Dienstag, 6. Oktober 2026

5. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Freiburg bei Elise


Foto: Marianne Mossel



"À table!“

Vorspeise: Gutedelsuppe mit flambierten Garnelen
Hauptgang: Bœuf Bourguignon mit Kartoffelpüree à la Bocuse
Nachtisch: Café gourmand - Schokolade / Himbeere und Pistazie / rote Beeren


Ballade pour Adeline Elise

Dieser Titel hat nichts oder zumindest nicht wirklich viel mit Elise zu tun, außer, dass das Klavierstück ebenfalls aus Frankreich stammt - wie die heutige Gastgeberin. Und vielleicht hat der Titel sogar mehr mit mir als mit ihr zu tun, denn mir kam einfach keine zündende Idee für eine andere Überschrift in den Sinn.

Die 34jährige Heilpädagogin Elise meint ohnehin, dass sich in französischer Sprache alles besser anhört - eine oft gehörte Aussage, die vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass Französisch melodischer klingt. Mir ist das präzise Deutsch deutlich lieber. Selbst vom Klang her.

Auch Elise scheint an dem deutschen Wort "Scheiße" mehr Gefallen zu finden als an dem französischen "Merde". Hin und wieder wirft sie es zwischen Kühlschrank und Herd und großer Nervosität in die Luft, um schnell den nächsten Grund für eine "Scheiße"-Attacke zu suchen. Und zu finden ...

Im Gegensatz zu dem abwertenden Begriff für küchentechnische Probleme - geht Elise bei zwischenmenschlichen Begegnungen gleich aufs Ganze. Man kennt sich noch kein bisschen ... aber sie umarmt jeden Gast, jeden Konkurrenten, als wäre es der Beginn einer riesigen Leidenschaft füreinander.

Und auf Gedeih und Verderb ... wollen sich alle untereinander total toll finden.


Das Menü

Fürs Schnibbeln ist Elises Ehefrau Madita zuständig, und sie macht einen wesentlich ruhigeren und gelassenen Eindruck als die Gastgeberin des 1. Tages selber.

Der Weinsuppe für die Vorspeise verabreicht Elise Gemüsebrühe ... so erzählt es Daniel Werner dem Publikum, während die Kamera diesen Vorgang nicht begleitet. Weshalb werden die Kochvorbereitungen so ausführlich gezeigt, wenn man dann doch Wichtiges unter den alles verdeckenden Tisch fallen lässt?

Der Hauptgang ist ein Schmorgericht, zu dem sie Möhren reicht, die so wabbelig sind, dass man sie sicher zu einem Ring formen könnte. Etwas angebrannt sehen sie auch aus.

Das Kartoffelpüree nach Bocuse ... sieht nach nichts Besonderem aus. Doch den Gästen mundet es mehr als das Fleisch ...

Dabei bezeichnet sie das Boeuf Bourguignon als ihr "Signature-Dish" - wie es in der Regel Chefköche tun, wenn ein Gericht ihre persönliche Handschrift trägt. Somit sind wir in der englischen Sprache gelandet ...

Gefrorene Himbeeren taut sie im Backofen auf: kann man vielleicht machen, aber ich taue Gefrorenes schonend im Kühlschrank auf. Die Himbeermousse misslingt und wird bis auf einen Esslöffel für die Sahne ersatzlos gestrichen.

Vom reinen Ansehen macht der restliche Teil des Nachtisches einen guten Eindruck.


Fazit

Nach einer Wiederholungswoche merke ich anhand dieser ersten neuen Folge ... wieder einmal ... dass die Sendung einfach zu lang ist. Eine Kürzung um 15 Minuten würde schon reichen, um den meisten Auftritten der "Hobby-Köche" mehr Power zu verleihen. Man sollte nicht vergessen, dass die "Würze oft in der Kürze" zu Hause ist.

Die Punkte für Elise: je 8 geben Harry, Jonathan, Olivia und David.

Das ergibt die Summe von 32 Zählern. Nett! Im Sinne von freundlich.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 3. Oktober 2026

3. Oktober 2026 - Renate - sie wurde nur 19 Jahre alt



Renate - sie wurde nur 19 Jahre alt

Ich weiß noch, wie das Haus aussieht, in dem sie gewohnt hat - und an den Garten dahinter erinnere ich mich auch. Was mir nicht mehr als Erinnerung angezeigt wird, ist ihr Gesicht, umrahmt von halblangen braunen Haaren, aber ohne einen Blick auf ihre Augenfarbe. Ich entsinne mich, dass sie schlank gewesen ist und nett im Sinne von sympathisch war.

