Freitag, 13. Februar 2026

13. Februar 2026 - Mette Marit und Jeffrey Epstein



Mette-Marit und Jeffrey Epstein
Wenn man eine Tür von außen öffnet - und jemanden verletzt, der dummerweise genau auf der inneren Seite steht ... dann entschuldigt man sich.
Diese Entschuldigung ist ein Pflaster für die kleine Beule am Kopf und wirkt wie ein Trost, obwohl niemand schuldig an diesem Vorfall ist.
Wie ist es jedoch mit Entschuldigungen für Dinge, die man im Vorfeld hätte wissen können oder sie sogar gewusst hat - und die aus einem tiefen, undurchsichtigem Sumpf von Missbrauch und Finanzen kommen?
Das ist im Fall von z. B. Mette Marit Schadensbegrenzung der preiswerten Art - in der Hoffnung, dass einem viele Leute auf den Leim gehen.
Den Sumpf voller Gülle, in den Mette Marit hineingeraten ist ... kann sie nicht entschuldigen ... da nützt keine späte Reue, die nur dem kaputten Image dient, das sie damit reparieren will. Das ist keine akzeptierte Reue
wie sie sie damals kurz vor der Heirat mit Haakon bereit war, vorzugeben, weil sie ein Party-Girl-Leben mit allem Drum und Dran gefeiert hatte.
Hier jedoch hat sie eine Freundschaft mit Jeffrey Epstein gepflegt, und diese ging weit über dessen erste Verurteilung 2008 samt Gefängnisstrafe wegen sexuellem Missbrauchs hinaus.
Im übrigen wurden seine schlimmen Taten bereits in den 1990er-Jahren bei der Polizei und dem FBI zur Anzeige gebracht - von missbrauchten Mädchen.
Was sind Entschuldigungen wert, wenn sie nur dem Zweck dienen und das eigene Image reinwaschen sollen, als
wäre es niemals in einem Abfallhaufen versackt gewesen, der das Säubern per se verhindert, weil der Dreck so tief sitzt, dass man ihn nie mehr abwaschen kann?
Wer ist noch alles in dem Dreck des Finanzmoguls Epstein involviert?
Dieser ganze Epstein-Skandal ist ein einziges Mahnmal dafür, wie Geld und Macht Menschenwürde zertrampeln können:
Verletzliche Jugendliche wurden wie Ware behandelt, während sich ein elitäres Umfeld aus Wegsehern, Mitläufern und Profiteuren hinter Anwälten und PR versteckt hat.



Guten Tag, Gruß Silvia



Dienstag, 10. Februar 2026

9. bis 13. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner in Berlin:


Lückenfüller ...
Dinner-Wiederholungen aus dem Jahr 2023

Um - vermutlich - nicht gegen Olympia "Neu-Ware" zu verschleudern, zeigt Vox in den nächsten zwei Wochen

Wiederholungen des Formats: "Das perfekte Dinner".





Es beginnt mit der Berliner Kandidatin Dary,

deren "Dinner" am 17. April 2023

erstausgestrahlt worden ist.


Ihr Menü:

„Berlin Incontra Ischia“
Vorspeise: Vitello tonnato / Rindercarpaccio / Focaccia / Trüffelbutter
Hauptgang: Ischianische Polpetta / Kartoffelpüree / Speckbohnen
Nachtisch: Limoncello Creme / Limoncello Tarte / Limoncello

Mein Titel für Dary:


Mädchen aus Ostberlin
- Udo Lindenberg-Lied


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:


:




Am 2. Tag hat Reva ihre Kochkenntnisse gezeigt ... oder eher die fehlenden?

Ihr Menü:

 „Eine Ode an den Herbst“
Vorspeise: Herbstliche Bruschetta / Mandeln / Salat vom Feld
Hauptgang: Kohlroulade / Sellerie / Möhre / Schwips
Nachtisch: Tonkabohneneis / Schokolade / Beeren


Ihrer Sendung habe ich den (langen) Titel

"Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch- Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen, wo man geht und steht – aber mir tun alle Menschen leid, die nicht hier leben können!"
- Anneliese Bödecker

gegeben.

Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






Am 3. Tag hat Marion über ihr Leben und ihre Lebensfreude erzählt - und viel Vorbereitetes aus dem Ärmel geschüttelt.


Ihr Menü:

„Irgendwie anders“
Vorspeise: Suppe von kichernden Erbsen / Sumach - Labneh - Gerster
Hauptgang: Lamm im Blätterbett / Fregola Sarda - Salzzitrone - Tahini
Nachtisch: „Mach mal Cheese“ / Labneh - Kumquats - Kardamom


Mein Titel:

Wir können die Zeit nicht aufhalten, indem wir die Uhren verstecken.
© Walter Ludin (*1945)


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






Am 4. Tag geht es sinnbildlich nach Georgien ... das ist dort, wo alles besser ist  ... in Lelas Augen ...


Ihr Menü:

„Gruß aus Georgien“
Vorspeise: Nussiger Gemüsegarten - Auberginen, grüne Bohnen, Rote Bete, Granatapfel, dazu Khachapuri
Hauptgang: Khinkali - Dreierlei: Hack, Kartoffeln, Pilze mit Cremepolenta und Gemüsebeet
Nachtisch: Traubensaft-Tatara-Törtchen mit gerösteten Nüssen


Mein Titel für Lela:

Heimat-Suche am Herd


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:







Das traurige Schlusslicht der Woche bildet Steffi. Ob sie sich über diese Wiederholung freut, weiß ich nicht, aber möglich ist alles, wenn jemand ein verzerrtes Selbstbild hat ...


Ihr Essen:


„Deutsch-Vietnamesisch“
Vorspeise: Goi cuon / nem ran / Sup / Nuoc cham dau phong / Nuoc mam dam
Hauptgang: Roulade / Kraut / Omas Klöße
Nachtisch: Trai cay / Kaiserschmarrn / Nuoc sam


Ihrem Auftritt habe ich den Titel

Der eigene Horizont
ist die Schnittstelle zwischen
Wissen und Nicht-Wissen.
- Helga Schäferling (*1957)

gegeben.

Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:

https://bienenbienchens-un-perfektes-dinner.blogspot.com/2023/04/21-april-2023-vox-das-perfekte-dinner.html?spref=fb&fbclid=IwY2xjawP87olleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeaJMtvrIC8ylkjSYApsiGNrlyEWsfnWpR13bZmLiuYbt7vRjd2rAKj4nv2EY_aem_uVKQT2SneYO_KC60OdgwNw


Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen - und den Karnevalisten eine Reihe von tollen Tagen.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 7. Februar 2026

6. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Nürnberg bei Patrick (nennt sich Richi)



"Franken zu Gast im Orient"

Vorspeise: Süßkartoffel mit Avocadocreme und Kichererbsen
Hauptgang: Gefüllte Auberginenröllchen vom Grill mit Falafel und Joghurtdip
Nachtisch: Joghurttörtchen mit Walnuss-Dattel-Boden


Geh langsam. Du kommst doch immer wieder nur zu dir selbst.
- Aus dem Orient

Der Bankkaufmann Patrick (Richi genannt) hat keinen wirklichen Bezug zum Orient, aber er traut sich was ...

Auf Fotos sieht man von ihm Gegrilltes - und vielleicht hat er darin mehr Übung, mehr Kompetenz und auch mehr Hingabe,

doch er will es genau so wie er es dann serviert:

und kommt am Ende vielleicht auch wieder zu sich selbst.

Martina sagt im Vorfeld: "Der wird uns ziemlich überraschen." - Eher heißt es ja "er" als "der", was personenbezogen abwertend klingt - und in ihren schicken, feinen Kreisen sollte man auch die höflichen Wort-Formen kennen.


Das Menü

Patrick will es genau so wie er es zubereitet und serviert - anstatt auf eine "sichere Bank" zu setzen, dessen Grundsätze er als Bankkaufmann schließlich kennen könnte. Aber eventuell setzt er genau diese in die Tat um:

volles Risiko, geringer, preiswerter Wareneinsatz, wobei die Chance, zu gewinnen im Vorfeld ohnehin nur 20 Prozent beträgt - ihm bleibt schließlich auf jeden Fall genug Geld

der Aufwandsentschädigung.

