Vorspeise: Guaven-Chutney mit gegrilltem Halloumi, Mopanewürmern und Rucola
Hauptgang: Namibisches Entrecôte mit einer Kalahari-Trüffel-Soße, Mielie Pap und Butternut
Nachtisch: Original Namibischer „Melktert“ mit Vanille-Eiscreme
Sie haben noch schöne zwanzig Jahre ganz allerliebst wegzusündigen.
- Denis Diderot (1713 - 1784)
- Denis Diderot (1713 - 1784)
20 Jahre dieser Sendereihe sind beinahe wie im Flug vergangen, und ich war bereits in der ersten Woche dabei - die Erinnerung daran ist nicht sehr präsent, aber mir fällt ein, dass schon damals ein gewisser Herr Dr. aus Bielefeld undercover zum Einsatz gekommen ist: es gab seine wohl beliebte und mit ein paar Handgriffen herzustellende Mousse au chocolat. Und
Eik war nicht nur dabei, sondern hat die Show am Ende gewonnen. Was er gekocht hat, weiß ich nicht mehr, aber immerhin war
es diese Woche, in der ich mich entschieden habe, dem "Dinner" treuzubleiben. Abgesehen von ein paar Monaten hier und da, ein paar Wochen hin und wieder, in denen ich eine Pause eingelegt habe.
Eine Ehe wird nach 20 Jahren als "Porzellanhochzeit" bezeichnet, denn nach dem Zerdeppern von vielen Tellern und Tassen ist es an der Zeit, neues Porzellan zu kaufen.
Wie viel Porzellan im Laufe der Zeit beim "Dinner" zerbrochen ist - weiß ich nicht ... aber die Sendereihe ist
"Forever young" geblieben.
Also geht es auf in die nächsten 20 Jahre - denn es gibt auch in Zukunft noch viel wegzusündigen.
Again 'N Again
ist ein Titel des 42jährigen Musikers und Podcasters Ees - und der trifft für seine dritte Teilnahme an dieser Sendereihe zu. Er ist als
Deutsch-Namibier geboren, aber nach 130 Jahren der Erste aus seiner Familie, der nach Deutschland zurückgegangen ist.
Und er passt gut in diese voxsche Geburtstagsfeier, denn zu einer solchen lädt man lieber Gäste ein, die Feierlaune mitbringen und den Ernst des Lebens für eine Weile vergessen lassen,
obwohl man nebenher die nicht ganz so ulkigen Verwandten zum Fest bitten muss, an denen man einfach nicht vorbeikommt.
Im Vorabinterview an der Seite der ernsteren Katrin tastet sich Eik nur langsam an seine Höchstform als Unterhalter heran - und bewundert ernsthaft, ehrlich oder auch nicht Katrins Allgemeinwissen übers Kochen. Ees ist ohnehin mit anderen Dingen beschäftigt und hat im Hinterkopf sicher noch seinen späteren
Showauftritt mit dem Song Good Vibes only,
der sich in dieser Woche gern als Motto verbreiten darf.
Das Menü
Der TV-Koch, der Ees begleitet, ist Ralf Zacherl - und steht mit Rat, Tat und Fröhlichkeit in seiner Küche.
Die Mopanewürmer probiert Ralf im rohen Zustand und bemerkt: "Sie schmecken muffig - und werden im Mund immer mehr."
Er empfiehlt, sie zu frittieren.
Unerschrocken beißt Gunni in die spezielle Vorspeisenbeilage, die in Namibia so beliebt sein soll: Würmer, die eigentlich Raupen sind ... ich denke an Schmetterlinge, die sich nie als solche entpuppen werden.
In Namibia, erzählt Ees, nascht man die wie Chips ... warum dann nicht gleich Chips oder ähnliches essen ... anstelle von getrockneten Lebewesen?
Die Steaks im Hauptgang sind so weit durchgegart, als hätten sie die Wüste durchquert ... auch Rückwärtsanbraten wird nichts, wenn man den Deckel auf die Pfanne legt.
Für den Nachtisch-Tartebelag nutzt Ees die Kraft eines
Soßenbinders. Manch einem gehen die Ideen eben niemals aus ...
Fazit
Endlich warmgelaufen erklärt Eik in kurzen Worten die Entstehungsgeschichte dieser Sendereihe, die logisch macht, was manche schon immer geahnt haben:
"Ich bin quasi der Gründer des perfekten Dinners."
Und ich saß beim 1. Schluck Wein oder Bier vor dem Bildschirm auf dem Trockenen. Ist ja auch eine Funktion. Denn was wäre eine Sendung ohne Zuschauer ... sie würde zumindest niemals 20 Jahre alt werden.
Die Punkte für den sympathischen Ees: je 8 von Eik, Moritz und Katrin, 7 von Gunni.
Das ergibt die Summe von 31 Umdrehungen.
Ich bin sicher, dass das noch locker getoppt werden wird.
Guten Morgen, Gruß Silvia
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