Wir kannten uns bereits als Kinder einer Nachbarschaft in Dortmund-Barop. Befreundet waren wir nie, denn als sie mit 19 Jahren gestorben ist, war ich erst 15 oder höchstens 16 Jahre alt. Jahre, die trennend wirken, weil die Interessen der einen nicht die der anderen sein können. Das mag heute anders sein, aber damals spielte die Altersdifferenz in jungen Jahren eine Rolle. Später im Leben fallen diese wenigen Jahre nicht mehr ins Gewicht.

Renate war dennoch immer irgendwie da, in der Nähe, präsent, und sie gehörte zum unbedingten Bild unserer Nachbarschaft.

Doch dann kam der Tag, an dem alles anders wurde:

Eine fehlte plötzlich, als hätte man von einem Foto den Teil abgerissen, der später in den Erinnerungen wie eine riesige Lücke klafft:

Renate war ganz plötzlich gestorben - mit nur 19 Jahren ... bei der Geburt ihres Kindes.

Hatten sich vielleicht zuvor noch ein paar Leute die Mäuler darüber zerrissen, wie man schon so früh Mutter werden konnte - war für Renate die natürlichste "Sache" der Welt letal ausgegangen.

Die Trauer - auch in der Nachbarschaft - war groß. In ihre Familie hatte sie ein tiefes Loch gerissen, und sicherlich trauern ihre zwei Brüder noch heute um ihre auf immer vermisste große Schwester, während ihre Eltern inzwischen vermutlich längst selber verstorben sind.

Ich denke einerseits nicht mehr oft an Renate, aber andererseits habe ich sie auch nie vergessen. Manchmal kommt sie mir unvermittelt in den Sinn. - Und ganz vielleicht hat ihr Tod bei mir sehr persönliche Spuren hinterlassen, denn so unbeteiligt war ihr Schicksal eventuell nicht an meiner Entscheidung, nie Kinder haben zu wollen. Wenn ich bei meinem Unterbewusstsein angeklingelt habe, hat es zumindest mit dieser möglichen Begründung aufgewartet.

Gestern habe ich den Film "Blackbird" gesehen: in diesem trauert ein 16jähriger um seinen an Krebs verstorbenen gleichaltrigen besten Freund. Er trauert auf seine sehr eigene Art und Weise: laut, leise, sprachlos, auch mit schlechtem Gewissen.


Das war wieder einer der Momente, in denen mir Renate als Unvergessene in den Sinn gekommen ist, diesmal nicht unvermittelt, sondern mit der Hilfe eines Films.

Welch ein Leben hätte sie vor sich gehabt? 
Es ist ungelebt geblieben!


Guten Tag, Gruß Silvia



Freitag, 2. Oktober 2026

2. Oktober 2026 - "Sei der Mensch, den dein Hund in dir sieht" - Zitat




"Sei der Mensch, den dein Hund in dir sieht" - Zitat


Natürlich wäre so mancher baff erstaunt, dass sein Hund in ihm ein leicht manipulierbares Wesen sieht: kaum rollt Hund mit seinen Kulleraugen, fliegen ihm auch bereits die Leckerchen ins Mäulchen.

Bei von manchen Hundetrainern empfohlenem (5 Hundetrainer = 6 Meinungen) häufigen Richtungswechsel, in dem Hund und Halter drei Meter laufen, dann genau diese drei Meter zurücklaufen - und dies in Dauerschleife - denkt der Hund vermutlich,

sein Halter sei ein unentschlossener Charakter. Oder leide gar an Schlimmerem. Aber er lässt sich nichts anmerken, denn angeleint kann er das schließlich nur noch beeinflussen, indem er die Füße in die Erde stampft und hofft, so auch das Karussell in seinem Kopf zu stoppen. - Doch der Hund verzeiht Vieles

und liebt sein Herrchen oder Frauchen trotzdem. Die bezeichnen sich selber jedoch meist als Mama oder Papa, so dass den meisten treuen Vierbeinern diese Begriffe geläufiger sind. Und: Mama und Papa kann man gut gegeneinander ausspielen. Der eine erlaubt, was die andere verbietet - und das vierbeinige Kind weiß genau, wann es sich besser an den einen oder die andere hält. So kann es

durchaus sein, dass manch ein Hund sich für wesentlich schlauer hält als seine zweibeinigen Begleiter.

