Freitag, 6. November 2026

6. November 2026 - Unser 30jähriges ... 1996 bis heute



Unser 30jähriges ... 1996 bis heute 

Am Anfang ist alles wunderbar, erfrischend und absolut neu. Wie immer, wenn man vernarrt ist, will man nie ohneeinander sein. Aber im Gegensatz zu Paul McCartney, der zum Besten gegeben hat, dass er sich an seine eigene Geburt erinnere,

kann ich mich nur noch vage entsinnen, wie wir zueinander gefunden haben. Irgendwann - ich glaube, es geschah im Mai 1996 - gab es dich einfach in meinem Leben, und fortan warst du mein ständiger Begleiter. In wechselnden Kostümen bis heute.

Damals hast du quasi noch in den Kinderschuhen gesteckt und warst jung wie ein freundliches "Guten Morgen" um 6 Uhr in der Früh, obwohl du kein fröhlicher Wecker warst und kein lustiges Lied von dir gegeben hast. Du warst wirklich ein Schatz, von dem damals so manch einer geträumt und mich beneidet hat. Oder dachte, das wird sich schon von selbst wieder erledigen. Ist ja nur Angeberei. Oder gar nicht wusste, dass so etwas wie du überhaupt existiert.

Wirklich schön warst du nicht und schick wäre selbst 1996 anders gegangen, aber du hast mir eine völlig neue Tür geöffnet - und mir besonders unterwegs ein bisschen mehr Sicherheit gegeben.

Im Laufe der vielen Jahre hast du dich ganz schön gemausert und bist mir mühelos über den Kopf gewachsen. Eine Frage an dich - und schon kommt die Antwort. Du bist superschlau und hast die Weisheit und die Erfahrungen der ganzen Welt intus. Ein toller Typ,

den heute jeder hat, den jeder mit sich herumträgt und in den viele ständig hineinglotzen, bis sie irgendwann den aufrechten Gang verlieren.

Ja, ich meine mein Handy. Mein 1. war eines aus dem e-Plus-Netz. Und viel mehr als Telefonieren und SMS schreiben war nicht möglich. Das Internet war noch in Lauerstellung, um uns

irgendwann so zu faszinieren, dass viele ihre Finger nicht mehr davon lassen können: in Bussen, Bahnen, sogar im Auto, auf Reisen, in Restaurants, in denen man sich auch persönlich unterhalten könnte - und vermutlich lebt es sogar in nächtlichen Träumen sein geregeltes Da- und Immer-Präsent-Sein.

Wenn uns etwas voll im Griff hat, dann diese Krake! Nicht wie das gleichnamige possierliche, kluge Tierchen, sondern wie ein globales Suchtmittel, das Daten sammelt, aber unverzichtbar ist. Man hasst und man liebt es. Womöglich beides gleichzeitig.


Guten Tag, Gruß Silvia



5. November 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Innsbruck bei Mario




"Der Duft des Gartens trifft das Meer"
Vorspeise: Rosmarinsuppe aus dem Glas / Hähnchen / Rosmarinspieß / essbare Blüten - Hauptgang: Seeteufelfilet / Gemüse / Safranrisotto / aromatische Luft / essbare Blüten - Nachtisch: Zitronencreme / Früchte / Schokoladenkorb / Gartenessenz



Blumen sind Liebesgedanken der Natur
- Bettina von Arnim (1785 - 1859)

Wie schön sie auch in "Gefangenschaft" gedeihen, zeigt Mario stolz dem Vox-Team, den Gästen und uns Zuschauern. Er und sein Mann Hannes bezeichnen sich als Blumenliebhaber. Obwohl natürlich die meisten Menschen Blumen mögen ... und unser Balkon ebenso üppig damit bestückt ist wie der des Tiroler Ehepaares (nicht mein Verdienst). Uns fehlt lediglich der

schöne Blick in die Berge.

