Dienstag, 20. Oktober 2026

19. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Ostfriesland bei Andreas





"Hier gibt es Essen, Tee und ein bisschen Chaos – also ganz normal."
Vorspeise: Moormerländer Krabbensuppe
Hauptgang: Gegrillter Lachs mit wilder Beilage – Süßkartoffel /​ Brokkoli
Nachtisch: Ein cremiges Grünwunder, das aussieht, als hätte ein Einhorn versucht, einen Pudding zu zaubern, und dabei überraschend Talent bewiesen. Keks /​ Pistazie /​ Mascarpone


Moin!

Nur ein kurzer Titel heute, denn ich will ja nicht geschwätzig werden ... um dann trotzdem gleich einen Einhornschwanz an Worten dranzuhängen ... ich möchte schließlich nicht glaubhafter sein als ein "Einhorn, das Talent beweist".

"Ich kann gut kochen, da bin ich ganz egoistisch", erklärt der 50jährige Elektroingenieur Andreas vorab, was die Mitstreiter und Gäste von ihm zu erwarten haben. Zwar meint er eher selbstbewusst als egoistisch, aber auf ein falsches Wort kommt es genauso wenig an wie auf einen falschen Gar-Grad, wenn die Eitelkeit der Stichwortgeber ist.

Und: heute ist viel eitles Selbstbewusstsein am Werk.

Eigentlich könnte ich hier meinen Beitrag abschließen und Andreas' Kochkünste mit der höchsten Bewertungs-Ziffer dekorieren - doch so ganz ist mir genau danach eben nicht.


Ich nehme an, der Esstisch ist hübsch dekoriert - aber ich sehe nur die weißen Wände, auf die mein Blick fällt. Und vor allem das Fahrrad, das als Hingucker dort steht. Andreas erzählt, er sei eine Etappe der Tour de France "mitgefahren". Ehrlich? Inmitten all der Profifahrer darf ein Amateur außer Konkurrenz mitfahren?

Andreas ist schon ein toller Hecht mit der Kraft von hundert Einhörnern.



Das Menü

Zur Vorspeise reicht er eine Krabbensuppe samt selbstgebackenem Brot und Basilikum-Pesto.

Eine "geile Kombi" nennt Andreas den Hauptgang: Lachs, Süßkartoffel-Püree und wilden Brokkoli.

Der Lachs sieht übergart aus, weshalb der Begriff "geil" rausfallen sollte und nur "Kombi" übrigbleibt.

Aber im Nachtisch geht es lt. Andreas "geil" weiter und sogar "einfach wie im Märchen".

Doch Andreas kann sich selber noch steigern: "Als wenn ein Engel dir auf die Zunge pinkelt."



Fazit

Vergeblich sucht Hannelore das Einhorn oder auch nur den Bezug dazu, während Maja hier und da andere Kritik übt. Hannelore muss nun stark sein, denn es

gibt gar keine Einhörner! Und für den Bezug zu diesen Fabeltieren muss man einfach nur seine Phantasie bemühen. Das hat Andreas auf umständliche Art getan,

und die Belohnung sind: je 9 Punkte von Hannelore und Mike, 8 von Hans und 7 von Maja.

Mit 33 Zählern startet er die "Tour de Ostfriesland".


Guten Morgen, Gruß Silvia


Samstag, 17. Oktober 2026

16. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Dresden bei Dorit



"Für Momente, die bleiben"

Vorspeise: Ein Auftakt, der den Gaumen weckt - Grillsalat / Goat Cheese / Blaubeere
Hauptgang: Tiefer Geschmack trifft cremige Eleganz - Rind / Risotto / Spargel
Nachtisch: Sächsische Tradition im Dreiklang - Quark / Apfel / Ei


"Mein Regenbogenfreund"

nennt Dorit ihren Schnibbelhelfer Jens - und ich bin sicher, dieser schöne Titel für ihren Freund hätte unserem Klaus gut gefallen -. Jens erzählt, dass Dorit seine Tanzpartnerin auf seiner Hochzeit mit Falk gewesen ist. Das war vor 11 Jahren. Sie hingegen

kennt Falk, seitdem sie im Jahr 2000 bei der "Barmer" angefangen hat (dort bin ich krankenversichert).

