Sonntag, 8. März 2026

8. März 2026 - In Erinnerung an Charlie



Er war nicht wie andere: im Tierheim hat mein Charlie nur geweint.
Sein vorheriges Leben war geprägt von Verboten - und da jede Zuwiderhandlung vermutlich bestraft worden ist, hat er die auch bei mir eingehalten:
Kein Sprung auf die Couch oder ins Bett, sein antrainiertes Klo war der Balkon, was er auch sofort in seinem Für-Immer-Zuhause bei mir gezeigt hat.
Sicher hatte auch das ihn inkontinent werden lassen.
Hinzu kam seine böse Herzerkrankung, die mir bekannt war - aber sie war auch seinen 2. Vor"besitzern" bekannt, wurde aber nicht behandelt.
Das und mehr habe ich über Facebook erfahren - ich habe nicht nach den Vorbesitzern gesucht, aber ich wurde von einer jungen Frau angeschrieben, die mit diesen bekannt war.
Die 2. Vorbesitzerin sei mit ihm regelmäßig in den zum Miethaus gehörenden Garten gegangen ...
Nach dem Tod der Frau musste ihr dementer Ehemann lange, lange überredet werden, Charlie endlich im Tierheim abzugeben, damit er eine neue Chance bekommt.
Bei mir durfte Charlie in leider nur 17 ihm verbliebenen Monaten kennenlernen, dass es
draußen noch eine viel größere Welt gibt.
Täglich waren wir auf "Achse" - und als sein Herz nicht mehr so wollte wie er, habe ich ihn in einem Hundebuggy geschoben, damit er sie von oben herab sehr genau betrachten konnte. Und er hat es geliebt.
Die 17 Monate mit Charlie gehören zu den wertvollsten in meinem Leben. Er war der Buddhist mit mir als einer Agnostikerin an seiner Seite -
und ich habe unendlich viel von ihm gelernt, u. a. eine große Bescheidenheit.
Geweint hat er in seinem neuen Zuhause bei mir nur noch eine Stunde lang, dann hat er damit bis zu seinem Lebensende aufgehört.
In seiner letzten halben Stunde
in der Tierklinik habe ich ihn selbstverständlich begleitet.
Er fehlt. Weil er einzigartig war. Eben Charlie.
Unvergessen unsere 1. Begegnung im Tierheim (im Video zu sehen), der eine von mehreren Spaziergängen folgte.
Am 18. Juli 2021 habe ich ihn mit zu mir nach Hause genommen - und ab dem 1. Tag hat er überall ohne Leine laufen können, an belebten und ruhigeren Straßen und in Wäldern sowieso.
Aber nur mit mir ... darin war er dann doch eigensinnig.


Gruß, Silvia



Samstag, 7. März 2026

6. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Der 20. Geburtstag der Sendereihe - Freitag in Speyer bei Katrin



"Aller guten Dinge sind 3 - Meer / Weide / Garten"

Vorspeise: Meer - Lachs around the world - Lateinamerika / Levante / Ostasien - roh / confiert / frittiert
Hauptgang: Weide - Wagyutopia - Alte Muh vom Wagyu / Wirsing / Pilz
Nachtisch: Garten - Süßer Schlussakkord - Zwetschge / Pistazie / weiße Schokolade



Promis kochen auch nur mit Wasser, machen dafür aber viel mehr Dampf.
- Helmut Glaßl (*1950)

Immer wieder muss ich merken, dass mir längst nicht mehr alle Leute bekannt sind, die als prominent gelten, denn sonst hätte ich bereits im Vorfeld dieser Sendung und anhand von vorab gezeigten Fotos gewusst,

wer Katrin ist - und wie berühmt sie obendrein ist.

Aber nun füllen Vox und Katrin endlich meine bedauerliche Wissenslücke, für die ich mich ausdrücklich entschuldige. In den

Jahren 2012 und 2013 hat sie "Das perfekte Dinner" gewonnen - und vermutlich fiel ihr Auftritt in eine meiner früheren "Dinner-Pausen" - sonst hätte es bei ihrem Anblick in meinem Kopf irgendwo geklingelt.

