auswirkungen auf die Menschen hat.

Das allein ist vermutlich Grund genug, immer weiter an den Zeigern aller Uhren zu drehen. Man möchte schließlich nicht, dass das Volk sich in seiner Komfortzone zu wohl fühlt. Auch soll das Volk den Nicht-Glauben an seine Politiker - und seien sie auch in Brüssel - behalten, denn die sind nicht in der Lage,

eine Kleinigkeit wie die Zeit so zu regeln, wie es die Zeit eigentlich selber längst geregelt hat:

Die sogenannte Winterzeit ist die Zeit, die die Zeit selber gewählt hat. Folglich ist natürlich die morgige Zeitumstellung dringend nötig,

und sie gibt den Brüsseler Spitzen-Jobbern (die sind das Gegenteil von Mini-Jobbern) die Möglichkeit,

diese nun festzutackern.

Aber ob da die Zeit bis März 2020 ausreicht, um zu einer Entscheidung zu gelangen? Schwierige Frage:

Politiker sind doch keine Geschwindigkeits-Fanatiker.


Fröhliches Uhren-Drehen, Gruß Silvia




Samstag, 6. April 2019

6. April 2019 - Die rauchende Minderheit

Erst habe ich gedacht: Die Niederländer machen das richtig und nennen Rauchen dösig, aber die wirkliche Übersetzung von "Dodelijk" bedeutet: Tödlich.



Die rauchende Minderheit

Wenn der gerade frisch angelernte neue Liebste dich die "Zigarette danach" befeuern sieht und ihm die Worte "Mild wie der Mai" oder "Moderne Menschen, modernes Leben. Marlb  ... gehört dazu" gerade partout nicht einfallen wollen,

ist es vielleicht an der Zeit, diesem Gefängnis Rauchen ein Ende zu bereiten. Oder sich beim Anzünden der Zigarette überhaupt nicht stören zu lassen, aus dem Bett aufzustehen und in den nächsten 11 Minuten bei einer Partnervermittlung auf einen adäquaten Mit-Raucher zu hoffen.

Wer spricht noch vom "Duft der großen weiten Welt", wenn er sieht, wie sich ein armer, fast ausgestoßener Raucher heimlich und verstohlen und sicherlich mit großer Scham einhergehend, eine Zigarette anzündet? Beinahe ist es so als würde man einem Junkie beim Injizieren von Heroin zusehen. Pfui Deibel!

Die Raucher dieser Welt haben es nicht einfach. "Viel Rauch für wenig Asche" - wie es in einem Werbespot der 1980er Jahre versprochen wurde,

gibt es auch nicht mehr. Eher ist es viel Asche für ein bisschen Qualm. Immerhin darf man sich auch heute noch den "Vollen Geschmack" holen. Und zwar völlig straffrei. Von dem Bann der nicht rauchenden Gesellschaft will ich jetzt mal nicht reden,

denn die Raucher sind langsam zu Exoten mutiert. 

Wie einfach hatte es seinerzeit noch "Bruno" , denn so lautete der inoffizielle Name des berühmten

HB-Männchen.

Doch er hatte seherische Fähigkeiten, denn sein Slogan "Wer wird denn gleich in die Luft gehen" wird heute

von Rauchern angewendet, wenn militante Nichtraucher ihnen einen bösen Blick schicken. Aber die Nichtraucher können darüber absolut nicht lachen.

Vorbei ist es auch mit "Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer", es sei denn, man meint die viele frische Luft - besonders im Winter - wenn sich Süchtige vor den Bürokomplexen versammeln,

um aus der Umwelt eine Umweltverschmutzung zu machen.

Da gleicht es schon einem Abenteuer, sich nicht vom Ordnungsamt erwischen zu lassen: Denn das Wegwerfen einer Kippe kostet im Schnitt 15,-- Euro.

Irgendwann wird sich resigniert jeder Raucher dem Diktat der Nichtraucher beugen - früher war es umgekehrt ... war diesbezüglich früher alles besser? - und gibt und fest entschlossen seine Rauch-Karriere auf.

Ein wenig helfen könnten dabei auch die immens gestiegenen Preise ...

Die rauchende Minderheit, eine mehr und mehr aussterbende Rasse. Dabei muss man sich am Ende doch irgendeine Berechtigung holen,

um sterben zu dürfen.



Alles in Kursivschrift geschriebene sind Werbe-Slogans. Und die musste ich googlen.

Guten Tag, Gruß Silvia 

Samstag, 30. März 2019

30. März 2019 - Cloxit

Cloxit

Es ist nicht Silvester, und im TV wird nicht das "Dinner for One" ausgestrahlt, aber es heißt trotz allem "The same procedure as evry ... Time" - im März, im Oktober. Am morgigen Sonntag ist es wieder so weit: Der erhabene Moment, wenn ich an der Zeit drehen darf,

ist nicht mehr halb so schön, wenn ich weiß, dass dieses Drehen einem Diktat von ganz oben entspricht. Ich selber habe kein Mitspracherecht,

nicht einmal die Möglichkeit, die Uhren auf der normalen, der Winterzeit, stehen zu lassen.

Zwar würde ich keinen Bus verpassen, aber zum Beispiel die Sendung "Das perfekte Dinner" oder meinen geliebten "Inspector Barnaby", denn selbst die privatesten Sender müssen an der Zeit drehen. Wir sind alle mehr oder weniger die selben Opportunisten, die sich dem Gefüge ergeben müssen.

Zu allem Überfluss soll diese Zeitumstellung nicht nur abgeschafft (was generell gut wäre) werden, sondern zu Gunsten der ewigen Sommerzeit umgeändert werden. Ein Eingriff in den normalen Rhythmus menschlicher Empfindungen

soll also in die vollkommen verkehrte Richtung korrigiert werden.

Langsam verstehe ich es, wenn ein Land aus der EU austreten möchte, denn wer lässt sich schon gerne die Biegungen einer Gurke oder sogar die amtlich genehmigte Zeit vorschreiben?

Menschen versuchen seit je her, ein bisschen Gott zu spielen - aber meistens an den falschen Stellen, so auch mit diesem

Cloxit,

der in der ewigen Sommerzeit münden soll.

Bei dauerhafter Sommerzeit muss man an deutlich mehr Tagen im Jahr im Dunkeln aufstehen. Im Umkehrschluss bedeutet das am Abend eine längere Helligkeit,

die den normalen Schlafmodus beeinträchtigt.