Heute führt Jens' knuffeliger Golden Retriever "Pablo" einen kleinen Tanz des Ungehorsams auf: er will Beachtung, drängt sich in den Vordergrund und wird mehr oder weniger erfolglos auf seine imaginäre Decke geschickt.

Linda vermutet aufgrund von Erfahrungswerten, dass auch das dieswöchige Abschluss-Dinner entweder etwas ganz Besonderes ist oder in einem exklusivem Wohnumfeld stattfindet (oder sogar beides). In der Tat wohnt Dorit mit ihrem 7jährigen Sohn Vito und ihrem 59jährigen Lebensgefährten Marko in einem

Loft eines alten Gaswerkes. Kind und Marko traben nach einem kurzen Küchenbesuch rasch von dannen in den familieneigenen Schrebergarten.



Das Menü

Martini mag ich weder geschüttelt noch gerührt noch mit James Bond-Begleitung. Aber niemand wählt die Alternative "Gin". Und ich bin weit weg und muss nicht wählen.

Die Vorspeise sieht auf den Tellern hübsch aus. Und niemand meckert über den Ziegenkäse.

Doch das ändert sich, denn über das Hauptgang-Risotto hat eine immer noch nicht so gut gelaunte Sarah nur zu sagen, dass es sie an einen Babybrei erinnert.

Machen sie die Rinderbäckchen glücklich? Anstelle der vielgeliebten Möhrchen, die sich hier nur im Soßenfond verstecken, gibt es grünen Spargel als Beilage.


Fazit

Der einzige Mann in dieser Runde trägt Fliege - Linda ebenfalls. Der Chirurgin würde ich jederzeit meinen Bauchraum anvertrauen, falls er operative Hilfe benötigt. Sie ist der Sonnenschein in dieser Woche - und vor allem eine empathische Frau. Auch, wenn sie sich reichlich maskulin gibt.

Sie kommt aus Schwaben, hat aber so einige Wörter aus dem Sächsischen bereits verinnerlicht. Andere Kandidaten, die Sachsen sind, haben offenbar

inzwischen versucht, das Sächsische abzulegen. Ganz gelungen ist es nicht. Muss ja auch nicht.

Auch, wenn es mir bei sächsischen Wörtern unangenehm in den Ohren klingelt ... niemand hat sich seine Herkunft samt seines Dialektes selber ausgesucht.

Die Punkte für Dorit: je 10 geben Linda und Patrick, je 9 Susu und Sarah.

Mit 38 Zählern gewinnt Dorit den Jackpot.


Widmung: Danke an Doris. Du weißt, warum ich dir Danke sage.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen (obwohl ein wichtiger für immer fehlen wird). Wir erwarten heute bei maximal 14 Grad 5 Sonnenstunden.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Freitag, 16. Oktober 2026

15. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Dresden bei Susu



"Gemma nauffi"

Vorspeise: Meer und Mehrweh - Plazki / Thunfisch und Lachs / Dips
Hauptgang: Wald und Wanderliebe - Reh / Kartoffel / Möhre
Nachtisch: Gletscher und Gipfelglück - Stanitzel / Zitrone / Beeren



Meditation: Parkverbot für Alltags-Stress.
© KarlHeinz Karius (*1935)

Man muss nicht unbedingt meditieren, um einigermaßen stressfrei zu leben. Im Gegensatz zu Sarah, die mehr als nur gestresst gewesen ist, prallt dieses Gefühl an Susu völlig ab. Ob das etwas mit ihrem Beruf als Laborantin in der Forschung zu tun hat? Darin geht es u. a. um Analysen von Stresshormonen.