Mario ist 46 Jahre alt und von Beruf Arbeitsvermittler. Heute vermittelt er der Tochter einer Arbeitskollegin eine Tätigkeit als Schnibbelhilfe mit dem Bonbon einer Kamerabegleitung. Die 17jährige Anna Maria hat ambitioniert das Pilzeschneiden bereits zuhause ausgiebig geübt.

Rückblickend auf Marios Hochzeit mit Hannes lobt er die Dekoration, die Betty hierfür gezaubert hatte. Die Hochzeitskerze steht als Erinnerung im Flur ... nur Betty erinnert sich nicht mehr an ihren damaligen Einsatz: sie hat zu viele Hochzeitsfeiern mit Deko beglückt. Immerhin hat sie ihn am Montag wiedererkannt.


Das Menü

lebt vor allem von der wunderschönen Anrichteweise, die nahezu perfekt ist.

Als Grundlage für die Vorspeise kommen die von Anna Maria geschnittenen Champignons zum Einsatz, um mit dem namensgebenden Rosmarin gepimpt zu werden. In zweckmäßigen Gläsern bekommt jeder Gast eine Pfütze der Suppe - und nebenher Hähnchenstücke auf Rosmarinstengeln.

Der Seeteufel zum Hauptgang erfreut besonders Betty, denn die Fischgegnerin freut sich, dass der Fisch gar nicht nach Fisch schmeckt. In feste Dreiecke presst Mario das Risotto - schlotzig wie ein Traum-Risotto sein soll ... sieht das nicht aus.

Das Dessert mit Tellerspuren von Rosmarin als Gartenessenz findet großen Anklang. Schokoladenkörbchen, Zitronencreme und Erdbeersoße bilden eine schöne Komposition.


Fazit

Keine Komposition, sondern simples Reinpusten genügt dem Didgeridoo, das Mario aus Australien mitgebracht hat. Der Reihe nach wird es von fünf Mündern "bespuckt".

Sicher fährt dem einen oder anderen Nachbarn ein Schreck durch alle Glieder, wenn Mario dem Instrument Töne entlockt ... vielleicht sammeln sie auch bereits Unterschriften ... 

Die Punkte für Mario: je 9 von Betty, Daniel und Lisa, 8 von Birgit.

Mit insgesamt 35 Zählern darf Mario - vorerst - auf dem Treppchen Platz nehmen, das Daniel bereits angewärmt hat.  


Guten Morgen, Gruß Silvia



  • Donnerstag, 5. November 2026

    4. November 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Innsbruck bei Betty



    "Una notte italiana"
    Vorspeise: „Sommerflirt auf Capri“ - Frittierte Burrata auf Tomaten-Spargel-Erdbeer-Salat
    Hauptgang: „Sardische Leidenschaft“ - Rind in Myrtenlikör-Sauce mit Karotten und cremigem Püree
    Nachtisch: „Dolce tentazione“ Tonka-Topfenmousse auf Erdbeer-Rhabarber-Ragout



    "Treibe es in der Jugend ruhig bunt, aber vergiss nicht, genügend Farbe fürs Alter übrigzulassen"
    - Karl Heinz Karius (* 1935)

    Natürlich weiß ich nicht, wie bunt und ob Betty es überhaupt bunt treibt, aber ihrem Haus fehlt keine einzige fröhliche Farbe, die es auf dieser Welt gibt - und ihr knallroter Kurzhaarschnitt passt perfekt in ihre persönliche Umgebung. Ein Haus voller farblichem Schnickschnack als knallige Visitenkarte lädt zur perfekten Auszeit für die Zuschauer-Augen ein.

    Und mit 50 Jahren ist Betty auch nicht alt, da sind Bunttreiben-Steigerungen durchaus noch möglich. Die gelernte Floristin leitet jetzt in einem Drogeriemarkt die Spielzeugabteilung - das passt.