Es gibt viele Gründe, die gegen eine ewige Sommerzeit sprechen ... aber Brüssel entscheidet ohne nachhaltige Kenntnisse,

denn die Mitglieder der EU können sich immerhin ein schönes Leben gönnen, der Sonne frönen und der Dunkelheit aus dem Weg gehen

und ... wenn sie mal keine Lust haben ... Sitzungen sowieso ausfallen lassen.

Oder sie möchten, dass wir der Dummheit anheim fallen, denn Völker, in denen die Sommerzeit vorherrscht,

sollen laut Experten auf Dauer zu den weniger intelligenten gehören.

Ich schreibe das hier, so lange ich noch ein bisschen intelligent bin ... denn im Jahre 2021 ist Schluss mit dem innovativen Nachdenken ...

und vermutlich werde ich ab dann nur noch Blödsinn verzapfen. Danke, EU, und eine gute Nacht, obwohl die

Sonne noch scheint.


Guten Tag, Gruß Silvia




Freitag, 20. Juli 2018

20. Juli 2018 - Einbruch ins Haus = Ein Bruch im Leben



Einbruch ins Haus = Ein Bruch im Leben

Wen man in sein Haus oder seine Wohnung lässt, kann man zumeist selber bestimmen. Es gibt nämlich Ausnahmen zur freiwilligen Selbstbestimmung: Dazu gehören Handwerker, die man ebenso gern kommen sieht wie man sie nach erfolgreich erledigter Arbeit wieder ziehen lässt.

Die Privat-Sphäre ist unser aller Rückzugs- und Entspannungsort. Dort fühlen wir uns sicher und optimal geborgen und lassen die Seelen baumeln.

Doch wenn dann das Prinzip My Home is My Castle mit Gewalt durchbrochen wird und Einbrecher sich mit Brachialgewalt Zutritt verschaffen,

ist plötzlich alles ganz anders:

Es werden Dinge gestohlen, an denen ein kleiner Teil des Herzens hängen könnte, es wird nach Bargeld gesucht - und auf der Suche

wenig Rücksicht auf die Umgebung genommen. Manch einer findet seine Wohnung nach einem Einbruch verwüstet vor.

Und jedes Einbruchs-Opfer empfindet sein Haus als entsetzlich schmutzig, beschmutzt und kann im Anschluss,

nachdem die Polizei (vielleicht) ihre Arbeit erledigt hat,

nicht genug putzen,

um ein Gefühl von Sauberkeit zurück zu bekommen.

Als könne man mit Putzlappen auch die Seele wieder reinigen ...

Ein Bruch im Leben geschieht mit dem Eindringen Fremder in die Privat-Sphäre - und der heilt nicht von heute auf morgen,

sondern hängt den Betroffenen noch lange nach.

Es ist mehr als dass nur eine Tür gewaltsam geöffnet wird, es ist mehr, als Dinge gestohlen zu wissen, die man im Endeffekt ersetzen kann -

es ist das Gefühl, dass irgendjemand, der nicht das Recht hatte, sich im eigenen und für diesen Typen Tabu-Bereich aufgehalten und mit keinerlei Wertschätzung dort breit gemacht hat.

Das ist ein ganz persönlicher Angriff aufs Intimste, auch, wenn der Mensch selber nicht einmal zu Hause war

als das Unheil in Menschengestalt gewütet hat.

Man kann über viele negative Erlebnisse viel später lachen - über einen Einbruch kann man das nicht einmal im Nachhinein.


Guten Tag, Gruß Silvia


Mittwoch, 20. Juni 2018

20. Juni 2018 - Gute Nachbarn und neugierige Nachbarn.


Gute Nachbarn und neugierige Nachbarn

Als Kind der Großstadt bin ich es gewohnt, dass man nicht alle Nachbarn kennt und sich nicht um deren private Belange kümmert. Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden, solange er keine kriminellen Handlungen begeht.

Die Großstadt ist für ihre Anonymität bekannt, und das hat durchaus seine Vorteile gegenüber einer Dorf-Gemeinschaft,

die sich für jeden quer geschossenen Satz ihrer Mitglieder derart interessiert,

dass es bereits eine direkte Einmischung in das Leben einzelner bedeutet, die den Nachbarn gar nicht zusteht.

Ich kenne viele Nachbarn vom Sehen und freundlichen Grüßen, und dass es meist dabei bleibt, ist durchaus von beiden Seiten gewünscht.

Wir tanzen hier nicht gemeinsam auf Tischen, um uns im Anschluss daran übereinander lustig zu machen und dem Tratsch freien Auftrieb zu geben.

Und seitdem die letzte Nachbarin offenbar verstorben ist, die jeden Tag in ihrem Fenster hing - geht auch niemand für mich Sichtbarer mehr diesem seltsamen Hobby nach. Sie war eben schon alt, vielleicht allein - und wollte sehen,

was die anderen so trieben.

Diese neugierigen Blicke in meinem Rücken gehen mir jedesmal durch den Kopf, wenn ich an ihrer damaligen Wohnung vorbei komme.

Ich hoffe, dass sie ein Einzelfall in dieser Großstadt (war) ist, in der die Menschen zwar hilfsbereit sind, sobald jemand in Not ist (in der Regel natürlich, von der es selbstverständlich und leider auch Ausnahmen gibt),

aber sich ansonsten um ihren eigenen Kram kümmern.

Doch wer ist schon gefeit vor neugierigen Nachbarn, die sich für jede Kleinigkeit interessieren, die andere machen? Da kann ja selbst ein Hustenanfall schon als Lungenkrebs diskutiert werden! Oder ein Lachanfall als unangenehme Geräusch-Kulisse aufgrund illegaler Substanzen.

Nein, nein, in der Großstadt haben die Menschen überhaupt nicht die Zeit und Muße, sich derart um die Angelegenheiten

fremder Menschen zu kümmern.

Auf jeden Fall kümmere ich mich nicht darum.