Lieber sicheres Geld als spekulatives?

Ich kann nicht in fremde Köpfe gucken - aber dieses "Dinner" verwundert mich sehr, weil er überhaupt keinen orientalischen Hintergrund hat ... und auch keinen besonderen Bezug dazu.

Ihm gefällt einfach die Gewürzvielfalt - die man aber auch in anderen "Küchen" nicht außen vor lassen sollte.

Die Vorspeise mit Kichererbsen und mehr kommt nur mäßig an. Mustapha meint, es sei nicht orientalisch. Und er wird es wohl am besten wissen.

Auberginen füllt er mit Rinder-Hackfleisch und rollt sie. - Ich möchte mich wegrollen. Auberginen sind für mich ein

Geschmacks-Killer.

Die Gäste bemängeln die noch harten Auberginen, loben jedoch den Inhalt. Sie suchen gute Worte für etwas, das sie wohl nicht bei einem "perfekten Dinner" erwartet haben.

Die Falafeln sollen gut munden.



Fazit

Dies ist nicht Patricks erstes TV-Format, denn in der Sendung "Wetten, dass ..." hat er bereits einen Gewinn einstreichen dürfen:

durchs Rütteln an Zigaretten-Schachteln hat er erraten, erahnt oder auch gewusst, wie viele Kippen sich in der Schachtel befinden.

Ich weiß schon, warum ich diese Sendereihe nie gesehen habe ...

Die Punkte für Patrick: je 8 geben Kevin, Martina und Mustapha, 7 gibt Elena.

Das ergibt in der Summe 32 Zähler - und wenn ich böse wäre, würde ich sagen, das ist in etwa die Summe an Euro, die er für dieses abendliche Essen ausgegeben hat.

Aber ich ziehe meine Vermutung sofort zurück.

Es erwirtschaftet Martina 3.000 Euro fürs Ehe-Einkommen.

Es könnte jedoch sein, dass sie mehr als nur das Gewinnerinnen-Geld im Vorfeld bereits in ihre dieswöchige Garderobe gesteckt hat ...

Nein, Neid kenne ich nicht ... der hat mich nur einmal ganz kalt erwischt: ich kam aus der Tierklinik mit meinem dort euthanasierten Robin

und sah überall glückliche Menschen mit ihren Hunden, die ich aus diesem Gefühl heraus einen Moment lang "gehasst" habe.

Kurz habe ich mich selber zurechtgewiesen - und es sowohl Menschen als auch Hunden von Herzen gegönnt. Robins Zeit war

nach beinahe 16 Jahren abgelaufen, und die Jüngeren sollten einfach nur weiter glücklich sein. Das ist das Leben.


Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir dürfen uns heute auf 8 Sonnenstunden bei maximal 11 Grad plus freuen.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Freitag, 6. Februar 2026

5. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Nürnberg bei Elena

Nürnberg-Foto von Marianne Mossel


"Schmackofatz mit Gutzerle"
Vorspeise: Kürbis / Garnele / Sprosse
Hauptgang: Medaillons / Knöpfle / Champignons / Chimichurri
Nachtisch: Schokolade / Himbeere / Limette


„Im Leben lernt der Mensch zuerst gehen und sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten.“
- Marcel Pagnol (1895 - 1974)

Welche der beiden Disziplinen schwieriger zu erlernen als später zu mäßigen ist, weiß ich nicht.

Ich erinnere mich nicht an mein Gehen- und Sprechenlernen, es war eines Tages einfach vorhanden: erst auf wackeligen Beinen und mit zögerlichen ersten Wörtern, bis die Möglichkeiten am Ende ausschweifender geworden sind, obwohl ich sie nie konsequent in vollem Umfang nutze. Das gilt besonders fürs Sprechen.

Die 37jährige in Usbekistan geborene Elena stellt ihr Sprechen jedoch aus einem sehr besonderen Anliegen auch heute in den Vordergrund: sie ist seit ein oder zwei Jahren

freiberufliche Hörbuchsprecherin. Das jedoch soll nicht das Ende ihrer gerade begonnenen Karriere sein, sondern erst der Anfang, denn sie möchte ins Synchronfach und überhaupt in den TV- und Filmbereich.