Warum sich jedoch Leute, die stressanfällig sind und obendrein nicht wirklich gut kochen können - wie gestern bei Sarah erlebt - für diese Sendereihe bewerben ... bleibt ein Rätsel und das Geheimnis dieser Leute. Wer bereits bei kleineren Aufregungen auf dem Zahnfleisch geht, sollte sich nicht in einem TV-Format sehen wollen. Die Aufzeichnungen sind sicherlich aufregend genug - aber noch aufregender könnten die Ausstrahlungen sein ... da sieht sich ein jeder Teilnehmer mit sich selber konfrontiert, wenn er in die Zuschauermeinungen guckt, die oft genug gar nicht zimperlich sind.

Susu strahlt Ruhe aus. Obwohl ihr die auch manchmal abhanden kommt: sie begleitet ihren Mann Martin nicht mehr zur Jagd, denn 2 Stunden stillzusitzen ist nicht ihr Ding ... ich hätte eher darauf getippt, dass es hart ist, dem Töten eines Tieres zusehen zu müssen. Aber lange stillsitzen ist natürlich viel dramatischer.

Im übrigen leiden auch Wildtiere unter Stress, vor allem in privaten Revieren, in denen ganzjährig - außer natürlich und hoffentlich nicht in den Schonzeiten - geschossen wird. Das registrieren die Tiere durchaus.

Der ehemalige Förster Martin hat das Jagen beibehalten - und zum Aperitif gibt er ein paar Klänge aus seinem Jagdhorn zum Besten.


Das Menü

Zur Vorspeise serviert Susu Lachs- und Thunfischtatar auf je einem Reibekuchen. Sie nennt die Plazki, weil das polnisch ist - und ihr Mann Martin einen polnischen Vater hat. Ob es Unterschiede in der Zubereitungsart gibt, sehe ich nicht.

Sarah mag keinen Fisch und merkt als etwa 1.283ste Dinnerteilnehmerin, dass der Fisch gar nicht nach Fisch schmeckt. Das ist gut für Sarah und die anderen 1.282 Kandidaten, aber schlecht für den Fisch.

Das Reh für den Hauptgang hat Martin geschossen. Ihm ist es nicht zu langweilig, zwei Stunden auf einen Abschuss zu warten.

Die Möhren stammen offenbar aus der Schwemme, mit der Deutschland seit langem überflutet wird. Man nennt sie bereits Tsunami-Möhren.

Hauptgang und Vorspeise sehen sehr gut aus und erfreuen die Gäste,

während die mit Sahne gefüllten Waffeln zum Dessert als der schwächste Gang bezeichnet werden.


Fazit

Nach dem Koch-Stress kommt offenbar die schlechte Laune, denn Sarah scheint heute irgendeine Laus über die Leber zu laufen. Apropos Leber: das Rehfleisch schmeckt für sie wie diese Innerei. Ich kann dem natürlich weder zustimmen noch es leugnen, ich weiß es einfach nicht.

Zur Einheit findet dann auch Sarah zurück, denn sie möchte nach dem eigenen Stress am Herd sicherlich keinen Stress durch die Zuschauer erfahren. In Zuschauerkreisen werden die Punkte (oft) erst ab einer 8 einigermaßen akzeptiert. Aber manchmal reicht auch die 8 nicht ... und das, obwohl nicht ein einziger Zuschauer überhaupt etwas probieren kann.

Die Punkte für Susu: je 9 geben Sarah, Patrick, Linda und Dorit.

Mit insgesamt 36 Zählern liegt sie somit - verdient, denke ich - am 4. Tag auf dem bislang 1. Platz.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 15. Oktober 2026

14. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Dresden bei Sarah



"Drei Weltcup-Stationen, drei Gänge, ein Ziel: möglichst elegant durchkommen und treffsicher landen"

Vorspeise: Das Antholzer Tal im Sonnenschein - Salatvariationen, Brotauswahl und Südtiroler Aufstriche
Hauptgang: Oberhofer Hexenkessel - Herzhaftes aus dem Dutch Oven, Klöße und Rotkraut
Nachtisch: Volltreffer in Le Grand-Bornand - Mousse au Chocolat in zwei Farben


Traurige Grüße von der Orthographie

... denn sie fühlt sich überrumpelt und schmollt, wenn jeder sie nach Belieben oder fehlendem Feingefühl dehnt.

