Samstag, 22. August 2026

22. August 2026 - Die Kraftquelle meiner Oma



Die Kraftquelle meiner Oma

Niemand hat ihr je einen Rosengarten versprochen - und sie hat ihn auch nie bekommen.

Am 27. August 1902 in Dortmund geboren - war sie später die Ehefrau von Silverius Schäfer, und gemeinsam bekamen sie drei Söhne. Den letzten bekamen sie 1935, und somit galt meine Oma Josefine zu der Zeit als

Spätgebärende.

Silverius Schäfer starb mit nur 47 Jahren. Ich habe ihn nie kennengelernt. Wurde jedoch nach ihm benannt. Ihr ältester Sohn Johannes starb mit 21 Jahren. Jahrzehnte später starb noch ihr Enkel, mein Bruder,  mit 19 Jahren.

Und zwischen all den Jahren hat sie  2 Weltkriege erlebt - und musste miterleben, wie Dortmund im 2. Weltkrieg permanent bombardiert und komplett zerstört worden ist. Wie viele ihrer Freunde

bei diesen Angriffen gestorben sind ... ich weiß es nicht.

Meine Oma gehörte zu einer Generation, die für das größte aller denkbaren Elende keine Worte finden wollte oder konnte. Sie fraßen das Leid  in sich hinein - und spuckten es nicht anderen als bittere Erfahrungen vor die Füße.

In meinen seltenen sensiblen Kindheits-Momenten habe ich jedoch gespürt, dass sie manchmal in eine tiefe Traurigkeit abgedriftet ist. Schnell, ganz schnell,  hat sie diese wieder verborgen, denn niemals hat sie gewollt, dass ich ihren Schmerz spüre. - Manches erkennt man erst viele, viele Jahre später.

Vielleicht wollte ich aber genau aus diesen Gründen nie ein Kind haben - aus einer vorausschauenden, aber nicht weiter zu begründenden Angst, dass es vor mir sterben könnte ... Nie wollte ich diese Traurigkeit selber fühlen -

und dennoch fühlt jeder sie irgendwann und auf irgendeine Weise, auch eine Frau ohne Kinder.


Die Kraftquelle

Meine Oma besaß jedoch eine Kraftquelle, aus der sie immer und immer wieder Hoffnung schöpfen konnte:

sie war katholisch, und sie war tiefgläubig.

Sie glaubte an ein Wiedersehen nach dem Tod mit all ihren lieben Verstorbenen.

Oft habe ich sie um "ihren Gott" beneidet, heute sehr, damals nur selten. Früher habe ich mich manchmal hinreißen lassen,

in ihrer Gegenwart Gott abgrundtief zu beleidigen. Nicht, um ihr wehzutun, sondern um sie von ihm zu entfernen - ich war

schlicht eifersüchtig und wollte Gott aus ihrem Kopf wegmanipulieren. Das sehe ich heute so - damals war ich nur wütend, dass es jemanden geben  k ö n n t e, den sie mehr liebte als mich.

Dabei hat sie nie von mir verlangt, dass ich Gott in demselben Licht sehe wie sie. Das einzige, was sie 

je von mir "verlangt" hat, war, glücklich zu werden.

Ihr größter Wunsch an meine Zukunft lautete:

"Ich wünsche mir für dich, dass du  n i e, n i e  einen Krieg erleben musst."

In diesen knappen Worten lag

im Grunde ihre zeitlebens unerzählte eigene Geschichte.


Guten Tag, Gruß Silvia


Freitag, 21. August 2026

21. August 2026 - Momos Halleluja für vier Pfoten





Momos Halleluja für vier Pfoten

Momos Natur ist es, immer genau hinzusehen, alles zu hören, auch mal etwas dazu zu bellen und die Dinge einzuordnen, wie sie sind - und täglich ihrem Job nachzugehen. Als Sheriffin liebt sie es, ihren Waldarbeitsplatz unter den Füßen zu spüren - und ist froh, gleich vier davon zu haben, denn mehr ertasten könnten vier Fäuste für ein Halleluja zumindest nicht.

