"Aller guten Dinge sind 3 - Meer / Weide / Garten"Vorspeise: Meer - Lachs around the world - Lateinamerika / Levante / Ostasien - roh / confiert / frittiertHauptgang: Weide - Wagyutopia - Alte Muh vom Wagyu / Wirsing / PilzNachtisch: Garten - Süßer Schlussakkord - Zwetschge / Pistazie / weiße Schokolade
Promis kochen auch nur mit Wasser, machen dafür aber viel mehr Dampf.
- Helmut Glaßl (*1950)
Immer wieder muss ich merken, dass mir längst nicht mehr alle Leute bekannt sind, die als prominent gelten, denn sonst hätte ich bereits im Vorfeld dieser Sendung und anhand von vorab gezeigten Fotos gewusst,
wer Katrin ist - und wie berühmt sie obendrein ist.
Aber nun füllen Vox und Katrin endlich meine bedauerliche Wissenslücke, für die ich mich ausdrücklich entschuldige. In den
Jahren 2012 und 2013 hat sie "Das perfekte Dinner" gewonnen - und vermutlich fiel ihr Auftritt in eine meiner früheren "Dinner-Pausen" - sonst hätte es bei ihrem Anblick in meinem Kopf irgendwo geklingelt.
Nix hat geklingelt. Aber wie sollte ich mich auch an
tausende Kandidaten erinnern? So viel überflüssigen, im Kopf nicht benötigten Platz, der für wirklich wichtige Dinge reserviert bleibt, habe ich einfach nicht.
Zumindest hat sie bei ihren zwei siegreichen Auftritten keine 40 Punkte erreicht, sagt man beim Sender.
Trotzdem hat sie auch in anderen Kochsendungen bewiesen, dass sie kochen kann. Und ich war nicht einmal "dabei".
Das Magazin "Feinschmecker" hat sie ebenfalls ohne meine Kenntnis zur "Hobbyköchin des Jahres" gewählt. Welchen Jahres ... bekomme ich nicht mit und ist vielleicht schon lange her.
Aber die Idee, sich um diese Feinschmecker Krone zu bewerben, kam offenbar von ihrer Schwester, die lt. Katrin gesagt hat:
"Bewirb dich doch, du kannst so geil kochen."
Das Wort "geil" hat wohl sämtliche "Wörter des Jahres" oder auch "Unwörter" simpel überlebt.
Katrin
erschien mir am vergangenen Montag als eine Kandidatin, die nicht wirklich zu den anderen für diese Geburtstagsausgabe eingeladenen zu passen schien. Sie saß neben Eik im Vorabinterview - und hat ihm Dinge übers Kochen und Essen erklärt, als hätte sie einen vollkommen Unwissenden unter ihre Fittiche genommen, dem sie obendrein noch imponieren konnte.
Ich glaube eher, er hat sie an diesem ersten Tag auf die Schippe genommen ...
Im Laufe der Tage hat sie sich dem Fluss der Leichtigkeit der anderen ein wenig angenähert.
Und heute kann sie voll aufdrehen und sich selber präsentieren und darf erst einmal den
Profi-Koch Ali Güngörmüs kreischend wie ein junges Mädchen empfangen, das zum ersten Mal in ein Rockkonzert ihres Idols geht. Oder in das Konzert eines Rappers, wie auch immer ...
Ali fügt sich allen Anweisungen und fühlt sich hier und da und nach seiner Aussage "wie ein Lehrling".
Das Menü
Katrin geht übers sprichwörtliche Wasser, während andere nur kochen. Vielleicht kann ich deshalb ihren Vorbereitungen nicht wirklich folgen.
Selbst Eik genießt die Vorspeise - siehe Speisekarte - mit Stäbchen und outet sich als kulinarisch erfahren, obwohl er
nicht kochen kann.
Hochwertiges Fleisch beschert natürlich gute Kritiken.
Fazit
Gunni dichtet, und Gunni dichtet toll und passend zu einem Geburtstag - sie reimt Zeilen für jeden ihrer vielleicht vier neuen Freunde.
Ein Clou wäre, sie würde die Zuschauer mit einbeziehen. Denn ohne genug Zuschauer klappt gar nichts - und genug
Zuschauer für bislang 20 Jahre und den Fortbestand bringt vor allem der Kommentator Daniel Werner zueinander, denn ohne ihn und seine Autoren funzt nix.
Ees - sympathisch, unterhaltsam, nicht verbissen - und immer mit einem lustigen Hütchen auf dem Kopf.
Eik - kontrolliert drüber oder einfach die tägliche Dosis Unsinn im Sinn?
Günni - hat einen vor allem seelisch harten Beruf als Chirurgin, der nach einem Ausgleich sucht. Sie schreit hier alles raus ...
Moritz - findet Sinn in den Wäldern mit seinen Pilzen.
Katrin - nimmt die Chose ernst, passt sich allerdings ein wenig den anderen an. Aber man könnte denken, sie kocht täglich ein Sternemenü.
Kommentare ihrer "Konkurrenz", die Katrin gelten:
"Sie hört nicht immer zu" - es geht um ihren "Edel"-Schnibbler Ali. - "Sie hört sich Alis Meinung an, folgt dem aber nicht heute."
Interessant, dass die Menschen, die sie besser kennen - es genau so sehen wie ich.
Ohne Zweifel kann Katrin kochen, und zwar gut. Am Anrichten der Speisen, besonders beim Nachtisch, könnte sie noch ein wenig feilen ... obwohl ich mir auch hier kaum Kritik, die nicht hoch lobt, erlaube ...
Die Punkte für Katrin, die über weniger als 9 tieftraurig wäre:
Dann macht Eik ja alles richtig und gibt ihr 9, während Moritz, Günni und Ees je 10 springen lassen.
Mit 39 Umdrehungen kann sie nicht gewinnen, denn Moritz hat 40 Zähler erreicht.
Die Spenden-Summe teilt Moritz auf seine Mitstreiter auf, so dass jeder 2.000 Euro zur freien Verfügung für einen guten Zweck erhält. Das ist gerecht!
Der reinen Ansicht nach hat er nicht nur besser, sondern auch innovativer gekocht als die erfolgsverwöhnte Katrin - und dieser Sendung und seinen Zuschauern gezeigt,
was ein reines Pilzgericht wert sein kann:
kein Anfang eines bösen Krimis, sondern der Anfang von neuen Ideen für die Zuschauer.
Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren "Das perfekte Dinner", denn ohne diese Sendung hätte es vielleicht diesen Blog nie gegeben,
obwohl ich schon immer und immer noch gerne schreibe.
Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute bei 11 satten Sonnenstunden bis zu 17 Grad plus.
Ach, da ist sie ja, die 11, die manch ein Kandidat sich so sehr wünschen würde.
Guten Morgen, Gruß Silvia