Leben und leben lassen

anstatt urteilen und verurteilen.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Freitag, 9. März 2018

9. März 2018 - Unsinn - weit verbreitet



Unsinn - weit verbreitet

Warum hängt die Gießkanne im Baum? Vermutlich nur, damit sich andere genau diese Frage stellen. Oder sie ist mangels teurer Wahrzeichen ein einfallsreiches dieses Kleingarten-Vereins, der seinen Eingang damit "schmückt"? Die Altersarmut wird auch an den Schrebergarten-Besitzern nicht ungeübt vorbei gehen. Und was passt besser zu Gärten als Wasser? Bleibt zu hoffen, dass es nie knapp wird mit der Flüssignahrung für Pflanzen, Früchte und Bäume.

Andernorts sind die 30er Schilder,

die nicht bedeuten, dass alle, die hier geblitzt werden, aussehen als wären sie 30 Jahre alt -

überflüssig.

Kaum jemand hält sich an die Begrenzung der Geschwindigkeit in dichten Wohngebieten. Natürlich ist es für die Fahrschule wichtig, dass jeder lesen kann, der einen Führerschein ansteuert - aber wenn es um traurige Sachen geht, die das Brettern des Autos verhindern wollen, dann

versagt die Kunst des Lesens und Verstehens schon mal.

In diese Kategorie fallen auch Blinker:

Der pure Unsinn, sie noch in Autos einzubauen. Niemand kennt sich mit der Bedienung aus. Können sich die Autohersteller künftig sparen und lieber

eine Pferdestärke mehr einbauen.

Mit dieser kann man dann auf dem unsinnigen "Schleuderstreifen" mal so richtig Gas geben, um der Markierung zu folgen.



Unsinnig findet Robin Hund Menschen, die keinen Hund neben sich laufen haben, denn was ist schon ein Mensch ohne Hund?

Hier muss ich meinem Robin dringend widersprechen, denn manche Menschen halten sich besser keinen Hund, weil viele ihn als "Gebrauchsgegenstand" betrachten:

Bei Gelegenheit in der Designer-Tasche spazieren führen - und bei anderer Gelegenheit das Füttern vergessen, von Spaziergängen auf seinen vier Pfoten und mit dem Hund gemeinsam gar nicht zu reden.

Unsinn ist auch ein Brautkleid für 450.000 Euro, das Meghan Markle angeblich für ihre Trauung mit Prinz Harry in Auftrag gegeben hat.

Doch wenn die Queen weiterhin an jedem Abend alle überflüssigen Lichter im Buckingham-Palast löscht,

relativiert sich das wieder, und die verpulverte Kohle kann am unteren Ende eingespart werden.


Guten Tag, Gruß Silvia


Samstag, 6. Januar 2018

6. Januar 2018 - Kuss-Münder - Danke an Marianne, Gaby, Brigitta, Sabine und Nadine

Kuss-Münder

Der 1. Kussmund gehört Marianne: Wenn sie nicht gerade auf Karneval switcht, kocht und dekoriert sie für ihr Leben gerne und professionell, ohne Köchin zu sein. Sie freut sich bereits auf die

5. Jahreszeit,

die die 1. so dominant unterbricht. Und ich freue mich auf die neuen Kostüme, die sie für andere kreiert, damit

diese darin glänzen dürfen.



Bine: Sie bereichert ihren  Blog "Bine kocht" regelmäßig und zur Freude vieler Fans, kocht heute ausnahmsweise nicht,

sondern küsst:

- Außerdem ist sie Juristin, die mir sehr uneigennützig hier und da und auf Nachfragen, die umgehend beantwortet wurden, wertvolle Tipps gegeben hat. Danke Bine.




Gaby - im Gegensatz zu Marianne, die von Holland nach Deutschland gegangen ist, lebt Gaby nun schon lange in Holland. Sie hat letztens in der Amsterdam-Woche beim "Perfekten Dinner" gekocht - und bei manch einem Schnapp-Atmung verursacht,

denn in ihrer Küche tollte ihre Katze herum (die leider kurz nach den Dreharbeiten verstorben ist). Ich danke ihr für diese gute Vorlage, die mich zu einem Beitrag veranlasst hat, an den ich noch lange denken muss - dafür hat Gaby mit vollem Bewusstsein einen Shit-Storm in Kauf genommen. Gut so!





Brigitta - Sie zeigt uns hier ihren erfahrenen Kuss-Mund, der ihren Koch-Künsten in nichts nachsteht, denn die sind auch vom allerfeinsten. Sie ist so eine liebe Facebook-Freundin und lebt in der Nähe von Wien. Ösis und Piefkes können sich durchaus verstehen.




Nadine ist unsere Shopping-Queen (auch, wenn sie die Krone nicht bekommen hat) und kochen kann sie auch. Hat sie sogar beim Perfekten Dinner eindrucksvoll bewiesen. Sie liebt ihre Hunde, und leider hat sie im letzten Jahr Möpsin Syrah gehen lassen müssen. Sie hat mir geholfen, als es darum ging, ob ich Robin (fast 14 Jahre alt) noch einer Narkose unterziehen lassen soll oder nicht ... ewig dankbar.






Herzlichen Dank an euch alle, die ihr mir eure Kuss-Münder zur Verfügung gestellt habt. Die Reihenfolge hat nichts mit meiner Sympathie zu tun - ich musste mich halt entscheiden. Das kann manchmal eine A-Karte sein, aber ich denke: Hier nicht.

Ich freue mich auf ein neues Facebook-Jahr mit euch allen.


Guten Tag, Gruß Silvia

Mittwoch, 29. November 2017

29. November 2017 - Besser, es lässt mich kalt - als dass ich mich darüber aufrege ...




Besser, es lässt mich kalt -
als dass ich mich darüber aufrege

An jeder Ecke lauert die Versuchung, mich zu ärgern, aufzuregen oder Wörter in den Mund oder die Tastatur zu nehmen, die ich später nur bedauern kann.

Und zwar nicht bedauern im Sinne und gegen das Wohlsein des Empfängers dieser Wörter, sondern nur um meiner selbst willen.

Es hilft mir keinen Schritt weiter, mich in alles einzumischen, was sich anbietet - und in kleinste Atömchen zu zerlegen - folglich

lasse ich es.

Zumindest meistens.

Denn manchmal reitet mich der kleine Teufel "Aggression" und übernimmt die Kontrolle, damit ich unkontrolliert vom Leder ziehen kann.

Dieser Teufel ist der Gegner von Sachlichkeit, und die ist allemal höher im Kurs als unsachliches Herumpalavern, womöglich auch noch unqualifiziert und fern von jeglicher Kenntnis einer Sachlage. Dann sitzen die Worte locker wie die Klamotten nach einer Diät  - und einmal gesagt, gehen sie ihren Weg und verlangen am Ende

vielleicht sogar noch Rechtfertigungen für eine leichtfertig geäußerte Meinung.

