Person des öffentlichen Schnorrens
Verena Kerth hat bekanntgegeben, geprahlt und vielleicht lauthals darüber gelacht, dass sie auf der Münchner "Wiesn" noch nie einen einzigen Cent ausgegeben hat.
Mit einer Selbstverständlichkeit lässt sie sich dort regelmäßig aushalten, aber ihrem Selbstwertgefühl wird das vermutlich keinen Zacken aus der Krone brechen. Und falls ihr Kronen im Gebiss abbrechen, kann sie immer noch
einen Zahnarzt umgarnen oder ihm sogar ein Selfie als Bezahlung anbieten. Sie wird sicher den einen oder anderen kennen, der sich gern für ein solches über ihre Zähne hermacht. Möglich ist schließlich alles.
Was sie in - ich sage mal - 30 Jahren macht, ist eine andere Geschichte, in der sich nicht mehr so leicht jemand finden wird, der ihr das Leben rundum oder auch nur einen Drink finanziert. Vermutlich werden dann Schönheits-Chirurgen die größere Rolle spielen ... und die sind rein privat eher unwillig, alternde "Diven" zu finanzieren, weil sie jüngeren höchstens die Lippen aufspritzen müssen. Falls das dann noch modern ist.
Aber ich schweife mit diesem Nonsens von einer Person des öffentlichen Schnorrens ab,
denn die Frage ist, was ihre großzügigen Gönner Besseres mit ihrem Geld anfangen könnten:
Zum Beispiel die abgehalfterten, von der Gesellschaft verlassen Tiere in Tierheimen unterstützen
All diese Tiere sind völlig unschuldig an ihren Situationen, sondern Opfer von menschlichem Versagen - und das einzige,
worum sie schnurren (nicht schnorren) oder knurren (nicht murren) ist ein wenig Liebe. Wenn es geht, auch mehr als nur ein wenig.
Eine Parasitin, die sich deswegen sogar rühmt, lebt im fremdfinanzierten Überfluss, während in Tierheimen mit oft nicht genug Geldern um das
Überleben der ärmsten Geschöpfe gekämpft wird.
Der Preis für eine Maß Bier für diese Frau würde reichen, mehreren Tierheim-Tieren das tägliche Futter zu garantieren. Und wer weiß schon,
wie viel sie sich in den letzten Jahren sonst noch zusammengeschnorrt hat - und wie viele Tierheim-Tiere für das Geld medizinisch hätten gerettet werden können?
Und natürlich sollte man eigentlich Vergnügen und puren Überlebens-Willen anderer Geschöpfe nicht in einen Zusammenhang bringen.
Ich stelle das trotzdem einander gegenüber, denn die eine Seite beinhaltet so viel Sinnlosigkeit, während die
andere Mitgefühl beweist. Und Sinn macht.
Und: in keinem möglichen Himmel kann man Pluspunkte sammeln, wenn man eine Kerth unterstützt - aber jede Menge, wenn man wirklich arme Menschen oder Tiere ein wenig sponsert.
Guten Tag, Gruß Silvia



