Mittwoch, 25. März 2026

24. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner trifft "Die Deko-Profis" - Dienstag in Berlin bei Apameh




"Tausendundeine Köstlichkeit - Ein Abend voller Aromen und Traditionen"

Vorspeise: Mirza Ghasemi - Gegrillte Auberginen mit Tomaten, Knoblauch und Ei
Hauptgang: Zereshk Polo - Geschmortes Safran-Hähnchen, dazu Safran-Reis mit karamellisierten Berberitzen und Pistazien
Nachtisch: Sholeh Zard - Safran-Reispudding mit Mandeln und Rosenwasser



Gaumen, der: Die empfindsame Seele des Feinschmeckers.
© Karsten Mekelburg (*1962)

Vertraue niemals blind den Gaumen anderer Leute, muss ich heute feststellen, denn eine bessere Bewertung als jene, die dem Essenfassen folgt, ist nicht möglich: bei einer 10 endet die Skala, selbst dann, wenn die Gefühle für den gesamten Abend und in Summe im 7. Himmel schweben. Selten sind die Lobreden fürs Essen einhelliger als heute.

Thomas stellt bereits nach der Vorspeise fest, dass es in vielen anderen Ländern geileres Essen als in Deutschland gibt. Es ist sein gutes Recht, dies zu glauben und auch zu äußern, aber ein wirklich

tolles Essen sehe ich heute nicht: eher ist es iranische Hausmannskost, sehr reishaltig, sehr einfach und vielleicht weitgehend schmackhaft,

aber weit entfernt von einem "perfekten Dinner".

Das Geheimnis dieses Erfolges ist sicherlich die Gastgeberin:

Die 40jährige Apameh ist in Teheran geboren und wohnt seit ihrem 6. Lebensjahr in Deutschland. Nach einem Architekturstudium arbeitet sie als

Innenarchitektin - und in dieser Funktion für die Vox-Sendung "Die Deko-Profis".


Miss Germany

Im Jahr 2024 hat Apameh diesen Titel errungen - was nicht völlig kritiklos blieb:

lt. Wikipedia gab es den Vorwurf, ihre Wahl basiere auf Schummelei, weil sie im gleichen Coworking-Space arbeite wie der Veranstalter der Misswahl. Angeblich habe sie auch eine Auftragsarbeit für die Ausstattung der Wahl-Location durchgeführt.

Apameh erzählt, dass sie nach ihrer Wahl einem Shitstorm ausgesetzt gewesen ist ... worauf der basierte, weiß ich nicht, aber es ist generell nicht schwer, einen zu ernten - egal, um was es geht.


Tanzen, Lachen, ernste Gespräche

und alles irgendwie gleichzeitig. Die Show läuft in Apamehs Zuhause wie am Schnürchen. Alle Kandidaten sind einander zugewandt und verlieren endgültig ihr Herz an Apameh.

Sie selber engagiert sich im Netzwerk "Shirzan" (Löwenfrau), das sich für benachteiligte und unterdrückte Frauen einsetzt. Sie bewundert die Frauen, die im Iran ohne Kopftücher auf die Straßen gehen und gegen das Regime demonstrieren ...

(die TV-Aufnahmen fürs "Dinner" fanden vor dem Krieg statt).


Das Menü

Auberginen-Mus mit Ei und Tomaten gemischt ist der Hauptbestandteil der Vorspeise. Auberginen sind nicht nur ein Mus, sondern ein Muss in der orientalischen Küche. Aber muss es wirklich mit Eiern vermengt werden? Und was bewirken Wachtel-Spiegeleier, die obendrüber mehr geklatscht als dekomäßig wie gemalt liegen?

Ein spezieller Reis mit Berberitzen wird zum Safran-Hähnchen gereicht.

Und der Nachtisch ist ein Reispudding mit Mandeln und Rosenwasser. Thomas, nach den ersten Bissen noch skeptisch, zeigt sich dann jedoch hochauf begeistert, als hätte er sein Leben lang auf diesen Genuss gewartet.

Serviere mal als Alternative einen simplen Milchreis zum Dessert - die freudige Erregung wird sicherlich ausbleiben ... außer, es handelt sich um eine Gruppe wie diese.


Fazit

Die fünf Kandidaten kennen sich, mögen sich offenbar und schätzen sich: das trübt nicht nur den Blick für die Realität, sondern vergrößert auch die

Hemmungen, etwas fair zu bewerten. Also lieber eine Schaufel Lob obendrauf legen als sich am Ende als quengelig oder pingelig bezeichnen zu lassen.