Dabei kennt sie durchaus ein paar wenige Hunde, die mit scheinbar geballten Fäusten durch die Welt laufen anstatt ihren sensiblen Tastsinnen die Hauptrolle spielen zu lassen. Das sind dann

die Hunde, denen sie ihren "Passierschein" für einen weiteren Wald-Besuch verweigert. Als Sheriffin ist sie nicht nur für die tägliche Kontrolle der Natur zuständig, sondern auch für die

Berechtigungsscheine zum Betreten des Waldgebietes. Denkt sie! Und da

denkt sie genau wie einst Robin, mein Yorkshire-Terrier, der sich so großartig gefühlt hat und großspurig gewesen ist, dass er Momos direkter Vorgänger in diesem Amt gewesen ist. Er war nur strenger, weniger nachsichtig und durchaus für den einen oder anderen Kampf bereit,

wenn es nicht nach seinem Köpfchen gegangen ist.

Als Nebenjob zum Waldwesen war er Chef bei der

Spurensicherung.

Auch Momo entgeht keine einzige Spur, die für einen Hund auf irgendeine Weise interessant sein könnte: der Geruch von Rehen zum Beispiel oder wild umhertobende

Eichhörnchen.

Eichhörnchen sind in Momos Augen die schlimmsten Zeitgenossen - ihnen gönnt sie nicht einmal die kleinste Haselnuss, denn ihrer Meinung nach sollten die alle lieber verhungern.

Irgendeinen großen Feind hat schließlich jeder! Oder?

Nur Charlie, mein Tibet-Terrier-Mix, lebte völlig gechillt nach Buddhas Vorbild und mit den philosophischen Ansätzen der größtmöglichen inneren Sanftmut und Gelassenheit. Mit allem zufrieden und ohne feindliche Gefühle anderen gegenüber passt dies:

"Die Wichtigkeit des Kleinen wächst unter den Augen einer großen und treuen Seele."
- Georg von Oertzen (1829 - 1910)

Während es nicht unüblich gewesen ist, dass Robin um

12 Uhr mittags

kampfbereit einem seiner Meinung nach eingedrungenem Rüden-Rivalen gegenüberstand -

macht Momo lieber eine Kehrtwende, bevor es zu ernst wird. Lieber entzieht sie sich brenzligen Situationen als sich ihnen zu stellen. Aber ... wehe, sie wird in die Enge gedrängt ... dann packt auch sie ihre Waffen aus ... aber bislang war das zum Glück noch nie nötig.

Charlie war jedoch der, der überhaupt niemals in eine solche Situation geraten ist. Er war eher der Unsichtbare, der in anderen niemals angriffswütige Gefühle ausgelöst hat.

Es fehlt noch meine Malteserin Bienchen, die sich jede Menge von Robin abgeguckt hatte und ihn in ihren späteren Lebensjahren locker übertroffen hat.

Doch auf der anderen Seite hat sie viele Menschen verzückt, obwohl das nie in ihrer Absicht gelegen hat - und darin wurde der Unterschied zwischen ihr und Robin deutlich: Robin liebte es, Menschen für sich zu gewinnen, ihr war das egal.

Hier der Text einer Mail von einer Bienchen-Freundin:

"Ich finde, Bienchen wirkt so, wie man sich eine alte englische Adelige vorstellt: ein bisschen zerzaust, ein bisschen schusselig, ein bisschen grummelig;
Aber: großherzig!"

Überdies wäre Bienchen am liebsten die Chefin einer Wurst- und Fleischtheke gewesen - und nach Feierabend natürlich

Diva.

Momo hingegen hat nichts von einer Diva an sich.

Der Kumpel-Typ ist sie allerdings auch nicht: würde sie irgendwann "Pferde stehlen" wollen, dann ohne Hilfe eines Artgenossen.

Momo ist stattdessen originell, sensibel mit kleinen Unterbrechungen durch Tollkühnheit, ausgewählten Menschen zugewandt, ohne Interesse für die anderen und eine Seele von einer Hündin, wenn man einmal ihr Herz erobert hat.


Guten Tag, Gruß Silvia


Dienstag, 18. August 2026

17. bis 21. August 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Wiederholungen aus Hannover vom 23. bis 27. September 2024



Die damalige Wettbewerbswoche in Hannover begann mit Claudia.