Da kommt meine Gelassenheit ins Spiel und übernimmt die Regie. "Lass es nicht an dich heran", tönt mein Regisseur

und ich atme tief ein und aus, gebe den Gedanken eine Chance zum Überdenken - und halte mich einfach raus.

Was nützt es auch schon der Welt, wenn ich überall meinen Senf hinzu gebe? Es hier im Blog zu tun, reicht schon für jeweils eine kleine Weile - ich muss

mich nicht

um den Rest kümmern.

Im Sekundentakt steuern neue Nachrichten durch die Welt - und hier und da nehme ich sie zur Kenntnis, habe eine Meinung

und leider oder gottseidank überhaupt nicht die Zeit, alles zu kommentieren.

Zwar lässt mich nicht wirklich alles kalt - aber ich bin auf einem guten Weg zur emotionalen Gelassenheit.


Guten Tag, Gruß Silvia


Freitag, 3. November 2017

3. November 2017 - Der alltägliche Wahnsinn



Der alltägliche Wahnsinn

Es sind die mehr oder weniger kleinen Dinge, und wenn wir sie reflektieren, können wir nur noch mit dem Kopf schütteln, warum uns dieses oder jenes einfach kirre macht.


Die Messer-Attacke

Dazu gehört nicht der Vorfall, der einem Nachbarn vor drei Tagen zugestoßen ist. Der war ein Schock für ihn und ist nachhaltig. Er ist ein Bär von einem Mann, geschätzte 2 Meter hoch - und ging morgens mit seinem Hund Gassi. Warum er dazu eine Taschenlampe mitnimmt - immerhin gibt es genug Laternen-Beleuchtung - kann ich nur vermuten, weiß es aber nicht. Doch genau diese Taschenlampe wurde ihm beinahe zum Verhängnis:

Ein Drogendealer meinte, er hätte damit seine Verstecke gesucht - und hat ihn mit einem Messer bedroht. Irgendwie ging die Sache glimpflich aus, doch am Ende drohte der Messer-Idiot:

"Sehe ich dich noch einmal hier, dann stech ich dich und deinen Hund ab."

Er hat Anzeige erstattet - und dies auch der Bezirks-Vertretung gemeldet.

Dagegen sind folgende Beispiele selbstverständlich geeignet, um darüber zu lächeln (oder gerne auch nicht):

Hundefell-Allergikerinnen im Bus

Es ist mir dreimal passiert, dass jeweils eine Frau - sollte mich nicht wundern, wenn es jedesmal dieselbe war, denn ich erkenne leider keine Gesichter wieder - in den riesigen Gelenkbus einstieg und sich ausgerechnet mir gegenüber hinsetzte, der Frau, die kaum jemand ohne ihre zwei Hunde kennt.

So weit so gut, es setzen sich öfter Leute direkt mir gegenüber hin, lächeln freundlich - oder "flirten" sogar mit meinem Robin, der das stets sofort bemerkt und auf Streicheabhol-Kurs geht.

Diese Frauen jedoch beschwerten sich nach höchstens einer Minute lautstark darüber, dass in ihrer Nähe zwei Hunde sitzen, denn

sie litten unter einer Hundefell-Allergie (sie nannten das natürlich Hundehaar-Allergie).

Diesen zu erklären, dass meine Hunde überhaupt kein Fell haben, sondern Haare und sie für Fell-Allergiker geeignet sind, war natürlich müssig und so was von überflüssig,

denn wer Ärger will, der kann ihn an jeder Ecke bekommen, und sei es, dass er sich selber in die Nähe des so gefährlichen Allergikums bemühen muss.

Seit diesen Vorfällen bin ich ein bisschen allergisch gegen Allergien.


An der Supermarkt-Kasse

Turbo-Kassierinnen schmeißen gerne die Ware vom Band in den Einkaufswagen (ist nicht bei einem Discounter passiert), wenn man sie nicht selber schnell genug weg räumt. Die stehen natürlich unter Druck und Sowieso oder sind einfach nur von jedem Kunden genervt  - und die machen das auch, wenn nur ein Kunde hinter einem selber an der Kasse steht.

Also ließ ich neulich die Eier-Packung - frei zum Angriff der Kassiererin - stehen. Und auf meinen Wunsch hin gingen sogar zwei Eier kaputt. Danach hatte sie dann mehr Zeit verloren, als sie sich erträumt hatte.

Das nächstemal lasse ich eine Tüte Mehl zurück zum Abwurf, denn das staubt so schön, wenn die Masse von oben nach unten geworfen wird.


Rollator-Banditen

Seit einiger Zeit bin ich für meine Hündin Bienchen auf einen Buggy angewiesen. Das bedeutet für mich, ich muss im Bus den Platz nehmen,

der für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer vorgesehen ist.

Die Frauen mit den Kinderwagen sind so geschickt, dass sie auf dem doch beengten Raum immer noch eine Lösung finden, und das ist einfach schön zu sehen.

Von denen, die sich mit einem Rollator in den Bus quetschen, kann ich das leider gar nicht behaupten. Obwohl ich immer Platz mache, soweit es geht - und höflich bleibe,

werde ich schon mal ohne "Bitte" und sonstiges freundliches Wort aufgefordert,

unverzüglich Platz zu machen.

Da ich nicht ganz so dumm bin wie ich freundlich aussehe und mir eigentlich auch nicht viel gefallen lasse,

musste ich schon ein paar alte Frauen darauf hinweisen, dass dieser Platz

nicht für Rollatoren bestimmt ist (die kann man nämlich zusammenklappen und sich überall hinsetzen).

"Das wäre mir aber ganz neu", sagte eine ältere Frau neulich.

"Da sehen Sie, dass man in Ihrem Alter noch was lernen kann", war meine sicher nicht freundliche Antwort

zu einer immens unfreundlichen Frau.

Hier beende ich für heute diese wahnsinnigen Alltäglichkeiten. Es gibt derer Millionen.

Und Vorsicht: Zur Not beiße ich!