Darum kann man diese Woche nicht mit anderen vergleichen.

Es wird in den nächsten Tagen noch mehr Lobeshymnen regnen, und trotzdem wird niemand nass gemacht werden. Davon bin ich überzeugt.

Die Punkte: je 10 von Thomas, Christin, Rolf und Eric.

Summe = 40 Zähler.

Wenn die Gäste dies wirklich als ein perfektes Menü bezeichnen, dann möchte ich nicht wissen, was sie sonst so essen ...

Die Sendung war für mich unterhaltsam, und mehr erwarte ich gar nicht.



Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 24. März 2026

23. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Spezial: Deko-Profis - Montag in Berlin bei Thomas

Mauer-Deko



"HANDMADE WITH LOVE"

Vorspeise: „Shabby Chic Soup“ Auf Schatzsuche im Kräutergarten - Suppe / Zupfbrot
Hauptgang: „Aus Alt mach Neu“ Aus der Erde gehoben, neu gedacht und heiß gemacht - Süßkartoffel / Feta / Chili / Kartoffel / Salbei / Parmesan
Nachtisch: „Dreierlei DIY“ Mit Farbe, Form und Stiel - Käsekuchenvariationen


Den Gleichen nähert sich stets der Gleiche.
- Altgriechisches Sprichwort

Während fünf Kollegen aus der gleichen Branche Spaß haben - und falls sich dieser nicht zwangsläufig auf alle Zuschauer transportieren lässt, wird empfohlen,

ruhig zu bleiben, still weiterzuatmen, Fünfe grade sein zu lassen ... oder auch laut zu lachen, um nicht zu weinen - und weil man im Notfall jederzeit den Sender wechseln, ganz ausschalten und einfach ein Buch in die Hand nehmen kann, das man ohnehin schon lange einmal zu Ende lesen wollte ... kochtechnisch gesehen könnte es eine maue, mausgraue Show werden.

Vielleicht hilft hier der Gedanke an die christliche Fastenzeit, die andauert - und in der es um Verzicht geht.

Vox macht wieder einmal einen Ausflug, in dem sich ein anderes Format mit dem "perfekten Dinner" paart, einiges vermischt und durcheinanderrüttelt - und besonders den Fans der Sendung

"Die Deko-Profis"

wird es vermutlich gefallen.

Selber wusste ich bis heute gar nicht, dass es diese Sendereihe überhaupt gibt, denn nicht einmal dem Titel nach kannte ich die ...


Thomas

ist der erste kochende Kandidat in dieser Woche und nicht nur im TV als Upcycling-Spezialist tätig, sondern auch in seinem Geschäft in Berlin-Charlottenburg, das natürlich von uns Zuschauern besichtigt werden darf. Schöne Sachen. Schräge Sachen. Alle tummeln sich auf engem Raum, um eine neue Heimat zu finden.

Seine Küche im eigenen Zuhause bezeichnet der 45jährige Thomas als "momentan" wieder up-to-date, obwohl sie eigentlich aus der Mode gekommen ist.

Zum Glück ist der Rest seiner Wohnung vermutlich eher noch im modischen Bereich ... da kann man richtig durchatmen und sich für ihn freuen.

Hier ist der Zeitpunkt, an dem sich ein paar Zuschauer erst einmal ihre Küchenaktualität genauer ansehen, bevor sie im Überschwang der Gefühle, dass man gar nicht mal so gut kochen können muss, ihre Bewerbung an den Sender schicken ...

Klar gibt es auch im Möbel-Bereich Moden, aber weder gehen die Küchenmöbel noch die Schränke spazieren und entlocken somit anderen Passanten mitleidige Blicke ...


Essen

kommt auch heute auf den Tisch des gelernten Musical-Darstellers - und ehrlich gesagt, würde ich ausnahmsweise lieber jemanden singen hören als kochen sehen, denn

Thomas hat eine angenehme Stimme.

Der Käsekuchen des Nachtisches sieht dann aber aus wie ein richtiger Käsekuchen. Diese Cake-Pops, die er dazu reicht, wirken auf mich immer wie für eine Kinder-Party erfunden - und überflüssig fürs Abendprogramm.


Fazit

Für einen in die Höhe schnellenden Blutdruck aller Hut-Gegner an Tischen ist heute - und wohl auch in den nächsten Tagen - Rolf zuständig: sozusagen als JR aus dem Vorabendprogramm

trägt er Cowboy-Hut als Wiedererkennungsmerkmal.

