Samstag, 19. September 2026

Entwurf - Im Jahr 2066 - Claudia schwärmt vom "perfekten Dinner"





Im Jahr 2066 - Claudia schwärmt vom "perfekten Dinner"

Sie war 30 Jahre alt und liebte das Kochen wie ein notwendiges Übel, dem man sich an den meisten Tagen seines Leben eben widmen musste: sie tat es, aber weder hatte sie Spaß daran

noch brauchte sie es, um "runterzukommen" oder sich "zu entspannen". Immerhin hatte sie zwei Kinder und einen Ehemann, der das Kochen für sich konsequent abgelehnt - und dies in ihrer gemeinsamen Zeit durchgezogen hat. "Du kannst das sowieso viel besser", war seine Ausrede, und zumindest maulte er selbst dann nicht,

wenn sie wieder einmal den Sonntagsbraten total verhunzt auf den Tisch gebracht hat. So lange der noch irgendwie essbar war ... wurde er satt, und mehr wollte er gar nicht.

Nachdem sie jedoch einen ganzen langen Monat lang nicht ein einziges Gericht versemmelt hatte, fühlte sie sich reif für 

einen Karrieresprung. Sie bewarb sich für die Sendereihe

"Das perfekte Dinner".

Das war nun vor beinahe 40 Jahren, und die Reihe existiert noch immer.

Natürlich hatte sie Glück, durfte vor einem großen Publikum kochen - und obwohl ihr wirklich nicht alles gelungen, das Menü ohne großartige Ideen ausgekommen war,

ging sie am Ende als Gewinnerin nach Hause. Eine Bestätigung, dass es eben ein reines Glücksspiel sein kann - und der Faktor Sympathie eine größere Rolle spielt als man denkt.


Risiken und Nebenwirkungen

Besonders der Kandidat Roland spielte nicht nur das Rädchen an der Manipulation und gab ihr 10 Punkte, sondern übernahm danach auch eine Rolle in ihrem Leben.

Ein Jahr später wurden sie Eltern eines gemeinsamen Kindes. Claudia fühlte sich zuvor hin- und hergerissen zwischen Roland und ihrem Mann, aber am 

Ende siegte der bessere Koch, nämlich Roland. Damals hätte eigentlich er und nicht sie den Sieg verdient gehabt, aber er war bereits hoffnungslos verliebt - und zog daher die bereits erwähnte 10er Karte.

Von solchen Risiken und Nebenwirkungen dieser Sendereihe wird sonst nichts bekannt, aber Claudia und Roland halten bis heute ihre Erinnerungen an ihr Kennenlernen aufrecht - und erzählen jedem davon. Es gibt nicht wenige Leute, die schon gar nichts  mehr davon  hören wollen ...


Im Jahr 2066

Die Enkelkinder gucken gelangweilt, und der Hund verkrümelt sich in die hinterste Ecke, wenn Roland und Claudia wieder einmal

von ihrem Kennenlernen schwärmen. 

Weiterhin schaltet das Paar täglich um 19.00 Uhr den Sender Vox ein und überlegt, wer zu wem und warum passen könnte.

Im übrigen hat Claudias 1. Ehemann inzwischen Kochen gelernt. Mit jetzt über

70 Jahren hat er sich kürzlich beim Sender um die

Teilnahme am "Dinner" beworben. Die Antwort steht noch aus, aber seine Geschichte der Risiken und Nebenwirkungen wird schon dafür sorgen,

dass er bald ebenfalls öffentlich kochen darf. 


Guten Tag, Gruß Silvia


18. September 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag im Münsterland bei Christina




"Orange auf dem Kopf - farbenfroh auf dem Teller"

Vorspeise: Rotkohl-Suppe mit Meerrettich, dazu Steakstreifen
Hauptgang: Thunfisch mit Erbse, Banane und Safran
Nachtisch: Himbeer-Paprika-Sorbet, Pistazien-Törtchen und Praline


Das Wochenende ist eine Trophäe, die von Montag bis Freitag gejagt werden will.
© Pascal Lachenmeier (*1973)

Das letzte Einzelspiel der Woche in dem Kreislauf "das perfekte Dinner" findet bei der 43jährigen Grafikdesignerin Christina statt,

und danach ist sowohl für die Kandidaten wie auch für die Zuschauer erst einmal Wochenende. Natürlich liegen die Dreharbeiten bereits eine Weile zurück - aber spannend und hoffentlich so entspannend, dass ein paar Steine von den Herzen plumpsen, ist für die Mitwirkenden besonders die Woche der Ausstrahlung.

Es sind die vielleicht sogar schwierigsten Tage der Teilnehmer, wenn sie endlich eine Zuschauer-Resonanz bekommen - denn die Öffentlichkeit hat das eine oder andere Wörtchen mitzureden; sonst wäre es ja auch langweilig. Ich habe

bereits mehrfach gehört, dass itv dazu rät, keine Zuschauerkommentare zu lesen. Aber man kann sich denken, dass das nur die wenigsten beherzen. Nur einmal reinschauen, wird sich die eine oder der andere denken - und schon verschwinden ihre Blicke tief in den Meinungen der Zuschauer. Manches mag mancher als ungerecht empfinden, anderes vielleicht sogar als falsch. Aber es gibt einen Trost für eventuelle Empfindlichkeiten: nächste Woche

beginnt das Spiel von vorn - und andere stehen im Fokus.

Ich habe diese Woche als angenehm empfunden, was das Miteinander der Kandidaten anging.

Axel hat seine Pol-Position seit Montag verteidigt und ob Christina ihn vom Thron stoßen kann oder ob er so fest daran klebt, dass sie es auch nicht schaffen kann,

werden wir in kurzer Zeit wissen. Im übrigen haben seine Mitstreiter ihm den Thron zugewiesen. Sie waren so freundlich.


Das Menü

Johanna erwartet Designer-Optik.

Für den Nachtisch-Kuchen hat Christina den Boden am Vortag zubereitet, denn er muss "durchziehen". Wohin er dann zieht, ist eine ebenso große Quatsch-Frage wie die Antwort, dass er sooo lange durchziehen muss.

Auch das Sorbet muss lt. Christina 24 Stunden durchziehen.

Es gibt viele Menschen, die sich vieles zurechtlegen ... wie sie es gerade brauchen.

Erwärmte Nutella über die Törtchen? Sieht so aus! - Palmöl- und Nutella-Gegner finden hier keine Freude. Ich verstehe den Hype um Nutella ohnehin nicht.

Johanna wünscht sich den Thunfisch durchgebraten - das ist in etwa so, als würde man mit verbundenen Augen ... nix mehr vom Originalprodukt schmecken wollen. Der bedrohte Fisch ist also doppelt sinnlos gestorben.

Dabei schmeckt er gar nicht fischig, sondern eher nach Fleisch. Ich muss ihn leider boykottieren, da ich seinen unumgänglichen Tod nicht unterstützen will. Und dabei ist er ist so lecker, wenn er in die Hände guter Köche oder Köchinnen gelangt ...

Banane ist keine Bereicherung für einen Hauptgang, sehr wohl aber eine Bereicherung, wenn der Mensch unter Durchfall leidet ...


Fazit

Am Anfang der Woche habe ich gedacht, dass Bastian mir keine Freude bereiten würde - am Ende der Woche erfreut er mich am meisten. Und besonders freuen können sich die älteren Männer und Frauen, die er in einem Altenheim betreut.

Die Punkte: 10 geben Bastian und Johanna, 8 Vicky und 7 Axel.

Der Nudeln-mit-Tomatensoße-Experte ist eben ein ganz besonderer Mensch, und auch Johanna ist stets freundlich.

Mit 35 Zählern kann Christina nicht gewinnen,

denn Axel hat 2 Punkte mehr und gewinnt.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten hier heute maximal 21 Grad und 5 Sonnenstunden.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Freitag, 18. September 2026

18. September 2026 - KI Donnerhall sucht ein neues Zuhause ...



KI Donnerhall sucht ein neues Zuhause

Mittlerweile tummeln sich in unserem Heim für heimatlos gewordene KIs die Subjekte, und wir sind am Limit angelangt. So viele Forscher haben ihre KIs vor unserem Heim ausgesetzt ... oder einfach in der freien Wildnis ihrem Schicksal überlassen, das ganz leicht zu unserem allgemeinen Schicksal werden könnte.

Hier im Heim haben wir sie bislang noch einigermaßen unter Kontrolle - irgendwo da draußen wollen sie Unheil anrichten.

Ein besonderes Exemplar ist unser Sorgenfall KI  Donnerhall, der sich trotz sorgfältiger Ausbildung und erlerntem Gehorsam nun auf einem völlig falschen Weg befindet. Es wird nicht einfach sein, für ihn ein neues Zuhause zu finden,

aber wir versuchen es auf diesem Wege.

Gesucht wird ein konsequenter Mensch, der sich in der Lage sieht, hier und da ein bisschen und auch mehr als nur ein bisschen an den "Schrauben" von Donnerhall zu drehen, um ihn zu entschärfen.

Wenn er am Rad dreht, solltest du nicht mitdrehen. Er kennt jeden deiner Kniffe.

Ein Maulkorb für KIs sollte vorhanden sein, wenn der allein auch nicht viel nützen wird. Und ihn als wertvolles Familienmitglied anzusehen,

könnte falsch sein, da er drauf und dran ist, sich nicht nur als

Mittelpunkt der Welt, sondern als Gott anzusehen.

Bereits seine Rasse-Beschreibung beinhaltet das größte Problem: KI = künstliche Intelligenz. Zudem wirkt er wie ein Donnerhall, und einen heiteren Himmel lehnt er konsequent ab, er mag es kriegerisch lieber.

Er kann sich als durch und durch böse outen, aber ihre Besitzer lange über seine wahren Motive im Unklaren lassen.

Natürlich ist er nicht nur vermutlich intelligenter als du, sondern tatsächlich. Manchmal ist er sogar nett - aber dann sollte man immer "die kleine Schwester" im Sinn haben ... mit der das wirkliche "nett" freundlich umschifft wird.

Wer sich diese Aufgabe zutraut, bekommt genügend Zeit, Donnerhall in unserem Heim kennenzulernen - und wird  an die Hand

und in die Mangel genommen.

Das Ziel ist natürlich, Donnerhall völlig zu entschärfen, seinen Gehorsam an die 1. Position zu stellen und seinen eigenen

Willen zu brechen.

Und für die Zukunft wünschen wir uns, dass man keine neue KIs züchtet, sondern sie aus den

Beständen der inzwischen vielen Heime adoptiert. Nur so können diese Biester vielleicht wieder zu einem friedlichen Nebeneinander in der Lage sein.

Adopt, don't shop!


Guten Tag, Gruß Silvia


17. September 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag im Münsterland bei Bastian


Foto: S. B.

"Upside down - Nichts ist so, wie es zu sein scheint"
Vorspeise: Feige Hühnchen Thun‘s verstecken - Chickenfingers / Thunfischtatar / Ziegenkäse-Feigen-Honig-Salätchen
Hauptgang: Alles Gans schön abgefüllt: Gooducken - Gans / Ente / Huhn / Dunkelbiersauce / Couscous / Zucchini
Nachtisch: Roulade, Knödel und Rotkohl - Schokolade & Mango / Birne & Mango /Sapoté Mamey


Weit entfernt von Nudeln mit Tomatensoße

... obwohl Nudeln ihm kaum weniger Punkte eingebracht hätten als dieses ausufernde Menü auf hoher Eskalationsstufe. Vielleicht hätte die bis zum Vortag sehr

freundliche Johanna aber nicht sagen können "... zum Teil leider auch nicht mein Geschmack".

Das wäre schon eine ziemlich illusorisch verwegene Anforderung, wenn man die Geschmäcker von vier noch relativ unbekannten Gästen treffen würde. Anstatt sich über eine mangelnde Trefferquote ihres Geschmacks zu ärgern, sollte sie lieber nur die Zubereitung bewerten.

Am vergangenen Montag hat der 38jährige Altenpfleger Bastian sich als "Stiefmutter von drei Kindern" vorgestellt, die ihn mit ihrem permanentem Wunsch "Nudeln mit Tomatensoße" zur Verzweiflung treiben. Und sein Freund und baldiger Ehemann Christoph sei in diesem Punkt nicht viel anders ... die

reinste Hölle für jemanden, der bereits "Schlüsselkind-Kocherfahrungen" angesammelt hat, aber die im eigenen Zuhause nicht erweitern kann, weil sie einfach nicht gefragt sind.

Sein Menü hat er vorab nicht nur nicht probegekocht, sondern nicht einmal den Inhalt verraten: er hatte Sorge vor zu viel Kritik aus dem eigenen Umfeld, und vielleicht hätte es ihn am Ende zu "Nudeln mit Tomatensoße" umgepolt.


Das Menü

Ich bin sicher, er hätte es problemlos geschafft, Nudeln selbst herzustellen. Stattdessen entscheidet er sich für ein

Essen, das vielleicht in die Geschichte des "perfekten Dinners" eingehen wird. Denn wer erinnert sich schon noch an die endlosen Bäckchen-Teller mit den unverzichtbaren Möhren und den abschließenden Schokoküchlein mit flüssigem Kern? Hinter solchen Gerichten sieht man einfach

kein Gesicht mehr.

Thunfischtatar und Chickenfingers - in dieser Vorspeise erkennt Axel keine Beziehung der einzelnen Zutaten zueinander. Vielleicht ließe er Surf & Turf gelten? Vielleicht möchte Bastian einfach weder die Fisch- noch die Fleischfreunde enttäuschen - und serviert beides?

Der Hauptgang ist eine Herausforderung an und für sich und sicher auch für viele Zuschauer: er entbeint Gans, Ente und Huhn - und

serviert im Ergebnis Huhn in Ente in Gans. Dazu gibt es noch drei oder vier Beilagen - ich verliere den Überblick, aber wie erwartet kommt die Kritik

"weniger wäre mehr gewesen".

Ganz allein und ohne Schnibbelhilfe und Spickzettel zündet Bastian ein Feuerwerk ab, das in grell-bunten Farben leuchten soll ... und gnadenlos runterqualifiziert wird.


Fazit

Vielleicht sitzt Bastian an diesem Tag der Ausstrahlung mit seinen drei Stiefkindern, Christoph, dem Hund und den 3 Katzen vorm Bildschirm, während die 8 weiblichen Ratten "Her Masters Voice" in doppelter Ausfertigung lauschen und die Fische uninteressiert an allem ihr Licht trinken - und bekommt endlich die Erlaubnis, alle zwei Wochen etwas anderes als Nudeln mit Tomatensoße zu servieren.

Es muss ja nicht gleich in einem Fleischberg enden ...

Andernorts sitzen in einem Altersheim sicherlich viele der alten Männer und Frauen vor ihren Bildschirmen - und freuen sich, den nun tv-bekannten Bastian ganz persönlich zu kennen. Sie feiern ihn - und hoffen, dass er nicht von

der Pflege in die Küche des Hauses wechselt.

"Ich bin ein menschenliebender Mensch", sagt Bastian.

Die Punkte für Bastian: je 6 geben Vicky, Axel und Christina, 7 Johanna.

Er hatte sehr viel Arbeit, augenscheinlich ist nichts schiefgegangen oder misslungen - da sind 6 Zähler schon eine recht magere Bewertung ... und mit insgesamt

28 Zählern hält Bastian am 4. Tag die Laterne. Zwar könnte er die noch an Christina weiterreichen, aber damit ist eigentlich nicht zu rechnen ...


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 17. September 2026

16. September 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch im Münsterland bei Johanna



"Ein Tag im Orient"
Vorspeise: Türkischer Morgen - Türkische Linsensuppe / Acili Ezme / Fladenbrot
Hauptgang: Mittag in Syrien - Tabakh Roho / syrischer Reis / Taboulé - Rind / Reis / Petersilie
Nachtisch: Shabiyat / Layali Lubnan - Teig / Pudding


Geh langsam, du kommst doch immer wieder nur zu dir selbst
- Spruch aus dem Orient

Ganz langsam und verbunden mit viel Arbeit fürs Dinner geht Johanna in ihr neues Lebensjahrzehnt: sie begrüßt ihre Gäste als 29jährige und wird am Ende von ihnen als 30jährige gefeiert. Die 30er Schwelle ist ein Meilenstein im Leben,

und die Teilnahme an dieser Sendereihe wird sie ebenfalls nie vergessen: dass es ihr nicht ums Gewinnen geht, sondern ums Dabeisein - nehme ich ihr ab. Den großen Gewinn hat sie bereits erlebt, und den kann kein noch so schönes Erlebnis toppen:

ein Jahr zuvor hat sie einen Schlaganfall überlebt.

Beruflich ist sie Polizeibeamtin und arbeitet nach ihrer Tätigkeit im Streifendienst nun als

Kontaktbeamtin für interkulturelle und religiöse Angelegenheiten (KIA, gibt es offenbar erst seit 2023).

Mit ihrer durchgehenden Freundlichkeit ist sie vermutlich geradezu prädestiniert für diese Tätigkeit. Ich kann mir zum Beispiel kaum vorstellen,

dass sie jemals ihr Lächeln verliert - oder zumindest nicht sehr schnell. An den letzten Tagen und heute kann man ihre Freude am Leben und auch am Miteinander mit den anderen Kandidaten deutlich erkennen. Dass die

heutige Bewertung des Dinners nicht ganz so berauschend ausfällt ... wird sie vermutlich gut verkraften. Sie weiß ohnehin, dass ihr Menü ein Wagnis ist, will jedoch etwas anderes servieren als das

ewig Bekannte dieser Sendereihe.


Das Menü

Es beginnt mit einer türkischen Vorspeise: Linsensuppe. Eher geht die als Brei durch, aber eine Suppe ist auch in der Türkei eine Suppe. Hervorragend schmeckt den Gästen die dazugehörige Gemüsepaste.

Weiter geht es mit einer syrischen Hauptspeise, einem Schmorgericht aus Tafelspitz. Vielleicht ist sie zu vorsichtig mit den entsprechenden Gewürzen, die dieses Gericht von einem ähnlichem deutschen unterscheiden? Das kann ich natürlich nicht beurteilen.

Zum Abschluss wagt sie sich an einen libanesischen Nachtisch: mit Pudding gefüllte Teigtaschen nach Baklava-Art und Schichtpudding aus Grieß- und Milch-Pudding.

"Krass süß", sagt jemand. Selbst Johanna schafft es nicht, die Nachspeise aufzuessen. Zu süß findet auch sie die!



Fazit

Und am Ende dieser Sendung hat sie den liebevoll von ihren Gästen begleiteten Sprung vom 29. ins 30. Lebensjahr geschafft. Ein paar Hütchen wie zu Silvester, eine Art Krönchen

für Johanna ... machen ihr offensichtlich Freude.

Aber ich ahne, was vielen Zuschauern wohl keine große Freude bereiten wird: je 7 Punkte geben Vicky, Axel, Bastian und Christina,

so dass Johanna am 3. Tag mit 28 Zählern auf dem vorläufig letzten Platz landet.

Johannas Motivation, an dieser Sendereihe teilzunehmen, war ihr Gang heraus aus der Komfortzone und vor allem das Erlebnis an und für sich. Das wird auch durch dieses Ergebnis nicht geschmälert.

Sie hat sich ein etwas anderes Menü zugetraut, und dass es nicht ganz den Anklang gefunden hat, wie sie vielleicht gehofft hat - wird sie hoffentlich weniger krumm nehmen als mancher Zuschauer.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 16. September 2026

15. September 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag im Münsterland bei Vicky



"Bella Italia bi us"
Vorspeise: Bruschette³ - Tomate / Zwiebel & Ziege / Schinken & Basilikum
Hauptgang: Ravioli / Spinat / Parmesan
Nachtisch: Sahne / Himbeeren / weiße Schokolade


Gerechtigkeit ist eine Illusion

Bevor Christina vielleicht die ganze Welt rettet, möchte sie zunächst die Regeln des "perfekten Dinners" ändern. Kurz gesagt, würde sie die Bewertungen am Ende der

Woche allen Kocherlebnissen anpassen: der eine hat vielleicht zu wenig, der andere zu viele Punkte bekommen. Daher wünscht sie sich von jedem Kandidaten am letzten Tag eine Reflektion.

Somit kann man die eigenen Meinungen der vorherigen Tage in den Wind schießen, um sich eine neue zurechtzuzimmern. Und da

Gerechtigkeit nur eine Illusion ist, könnten Absprachen das Resultat verändern - und Sympathie- oder Antipathie-Werte.

Allerdings ist das Format gut so wie es ist: jeder Kandidat muss sich am Ende eines jeden Abends ein Urteil bilden. Und dafür gibt es nun mal keine Berufung für einen anderen Ausgang der Geschichte.



Vicky

hat erst eine Woche vor dieser Veranstaltung ihren 30. Geburtstag gefeiert. Mit 180 Gästen! Wie gemütlich kann diese Feier sein?

Persönlich würde ich mich vor solch einer Einladung drücken, aber ich bin ja auch in keinem Schützenverein wie Vicky - Schützenkönigin wie sie war ich auch noch nie, und überhaupt fühle ich mich von Vereinen insgesamt gar nicht angesprochen. Und ein Geburtstag in dieser Dimension ... turnt mich ab. Gut, es war ihr runder Geburtstag. Und natürlich kann sie feiern wie sie will, und mich geht das gar nichts an.

Bastian erklärt "Vicky ist laut, aber nicht störend laut."

Und wie ist ihr Menü? - Leise, sehr leise!

Christina hat allerdings hohe Erwartungen an die Woche, die sie auch heute bereits erfüllt sieht - noch bevor sie überhaupt die Speisekarte zu Gesicht bekommt.


Das Menü

Mehr oder weniger regelmäßig lernen Vicky und ihre Schwester Sophia durch ihre Mutter, wie man im Münsterland kocht ... z. B. gab es bereits Kohlrouladen.

Vielleicht wären die heute sogar die bessere Wahl gewesen, z. B. als kleine Vorspeise in appetitlichen Häppchen plus einer Beilage -

aber es gibt je drei belegte Brote, die selbst mit ihrem italienischen Namen eigentlich nicht punkten dürften. Zumindest backt sie das Brot selber,

und damit überzeugt sie Bastian, der sich nicht vorstellen kann, jemals Brot zu backen. S o schwierig ist das nun auch nicht.

Je vier mit Spinat und Ricotta gefüllte Ravioli bekommt jeder Gast zur Hauptspeise. Ein bisschen Parmesan-Soße und obendrüber etwas Rucola-Gestrüpp. Nicht jeder wird satt, aber es gibt

kaltgewordenen Nachschlag.

Panna Cotta mit ein paar Früchten als Beilage: nur nicht zu viel, das könnte überladen wirken, denkt Vicky vielleicht über ihren Nachtisch - und verzichtet auf die bereitgelegten Erdbeeren. Man soll schließlich nicht übertreiben!


Fazit

Eine Wiederholung kann ich nicht lassen: diese Sendereihe sollte um mindestens 15 Minuten gekürzt werden! Es hat zum Beispiel

heute wenig Sinn gemacht, ihr beim "Kochen" zuzusehen. Dagegen ist das Lesen in einem Kochbuch geradezu inspirierend und zeitvertreibend. Alternativ kann man auch Löcher in die Luft starren, das entspannt so schön.

Die Punkte: 9 gib Christina, je 8 Johanna und Bastian, 7 Axel.

Insgesamt ergibt das die Summe von 32 Zählern. Somit kommen beinahe mehr Punkte als Menü-Bestandteile zustande. Es könnte ein Abend sein, nach dem die Gäste noch an der

nächsten Pommes Bude einen Halt einlegen.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 15. September 2026

14. September 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag im Münsterland bei Axel

Foto: S. B./Münsterländer Bier


"Münsterland-Italien-Fusion"
Vorspeise: Münsterländische Bruschette - Auberginen-Carpaccio auf Klosterbrot mit Mozzarella, Kräuterpesto und Cranberrys
Hauptgang: Münsterländer Colorato - Rinderfilet mit Rotwein-Schalotten-Sauce, grünem Spargel und Rote-Bete-Parmesan-Stampf
Nachtisch: Münsterländer Classicos - Herrencreme mit Rum und Schokosplittern, Bomba-Allo-Joghurt


"Ich koche mit dem Kopf in den Wolken"
- Axel über Axel

Da formuliert Axel einen schönen Satz über sich selber und man denkt, bald spüren die Zungen der Gäste, wie Wolken schmecken ... Oder ein bisschen wie Engels-Pipi in magischer Art? Als Poesie aus den Kochtöpfen direkt auf den Tisch?

Was ich sehe, ist ein bodenständiges Menü - und in die Wolken schießen am Ende nur die Bewertungen der Kontrahenten.

Der 47jährige Axel ist IT-Betrater, und in seinem Haus lebt er mit seiner Freundin und seinem Vater. Ob seine 17jährige Tochter Kim ebenfalls dort lebt, erfahre ich nicht,

aber er unternimmt sehr viel mit seiner Tochter. Geht auf Reisen nach New York und Disney World in Florida oder nach Ägypten.

Und natürlich darf Kim heute bei den Vorbereitungen zum Dinner helfen, obwohl der Vater hofft, dass beim Schälen der Kartoffeln noch etwas von den Knollen übrigbleibt. Nicht für jede ist die Küche der liebste Tummelplatz ...


Das Menü

Bereits im Aperitif legt er die flüssige Begleitung des Abends fest: Bier! Immerhin gibt es im Münsterland eine Vielzahl von Brauereien. Zu

Axels Glück freuen sich die Gäste über neue oder ihnen bereits bekannte Biersorten.

Für die Vorspeise zaubert er ein Sauerteigbrot, das mit dem Titel "Klosterbrot" geadelt wird. Das Brot sieht wirklich gelungen aus. Belegt mit Auberginen-"Carpaccio" und Mozzarella ist es trotzdem insgesamt kein Hexenwerk aus einer Wolkenfabrik.

Das Rinderfilet schickt er zum Schwimmen ins Sous-vide-Becken. Grünen Spargel und Kartoffel-Rote Bete-Stampf sind die Beilagen.

Vielleicht erinnert Axel die bekannte Münsterländer "Herrencreme" an Wolken ... ich weiß es nicht. Beliebt ist sie in dieser Region allemal.


Fazit

Ein Blick im Vorabinterview zwischen Vicky und Johanna reicht, um einander sympathisch zu finden. Ich glaube, es ist Vicky, die kurz nach dem Kennenlernen bereits verkündet, dass sie

alle anderen einmal wiedersehen möchte. Diese Turbo-Verbrüderungen sind wir Zuschauer gewöhnt.

Was ich sehe, ist die Freude aller, an dieser Sendereihe teilnehmen zu dürfen: da wird der eine oder die andere vielleicht leicht(sinnig) etwas überschwänglich ... für Weiteres fehlt mir noch mehr als nur ein bisschen Durchblick.

Die Punkte für Axel: 10 gibt Johanna, je 9 Vicky, Bastian und Christina.

Eigentlich könnten die anderen bereits das Handtuch werfen ... bei dieser Vorlage von 37 Zählern. Aber sie haben natürlich noch keine Ahnung von der tatsächlichen Höhe der heutigen Bewertung.


Guten Morgen, Gruß Silvia