Freitag, 29. Januar 2016

29. Januar 2016 - Vox - Das perfekte Dinner - Wer ist der Profi - Freitag in Berlin bei Sandra



Birne-Thymian
Gefüllte Roulade vom Havelländer Apfelschwein
Krosses Wammerl und geschmorte Backe vom Duroc-Schwein mit Rotkohl-Variationen
Schweineohren mit Granatapfel-Sorbet und weißes Schokoladen-Blumenkohl-Mousse


Die unvernünftige Welt der vielen Farben

ach, habe ich unvernünftig geschrieben? Ich meinte unruhig.

Die Müsli-Produzentin ist von sich überzeugt wie sonst kein weiterer Mensch in Berlin oder auch im ganzen World Wide Web. "Das hat die Welt noch gebraucht", sagt sie über ihre Müsli-Sorten. Und ich lasse das mal so stehen, denn von der Stunde Sendezeit habe ich die Werbung am meisten genossen, weil

ich da mal kurz abschalten und wieder zu mir selbst finden konnte.

Sandra ist hyperaktiv, hyper-kreativ, hyper-drüber und wenn der Spruch nicht so blöde wäre, würde ich sagen - Sie quatscht einen Hund in der Pfanne kaputt!

Uups, doch gesagt! Diese Frau quatscht einem als Bonus noch eine App an den Kopf, der im Anschluss daran nicht mehr sauber denken kann. Und lacht und lacht, als hätte der Teufel sie geritten. Ihren Food-Blog will ich erwähnen, aber

sehen muss ich diesen nicht.

Mit einem ausgelösten Schweine-Gesicht startet es bei Sandra. Das ist fast ein Startschuss, um zur Vegetarierin zu konvertieren.

Und selbst, wenn man bei den Abschluss-Arbeiten nichts mehr von einem Kopf sieht, so ist es schwer verdaulich. Für die Gäste vor Ort ebenso wie für eine sensible Seele vor dem Bildschirm.

Löblich ist dennoch, dass sie alles von einem getöteten Tier verwendet, und nicht nur die Filet-Stücke.

Ihre Eltern haben früher mit Raubtieren gearbeitet. Haben Babies dieser Tiere groß gezogen, die von ihren Müttern verstoßen wurden. Und Sandra hat sie alle, alle in den Schlaf gelacht ...

Nichts destotrotz - schwer auszuhalten, diese Frau. Schwierig war es in der ganzen Woche bereits, aber heute setzt sie noch einen Zentner drauf:

Warum redet sie wie ein Wasserfall? Warum hat sie nur unruhige Momente? Und was um Himmels Willen hat Vox sich dabei gedacht, sie nicht nur zu casten, sondern auch in die Sendung zu nehmen?

Ganz einfach! Vermutlich! Jeder Aufreger ist besser als Langeweile. Aber die richtige Dosierung zu finden, ist auch für Profis wie Fernseh-Macher schwierig.

Sie bekommt achtundzwanzig Punkte. Sven gewinnt. Huch, Lach-Attacken geschafft!

Und wie erwartet, ist

Joe der Profi-Koch.

Das Bauernopfer

Joe, der nach dem Dinner wieder Christian heißt.  Er hat in seiner Küche gerackert und geackert, und doch bekam er kein Bein in die Tür. Gleich zu Beginn besetzten Sven und Joachim rein verbal die Favoriten-Plätze um die Krone des beruflich Kochenden. Als seien Köche der Nabel aller Welt - wo doch alle Welt froh wäre, überhaupt etwas zu essen zu haben.

Sinnlos haben Sender und Produzenten-Verein "itv" einen ambitionierten Burger-Koch einem Publikum ausgeliefert, das

Sterne vor Augen sieht, wenn es das Wort "Profi" hört.

Darum war er mäkelig an den letzten Dinner-Tagen!  Daran habe ich ihn unter anderem bereits vor Tagen enttarnt.

Er war sauer auf Vox.

Die haben ihn vermischt mit einer zum Teil dekadent auftischenden Gemeinde.

Das hat er nicht verdient.

Ich bin jetzt auch sauer auf Vox. Man sollte meinen, die halten ihren Protagonisten und Sendezeit-Füllern irgendwie die "Stange".

Aber nein, sie legen sie nur zu gerne rein.

Ein Herz für Joe.

Guten Abend, Gruß Biene



13 Kommentare:

  1. Ein Herz für Joe, ja das hatte ich am ersten Tag wirklich.

    Die etwas tapsige Art, das Dinner gut zubereitet, weniger
    gut präsentiert, machte ihn für mich zu einem guten Metzger
    aber nicht zu einem Kandidaten für den Sieg.