Zu jedem Gang serviert sie ihren Gästen nicht nur etwas zu essen, sondern eine Kostprobe ihrer Stimmlagen - es wird albern kindlich zur Vorspeise bis erotisch zum Nachtisch.

Zuvor jedoch bekommt sie die Chance, einen Text zu dieser Sendung einzusprechen, und obwohl sie eine nette Stimme hat,

muss Daniel Werner diese nicht fürchten: er ist der einzige, der für diese Sendung unersetzlich ist ... (selbst die Autoren könnte man austauschen).

Und ... falls wirklich einmal Ersatz benötigt wird ... dann fürchte ich, dass die Künstliche Intelligenz zum Zug kommt ... denn die kann sicherlich die Stimme von Daniel imitieren, ohne wirklich Daniel zu sein.


Das Menü

hat den Schwierigkeitsgrad wie den, intellektuell dem "Dschungel-Camp" folgen zu können.

Die Kürbissuppe dekoriert sie unorthodox mit Sprossen, die weder das Bild noch den Geschmack verfeinern. Die Suppe

schmeckt den Gästen ... Mustapha ist sie zu wenig gesalzen, gepfeffert, und ich ergänze die Vorspeise mit dem Begriff

ideenlos.

Weiter geht es mit Schweinefilet, um

mit einem Schokokuchen zu enden, der von einem simple-as-can-be-Eis begleitet wird: sie mixt gefrorene Himbeeren mit gefrorenen Bananen: eine

Revolution auf dem Gebiet der Genüsse, die man auch nicht oft sieht.


Fazit

Elena kann sprechen, sie kann laufen - aber das Zubereiten eines nur annähernd perfekten Dinners bleibt völlig auf der Strecke,

denn ums Kochen geht es ihr schließlich nicht. Sie legt die Prioritäten in ihre Stimme.

Ich erinnere mich an einen Wilsberg-Krimi, in dem der Steuerfahnder Ekki plötzlich in die Rolle als Synchronsprecher für einen Porno reinrutscht ...

Das ist kein Brückenschlag zu Elena, es kommt mir nur plötzlich in den Sinn.

Martina kommen andere Worte zum Menü in den Sinn: "Das hat man in den 70er, 80er Jahren so gemacht ... gab es bei Oma und Mutter."

An alle, die es nicht wissen: bis heute ist es nicht verboten, in Erinnerung an frühere Zeiten zu kochen. (Martinas Tafelspitz ist schließlich ebenfalls ein Relikt aus älteren Zeiten). Allerdings

taugt es nicht immer für diese Sendung. Es sei denn, man hat nicht den Gewinn, sondern die Eigenwerbung im Sinn ...

Die Punkte: je 7 geben Martina, Kevin, Mustapha und Patrick (Richi).

Mit 28 Zählern verdient sie sich redlich den bislang letzten Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 5. Februar 2026

4. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Nürnberg bei Kevin



"Cultura italiana"
Vorspeise: Südtiroler Mini-Germknödel mit Bratensauce und Thymianbröseln
Hauptgang: Stracotto di manzo mit sardischen Gnocchi und Gremolata
Nachtisch: Pesche dolci siciliane


Tellerrand, Ort der Wahrheit.
© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil.

Auf den Tellern tanzt der gute Geschmack, der zumindest immer das Ziel ist - und nicht nur am Rande tanzen und spielen sich die Kandidaten in die Zuschauerherzen ... oder auch nicht.

Am Tellerrand-Ort spielen sich Mustapha und Martina in die vorderste Liga als Publikumslieblinge.

Gemeinsam werden sie, offenbar vom TV-Team "genötigt", auf einen imaginären Catwalk in einem Hinterhof geschickt, denn beide sind sehr schick gekleidet. Also ... vor allem Martina ... und Mustapha ist geeignet, ihr den richtigen Rahmen zu verpassen, weil jedes Bild erst wirklich in einem passenden Rahmen zum Glänzen kommt.