Nix hat geklingelt. Aber wie sollte ich mich auch an

tausende Kandidaten erinnern? So viel überflüssigen, im Kopf nicht benötigten Platz, der für wirklich wichtige Dinge reserviert bleibt, habe ich einfach nicht.

Zumindest hat sie bei ihren zwei siegreichen Auftritten keine 40 Punkte erreicht, sagt man beim Sender.

Trotzdem hat sie auch in anderen Kochsendungen bewiesen, dass sie kochen kann. Und ich war nicht einmal "dabei".

Das Magazin "Feinschmecker" hat sie ebenfalls ohne meine Kenntnis zur "Hobbyköchin des Jahres" gewählt. Welchen Jahres ... bekomme ich nicht mit und ist vielleicht schon lange her.

Aber die Idee, sich um diese Feinschmecker Krone zu bewerben, kam offenbar von ihrer Schwester, die lt. Katrin gesagt hat:

"Bewirb dich doch, du kannst so geil kochen."

Das Wort "geil" hat wohl sämtliche "Wörter des Jahres" oder auch "Unwörter" simpel überlebt.


Katrin

erschien mir am vergangenen Montag als eine Kandidatin, die nicht wirklich zu den anderen für diese Geburtstagsausgabe eingeladenen zu passen schien. Sie saß neben Eik im Vorabinterview - und hat ihm Dinge übers Kochen und Essen erklärt, als hätte sie einen vollkommen Unwissenden unter ihre Fittiche genommen, dem sie obendrein noch imponieren konnte.

Ich glaube eher, er hat sie an diesem ersten Tag auf die Schippe genommen ...

Im Laufe der Tage hat sie sich dem Fluss der Leichtigkeit der anderen ein wenig angenähert.

Und heute kann sie voll aufdrehen und sich selber präsentieren und darf erst einmal den

Profi-Koch Ali Güngörmüs kreischend wie ein junges Mädchen empfangen, das zum ersten Mal in ein Rockkonzert ihres Idols geht. Oder in das Konzert eines Rappers, wie auch immer ...

Ali fügt sich allen Anweisungen und fühlt sich hier und da und nach seiner Aussage "wie ein Lehrling".


Das Menü

Katrin geht übers sprichwörtliche Wasser, während andere nur kochen. Vielleicht kann ich deshalb ihren Vorbereitungen nicht wirklich folgen.

Selbst Eik genießt die Vorspeise - siehe Speisekarte - mit Stäbchen und outet sich als kulinarisch erfahren, obwohl er

nicht kochen kann.

Hochwertiges Fleisch beschert natürlich gute Kritiken.



Fazit

Gunni dichtet, und Gunni dichtet toll und passend zu einem Geburtstag - sie reimt Zeilen für jeden ihrer vielleicht vier neuen Freunde.

Ein Clou wäre, sie würde die Zuschauer mit einbeziehen. Denn ohne genug Zuschauer klappt gar nichts - und genug

Zuschauer für bislang 20 Jahre und den Fortbestand bringt vor allem der Kommentator Daniel Werner zueinander, denn ohne ihn und seine Autoren funzt nix.

Ees - sympathisch, unterhaltsam, nicht verbissen - und immer mit einem lustigen Hütchen auf dem Kopf.

Eik - kontrolliert drüber oder einfach die tägliche Dosis Unsinn im Sinn?

Günni - hat einen vor allem seelisch harten Beruf als Chirurgin, der nach einem Ausgleich sucht. Sie schreit hier alles raus ...

Moritz - findet Sinn in den Wäldern mit seinen Pilzen.

Katrin - nimmt die Chose ernst, passt sich allerdings ein wenig den anderen an. Aber man könnte denken, sie kocht täglich ein Sternemenü.

Kommentare ihrer "Konkurrenz", die Katrin gelten:

"Sie hört nicht immer zu" - es geht um ihren "Edel"-Schnibbler Ali. - "Sie hört sich Alis Meinung an, folgt dem aber nicht heute."

Interessant, dass die Menschen, die sie besser kennen - es genau so sehen wie ich.

Ohne Zweifel kann Katrin kochen, und zwar gut. Am Anrichten der Speisen, besonders beim Nachtisch, könnte sie noch ein wenig feilen ... obwohl ich mir auch hier kaum Kritik, die nicht hoch lobt, erlaube ...