Am Ende purzeln Punkte von all den Berufsfröhlichen, die man jedoch nicht mit dem 3-Gänge-Essen wirklich übereinbringen muss: sie fußen einerseits auf Sympathie, andererseits besonders auf Kollegialität: und am Ende darauf, dass sich niemand vor den Zuschauern die Blöße geben möchte, geizig zu sein ... Vielleicht jedoch

finden sie das Essen so weltklasse wie sie es bepunkten. Mehr dazu im 2., 3. 4. und 5. Akt.


Je 9 Zähler geben Apameh und Christin, je 10 Rolf und Eric.

Das ergibt die Summe von 38 Umdrehungen - manche macht diese schwindelig. Andere haben längst den Sender verlassen ...



Guten Morgen, Gruß Silvia



Samstag, 21. März 2026

21. März 2026 - Telefon-Interview vom 15. März 2026 mit Eik, dem "Urgestein" der Sendung "Das perfekte Dinner"




Telefon-Interview mit Eik, dem "Urgestein" der Sendung "Das perfekte Dinner"



Eik, der Joker für "Das perfekte Dinner"

Zur "Jungfernfahrt" der Sendereihe im Jahre 2006 ist Eik über einen Umweg und ohne eigene Bewerbung mitgenommen worden:

Eiks bester Freund wurde über itv gefragt, ob er an einer neuen Sendereihe teilnehmen würde ... er wollte jedoch nicht und schlug Eik vor, der zwar nicht kochen, aber unterhalten könne.

Am Ende wurde Eiks Teilnahme durch Vox als letzter Instanz abgesegnet.

Ich könnte mir vorstellen, sie danken noch heute dem damaligen Caster für sein glückliches Händchen.

Danach war Eik Kandidat in vier weiteren Ausgaben "Das perfekte Dinner", und zwar immer dann, wenn es besondere Ereignisse zu feiern gab:

zuletzt war es der 20. Geburtstag.

Es bieten sich weitere Termine zum 22., 25., 30., 33. usw. Geburtstag an - und wenn alles ganz gut läuft, kann er auch zum 50. Geburtstag seine Späße treiben. Bis dahin ist

sicherlich wieder einmal eine neue Küche fällig, und die alte kann er an Vox verschenken.


Katrin

war im Jahr 2006 in seiner Gruppe, um dieses Format aus der Taufe zu heben, ihm als Paten (und Gewinner) beizustehen - und auf den Weg zu schubsen.

Mit Katrin verbindet ihn seit 2006 etwas ganz Besonderes: sie arbeiten seitdem zusammen.



I survived Ike ...

und nicht nur das, denn zum echten "Survival" gehört natürlich, einmal mit dem Trainer persönlich - sprich Eik - zu sprechen.

Und stell dir vor, du sprichst mit dem "verrücktesten" Typen, der nicht nur je in dieser Sendereihe zu sehen und zu hören war, sondern das gleich fünfmal - 

und du kannst dich vollkommen normal, angeregt und reflektiert mit ihm am Telefon austauschen..

Etwas anderes hatte ich auch gar nicht erwartet. Eik

kam gerade vom Tennisspielen, hat jedoch unsere telefonische Verabredung für 19.00 Uhr im Auge gehabt  - Tennis ist eines seiner größten Hobbys: Der 54jährige spielt seit sage und schreibe

50 Jahren Tennis.

Gerade ist sein derzeitiger Verein (Mannschaft: Herren 50) in die Mittelrhein-Liga aufgestiegen. Eik spielt an Position 3. - Zur Erklärung: es gibt die Positionen 1 bis 6, wobei 1 die niedrigste und 6 die höchste ist.


Heike und Ilka

sind seine beiden Katzen, die er auch in der Sendung kurz erwähnt hat: sie waren während der TV-Aufnahmen in einem für die Zuschauer nicht zu sehenden Raum in seiner Wohnung untergebracht. Sie mussten also nicht ihr Heimatgefühl verlieren.

Eik und auch ich (und alle anderen menschlichen Katzen-Sklaven) wissen, dass Katzen gern eigene Entscheidungen treffen - und sich nicht immer so verhalten, wie es zum Beispiel Zuschauern gefällt.

Aber vor allem sollten Heike und Ilka nicht dem Stress ausgesetzt sein, den viele fremde Leute für sie verursachen können.


Eik und das Kochen

Dabei geht es ums Kochen im allgemeinen und nicht dem vor Kameras. "Ich bemühe mich total beim Kochen", erzählt er - "und manchmal schmeckt es mir auch."

Er kocht also privat wirklich, und nicht nur vor Kameras. Wer hätte es geahnt?