Sarah kennt Improvisationen, sie sind sozusagen ihre Partner, auf die sie sich verlassen kann, wenn Plan A nicht funktioniert. Und dann kommt Vox um die Ecke und filmt ihre schriftliche Erinnerung an diese Fähigkeit

mindestens fünfmal ab, bis sie im Auge hängenbleibt ... der erste Wortteil ist noch fehlerfrei, während sie den zweiten sehr, sehr kreativ gestaltet hat. Am Ende kommt sozusagen ein völlig neues Wort zum Vorschein.

Böser Sender! Beleidigte Orthographie!

Die 54jährige Vermessungstechnikerin Sarah ist verheiratet, präsentiert ihren Gästen all die liebgewordenen Erinnerungen an eine gute Ehe und lässt sich in der Küche von ihrer Tochter helfen. Bei deren Namen bin ich mir nicht sicher, denn es werden verschiedene genannt: mir bleibt Lieschen in Erinnerung. Vermutlich die Erweiterung von Lisa - aber sie könnte auch völlig anders heißen.

Sarah ist nervös und hektisch. Man möchte sie entweder trösten oder ihr zurufen "reiß dich mal zusammen".


Das Menü

Lieschen ist wesentlich ruhiger als ihre Mutter und hilft mehr, als es eine Schnibbelhilfe eigentlich sollte. Der Crumble für den Nachtisch z. B. ist ihr alleiniges Werk.

Sarah scheint besonders das Brotbacken zu liegen: somit backt sie gleich drei verschiedene für die

üppige Vorspeise, die eher an ein Abendbrot erinnert, nach dem man das Essen einstellt und sich noch gemütlich zusammensetzt.

Diverse Aufstriche und mindestens drei Scheiben Brot (wenn man jedes probieren möchte) - ich wäre satt bis zum nächsten Morgen.

Doch natürlich war das nur der Auftakt - Rind- und Schweine-Gulasch folgen.

Jemand meint, das Fleisch sei teilweise angebrannt - während es überdies trocken sein soll. Es ist vielleicht nicht einfach, den Dutch Oven zu regulieren - aber Sarah findet genau dieses Teil

für die Show passend. Gut unterhalten fühle ich mich allerdings nicht.

Den Nachtisch empfinden die Gäste als wirklichen "Volltreffer" - also genau so, wie es die Menü-Karte orakelt.


Fazit

Die Menükarte beschreibt überdies deutlich Sarahs Leidenschaft: Biathlon. Das ist nett. Aber ist sie möglichst elegant durchgekommen und treffsicher gelandet, wenn es sich nicht um eine sportliche, sondern kulinarische Veranstaltung handelt?

Die Gäste sind mächtig freundlich oder einfach nur pappsatt: je 8 Punkte geben Patrick, Linda und Dorit, 9 gibt Susu.

Mit 33 Zählern liegt sie am 3. Tag gemeinsam mit Patrick auf dem bislang 2. Platz.

Dürfen wir uns in dieser Woche noch auf ein perfektes Dinner freuen? Zumindest auf ein annähernd perfektes?


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 14. Oktober 2026

13. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Dresden bei Patrick




Vorspeise: Pizza Bianca - Spargel / Guanciale / Ei

Hauptgang: Short Ribs - Rotweinsauce / Kartoffel-Sellerie-Püree / glasierte Möhren
Nachtisch: Tiramisu - Nüsse / Karamell / Beeren


Für Klaus - Ruhe in Frieden

Es hat mitten ins Herz getroffen, als ich heute die Nachricht erhalten habe, dass Klaus Koch am gestrigen Abend verstorben ist. Ich wusste, dass er krank war, weil wir fast täglich einmal schriftlichen Kontakt gehabt haben. Aber wie selbstverständlich war ich davon ausgegangen, dass er wieder gesund wird ...