Ich begnüge mich damit, beide als unterhaltsam anzusehen - denn ich kenne sie nicht wirklich, und daran wird sich auch bis zum Ende der dieswöchigen Show nichts ändern.

Als Dekoration für Martina und Mustapha darf heute Kevin sein Menü servieren. Der 34jährige Automobilkaufmann ist sowohl in Autos als auch ins Kochen vernarrt, so dass am Ende nicht

nur die Tellerränder eine tragende Rolle spielen.

Der "Andrang", ihm als Schnibbelhilfe zur Seite zu stehen, war offenbar so groß, dass er das Zerkleinern von Gemüse gerecht

zwischen seinem Bruder Mario und seinem Freund Tobias aufteilt. Jeder bekommt sein Quäntchen an Schnibbelmaterial, jeder darf seine Kunst am Zurechtschneiden unter Beweis stellen,

während Kevin am Herd zeigt, was er "auf der Pfanne hat".


Das Menü

Germknödel kenne ich nur in der süßen Variante, aber als Vorspeise wäre das natürlich keine Option, und so füllt er die selbst hergestellten Knödel mit gewürztem und im Backofen gegartem Hähnchenfleisch.

Die Bratensoße dazu lebt nicht allein vom vielen Gemüse ... er kippt auch eher klammheimlich zu dieser und zu der im Hauptgang

braunes Pulver, das sehr nach Industrie aussieht. Hat er kein Vertrauen in die vielen Soßenzutaten, so dass er die künstliche Unterstützung braucht?

Gezupftes Rindfleisch in Soße spielt die Hauptrolle im Hauptgang, oder sind es doch die kunstvoll hergestellten

sardischen Gnocchi, die nicht aus Kartoffel-, sondern Nudelteig bestehen.

Die Gäste sind begeistert.

Das Pfirsich-Sorbet im Nachtisch findet mehr Anklang als das mit Vanille-Creme gefüllte Gebäck.



Fazit

"Würdest du ins Dschungel-Camp gehen", fragt Stichwortgeberin Martina Mustapha, während ich mir gerade vorstelle,

wie es Martina dort ergehen könnte ... ganz ohne schicke Fummel und getrennt von ihrem Ehemann.

Nein, Mustapha würde dort nicht mitwirken wollen, aber er guckt sich die Sendungen an ...

Noch liegen beide jedoch im Prominenten-Alphabet selbst hinter denen im Dschungel weit zurück ... aber alles kann sich ändern ... und der Wunsch, morgens zwischen tierischen und menschlichen Schlangen aufzuwachen, kann wachsen ... immerhin kann man dort mal so richtig über seinen Tellerrand gucken.

Erst einmal wachsen hier die Punkte: 10 gibt Patrick (Richi), 9 Mustapha und je 8 geben Martina und Elena.

Mit 35 Umdrehungen liegt er am 3. Tag gleichauf mit Mustapha auf dem bislang 2. Platz, während Martina den 1. beibehält. - Ich würde es lieber verdreht sehen ...


Guten Morgen, Gruß Silvia

Mittwoch, 4. Februar 2026

3. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Nürnberg bei Martina



Vorspeise: Die Muschel hoch zwei - Erbse / Mango / Rote Zwiebel / Kokos / Koriander
Hauptgang: Das Rind - Wurzelgemüse / Kartoffeln und Sellerie / Meerrettich / Petersilie
Nachtisch: Der Pfirsich - Ei / Mascarpone / Sahne


Der Ring macht Ehen,
Und Ringe sind es, die eine Kette machen.

- Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Über Ehen gibt es jede Menge Zitate, sowohl von unbekannten Personen als auch von sehr bekannten, von Hobby-Psychologen ebenso wie von Philosophen und anderen Experten: viele Aussagen sind pessimistisch, manche verhalten optimistisch, wenige euphorisch - und doch hat natürlich jede Ehe ihre ureigene Überschrift.

Die 60jährige Martina würde ihren gleichaltrigen Ehemann Joachim immer wieder heiraten, erzählt sie.