9 Punkte sind  k e i n   Skandal

Der Final-Teilnehmerin zum 20. Geburtstag, Katrin, hat Eik 9 Punkte gegeben - was einige wenige Kommentatoren in den sozialen Medien auf den Plan gerufen hat, ihn als ihren "Dinner-Liebling" abzuwählen. 

Eik ist mit seiner Bewertung im Reinen - und hauptsächlich hat er wegen dem Nachtisch ein klein wenig abgezogen.

Im übrigen meint er, wer mit negativen Kommentaren nicht umgehen könne, sollte lieber nicht vor Kameras kochen.

Dass er Gunni die volle 10 gegeben hat lag unter anderem daran, dass er sich bei ihr rundum wohl und willkommen gefühlt hat,

und ihre "Kodderschnauze" hat ihn sehr an Gisela Schlüter erinnert.

Meine Meinung: 9 Punkte sind eine tolle Bewertung.

Auch denke ich, dass das "perfekte Dinner" ein Gesamtpaket ist - sowohl für die Kandidaten wie auch für die Zuschauer: eine reine Kochsendung ist es auf keinen Fall. Und ich glaube, damit liege ich nicht falsch.


Falsche Töne und eine nicht gezeigte Geschichte dahinter

Wir erinnern uns an Eiks Blockflöten-Geburtstagsständchen ... zuvor hatte er erzählt (und es wurde nicht gesendet), dass er schon an der Oper gearbeitet hat.

"An der Garderobe?" hat Katrin gefragt.

Nein! Er hat während seines Studiums als Statist an der Oper Köln gejobbt.


"Come dine with me"

Generell soll es in der britischen Ausgabe der Sendereihe lustiger und ein bisschen verrückter zugehen, erzählt Eik.

Es wäre genau sein Ding, für dieses Format einmal zum Essen, Lachen und das Leben-nicht-immer-so-ernst-nehmen ... zum gemeinsamen Dinner einzuladen.



20. Geburtstags-Feier der am "perfekten Dinner" beteiligten Mitarbeiter von itv und Vox

Das war eine sender- und produktionsinterne Feier.

Eik hat dafür per Smartphone ein Video mit einer kleinen Ansprache aufgenommen - unterbrochen von einem Cameo-Auftritt von Natascha. Sie war ebenfalls im Jahr 2006 in der ersten Sendung Kandidatin: 

eine damals noch sehr junge Frau, die erste Kochversuche gestartet hat, als wäre das endlich einmal eine Gelegenheit, den Herd auf "volle Pulle" laufen zu lassen.

Ich erinnere mich sogar an sie. Wer weiß, wie sie heute kocht? 


Fazit

Wir hatten ein schönes Gespräch, auch aufgrund der Gemeinsamkeit, dass wir beide diese Sendungen sehr, sehr mögen. Er natürlich aus einem völlig anderen Blickwinkel.

Eik hat sich beim Drehen wie auf einer eigenen "Spielwiese" gefühlt. Die TV-Crew-Mitglieder haben ihm stets ein gutes Gefühl vermittelt - und ihn nicht "gesteuert".


Eik und 5 Zuschauer

Ein Dankeschön ist an 5 Zuschauer gerichtet, mit denen er sich am 21. März in Köln treffen möchte, um gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Ein Brauhausbesuch ist fest eingeplant.

Er verteidigt das "Kölsch"-Bier, ich lästere drüber. Beide können wir über unterschiedliche Meinungen Bier oder Nicht-Bier betreffend lachen.


Falls sich mehr als 5 Zuschauer für diesen Spaß anbieten,

würden  seine unbestechlichen Nachbarn die Auswahl treffen.

Ich kann mir denken, dass die Nachbarn eine aufregende Aufgabe hatten, denn mindestens 6 sind allemal zusammengekommen - zwinker, zwinker.-  In Wahrheit sind es viel mehr Zuschauer. 


Ich bedanke mich herzlich bei Eik für unser launiges Gespräch - inklusive einem ernsteren Thema, das hier keine Rolle spielt.






Guten Tag, Gruß Silvia



20. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Lüneburg bei Lilia

Foto: S. B.