Guten Tag, Gruß Silvia

Mittwoch, 18. Oktober 2017

18. Oktober 2017 - Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag - und dafür gibt es eine Sonderregelung


Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag

Das ist erst einmal eine schlechte Nachricht für all diejenigen, die es nicht anders kennen, als an Heiligabend noch schnell die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Ein klein wenig besser wird diese traurige Tatsache im Nachgang zu dieser Meldung:

Denn dieser Tag im Jahr unterliegt einer Sonder-Regelung: Fällt er auf einen Sonntag, so dürfen lt. Ladenschlussgesetz Geschäfte, die überwiegend Lebens- und Genussmittel verkaufen,

trotzdem zwischen 10.00 und 14.00 Uhr öffnen.

Somit relativiert sich die gute Nachricht wieder ein wenig.

Überwiegend sind nämlich Männer die "auf-den-letzten-Drücker"-Käufer, aber Frauen haben ihrerseits bereits die Sorge,

dass sie unterm Tannenbaum neben z. B. schnödem Duschdas aus dem Supermarkt noch eine Flasche Whisky vorfinden.

Was für den besten Kumpel noch angeht, könnte einer Frau das gesamte Weihnachtsfest derart versauen,

dass auch der Mann schließlich genau so wenig Weihnachts-Frieden hat

wie die VerkäuferInnen, die bei Öffnung ihrer Arbeitsstellen

auf die konstruktive Mithilfe und Umsicht der gesamten Familie angewiesen sind.

Doch wie soll das funktionieren, wenn die eine noch arbeitet und der andere in Geschäften unpassende Geschenke sucht?

Natürlich ist es eine verdammt harte Sache, wenn die Geschäfte auf einmal an drei aufeinander folgenden Tagen geschlossen sind -

das könnte sowohl zu enormen Engpässen als auch zu Entzugserscheinungen führen.

Und nicht zuletzt zu Verzweifelten, die am Samstag vor Heiligabend versuchen, noch alles in ihre Einkaufswagen zu stopfen, was sie irgendwie noch brauchen könnten,

und letztendlich nur hoffen, nichts vergessen zu haben - während sie sich gegenseitig mit den Einkaufswagen rammen, als handele es sich um Kriegsschauplätze.

Noch ist nicht überall entschieden, welche Geschäfte an welchen Orten öffnen.

Verdi ist selbstverständlich für einen freien Heiligabend.

Besonders Frauen, die auf schöne Geschenke hoffen, sollten ihre Männer frühzeitig in die Läden treiben,

sonst heißt es am Ende nur

"Prost".


Guten Tag, Gruß Silvia

Freitag, 13. Oktober 2017

7. Oktober 2017 - "Sie ist eine alte Schreibmaschine ..." und steht am Straßenrand



Sie ist eine alte Schreibmaschine

und wurde endgültig am 10. Oktober 2017 entsorgt, und achtlos gehen die Leute an ihr vorbei. Vielleicht sehen einige sehr junge genauer und mit einem höhnischen Lachen hin, weil sie solch ein Teil kaum einordnen können,

aber großes Interesse zeigt niemand.

Die Typen (viele kennen Typen nur aus Single-Börsen im Internet) haben sich zu einem Knubbel zusammen gerafft, ein Farbband hat sie längst nicht mehr. Irgendjemand hat sie eventuell nur aus nostalgischen Gründen so lange behalten - oder auch einfach in irgendeinem Schrank oder gar im Keller vergessen.

Könnte sie Geschichten erzählen oder hat sie nur Geschäftsbriefe formuliert? Hat jemand Freude an ihr gehabt oder war sie nur von Nutzen?

Vielleicht hat jemand auch lange gezögert, dieses Stück Geschichte dem Müll zu übergeben - und daher hat sie

modernere Schreib-Computer und die

Computer-Zeit

überhaupt so lange überlebt?

Möglich auch, dass die Wohnung eines verstorbenen Menschen ausgeräumt wurde - und mit all den anderen Erinnerungen fiel auch sie dem Zahn der Zeit zum Opfer und wurde ihrer allerletzten Bestimmung zugeführt.

Meine 1. Schreibmaschine bekam ich mit elf Jahren, und ich habe schon damals Geschichten auf ihr gehämmert,

dass es meine Mutter nur so zum Weinen brachte. Nicht, weil die Stories so gut waren - bei weitem nicht - sondern weil ich sie an sie selber erinnert habe,

denn sie hat schon als Kind Gedichte geschrieben hat. Es waren schöne Gedichte für ihre Eltern, die drei Brüder und für Freundinnen,

aber auch schriftliche Erinnerungen an ihre Flüchtlingszeit in einem dänischen Lager - und vor allem welche über ihre ostpreußische Heimat.

Einige ihrer Gedichte habe ich noch, sie stehen in einem dicken Band und auf den Rückseiten mancher Fotos.

Meine 1. Schreibmaschine - wo ist sie geblieben? Ich weiß nicht mehr, was aus ihr geworden ist -

 aber ich hänge auch

keinen vergangenen Zeiten nach.

Doch, wer weiß ... vielleicht hängen sie mir nach.


Guten Tag, Gruß Silvia






Freitag, 15. September 2017

15. September 2017 - Shopping-Versuch - Parteien-Rundlauf


Shopping-Versuch - Parteien-Rundlauf geworden ...

Die City ist voller Verlockungen, und mehr oder weniger regelmäßig überkommt es auch mich, und ich falle aus meiner Haustüre und bin schon in der Innenstadt. So auch heute,

denn das Geld sitzt gerade mal locker und der Wille, es unter die Leute zu bringen, ist so groß wie der Wunsch, dafür am Ende etwas wirklich Schönes nach Hause zu tragen.

Kaum hundert Meter gegangen, treffe ich auf eine Frau aus der Nachbarschaft, die beklagt, dass alles teurer geworden ist. Die Butterpreise steigen bis auf 3,15 Euro und machen sie traurig,

denn sie backt zu gerne Kuchen für die Kinder.

Ich will shoppen - und nicht einkaufen - doch das Statement macht mich traurig. Wenn doch nur die Bauern selber etwas davon hätten, meint die Frau, der ich leider nicht weiter helfen kann - ich bin schon froh, sie überhaupt erkannt zu haben

in meiner Blindheit gegenüber eigentlich bekannter Gesichter, die mir hier und da und oft mal gar nichts sagen, weil ich mir Gesichter so schlecht merken kann. Doch keine Sorge: Anderes kann ich mir ohne Probleme merken,

so auch die Initialen der einzelnen Parteien, die nun exzessiv um Wähler buhlen:

Die haben ihre Stände aufgebaut, mit Luftballons - oder Luft - geschmückt und wollen auf den letzten Drücker

die Leute überzeugen.