Kennengelernt haben sie sich, als beide 17 Jahre alt gewesen sind - und sind nun seit 36 Jahren miteinander verheiratet.

Zeitlebens war Martina Hausfrau und dann Hausfrau und Mutter von drei Kindern. - Nein, nicht ganz!

Inmitten der Sendung erwähnt sie, dass sie 1 Jahr lang eine Hotelfachschule besucht hat - aber diese Ausbildung aufgegeben hat, weil der Beruf auch Wochenenddienste einschließt: und dieser Umstand hätte (vielleicht) zu einer Trennung von Joachim geführt ...

Es gibt viele Berufe, die auch an Wochenenden ausgeführt werden müssen - wie denken diese Menschen über ihre Partnerschaften?

Jeder soll sein Leben so gestalten wie er oder sie es möchte, aber als Martina erzählt, dass es vor 36 Jahren anders war - und viele Frauen zu Hause geblieben sind,

muss man das nicht stehen lassen. - Immerhin spricht sie von den 1990er-Jahren und nicht von einigen Jahrzehnten früher.

Und wie überbrückt man eine Zeit zwischen Schulabschluss, einem einzigen Jahr Berufsausbildung - bis zum Zusammenziehen mit einem Mann? Im Elternhaus?

Doch das geht mich alles nichts an - und ich will das auch gar nicht genauer wissen.

Aber wenn man es so will, liegt sie heute voll im Trend inmitten so einiger Frauen, die sich als

Trad-Wifes verstehen.

Frauen, die eine traditionelle Rolle vergangener Zeiten leben ... allerdings meist nicht einfach so, sondern um damit

als Influencerinnen durchzustarten und am Ende Geld zu verdienen.


Martina

lebt mit ihrem Mann und der Windspiel-Hündin Luna in einer 300qm großen Altbauwohnung, die sehr edel - und nach den Auszügen, die ich davon sehe, geschmackvoll ausgestattet ist. Die Kinder sind erwachsen, und sie hat bereits drei Enkelkinder, für die genug Platz für Spiel, Spaß und Abenteuer in der großelterlichen Wohnung vorhanden ist.

Und auch für das TV-Team, das ja sehr personenreich sein soll, ist heute mehr Platz als an vielen anderen Tagen - und die Show kann beginnen.

Martina wuppt die Sendung mit Schwung, Stolz auf ihre große und schöne Wohnung - und der Hinwendung zum Kochen und zu ihren Gästen.


Das Menü

... zu dem natürlich auch die mehr als üppige, blumenreiche und unübersichtliche Tisch-Dekoration zählt, ist

ansprechend.

Gebratene Jakobs-Muscheln treffen auf Ceviche aus den gleichen Muscheln.

Mit dem Tafelspitz serviert sie etwas, das es - meiner Erinnerung nach - selten gegeben hat. Allerdings ist es ein Schmorgericht, das keine Sensibilität seitens der "Köchin" wie bei einer punktgenauen Zubereitung von Kurzgebratenem verlangt. Die Gäste sind begeistert,

und diese Begeisterung flackert nur bei diesem oder jenem ab, als der Nachtisch auf die Teller gelangt:

Pfirisch-Tiramisu mit Sahne ist eine Eigenkreation ... oder aus den Weiten des Netzes abgekupfert.



Fazit

Die Punkte für die gutaussehende Martina: 8 von Patrick (der auch Richi genannt wird), 9 von Elena und je 10 von Mustapha und Kevin.

Mit 37 Zählern liegt sie am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz vor Mustapha - und das finde ich etwas schade, obwohl Mustapha großzügig selber dazu beigetragen hat ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 3. Februar 2026

2. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Nürnberg bei Mustapha



"Von Granatapfel bis Engelshaar"
Vorspeise: Auberginenpoesie mit Granatapfel - Burrata / Petersilie / Eigelb
Hauptgang: Surf & Turf auf goldener Pasta
Nachtisch: Mozzarella im himmlischen Netz, dazu Pistazien-Parfait


Der Vater ist des Sohnes Schicksal.
© Wolf-Georg Kirst (*1953)

Nicht lange vor der Aufzeichnung seines Dinner-Tages hat Mustapha im Mai 2025 seinen Vater verloren. Im Gedenken an ihn nimmt er an dieser Sendereihe teil

und hätte seinen Papa sicherlich stolz gemacht. Der

47jährige Wirtschaftsinformatiker Mustapha ist in der Türkei geboren und vor 26 Jahren nach Deutschland gekommen. Er ist verheiratet mit Sandra, die ein paar Jahre älter als er ist - und die kurz ins Haus schneit, sich aber auch schnell wieder verabschiedet. Unbeholfene Küsse inklusive ...

Es ist eine angenehme Vorabendstunde, die er uns Zuschauern präsentiert - ein guter Start in den Abend, wie immer man ihn auch verbringen möchte.

Und manchmal widmet Mustapha seiner noch recht jungen Trauer ein paar Tränen. Es ist schwer, ein Elternteil zu verlieren, und da spielt das eigene Lebensalter keine Rolle.


Das Menü

Kosten hat Mustapha nicht gescheut, denn immerhin gibt es für jeden Kandidaten - mein letzter diesbezüglicher Wissensstand - 800 Euro Aufwandsentschädigung, die man "auf den Kopf hauen" - oder auch größtenteils sparen kann.

Allerdings muss man nicht unbedingt ein Black Angus- oder auch anderes Rind aus Australien ordern, denn auch in der Nähe oder in der Umgebung von Nürnberg gibt es sicherlich irgendeinen Bauern, der seine Tiere noch auf einer Weide hält ...

Die Hemmungen werden kleiner, je größer der Wunsch nach etwas "Besonderem" ist - da interessieren auch keine noch so immens summierten Flugkilometer ...

Wie so oft bei türkischen Mitbürgern, kommt die Aubergine ins Spiel, denn sie ist scheinbar unvermeidlich. Ich selber mag keine, was jedoch uninteressant ist - und in dieser Kombination, die Mustapha anbietet, hätte ich sie wohl "in Kauf" genommen:

Seine "Auberginenpoesie"

(solch ein Begriff im Zusammenhang mit Auberginen wäre mir trotzdem niemals in den Sinn gekommen)

beginnt mit dem Fundament einer Auberginenscheibe, auf der mit Burrata, Petersilie und Granatapfelkernen weiter aufgetürmt wird.

Die Vorspeise wird komplettiert mit gebeiztem Eigelb.

Der Hauptgang wird weggeschlemmt: Besagtes Black-Angus-Filet und Hummerschwänze erfreuen die Gäste ebenso wie die selbstgemachte Pasta samt drüber gehobeltem Trüffel.

Mit himmlischem Netz ist Engelshaar gemeint ... insgesamt ein Nachtisch, der ein Nachtisch ist, aber nicht wirklich erwähnenswert. Aus meiner Sicht. Sehen die Gäste anders: sie sind erfreut. Und mit Wonne denkt Martina an die

Dubai-Schokolade zurück, als hätte es zuvor keine Pistazien gegeben ...

Ich habe die Original-Dubai-Schokolade probiert, und nur ganz langsam aufgegessen - nicht, weil sie mir zu kostbar war, sondern weil

sie mir einfach nicht geschmeckt hat: auf die Füllung wurde Wert gelegt, der Schokoladenanteil allerdings vernachlässigt: das war keine teure Schoko und insgesamt kein Hochgenuss, auch wenn die Tafel 27 Euro gekostet hat. - Ich habe sie übrigens geschenkt bekommen.



Fazit

Ich taste mich langsam an diese neue Woche heran ... es kann alles oder nichts herauskommen, was erfreut oder eben nicht. Den ersten

Gastgeber nehme ich als unterhaltsamen Kandidaten wahr - und seine Punkteausbeute wird

ihn sicherlich freuen: je 9 geben Martina, Elena und Patrick, 8 gibt Kevin.

Damit legt Mustapha 35 Umdrehungen vor, die erst einmal eingeholt werden wollen. Vielleicht wird der Montag ja sein Glückstag ...

obwohl ich glaube, die beginnen erst an Dienstagen mit dem Drehen.


Guten Morgen, Gruß Silvia