Vorspeise
: Getrüffeltes Parmesan-Süppchen mit edlem Schuss aus gekelterten Trauben

Hauptgang: Feines Waldfilet auf Bohnenpüree an gebutterten Wirsingstreifen und Mandel-Wein-Komposition
Nachtisch: Karibische Maronen-Mousse auf einem Waldfrucht-Spiegel


"Normalmensch ist, wer Tiere zu schlachten furchtbar findet und sie zu essen köstlich."
- Paul Mommertz (1930 - 2024)

Das gilt nicht für die Eltern der in Kasachstan geborenen Lilia, denn die müssen für ihre Tochter die Schlachtungen übernehmen. Lilia lebt inmitten einer Land-Idylle - und beherbergt aktuell 15 Hühner inklusive einem Hahn. Allerdings schwankt die Anzahl der Tiere, denn wie sie erzählt - werden sie häufig Opfer von Füchsen oder Mardern. Offenbar kennt sie keine Möglichkeit, diese Raubzüge zu verhindern, sondern lässt hin und wieder sogar

ihre Eltern zum Schlachtmesser greifen. Gut, ein Fuchs besitzt kein Messer, aber scharfe Zähne und die Erfahrung seiner Vorfahren.

Und Lilia denkt zum Beispiel an ihre Großmutter damals in Kasachstan, die viele unterschiedliche Tiere für die Nutzung gehalten hat.

Unter gewissen Bedingungen, die auch das schmerzfreie Töten beinhalten, ist Hausschlachtung in Deutschland erlaubt, jedoch die Anzahl der Tiere begrenzt - und das geschlachtete Tier muss von einem Tierarzt untersucht werden, um sicherzustellen, dass es für den Verzehr geeignet ist.

Ich muss mich an dieser Stelle schnell von dem Thema verabschieden, sonst kommen mir noch Gedanken in den Kopf, die ich hier nicht schriftlich niederlegen will ... so süße und schöne Hühner könnte ich nie schlachten, andere allerdings auch nicht. Bin ich ein Weichei? In dieser Hinsicht ganz gewiss!

Immerhin bestreitet die Schaufenster-Dekorateurin Lilia heute mutig den finalen Abend einer Lüneburg-Runde - und tritt gegen die 39 von Robert erreichten Punkte an. Das weiß sie natürlich nicht, denn die Punkte bleiben bis zu den letzten Minuten geheim.


Das Menü

Dem Parmesansüppchen bietet sie nicht nur Trüffelöl an, sie verhunzt es damit auch. Die paar echten Trüffelspalten retten es sicher auch nicht. Die Gäste schmecken hauptsächlich den Käse aus der Suppe.

Wildschwein - ver-mini-trüffelt ... oder doch mit einigen Fetzen vom echten Pilz, den Schweine und Hunde andernorts suchen? Ich bin gerade abgelenkt.

Robert schmecken die Trüffel-Zutaten - vielleicht wie ein Lachgas, das ohnehin niemanden zum Lachen bringt?

Der Nachtisch fragt sich vermutlich selber, warum er "karibisch" genannt wird. Lilia erklärt es mit der Zutat von Rum-Tröpfchen. Ich fühle

Death in Paradise (eine meiner Lieblingsserien) ohne Tod (gut) und ohne Paradies (nicht gut).



Fazit

Würde ich Heidi heißen und Fotos verteilen, Lilia bekäme heute keines von mir.

Wie kann man sich vernünftig und seriös und tierschutzgerecht um 15 Hühner kümmern? Die Frage wird nicht beantwortet, obwohl sie lauten würde: wie sieht es mit tierärztlicher Betreuung aus?


Die Punkte für Lilia: 9 gibt Robert, je 8 Eugenio und Alina, 7 Radost.

Mit 32 Punkten kommt sie weit über ihre Eigeneinschätzung von je 7 Zählern.

Das Ergebnis sind 32 Umdrehungen.

Robert gewinnt nicht nur den Jackpot, sondern ebenfalls ein von ihm mitgestaltetes, gemaltes Bild. Und mit den 3.000 Euro sollte er sich einmal den wirklichen Geschmack von echten Trüffeln gönnen, obwohl er als Zahnarzt ohnehin nicht zu den Ärmsten gehört.

Ein dickes Herz von meiner Seite an Alina: sie kann sich zwar ernähren, nicht wirklich gut kochen - ist aber eine ganz liebe Person.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Freitag, 20. März 2026

18. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Lüneburg bei Radost




"Lüneburger Herbstgarten"
Vorspeise: Nocke & Bete - Rote Bete / Ziegenfrischkäse / Walnuss / Himbeere
Hauptgang: Knolle & Meer - Kabeljau / Selleriepüree / Brokkoli und Möhre / Dill-Hollandaise
Nachtisch: Ball & Beere - Tiramisu in weißer Schokolade / Haselnusssand / Himbeerpüree


Ich denke an nichts, wenn ich male, ich sehe Farben
- Paul Cézanne (1839 - 1906)

Malen ist ein Abtauchen in eine andere Welt, in der nicht jede und jeder natürlich einen Paul Cézanne-Moment treffen kann, sondern nur ein bisschen Freude hat.

