Donnerstag, 23. April 2026

22. April 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Düsseldorf bei Mark




"Les quatre saisons"

Vorspeise: Feige / Roquefort / Zwiebel / Crumble
Hauptgang: Kalb / Kartoffel / Trüffel / Ratatouille
Nachtisch: Hefe / Rum / Sahne / Frucht


Beten hilft nischt, Fluchen schad't nischt.
- Deutsches Sprichwort

Beten und Fluchen ist allerdings gut zu kombinieren, etwa in Herrgottnochmal und weiteren himmelschreienden Anklagen. Vox legt hier und da ein "Piep" drüber, wenn Mark hochgeht wie eine Mini-Rakete und dabei Schimpfwörter wie Fontänen ausspuckt.

Seine Freunde nennen den 42jährigen Finanzberater Mark "Flipper" - und in wehmütiger Nostalgie lässt der Regisseur die Melodie für den namensgebenden Delfin erklingen, dessen Trainer sich später von seinen eigenen Methoden distanziert hat. Mir sind Delfine in der freien Natur auch lieber als dressierte ...

Aber etwas Dressiertes meine ich auch zwischen Mark und seiner Lebensgefährtin Alia zu entdecken: sie redet viel, als wäre sie die Moderatorin der Sendung - und sie lobt ihn noch mehr, als wäre dies ihre Hauptaufgabe.

Doch was ich sehe, als Alias 12jährige Tochter Melea die Küchen-Bühne betritt ... ist eine wohl perfekte Patchworkfamilie, zu der auch Meleas Vater Sascha gehört. Er ist Marks Freund, und zu Viert verbringen sie gern gemeinsame Urlaube. Vermutlich war Sascha auch zum Probeessen eingeladen.

Die Patchworkfamilie - vermutlich ohne Sascha - lebt in einem schönen Haus, dem sich ein ebensolcher Garten anschließt. Nur die hohen dunkelgrauen und blickdichten Zäune erinnern mich spontan an diverse Krimis - so sehen dort Knastausläufe für Hofgänge aus. Nur ohne Gras natürlich.


Das Menü

Mark selber erinnert mich an Rumpelstilzchen, der ums Feuer tanzt - wenn die Märchenfigur kochen würde, sähe sie ihm wohl ziemlich ähnlich. Mark flippert herum und wirbelt mitsamt "Hummeln im Hintern".

Zur Vorspeise manscht er Roquefort-Käse in die Feigen und überbackt sie. Dazu reicht er Schalotten-Feigen-Konfit und Salat.

Ein vorsichtiger Blick auf Albert zeigt, dass er heute handzahm, aber nicht zwangsläufig sympathischer ist. Vielleicht hat er gerade nur die beste Laune seines Lebens oder es wurden ein paar seiner Textbausteine aus der Sendung geschnitten ...

Kalbsbäckchen allerorten - warum nicht heute auch noch?

Baba au Rhum sind kleine in Rum-Sirup getränkte Küchlein, die bei den Gästen große Begeisterung hervorrufen. Die sehen aber auch niedlich und schmackhaft aus.


Fazit

Selber würde Mark sich für sein Dinner 10 Punkte geben - und die sind noch bescheiden gegenüber den Worten und der Bewertung, die Alia für sein Kochkönnen ausgespuckt hat: 11 von 10 ... hat sie u. a. gesagt.

Die Gäste sehen es ähnlich euphorisch: 10 gibt Kaya (ihre Lieblingsziffer?), je 9 geben Jutta, Albert und Daniel.

Mit 37 Umdrehungen führt er am 3. Tag die Runde punktemäßig an.

Vielleicht liegt der wahre Wettbewerb einfach darin, wer die meisten Punkte spendiert?


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 22. April 2026

21. April 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Düsseldorf bei Jutta



Vorspeise
: Dreierlei von Rote Bete - Tatar und Pickles / Senf / Lachs

Hauptgang: Asiatisches aus dem Schmortopf - Kalb / Sellerie / Kartoffel
Nachtisch: Glück im Baskenland - Birne / Gorgonzola / Honig



Dass Lachen die beste Medizin ist, finden Apotheker lächerlich.
© Klaus Klages (1938 - 2022)

Doch auch der Flugbegleiter Albert findet, dass Lachen überbewertet wird, wenn er stattdessen ausführlich kritisieren und sich aufspielen kann, als hätte er dem Kochen neuen Schwung verliehen - obwohl das genaue Gegenteil auf ihn zutrifft:

Weder kann er kochen noch ist er unterhaltsam.