Noch bin ich gewillt, mir eine neue Handtasche, ein neues Paar Schuhe oder sonstwas zu kaufen -

obwohl gerade neue Schuhe in diesen Tagen wichtig sind, denn man muss in ihnen vielleicht durch die neuen Zeiten laufen.

Den Stand der AfD meide ich, aber ich sehe viele Leute, die dort stehen bleiben. Zu meiner Gnade werde ich sie später nicht wieder erkennen.

Die FDP ist auch vertreten - und wirbt mit dem schnöden schönen Gesicht von Christian Lindner. Hat die Welt je Attraktiveres gesehen? Hat sie, wenn man weiß, dass Schönheit von innen kommt ... aber wen interessiert das?

Nichts gegen die FDP - ein bisschen Widerspruch zum Gegebenen darf sein - nein, muss sein!

Der Stand der CDU ist hier im Ruhrgebiet nicht so sehr umlagert wie sie sich das vielleicht erhoffen, doch

ich bin immer noch auf der Suche, denn Klamotten bekommt man auch dort nicht.

Die suche ich immer noch, denn für den Wahltag möchte ich mich schön machen - auch, wenn es am Ende nicht einmal die Leute vom

umzingelten Stand der

SPD

interessieren wird. Die haben schon mal bessere Zeiten gesehen

und charismatischere Kandidaten.

Die Linken sind ebenfalls vertreten und bieten Nelken an für jeden, der vorbei kommt,

während ich mir dann doch

lieber die Rose der SPD abhole.

Rosen wiederum haben Dornen. Die stechen.

Sie sollen bitteschön nicht mich (und dich) stechen, sondern

einmal in meinem Leben noch so konsequent den anderen, aber niemals den Wählern,

ein Dorn im Auge sein.

Shoppen gebe ich erschöpft auf. Ich setze mich in ein Cafe und bestelle einen Kaffee:

Auf Nachfrage, welchen ... antworte ich: Bitte nur einen Kaffee - ohne jeden Schnickschnack! Nur einen Kaffee mit Milch.

Genau so wünsche ich es mir für Deutschland:

Bitte nur eine gute Wahl - ohne viel Schnickschnack und Gedöns und Alternativen, die keiner braucht.


Guten Tag, Gruß Silvia








Dienstag, 12. September 2017

12. September 2017 - Stolpersteine



Stolpersteine

sind ein Projekt des Künstlers Günter Demnig, und die Verlegung begann in 1992. Angebracht sind sie an den jeweiligen Orten, an denen die Verfolgten eines Regimes lebten - bis sie deportiert und getötet wurden - oder auch aus Verzweiflung Selbstmord begangen haben.

Das Bücken, um die jeweiligen Inschriften zu erkennen, bedeutet eine symbolische Verbeugung vor den Opfern des Regimes - und es stehen Namen darauf, um den Opfern, die zuvor zu Nummern gedemütigt worden sind, Identitäten zurück zu geben.

Alle Stolpersteine werden in Handarbeit gefertigt, weil dies im Gegensatz zu der maschinellen Menschenvernichtung steht.

Jeder, der durch seine Stadt geht - könnte fündig werden, einen Moment innehalten und der Menschen gedenken, die so sinnlos ihre Leben verloren haben.

Vielleicht werden einige noch auf dem Weg zu ihren Wahllokalen an ein oder zwei Stolpersteinen vorbei kommen,

ein bisschen über die Steine oder auch eventuell über die beabsichtigte Stimmenabgabe stolpern, sich aufraffen,

verbeugen

und - wenn es gut läuft - umentscheiden und demokratisch wählen.

Mehr als einen kleinen Denkanstoß, über den man vielleicht stolpern kann, möchte ich gar nicht geben, denn ich bin nicht

für die Ethik zuständig,

sondern gebe lediglich zu bedenken, dass jeder selber seinen Kopf benutzen möge.


Guten Tag, Gruß Silvia


Donnerstag, 24. April 2014

24. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen: Shirley McLaine - 80 Jahre völlig überirdisch

Immer Ärger mit Harry

hatte die Schauspielerin Shirley McLaine wirklich nicht, verhalfen ihr Harry und Alfred Hitchcock doch zum Durchbruch beim Film.

Heute wird die in Richmond, Virginia, geborene Schauspielerin 80 Jahre alt. Und ist mit Lauren Bacall die letzte Überlebende des legendären Rat-Packs um Frank Sinatra und Dean Martin. Ob die beiden heute noch ein Mini-Ratten-Pack ergeben, weiß man nicht.

Ihre berühmtesten Filme, die man immer wieder mal im TV sieht, waren "Das Mädchen Irma La Douce", "Das Appartment" und "Zeit der Zärtlichkeit" mit Jack Nicholson als Partner. Für diesen Film bekam sie ihren ersten Oscar - nach mehreren Nominierungen.

Heutzutage dreht sie hin und wieder noch Filme, beschäftigt sich jedoch vorwiegend mit ihren angeblichen früheren Leben. Berichtet über Außerirdische, denen sie auch begegnet sein will. Und erzählt von Ufos und Verschwörungs-Theorien. Über all dies hat sie auch Bücher geschrieben.

Ihr letztes Buch heißt "What if ..."

Und weder möchte ich ihren Büchern folgen noch ihren Gedankengängen. Die meisten Menschen haben mehr als genug damit zu tun, sich mit ihren Mitmenschen auseinander zu setzen - da brauchen sie nicht noch Außerirdische, die ihnen überirdisch vorkommen.

Jedem Tierchen sein ... und jedem Star sein Abgehobensein in fremde Sphären und unergründliche Kanäle. Vermutlich fehlt ihr die Affinität zur und die Freude an der Gegenwart, und darum beschäftigt sie sich lieber mit ihren erhofften ehemaligen Identitäten und außerirdischen Überirdischen.

Alle Schauspieler sollen ja ein bisschen verrückt und egozentrisch sein - aber Shirley McLaine ist die Königin der Schauspielerinnen.

Und es ist vermutlich ein Jungbrunnen aus einer fernen Galaxie, der ihr ein eher noch junges Aussehen verschafft hat.