Klaus mochte die Sendung "Das perfekte Dinner" sehr - und hat täglich seine Meinung dazu in einem Kommentar auf meiner Facebook-Seite geschrieben. Oft hat er Dinner-Kandidaten besonders in sein Herz geschlossen - und stets launig die Kochleistungen kommentiert.

Er wird fehlen.

Eigentlich ist eine "Dinner"-Welt ohne Klaus für mich undenkbar, ich kannte ihn (online) seit vielen, vielen Jahren.



Patrick

heißt der heutige Kandidat, der sich dampfplaudernd in einer gleichbleibenden, langweiligen Tonlage, ohne viel berichten zu können, durch die Sendung schlängelt, während ich mir sage:

Nur nicht auf die Uhr schauen, sonst vergeht die Zeit überhaupt nicht! Denn beim Hinsehen schleichen sogar die Sekundenzeiger.

Der 30jährige Ingenieur Patrick ist seit einem Jahr verheiratet mit Johanna, die auf einen Kuss vorbeikommt und schnell wieder abrauscht. Beider

Australian Shepherd "Moule" ist ein Jahr alt, wunderschön mit blauen Augen ... aber er ist auch ein anspruchsvoller Hütehund, der eigentlich eine sinnvolle Lebensaufgabe braucht.


Das Menü

Über die Ansprüche, die Patrick an sein Dinner hat, entscheidet er natürlich selber - und so verfügt er, dass gekaufte Fonds fast genau so gut sind wie selbst hergestellte - wenn man entsprechend gute kauft und keine gekörnte Brühe benutzt. Die Leute neigen dazu, sich selber Dinge zu genehmigen ... die sie dann großzügig auch anderen erlauben würden. Vielleicht!

Trotzdem ist "das perfekte Dinner" ein Wettkampf, und eine Brühe zu köcheln ist kein Hexenwerk und macht eine Soße rund.

Die Vorspeise ist üppig und sättigend: zwar ist es nur je Gast eine kleine Pizza, aber eine mit Sahnesoße. Und Spargel und Schinken.

Gut durchgegarte Rindfleisch-Rippchen zerquetschen das darunterliegende Püree aus Kartoffeln und Sellerie fast vollständig. "Für die Frische" reicht er Möhren ... die liegen wie müde gewordene Buckingham-Palast-Wachablösungen schlaff am Tellerrand. Frisch?

Fürs Tiramisu backt er einen Biskuit-Teig - ich gehe hier mit Linda konform, die lieber Löffel-Biskuits für diese traditionelle Nachspeise hätte. Patricks Tiramisu ist ... eher ein Kuchen.


Fazit

Linda und Susu trinken ihr Bier gern direkt aus der Flasche. Mir ist das völlig egal, denn Zeiten ändern sich - und was gestern vielleicht als unfein gegolten hat, ist heute durchaus akzeptabel. Doch

Susu befürchtet deswegen einen Shitstorm auf Facebook.

Ein anderer Gast ist nicht über Bier-direkt-aus-der-Flasche empört, sondern darüber, dass Susu sich auf Facebook tummelt ... als handele es sich um einen Verein, dem man nur noch ab einem gewissen höherem Lebensalter und in ausgelatschten Pantoffeln beitreten darf.

Die Punkte: je 8 geben Linda, Sarah und Susu, 9 gibt Dorit.

Das ergibt die Summe von 33 Punkten. Mir wäre es lieber, diese Sendung wäre um

33 Minuten gekürzt worden.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 13. Oktober 2026

13. Oktober 2026 - Miss You, Bienenbienchen.


Bienchen: 13. Oktober 2003 bis 25. Januar 2021

Heute vor 23 Jahren wurde Bienchen geboren. Rein namentlich lebt sie in meinem Blog weiter, denn nach ihrem Spitznamen habe ich ihn benannt ...

aber mehr noch ist sie in meinen täglichen Gedanken an unsere wunderbaren gemeinsamen Jahre.