    In dieser feminin-bunten Welt ihres von den Großeltern geerbten Hauses lebt sie mit ihrem Lebensgefährten Tom - der trotz ihrer Überredungsversuche nicht vor die Kameras will. Ihn hat es mit dem Familienhund hinausgetrieben,

    während Betty mit der Hauskatze auf dem Arm das Team begrüßt. Da hat sie auch viel mehr zum Festhalten als andere Kandidaten an ihren Kaffeetassen. Und warm und weich wirkt das Katzenfell beruhigend.

    Ob Tom in diesem Haus einen Raum hat, der nicht vor Deko, Farbe und Glitzer die Persönlichkeit Bettys ausstrahlt? Zusätzlich hat sie einen alten Bauwagen im Garten in einen luftig-rosa Mädchentraum verwandelt - für einen zweiten mit dem Türschild "Tom" wäre durchaus noch Platz vorhanden.


    Das Menü

    gerät für mich durchaus in den Hintergrund ... bis auf das Nachtisch-Spektakel.

    Zur Vorspeise frittiert sie Burrata, der auf einem Spargel-Erdbeer-Tomaten-Salat thront.

    Die "sardische Leidenschaft" gipfelt in Filetsteaks vom Rind - und der Garpunkt begeistert offenbar die Gäste. Das Püree bereitet sie frisch zu, und ich gehe mit ihr konform, dass es frisch viel besser als aufgewärmt schmeckt.

    Feuer zum Nachtisch: Mit Feuer spielt man nicht! Es reicht das Feuer unterm Hintern!

    Die Gäste müssen das mit Reispapier (?) verdeckte Dessert an einer Wunderkerze entzünden, um am Ende zum letzten Gang vorzudringen. Die Flammen zischen teilweise ziemlich hoch - und würde sich der "Spaß" nicht ums Feuer drehen, wäre es ein Clou für einen perfekten Kindergeburtstag. So aber ...


    Fazit

    In der Küche hatte sie Hilfe von ihrer Tochter Natalie, die ihr zum Abschied zuflüstert: "Sei nicht peinlich."

    Betty ist jedoch keineswegs peinlich. Vielleicht gehört sie eher zu den Menschen, von denen man sagt "Typisch ... (Betty)": Feuer innen ... und außen.

    Die Punkte für Betty: je 9 geben Daniel und Mario, je 8 Lisa und Birgit.

    Das ergibt die Summe von 34 Zählern und den bislang 2. Platz hinter Daniel.

    Zur Erinnerung: am Montag, als sich alle Kandidaten erstmals getroffen haben: das Erstmals traf nicht auf Betty und Mario zu, denn sie kannten sich bereits vorher und sie hatte

    seine Hochzeit dekoriert ... wann das war, erfahren wir vielleicht noch. Vermutlich sehen wir sogar ein paar Fotos der Dekoration.


    Guten Morgen, Gruß Silvia


    Mittwoch, 4. November 2026

    3. November 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Innsbruck bei Daniel



    "Ei, Ei, Ei"

    Vorspeise: Maki / Fake Tuna Sashimi / Ei
    Hauptgang: Jagd & FischerEI - Wild und Forelle / Gemüse / Herzogin
    Nachtisch: A bissl Wien - Schnitte / Blätterteig / Himbeere


    Arzt: Dolmetscher für körperliche Sprachschwierigkeiten
    - Anke Maggauer-Kirsche (* 1848)

    Präzise wie ein Uhrwerk läuft Daniels Dinner in Richtung "nahezu perfekt" - und entpuppt sich als Zuschauer-Überraschung. Überraschungen gibt es in dieser Sendereihe immer wieder mal, aber niemand weiß, wann genau solch eine um die Ecke kommt - sonst wäre es auch keine Überraschung, ähnlich einem Geschenk ganz außer der Reihe von Weihnachten, Ostern, Geburtsag. Also, bitte nicht dran gewöhnen! Nur erfreuen, wenn es eine gibt.

