Donnerstag, 7. Mai 2026

6. Mai 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch im Saarland bei Greta



Vorspeise: Auberginen-Ziegenkäse-Törtchen mit karamellisierten Zwiebeln, begleitet von einem frischen Salat
Hauptgang: Hausgemachte Ravioli mit Kürbis-Maronen-Füllung, geschwenkt in Pilz-Salbei-Butter
Nachtisch: Kokostörtchen mit Mango-Maracuja-Eis



Musik ist die höhere Potenz der Poesie.
- Robert Schumann (1810 - 1856)

Musik ist allgegenwärtig, unverzichtbar und immer um uns herum. Musik kann trösten oder erst recht traurig machen, sie kann aber auch einfach nur heiter und beschwingt über Tonleitern die Menschen erreichen. Ein Leben ohne Musik ist nicht denkbar ...

für die 22jährige Greta auch nicht, und so studiert sie Kunst- und Musikwissenschaften und spielt Geige und Klavier.

Heute jedoch ist sie die "Hobby-Köchin" des Tages.

Als solche wird sie nicht nur von den liebevollen bis spitzen Kommentaren Daniel Werners begleitet, sondern auch von den passenden Musikeinspielern. Oft sind diese sogar ein Highlight der Sendung ... wenn schon andere Glanzpunkte entfallen.

Greta lebt in einer kleinen, verwinkelten Wohnung, und über eine steile, geländerlose Treppe geht es zu ihrem Schlafzimmer, das direkt unter dem Dach liegt.

Sehr große Menschen würden sich hier und dort die Köpfe anstoßen und sich gebückt fortbewegen müssen. Eine

Party mit Zwei-Meter-Menschen wird dort eher nicht stattfinden.


Das Menü

ist vegetarisch, denn Greta hatte sich vor etwa 8 Jahren dazu entschieden, Tierleid nicht zu unterstützen. Ein

guter Ansatz. Und als Zuschauerin erwarte ich von ihr auch nicht, dass sie Fleisch zubereitet. Trotzdem habe ich insgesamt

etwas mehr Raffinesse im Menü erhofft. Nicht für mich, ich esse schließlich nicht mit - sondern für ihre Gäste.

Angesichts des Vorspeisensalates mit einem Türmchen aus Auberginen und Ziegenkäse ... lobt sie die Salatsoße als hätte sie diese nach langen Überlegungen selber erfunden. Honig und Senf ... hätten neulich viele Kinder, die sie auf einem Erlebnisbauernhof betreut und bekocht, begeistert. Die Kids

konnten gar nicht genug von der Soße bekommen ... Hätte sie doch nur auf die Kinder gehört!

Einhellig ist das Urteil, dass dem Salat Dressing fehlt.

Auch die gefüllten Ravioli empfinden manche Gäste als zu trocken und zu süß. Die Pilzsoße dazu besteht hauptsächlich aus Champignons - da hätte sie ruhig etwas großzügiger sein dürfen und von den 800 Euro der Aufwandsentschädigung mehr angreifen sollen.

Die Kokostörtchen bestehen wirklich - wie die Gäste kritisieren und ich selber sehen kann - aus viel Teig, viel zu viel Teig. Die Törtchen könnten glatt von einem geizigen Bäcker stammen ... Greta hat sie natürlich selber hergestellt.


Fazit

Werbung in eigener Sache wird ihr in den Mund gelegt - und so sagt sie rasch ja, als sie gefragt wird, ob sie bei "Shopping-Queen" mitwirken würde ... inzwischen ist das vielleicht schon in trockenen Tüchern, und die Zuschauer können sie bald andernorts wiedersehen.

Auch einen anderen Ort suchen Greta und ihre Schnibbelhilfe Marleen nach den Kochvorbereitungen und vor dem Empfang der Gäste auf:

einmal über den Marktplatz in Saarbrücken-Mitte laufen, und schon sind sie in der Kneipe von Miri.

Perfekt reingeschummelte Werbung, die jedoch nur abgesprochen funktioniert - Drehgenehmigung usw.

Nicht wirklich oder auch nur annähernd perfekt ist hingegen Gretas Dinner:

je 7 Punkte geben Sandra, Diana und Manuel, 6 zieht Timo.

Mit 27 Umdrehungen liegt sie am 3. Tag auf dem bislang 3. Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 6. Mai 2026

5. Mai 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag im Saarland bei Sandra



"Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine Kunst."

Vorspeise: Jakobsmuschel / Chorizo / Erbse / Forellenkaviar
Hauptgang: Rinderfilet / Süßkartoffelbaumkuchen / Brotrolle
Nachtisch: Cheesecake / Himbeere / Schokolade / Mango / Macaron



Die heißeste Hölle sind unerfüllte Wünsche.
- Friedrich Löchner (1915 - 2013)

Kandidaten bereiten sich auf ihre Sendung vor, wälzen Rezepte, sprudeln vor Ideen, die verworfen oder verfolgt werden und freuen sich vor allem darauf, mit dem ausgesuchten Menü hoffentlich überzeugen zu können.

Doch dann kommt alles so ziemlich anders: in dieser Runde gibt es einen Veganer, eine Vegetarierin und zwei Leute essen nicht wirklich gerne Fleisch,

und zu diesen gehört auch die heutige Gastgeberin Sandra.

Und obwohl der Veganer Manuel am Vortag seine Bereitschaft gezeigt hat, alles zu essen, was auf den Tisch kommt - kippt das heute. Weil Sandra ohnehin für die Vegetarierin Greta Extras zubereiten muss ...

Bislang habe ich noch nie eine vegetarische Teilnahme an einer Alles-Esser-Runde bemängelt, aber wenn gleich vier von fünf Leuten eingeschränkte Essgewohnheiten haben, bleibt am Ende nur noch ein Hauch vom ursprünglichen Menü, das sich für einen Wettbewerb empfiehlt: es ist, als ob eine Jury die neue Miss Sowieso kürt, die aber als einzige unsichtbar hinter einem Vorhang verborgen ist.

Stattdessen ist Flexibilität gefragt - und Mehrarbeit gefordert. Nicht nur ein bisschen Mehrarbeit, sondern ziemlich viel. Die einzige, die sich hier nicht umstellen oder anpassen muss, ist

Greta. Es sei denn, Manuel erwartet nun von ihr ein veganes Menü ... aber das glaube ich nicht, obwohl es ihr ob der Schwierigkeitsgrade der anderen Kandidaten zu wünschen wäre.

Sandra behält die Nerven und sogar die gute Laune und um nicht in eine wirklich heiße Hölle kommen zu wollen, erfüllt sie alle Wünsche ... freudestrahlend.

Da ist es gar nicht verkehrt, dass die 52jährige Sandra einen kurzen Besuch ihrer besten Freundin Anja bekommt, die die alleinige Aufgabe hat, seelische Unterstützung zu geben ...


Das Menü

Die Vorspeise beginnt für Manuel mit einem Trigger: Jakobsmuscheln, Forellenkaviar und Chorizo ... wären eine ziemlich heftige Herausforderung für den Veganer.

Immerhin ... wäre er bereit gewesen ... ins ungeliebte Fleisch zu beißen ... Sandra bietet ihm jedoch die Alternative an, die sie für Greta zubereitet hat. Da wird Diana, die am Donnerstag kocht, nichts anderes übrigbleiben, als

sich ebenfalls auf ein Alternativ-Essen einzustellen. Manuel und Greta haben diese Herausforderungen nicht zu bewältigen. Immerhin ist Manuel willig, über den eigenen Schatten zu springen ... Greta nicht.

Alternativ zum Steak im Hauptgang bekommen Manuel und Greta Sellerieschnitzel.

Nur der Nachtisch kann von allen verspeist werden, und der ist ziemlich umfangreich mit z. B. einer Käsekuchen-Creme und selbstgebackenen Macarons.


Fazit

Greta mag kein Sellerie, und Manuel hat als Veganer seinen Willen, alles zu probieren, vielleicht total überschätzt. Das ist gut nachvollziehbar - auf der anderen Seite macht es diese Woche unrund.

Die Punkte für die Einkäuferin in der Automobil-Branche: je 9 geben Timo, Greta, Diana und Manuel.

Mit 36 Zählern liegt sie am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz.

Vielleicht sollte man froh sein, dass nicht zusätzlich noch diverse Allergien zu berücksichtigen sind ... aber was nicht ist, kann ja noch kommen.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Dienstag, 5. Mai 2026

4. Mai 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag im Saarland bei Timo



"Giro d‘Italia"

Vorspeise: Portami pera e zucca, Timo! Geschichteter Salat aus Butternusskürbis, Birne, Rucola und Gorgonzola-Creme, dazu gefüllte Teigtaschen mit Mango, Chili und Burrata
Hauptgang: Cannone di Ragù - Cannelloni / Rind / Parmesan
Nachtisch: Tira mi, bella pera! Cantuccini / Birne mit Vanille und Zimt / Spekulatius / Mascarpone



Eitelkeit: Öffentlichkeitsarbeit der Eigenliebe.
© Michael Rumpf (*1948)

Der 35jährige Timo bezeichnet sich als eitel, sogar als "viel zu eitel", und bereits als Kind fühlte er sich zum späteren Bundeskanzler berufen, als gehören eine eitle Charaktereigenschaft und eben dieses Amt unzertrennlich miteinander verbunden.

Da das Saarland, in dem er lebt, ziemlich klein ist - es hat nur etwas über eine Millionen Einwohner - geht er seinen Weg zunächst mit genügsamen Schritten und ist als

wissenschaftlicher Referent im Landtag tätig. Für welche Partei erzählt Timo nicht, aber wenn jemand neugieriger ist als ich, wird er dieses leicht herausfinden.

Seine schwangere Frau Nadine hilft ihm in der Küche mit Schnibbelarbeiten und dem einen oder anderen Rat, und lobt sein Kochen gleich einer Anpreisung, in der die Worte durch Liebe geformt sind - und viel mehr versprechen als am Ende Punkte herauskommen dürften.

Nach seinem Grund für die Heirat gefragt, antwortet er, dass sie sehr ehrlich sei - und die andere Person mehr im Blick hat als sich selbst. Ich denke, dass diese "andere Person" er selber ist.

Hallo! Wirft der 2. Grund keine Fragen auf? Und fehlt da nicht etwas?

Das Fehlende spricht er in Bezug auf sein noch ungeborenes Kind aus: "Als Papa werde ich es lieben".


Das Menü

und die Abfolge ist oben zu bewundern, denn es soll eine "Rundreise durch Italien" werden.

Meine Beschreibung in Stichworten:

Die Vorspeise ... ist beige.

Der Hauptgang ... ist überwiegend braun mit etwas weiß ... und richtig kalt.

Der Nachtisch ... ist wiederum hauptsächlich beige.

Eine kulinarische Rundreise durch Italien stelle ich mir farbenfroher vor ...


Fazit

"Jeder kennt jeden" scheint ein geflügeltes Wort im Saarland zu sein - hört sich nett, gemütlich und irgendwie eng an ...

Allerdings trifft dies nicht auf die 5 Kandidaten zu: sie kannten einander nicht, aber genau das wird sich in dieser Woche schließlich ändern. Zumindest werden sie ein bisschen die auf Öffentlichkeit geschminkten Gesichter kennenlernen. Und manchmal fallen auch Masken ...

Von einem künftigen Bundeskanzler erwarte ich im übrigen gar nicht, dass er kochen kann - aber Druck aushalten können sollte er ...

Genau Letzteres gelingt Timo nicht wirklich, denn so anstrengend hätte er sich diese TV-Show gar nicht vorgestellt. Trotzdem

sitzt sein Hauptaugenmerk bis zuletzt wie eine Eins: die Frisur.

Die Punkte: je 8 geben Sandra, Greta und Manuel, 7 gibt Diana.

Irgendwie klingen diese 31 Zähler wie Beruhigungs-Tabletten für den nervösen Timo, die freundlich verabreicht werden, damit er ruhig schlafen kann.

Okay, die Höhe der Punkte erfährt er erst am letzten Abend dieser Woche - vorerst bleibt ihm die Hoffnung.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Samstag, 2. Mai 2026

2. Mai 2026 - Zurück aus der Walpurgis-Nacht ...





Zurück aus der Walpurgis-Nacht ...

Mein Hinflug war adrenalingesteuert: es hieß, fliege bis in den Mai und treibe dein Unwesen, so gut du es kannst. Dann fliege glücklich nach Hause zurück.

Mein Besen hatte eine TÜV-Überprüfung mit Bravour bestanden und galt als sicherster einer großen Flotte, der je bei der "Flugtechnikbasis für Besen zur besonderen Verwendung" unter die Lupe genommen worden ist.

Klar, er fliegt auch weiterhin ohne teures Benzin, sondern nur mit dem Gedankengut seiner Hexe. Das jedoch hatte sich

schnell unter Nicht-Hexen, nicht an Hexen Glaubende und diversen SUV-Fahrern, die immer schon von der absoluten Überlegenheit geträumt hatten,

herumgesprochen.

Von Weitem sichtbar als ein Besen, der keinen Sprit, sondern nur Esprit braucht, steht auf seinem Banner:

"Fliege völlig natürlich - nur mit eigener Einbildungs- und Willenskraft",

fühlte ich mich nicht nur von vielen Drohnen verfolgt, sondern sie setzten sich wirklich und überhaupt nicht klammheimlich, sondern offensiv interessiert 

auf meine Spur.

Vom Boden aus sah man die Silhouette meines Besens als zukunftsweisendes Modell an.

Die Benzin-Preise stiegen weiterhin ins Unbegreifliche, während mein Besen vielleicht 15 Euro gekostet hatte - und alles Weitere nichts kostet - außer vielleicht den üblichen Verschleiß, den Besen so haben, wenn sie viel

genutzt werden. Sie sind nicht mehr neu - und fegen irgendwann nicht mehr so gut.

Ich fühlte mich verfolgt, observiert und abgestempelt, als wären mein Besen und  ich Außerirdische, die zumindest nicht mehr völlig dieser Welt zugehörig sind.


Doch dann änderte sich plötzlich alles: die Sprit-Preise fielen. Nicht

ins Bodenlose, nein, nur um ein paar lächerliche Cent.

Die Gruppe - und nicht nur die der SUV-Fahrer atmete auf und tief durch - und fand plötzlich, dass

Besen nicht wirklich komfortabel und vor allem nicht präsentabel sind.

Dann kommt der kleine Pinocchio mit der langen Nase ins Spiel,

der den Geblendeten  mitten in ihr Gesicht lacht:

denn als Profi-Lügner erkennt er Berufs-Blender - und er könnte jetzt etwas dazu sagen, aber was das Oberhaupt aller Lügner

verschweigt,

liegt schließlich auf der Hand:

Gib dem Volk eine kleine Beruhigungs-Tablette und es schläft sanft an jedem Abgrund, der sich

außerhalb der Benzin-Preise auftut, die ohnehin nur das Symptom einer Krankheit sind:

Und das sind viele - so viele, dass manche Menschen sich bald ihre Mieten und Nebenkosten nicht mehr leisten  - und auch keinen halbwegs bezahlbaren Wohnraum mehr finden können ... und der

Spruch "Bei Wasser und Brot"

kommt gefährlich nahe, ohne dass man in einem Gefängnis haust.

Obwohl! - Dort gäbe es zumindest sorglose Rundum-Versorgung! Allerdings ohne Ausflüge in Autos oder auf Besen.


Guten Tag, Gruß Silvia


1. Mai 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Potsdam bei Bea



„Seddiner Herbst - Eine kulinarische Reise im goldenen Licht der Jahreszeit"

Vorspeise: Butternut-Kürbissuppe mit gesmokter Lachspraline
Hauptgang: Handgemachte Pasta aus dem Parmesanlaib
Nachtisch: Goldene Herbstkugel - Sahne / Mascarpone / Calvados / Biskuit / Apfel


Ehe ist reine Nervensache
- Manfred Hinrich (1926 - 2015)

... und nicht jeder Frosch lässt sich freiwillig zum Prinzen küssen und fischt die verlorene goldene Kugel bedingungslos aus dem Teich. Eher meint ein froschiges Wesen "spring doch selber rein!"

Für die 62jährige Bea hat es zweimal nicht wirklich gepasst, aber in der 3. Ehe mit Jochen fühlt sie sich angekommen und hat es sich in dem gemeinsamen hübschen Nest häuslich, luxuriös und gemütlich gemacht. So sehr, dass sie nun sogar ein TV-Team begrüßt,

das dann hauptsächlich ihre Küchentätigkeiten filmen will. Sie könne gut kochen, weshalb Freunde sie darin bestärkt haben, sich für diese Sendereihe zu bewerben.

So kommt sie auch mal "unter Leute", da sie erzählt, dass sie für eine Zahnklinik als Abrechnungs-Assistentin tätig ist und im Homeoffice arbeitet.


Die Show beginnt

... mit Werbung, denn ein Mann namens David von einem namhaften und genannten Lebensmittelmarkt bringt laktosefreie Sahne vorbei - als sei die das Tüpfelchen auf dem I, das sie nicht selber und vorher besorgen konnte.

Und dann erscheint Schnibbelhilfe Matthias, der 2022 Kandidat dieser Sendereihe gewesen ist - und als Glückspilz einen Profi-Koch geschlagen hat. Wenn man die

Bewertungs-Kriterien kennt, sagt das wenig f ü r und n i c h t s gegen den Profi-Spieler aus. Es ist alles mehr oder weniger ein Glücksspiel mit vielen Faktoren,

die für oder gegen jemanden ins Feld ziehen. Ich erinnere mich an Matthias überhaupt nicht.



Das Menü

Die Vorspeise sieht nett aus und entpuppt sich als Butternut-Kürbis-Suppe mit je einer "Lachspraline".

Der Hauptgang: hier werde ich zwiespältig.

Solch ein 16-Kilo-Parmesanlaib hat nicht nur gewaltige Ausmaße, sondern wirkt absolut beeindruckend. Neben Saskia geht er glatt als ihr persönlicher Konkurrent zum "Hit der Woche" ins Rennen.

Allerdings kommt mir hier - zwiespältig - die Hygiene in den Sinn. Es kann sich nicht einfach jeder einen Parmesanlaib kaufen und dann loslegen ... man muss schon wissen, wie man den zu handhaben hat.

In einem Restaurant würde ich mir solche Nudeln nicht bestellen ... sieht super eindrucksvoll aus, aber es bleiben Fragen nach den hygienischen Bedingungen ...

Für Anna hege ich zusätzliche Bedenken: schmeckt sie das Kalbs-Lab aus dem Käse heraus? Immerhin meidet sie Fleisch, weil sie es nicht mag ...

aber sie zeigt nur Begeisterung für dieses Show-Kochen. Große Begeisterung mit Adrenalin-Kick in hoher Potenz.

Die Soße zu den selbstgemachten Nudeln wird mit Sahne und Trüffelöl aufgeschlagen - und über die im "Rad" gedrehten Nudeln kommen eingelegte Walnüsse.

Eigentlich ein simples Gericht, dazu mit dem unsäglichen Trüffelöl - wenn die Show es nicht entsprechend aufwerten würde. Wird es dadurch wirklich aufgewertet? Muss jeder für sich entscheiden.

Zum Dessert gibt es Mascarpone-Bällchen, die die goldenen Herbstkugeln darstellen sollen.


Fazit

Vielleicht kann sie wirklich gut kochen, aber traut sich nicht ... und kocht auf Show-Effekte, in denen der simple Hauptgang

die Hauptrolle übernommen hat - und für die Zuschauer der Star am Abendhimmel des 1. Mai 2026 ist.

Pro 100 Gramm kostet ein Laib Parmesankäse ca. 2,63 bis 2,71 Euro. Ausrechnen muss nun jeder selber, wieviel Beas Star des Abends gekostet hat.

Was im Anschluss an diesen Abend damit passiert: offen!

Die Punkte für Bea: 10 von Anna und Pauline, je 9 von Saskia und Konrad.

Die Gäste müssen nur über einen kleinen Stein hüpfen, denn die Bewertungen in dieser Woche waren alle ... wie von Schlafwandlern nach dem Prinzip, möglichst hoch zu träumen, verteilt.

Mit 38 Umdrehungen gewinnt Bea.

Sie weiß eben, wie Show funktioniert.


Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute 25 Grad bei 13!!! Sonnenstunden.




Guten Morgen, Gruß Silvia





Freitag, 1. Mai 2026

"Wenn doch alle Straßen Gärten wären" ... Und dann?






Wenn doch alle Straßen Gärten wären ...

Eine romantische Idee für ein vollkommen friedliches Leben zwischen bunten Blumen, grünen Wiesen und ein paar Tomaten und Kartoffeln. Obwohl

solch ein Garten einst von höchster Stelle Adam und dann auch Eva angeboten worden ist, hat es nicht funktioniert. Ein

Apfel zu viel, ein bisschen Gehorsam zu wenig: futsch war das Paradies. Und  Eva galt auf ewig als undankbar,

obwohl Adam für ihre Gestaltung eine Rippe hergegeben hatte.

Trotzdem hat kein Mann eine Rippe weniger als eine Frau, denn es wurde nur die DNA gebraucht, an der Gott hier und da ein bisschen geschraubt und verbessert hat, damit aus einem XY ein XX wird. Es ist wie 

in Gärten, in denen man nicht nur die Natur, sondern hin und wieder auch sein eigenes Genie schalten und walten und wirken lässt.


Aber: was würde passieren, wenn aus allen Straßen Gärten würden?

Der eine schielt in Nachbars Garten und fragt sich, warum dessen Erdbeeren so saftig rot sind und seine Kirschbäume voller Früchte hängen,

während man selber noch seinen Daumen in Grün färben möchte, aber einfach keine Idee hat, wie man das anstellen soll.

Und was passiert, wenn man sich aus dem eigenen Garten allein gar nicht ernähren kann? Nächtliche Raubzüge in

Nachbar-Gärten? Oder eher direkte Überfälle auf Stachelbeeren und Zucchini und Kohlrabi, damit der eigene Speiseplan bunter wird?

Die Lösung wäre natürlich, jeder Gärtner würde Überflüssiges verkaufen - und das Nötige anderswo einkaufen. Doch dann

fehlen wieder die Straßen, um all die Schätze hin und her zu transportieren.

Es ist am Ende ein ziemlich grüner Gedanke, aus dem heraus Leute unschuldige Brücken mit Illusionen beschmieren - wie auf meinem Foto zu sehen ist.

Und es braucht ein schlichtes Gemüt, um zu glauben, dass damit irgendwem geholfen wäre, wenn es nur

mehr Gärten gäbe,

die in Wirklichkeit nur zu großem Unfrieden führen würden.

Es ist ein Dilemma! Es bleibt eines!

Trotzdem sind Gärten schön. Aber wenn es nur noch Gärten gäbe, wäre kein einziger mehr sicher vor den

räuberischen Gedanken der anderen - und jeder Neid bekäme eine Einladung, sich zu bedienen.


Guten Tag, Gruß Silvia



30. April 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Potsdam bei Anna



"Zwischen Erde und Himmel - Culinaria Instagramica"

Vorspeise: Rote Versuchung - Rote Bete / Ziegenkäse / Walnuss
Hauptgang: Aus dem Meer auf die Wiese - Rotbarsch / Petersilie / Kartoffel
Nachtisch: Süße Eleganz - Tiramisu / Birne / Ziegenfrischkäse



Was das Meckern angeht, landet die Ziege weit abgeschlagen hinter dem Menschen.
- Rupert Schützbach (*1933)

Für Ziegen ist Meckern eine normale Kommunikationsbasis, die sich nicht darauf bezieht, dass sie etwas zu bemängeln - sondern etwas zu sagen haben. Das kann fröhlich, aber auch traurig sein - oder einfach nur neutral. Niemals würde eine Ziege - nicht einmal auf ziegisch - sagen, was

Saskia über den Käse aus ihrer Milch von sich gibt: "Das riecht krank. Das schmeckt wie die Viecher riechen."

Dass Saskia nur auf diese eine Art sprachlich kommunizieren kann, muss dem Caster der Sendereihe beim 1. Telefongespräch aufgefallen sein - und ins Fäustchen lächelnd hat er sich vielleicht gedacht: wir schicken sie ins Rennen, sie macht müde Zuschauer wieder munter ...

Immerhin ist sie authentisch, trägt ihr Herz auf der Zunge - und die schert sich nicht darum, dass sie bei manchem Wort heftig Vulgäres von Innen nach Außen zu transportieren hat.


Anna

ist eine völlig andere Persönlichkeit, deren Tonfall dem einer Pastorin gleicht, die eine Rede zur Hochzeit hält, bei der am Ende alle in Tränen ausbrechen - als wäre es ein Vortrag anlässlich einer Beerdigung.

Es fällt schwer, ihr zuzuhören, ohne in ein frühabendliches Schläfchen wegzudämmern ...

Anna ihrerseits fallen völlig andere Dinge schwer, und sie nutzt in keiner Weise ihren Wissensvorteil, den sie in den vergangenen Tagen sammeln konnte:

Pauline und Saskia haben eine ausgesprochene Abneigung gegen Ziegenkäse - aber anstatt diesem Rechnung zu tragen, zieht sie ihr geplantes Ding durch, und es gibt sowohl in der Vorspeise als auch im Dessert Ziegenkäse.

Es wäre ein Leichtes, den beiden einen Ersatz für den Käse zu reichen ... Sie orientiert sich doch gern an Instagram-Kochseiten, da dürften die Ideen nur so sprudeln. Und offenbar erinnert sie sich auch nicht mehr daran,

dass ihr jeder zuvor einen Ersatz für das von ihr nicht gemochte Fleisch (das in ihrem Fall nichts mit Tierliebe zu tun hat) auf die Teller geliefert hat.


Das Menü

Rote Bete-Carpaccio mit einem Topping von dressinglosen Rucolablättern, Walnüssen und besagtem Ziegenkäse serviert sie auf sehr kleinen Schiefertafeln, von denen sie überzeugt ist,

dass es instagramable aussieht. Offenbar ist ihr das Aussehen wichtiger als jegliche Inhalte.

Anna beschreibt sich als "pingelig" - und trotzdem findet Konrad 10 Gräten in seinem Fisch ... Manche sind schließlich nur anderen gegenüber pingelig, Anna z. B. gegenüber ihrer Schnibbelhilfe Chrissie ...

Die Petersilien-Soße sieht so grau wie ein sonnenloser Regentag aus ... Nix mit instagramable.

Im Nachtisch gibt es wiederum Ziegenfrischkäse mit Mascarpone verrührt und Tiramisu-Kugeln.

Während Saskia und Pauline im Gegensatz zu Annas Schnibbelhilfe (vermutlich musste sie ihr "nach dem Mund" reden) den Käse durchaus herausschmecken - würde ich ungern dieses Kleingemixte aus sämtlich üblichen Zutaten eines Tiramisus essen, das zu Bällen geformt ist.


Fazit

Meine Vorlieben oder Abneigungen sind selbstverständlich völlig belanglos, und trotzdem muss ich erwähnen,

dass ich mich bei Anna nicht wohlgefühlt hätte - und via Bildschirm nicht habe. Das kann ich nicht einmal an nur einer Sache festmachen ... eher an dem gesamten Ablauf.

Vielleicht liegt es daran, dass sie als Polin ein ganz anderer, viel weicherer Mensch wird, wenn sie einen Besuch in ihrer Heimat macht ... und ihr Mann sie kaum wiedererkennt: genau so erzählt sie das.

Die Punkte verstehe, wer will: 10 gibt Bea, 9 Pauline, je 8 Konrad und Saskia.

Die 35 Zähler beinhalten immerhin, dass Anna die Speisen-Abneigungen zweier Gäste völlig ignoriert hat ...

Ich wünsche meinen Lesern einen schönen "Tag der Arbeit" - ohne Arbeit, aber mit viel Sonnenschein.



Guten Morgen, Gruß Silvia