Wenn er denn in unseren Kategorien denken würde ...

Vermutlich denkt er eher visuell, instinktiv und gemäß seinen Erfahrungen  - im Auto und auf dem Weg zum Wald kennt er genau die letzte Kurve, die ihn an sein Ziel bringt. Und sieht er seiner

Mama und seinem Papa tief in die Augen, leuchtet auch in seinen die Liebe. Und vielleicht ein bisschen Bewunderung - zum Beispiel dafür, dass wir auf zwei Beinen laufen können, während sie vier benötigen. Oder dass wir nicht nur den Kühlschrank, sondern auch Futter-Dosen öffnen können. Oder sie bewundern uns einfach nur dafür, dass wir ihnen die schönsten Spazierwege zeigen und immer für sie da sind. Selbst Tierarzt-Besuche verübeln sie uns nicht, zumindest nicht im Nachhinein, wenn es endlich wieder raus auf die Straße geht ...

Mein Bienchen (13. Oktober 2003 bis 25. Januar 2021) musste ebenso wie Robin (13. Januar 2004 bis 6. September 2019) ab einem gewissen Alter einmal jährlich die Zähne saniert bekommen.

Robin hat sich stets gegen die einleitende Narkose gewehrt - und gar nicht auf mich geachtet. Er war mit dem Krieg gegen das Medikament mehr als beschäftigt.

Bienchen hingegen ... guckte mich in diesen letzten Momenten, bevor sie vorübergehend tief eingeschlafen ist, an, als sei ich nicht nur ihr Liebstes auf der Welt, sondern so etwas wie eine überirdische göttliche Instanz. Diese Blicke (unter Medikamenten) werde ich niemals vergessen - so außergewöhnlich innig waren sie.

Natürlich konnte ich diesem Blick nie entsprechen oder gar der Mensch sein, den sie in diesen Momenten in mir gesehen hat - aber ich habe damals und gebe heute stets mein Bestes, um eine

gute Hundemutter zu sein, die diese Liebe verdient.

Charlie (gest. am 12. Dezember 2022), der im Tierheim ununterbrochen geweint hat - hat nach ein oder zwei Stunden in seinem neuen Zuhause bei mir bis zu seinem Lebensende damit aufgehört.

Und Momo ist heute mein großes Glück - und ich wäre gern so, wie sie mich sieht: sicher nicht so verklärt wie es Bienchen getan hat, eher realistisch, bestimmt auch mit einer Portion Nachsicht, aber großer Anhänglichkeit.

Für seinen Hund ist es so leicht, der Mensch zu sein, den er in uns sieht. Alles andere ist eine andere Sache ...


Guten Tag, Gruß Silvia


Dienstag, 29. September 2026

28. September bis 2. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Wiederholungen aus dem Jahr 2024


Am 28. Oktober hat Mario die Dinnerwoche im fränkischen Seenland eröffnet.

Sein Menü:

Vorspeise: Moggerle schwimmt im Meer - Thunfisch / Kalb
Hauptgang: Färse sucht im Wald - Rind / Pfifferlinge / Schupfnudeln / Brokkoli
Nachtisch: Vanille trifft auf Beerenhimmel - Crème brûlée / Himbeeren / Heidelbeeren


Seinem Auftritt habe ich den Titel

Lampenfieber

gegeben.

Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:




Am 29. Oktober 2024 hat Martina das Publikum gelangweilt ...

Ihr Essen:

Vorspeise: Antipasti misti mit Ciabatta
Hauptgang: Pasta - Tomate / Rucola / Parmesan
Nachtisch: Tartufo di Pizzo

Ihrem Auftritt habe ich den Titel

Man ist heute so lustlos in seinen Trieben,
wie man früher lüstern in ihrer Verdrängung war.

© René Steininger (*1970)

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





Den 3. Kochtag hat Manu(Ela) bestritten. Als Ausgleich oder gar Wiedergutmachung zum Dinner von Martina? 