    Der 36jährige Daniel ist Arzt, hat eine Praxis für Allgemeinmedizin in dem Ort Hall - und außerdem ist er Jäger und Angler und natürlich Hobby-Koch. Vom Angeln ist er zur Sushi-Zubereitung gekommen - und im Hauptgang kann man sehen, was er draußen im Wald erlegt. Obwohl das heutige Fleisch wohl von einem Jäger-Kollegen geschossen worden ist ... meine ich als Randbemerkung mitzubekommen.

    Mein Problem mit der Jagd ist mein Problem - und ich versuche, es außen vor zu lassen. Oft genug habe ich darüber ausführlicher geschrieben, so dass ich mich heute diesbezüglich mit

    Sprachschwierigkeiten

    zurückziehe.

    Im Krankenhaus hat Daniel seine Frau Viktoria kennengelernt, die nun in seiner Praxis mitarbeitet - und in der Küche ein paar einfache Tätigkeiten übernimmt, eben die, die als Hilfestellung lt. Vorgaben erlaubt sind.

    Es ist lobenswert, dass sie ihre zwei kleinen Kinder nicht vor den Kameras zeigen.


    Das Menü

    Staunend sehe ich die durchdacht akkurate Zubereitung einer Maki-Rolle: durchdacht, weil jede einzelne Schicht am Ende zu einem Gesamtbild beiträgt. Weil er für dieses "Gemälde" einen schwarzen Streifen braucht, kommt eben eine Straße Seehasenrogen hinzu.

    Die Rolle entspricht einer kreativen, malerischen Bastelarbeit.

    Zweimal Wild - Hirsch- und Rehrückenfilet -, aber keine Soße, gibt es für den Hauptgang. Die fehlende Soße ist auch der Kritik-Punkt der Gäste. Und weil Daniel sich für den Menü-Titel Ei, Ei, Ei entschieden hat und konsequent sein will, findet sich Forellenkaviar auf dem Hirschrücken wieder. Ob das wirklich eine Bereicherung ist, muss jeder selber entscheiden.

    "Aus Ehrgeiz", wie Daniel offenbart, stellt er den Blätterteig für die Schaumrollen - in Deutschland als Schillerlocken bekannt (schon ewig nicht mehr beim Bäcker entdeckt) - selber her. Löblich!

    Hinzu kommen Altwiener Schokoschnitten und Himbeer-Nice-Cream.


    Fazit

    75 Minuten vor dem Bildschirm, in denen wirklich das Kochen (und Basteln) im Mittelpunkt steht.

    Die Punkte für Daniel: je 9 geben Lisa, Betty und Birgit, während Mario 8 erübrigt.

    Das ergibt die Summe von 35 Zählern und am 2. Tag den bislang 1. Platz.


    Guten Morgen, Gruß Silvia


    Dienstag, 3. November 2026

    2. November 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Innsbruck bei Lisa



    "Tirol geht auf Asienreise"
    Vorspeise: Käsegold auf bunter Gartenfrische - Berg- & Graukäse / Karotten & Gurken
    Hauptgang: Sonntagsgulasch trifft fernöstliche Aromen - Rind / Spätzle / Zitronengras / Kimchi
    Nachtisch: Kaiserglück zwischen Zwetschke und Matcha



    Es gibt Fragen, die immer wieder gestellt werden: Schenkt man sich Rosen in Tirol?
    - Erhard Horst Bellermann (* 1937)

    Da "das perfekte Dinner" keine Operette und nicht einmal eine Seifen-Oper, sondern Reality-TV ist, schenkt man sich am Ende einer jeden Veranstaltung Punkte anstelle von Rosen. Eine Gastgeberin darf sich selbst bewerten, ohne dass dies in die Gesamtsumme einfließt - während die Gäste den Ausschlag geben und ihre Punkte das finale "Urteil" bilden. Mal sind sie großzügig, mal geizig, und manchmal auch mehr als nur freundlich ... in diesem Theater.