Ihr Menü:

"Leichter Sommerabend"
Vorspeise: Tomaten - Oliven / Salsa verde / Senf
Hauptgang: Jakobsmuschel & Kalb - Vanille / Fenchel / Orange / Kartoffel / Porree
Nachtisch: Zitrone - Buttermilch / Meringue / Streusel / weiße Schokolade



Ihrem Auftritt habe ich den Titel

Jeder Weg hat einen Anfang, aber nicht jeder Anfang führt zu einem Weg.
- Peter Amendt (*1944)

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






Den 2. Tag hat die Motorradfreundin Gabriela bestritten. Zwar besitzt sie keinen Führerschein für diese Kisten, ist aber die begeisterte Sozia ihres Mannes. So wirklich

kurvenreich ist ihr Dinner jedoch nicht.


Ihr Menü:

"Das Geheimnis der Gaumenfreuden"
Vorspeise: Edler Fisch küsst grünes Gold - Lachs / Avocado / Meerrettich
Hauptgang: Zarte Wangen im Rausch der Röte - Rind / Süßkartoffel / Rotwein
Nachtisch: Himmelswolken treffen auf rubinrote Perlen - Biskuit / Himbeere / Mascarpone


Ihr habe ich den Titel

Ein "heißer Ofen" macht noch kein perfektes Dinner

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





Zwar serviert Norman am 3. Tag keine Pizza, hat aber eine Geschichte darüber im Gepäck. Auch sein Menü erzählt eine Story:


Das Menü:

"Menü für Gipfelstürmer"
Vorspeise: BBQ-Pilzsandwich
Hauptgang: Knödel-Tris - Kas / Spinat / Lauge
Nachtisch: Heiligtümer des Todes - Eckig / Rund / Gerade - Nussig / Cremig / Salzig


Norman habe ich den Titel

Genuss ist eine Frage der Phantasie
- Markus M. Ronner (1938 - 2022)

gegeben.

Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






Am 4. Wettbewerbtag durfte Liv zeigen, was sie kann.


Ihr Menü:

Vorspeise: Ziegenkäse / Pfirsich / Rucola / Granatapfel / Crumble
Hauptgang: Steinbeißer / Risotto / Spargel / Parmesan
Nachtisch: Mille-feuille / Pistazie / Beeren


Ihrem Auftritt habe ich - gemäß ihren eigenen Worten - den Titel

"Gut Ding hat ... Langeweile"

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:




Trotz fehlendem eigenen Inventar konnte Felix damals den finalen Dinner-Tag bestreiten. Er hatte eben Hilfe von seinen neuen "Freunden" und altbekannten Verwandten.


Sein Menü:

Vorspeise: Zwei Wasser, eine Seele - Fisch / Kartoffeln / Möhren / Sellerie
Hauptgang: Teriyaki-Filet trifft Heimat - Rind / Kartoffeln / Möhren / Pflaumen
Nachtisch: Pflaumen-Schoko-Verführung - Süßkartoffel / Schoko / Amaretti / Pflaumen


Ihm habe ich den Titel

- Das Stuhl-Problem

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:



Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen, das bei uns 7 Sonnenstunden bei maximal 19 Grad bringen soll. Ein bisschen Regen ist auch vorhergesagt.

Im übrigen geht es in der nächsten Woche mit neuen Dinner-Folgen weiter, zunächst aus der sicherlich beliebten Kochregion

Pfalz.


Guten Morgen, Gruß Silvia





Samstag, 15. August 2026

15. August 2026 - Knallmais, Puffmais, Puffegal - Hauptsache Popcorn-Time





Knallmais, Puffmais, Puffegal - Hauptsache Popcorn-Time

Man lehnt sich zurück und lässt alles an sich vorbeilaufen, was Social-Media zu bieten hat, und das ist jede Menge. Es gibt die Zeitungs-Beiträge

über aktuelle Ereignisse, und es gibt die Meinungsbilder, die sogleich jedes Ereignis in die richtige Rubrik einordnen. Über diese Einordnungen

schlagen die Diskussionen Wellen - und zündeln hitzige Worte wie Feuer. Pyromanen der anderen Art vereinigen sich

in den Kommentarspalten zu Streitgesprächen, die dann andere

dazu veranlassen,

zum Popcorn zu greifen. 

Die wiederum lehnen sich gemütlich zurück und freuen sich, dass sie nicht selber im Kreuzfeuer stehen - das erhöht den Popcorn-Bedarf jedoch erheblich,

so dass kein Hersteller mehr Werbung für sein maishaltiges Produkt machen muss: die gibt es kostenfrei immer und immer wieder, wenn jemand schreibt: 

"Ich hole mir jetzt Popcorn!"