Radost malt gerne, und ein paar ihrer Bilder hängen in ihrer Wohnung und werden gezeigt,

während ihre Tellerbilder diese locker übertreffen. Jeder Teller sieht wie gemalt aus, einfach nur hübsch. Und es staunen die Gäste,

die sich in der Pause zwischen Vorspeise und Hauptgang mit einem gemeinsamen Bild herumplagen, dass erwartungsgemäß gar nicht mal so schön ausfällt. Nicht nur

viele "Köche verderben den Brei", sondern auch ins Mal-Entertainment Hineingezwungene. Lilia versorgt ungeübt mit einem in der Hand schwingenden Pinsel sogleich die weiße

Wand. Die hat nun einen roten Flecken, der durch Wischen nur noch größer wird ... aber am Ende wird alles gut, der Fleck mit weißer Farbe überstrichen -

und Vox hat ein neues Highlight "im Kasten". Das Leben kann so einfach sein ...


Das Menü

Für die Ernte einiger Gemüsesorten erwartet die 29jährige Marketingexpertin Radost mit den tschechischen Wurzeln das TV-Team in ihrem Schrebergarten.

Radost zieht an einem Möhrengrün eine höchstens 3 cm lange aus der Erde - schwupps, die Szene entwickelt sich zum Lieblingsmotiv des Regisseurs und wird immer und immer wieder in jede Folge dieser Wochenausgabe

geschnitten. Ich fürchte mich bereits vor der nächsten Wiederholung ...

Das Menü ergibt sich aus der obigen Karte: von mir gibt es keinerlei Kritikpunkte. Die Gäste sehen es ebenso, während in der Vorspeise und dem Hauptgang ein wenig fehlende Würze bemängelt wird.

Das Highlight ist der Nachtisch: Die Tiramisu-Träume lauern unter weißen Schoko-Kugeln.



Fazit

Für die einen ein Traum, für die anderen ein Albtraum mit vielen Regeln - und noch mehr Nachbarn: ein Schrebergarten. Für Radost ist der Garten paradiesisch, also passt dieses Freizeitkonzept zu ihr.

Alina, immer freundlich, immer gut gelaunt, immer den anderen zugewandt - hebt nicht Radosts Gemüse aus dem Garten

besonders hervor, sondern das Tiramisu. Neben ihr hört Eugenio scheinbar ein wenig bedröppelt zu, denn auch er hatte eine Art von Tiramisu zubereitet - und das Bedröppelte täuscht, denn er stimmt in Alinas Loblied ein.

Die Punkte: je 10 geben Eugenio und Lilia, je 9 Robert und Alina.

Mit 38 Zählern bleibt sie so knapp wie möglich nur einen unter Roberts Bewertungspunkten zurück.

Einen "Nachteil" aber hat das Gewinnen in dieser Woche: der Gewinner oder die Gewinnerin darf als Zugabe das

gemeinsam hingekleckste Bild behalten.

Irgendwas ist ja immer ...

Und eines kommt auch immer wieder: heute, am 20. März 2026, beginnt um 15.46 der astronomische Frühlingsanfang.

Ich wünsche euch einen überaus schönen und unvergesslichen Frühling.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Donnerstag, 19. März 2026

18. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Lüneburg bei Robert



"Ein deutsch-polnisches Menü"

Vorspeise: Rote-Bete-Suppe mit Pilztaschen
Hauptgang: Kalbsbäckchen mit Kartoffelstampf
Nachtisch: Käsekuchen mit Waldbeeren


"Ich weiß nicht, was mit mir los ist", klagte der Kritiker. "Ob mir der Zahnarzt meinen Giftzahn gezogen hat?"
- Gerd W. Heyse (1930 - 2020)

Und der Kritiker würde seinen Giftzahn bis zum letzten Seufzer verteidigen, denn was dem Zahnarzt sein Bohrer - ist ihm seine spitze Zunge. Eine Gemeinsamkeit haben die beiden: es kann schon mal wehtun, wenn sie loslegen.

Völlig schmerzfrei verläuft jedoch die Begrüßung des TV-Teams, der die Zuschauer beiwohnen dürfen: die Tasse Kaffee als Roberts Anker in diesen ersten Minuten, ob nun überhaupt Kaffee drin oder ob sie leer ist. Sie ist ein Zeichen für diese Sendereihe - wie es die rote Kugel für den gesamten Sender ist.