    Die 26jährige Lisa ist Assistentin einer Geschäftsführung, und ihr kam nach dem Ansehen irgendeiner Folge und vor allem ein paar Gläsern Wein in den Sinn, sich für die Sendereihe zu bewerben ... heute steht sie vor den Kameras und in ihrer Küche

    und irgendjemand dort draußen trinkt gerade jetzt ein paar Gläser Wein ... so geht es weiter und weiter.

    Eineinhalb Jahre hat Lisa in Thailand gelebt und als Tauchlehrerin gearbeitet. Zumindest gibt es für sie keinen Anlass, nach der Ausstrahlung abtauchen zu müssen - um nur ja keinem eventuellem Zuschauer zu begegnen.


    Das Menü

    Thailand ist der Aufhänger, ihrem Dinner einen asiatischen Touch zu geben und die Garantie für eine kleine Geschichte aus einem fernen Land ... Diese Geschichten werden generell gern erzählt - und wer eine beizutragen hat, ist in seiner Bewerbung bestimmt erfolgreicher als jemand, der sein Leben ausschließlich in Castrop Rauxel verbracht hat.

    Wobei wir heute natürlich im bekannten Innsbruck zu Gast sind, was manchen Zuschauer bereits zum Schwärmen bringt.

    Zur Vorspeise reicht sie gepresste und gebratene Käseknödel auf Salat - in Castrop Rauxel wären das alternativ eher Frikadellen aus Hackfleisch - und genau so sehen die Knödel auch aus

    und werden von ihrem Gästen gelobt.

    Rinder-Gulasch ist der nächste Gang, den sie jedoch asiatisch pimpt ... mit einem gekauften vietnamesischen Rinderfond. Immerhin fügt sie dem Fond noch Salz und Pfeffer hinzu, um der industriellen Leistung eins auszuwischen.

    Kimchi stand zuvor in einem Supermarktregal - zu viel Aufwand, das Gemüse selber zu fermentieren, dauert auch zu lange, meint Lisa.

    Immerhin hat der Sender auch nicht gespart und der Reihe den Namen "Das perfekte Dinner" gegeben - und sie nicht simpel "Das Abendessen" genannt.

    Der Nachtisch ist ihr Angstgegner ... und hat sich offenbar gegen sie verschworen. Alle Zutaten stehen bereit, einige befinden sich bereits in beiden Pfannen, um einen Kaiserschmarrn draus werden zu lassen ... doch den Eischnee, kaum zu übersehen, vergisst sie.

    Zum Glück fällt das ihr oder einem der Crew-Mitglieder noch auf - und flugs bereitet sie die Masse noch einmal zu. Das stresst. Das kann ich verstehen.


    Fazit

    Gerne hätte ich ... anstelle von ... mehr Bilder von Innsbruck gesehen. Vor langer Zeit war ich selber mal in dieser Stadt - und eine oft wiederholte Einladung dorthin habe ich bisher noch nicht angenommen: eine langjährige Freundin ist vom Ruhrgebiet zurück in ihre österreichische Heimat Innsbruck gezogen.

    Von ihr bin ich auch verwöhnt, was die Sprache angeht: als ich sie kennengelernt habe, bin ich gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass sie aus Tirol stammt ... sie spricht hochdeutsch. Erst vor ein paar Tagen haben wir wieder miteinander telefoniert - und sie hat das Hochdeutsch noch immer nicht verlernt.

    Die Teilnehmer dieser Woche verstehe ich recht gut, wenn sie nicht gerade alle durcheinander quatschen ... so dass mir manches Tisch-Thema verloren geht. Ist ja auch nicht so wichtig, ich soll mein Augenmerk schließlich aufs Kochen legen ... obwohl gerade die Nebensächlichkeiten ein Bild ergeben, manchmal auch eines, dass traurige Kochergebnisse ausgleicht.

