Vorspeise: Kürbis-Crème-Brûlée an Herbstsalat
Hauptgang: Zweierlei vom Reh trifft Selleriepüree
Nachtisch: Honigbirne und Schokolade
Hauptgang: Zweierlei vom Reh trifft Selleriepüree
Nachtisch: Honigbirne und Schokolade
"Ich sehe Menschen gern – das ist mein Hobby!"
© Phil Bosmans (1922 - 2012)
© Phil Bosmans (1922 - 2012)
Und wo im TV außer in dieser Sendereihe sieht man so viele unterschiedliche Menschen mit geistreichen und auch weniger guten Ideen, mit dem Hang zur Selbstdarstellung oder dem Mut, sich überhaupt im Fernsehen zu präsentieren oder irgendetwas dazwischen, mit Schwächen und Stärken, Gleichmut und Übermut - und eben allem, was Menschen von sich zeigen können - oder wollen.
Der Clou des "perfekten Dinners" ist, dass es ins private Leben eines jeden Kandidaten hineinleuchtet. Denn was ist intimer als die Zuhause von anderen, in die man einen Blick werfen kann?
Und jede Woche öffnen sich fünf neue Kandidaten-"Wundertüten", und es gibt die mit viel heißer Luft und die, die ihre Versprechen halten, wobei manch einer der Kandidaten überhaupt nicht einmal verspricht, dass er besonders gut kochen kann ...
Darin ist der 49jährige Bauingenieur Jörg anders: er hält sich selber für einen sehr guten Koch - und seine Kocherfahrung fußt unter anderem darauf, dass er seit 20 Jahren Mitglied in einem Männer-Kochclub ist. Spezialisiert auf das eher Außergewöhnliche?
Jörg ist ein Kandidat, der Mut für seine Bewerbung zusammennehmen musste - und spätestens bei der Zusage keinen Rückzieher gemacht hat.
Sich selber beschreibt er als lebenslustig und beliebt.
Man stelle sich einmal vor, man würde von jedem Gegenüber nicht nur die Wörter hören, die aus seinem Mund kommen - sondern auch die stillen Gedanken laut vernehmen. Manch einer würde sich sehr wundern ...
Das Menü
Eine Kürbis-Crème-Brûlée ist einmal etwas anderes als die gewöhnliche Suppe, die gern gekocht wird, aber meistens als Brei endet.
Die Creme scheint perfekt, der Salat saugt ein Dressing aus u. a. Zwetschgen, Chili, Ahornsirup, Limette und Butter auf. Aus meiner reinen Ansicht-Perspektive
ertrinken die Salatblätter darin ... die Gäste sind allerdings zufrieden.
Zweierlei vom Reh - von einem ihm bekannten Jäger aus der Nähe erworben - übertreffen natürlich jedes Einerlei:
Rehragout. Rehrücken.
Luke lobt: "Die Rehe hatten ein wirklich tolles Leben in Freiheit."
Das sieht unser Förster allerdings anders, denn besonders in privaten Revieren, in denen ständig - außer in Schonzeiten - geschossen wird, leiden lt. seiner Aussage die Tiere unter permanentem Stress.
Das Schokoladen-Eis sieht vorzüglich aus - und offenbar hat er hochwertige Schoko verarbeitet, denn auf die Qualität des Inhalts kommt es an.
Für Luke "schmeckt die Birne so toll nach Birne". Hat er nicht erwartet, dass Birnen wie Birnen schmecken?
Fazit
"Optik spielt bei mir eine große Rolle", erzählt Jörg auf Nachfrage, wobei ich mich an den Anfang der heutigen Sendung erinnere, an dem er
erzählt hat, dass Anrichten "nicht so seins" sei.
Ich stimme seiner ersten Eigeneinschätzung zu: Tellerattraktivität muss er noch üben, falls er Wert drauf legt.
Unterdessen unterhalten sich die Gäste über ihren Fleischkonsum - und neben dem üblichen Geplänkel über das eigene unfehlbare Verhalten - erinnert jemand daran, dass es früher auch nicht jeden Tag Fleisch gegeben hat.
Dazu hat Carina etwas für mich völlig Neues zu erzählen:
"Früher hatte jeder eine Kuh oder ein Schwein im Stall."
Wann soll dieses Früher gewesen sein? Meine Oma hatte schon keine Kuh und kein Schwein. Vielleicht, weil sie einfach nur keinen Stall gehabt hat?
Die Punkte für Jörg: 10 geben Luke und Carina, je 9 geben Chiarina und Andreas.
Mit 38 sagenhaften Umdrehungen liegt er am 2. Tag auf dem bislang 1. Platz, den die vielen Punkte hart verteidigen werden.
Ganz knapp bin ich daran vorbeigekommen, diese Sendung überhaupt nicht anschauen zu können, denn in der Nähe wurde eine
Weltkriegsbombe gefunden, deren Entschärfung um etwa 19.00 Uhr begonnen hat. Die Straße, in der ich wohne, liegt nur ein paar Meter außerhalb der gestrigen Evakuierungs-Zone.
Alles ist gutgegangen dank des Kampfmittelräumdienstes.
Guten Morgen, Gruß Silvia
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