Die Punkte für Katrin, die über weniger als 9 tieftraurig wäre:

Dann macht Eik ja alles richtig und gibt ihr 9, während Moritz, Günni und Ees je 10 springen lassen.

Mit 39 Umdrehungen kann sie nicht gewinnen, denn Moritz hat 40 Zähler erreicht.

Die Spenden-Summe teilt Moritz auf seine Mitstreiter auf, so dass jeder 2.000 Euro zur freien Verfügung für einen guten Zweck erhält. Das ist gerecht!

Der reinen Ansicht nach hat er nicht nur besser, sondern auch innovativer gekocht als die erfolgsverwöhnte Katrin - und dieser Sendung und seinen Zuschauern gezeigt,

was ein reines Pilzgericht wert sein kann:

kein Anfang eines bösen Krimis, sondern der Anfang von neuen Ideen für die Zuschauer.

Auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren "Das perfekte Dinner", denn ohne diese Sendung hätte es vielleicht diesen Blog nie gegeben,

obwohl ich schon immer und immer noch gerne schreibe. 


Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute bei 11 satten Sonnenstunden bis zu 17 Grad plus.

Ach, da ist sie ja, die 11, die manch ein Kandidat sich so sehr wünschen würde.



Guten Morgen, Gruß Silvia



Freitag, 6. März 2026

5. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Der 20. Geburtstag der Sendereihe - Donnerstag in Zeuthen/Brandenburg bei Moritz



Vorspeise: Imleria badia / Zander - flüssig / geflämmt
Hauptgang: Lactarius deliciosus / Boletus edulis / Rehrücken / Sellerie
Nachtisch: Sparassis crispa / Marone



"Der Pilz ist der Parvenu der Pflanzen."
- Christian Morgenstern (1871 - 1914)

Bis hierher und bis heute war die 20. Geburtstagsfeier eher eine kulinarische Abenteuerreise, auf der einem nicht nur der Pass, sondern auch die Vorliebe für guten Geschmack leicht hätte verloren gehen können. Stattdessen gab es viel Quatsch und eine Menge Unsinn, obwohl es manchmal genau diesen Nonsens braucht, um nicht alles viel zu ernst nehmen zu müssen. Es gab Show und Getöse, Humor, und der war vor allem laut.

Auch heute bleibt die gute Laune keineswegs auf der Strecke, aber nebenher zaubert Moritz ein "geiles" Geburtstagsmenü. Ich greife seinen

Lieblingsbegriff "geil" auf, denn der wird heute mindestens so häufig benutzt wie das "Happy Birthday" fürs Dinner - einer Sendung, in der das Kochen oft zur Nebensache wird.

Der 45jährige Moritz war früher Mode-Fotograf, und heute knipst er keine Models mehr, sondern seine gesammelte Pilzausbeute aus den Wäldern. Aber er fotografiert sie nicht nur, er kennt sich richtig gut mit Pilzen aus, gibt Kurse darüber, ist Pilzsachverständiger - und

Pilzfluencer.

Hätte er nicht diesen neuen Lebensinhalt, wäre das heutige pilzlastige Dinner erst recht eine Abenteuerreise ungewissen Ausgangs. Zur

Sicherheit hat Vox fürs Jubiläum die Ärztin Gunni als Kandidatin ins Spiel gebracht - also, falls, und nur falls, doch etwas schief geht.

Die letzte und beste Sicherheit ist die Kenntnis der Notrufnummer 112.


Das Menü

Wie alle anderen Kandidaten dieser Woche bekommt natürlich auch Moritz eine prominente Schnibbelhilfe zur Seite gestellt, und sie heißt

Graciela Cucchiara und ist eine Koch-Autodidaktin, die in München lebt und arbeitet.

Neben den beiden Kochbegeisterten gehen allerdings heute die Hauptdarsteller nicht im allgemeinen Geschehen unter, sondern bekommen den ihnen angemessenen Platz für eine Sendereihe, die "Das perfekte Dinner" heißt.

Es sind die Pilze, viele verschiedene Pilze!

Steinpilze, Reizker, Krause Glucke, Champignons, Pfifferlinge ... ich kann sie mir nicht alle merken.

Schnaps auf Steinpilzbasis gibt es als Aperitif: ich wusste nicht einmal, dass es sowas gibt.

Erstaunt bin ich, wieviel Schmackhaftes Moritz aus Pilzen zaubert. Man könnte sich glatt nur von Pilzen ernähren ... vielleicht ein

guter Ansatz für Veganer, die als Teilnehmer dieser Sendung leider viel zu oft zwar vorbildlich, aber zu einfallslos kochen.

Selbst im Nachtisch hat die "Krause Glucke", auf süß getrimmt, ihren Auftritt.

Ich sitze hier und staune.


Fazit

Im Jahr 2012 hat Moritz erstmals in dieser Sendereihe mitgewirkt und gewonnen. Na ja, gewonnen hat er den Wettbewerb, aber zeitgleich verloren

seine damalige Freundin: mit einem leisen Anflug von Traurigkeit erzählt er, sie sei fremdgegangen.

Doch das Leben geht weiter! Und als die Sendung ausgestrahlt wurde, war bereits eine andere Frau an seiner Seite, und dort ist sie bis heute: Miriam, seine Ehefrau.

Katrin, die den Finalabend bestreiten wird, hat einen Wunsch ans Leben und vor allem dem nächsten Tag (oder dem Tag, an dem ihr Auftritt gedreht wird): sie würde gern in ihrer eigenen Küche mit Johann Lafer kochen. Jemand bringt Horst Lichter ins Spiel,

doch den lehnt sie arrogant-selbstbewusst ab: "Der kann nicht kochen."

Ich erinnere mich, dass sie Gunni 9 Punkte gegeben hat ... Waren die dann verlogen? Denn Gunni steht wohl eher im Verdacht, nicht kochen zu können als Horst Lichter.

Die Punkte für Moritz: je 10 von Gunni, Eik, Ees und Katrin.

Mit 40 Umdrehungen liegt er verdient auf dem bislang 1. Platz. Aber

Katrin steht bereits in den Startlöchern und scharrt mit ihrem Ehrgeiz - überholen kann sie Moritz zwar nicht, aber ebenfalls die volle Punktzahl holen.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Donnerstag, 5. März 2026

4. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Der 20. Geburtstag der Sendereihe - Mittwoch in Berlin bei Gunni




Vorspeise: Mandel-Pfefferschotensuppe mit Walnuss-Ciabatta und Dattelcreme
Hauptgang: Maispoulardenbrust mit Ricotta-Estragon-Füllung, dazu Fenchel-Sahne-Gemüse, Gnocchi und Avocado-Mango-Salat
Nachtisch: Palatschinken mit Topfenfüllung und Zwetschgenröster à la Mario Kotaska



"Es nützt nichts, gut zu sprechen; man muss schnell sprechen, um vor der Antwort fertig zu sein."
- Jules Renard (1864 - 1910)

Ein Erfahrungswert? Fallen ihr die Leute gern ins Wort? Oder hat der Tag für sie einfach zu wenige Stunden, um all die Wörter darin unterzubringen, die sie unbedingt loswerden muss? Nun kann die Naturgewalt namens Gunni, die so sehr unter Strom steht, dass ich befürchte, es

könnte wegen dem Eigenverbrauch einer einzigen Person einen großflächigen Stromausfall geben, ihren Anfällen von Redeschwall Freilauf geben.

Ihre Mitstreiter lieben sie für ihr extrovertiertes, lautes Wesen und schicken Herzchen und liebevolle Beschreibungen an Gunnis Adresse.

Bevor die 62jährige Gunni (heißt sie vielleicht Gundula?) Ärztin für viszerale Chirurgie geworden ist, hat sie 15 Jahre in der Gastronomie gearbeitet. Ich stelle mir gerade

einen Biergarten im Hochsommer vor, in dem sie herumwirbelt und als kellnernde Entertainerin am Ende des Tages eine liebe Not hat, all die Trinkgelder in ihrer Handtasche unterzubringen.

Auf ihren jetzigen Beruf kommt die Geburtstagsparty fürs voxsche "Dinner" noch gesondert und exemplarisch zurück: abdriftend vom Kochen wie selten zuvor ...


Das Essen

Zu ihrem 60. Geburtstag haben die Kollegen ihr einen Kochkurs bei Mario Kotaska geschenkt. Und da Köche ohnehin die

neuen "Halbgötter in Weiß" sind, schreitet genau dieser Profikoch in ihren persönlichen Bereich hinein - und spielt ab sofort die 2. Geige. Vielleicht hätte man ihr besser Steffen Henssler geschickt, um sie etwas zu zähmen.

Obwohl ich Henssler lediglich aus Werbeauszügen kenne, denke ich, dass ihm die Schürze mit dem Foto einer halbnackten Frau mit Stethoskop gefallen hätte ... "Sexy Nurse" ist das Bild beschrieben, das man

ansonsten vielleicht eher auf der Plattform "Only Fans" finden könnte.

Ach ja, ich bin in dem Absatz übers Essen: lt. eigener Angabe besitzt sie mehr als 1.000 Kochbücher ... und wenn ich noch die ungezählten Kochzeitschriften-Berge

hinzurechne, bleibt ihr vermutlich einfach viel zu wenig Zeit zum Kochen übrig.

Das Essen ist insgesamt eher unterer Durchschnitt.


Fazit

Oft wird in dieser Sendereihe in den Pausen zwischen zwei Gängen gesungen oder etwas ähnlich Unspektakuläres über die Bühne gebracht.

Heute gibt eine Kollegin von Gunni einen Kurs übers Nähen. Nein, nicht übers Nähen von Kleidungsstücken, sondern über Nähte, die nach einer Operation nötig sind, um final die Haut wieder zu verschließen.

Als klinisches Hilfspersonal verkleidete Gäste, die vor Spaß kaum an sich halten können, stechen Nadeln durch ein Übungsstück für angehende Chirurgen.

Besser wäre es gewesen, Gunnis Kollegin hätte allen einmal den

Blutdruck gemessen. Nicht, dass der eine oder andere dem Kammerflimmern nahe kommt ...

Aber offenbar geht alles gut, die Gäste haben höchstens flackernde Sternchen für Gunni in ihren Augen - und ihre Performance als Wirbelwind auf zwei Beinen mit einem lauten Mundwerk bekommt Punkte:

10 gibt Eik, je 9 geben Ees, Moritz und Katrin.

Somit finden unglaubliche 37 Zähler zueinander. Besser wäre es, man würde ihr anstelle der Punkte eine neue Schürze schenken.


Wer vielleicht zum Ende hin diese Wochenausgabe doch noch ernst nehmen möchte, könnte vielleicht bei

Moritz oder Katrin

fündig werden. - Natürlich ist meine Prognose kein Versprechen - und sowieso ohne Gewähr.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Mittwoch, 4. März 2026

3. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - 20. Geburtstag der Sendereihe - Dienstag in Köln bei Eik



"Zuschauermenü 9.0"

Vorspeise: Inges estnisches Lachstatar unter grüner Salatsauce und Zitronencremedach
Hauptgang: Rudis Bœuf pardon mit Beilagen von Tom und Miriam - Rind / Kartoffel / Erbse
Nachtisch: Mannis Mascarpone-Kugeln an Brigittes Halbgefrorenem



Lass Fünfe grade sein und Sechse krumm und elf ein Dutzend.
- Schwäbisches Sprichwort

Wenn man das Schwäbische ins Kölsche überträgt, kann man bezüglich Eik sagen:

Fünfmal ist noch lange nicht genug.

Es ist die 5. Teilnahme Eiks an dieser Sendereihe, und spätestens heute ist klar, dass er der Kitt ist, der verlässlich abliefert und zusammenhält und den Spaß nach vorne treibt - und da will ich als Zuschauerin keinesfalls hinterherhinken, sondern mitfeiern, und zwar sorglos und ohne mir den Kopf zermartern zu wollen, ob ich nun besser kochen kann als Eik.

Ja, kann ich! - Aber ich koche auch öfter, während er vermutlich in 20 Jahren nur fünfmal in Töpfen, Pfannen und Gedanken, wie es denn nun zubereitet wird, gerührt hat. Warum er sich damals für die

1. Sendung beworben hat, ist eine offene Frage, denn er hätte sich ebenso auf einem anderen Terrain austoben können, zum Beispiel einem musikalischen,

denn sein "Happy Birthday"-Ständchen auf der Blockflöte klingt genau so wie er kocht: jeder getroffene Ton ist reiner Zufall.