Dumm für mich, dass ich das Zeug gar nicht mag - aber vielleicht schmecke ich es überhaupt nicht, während ich versuche, 

bittere Nachrichten und Weiteres wie auch Heiteres herunterzuschlucken.

Denn die heiteren Beiträge gibt es zum Glück auch, und die versüßen die Zeiten - und da fällt mir siedend heiß ein, wie man

sich auch die bitteren Wortmeldungen ohne Schadenfreude versüßen kann,

denn in Wahrheit macht nur Schokolade wirklich glücklich - und vermutlich ist der Siegeszug von Popcorn ohnehin

nur ein Gerücht.

Und die schwer mit Wörtern bewaffneten Verbal-Vorturner entschließen sich letztlich auch, die Flinten ins Popcorn ihrer Leser zu werfen,

statt mit fäkaliengefärbter Sprache auf ihnen fremde Menschen loszugehen - 

und greifen zur Schokolade. Die macht nicht nur glücklich, sondern auch zufrieden und friedlich. Zumindest vorübergehend.


Guten Tag, Gruß Silvia


Freitag, 14. August 2026

14. August 2026 - Reality-TV ... bis alle Hemmungen fallen






Reality-TV - bis alle Hemmungen fallen 

Unzählige TV-Formate beschäftigen sich mit Trash und rekrutieren die trashigsten Darsteller, die aus unnützem Kram einen noch unnützeren rausholen. Gefühlt kommen täglich neue Formate aus dem Bereich "Schund" hinzu, und ich kenne nicht einmal die,

die gerade hoch im Kurs sind, in denen ihre Protagonisten bereit sind, ganz, ganz tief zu fallen. Und fallen sie nicht freiwillig,

setzen die Sender alles daran, sie beim Stürzen heftig anstupsend zu unterstützen.

Trash ... ist ein perspektivisch relevantes Dauerprojekt, um Gemüter zu erhitzen, die dringend der Fürsorge öffentlicher TV-Skandale benötigen.

Manch einer fühlt sich wie vor den Kopf gestoßen oder gegen die Wand gelaufen, kann aber ebenso wenig wegsehen wie Autofahrer,

die auf der anderen Seite einen schweren Unfall voller Schadenfreude betrachten, weil sie sich einfach nicht vorstellen können, dass es sie selber ebenso treffen könnte ... aber für diese Gaffer trifft das zum Glück nicht zu, und sie werden niemals selber betroffen sein,

sondern den agierenden TV-Statisten nur weiterhin staunend folgen.

Vielleicht hat alles mit dem "Frauentausch" begonnen, in dem jeweils eine schlampige und eine perfekte Hausfrau miteinander Wohnung, Haus, Garten, Kinder, Ehemann und Freude und Leid geteilt haben? Ein cleverer Schachzug, denn so konnten sich die meisten der Zuschauerinnen in einer der Kandidatinnen wiedererkennen.

Weitere und unzählige Formate sind gefolgt und folgen immer noch. Die Ideen für weiteren Trash sind immens und auf dem Vormarsch, so dass man darunter das ehemalige

Volk der Dichter und Denker

überhaupt nicht mehr erkennen kann.

Wenn du demnächst einen wirklich schlechten Tag hast - denk daran, diverse TV-Sender haben nicht nur schlechte Tage, sondern treffen auch schlechte Entscheidungen ...

denen jedoch so viele Menschen folgen - dass man glauben könnte, mies ist niemals miserabel genug, als dass sich keine Zuschauer finden, die sich daran ergötzen.

Kandidaten können Bekanntheitsgrade ausbauen, ohne dafür irgendein Talent in die Waagschale zu werfen. Manche werden sicherlich sogar Publikumslieblinge,

doch das Publikum ist niemals treu und verlässlich.

Online schwimmen oft Artikel über diese Shows an mir vorbei - und ich kann aus meiner Perspektive der "Nur-Bilder-Guckerin" feststellen, 

dass sich besonders viele Kandidatinnen ziemlich ähnlich sehen. Nicht so, als hätten sie alle dieselben Eltern - sondern, als hätten sie alle dieselbe Telefonnummer auf Platz 1 in ihren Handys: von Ärzten. Auf der Nr. 2 liegt sicherlich der Friseur. Eben die wichtigen "Verschönerungs-Nummern"!