Miss You, Bienenbienchen.

Das Video ist vom 22. März 2020.


Silvia



12. Oktober 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Dresden bei Linda



"Herzensweg"
Vorspeise: Schwäbisch-sächsische Tapas - Maultaschen / sächsisches Würzfleisch / Brot
Hauptgang: Amore - Ragù bianco e rosso
Nachtisch: Lieblingsobst Erdbeere - Kuchen / Eis / Espuma



Ich höre einen Vogel fortwährend ›Chi–rur–gie‹ flöten.
- Christian Morgenstern (1871 - 1914)

Der kleine Spaß-Titel passt zur Strahlefrau Linda, die dem Morgenstern-Vögelchen etwas über Chirurgie zwitschern könnte,

während mein Foto das Motto des Menüs widerspiegelt. Aber der berufliche Weg der 30jährigen wird sie nicht in die Herz-, sondern in die

Viszeralchirurgie führen. Das ist der "Ort", an dem auch die Bauchgefühle zuhause sind. Nach 6 Jahren Medizin-Studium befindet sie sich mittlerweile im 4. Jahr ihrer Facharztausbildung - und 2 Jahre liegen noch vor ihr. Manch ein Kind schnuppert Küchenduft und will später beruflich kochen, ein anderes liebt Züge - und will irgendwann dazu beitragen, dass die Bahn endlich reibungslos läuft. Vielleicht ist es sogar

einfacher und vor allem erfolgreicher, Chirurgin zu werden - bereits in Kindertagen hat ihre Mutter sie oft mit an ihren Arbeitsplatz als Krankenschwester genommen. Andere Kinder würden sich dort eher mit Angst konfrontiert fühlen ... aber Linda ist nach einem langen Weg nun ihrem Ziel sehr nahe.

Die gebürtige Schwäbin lebt in Dresden gemeinsam mit ihrer Freundin Emmi, die als Krankenschwester arbeitet. Beide sprechen von Liebe auf den 1. Blick. Und da macht es durchaus Sinn, das Menü "Herzensweg" zu nennen.


Das Menü

Als Schnibbelhilfe eilt Petra herbei, die leibliche Oma von Emmi - und Lindas Schwiegeroma. Petra kennt sich aus mit Schnibbeln und Küchenarbeiten, denn sie hatte jahrelang einen Imbiss.

Linda schlägt eine Brücke zwischen Schwaben und Sachsen und serviert zur Vorspeise das offenbar in Sachsen beliebte Würzfleisch neben den bekannten Maultaschen aus Schwaben. Sie macht sich viel Arbeit, denn den Teig stellt sie selber her ...

ebenso den für die Tagliatelle zum Hauptgang: neben den Nudeln bietet sie eine Bolognese an und ein Kalbsragout.

Patrick meint, wenn sie nur das Kalbsragout serviert hätte ... wäre das eine hohe Hausnummer wert, aber die Bolognese würde sie nach unten ziehen ... weil: zu einfach.

Viel hilft also nicht immer viel! Meine Bewertung ist zwar nicht gefragt, aber ich hätte die Bolognese ersatzlos gestrichen.

Jede Menge Begeisterung erntet das Vanille-Eis zum Nachtisch. Der Kuchen kann nicht mithalten.


Fazit

Linda würde sich für ihr Menü 9 Punkte - und nach kurzem Nachdenken, ob das jetzt zu viel Eigenlob sei, 8 bis 9 geben. Eine 10 wäre es ihrer Meinung nach nicht, da es kein "fine dining" sei.

Doch jede Bewertung ist auch ein wenig vom Glück abhängig und einer eventuellen spontanen Sympathie-Bekundung über die von jedem Dinner-Kandidaten gleichzeitig gemochten und gefürchteten Punkte-Tafeln.

Je 8 geben Patrick und Dorit, 9 Sarah und Susu.

34 Zähler sind es für die gutgelaunte Linda.


Guten Morgen, Gruß Silvia