Trotzdem - alles Gute Shirley McLaine. Manche Filme, die sie gedreht hat, sind einfach große Klasse.

Ganz irdisch, Gruß Biene

Mittwoch, 23. April 2014

23. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen - William Shakespeares geheimnisvolles Leben

Wie es euch gefällt

Heute vor 450 Jahren soll William Shakespeare geboren worden sein. Gesichert ist das nicht. Wie es überhaupt nicht viele sichere Fakten aus seinem Leben gibt. Es bleiben jede Menge Dramen und Sonetten.

Und vielleicht ist Shakespeare überhaupt erst im 19. Jahrhundert  geboren worden und hat mit Einstein gemeinsam die Relativitäts-Theorie entwickelt. Oder er hat sich in die Widersprüche über seine eigene Person so verliebt, dass er immer wieder mal um die Ecke auf die Erde kommt, um zu sehen, was man über ihn berichtet.

Er könnte die Hits der Beatles geschrieben haben oder auch als Broterwerb die Stephen-King-Romane. Auf jeden Fall war er der Mann einer Anne Hathaway. Kinder soll er ebenfalls gehabt haben. Doch da von denen nichts Schriftliches überliefert zu sein scheint, sind sie im Dunst der Jahrhunderte verloren und vergessen.

Oder ist auch das alles nur eine Legende? Ist Shakespeare vielleicht noch gar nicht geboren? Und erwartet uns noch der größte Dichter aller Zeiten in einer Zukunft, in der immer weniger Bücher gelesen werden?

Doch von seinem Dasein zeugen die Dramen. Aber sind die vielleicht von einer Gruppe von Männern geschrieben worden, die sich allabendlich in einem Pub in Stratford upon Avon getroffen haben - und ihre Phantasien gemeinsam nieder geschrieben haben? Umweht von  weinseligem Gesöff oder schottischem Whisky?

Schon viele seiner Biografen wanderten zwischen Wahrscheinlichkeit und Vermutung hin und her und jeder versuchte, so gut wie möglich abzuliefern, ohne der Wahrheit hinter der Legende wirklich näher zu kommen.

Viele wilde Spekulationen, und jeder darf seine eigene haben. So wie ich mir eine zusammen gebastelt habe, die an der Wirklichkeit mit Sicherheit scheitern würde.

Doch einem großen Dichter wie William Shakespeare steht ein ebensolches Geheimnis sehr gut.

Was ihr wollt, Gruß Biene

Dienstag, 22. April 2014

22. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen: Alle Hexen müssen sich jetzt reisefertig machen!

Bewitched

Am 30. April feiern die Hexen in den Mai hinein. Sie nennen es Walpurgis-Nacht, nach der Heiligen Walburga.

Walburga heißen die heutigen Hexen eher nicht. Und heilig sind sie natürlich auch nicht. Die bekannteste Walpurgis-Nacht findet im Harz statt. Und gemäß der Sage machen sich die Hexen in dieser Nacht auf ihren Besen auf dem Weg zum Brocken.

So haben die Hexen von heute bereits ihre Besen auf Flugtauglichkeit überprüfen lassen und das Reisefieber steigt. In einem Ort im Harz wird gar die schönste Hexe der Nacht auf den 1. Mai zum "Hex-Topmodel" gekürt.

Daher wurde Heidi Klum eingeladen, die aber außer Konkurrenz mitfliegt - und nur die anderen Hexen um den Verstand und das Gehör bringt. Aber wer weiß: Vielleicht hat sie dort ernsthafte Konkurrenz zu fürchten.

Liliana, einst Matthäus geschimpft und nun diebische Hexe, ist selbstverständlich mit dabei. Ihren Besen hat ein Prinz Proll von Anhalt finanziert, der sie leider nicht begleiten kann, da er sich vor Ort um Unwichtiges wie seine Steuern kümmern muss.

Ich kenne auch ein paar Mädels persönlich, die ich gerne ins große Fliegen über den Brocken schicken würde - aber die sträuben sich noch.

Egal - an Nachwuchs-Hexen mangelt es nicht: Melanie Müller könnte sich mal wieder um eine Krone bemühen, nachdem die aus dem Dschungel schon verwelkt ist.

Für Micaela Schäfer gilt leider: Nackt-Flugverbot.

Robert Geiss hat seiner Carmen dank RTL II einen goldenen Besen verpasst. Ihre Kinder müssen wie immer bei der Nanny bleiben. Nanny Nr. 199?

Lily Becker hat sich wochenlang bei ihrem Boris lieb Kind gemacht, damit er ihr den Flug erlaubt. Der inzwischen oder vielleicht schon immer Uralt-Boris hält nämlich nichts von Frauen, die Alleinflüge unternehmen. Sie könnten versehentlich den Abflug für immer schaffen.

Noch so diese und jene hat sich angemeldet, damit klar wird: Es gibt keinen Mangel an Hexen auf dieser Welt. Manche sind bereits Profis, andere müssen noch angelernt werden.

Ich fliege in diesem Jahr nicht mit. Ich kommentiere dann lieber das eine oder andere auf Hexen-Art.

Hexen hexen, Gruß Biene

Sonntag, 20. April 2014

20. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen: Ich vermisse österliche Märkte

Wo gibt es Ostermärkte?

Heute haben wir alle mehr oder weniger nach Ostereiern gesucht - und manche sind auch fündig geworden. In der Nachbarschaft hatten ein paar Kinder die helle Freude am Eiersuchen - und wollten vermutlich nicht nur Eier, sondern auch erlesene Geschenke finden.

So mutiert Ostern für Kiddies rein geschenkemässig zum zweiten Weihnachten, und die Eltern geben sich teilweise alle Mühe, Wünsche zu erfüllen.

Mir würde ein Ostermarkt sehr gefallen: Den gibt es aber nicht. Jeder Anlass wird für einen festlichen Markt genutzt, aber Ostern fällt flach. Klar, einerseits ist bis einschließlich Karfreitag noch Fastenzeit, aber andererseits haben wir in eben dieser hier schon Handwerkermärkte, Französische Gourmet-Wochen etc. erlebt.

Ich stelle mir die Stadt voller Osterglocken vor und habe auch gegen einen Eierpunsch nichts einzuwenden, obwohl der schon auf dem Weihnachtsmarkt seinen Auftritt hat.