    Ich war bisher , von Vox suggeriert, der Meinung, der Profi
    serviert in seinem jetzigen Berufsleben perfekte Dinner
    an zahlende Gäste.

    Abgesehen von seiner Ausbildung, Kreativität kann man auch anders erwerben.

    Eine Edeldönergaststätte hatte ich einfach nicht auf dem
    Schirm.
    Verbinde ich damit doch weitgehend eine Bulettenbraterei
    mit Brötchen und Salat/Gemüse.

    Ich habe garantiert Unrecht, kaufe mir einmal im Jahr so
    ein Teil und verzehre es dann mit Genuss.

    Ein Koch der kein Gemüse mag, hat der etwas mit seinen Geschmacksknospen? Normalerweise sind Köche experimentierfreudig und probieren alles.

    Rosenkohl mag ich auch nicht aber Blumenkohl wurde auch
    vehement abgelehnt.
    Was mein Bild von Joe etwas zerstörte war die ewige Nörgelei.
    Wenn Vox ihn dazu anstiftete, dann muss man einfach vorher
    den Vertrag lesen.
    Sven wurde doch auch nicht so dargestellt und er ließ sich auch nicht, trotz deutlicher Körpersprache einbeziehen.
    Anders Joachim, der hat zwar besser gekocht als Joe aber
    er hat auch schön drauf gehauen.

    Nun zu Sandra, ich lass mich mal nicht zu ihrer Villa Kunterbunt aus.
    Da fehlen mir die passenden Worte.
    Ich bin mäßige Fleischesserin, das was da auf den Tisch kam, einfach gruselig.
    An den Punkten in dieser Woche mäkele ich nicht rum, das
    wäre ein wenig anders ausgefallen wenn Joe nicht so von
    sich überzeugt gewesen wäre.

    Ich weiß, Vox schneidet vieles raus, wir sollen unterhalten werden.
    Aber reinschneiden geht nicht. Gesagt ist gesagt und die
    Punktetafel gibt auch jeder Kandidat selbst.

    Ich wohne zu weit weg, würde gern meinen nächsten Döner
    bei Joe essen, Kundschaft wird er reichlich bekommen.
    Ich wünsche ihm, dass er nicht auch noch dumme Sprüche
    über sich ergehen lassen muss.
    Das ist die Sache nicht wert.
    Ein schönes Wochenende wünscht Anna aus dem grauen Berlin.

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  2. Wobei das mäkelige von Joe eher nichts mit Vox zu tun hatte, denn die Sendung und den Schnitt, was also Vox daraus macht, hat er ja auch erst gestern in der Ausstrahlung erstmals gesehen.

    Ich empfand Sandra in der Sendung als ein absolutes Geschenk: sie hat wenigstens noch im Vergleich zu den anderen Scheintoten gelebt. Und wären die nur etwas (ich verlange ja nicht viel) etwas lebendiger gewesen, wäre Sandra einem selbst deutlich weniger hyperaktiv oder laut vorgekommen. In der Runde hätte man sogar mich als hyperaktiv empfunden und das will was heißen.

    Das was sie gekocht hatte: mutig. Sie wusste somit vorher schon, dass sie nicht gewinnen wird – und es war ihr scheißegal. Da ziehe ich meinen Hut! Man wird eben kein Dinner gewinnen, wenn man den hierzulande völlig verwöhnten Hanseln mal etwas anderes vom Tier vorsetzt, als das, was nicht mehr zum Tier gehörig identifizierbar in den Kühltheken beim Fleischer findet.

    An ihrem Menü hatte ich persönlich sehr viel Spaß! Ich kann nämlich grüne Bohnen im Speckband und x-beliebiges Filet nicht mehr sehen. Langweilig. Das war ihre Küche gestern garantiert nicht – und ihre Wohnung auch nicht.

    Auf Joe habe ich auch gesetzt. Er war einfach derjenige, der dann doch immer das Fachwissen raus gehauen hatte.

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  3. Hallo creezy,
    kleiner Einspruch.
    Durch Fachwissen ist Joe nun wirklich nicht aufgefallen, da
    hatte Joachim mehr zu bieten und auch Sven.

    Aber jeder hat eine andere Wahrnehmung.

    Wenn die anderen Teilnehmer auch noch so quirlig wie Sandra
    gewesen wären, es war so schon hart an der Schmerzgrenze.

    Sandra war ja nicht als Cheerleader gebucht, also hätte sie
    das auch nicht tun müssen.

    Ist sicherlich ihr Naturell, ist ja auch okay.
    Kurz zu ihrem Dinner.

