„Takk for maten den var go‘. Om en time eller to ligger den I do.“ - „Danke für das Essen, es war gut. In ein bis zwei Stunden liegt es im Klo.“
Vorspeise: „Vorspiel: Der auf den Tisch geknallte Lachs“ - Lachs / Meeresspargel / Gurke / Wasabi
Hauptgang: „Geiles norwegisches Fischsüppchen“
Nachtisch: „Orgie zum Kaffee im Altersheim“ - Slush / Champagner-Trüffel
Wollen Sie großes Theater erleben? Schauen Sie doch mal hinter die Kulissen.
© Harald Kriegler (*1945)
© Harald Kriegler (*1945)
Viel Spiel rund um die Leichtigkeit des Lebens, ein bisschen Ernsthaftigkeit, etwas Klamauk, viel Liebe zum Anderssein und noch mehr Liebe zu seinem Raphael
(die beiden haben nach den Dreharbeiten geheiratet, wenn denn beim 2. Anlauf alle Papiere vorhanden waren),
der mit Rolf gemeinsam mindestens eine Million von großen, kleinen, alten, neuen, wuchtigen, meist so überflüssigen Gegenständen, dass sie schon wieder gebraucht werden, in harmonischer Eintracht orchestriert.
In etwa gibt es in beider Wohnung so viel Deko, wie sie sämtliche Kandidaten des "perfekten Dinners" nur gemeinsam in 20 Sendejahren zusammengebracht haben. Oder: hätte Rolf von jedem bisherigen Kandidaten nur ein einziges Stück bekommen - ich glaube, es wären ihm nicht genug gewesen.
Die Zuschauer-Augen sind weit geöffnet kurz vom Kollabieren und erleben ein Theater sondergleichen samt Blick hinter die Kulissen.
Wer hier professionell putzen möchte, falls sich überhaupt jemand dafür findet, wird sich nicht mit dem Mindestlohn zufriedengeben. Das Putzen in diesen Räumen ist harte Arbeit für jemand Ausgebufften, der niemals den Überblick verliert, aber seine gute Laune behält.
Der 53jährige Rolf Buck hat mütterlicherseits norwegische Wurzeln und als Kind schwankende Balken unter seinen Füßen gehabt: sein Vater war Kapitän eines Schiffes, auf dem auch die Familie lebte. Später hat Rolf eine Matrosenausbildung gemacht oder auch nur angefangen: wofür sein Hang zur Seekrankheit natürlich kontraproduktiv gewesen ist. - Falls diese Aussage stimmt und nicht nur dem Anderssein des an seiner Legende arbeitenden Rolf geschuldet ist.
Im Endeffekt hat er Recycling-Design studiert.
Für Interessierte: er betreibt den Laden "Vaseline" in der Düsseldorfer Altstadt, Wallstraße.
Beruflich ist er nicht nur für die "Deko-Profis" am Werk, sondern übernimmt Ausstattungen für Fotos, Filme und Räumlichkeiten.
Am Horizont plus in einer Glaskugel sehe ich einen Oscar für die "beste Ausstattung" eines US-Filmes ... Hollywood kann er irgendwie ...
Das Menü
Lachstatar mit Queller, Schärfe und Pommes bilden die Vorspeise, und die sieht ganz gut aus.
Auch die Hauptspeise sieht nicht nur gut aus, sondern könnte ebenso schmecken.
Der Nachtischkuchen ist optisch ein Knaller: ein aus Teig bestehender Turm, der letzten Schliff durch den Puderzuckerguss erhält und von einem Kaffee-Sahne-Slush begleitet wird.
Fazit
Heute essen die Augen nicht nur mit, sie sind auch mindestens bis Ostern absolut gesättigt.
Und irgendwo zwischen all dem Kram, der Kunst, dem Krempel thront als Figur
ET - und sagt: ich muss nicht mehr nach Hause telefonieren, ich bin zu Hause.
Die Punkte für Rolf: je 10 von Christin, Thomas und Eric, 9 von Apameh.
Rolf wird es schwer haben, diese 39 Zähler noch in seiner Deko unterzubringen - aber irgendwo, vielleicht, denn die Hoffnung ist vorhanden, findet er ein winziges, freies Plätzchen dafür.
Ich hatte Freude beim Hinter-die-Kulissen-schauen. Rolf ist ein cooler Typ.
Kochtechnisch hat es mir - trotz viel bildlicher Ablenkung - auch gefallen - viel mehr als Apamehs Essen samt ihrer eher nicht vorhandenen Kochkünste und Auberginen im Überfluss. Mit 40 Punkten liegt sie immer noch vorn.
Guten Morgen, Gruß Silvia

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