    Sicher legt auch die Casting-Crew mehr Wert auf Kandidaten-Geschichten als darauf, wie gut sie kochen können ...

    Lisa selber würde sich für ihr Dinner 9 Punkte geben.

    Mario gibt ihr die 9, während Daniel und Betty je 8 und Birgit 7 gibt.

    Mit 32 Umdrehungen startet Lisa in den Wettbewerb.


    Guten Morgen, Gruß Silvia


    Freitag, 30. Oktober 2026

    30. Oktober 2026 - Warum heißt das Rathaus Rathaus?



     

    Warum heißt das Rathaus Rathaus?

    Guter Rat ist hier teuer, denn zu einem eindeutigen Ergebnis, warum das Rathaus heißt wie es eben heißt, komme ich nicht. Manchmal sieht man ratlose Gesichter, die aus Fenstern des ehrwürdigen Hauses gucken und sich dennoch wie AristokRATen gegenüber den unten vorbeilaufenden Bürgern fühlen. Nicht zufällig, aber völlig umsonst und ungenutzt steht direkt neben dem Rathaus eine Kirche, die zur Buße einlädt, zum Bekenntnis aller Sünden - und gelegentlich zu traurigen Gedenkfeiern. Währenddessen haben sich die in den Sälen ausgedachten Ratschläge

    tief in die alten Mauern eingegraben. Man bekommt sie meist nicht mehr unfallfrei hinaus auf die Straße und unter die Leute gebracht. Auch Ratschläge können nämlich Schläge sein, wie ein Sinnspruch vermittelt. Doch in Wahrheit gibt es im Rathaus überhaupt keine Ratschläge, sondern verbindliche Entscheidungen, denen dann alle Bürger und Bürgerinnen verpflichtet sind. Manchmal glauben die Bürger sogar, dass derartige Beschlüsse nicht nüchtern und sachlich, sondern während einer Party getroffen worden sind. Einerseits können die dicken Mauern des alten Hauses leicht depressiv machen, wenn die Ratgeber dort viel Zeit verbringen müssen - andererseits fühlen sie sich jedoch wie in einer Burg mit festen Regeln und einer tief verankerten Uneinnehmbarkeit.

    Das Außen bleibt draußen: in Gedanken, Taten und neuen Verordnungen. Es sind oft nicht die gleichen Gedanken, die auf den Straßen durch die Köpfe wandern, es sind erhabene, denn bereits

    im Begriff "Rathaus" steckt schließlich, dass hier die tätig sind, die für alles einen Rat haben, während die da draußen dringend auf Ratschläge angewiesen sind. Nicht selten ist der Rat auch VerRAT.

    Manchmal kommt dabei AbenteueliteRATur heraus, denn alles wird natürlich schriftlich niedergelegt und von dem Vorsitzenden per Unterschrift abgesegnet.

    Doch auch Hochzeiten sind im Rathaus möglich: und für die dürfen sich zwei Menschen ganz allein entscheiden, ohne dass zuvor eine Ratssitzung einberufen werden muss. Die Zwei bekommen auch keine Ratschläge für ihre Ehe, sondern nur ein paar warme Worte und einen Stempel samt amtlich befugter Unterschrift für ihren weiteren kürzeren oder längeren oder sehr langen Lebensweg.

    Ähnlich mag es auch mit manchen Beschlüssen sein: ihre Lebenswege können lang und beschwerlich sein oder kurz und knackig wieder eingestampft werden.

    Für eine Briefwahlveranstaltung zur Kommunalwahl im Jahr 2025 wurde das Rathaus auf meinem Foto mal eben zur Party für alle angepriesen: eine Bratwurst und ein Bier ... für ein Kreuzchen auf dem Brief-Wahlzettel.

