Vorspeise: Bruschetta Tricolore - Tomate und Trüffel / Pilz und Avocado / Zucchini und Parmesan
Hauptgang: Beef Wellington mit Kartoffel-Kürbis-Stampf, karamellisierten Möhren und Salbeibutter
Nachtisch: Hefezopf gefüllt mit Vanillepudding und Schokolade, dazu eine leichte Creme und Früchte der Saison
Ein Tollpatsch lädt zum Dinner ein ...
und dieser Begriff ist die liebevolle Umschreibung, die Michelle für sich selber findet. Ich sehe sie eher als unorganisiert.
Seit 17 Monaten ist die 29jährige Mama von einem kleinen Jungen, den sie nun wegen der Dreharbeiten nicht mehr 24 Stunden am Tag umtüddeln kann - und er fehlt ihr. Obwohl sie ihren Ehemann Yannick als "Herzenspapa" beschreibt und ihn in seiner Gegenwart geborgen und sicher weiß.
Da ist es beinahe heroisch, dass sie sich für diese Sendereihe beworben hat: denn die Abende sind manchmal lang und länger, während ihre Sehnsucht nach dem Kleinen sicherlich stetig steigt.
Ist sie also einfach nur gedankenverloren, als sie in kurzer Zeit ihre Küche in einen unüberschaubaren Haufen von Gegenständen, Lebensmitteln und mehr verwandelt?
Im Moment ist sie in Elternzeit. Was macht sie nur, wenn diese endet? Aber das ist natürlich nicht mein Problem.
Das Menü
Zur Vorspeise sage ich mal flapsig, dass es je drei verschieden belegte Brot-Scheiben für die Gäste gibt. Näheres über die Beläge steht in der obigen Speisekarte.
"Keine große Schwierigkeit", nennt Jenny den 1. Gang.
Aber Hallo! Das sehe ich völlig anders: immerhin kämpft sie bei der Zubereitung gegen ein Chaos an, vor dem manch ein anderer sofort flüchten würde. Oder die Tür hinter sich schließen, um einen Lieferdienst anzurufen.
Die meiste Aufmerksamkeit legt sie natürlich ins Beef-Wellington: das kostet Zeit. Getrieben fühlt sie sich nicht, denn sie kennt sich ja ... ich kenne sie natürlich nicht
und fühle mich, als sollte ich ein Wimmelbild in seine Einzelheiten zerlegen, um diese zu identifizieren. Gelingt mir nicht. Ist auch egal.
Das Kochwasser fürs Kartoffel-Kürbis-Pü gießt sie nach einem Tipp vom Team im Badezimmer ab, direkt ins Waschbecken neben der Kloschüssel. Es geht eben nicht anders, denn auch die Spüle in der Küche ist heillos überfüllt.
Möhrchen gibt es noch - kein Running-Gag oder doch? - ... ich habe das Gerücht gehört, dass diese in Deutschland bald zur Mangelware erklärt werden.
Zum Nachtisch gibt es einen mit Dr. Oetker-Hilfe-Pudding und Schokoladenstreuseln gefüllten Hefezopf.
Das Auge, das mitisst, mag diesen Hefezopf überhaupt nicht. Auch nicht die Augen vieler, die nur vorm TV zusehen.
Mir fällt dazu nur Ostern ein ... ein wunderbarer Hefezopf ohne jede Füllung als Mittelpunkt auf dem Frühstückstisch ...
Fazit
Wer möchte am Ende eines Abends eine solch vergewaltigte Küche aufräumen? Besser ist es, immer alles sofort wegzuräumen, was nicht mehr gebraucht wird, also System ins Geschehen zu bringen.
Die Punkte sind recht unterschiedlich, obwohl die Gäste sich während längerer Wartezeiten miteinander gelangweilt haben. Das sah zumindest so aus.
10 gibt Kevin, 9 Julia, 8 Jockel und 6 spendiert Jenny.
Sind die 33 Zähler allein dem Beef-Wellington geschuldet? Ich habe dazu keinen Plan, keine Idee - und daher auch keinerlei
Ansichts-Punkte zu vergeben. Denn probieren konnte ich schließlich gar nichts, obwohl meine "Augen" auch gar keine Freude am Testen gehabt hätten.
Am Ende hilft ein Lachen: aber kein Anlachen, sondern ein Auslachen.
Guten Morgen, Gruß Silvia