Ihr Menü:

"Ela a casa“
Vorspeise: Avocado-Lachs-Tatar mit Burrata-Schaum und frischer Focaccia
Hauptgang: Zitronen-Kräuter-Hähnchen mit frischen Parmesan-Nudeln im Körbchen und Pistazien-Pesto, dazu ein Gemüsetürmchen
Nachtisch: Vanille-Tonkabohnen-Törtchen mit exotischer Fruchtzugabe und Pistazienknusperboden, dazu ein Pistazienkeks und Obstsalat


Ihr habe ich den Titel

"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt."
- Forrest Gump im gleichnamigen Film

gegeben.

Inzwischen habe ich die erwähnte "Dubai-Schokolade" - die Originale - probiert. Daher nehme ich Abstand von meiner Vermutung, sie schmecke wie

"Engelspipi auf Wolken".

Mir hat sie gar nicht geschmeckt, und aufgegessen habe ich sie am Ende nur, weil man Lebensmittel nicht wegwirft.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





Am 4. Tag gackert sich Julian durch sein Programm.

Sein Menü:

Vorspeise: Vitello tonnato auf Pflücksalat mit Honig-Senf-Dressing
Hauptgang: Ossobuco mit Gremolata und Fregola sarda
Nachtisch: Zitronen-Basilikum-Sorbet mit Panna cotta



Dem Über-Alles-Lachenden habe ich den Titel


Manuela gibt die Zicke und zeigt ihre kantigen Ecken.

Das Menü von Lydia:

"Eine fränkisch kulinarische Weltreise“
Vorspeise: Zander / Rote Bete / Gurke
Hauptgang: Wildschwein / Pasta / Brokkoli
Nachtisch: Matcha / Mascarpone / Himbeere


Ihrem Auftritt habe ich den Titel

Finale der Premiere

gegeben. Um eine Premiere handelt es sich nun nicht mehr, da es dem Sender gefallen hat, diese Ausgabe zu wiederholen.

Vox könnte stattdessen auch einzelne Tage anstatt ganzer Wochenausgaben wiederholen. Auf diese Art könnte man die langweiligsten Koch-Ergebnisse ersatzlos streichen.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:



Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute bei 9 Sonnenstunden maximal 20 Grad.

In der nächsten Woche gibt es wieder neue Folgen der Reihe "Das perfekte Dinner".


Guten Morgen, Gruß Silvia

Samstag, 26. September 2026

26. September 2026 - Person des öffentlichen Schnorrens


Person des öffentlichen Schnorrens

Verena Kerth hat bekanntgegeben, geprahlt und vielleicht lauthals darüber gelacht, dass sie auf der Münchner "Wiesn" noch nie einen einzigen Cent ausgegeben hat. 


Mit einer Selbstverständlichkeit lässt sie sich dort regelmäßig aushalten, aber ihrem Selbstwertgefühl wird das vermutlich keinen Zacken aus der Krone brechen. Und falls ihr Kronen im Gebiss abbrechen, kann sie immer noch

einen Zahnarzt umgarnen oder ihm sogar ein Selfie als Bezahlung anbieten. Sie wird sicher den einen oder anderen kennen, der sich gern für ein solches über ihre Zähne hermacht. Möglich ist schließlich alles.

Was sie in - ich sage mal - 30 Jahren macht, ist eine andere Geschichte, in der sich nicht mehr so leicht jemand finden wird, der ihr das Leben rundum oder auch nur einen Drink finanziert. Vermutlich werden dann Schönheits-Chirurgen die größere Rolle spielen ... und die sind rein privat eher unwillig, alternde "Diven" zu finanzieren, weil sie jüngeren höchstens die Lippen aufspritzen müssen. Falls das dann noch modern ist.

Aber ich schweife mit diesem Nonsens von einer Person des öffentlichen Schnorrens ab,

denn die Frage ist, was ihre großzügigen  Gönner Besseres mit ihrem Geld anfangen könnten:

Zum Beispiel die abgehalfterten, von  der Gesellschaft verlassen Tiere in Tierheimen unterstützen

All diese Tiere sind völlig unschuldig an ihren Situationen, sondern Opfer von menschlichem Versagen - und das einzige,

worum sie schnurren (nicht schnorren) oder knurren (nicht murren) ist ein wenig Liebe. Wenn es geht, auch mehr als nur ein wenig.