    Natürlich soll alles verarbeitet werden, was essbar ist.
    Wie kommst du darauf, dass es nicht geschieht.
    Woraus wird denn Tiernahrung hergestellt`?
    Die Kosmetikindustrie bedient sich doch auch der Fette.
    Ich muss aber Schlachtabfälle, auch wenn sie essbar sind ,
    nicht auf dem Teller haben.

    Dieser Schweinekopf war für mich eine Provokation, es sah
    unappetitlich aus und war auf dem Teller kein Leckerbissen.

    Wenn deiner Freundin das piepegal ist wie die Gäste ihr
    Dinner finden, uns Zuschauern ist es nicht egal.

    Da muss sie mit Kritiken eben leben.
    Ich stimme dir aber zu , Filet und Speckbohnen will
    kein Mensch mehr sehen.

    Nun ist es ja Schnee von gestern, nächste Woche gibt es
    einen neuen Aufreger.
    Vox wird es richten.
    Gruß Anna

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    1. @IngaAn
      Siehe Dir die Folgen (die von dem Abend der Veganerin reicht) noch mal an. Die fachlich tiefer gehenden Kommentare kamen immer von Joe/Christian, die aber sicherlich neben dem jeweiligen Gesprächssparringpartner unter Umständen unter gingen (wohl auch weil er von allen der Ruhigste in der Runde war.)

      Sandra war als kochende Teilnehmerin gebucht. Nicht mehr nicht weniger, sie darf sich also so geben wie sie ist. Auch wenn sie damit aus der sonstigen Runde heraus sticht. Mir ist lieber, jemand behält seine Natürlichkeit bei, als dass er vor der Kamera überhaupt nicht aus dem Knick kommt.

      „Natürlich soll alles verarbeitet werden, was essbar ist.
      Wie kommst du darauf, dass es nicht geschieht.
      Woraus wird denn Tiernahrung hergestellt`?”

      Mir geht es darum, dass WIR Menschen, die WIR die Tiere TÖTEN, diese dann für UNS ganz verwerten und nicht zu irgendeinem Abfall erklären, den wir dann anderen Verwertern zuführen. Es geht darum, dass wir – das betrifft ja vor allem uns Deutsche – unseren Ernährungsplan sehr wohl auch mit den Extremitäten oder Innereien eines Tieres bereichern könnten. Also das sogenannte „Nose-to-Tail-Eating”-Prinzip anwenden. Dann würden auch die Kandidaten weniger hyperventilieren, wenn man ihnen mal einen schmackhaften Schweinekopf vorsetzt. In einem französischen Format z. B. wäre Schweinkopf überhaupt kein Thema gewesen!

      Was Du als „Schlachtabfall” definierst ist nämlich keiner. Es ist Masse eines Tieres und kann verwendet werden – und in einer guten Küche, die nicht von Übermaß definiert wird, macht man das eben auch.

      Zu Deinem: „der Schweinkopf sah unappetitlich aus”, das war eine Fleischmasse in Form einer Rolle gepresst – so sieht auch jedes gröberes Corned Beef oder jede Sülze aus – hier war es zudem noch paniert, also auf dem Teller nicht einmal sichtbar. ;-)

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    2. Hallo Creezy,

      mir gefällt es, wie du Sandra zur Seite springst. Und ich denke, du hast ihr als "Küchenhilfe" zur Seite gestanden. Da liege ich vermutlich richtig. Und dies so angenehm unauffällig, dass ich das hier mal positiv heraus heben möchte.

      Wie Sandra auf z. B. mich in dieser Woche an den einzelnen Tagen gewirkt hat, kannst du hier in den einzelnen Beiträgen nachlesen - das muss ich nicht wiederholen.

      Ansonsten gefällt es mir als Tierfreundin sehr, wenn jemand alles von einem Tier verwendet. Jedoch müssen natürlich nicht alle Leute alles verwenden, sondern es darf sich gerne aufteilen.

      Ich liebe z. B. Innereien. - Und ich mag kein Corned Beef und keine Sülze. Da erübrigt sich schon mal ein zusammengewürfelter Teil des Schweins für mich. - Der Kopf ist natürlich eine "harte" Nummer, obwohl ich selber natürlich überhaupt nicht so empfindlich bin wie ich in meinem Beitrag geschrieben habe. Ein bisschen Klappern gehört eben zum Handwerk.

      Schweineschwänzchen und -Pfötchen nehme ich oft für eine Erbsensuppe als zusätzlichen Geschmacksträger, und weil es die Suppe sehr schön sämig macht.

      Wieso war Sandra "gebucht"? Ich dachte, man bewirbt sich und ist froh, wenn man es bis in die Sendung schafft. In vielen Fällen steht auch noch Eigenwerbung aus dem Programm. In diesem wohl auch.