Der Segen des Papstes "Urbi et Orbi" könnte direkt vom Petersplatz auf unsere Königstraße übertragen werden. Und all die schwarzen Schafe kommen ungefragt mal in den Segens-Genuss.

Man könnte den Kreuzweg nachbauen - damit an jeder Ecke das Nachdenken nicht auf der Strecke bleibt.

Und schlemmen könnten wir nach all der entbehrungsreichen Zeit ohne Ende. Obwohl kaum einer das Fasten noch wirklich für sich in Anspruch nimmt.

Ich plädiere für einen richtig schönen österlichen Markt im nächsten Jahr. Das bringt die Leute auf gute Ideen und der Stadtkasse fließt Geld in die Kassen. Doch keiner wird sich erbarmen und Ostern zu einem Stadt-Event werden lassen.

Frohe Ostern, Gruß Biene

20. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen - Frohe Ostern mit Happy


Ein Lied geht um die Welt

Der Mega-Hit "Happy" von Pharell Williams hat schon zahllose Fans inspiriert, Videos von tanzenden jungen, alten, dicken, dünnen Menschen ins Netz zu stellen, um dem Idol zu zeigen, wie happy die ganze Welt ist. - Eine tolle Sache wäre ein Dankeschön-Video von Pharell an seine Nachahmer-Produzenten.

Gar nicht happy ist Professor Sauer, der gestern seinen 65. Geburtstag feierte, über die Tatsache, dass alle wissen, wann er denn nun das Licht der Welt erblickt hat. Der gute Mann macht so ein Geheimnis um die banalsten Dinge seiner Person, dass ich an dieser Stelle nicht geneigt bin, ihm nachträglich zu gratulieren. Er legt vermutlich sowieso nur Wert auf Angelas Glückwünsche. Gut so!

Alt-Bischof im ewig gestrigen Clerus-Gehabe: Walter Mixa vergleicht Proll-Protz-Bischof Tebartz van Elst mit Jesus! Vermutlich hält er sich selber dann für Gott! - Da bleibt mir die Oster-Hostie im Hals stecken.

Und ich schaue mal nach, ob ich den echten Jesus auf Facebook finde. Und siehe da, ich werde fündig: Die Zeitung "The Sun" hat für Jesus ein "Faithbook" entworfen.  Die Ersteller dieser Satire-Seiten zeigen Humor - Bischof Mixa ist nur unfreiwillig und überflüssiger Weise komisch, wenn er einen großen Kirchen-Irrtum-Irren mit Jesus vergleicht.

Warum wir Ostern feiern, scheint nicht wirklich allen Menschen bekannt zu sein. Wenn man es aber weiß, so gehört man noch nicht zur Bildungs-Elite, sondern hat nur Ahnung von ganz Alltäglichem. Also - wer noch unwissend ist - schnell googlen. Es war nie so einfach wie heute, sich Wissen anzueignen.

Der kolumbianische Literatur-Nobelpreis-Träger Gabriel Garcia Marquez hat in der Osterwoche im Alter von 87 Jahren die Welt verlassen. Es bleiben Werke wie "Hundert Jahre Einsamkeit" und "Die Liebe in Zeiten der Cholera".

Ihren 90. Geburtstag (nein, ohne Dinner for one) feiert in diesen Tagen Ruth Leuwerik. Wer ihre alten Filme kennt, weiß, dass sie immer etwas zu überpräsent gespielt hat. Da macht sie auch bei ihren Lebensjahren keine Ausnahme - und hat mehr auf dem Buckel, als die meisten schaffen. - Herzlichen Glückwunsch und noch viele schöne Jahre.

Jeder kann sich happy tanzen - Gruß Biene

HAPPY! Frohe Ostern, Gruß Biene

Freitag, 18. April 2014

18. April 2014 - Aus dem Bienenkästchen: TV an Karfreitag


Mord im Orientexpress

erwartet uns Karfreitag am Vormittag, denn das Erste will weg von dem Karfreitags-Gedusel und zeigt mal gleich einen einzigen Mord, begangen von einer Masse von Menschen: Massenmord anders rum.

Damit der Segen jedoch nicht völlig verloren geht, kommt etwas später "Die göttliche Sophie", die es schon wieder richten wird.

Der überaus christliche Sender Vox zeigt am Abend den Monumental-Film "Die Bibel" und festigt so seinen Status als mitfühlender Empathie-Kanal. Um aber nicht ganz auf die schiefe Bahn zu geraten zeigen sie auch noch "In the Army Now - Die Trottel der Kompanie".

Mangels perfektem Dinner an diesem Tag, bei welchem schon mal die Teilnehmer zu Trotteln verarbeitet werden. Ganz nach dem Motto "Wie du mir, so ich dir". Immerhin missbrauchen die Protagonisten den ehrenwerten Sender gern für ihre Eigenwerbung. Daher kommt auch noch aus der Uralt-Kram-Kiste sozusagen als Sender-Label "Dümmer als die Polizei erlaubt".

Was ich von 3 Sat nie vermutet hätte, zeigen die aber trotzdem "The Making-of Jesus Christus". Also ist Jesus doch ein Popstar!

Selbstverständlich findet das "Passionssingen in Oberammergau" auf dem hochanständigen Sender BR statt. Ferner bieten sie noch an: "In jedem Menschen klingt ein Geheimnis". Wirklich wahr? In jedem Bayern auch?

Es gibt aber auch Sender wie z. B. Sixx, die nichts Besseres im Angebot haben als "Sex and the City" aus dem Jahre 1999. Die hätten in all den Jahren ruhig lernen können, wie man Ostern an die Zuschauer bringt.

Selbst der WDR kann Ostern und bringt "Papst Franziskus" den Menschen näher.

Ob "Tietjen und Hirschhausen" über Glaubensfragen an Ostern sprechen werden, weiß ich nicht.

Und weil Ostern naht, legt uns RTL mal ein besonderes Ei ins Nest mit "Das Dschungelbuch". Zum ersten mal im Free TV überhaupt zu sehen. Der Film ist so alt, der war im Sonderangebot.

Und in diesem Sinne wünsche ich zu Ostern: Probiers mal mit Gemütlichkeit. Egal, was in der Kiste kommt.

Einen schönen Karfreitag, Gruß Biene - das wünschen auch Malteserin Bienchen und  ihr Freund, der Pudel Joschi