Eine Parasitin, die sich deswegen sogar rühmt, lebt im fremdfinanzierten Überfluss, während in Tierheimen mit oft nicht genug Geldern um das

Überleben der ärmsten Geschöpfe gekämpft wird.

Der Preis für eine Maß Bier für diese Frau würde reichen, mehreren Tierheim-Tieren das tägliche Futter zu garantieren. Und wer weiß schon,

wie viel sie sich in den letzten Jahren sonst noch zusammengeschnorrt hat - und wie viele Tierheim-Tiere für das Geld medizinisch hätten gerettet werden können?

Und natürlich sollte man eigentlich Vergnügen und puren Überlebens-Willen anderer Geschöpfe nicht in einen Zusammenhang bringen. 

Ich stelle das trotzdem einander gegenüber, denn die eine Seite beinhaltet so viel Sinnlosigkeit, während die

andere Mitgefühl beweist. Und Sinn macht.

Und: in keinem möglichen Himmel kann man Pluspunkte sammeln, wenn man eine Kerth unterstützt - aber jede Menge, wenn man wirklich arme Menschen oder Tiere ein wenig sponsert.




Guten Tag, Gruß Silvia



25. September 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Berlin bei Gregor



"Garnele grüßt Ente - die Mango lacht"
Vorspeise: Wasabi-Garnele, dazu eine Sushi-Rolle mit Tempura, Paprika und Frühlingszwiebel
Hauptgang: Sous vide gegarte Ente, dazu dreierlei Kartoffeln, Erbsenpüree, Pastinakenschaum und Wirsingchips
Nachtisch: Mango-Törtchen aus Mangoscheiben gefüllt mit weißer Schokomousse, dazu zwei Sorbets jeweils aus Mango und Himbeere


Gregors gastrosexuelle Sammelleidenschaft

Ein Blick in diese Küche und zu diesem ehemaligen Dienstbotenaufgang zeigt, dass hier eine Sammelleidenschaft überläuft wie ein verstopfter Abfluss in der Küche.

Briefmarkensammeln wäre wesentlich platzsparender ... und wer Autos sammelt, muss diese immerhin in einem begrenzten Raum außerhalb der Wohnung parken.

In Gregors Küche gibt es nichts, das ein vorwiegend männlich kochendes Herz nicht zum Schnellerschlagen bringt - und nach maskuliner Perfektion im Heimkochen strebt. Diese Perfektion verwirklichen andere beim Schrauben an ihren Autos, während ihre Frauen vielleicht die Schuhläden der näheren und ferneren Umgebung entern und bereichern. Oder sich als Feministinnen betätigen, denn ich will schließlich Frauen nicht aufs Schuhekaufen reduzieren. Macht sich als Klischee jedoch hervorragend.

Es ist sicherlich nicht lustig, wenn er gesteht, dass das Thema "Küchengeräte" zwischen ihm und seiner Frau ein Konfliktpunkt ist. Schon nach dem ersten Hinsehen als Zuschauerin

möchte ich am liebsten die Türen zu seinen Träumen für immer schließen ...

Der 41jährige Medienunternehmer Gregor hat eine bekannte Mutter, die Carmen Nebel heißt - und da ich sie nur dem Namen nach kenne, habe ich kurz gegoogelt und bin in ein paar Überschriften über Frau Nebel und ihren Sohn fündig geworden. Die ich nicht weiter vertieft habe.

Gregor hat diese Sendung mit seiner ausgesprochenen Liebenswürdigkeit den anderen Kandidaten gegenüber bereichert,

heute muss er selber kochen. Allerdings werde ich aufgrund dieser Küche, die wie ein Neuzeit-Museum wirkt, nicht viel mitbekommen, denn meine Augen bleiben überall mehr hängen als in den aktuellen Kochvorgängen ... aber ich gebe mir Mühe, einiges auszublenden und anderes mitzubekommen.


Das Menü

Wie Noah kocht auch Gregor mit viel Liebe - mit Hilfe seiner liebgewordenen Geräte, die natürlich durch die Bank hin und wieder genutzt werden müssen. Sonst wären sie ja sinnlos. Und Geldverschwendung obendrein.