Wenn es an meiner Tür schellt, habe ich inzwischen das Gefühl, dass noch vor dem Öffnen ein schneller Griff zur Kaffeetasse ein Muss ist. - Eindeutig konsumiere ich zu viel "perfektes Dinner". Dafür gibt es jedoch eine plausible Entschuldigung: nämlich keine.


Robert

ist 44 Jahre und Zahnarzt von Beruf. Gebürtig stammt er aus Polen und kam als 6jähriger nach Deutschland.

Er sieht sich als Perfektionist, und das ist natürlich erwünscht und hilfreich für seinen Beruf.


4 Katzen und 4 kleine Hunde

leben in dem Haus des Ehepaares Robert und Nadine. Früher - wann ist unklar - haben sie noch mehr Tiere gehabt.

Nadine liebt Tiere, Robert offenbar ebenfalls (außer evtl. Marienkäfer) - ich liebe Tiere:

Aber 8 Vierbeiner auf 32 Pfoten wären mir eindeutig zu viel. Da fallen mir Animal Hoarder ein, die auch mal kleiner angefangen haben ...

aber ganz sicher trifft das in diesem Fall überhaupt nicht zu.

Die Hunde sind heute ausquartiert und befinden sich in der Obhut von Nadine, während die Katzen bleiben ... und ich mich freue, dass es offenbar keinen der Gäste stört ...

obwohl Radost Katzen überhaupt nicht mag. Vermutlich mag sie auch keine Hunde. Und dies und das und jenes ebenfalls nicht.


Das Menü

Robert isst und verarbeitet gern Knoblauch - "am Patienten" trüge er ja einen Mundschutz. Der schützt allerdings kein Gegenüber vorm Geruch, denn so gut die Knolle schmeckt, so aufdringlich und unangenehm riecht sie noch viele Stunden nach dem Genuss nicht nur aus dem Mund, sondern auch aus den Hautporen.

Die Grundlage der Rote-Bete-Suppe ist eine Fleischbrühe. Die kleinen Ravioli, mit Pilzen gefüllt, ähneln einem Kunstwerk nach viel Übung - oder einem Backenzahn mit Füllung, denn viel größer sind sie nicht.

Der 2. Gang mit Kalbsbäckchen ist ein Schmorgericht, lässt sich gut vorbereiten und erledigt den Rest fast von allein.

Warum er den Kartoffelstampf mit Kohlrabi anreichert, um ihn cremiger zu gestalten - ich weiß es nicht. Andere nehmen Butter und Sahne - und verfeinern ihn vielleicht mit Sellerie, der viel mehr Geschmack als Kohlrabi hat.

Verliebt schaut Robert auf seine wirklich sehr schön angerichteten Teller.

Der Käsekuchen ist ein Käsekuchen - und je nach Rezept nimmt man dafür Quark oder auch Frischkäse - er nimmt beides.

Eugenio orakelt, dass es wichtig ist, welche Käsesorten man nimmt ... Gouda, Harzer, einen Schimmelkäse für die schönere Farbe ... oder was schwebt ihm vor?


Fazit

In dieser Woche gibt es einen speziellen roten Faden, der sich durch die Tage schlängelt: Radost ist kein Fleisch-Fan oder eher kein Fan von hochwertigem Fleisch (Bratwurst mag sie)... das wiederholt sie leiernd vor jedem Fleischgericht, um es dann doch schmackhaft zu finden.

So hat sie auch heute im Vorfeld Sorge, ob sie Kalbsbäckchen mag ... ihr Murmeltier kann sie steckenlassen, denn im Nachhinein schmeckt es ihr - und sie langweilt.

Am 3. Tag gibt es endlich ein gutes Dinner,

das der Gastgeber selber mit 9 bis 10 Punkten bewerten würde.

9 Punkte für mich = phantastisch! - 10 Punkte für mich = phänomenal!

Das Dinner ist sehr gut, aber weder phantastisch noch phänomenal.

Die Punkte: 9 gibt Eugenio, je 10 Alina, Radost und Lilia.

Mit 39 Zählern setzt er sich verdient am 3. Tag auf den bislang 1. Platz.

Au Backe! Diese Bewertung macht ihm sicher große Freude.

Und wenn man sie in Relation zu den zwei vorherigen Dinnern betrachtet, ist das heute tatsächlich perfekt. 