Anstatt die nächsten Tage mit der Freundlichkeit zu genießen, die ihm in seinem Flugbegleiter-Lehrgang antrainiert worden ist ... gibt er sich hier als Ungelernter, der nur zufällig in einem 8. Stock anstatt in einem Keller lebt, wo jedes Lachen ungehört verklingt.

Die 64jährige Apothekerin im Ruhestand Jutta ist von einem völlig anderen Kaliber: vom Wesen her freundlich und zugewandt, hat sie auch den für diese Sendereihe eigentlich nötigen Spaß am Kochen.

Recht unnötig ist nur ihr Anruf bei der Profi-Köchin Victoria Fuchs (mir war sie bis heute nicht bekannt, aber ich gucke auch keine Kochsendungen), doch es ist möglich, dass es ein Wunsch der Köchin und nicht eine "Angeberei" von Jutta war, sie während der Dreharbeiten telefonisch zu kontaktieren.

Es ist auch nicht so, dass Köche für mich das Maß aller Dinge sind ... sie sind teilweise nur in den TV-Olymp aufgestiegen, weil die Zuschauer daran gewöhnt worden sind, anderen beim Kochen zusehen.


Das Menü

Es beginnt mit viel Roter Bete: selbst der turbogebeizte Lachs ist mit dem Saft der Bete gefärbt. Schöne Vorspeisenteller, die Leckereien versprechen, sollen die Gäste erfreuen. Und die Zuschauer natürlich.

Albert würde nach dem Essen gern eine Zahnbürste haben, weil er Sorge hat, dass das Gemüse seine Lippen und Zähne rot gefärbt haben könnte ... Vielleicht stünde ihm ein bisschen Farbe jedoch durchaus gut, so farblos wie er ansonsten rüberkommt.

Der Hauptgang ist ein Schmorgericht. Ein solches wiederum findet Albert zu einfach, der sein eigenes Wagyu-Fleisch zu einem Unfall geschmort hat anstatt es sekundenschnell zu braten.

Natürlich ist ein Schmorgericht keine große Herausforderung - und Jutta gibt zu, dass sie nach ihrer umfangreichen Vorspeise den Hauptgang etwas unkomplizierter gestalten wollte.

Der Käsekuchen für den Nachtisch enthält außergewöhnliche 50 Gramm Gorgonzola. Ich habe keine Ahnung, wie das schmeckt - aber nachbacken werde ich es nicht. Auch, wenn mir dadurch etwas Tolles entgehen könnte. Allein der Gedanke, dass Schimmelkäse enthalten ist - würde den für mich vorschmecken lassen. Auch, wenn es nur 50 Gramm sind ...

Albert schwingt sich zu literarischen Höhenflügen auf und meint "der Käsekuchen schmeckt wie Erbrochenes".


Fazit

Jutta spricht davon, dass es sie ein wenig mutige Überwindung gekostet habe, sich für dieses Format zu bewerben - und dass sie es interessant findet, vier zuvor Unbekannte kennenzulernen und zu bekochen.

Spätestens zur Ausstrahlung kennt sie die Unbekannten besser. Albert lobt bei Tisch zum Beispiel ihre Vorspeise in den höchsten Tönen - und versetzt demselben Gericht hinterrücks den Todesstoß.

Zwar passieren solche Dinge öfter ... aber derart kontrovers selten. Er macht keine Einschränkungen, er vernichtet nur ... zum Glück zählen seine Worte nicht, denn sie haben keinen kenntnisreichen Hintergrund.

Die Punkte: 7 gibt Albert, je 9 Mark und Daniel, 10 gibt Kaya.

Gottseidank übertreffen die 35 Zähler für Jutta - Alberts seltsamerweise erreichten 32.

