| Bali |
"Indonesischer Abend mit Ragil"
Vorspeise: Mie Pecel und Bakwan Medan - Gemüse / Erdnuss-Sauce / Nudeln
Hauptgang: Nasi Kuning mit Ayam Gulai und Acar Timun Nanas - Reis / Hähnchen / Gulai-Currysauce / Pickle
Nachtisch: Bubur Kacang Hijau mit Ketan Manis - Mungobohnen / Kokosmilch / Reis
Vorspeise: Mie Pecel und Bakwan Medan - Gemüse / Erdnuss-Sauce / Nudeln
Hauptgang: Nasi Kuning mit Ayam Gulai und Acar Timun Nanas - Reis / Hähnchen / Gulai-Currysauce / Pickle
Nachtisch: Bubur Kacang Hijau mit Ketan Manis - Mungobohnen / Kokosmilch / Reis
Internet, Verbund- und Spinnennetz.
© Manfred Hinrich (1926 - 2015)
© Manfred Hinrich (1926 - 2015)
Ob Sumatra oder Strullendorf ... fürs Internet macht das keinen Unterschied: jeder kann lesen, was auf Sumatra gepostet wird und jeder, welche Dinge gerade in Strullendorf passieren oder die Menschen dort bewegen.
Der 34jährige Indonesier Ragil lebt mit seinem Mann Frederik im oberfränkischen Strullendorf, sendet hinaus in die Welt und spricht vorwiegend die indonesische Gesellschaft an: Ragil erzählt, er sei der 1. Indonesier, der sich öffentlich als homosexuell geoutet hat -
und 4,8 Millionen Menschen folgen ihm auf TikTok.
Das ist eine hohe Hausnummer, und sicher spricht er vielen mit seinem Kanal aus der Seele, auf dem er sein Leben mit Frederik als schwules Paar darstellt: oft tanzend, immer verliebt -
während in Indonesien die Homosexualität mehr im Geheimen stattfinde. Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt - aber tatsächlich spricht Wikipedia in diesem Punkt Ragils Sprache.
Es soll sogar verdeckte Ermittler geben, die sich auf die Spur von Schwulen setzen ... Da ist es gut, dass Ragil seinen Kanal in seiner Landessprache führt, um aufzuklären, dass Liebe immer Liebe ist, egal, welchen Geschlechts zwei Menschen sind. - Leider sieht es in dem Inselstaat gar nicht danach aus, als würde sich etwas ändern ... 88 Prozent der Indonesier gehören dem Islam an.
Als Touristin auf Bali habe ich von all dem natürlich gar nichts mitbekommen. Erlebt habe ich dort heiße Tage, die in stundengenauer Regelmäßigkeit durch starke Regengüsse zu einer erholsamen Abkühlung geführt haben: kurzzeitig war dann sogar Frieren im Reiseprogramm. Überschwemmte Straßen inklusive.
Das Essen war gut und die Auswahl reichhaltig, kurzum, man konnte alles bekommen, was der Gusto begehrte.
Das Menü
entspricht wohl wirklich eher dem indonesischen Street-Food, wie Ragil es auch ankündigt.
Nudeln mit dicker Pampe von Erdnuss-Soße ... Nein, danke!
Das Hauptgang-Hähnchen sieht blass wie ein frisch gemalter Operationssaal aus, während die Kombination Gurken plus Ananas in Salatform ... nicht sehr interessant ist. Kurzum: das passt für mich nicht,
und ich entschuldige mich hier nicht für meinen wohl "deutschen" Gaumen.
Ich probiere gern - und habe das auch auf Bali oder Java getan, aber natürlich habe ich auch dort eine Auswahl getroffen. Sonst kann man als unliebsame Überraschung durchaus auch "Hund" serviert bekommen - besonders in abgelegeneren Gegenden ... als Street-Food.
Dreimal Reis im Nachtisch ... dafür muss man schon sehr hungrig sein.
Fazit
Ragil ist freundlich, und ich höre ihm gern zu. Aber sein Menü ist mir zu reislastig, und dort, wo Reis fehlt, wird er durch Nudeln ersetzt.
Für einen ganz persönlichen Joke ist Mathias zuständig: er findet es lustig, mit seiner kleinen Plastik-Mini-Hand überall dazwischenzufunken ... Das ist albern, aber vermutlich verstehe ich nur den tieferen Sinn dahinter nicht. Das soll auch so bleiben, denn hier habe ich kein Interesse an Aufklärung.
Die Punkte für Ragil: je 8 geben Luisa und Angela, je 7 Schorsch und Mathias.
Das ergibt die Summe von 30 Zählern. Immerhin hat Ragil mehr vor Kameras gekocht als es Luisa getan hat, die nur vorbereitete Sachen aus dem Kühlschrank geholt hat.
Aber: es ist wie es ist. Wie immer.
Guten Morgen, Gruß Silvia