Doch abseits vom Trash gibt es auch noch Sendungen, und eine davon könnte "Esstischtausch" heißen, wird jedoch

"Das perfekte Dinner" genannt.

Darin werden schöne Wohnungen vorgeführt, weil es sich in denen gleich viel leichter und beschwingter kochen lässt, ein paar freundliche gegen einige gehässige Worte geteilt, am Ende Einigkeit ausgerufen - denn immer ist es für alle Kandidaten eine insgesamt nette Veranstaltung - die

reinste Lippenbekenntnis-Reihe ... meistens.

Der ganze Trash hingegen lässt mich kalt, weil ich ihn ignorieren kann. Und zwar ohne Probleme. Es gibt genug Ausweichmöglichkeiten ... und falls die mal wegfallen

kann ich auch noch meine Wände anstarren oder ins Leere blicken, denn da guckt man in jede Menge neuer Ideen.

Oder ich laufe einfach einfach so lange, bis ich gar nichts mehr denke ...  



Guten Tag, Gruß Silvia


Dienstag, 11. August 2026

10. - 14. August 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Wiederholungen aus Kiel/August 2024



Diese Wiederholungswoche aus Kiel liegt fast genau 2 Jahre zurück.

Die erste "Hobby-Köchin" der Runde heißt Paulina.

Ihr Menü:

"Jahreszeiten"
Vorspeise: Herbstlich bunt – Milde Ziege im roten Rübenmantel – Ziegenkäse /​ Rote Bete /​ Ravioli /​ Rucola
Hauptgang: Wintergenuss – Ochsenbäckchen, Stampf und Bohnen
Nachtisch: Crème Brûlée-Tarte und Rhabarber


Ihrem Auftritt habe ich den Titel

K e i n Knalleffekt!

gegeben.

Anmerkung: am 12. August 2024, dem Tag der Ausstrahlung, war es noch ein paar Grad heißer als gestern. Obwohl die gestrige Hitze schon mehr als anstrengend gewesen ist.

Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






Am 12. August 2024 wurde Katjas Dinner-Tag erstmalig ausgestrahlt.


Ihr Menü:

"Genuss-Elemente"
Vorspeise: Meer – Lachs-Confit /​ Sellerie /​ Grüner Spargel /​ Brunnenkresse
Hauptgang: Wald – Reh /​ Pilze /​ Kartoffeln /​ Romanesco
Nachtisch: (Genuss)-Himmel – Crème Brûlée /​ Schokoküchlein /​ Eis /​ Obst


Ihrem Auftritt habe ich den Titel

Gewitter

gegeben, das sich jedoch mehr auf ein reales als ein großes Spektakel beim "pD".


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:





Der 13. August 2024 war Nils' großer Tag: sein Beitrag zu dieser Sendereihe wurde endlich ausgestrahlt.

Sein Menü für den eher norddeutschen Gaumen: besonders ist der Hauptgang gemeint:

"En beten Noorddüütsch"
Vorspeise: Lachstatar auf Kartoffelrösti
Hauptgang: Labskaus 2.0
Nachtisch: Rode Grütt mit Eis


Nils habe ich den Titel

Segeln auf Sieg,
Kochen ohne Anspruch

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:




Kevins Nerven flattern. Wie mag es diesen erst ergangen sein, als er sich selber am 14. August 2024 im TV gesehen hat?


Sein Menü:

Vorspeise: Melone mit White-Tiger-Garnele, dazu Basilikum-Zitronen-Vinaigrette und Thymian-Zitronen-Brösel
Hauptgang: Zander auf Paprikaspiegel mit Erbsenpüree, Kartoffelrose, Parmesanchip und Wildbrokkoli
Nachtisch: Schokoladen-Crostata mit Himbeeren, Vanilleeis und Himbeerspiegel


Seinem Auftritt habe ich den Titel

Nerven gleichen unerzogenen Kindern: je mehr man sie beachtet, desto mehr rebellieren sie.
- Deutsches Sprichwort

gegeben.


Hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:






Christian beschließt damals wie heute die Kieler Runde.

Gab es eigentlich schon mal einen Kandidaten, der versucht hat, eine Wiederholung seines Auftrittes zu verhindern? Ich weiß es nicht. Aber jeder Versuch würde sicherlich ins Leere laufen ... man könnte jedoch höflich bitten ...