Zur Vorspeise gibt es Sushi (wann gibt es endlich einen Sushi-Roboter, mag sich Gregor fragen und bestellt ihn schon mal vorm Erscheinungs-Datum).

Daniela mag keine Garnelen, Thunh dafür um so mehr.

Eine knusprige Ente soll es werden: mit Hilfe von einem "Salamander". Natürlich vorab im gut temperierten Wasserbad gegart und noch davor mit einem Vakuumier-Gerät eingeschweißt.

Noah konzentriert sich stets auf das besonders Gelungene - und das ist hier der Geschmack vom Fleisch in Zusammenspiel mit der Soße.

Wer hat je so viele Hilfs-"Agenten" benutzt - und lässt die Zuschauer glauben, dass er trotzdem gut kochen kann?


Fazit

Ich sage es sonst nie, aber heute: Gregor ist ein besonders sympathischer Mensch, der Herzen berühren kann. Obwohl es natürlich viele sehr, sehr sympathische Teilnehmer auch in der Vergangenheit gegeben hat - aber auch viele, die nur an uns vorbeigerauscht sind.

Meine Augen haben heute Hochleistung vollbringen müssen - und ehrlich gesagt, könnte ich in einer solch individuell konzipierten Küche nicht nur leicht die Orientierung verlieren, sondern komplett. Aber Gregor wuppt es, er kennt es, er kennt sich ...

Die Punkte: je 9 geben Thanh, Noah, Daniela uns Jannik.

Mit 36 Zählern teilen sich - höchst verdient - Noah und Gregor den Gewinn. Für Noah gibt das weiterhin Auftrieb, irgendwann als Koch durchzustarten - oder

wie Gregor ein höchst ambitionierter Hobby-Koch zu bleiben.

Und falls ihr beide je von Berlin fortzieht - ein Koffer bleibt dort.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir starten heute mit maximal 20 Grad in eine sehr warme Herbst-Woche.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 25. September 2026

25. September 2026 - Am gleichen Tag Geburtstag, ein gemeinsames Sternzeichen




Am gleichen Tag Geburtstag, ein gemeinsames Sternzeichen ... Und sonst?

Gemeinsam haben oder hatten sie (falls bereits verstorben) eine Beschreibung ihres Sternzeichens Jungfrau, das in etwa die Trefferquote eines mathematisch gewieften Lottospielers hat. Mal hat er 3 Richtige, mal sogar 4, aber in der Gesamtheit kommt auch

ein System-Spieler kaum je auf 6 Richtige. Das sind vielleicht eher die Spieler, die ins Blaue tippen? Ich kenne mich damit nicht aus,

und das liegt vielleicht daran, dass ich als "vernünftige" Jungfrau, geboren an einem 20. September, einfach nicht spiele.

Und ansonsten? Was haben zum Beispiel

Rudolf August Oetker und Sophia Loren gemeinsam? Der eine ist bereits reich geboren, die andere in ärmlichste Verhältnisse hinein. Erfolgreich ist die eine und war der andere: sie ist nun 92 Jahre alt, er ist im Alter von 90 Jahren verstorben. - Und welche

Gemeinsamkeiten könnten

Evelyn Burdecki und Henning Baum haben? Könnten sie aneinander vielleicht Gefallen finden?

Claudia Effenberg und der Schriftsteller Upton Sinclair können sich zwar nicht mehr kennenlernen, aber 

vermutlich würde es auch nicht passen. Was macht Claudia Effenberg noch mal beruflich?

Meine Großtante Regina hatte ebenfalls an einem 20. September Geburtstag - und sie hätte es gern gesehen, wenn man mich nach ihr benannt hätte. Ich bin froh, dass meine Eltern es nicht getan haben.

Nicht einmal wegen dem Namen Regina, sondern, weil ich sonst viel öfter an diese Großtante denken müsste, als mir lieb ist. Zwar war sie immer

freundlich zu mir und hat mir oft gesagt, wie lieb sie mich hat - aber ich habe mich als Kind auch vor ihr gefürchtet. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wir haben und hatten zwar am gleichen Tag Geburtstag und waren sogar miteinander verwandt - aber ich bin irgendeiner Frau in vielleicht Stockholm oder Madrid, die an einem 12. März oder 14. Juni Geburtstag hat, ähnlicher als ihr.


Guten Tag, Gruß Silvia