    Allein für diese im Rathaus geborene Idee sind im Vorfeld bis zum Reifen des Einfalles und dessen Umsetzung sicher eine Menge Bierchen geflossen - anders ist das nicht zu erklären. Bestechung kann sooo preiswert und sogar billig sein - aber sie hat in diesem Fall gewirkt.

    An Karnevals-Donnerstagen dürfen Frauen das Hohe Haus stürmen, um ein bisschen AltweibertRATsch dort abzuladen - 

    aber direkt danach ist es wieder das Etablissement von Wenigen, die für Viele entscheiden ... manchmal verstehen die Vielen dies jedoch einfach nicht.


    Guten Tag, Gruß Silvia


    Dienstag, 27. Oktober 2026

    26. bis 30. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Wiederholungen aus Oktober 2024


    In dieser Woche zeigt Vox Wiederholungen aus Hamburg/Oktober 2024.

    Julia ist die 1. "Köchin" der Woche.

    Besondere Vorkommnisse: es fliegen viele Herzchen ... 

    Das Menü:

    Vorspeise: Burrata mit Kirschtomaten und Gurkensalat
    Hauptgang: Kabeljau mit Risotto und Cocktailtomaten
    Nachtisch: Tiramisu


    Julia habe ich den Titel

    Glücklicher Entertainer: Rampensau mit Schwein.
    - Karl Heinz Karius (*1935)

    gegeben.


    Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





    Der Dienstag gehörte damals und auch heute Frank.

    Sein Menü:

    „Wenig Platz, viel Geschmack“
    Vorspeise: Labneh / Bohnen / geröstete Zitronenschale / Garnelen
    Hauptgang: Sellerie / pochierter Fisch / Wurzelgemüse / Pfifferlinge
    Nachtisch: Schokolade / No-Bake-Cheesecake / Erdbeere


    Ihm habe ich den Titel

    Singles: Die Freiheit, einsam zu sein, wann man will ...
    - Anke Maggauer-Kirsche (* 1948)

    gegeben.


    Hier der LInk zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






    Mittwoch bei Aline. Und mit sehr, sehr viel Phantasie grüßt Portugal ...


    Ihr Menü:

    „Portugal lässt grüßen“
    Vorspeise: Jakobsmuschel / Erbse / Chorizo / Beurre blanc
    Hauptgang: Risotto / Fenchel / Garnele / Krustentierschaum
    Nachtisch: Erdbeeren / Crumble / Joghurt-Chantilly


    Aline habe ich den Titel:

    Gedankenfinderlohn: Freude!
    - Manfred Hinrich (1926 - 2015)

    gegeben.


    Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





    Doppelt hält besser, und so hat sich Leandra bereits den 2. Donnerstag im Vox-Kalender gesichert - 2 Jahre später nun. Korrekturen ... kann sie allerdings und natürlich nicht vornehmen.


    Ihr Menü:

    „Futtern wie bei Muttern ... auf Griechisch“
    Vorspeise: Artemis' göttliche Appetithäppchen Mezedakia
    Hauptgang: Athenas Ragout Stifado
    Nachtisch: Aphrodites süßer Traum Ravani mit Joghurt-Mousse


    Ihr habe ich den Titel

    Harmonie: künstlich bis natürlich herbeigeführtes Bedürfnis
    - Erhard Blank (1942 - 2024)

    gegeben.

    Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





    Damals wie heute bestreitet Ulf den letzten Abend, ohne erneut fürs Publikum kochen zu müssen.


    Sein Menü:

    Vorspeise: Rind / Avocado / Ei
    Hauptgang: Pulpo / Linsen | Kartoffeln
    Nachtisch: Sahne / Espresso


    Ihm habe ich den Titel

    Die heile Welt ist eine Scheibe
    - Stefan Schütz (* 1964)

    gegeben.


    Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:



    Ich wünsche allen Lesern ein schönes und friedliches Wochenende.

    In der nächsten Woche gibt es Erstausstrahlungen dieser Sendereihe aus Innsbruck.


    Guten Morgen, Gruß Silvia