Sein Menü:

Vorspeise: Bauernsuppe - Regionale Bio-Genüsse
Hauptgang: 1000-Grad-Filetsteak - Grillgemüse / Kartoffelpommes
Nachtisch: Weiße Mousse - Nougat / Honig-Eis


Ihm habe ich den Titel

Großmaul reimt sich auf Kleingeist
- Manfred Hinrich (1926 bis 2015)

gegeben.


Und hier der Link zu meinem damaligen Blog-Beitrag:



Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende. Wir dürfen uns hier auf 32 Grad und 11 Sonnenstunden freuen - ob wir wollen oder nicht.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Samstag, 8. August 2026

8. August 2026 - 20 Jahre "Goodbye Deutschland" - und Daniela Katzenberger war dabei ...

Werte!


Vor ein paar Monaten bin ich im TV-Programm auf dem Parkett des Universums des Katzenberger-Cordalis-Clans ausgerutscht - und es hat sich angefühlt, als wäre ich eine Gafferin bei einem Unfall, die das Wegsehen außer Acht lässt, sobald sie lustlos in anderen Programmen nicht fündig wird - oder mit sich selber nichts anzufangen weiß.

Greifbar simpel sind die Werte, die diese Leute vertreten, denn es dreht sich alles darum, einen verblassenden Ruhm aufzuhalten, der ohnehin niemals wirklich verständlich gewesen ist, aber dennoch absolut real war.

Hineingezogen wird ein Kind, 10 oder 11 Jahre alt, bei dem sich die Frage stellt, welche Werte es auf seinen bisherigen Lebensweg mitbekommen hat. Den Wert, zu spielen, den Wert einen

kleinen Hund geschenkt bekommen zu haben, von dem dann gar keine Rede mehr ist, weil er nur den Reiz eines Vorbeigehenden hatte, der unwichtig war - und schnell missachtet wurde? Wie ein lebloses Spielzeug!

Da hält der Traum des Kindes vom Catwalk sicherlich länger als die Zuneigung zu einem Lebewesen, das in seinem kleinen Leben dringend


Werte und Beständigkeit brauchen würde.

Klar, dass die heute 11jährigen vermutlich nicht mehr (unbedingt) mit Puppen spielen, denn sie sind oft bereits winzige Erwachsene, die sich in ihrem eigenen Universum um sich selber drehen - eben genau so, wie es ihnen die Eltern vorleben. Oder eben so wie es viele Eltern ihren Kindern g a n z anders vorleben.

Klar, dass ein Kind wie das der Katzenberger und des Cordalis in 3, 4 oder spätestens 5 Jahren erwachsen ist - und sie sich in vielleicht

50 Jahren fragt, warum sie eigentlich keine wirkliche Kindheit gehabt hat.

Und traurig, dass solche Kindheits-Werte von einem Privat-Sender vermarktet werden, als zeigten sie die normale Welt auch vieler anderer Kinder,

die aus ganz anderen Gründen ebenfalls keine Werte kennen.

Werte bedeuten:

Zuwendung, Zuhören können, Kind sein, wenn man Kind ist, sich erwachsen verhalten, wenn man es ist, Empathie, Verantwortung, Nachsicht, Einsicht, Niederlagen, Erfolge, und mit beidem klarzukommen. Lernen, lernen, lernen und alles Gelernte aufzusaugen wie einen Schwamm,

ohne ein Schwamm zu sein, der alles Widerwärtige einfach wegwischt.

Früher war nicht alles besser, aber vielleicht war die Tatsache, dass es früher so viel weniger Möglichkeiten gegeben hat, für viele der normale Anstoß, Kinder das Kindsein genießen zu lassen, während man sie im Erwachsenwerden nach ihren eigenen Sternen greifen ließ, und auch ein Scheitern in Kauf genommen hat, ohne dass das Leben

dadurch gleich sinnlos geworden wäre.

Im übrigen gibt es genug und andauernde Warnungen, sein Kind nicht öffentlich zu präsentieren, denn wer weiß, in welchen dubiosen Kanälen seine Bilder

landen - und was dort damit veranstaltet wird.

Traurig!

Und doch nur e i n trauriges Kapitel im heutigen Reality-TV.

Guten Tag, Gruß Silvia