Guten Morgen, Gruß Silvia



Mittwoch, 18. März 2026

17. März 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Lüneburg bei Eugenio



"Kulinarische Poesie - drei Strophen für den Gaumen"

Vorspeise: „Sonetto verde“ - Gemüseflan, umhüllt von einer Parmesancreme
Hauptgang: „Canto di bosco“ - Wildgulasch, begleitet von Drillingen und karamellisierten Möhren
Nachtisch: „Ode al dolce autunno“ - Tiramisu mit karamellisierten Äpfeln und Karamellkeksen, veredelt mit Mascarpone-Creme


Die Satire ist die Poesie unserer Zeit.
- Aus Griechenland

Satire ist zwar keine Poesie, und sie kommt häufig in der älteren Form als "Spottschrift" rüber als dass sie wirklicher Satire ähnlich sieht. Satire kann nicht jeder, der es von sich glaubt, denn sie ist eine Kunstform und für die bedarf es Künstler. Meistens ist Satire nicht von Komik, Parodie oder gar Polemik zu unterscheiden. Vielleicht entscheidet am Ende der Konsument, was für ihn Satire bedeutet - und was einfach nur polemischer Unsinn ist.

Es gibt so vieles, was falsch etikettiert ist, und so will auch Eugenios Menü-Titel

"Kulinarische Poesie - drei Strophen für den Gaumen"

hoch hinaus - und scheitert kläglich. - Und da kommen die Konsumenten ins Spiel, die gleichzeitig seine Gäste und Konkurrenten sind - und urteilen milde bis großartig, obwohl nach der reinen Ansicht der

drei "Strophen" sicher niemand dieses Lied noch einmal singen möchte.

Der 37jährige Eugenio ist Italiener aus ganzem Herzen und schwärmt von seiner Heimat, von deren Poesie und Speisen ... und rühmt sich, dass das weltbekannte Tiramisu in seiner Heimatstadt Treviso "erfunden" worden ist. Ich überprüfe das jetzt mal nicht,

muss aber anmerken, dass er genau mit dieser Nachspeise eine absolute Schlappe hinlegt: und das auch in den Augen der Gäste.

In Italien war er Volleyball-Profispieler, später auch in Deutschland - bis er das Profilager zugunsten einer Trainerstelle im Jahr 2018 aufgegeben hat. Warum er jetzt

Import-Sachbearbeiter ist, erzählt er nicht. Aber Trainer tanzen ja oft im übertragenen Sinn auf einem heißen Blechdach, vielleicht sogar im Volleyball-Sport.


Das Menü

Der Gemüseflan wird als würzig gelobt. Und diese Vorspeise ist der einzige Gang, den ich nicht von vor dem Bildschirm beurteilen kann. Sagen kann ich, dass hier vielleicht etwas Brot und eine kleine Salatgarnitur fehlen.

Gulasch aus Reh- und Hirschfleisch ist der Hauptbestandteil des 2. Ganges: dem Gulasch mangelt es an Soße, das Fleisch sieht zerkocht aus, die Drilling-Kartoffeln machen einen blassen, traurigen Eindruck - wie Steine, die einen einst blühenden Garten ersetzt haben.

Das Tiramisu ist eher ein Schichtdessert mit gekauften, irgendwelchen Keksen, Puddingpulver und Joghurt als Beigabe zur Mascarpone. Hoffentlich sieht das niemand in Treviso ...


Fazit

Während des Vorabinterviews lässt sich ein Marienkäfer auf Lilias Schultern nieder - und bringt Robert völlig aus dem Konzept, er muss ihn entfernen. - Normalerweise haben viele Leute Angst vor dem Zahnarzt, doch der Zahnarzt Robert hat seltsamere Ängste ...

Radost entdeckt die Welt des Fleisch-Essens! Könnte man sagen, denn obwohl sie keine Vegetarierin ist, mochte sie bisher lieber Bratwurst als Sonstiges aus Fleisch. Bis gestern ... da hat ihr das Fleisch bereits so gut geschmeckt wie es auch heute der Fall ist.

Sie ist jetzt Fan von Wildfleisch. - Ich bin eher kein Fan von ihrer offenbaren Naivität, die sich immer wieder einen Weg bahnt ...

Während Robert wegen niedlicher Marienkäfer herum-monkt, findet er für die beiden ersten Dinner Worte, die eines Pfarrers würdig sind:

"Und wenn dies der letzte (perfekte Dinner)-Tag wäre, so hätte sich für das gestrige und heutige Essen die Teilnahme schon gelohnt."

Schluss jetzt, bevor ich auch noch herumschwafele.

Die Punkte: 9 gibt Alina, je 8 Robert, Radost und Lilia.

Mit 33 Umdrehungen steht Eugenio am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia