Mittwoch, 4. März 2026

3. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - 20. Geburtstag der Sendereihe - Dienstag in Köln bei Eik



"Zuschauermenü 9.0"

Vorspeise: Inges estnisches Lachstatar unter grüner Salatsauce und Zitronencremedach
Hauptgang: Rudis Bœuf pardon mit Beilagen von Tom und Miriam - Rind / Kartoffel / Erbse
Nachtisch: Mannis Mascarpone-Kugeln an Brigittes Halbgefrorenem



Lass Fünfe grade sein und Sechse krumm und elf ein Dutzend.
- Schwäbisches Sprichwort

Wenn man das Schwäbische ins Kölsche überträgt, kann man bezüglich Eik sagen:

Fünfmal ist noch lange nicht genug.

Es ist die 5. Teilnahme Eiks an dieser Sendereihe, und spätestens heute ist klar, dass er der Kitt ist, der verlässlich abliefert und zusammenhält und den Spaß nach vorne treibt - und da will ich als Zuschauerin keinesfalls hinterherhinken, sondern mitfeiern, und zwar sorglos und ohne mir den Kopf zermartern zu wollen, ob ich nun besser kochen kann als Eik.

Ja, kann ich! - Aber ich koche auch öfter, während er vermutlich in 20 Jahren nur fünfmal in Töpfen, Pfannen und Gedanken, wie es denn nun zubereitet wird, gerührt hat. Warum er sich damals für die

1. Sendung beworben hat, ist eine offene Frage, denn er hätte sich ebenso auf einem anderen Terrain austoben können, zum Beispiel einem musikalischen,

denn sein "Happy Birthday"-Ständchen auf der Blockflöte klingt genau so wie er kocht: jeder getroffene Ton ist reiner Zufall.

Aber manch einer seiner Zwischentöne neben den Humorausbrüchen klingt heute etwas sentimental, doch jeden Moment der Rührung wischt er sofort wieder weg und übertüncht ihn.

Er ist eben ein Urgestein dieser Sendung - das ist in der Geologie ein vulkanisches Gestein, das in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. So wie

Eik: seit der 1. Dinner-Sendung weiß Vox, was sie bekommt, wenn sie ihn wieder einmal in die Show, aber zwangsweise auch an den Herd bringt ...


Mahlzeit!

Zuschauer haben ihm nach der Volljährigkeits-Ausgabe Rezepte zugeschickt und bestimmt gezielt auf deren Gelingsicherheit geachtet: genommen hat er die Vorschläge von Inge, Rudi, Tom, Miriam, Manni und Brigitte, und

Rudis Bœuf pardon

bestimmt mit der beinhalteten Entschuldigung den Reiseplan.

Die Profiköchin Haya Malcho wird Eik zur Seite gestellt, und die beiden sind sofort ein tolles Team, wobei ich das Wort "toll" natürlich absichtlich wähle:

Es finden sich zwei, die am selben Strang ziehen, und damit ist nicht das Kochen gemeint

(das sie beherrscht, während er eher der Überraschungsgast vorm Herd ist),

sondern das turbulente Miteinander. Wenn zwei gleichzeitig reden und lachen, sich umarmen und am Ende nicht nur

Nummern ausgetauscht werden,

sondern Eik von Haya eine Einladung nach Wien bekommt, dann ist eine Party in Hayas Familie beschlossene Sache.

Und hier und heute? - Es gibt etwas zu essen, die Gäste werden satt.


Fazit

Die Party beginnt im Flur, der bis ins obere Stockwerk zu Eiks Wohnung mit einer Erinnerungs-Galerie aus 20 Jahren "Das perfekte Dinner" tapeziert ist,

aber trocken muss diesen Aufstieg

niemand überwinden, denn in jeder Etage gibt es Drinks für die Gäste.

Die rote Vox-Kugel rollt vor lauter Vergnügen über viel Quatsch und Spaß und Humor.

Ach ja, es gibt auch Punkte: 7 gibt Ees, je 8 geben Gunni, Moritz und Katrin.

Das ergibt 31 Umdrehungen, entstanden beim Trainieren der Lachmuskeln, nicht beim Essen.

Denkbar, dass Eik im Dschungel-Camp Reis mit Bohnen kochen könnte, sicher ist das aber nicht ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 3. März 2026

2. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Zum 20. Geburtstag der Sendereihe - Montag in Köln bei Ees



"Namibia"

Vorspeise: Guaven-Chutney mit gegrilltem Halloumi, Mopanewürmern und Rucola
Hauptgang: Namibisches Entrecôte mit einer Kalahari-Trüffel-Soße, Mielie Pap und Butternut
Nachtisch: Original Namibischer „Melktert“ mit Vanille-Eiscreme



Sie haben noch schöne zwanzig Jahre ganz allerliebst wegzusündigen.
- Denis Diderot (1713 - 1784)

20 Jahre dieser Sendereihe sind beinahe wie im Flug vergangen, und ich war bereits in der ersten Woche dabei - die Erinnerung daran ist nicht sehr präsent, aber mir fällt ein, dass schon damals ein gewisser Herr Dr. aus Bielefeld undercover zum Einsatz gekommen ist: es gab seine wohl beliebte und mit ein paar Handgriffen herzustellende Mousse au chocolat. Und

Eik war nicht nur dabei, sondern hat die Show am Ende gewonnen. Was er gekocht hat, weiß ich nicht mehr, aber immerhin war

es diese Woche, in der ich mich entschieden habe, dem "Dinner" treuzubleiben. Abgesehen von ein paar Monaten hier und da, ein paar Wochen hin und wieder, in denen ich eine Pause eingelegt habe.

Eine Ehe wird nach 20 Jahren als "Porzellanhochzeit" bezeichnet, denn nach dem Zerdeppern von vielen Tellern und Tassen ist es an der Zeit, neues Porzellan zu kaufen.

Wie viel Porzellan im Laufe der Zeit beim "Dinner" zerbrochen ist - weiß ich nicht ... aber die Sendereihe ist

"Forever young" geblieben.

Also geht es auf in die nächsten 20 Jahre - denn es gibt auch in Zukunft noch viel wegzusündigen.



Again 'N Again

ist ein Titel des 42jährigen Musikers und Podcasters Ees - und der trifft für seine dritte Teilnahme an dieser Sendereihe zu. Er ist als

Deutsch-Namibier geboren, aber nach 130 Jahren der Erste aus seiner Familie, der nach Deutschland zurückgegangen ist.

Und er passt gut in diese voxsche Geburtstagsfeier, denn zu einer solchen lädt man lieber Gäste ein, die Feierlaune mitbringen und den Ernst des Lebens für eine Weile vergessen lassen,

obwohl man nebenher die nicht ganz so ulkigen Verwandten zum Fest bitten muss, an denen man einfach nicht vorbeikommt.

Im Vorabinterview an der Seite der ernsteren Katrin tastet sich Eik nur langsam an seine Höchstform als Unterhalter heran - und bewundert ernsthaft, ehrlich oder auch nicht Katrins Allgemeinwissen übers Kochen. Ees ist ohnehin mit anderen Dingen beschäftigt und hat im Hinterkopf sicher noch seinen späteren

Showauftritt mit dem Song Good Vibes only,

der sich in dieser Woche gern als Motto verbreiten darf.


Das Menü

Der TV-Koch, der Ees begleitet, ist Ralf Zacherl - und steht mit Rat, Tat und Fröhlichkeit in seiner Küche.

Die Mopanewürmer probiert Ralf im rohen Zustand und bemerkt: "Sie schmecken muffig - und werden im Mund immer mehr."

Er empfiehlt, sie zu frittieren.

Unerschrocken beißt Gunni in die spezielle Vorspeisenbeilage, die in Namibia so beliebt sein soll: Würmer, die eigentlich Raupen sind ... ich denke an Schmetterlinge, die sich nie als solche entpuppen werden.

In Namibia, erzählt Ees, nascht man die wie Chips ... warum dann nicht gleich Chips oder ähnliches essen ... anstelle von getrockneten Lebewesen?

Die Steaks im Hauptgang sind so weit durchgegart, als hätten sie die Wüste durchquert ... auch Rückwärtsanbraten wird nichts, wenn man den Deckel auf die Pfanne legt.

Für den Nachtisch-Tartebelag nutzt Ees die Kraft eines

Soßenbinders. Manch einem gehen die Ideen eben niemals aus ...


Fazit

Endlich warmgelaufen erklärt Eik in kurzen Worten die Entstehungsgeschichte dieser Sendereihe, die logisch macht, was manche schon immer geahnt haben:

"Ich bin quasi der Gründer des perfekten Dinners."

Und ich saß beim 1. Schluck Wein oder Bier vor dem Bildschirm auf dem Trockenen. Ist ja auch eine Funktion. Denn was wäre eine Sendung ohne Zuschauer ... sie würde zumindest niemals 20 Jahre alt werden.

Die Punkte für den sympathischen Ees: je 8 von Eik, Moritz und Katrin, 7 von Gunni.

Das ergibt die Summe von 31 Umdrehungen.

Ich bin sicher, dass das noch locker getoppt werden wird. 



Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 28. Februar 2026

27. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Hamburg bei Katrin


"Dinge, die bleiben"
Vorspeise: Kalb / Tuna / Kürbiskern / Wildkräuter
Hauptgang: Huhn / Ingwer / Kasuri Methi / Pita
Nachtisch: Feta / Haselnuss / Sauerkirsche / Olive



Je mehr sich die Dinge ändern, um so mehr bleiben sie sich gleich.
- Alphonse Karr (1808 - 1890)

Für den Abschluss dieser Sende-Woche greife ich Katrins Menü-Überschrift in einer etwas veränderten Form auf, denn die passt

einfach gut zu der Sendereihe im allgemeinen: Dinge, die bleiben ... gehen ab der nächsten Woche bereits ins 21. Jahr und dementsprechend wird es ab dem 2. März 2026 ein Wiedersehen mit 5 Kandidaten geben,

die dem einen oder der anderen ebenso in Erinnerung geblieben sind wie dem Casting-Team des "Dinners".

Ich erinnere mich an den Namibier Ees, der in Köln (ich glaube zumindest, dass es Köln gewesen ist) und dann noch einmal in Namibia gekocht hat - und an

Eik, der sicher von allen Teilnehmern am häufigsten seine Scherze mit den Mitstreitern, dem TV-Team und nicht zuletzt den Zuschauern getrieben hat, und er ist ebenfalls unvergessen.

An die weiteren 3 Teilnehmer wird mich mit Sicherheit und ausführlich das nächstwöchige Programm erinnern.



Doch heute kocht Katrin - und ob sie sich in die Erinnerung kocht oder nicht, wird der einzelne Zuschauer für sich entscheiden. Sie ist

aufgeregt und zeigt Tränenausbrüche im schwachen Nervenkostüm, das zu ihrem Glück von ihrem Freund Ole kräftig in den Arm genommen wird.

"Ole ist m e i n Mensch", erzählt sie, "er ist innen und außen schön."


Katrin demonstriert das "süße, schutzbedürftige" Mädchen und genau so spricht sie, besonders im Dialog mit Ole: gut, das ist vielleicht ihre Rolle in diesem Theater - und

eine gegensätzliche von ihr wird in Fotos gezeigt: Katrin als Extrem-Bodybuilderin. Zum Fürchten!



Das Menü

soll - wie so oft und einfallslos (warum kocht niemand nach seinen Albträumen?) - Reiseerinnerungen widerspiegeln, die doch nur dafür gedacht sind, die Weltoffenheit zu zeigen - denn es soll Leute geben, die nur deshalb verreisen, um anderen davon erzählen zu können.

Anwesende, Lesende, Bekannte, Freunde und noch viele andere Menschen - sind natürlich von dieser Spekulation vollkommen ausgenommen, so dass nur ganz wenige Personen übrig bleiben ... übers Ziel hinausschießen macht aber Spaß.

Zunächst löffelt sie probeweise in der Tonnato für die Vorspeise und schüttelt den Löffel-Rest in diese zurück, während

Elli von hinten naht, um die aufgeregte Hobby-Köchin in den Arm zu nehmen und energisch zu drücken.

Insgesamt ist der 1. Gang eine Erinnerung an die Zugspitze.

Der Hauptgang ist ein Chicken-Curry-Eintopf ... und eine Anleihe an die balinesische Küche?

Dann erzähle ich jetzt einmal, dass ich sowohl auf der Zugspitze als auch auf Bali gewesen bin. An Katrins Memory-Gerichte kann ich mich nicht erinnern, aber es gibt eben beiderorts viel Kulinarisches zu entdecken.

Am meisten lohnt sich eine Reise ins Internet auf die vielen Kochblogs, die vermutlich im Millionen-Bereich liegen ... wenn das überhaupt ausreicht, denn dort findet sich das gesammelte Koch-Können. Meistens ...



Fazit

Obwohl ich nicht auf Äußerlichkeiten achte - oder sie eher nicht thematisiere, fällt mir hier und in dieser Woche doch unweigerlich ins Auge,

dass Annika täglich das gleiche Outfit trägt. Es muss ja nicht dasselbe sein, aber ihre Kleidung ist ebenso langweilig wie die

Anrichteweise ihrer Speisen, obwohl sie als Food-Stylistin arbeitet.

Vielleicht aber geht ihr einfach nur der ganze Klamotten-Konsum gegen den Strich ...


Die Punkte für Katrin: 10 gibt Annika, je 9 geben Lukas, Elli und Stefan.

Mit 37 tränentrocknenden Umdrehungen gewinnt Katrin 3.000 Euro - und ein Gruppenkuscheln mitsamt vieler Versprechen für die gemeinsame Zukunft.


Nächste Woche zum 20. Geburtstag dieser Sendereihe könnte es leicht "verrückt" werden ...



Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten hier nach zwei sehr warmen Vorfrühlingstagen maximal 13 Grad plus mit einem wenig Regen.



Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 27. Februar 2026

26. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Hamburg bei Lukas



"3x3"
Vorspeise: Herbstlich gemischter Salatteller aus Karotte, Mairübe und Gurke
Hauptgang: Geschmälzte Maultaschen mit Kartoffel- und Feldsalat
Nachtisch: Zwetschgen-Crumble mit Schokotarte und Vanilleeis



"Schon frühzeitig lernte ich, dass jede Schädigung der Gesundheit stets von einem Übermaß in der Ernährung oder in der Enthaltsamkeit herrührt."
- Giacomo Girolamo Casanova (1725 - 1798)

Schon Casanova wusste also, dass Ernährung und Libido zusammenhängen, aber inwiefern seine mäßige Ernährung auch gesunder entsprochen hat, ist mir unbekannt. In den Kosmos von Casanova will ich trotzdem nicht weiter eindringen, denn heute

geht es um den 32jährigen Online-Ernährungsberater und Fitness-Coach Lukas, der schon zu Beginn seines Auftrittes von seinen nicht

allzu hohen Standards im Kochen berichtet - und dass er am Ende ganz sicher nicht der Gewinner sein wird. Es gehe ihm auch nicht ums Gewinnen - was ich ihm glaube. Doch ein

wenig wird er sich bestimmt über neue Kundschaft freuen. Da er online arbeitet, ist er nicht, wie ein Friseur etwa,

auf Zulauf aus der Nachbarschaft angewiesen,

sondern könnte die ganze Welt betreuen.


Das Menü

spricht bereits im 1. Gang die Sprache der genüsslichen Gesundheit, ohne jedoch irgendwie innovativ oder spektakulär zu sein: ein gemischter Salat aus Möhren, Mairüben und Gurken, den es in dieser Form bereits früher im Gasthof seines Opas gegeben hat.

Die Gäste sind begeistert - und fühlen sich in Kindheitserinnerungen zurückversetzt, als wäre dies das höchste Gefühl, das man erreichen kann.

Es ist und bleibt ein simpler Salat, doch Lukas' Gäste interpretieren ihn mit der Sympathie für ihn als Person.

Ohnehin ist Sympathie der unbekannte Faktor, der in dieser Sendereihe mitwirkt, ohne im "Vorspann" genannt zu werden.

Geschmälzte selbst hergestellte Maultaschen mit Speck und Kalbshackfleisch als Inhalt werden von einem schwäbischen Kartoffel- und einem Feldsalat begleitet. Die Teller sind gut gefüllt, und die Gesundheit ist

zum Greifen nahe.

Das Vanille-Eis zur Schokotarte ist fix und fertig gekauft und wird zum Schokokuchen gereicht, in dem er 120 g Schokolade verarbeitet hat.

Mein Standard-Schokokuchen beinhaltet 300 g Schoko. Der ist dann aber auch gesünder für die Seele.


Fazit

Neben sehr viel von mir erahnte Sympathie drückt Katrin ihre Begeisterung für Lukas auch mit Worten aus: "Ich sehe einen sehr schönen Hintern ..."

Wirkliche Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gibt es wohl erst dann, wenn nicht nur Männern, sondern auch Frauen solche Sprüche angelastet werden. Bislang dürfen Frauen sich offenbar gefahrlos aufs dünne Eis begeben ... aber Katrin scheint

ohnehin etwas naiv zu sein ...

Und dann purzeln die Punkte für Lukas: 7 gibt Katrin, 8 Annika und je 9 Elli und Stefan.

Das ergibt die Summe von 33 Zählern - und damit liegt er auf dem bislang 2. Platz. Den 1. hat er nur rein zufällig verpasst ... obwohl

sein Menü nicht wirklich um viele Punkte gebuhlt hat.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Donnerstag, 26. Februar 2026

25. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Hamburg bei Elli



"Hamburg al Dente"

Vorspeise: Primo: Salato Tonnato - Salat / Fisch / Rauch / Kapern / Brot
Hauptgang: Secondo: Ravioli - Semola / Rind / Sellerie / Maggi
Nachtisch: Dolce: Tiramisu alla Franz - Franz / Mascarpone / Amaretto / Kaffee / Quitte


"Es ist Jahrmarkt in meinem Kopf"
- Elli

Es ist schön, wenn eine Dinner-Kandidatin eine verwertbare Eigenaussage in den Raum wirft, mit dem ich mein

Nach-Dinner-Geplänkel beginnen kann.

Ich sehe einen Clown, der zum Rendezvous mit Elli hereinrauscht und Zuckerwatte am Stiel wie das olympische Feuer vor sich herträgt, um es ihr vor die Füße zu werfen, während sie sich vor Lachen krümmt - und laut. mit vollem Mund redend, ein paar Verbesserungsvorschläge für seinen nächsten Auftritt parat hat.

Der Clown trollt sich davon und rauscht später noch einmal mit ein paar Blümchen und anderem Deko-Zeug herein, während er Elli zusätzlich empfiehlt,

nicht nur das Mitgebrachte, sondern auch etwas Liebe in ihre Tischdeko zu stecken.

Doch Elli zieht ihr eigenes Ding durch, denn sie arbeitet als Food-Stylistin und kreiert sogar auf Kundenwunsch

eigene Gerichte, wie sie erzählt - heraus kommen dann u. a. etwa 10 neue Rezepte zur Kürbiszeit, exklusiv von Elli. Echt jetzt? Gibt es nicht bereits alles, was man mit Kürbis veranstalten kann, in aller Ausführlichkeit im Netz zu sehen?

Immerhin ist sie völlig uneitel, so dass sie kein Wimpernschlag daran erinnert, die Tusche zu erneuern - oder sich Gedanken über überflüssige, wechselnde Outfits macht, weil es doch

nur ums Kochen geht. Stimmt das? Geht es nur ums Kochen? - Natürlich stimmt das nicht!



Das Menü

ist auf seine Art ebenso uneitel wie Elli und kommt nicht mit Knalleffekten auf die Teller, wie ich es von einer Food-Stylistin erwarten würde,

sondern einfach nur drauf ... und gut ...

Den angebratenen Salat für die Vorspeise kündigt sie an, als handele es sich um die höchste Offenbarung der Koch-Bibel: mehr kann dieser Sendereihe nicht zuteil werden. Sie

ist eine Verkäuferin ihres Dinners - was grundsätzlich besser ist, als wenn jemand sein Selbstgekochtes schlechtredet.

Zum Brat-Salat gibt es Thunfischsoße und selbstgebackenes Brot.

Mit Rind gefüllte Ravioli ... platsch aufs Selleriepüree ... anders kann man das nicht beschreiben. Aber irgendwie muss sie aus ein paar Ravioli für jeden Gast ein Hauptgericht zaubern.

Zumindest bedeutet "Maggi" in der Speisekarte nicht, dass jetzt eine Flasche auf den Tisch gestellt wird - sozusagen als Deko-Vervollständigung - sie nimmt frischen Liebstöckel.

Der Nachtisch wird in Tassen serviert - und die letzte Chance, eine schöne Anrichteweise zu sehen, verpufft.


Fazit

Dann sehe ich doch noch ein Deko-Schild, das zum Glück nicht auf dem Tisch steht, aber zu seinem Pech eine Wand verzieren soll:

"Furz, Pups, Kacka"

steht drauf, als handele es sich um einen philosophischen Spruch, der unbedingt durch die Welt ziehen muss.

Gut, die drei Wörter sollen in einer Sendung für Kinder gefallen sein und haben ihre damals vierjährige Tochter fasziniert, die heute übrigens 8 Jahre alt ist.

Und jeder umgibt sich mit der Deko und den Worten, die ihm gefallen - das geht mich gar nichts an, obwohl meine Meinung dazu ist,

dass vor dem Drehtermin der richtige Zeitpunkt gewesen wäre, das Schild zu entsorgen. Oder dem Clown mitzugeben. Vielleicht kann er darüber lachen ... ich kann es nicht.

Die Punkte für Elli: 7 gibt Stefan, je 8 Lukas und Katrin, 9 ist Annika das Dinner wert.

Mit 32 Umdrehungen liegt sie am 3. Tag auf dem bislang 2. Platz.


"Ich fand’s am Jahrmarkt wie im Leben,
wer viel verspricht, kann wenig geben."

- Erich Limpach (1899 - 1965)


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 25. Februar 2026

24. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Hamburg bei Stefan



"Hanseatisches Understatement"

Vorspeise: Wasser - Papaya / Jakobsmuschel / Limette / Vanille
Hauptgang: Land - Kalb / Kartoffel / Erdpilz / Möhre / Jus
Nachtisch: Himmel - Schokolade und Haselnuss / Beere und Sahne"


Jeder Mensch ist der Architekt seines eigenen, persönlichen Luftschlosses.
- Willy Meurer (1934 - 2018)

Der 41jährige Stefan ist Architekt und nicht der Besitzer eines Luftschlosses, sondern einer Wohnung, die in seinem Lieblings-Farbkonzept aufgeht und überwiegend in schwarz und weiß daherkommt, was jeder Klaviertastatur ebenso gut zum Klang steht. Das kann man als schick bezeichnen, wenn es auch nicht jedem gefallen würde, nach Feierabend in schwarzen und weißen Tönen zu versinken.

Katrin gefallen besonders ein paar schwarze Wände, weil sie sich nie trauen würde, ihre eigenen schwarz zu streichen - aber das

Konzept ihre dunkle Seite anspricht. - Wie dunkel diese ist, erzählt sie nicht. Aber manchmal plappert man auch nur so vor sich hin, weil man den Anschluss an den Gesprächsfluss nicht verpassen möchte.

Reißt doch eher Elli Gespräche an sich - oder verkündet gern, was sie essenstechnisch gebraucht oder nicht gebraucht hätte - und vergisst trotzdem nicht, hier und da ein Lob einzustreuen ... oder

das Fleisch zum Hauptgang wie eine Chirurgin in die Kamera zu halten, um die Qualität dieses anhand ihrer Messerschnitte zu demonstrieren.

Über Stefan selber erfahre ich so gut wie gar nichts, außer, dass er aus Paderborn stammt und als Kind gern mit seinem Opa gekocht hat und das Tanzen als Hobby entdeckt hat.


Das Menü

Ein Papaya-"Tatar" toppt er mit Jakobsmuscheln und lässt einen Fluss von Vanille-Limetten-Schaum drumherum auftreten.

Zum Hauptgang serviert er Kalbsbäckchen - okay, ist kein großer innovativer Wurf, aber insgesamt werden "Bäckchen" gern genommen. Doch nichts

übertrifft die Möhren in der Hitliste dieser Sendereihe, die so häufig auf die Teller kommen, dass man bereits von einer Möhrenschwemme ausgehen muss.

Hier dominieren die Karotten die Teller mit beeindruckenden Größen. Schön geht anders und sieht anders aus.

Kartoffel-Stampf, gepimpt mit Trüffel-Öl ... die natürliche Kartoffel erfährt durch die Zugabe künstlichen Trüffelaromas keine Bereicherung. - Immerhin hobelt er noch echte Trüffel drüber.

Schön wird es zum Nachtisch, denn diese

Turm-Törtchen

sehen wahrhaftig zum Anbeißen aus.

Für mich lieber zum Nachmittagskaffee ohne Konkurrenz zu zwei anderen Gängen - denn diese

Küchlein oder eher schon große Turm-Kuchensensationen brauchen die alleinige Aufmerksamkeit: ein Schokoboden und diverse Cremes und Umhüllungen mit Schokolade und Sahne machen das Ereignis perfekt.


Fazit

Auszusetzen habe ich allein die Zutat von Martini im Aperitif: vielleicht schmeckt er James Bond, wenn er ein Tänzchen mit Wodka durch die Kehle schiebt ... aber

mir geht es wie Katrin, die bei diesem Drink "raus ist".

Die Punkte: je 8 geben Elli und Katrin, 9 gibt Annika und die Höchstbewertung 10 zieht Lukas.

Mit 35 Umdrehungen liegt Stefan am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz.

Heißt: Annika muss ihm Platz machen.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 24. Februar 2026

23. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Hamburg bei Annika

Doch die endgültige Entscheidung steht natürlich noch aus ...


"Von Norden nach Fernosten durch die schönste Stadt der Welt"
Vorspeise: Hej Skagen: Skagenröra & Knäckebröd, Moin Hamburg: Rührei mit Aal, an-nyeong-ha-se-yo Seoul: Bulgogi aus Rinderfilet und Kräuterseitling
Hauptgang: Mamma mia & Dolce Vita - Ossibuchi / Risoni / Gremolata / Tomaten
Nachtisch: Ein Super Trouper auf den Nachtisch gerichtet: Apfel auf Schwedisch und Asiatisch



Knowing me, knowing you
- Abba-Titel

Es ist in beinahe jeder Wochenausgabe die dringende Frage, wer die magischen Worte der Turbo-Verbundenheit als Erster ausspricht - in Hamburg

purzeln sie Stefan aus dem Mund - und er weiß, dass diese Gruppe die Woche unkompliziert machen wird - im Sinne von viel Leichtigkeit, Freude und Friede in einem sympathischen Miteinander. Aber es ist eine Sache,

beschwingt und mit den besten Absichten etwas zu beginnen, das dann auch genau so wunderbar endet. Eine andere Sache ist die der persönlichen Empfindungen ...

Offenbar drängt der Regisseur auf solche Schnellschüsse ... oder die Kandidaten werden vom Übermut angetrieben, der den Spaß ausdrückt, den man "im Fernsehen" ganz sicher haben kann ... vielleicht ... vielleicht aber auch nicht ...

Die erste Hobbyköchin ist die 58jährige Annika, und nicht rein zufällig muss ich hier an Pippi Langstrumpfs beste Freundin Annika denken,

denn als Tochter einer Dänin und eines Deutschen ist die erste Kandidatin der Woche in Schweden geboren und widmet dem

gefühlt größten Importschlager des Landes - ABBA - ihr Menü: und leise höre ich ABBA vom "Ich kenne dich, ich kenne mich" singen, das auf einem wirklichen Kennen beruht ...

Aber sie widmet es nicht nur der schwedischen Pop-Gruppe, sondern verpackt darin gleichzeitig ihre Lebensgeschichte - eine immer sehr beliebte Menü-Story in dieser Sendung.


Das Menü

Die Vorspeise beschreibt Annikas Liebe zu Hamburg, Schweden und Korea ... denn in Korea leben ihr Vater und ihre Stiefmutter, in Hamburg lebt sie und in Schweden ist sie großgeworden.

Für Elli (heißt sie eigentlich Elisabeth?) sind zu viele Zutaten auf dem Teller - obwohl: auch, wenn sich die Beschreibung lang-lang anhört, bleiben alle Teller übersichtlich. Es sind je kleine Happen, die an drei Länder angelehnt sind.

Das Schmorgericht Ossobuco kam Annika in den Sinn, weil sie auch Zeit mit ihren Gästen verbringen will - und bekannterweise ist solch ein Essen gut vorzubereiten und kann in aller Ruhe ganz allein bis zur Vollendung vor sich hinschmurgeln -

hier zerfällt das Fleisch beim Herausheben aus dem Bräter. Ob das wirklich so gewünscht oder einfach nur zu lange gegart ist, kann nur Annika beantworten.

Scheinwerfer auf den Nachtisch ... nach dem ABBA-Song "Super Trouper" - dafür hat Annika von wer-weiß-wo-auf-der-Welt

spezielle und als außergewöhnlich schmackhaft angepriesene Mangos besorgt.

Wie groß können die Geschmacks-Unterschiede diverser Mangos wohl sein?

Die Vanille-Soße zum Apfel-Mango-Kuchen wird von Elli als geronnen bemängelt (man sieht es auch): Ich bemängele

hier, vielmehr frage ich,

woher Elli das "J" in der Vanille herbekommen hat? Vanillje!?


Fazit

Katrin möchte lustig sein und berichtet, dass man ihr im Vorfeld von zwei Allergien ihrer Mitstreiter erzählt hat: gegen Walnüsse ... und Katzen. Das hat sie zunächst falsch verstanden, und daher folgt sofort ihr Satz:

"Ich wusste gar nicht, dass man heute noch Katzen isst."

Annika bricht in schallendes Gelächter aus. Leiser lachen die anderen mit.

Ich lache nicht.

Die Punkte für Annika: 9 gibt Katrin, 8 Stefan und je 7 zücken Elli und Lukas.

Das ergibt die Summe von 31 Umdrehungen.

Ob sie mit diesem Ergebnis am Finaltag den ABBA-Song "The Winner takes it all ..." singen kann?

Es steht für uns Zuschauer noch in den Sternen.


Guten Morgen, Gruß Silvia