Aber: bei der hohen Bewertung seiner Speisen hat auch Jutta mit 8 Punkten geholfen ...

Es ist schwerer, ehrlich zu sein
als ehrlich zu scheinen.

© Sigbert Latzel (1931 - 2025)


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 21. April 2026

20. April 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Düsseldorf bei Albert



"Iss dein Gemüse"
Vorspeise: Miso-Sauermehl-Suppe mit Kartoffelpüree und gebackenen Austernpilzen in Sojamarinade
Hauptgang: Wagyu mit Honig-Kreuzkümmel-Karotten und Balsamico-Kräuter-Jus
Nachtisch: Zucchinibrot mit säuerlichem Sahnetopping


Bitte anschnallen: jetzt tritt der Ernstfall ein!

Der 31jährige Flugbegleiter Albert möchte seinen Part dieser Sendung showgerecht gestalten, aber es tritt der

furchtbare Ernstfall ein,

dass er kochen soll. Und sowohl das Kochen als auch die angedachte Show sehen am Ende aus, als würde man eine

Webcam über einer weißen Badewanne in der Hoffnung laufen lassen, dass es genug Zuschauer für eine große Inhaltsleere gibt.

Albert lebt in einem schicken Hochhaus im Düsseldorfer Medienhafen - aber auch ein schickes Hochhaus bleibt ein Hochhaus, und das muss man mögen - oder den ganzen Tag aus dem Fenster die schöne Aussicht genießen, bis sie irgendwann so normal ist wie der Blick in irgendeine Badewanne.


Albert ist als Sohn polnischer Eltern in London geboren und aufgewachsen, obwohl sein Akzent rein polnisch und kein bisschen englisch klingt. Wie kann das angehen? Hat er in London nur unter Polen gelebt?


Das Abendessen

Besonders punkten möchte er mit teurem Fleisch und "nicht ganz billigen" Weinen.

Doch am Herd ist er auf sich alleingestellt, als würde er eine Wüste ohne Trinkwasser durchwandern.

Eigentlich klappt gar nichts, und er selber merkt das durchaus. Und selbst wenn das eine oder andere doch funktioniert, so passt es nicht: nicht für ein perfektes Dinner, nicht zueinander, nicht für ein bisschen Freude.

Kochen ... ist nicht seins. Da ist es auch nicht weiter schlimm, dass das volle Gewürzregal, das er stolz präsentiert, so hoch im Schrank hängt, dass er für die oberen Fächer eine Leiter braucht. Aber

vielleicht stehen in dem Regal auch keine Gewürze, weil es nur mit einer Fototapete ausgestattet ist.

Die Vorspeisensuppe rührt er ausschließlich mit gekauften Zutaten an: Brühe, Sauerteig, Misopaste. Schließlich serviert er sie mit einem dicken Klecks Kartoffelpüree - wie kommt man auf solch eine absurde Idee? Wem schmeckt so etwas? Wer möchte das Rezept haben? Wer würde lieber hungrig nach Hause gehen?

Das gute Fleisch vom Wagyu-Rind - vor den Bildschirmen fließen ein paar bittere Tränen, die mit dem Wunsch verbunden sind, er

solle bitte endlich seine Koch-Versuche beenden.

Der Nachtisch gehört zur Kategorie "ein Abend kann so seltsam sein". Wer mag als Abschluss eines "Dinners"

Zucchinibrot mit sauren Sahnetupfern? Oder sind etwa die vielen Blüten auf den Tellern der eigentliche Nachtisch?


Fazit

Albert selber würde sich ein "starke 6 Punkte" für sein Abendessen geben. Ich würde das "starke" streichen - und dann auch noch ein paar Zähler abziehen. Doch etwa 3 dürfen bleiben, allein dafür,

dass er nicht in der letzten Minute gekniffen hat - und pünktlich zu Showbeginn anwesend war.

Obwohl ... es gibt ja immer Ersatzkandidaten ...

Und vier weitere Kandidaten mit Düsseldorfer Geschmacksknospen, die offenbar zufriedengestellt sind. Na dann!

Die Punkte muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: je 8 geben Jutta, Mark, Kaya und Daniel.

Das ergibt die Summe von 32 überkandidelten Zählern. Vielleicht dachten die Gäste, man müsse den 8. Stock, in dem er wohnt ... mit jeweils 8 Punkten abgelten.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Sonntag, 19. April 2026

19. April 2026 - Ein kleiner Sonntags-Appell ...




Wer sich blamieren, polarisieren, einen Geschäftszweig promoten oder einfach mal ins Fernsehen möchte, kann sich für die Sendung

"Das perfekte Dinner"

bewerben: zwar hat es den Anschein, als wären gute Hobby-Köche und -Köchinnen unerwünscht, aber
das stimmt natürlich ü b e r h a u p t nicht, sondern ist lediglich ein böses Gerücht.

Denn die Guten braucht man, um die Fahne vom ewigen Halbmast auf die höchste Stufe des Mastes zu hieven., wenn die Sendung mal wieder droht, den Bach runterzugehen oder im Niedrigwasser vor sich himdümpelt.

"Es macht Spaß", sagen viele Dinner-Teilnehmer, während andere sich einig darüber sind, dass "es wehtut". Denn ein Shitstorm verdirbt so manchem Kandidaten den Spaß gehörig.

Weitere wiederum fühlen sich rundum und herzensglücklich nach ihrer Teilnahme, denn

sie waren der Joker im Spiel, das Herz-As der Runde, die Herz-Königin oder der Herz-König.

Bewerbt euch bitte, damit mir die Stoffe und menschlichen Vorlagen für meinen Blog nicht ausgehen.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Samstag, 18. April 2026

18. April 2026 - Vox - Für immer jung ... Die Reportage



"Forever young" "Für immer jung"

- heute ab 20.15 Uhr auf Vox, dem Programm, dem die Schönen und Schön-Sein-Wollenden vertrauen ...

Ich muss mir das nicht ansehen, denn bei mir ist bereits der Beginn der Longevity in vollem Gange.
Und wenn man das in meiner Sprache ausdrückt und simpel Langlebigkeit nennt, klingt das einfach so, als wolle man sich ein Stück mehr vom Lebenskuchen abschneiden, als die Allgemeinheit einem zugetraut hat. Oder gönnt.

Andererseits gibt es bereits genug Influencer, die ihren Körperwahn wie Viren verbreiten, aber sich weigern, Masken zu tragen. Denn dann könnte man nicht sehen, wie makellos maskenhaft manche Züge sind. Nein, nicht die von der DB, sondern die, die in Gesichtern nicht mehr entgleisen können.

Zusätzlich geht es in dem Bericht um Beinverlängerung - eine völlig absurde und schmerzhafte Art, sich mit Leuten auf Augenhöhe unterhalten zu können - während die unter Augenhöhe etwas völlig anderes verstehen.

"Beauty to go" wird thematisiert - während ich mir nicht einmal einen "Kaffee zum Mitnehmen" gönne.

In einer Longevity-Klinik kann jeder sein biologisches Alter bestimmen - und sich demonstrieren lassen, wie man genau d a s aufhalten kann. "Reverse-Aging" nennt sich das Verfahren - und der biologische Altersprozess wird schlicht und einfach umgedreht. Super! Super?

Nun fehlt nur noch einer, der all die Personalausweise der langlebigen Schönheitswilligen auffrischt, damit das Ganze auch Sinn macht und amtlich genehmigt und abgestempelt wird.

Aber am Ende kommt es wie immer ganz, ganz Dicke, denn das Sterbedatum aller Bemühungen wird vom Schicksal trotzdem nicht verlängerbar verhandelt ...

und dann kommen all die Schönen und schön Operierten im Himmel an - und sind

sehr, sehr einsam dort, weil

niemand, wirklich niemand sie wiedererkennt: nicht mal die eigene Mutter.


Vox ist so freundlich und gibt für jeden lesbar diese Vorab-Infos anhand derer ich den Post verfasst habe.
In der Regel sind die Vox-Reportagen durchaus sehenswert. Darum will ich niemandem abraten, sich das anzusehen.


Guten Abend, Gruß Silvia



17. April 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Aschaffenburg bei Antonia




"Omakase-Menü „Ich überlasse es dir.“ Der Koch wählt die Speisen, der Gast genießt die Reise"
Vorspeise: Fenchel / Orange / Muschel / Umeboshi / Shokupan / Algen
Hauptgang: Soba / Soja / Ei / Schnittlauch / Nori
Nachtisch: Miso und Sahne / Banane / Süßkartoffel / Hojich


Im Land des Lächelns

Antonia möchte ihren Gästen, den Zuschauern, den Interessierten, Uninteressierten, Gleichgültigen und allen, die auch nur am Rande etwas von dieser Sendung mitbekommen,

die japanische Küche näherbringen. Sie hat einmal? in Japan Urlaub gemacht und ist seitdem ein Fan der Kultur, zu der natürlich auch die Küche gehört.

Wer möchte, kann sich in Düsseldorf nach den japanischen Küchen samt ihrer Meister umsehen, denn dort ist die größte japanische Gemeinde Deutschlands beheimatet. Ob es in den diversen Restaurants wie in Japan schmeckt oder ob die Küche dem deutschen Geschmack angepasst ist, weiß ich nicht: ich war noch nie in Japan.

Der letzte Abend dieser Aschaffenburger Runde wird von der 29jährigen Küchenplanerin Antonia bestritten. Und bevor es Missverständnisse gibt: sie plant die Hardware, also die Küchenmöbel - aber heute

liefert sie ein wenig Software in Form eines drei-Gänge-Menüs als Gimmick obendrauf.


Das Menü

Das Fenchel-Orangen-Gemüse soll sehr salzig sein, aber alles in allem gut schmecken. Ich esse sehr gern Fenchel plus Orangen, nehme aber nur Pfeffer und ein bisschen Chili, kein Salz.

Soba sind Nudeln - sie packt die selbst hergestellte Teigmasse in eine Plastikhülle. legt diese auf den Boden und stampft mit den Füßen die Luft raus ... Show! Kann man machen, man kann aber auch

ein Nudelholz oder eine Flasche nehmen, um alles plattzukloppen.

Sicherlich könnte sie problemlos auch Trauben mit den Füßen keltern ... falls einem Winzer einmal die Maschinen ausfallen.

Überdies kann ich mir nicht alle Zutaten für die nächsten 2 Gänge merken - die hier voller Inbrunst angepriesen werden. Nur so viel:

Bananen ... wer sie braucht? Bitteschön!

Ich erwähne die nur wegen meines obigen Fotos.

Alle drei Gänge sehen gut und ambitioniert aus. Weiteres kann ich nicht bewerten, denn hier kommt es schon mehr auf den Geschmack an als auf die Sicht.


Fazit

In sehr direkter Nähe zur Kochinsel und zum Esstisch fallen Bärte, und zwar die von Ben und Johannes - ich sehe quasi die kleinen Härchen durch die Luft in die Gläser fliegen ... zum Glück ist das Essen Geschichte. Aber morgen wird Antonia vermutlich wieder kochen ...

Und dieses Dauer-Thema "Bärte" nervt mehr als vieles andere je in dieser Sendereihe genervt hat. Ich mag Bärte auch nicht besonders gern,

würde aber niemanden drängen, diese abzurasieren.

Solche Übergriffigkeiten sind nur im TV möglich, vielleicht vom Team der Sendung forciert ... aber man muss nicht allen Vorgaben folgen. Jeder

darf überall auch er selber sein und bleiben.

Es ist wie es ist, und die Bärte-Story ist mehr als öde und findet hoffentlich keine Nachahmer.

Die Punkte: je 10 von Luna und Johannes, 9 von Ben und 8 von Lucia.

Sapperlot! Antonia hat mit 38 Zählern nur einen Punkt weniger als die Gewinnerin

Luna.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten heute 7 Sonnenstunden, Regen und maximal 18 Grad.



Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 17. April 2026

16. April 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Aschaffenburg bei Ben



"Wald trifft Wasser - ein herbstlicher Genuss"

Vorspeise: Frischer Auftakt mit Farbe, Finesse und Meer - Lachs auf Rote-Bete-Tatar mit Avocado-Creme
Hauptgang: Wild, aromatisch, perfekt abgestimmt - Rehrücken mit „Kartoffel-Blätterteig“ und Selleriepüree
Nachtisch: Ein süß-säuerlicher Abschluss - Dinkel-Brioche-Pudding an Pflaumenkompott und Zitronensorbet



Der sensible Besserwisser

So bezeichnet Ben sich selber, und es bleibt die Frage, ob sich diese beiden Eigenschaften manchmal im Weg stehen. Wird ein Besserwisser eines Besseren belehrt - reagiert er dann sensibel? Vielleicht sogar weinerlich? Oder reagiert er nur sensibel auf andere Kollegen "Besserwisser"? Denn wenn zwei aufeinandertreffen und dann auch noch unterschiedliche Meinungen zu diversen Themen haben - kann es leicht brenzlig werden.

In dieser Runde jedoch hat Ben keinerlei Konkurrenz zu fürchten, denn Luna und Antonia sind ihm und dem anderen barttragenden Kandidaten gegenüber ausgesprochen wohlwollend gesonnen und kaum geneigt, alles besser zu wissen - während Lucia ihr eigenes Ding durchzieht und sich kritikmäßig weder von Bärten noch von sonstigen Dingen beeinflussen lässt.

Ben und Johannes werden intern "die Zwillinge" genannt, obwohl ihr einziges Merkmal dafür die angezüchteten Bärte sind. Ansonsten hat natürlich jeder zwei Augen, eine Nase und einen Mund - was am Ende jede Zwillingsschaft komplett ausschließt.

Es soll auch nur ein Joke sein - und am Ende der Woche möchten die Frauen, dass die Bärte der Männer fallen - vielleicht auch, weil sie das einzige sind, dass Männer Frauen voraus haben können? Wenn die beiden doch so stolz auf ihre Bärtchen sind, kann man sie ihnen auch lassen - und vor allem nicht zwischen den Gängen abrasieren.

Ich sehe hier die Gefahr, dass winzige Härchen hängenbleiben - und im Essen landen.

Der 33jährige Ben ist Produktplaner in einer Eisfabrik - und rasiert sich heute schon den Teil der Männlichkeit ab, die er Johannes voraus hat: seinen haarigen Unterlippenbewuchs.


Das Menü

Geht es hier überhaupt noch ums Essen? Ja, darum dreht sich vieles bei Ben, denn Kochen und Grillen sind sein größtes Hobby. Allein 6 Grillgeräte nennt er sein eigen, und sie stehen wie 6 Wächter in seinem Garten, so dass manch ein Nachbar sich bereits vor dem Rauch fürchten könnte. Für uns Zuschauer stehen sie dort wie ein

Versprechen, dass es heute das wirklich "perfekte Dinner" geben wird.

So sieht es zumindest Ben.

Rot gebeizter Lachs in Miniportionen trifft auf Rote Bete-Tatar.

Der Clou seines Hauptganges misslingt: die Schichtkartoffeln zerfallen beim Nachbraten zu einer Masse einzelner Scheibchen, die kaum genug Platz in der Pfanne haben. Sein

Missgeschick behält er für sich, und es gibt keine Nachfragen, wo denn jetzt der Kartoffel-Blätterteig abgeblieben ist.

"Perfekt abgestimmt" - ist in Bens Menükarte zu diesem Gang zu lesen. Eine sehr mutige Beschreibung!

Dinkel-Brioche-Pudding ... hierzu habe ich keine Meinung, überhaupt keine.


Fazit

Luna und Antonia jubeln über dieses und jenes, das auf ihren Tellern landet, als würden sie dafür bezahlt. Lucia behält das große Ganze im Kopf,

während Ben selbstbewusst wie Rumpelstilzchen aus dem Märchen glaubt, dass niemand seinen Namen erraten kann: "9 Punkte sollten es schon sein ..."

Dem folgt nur Johannes, denn Luna, Lucia und Antonia geben ihm je 8 Punkte.

Das ergibt die Summe von 33 Zählern. - Besserwisser sind eben selten Bessermacher!


Guten Morgen, Gruß Silvia