"A bissla Heimat geht immer"
Vorspeise: Wos Glanns vonna wech - Frühlingsrolle / Schäuferla / Rauchbier / Mayonnaise / Weißkraut
Hauptgang: A weng ann Glassiggä - Blaukraut / Kalb / Wirsing
Nachtisch: Des i-Düpferla ohm drauf - Savarin / Quitte / Schokoladen-Espuma / Schlehe
Vorspeise: Wos Glanns vonna wech - Frühlingsrolle / Schäuferla / Rauchbier / Mayonnaise / Weißkraut
Hauptgang: A weng ann Glassiggä - Blaukraut / Kalb / Wirsing
Nachtisch: Des i-Düpferla ohm drauf - Savarin / Quitte / Schokoladen-Espuma / Schlehe
Marathon: Man sollte genau wissen, wo man Wasser finden und wo man Wasser lassen kann.
© Gerhard Uhlenbruck (1929 - 2023)
© Gerhard Uhlenbruck (1929 - 2023)
Schorsch ist ein doppelter Marathon-Läufer, denn seine Beine haben ihn bereits durch über 40 Langläufe getragen - und das ist bereits eine eigene Art von Marathon aufgrund jeder Menge von Läufen. Doch die jeweils 42,195 km sind ihm nicht lang und beschwerlich genug, so dass er auch bereits Ultra-Marathons bewältigt hat. Er wird also genau wissen, wo man Wasser findet und auch Wasser lassen kann.
Wenn ich allerdings noch einmal das Wort Marathon schreibe - weiß ich nicht mehr, was das überhaupt bedeutet.
"Crazy Runner", nennt seine Frau Verena ihren gleichaltrigen 50jährigen Mann Schorsch, der als Leiter eines Vertriebsinnendienstes arbeitet. Demnächst steigt er wieder ins Training ein und nimmt seine einjährige Hündin "Nike" mit ins Feld - als ausdauernde Spaziergängerin, deren Tempo meine Hündin "Momo" bestimmt, kenne ich solche Leute:
sie rennen an uns vorbei ohne irgendetwas anderes als den nächsten Kilometer im Auge zu haben - und dem Hund bleibt keine Wahl als hinterherzulaufen oder zu -hecheln, obwohl er viel lieber hier und dort schnüffeln würde oder sogar mit dem einen oder anderen Hund kurz Kontakt aufnehmen möchte. Keine Chance! Und eine Medaille bekommt er am Ende auch nicht ...
Schorsch heißt natürlich eigentlich Georg und wird heute in der Küche von seinem Sohn Valentin unterstützt. Die Handgriffe sitzen, die heimatverbundene Küchenshow kann beginnen.
Das Menü
Etwas Kleines vorneweg beinhaltet u. a. Frühlingsrollen, die er mit gepuhltem und gegartem Schweinefleisch füllt. Für die
Vegetarierin Luisa gibt es als Füllung von Kräuter-Seitlingen abgezupfte Streifen, die auch Ragil bekommt, da er kein Schweinefleisch isst.
Schorsch hat sich für Kalbsbäckchen entschieden, weil es die ja "nicht allzu oft gibt". Vermutlich rennt er immer dann, wenn andere "das perfekte Dinner" gucken - denn genau die gibt es ziemlich häufig.
Rotkohl formt er zu Knödeln und ummantelt sie mit Paniermehl. Im Grunde bleibt es also Rotkohl mit etwas Knusper aussenrum, während der Wirsing vermutlich nur der Farbauffrischung des Gesamtbildes dient.
Den Nachtisch empfinden die Gäste als den schwächsten Gang.
Fazit
Manche Leute wissen überhaupt nicht, wie sehr ein Witz sich abnutzen kann, der ohnehin nie witzig gewesen ist:
Mathias protzt weiterhin mit den Mini-Fingern herum, die nur in einem Kasperle-Theater einen Sinn ergeben würden ... aber selbst da nur vielleicht. Falls er es je
ins RTL-Dschungel-Camp schafft ... einer der künstlichen Finger wäre sicher der Luxusgegenstand, den er mitnehmen würde ... um damit auf andere Leute zu zeigen oder ihnen den letzten Nerv zu rauben.
Zum Glück werden dann Punkte verteilt und Schorsch liegt mit 34 Zählern am 3. Tag auf dem bislang 1. Platz:
je 8 geben Ragil und Mathias, je 9 Luisa und Angela.
Nun fürchte ich mich ein wenig vor der nächsten Veranstaltung bei Mathias ... weniger vor seinem Kochen, vielmehr vor noch mehr albernem Theater aus seiner eigenen Humorwerkstatt.
Guten Morgen, Gruß Silvia