Aber manch einer seiner Zwischentöne neben den Humorausbrüchen klingt heute etwas sentimental, doch jeden Moment der Rührung wischt er sofort wieder weg und übertüncht ihn.

Er ist eben ein Urgestein dieser Sendung - das ist in der Geologie ein vulkanisches Gestein, das in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. So wie

Eik: seit der 1. Dinner-Sendung weiß Vox, was sie bekommt, wenn sie ihn wieder einmal in die Show, aber zwangsweise auch an den Herd bringt ...


Mahlzeit!

Zuschauer haben ihm nach der Volljährigkeits-Ausgabe Rezepte zugeschickt und bestimmt gezielt auf deren Gelingsicherheit geachtet: genommen hat er die Vorschläge von Inge, Rudi, Tom, Miriam, Manni und Brigitte, und

Rudis Bœuf pardon

bestimmt mit der beinhalteten Entschuldigung den Reiseplan.

Die Profiköchin Haya Malcho wird Eik zur Seite gestellt, und die beiden sind sofort ein tolles Team, wobei ich das Wort "toll" natürlich absichtlich wähle:

Es finden sich zwei, die am selben Strang ziehen, und damit ist nicht das Kochen gemeint

(das sie beherrscht, während er eher der Überraschungsgast vorm Herd ist),

sondern das turbulente Miteinander. Wenn zwei gleichzeitig reden und lachen, sich umarmen und am Ende nicht nur

Nummern ausgetauscht werden,

sondern Eik von Haya eine Einladung nach Wien bekommt, dann ist eine Party in Hayas Familie beschlossene Sache.

Und hier und heute? - Es gibt etwas zu essen, die Gäste werden satt.


Fazit

Die Party beginnt im Flur, der bis ins obere Stockwerk zu Eiks Wohnung mit einer Erinnerungs-Galerie aus 20 Jahren "Das perfekte Dinner" tapeziert ist,

aber trocken muss diesen Aufstieg

niemand überwinden, denn in jeder Etage gibt es Drinks für die Gäste.

Die rote Vox-Kugel rollt vor lauter Vergnügen über viel Quatsch und Spaß und Humor.

Ach ja, es gibt auch Punkte: 7 gibt Ees, je 8 geben Gunni, Moritz und Katrin.

Das ergibt 31 Umdrehungen, entstanden beim Trainieren der Lachmuskeln, nicht beim Essen.

Denkbar, dass Eik im Dschungel-Camp Reis mit Bohnen kochen könnte, sicher ist das aber nicht ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 3. März 2026

2. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Zum 20. Geburtstag der Sendereihe - Montag in Köln bei Ees



"Namibia"

Vorspeise: Guaven-Chutney mit gegrilltem Halloumi, Mopanewürmern und Rucola
Hauptgang: Namibisches Entrecôte mit einer Kalahari-Trüffel-Soße, Mielie Pap und Butternut
Nachtisch: Original Namibischer „Melktert“ mit Vanille-Eiscreme



Sie haben noch schöne zwanzig Jahre ganz allerliebst wegzusündigen.
- Denis Diderot (1713 - 1784)

20 Jahre dieser Sendereihe sind beinahe wie im Flug vergangen, und ich war bereits in der ersten Woche dabei - die Erinnerung daran ist nicht sehr präsent, aber mir fällt ein, dass schon damals ein gewisser Herr Dr. aus Bielefeld undercover zum Einsatz gekommen ist: es gab seine wohl beliebte und mit ein paar Handgriffen herzustellende Mousse au chocolat. Und

Eik war nicht nur dabei, sondern hat die Show am Ende gewonnen. Was er gekocht hat, weiß ich nicht mehr, aber immerhin war

es diese Woche, in der ich mich entschieden habe, dem "Dinner" treuzubleiben. Abgesehen von ein paar Monaten hier und da, ein paar Wochen hin und wieder, in denen ich eine Pause eingelegt habe.

Eine Ehe wird nach 20 Jahren als "Porzellanhochzeit" bezeichnet, denn nach dem Zerdeppern von vielen Tellern und Tassen ist es an der Zeit, neues Porzellan zu kaufen.

Wie viel Porzellan im Laufe der Zeit beim "Dinner" zerbrochen ist - weiß ich nicht ... aber die Sendereihe ist

"Forever young" geblieben.

Also geht es auf in die nächsten 20 Jahre - denn es gibt auch in Zukunft noch viel wegzusündigen.



Again 'N Again

ist ein Titel des 42jährigen Musikers und Podcasters Ees - und der trifft für seine dritte Teilnahme an dieser Sendereihe zu. Er ist als

Deutsch-Namibier geboren, aber nach 130 Jahren der Erste aus seiner Familie, der nach Deutschland zurückgegangen ist.

Und er passt gut in diese voxsche Geburtstagsfeier, denn zu einer solchen lädt man lieber Gäste ein, die Feierlaune mitbringen und den Ernst des Lebens für eine Weile vergessen lassen,

obwohl man nebenher die nicht ganz so ulkigen Verwandten zum Fest bitten muss, an denen man einfach nicht vorbeikommt.

Im Vorabinterview an der Seite der ernsteren Katrin tastet sich Eik nur langsam an seine Höchstform als Unterhalter heran - und bewundert ernsthaft, ehrlich oder auch nicht Katrins Allgemeinwissen übers Kochen. Ees ist ohnehin mit anderen Dingen beschäftigt und hat im Hinterkopf sicher noch seinen späteren

Showauftritt mit dem Song Good Vibes only,

der sich in dieser Woche gern als Motto verbreiten darf.


Das Menü

Der TV-Koch, der Ees begleitet, ist Ralf Zacherl - und steht mit Rat, Tat und Fröhlichkeit in seiner Küche.

Die Mopanewürmer probiert Ralf im rohen Zustand und bemerkt: "Sie schmecken muffig - und werden im Mund immer mehr."

Er empfiehlt, sie zu frittieren.

Unerschrocken beißt Gunni in die spezielle Vorspeisenbeilage, die in Namibia so beliebt sein soll: Würmer, die eigentlich Raupen sind ... ich denke an Schmetterlinge, die sich nie als solche entpuppen werden.

In Namibia, erzählt Ees, nascht man die wie Chips ... warum dann nicht gleich Chips oder ähnliches essen ... anstelle von getrockneten Lebewesen?

Die Steaks im Hauptgang sind so weit durchgegart, als hätten sie die Wüste durchquert ... auch Rückwärtsanbraten wird nichts, wenn man den Deckel auf die Pfanne legt.

Für den Nachtisch-Tartebelag nutzt Ees die Kraft eines

Soßenbinders. Manch einem gehen die Ideen eben niemals aus ...


Fazit

Endlich warmgelaufen erklärt Eik in kurzen Worten die Entstehungsgeschichte dieser Sendereihe, die logisch macht, was manche schon immer geahnt haben:

"Ich bin quasi der Gründer des perfekten Dinners."

Und ich saß beim 1. Schluck Wein oder Bier vor dem Bildschirm auf dem Trockenen. Ist ja auch eine Funktion. Denn was wäre eine Sendung ohne Zuschauer ... sie würde zumindest niemals 20 Jahre alt werden.

Die Punkte für den sympathischen Ees: je 8 von Eik, Moritz und Katrin, 7 von Gunni.

Das ergibt die Summe von 31 Umdrehungen.

Ich bin sicher, dass das noch locker getoppt werden wird. 



Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 28. Februar 2026

27. Februar 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Hamburg bei Katrin


"Dinge, die bleiben"
Vorspeise: Kalb / Tuna / Kürbiskern / Wildkräuter
Hauptgang: Huhn / Ingwer / Kasuri Methi / Pita
Nachtisch: Feta / Haselnuss / Sauerkirsche / Olive



Je mehr sich die Dinge ändern, um so mehr bleiben sie sich gleich.
- Alphonse Karr (1808 - 1890)

Für den Abschluss dieser Sende-Woche greife ich Katrins Menü-Überschrift in einer etwas veränderten Form auf, denn die passt

einfach gut zu der Sendereihe im allgemeinen: Dinge, die bleiben ... gehen ab der nächsten Woche bereits ins 21. Jahr und dementsprechend wird es ab dem 2. März 2026 ein Wiedersehen mit 5 Kandidaten geben,

die dem einen oder der anderen ebenso in Erinnerung geblieben sind wie dem Casting-Team des "Dinners".

Ich erinnere mich an den Namibier Ees, der in Köln (ich glaube zumindest, dass es Köln gewesen ist) und dann noch einmal in Namibia gekocht hat - und an

Eik, der sicher von allen Teilnehmern am häufigsten seine Scherze mit den Mitstreitern, dem TV-Team und nicht zuletzt den Zuschauern getrieben hat, und er ist ebenfalls unvergessen.

An die weiteren 3 Teilnehmer wird mich mit Sicherheit und ausführlich das nächstwöchige Programm erinnern.



Doch heute kocht Katrin - und ob sie sich in die Erinnerung kocht oder nicht, wird der einzelne Zuschauer für sich entscheiden. Sie ist

aufgeregt und zeigt Tränenausbrüche im schwachen Nervenkostüm, das zu ihrem Glück von ihrem Freund Ole kräftig in den Arm genommen wird.

"Ole ist m e i n Mensch", erzählt sie, "er ist innen und außen schön."


Katrin demonstriert das "süße, schutzbedürftige" Mädchen und genau so spricht sie, besonders im Dialog mit Ole: gut, das ist vielleicht ihre Rolle in diesem Theater - und

eine gegensätzliche von ihr wird in Fotos gezeigt: Katrin als Extrem-Bodybuilderin. Zum Fürchten!



Das Menü

soll - wie so oft und einfallslos (warum kocht niemand nach seinen Albträumen?) - Reiseerinnerungen widerspiegeln, die doch nur dafür gedacht sind, die Weltoffenheit zu zeigen - denn es soll Leute geben, die nur deshalb verreisen, um anderen davon erzählen zu können.

Anwesende, Lesende, Bekannte, Freunde und noch viele andere Menschen - sind natürlich von dieser Spekulation vollkommen ausgenommen, so dass nur ganz wenige Personen übrig bleiben ... übers Ziel hinausschießen macht aber Spaß.

Zunächst löffelt sie probeweise in der Tonnato für die Vorspeise und schüttelt den Löffel-Rest in diese zurück, während

Elli von hinten naht, um die aufgeregte Hobby-Köchin in den Arm zu nehmen und energisch zu drücken.

Insgesamt ist der 1. Gang eine Erinnerung an die Zugspitze.

Der Hauptgang ist ein Chicken-Curry-Eintopf ... und eine Anleihe an die balinesische Küche?

Dann erzähle ich jetzt einmal, dass ich sowohl auf der Zugspitze als auch auf Bali gewesen bin. An Katrins Memory-Gerichte kann ich mich nicht erinnern, aber es gibt eben beiderorts viel Kulinarisches zu entdecken.

Am meisten lohnt sich eine Reise ins Internet auf die vielen Kochblogs, die vermutlich im Millionen-Bereich liegen ... wenn das überhaupt ausreicht, denn dort findet sich das gesammelte Koch-Können. Meistens ...



Fazit

Obwohl ich nicht auf Äußerlichkeiten achte - oder sie eher nicht thematisiere, fällt mir hier und in dieser Woche doch unweigerlich ins Auge,

dass Annika täglich das gleiche Outfit trägt. Es muss ja nicht dasselbe sein, aber ihre Kleidung ist ebenso langweilig wie die

Anrichteweise ihrer Speisen, obwohl sie als Food-Stylistin arbeitet.

Vielleicht aber geht ihr einfach nur der ganze Klamotten-Konsum gegen den Strich ...


Die Punkte für Katrin: 10 gibt Annika, je 9 geben Lukas, Elli und Stefan.

Mit 37 tränentrocknenden Umdrehungen gewinnt Katrin 3.000 Euro - und ein Gruppenkuscheln mitsamt vieler Versprechen für die gemeinsame Zukunft.


Nächste Woche zum 20. Geburtstag dieser Sendereihe könnte es leicht "verrückt" werden ...



Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten hier nach zwei sehr warmen Vorfrühlingstagen maximal 13 Grad plus mit einem wenig Regen.



Guten Morgen, Gruß Silvia