      Des weiteren denke ich, dass es ihren Gästen einfach nicht so gut geschmeckt hat. Was durchaus an der Art der Zubereitung liegen kann - oder an der Selbstüberschätzung eines Hobby-Kochs (das letzte meine ich ganz allgemein). Aber so lecker sah einiges wirklich nicht aus, was aus Sandras Küche kam.

      "Nose-To-Tail-Eating" - da bin ich ganz bei dir. Es sei denn, es schmeckt dem einzelnen partout nicht. Aber grundsätzlich gilt auch für mich selbstverständlich: Wenn ein Tier schon geschlachtet wird, dann sollte man alles verwenden. Und was ich nicht kaufe, weil es mir nicht schmeckt, kann dann immer noch der Nachbar erwerben (hoffentlich).

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    3. Noch vergessen: Ich fand auch, dass Joe-Christian sich die ganze Woche über kompetent geäußert hat. Gruß Silvia

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  4. Ich will mich nicht groß über das Essen von gestern auslassen. Es war einfach nicht gut gemacht.

    Aber wenn man Körperteile eines Tieres, welches zum Verzehr geschlachtet wird, auch verwertet, dann sehe ich darin einen Sinn. Einen Schweinekopf grob als Schlachtabfall zu bezeichnen ist falsch, entspricht aber leider der derzeitigen Einstellung zum Essen. Alles was man nicht kennt, wird abgelehnt. Das nenne ich persönlich ein „dekadentes“ Verhalten.
    Wenn ich den Spruch „so etwas esse ich nicht“ im Zusammenhang mit Innereien, Schwarten und sonstigen durchaus leckeren Teilen vom Tier höre, dann läuft mir ein inneres Organ, nämlich die Galle, über. Woher nehmen wir die Arroganz, ein Tier zu töten und die Hälfte davon wegzuwerfen. So viel wie weggeworfen wird, kann auch nicht in Kosmetik und anderer Industrie verwertet werden.

    Das ewige „Bäähhh“-Sagen geht mir persönlich gehörig auf den Keks. Besonders, wenn ich vor einem leckeren Gericht aus Innereien sitze und mein Gegenüber verdirbt mir die Laune, nicht meinen Appetit, indem er in unglaublichen Tönen seine Abneigung kund tut. Es sollte der Grundsatz gelten: Versuch macht klug!

    Christian ist trotz Inhaberschaft eines Burgerladens kein Profikoch. Dafür war seine Leistung zu unterirdisch.

    Die ganze Woche war eigentlich ein Lehrstück, wie es in einer Küche nicht aussehen sollte. Da kann ich nur Bäähhh sagen.

    Euch allen ein schönes Wochenende. Bei mir gibt es Gulasch und Schweinebauch (allerdings nicht angebrannt).

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    1. Guten Appetit und auch ein schönes Wochenende, wir leiden hier gerade unter Dauer-Regen, was besonders für die Hunde furchtbar ist. Gruß Silvia - Wie geht es deinem Hündchen?

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    2. Liebe Silvia,

      ich musste am 14.12.15 meine Indiana einschläfern lassen. Ich wollte nicht, dass sie noch mehr leidet. Sie wurde 14,5 Jahre alt.

      Gruß
      Manfred

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    3. Das tut mir sehr leid. Mit einem weinenden Auge einen Gruß an Indiana hinter dem Regenbogen und euch. Silvia - Meine beiden sind inzwischen auch schon jeweils 12 Jahre alt.

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  5. Hallo ihr Lieben alle,

    ich habe mir die letzte Woche zum nachdenken Zeit genommen und möchte nur kurz bescheid sagen , dass ich erstmal aufhören werde:
    Perfektes Dinner jeden Tag zu gucken, und zu kommentieren.

    Es war sehr schön mit euch allen, jederzeit, vielleicht lesen wir uns irgendwann wieder.

    Tschüss und ganz herzliche Grüsse an jeden von euch: Silvia, Anna, Regine, Rudi und jetzt auch wieder Manne, sagt Susi

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    1. Das finde ich sehr schade, liebe Susi. Aber manchmal kommt es ja auch anders - und du merkst vielleicht, dass dir etwas fehlt. Du weißt ja, wo du dann hin gehen kannst. Liebe Grüße, Silvia

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  6. Liebe Susi,
    jetzt hast du mich kalt erwischt.

    Ich fand es immer schön wie wir am Wochenanfang unterschiedliche Meinungen hatten (jedenfalls oft) und
    freitags sorgte Vox dafür, dass der Nörgler der Woche
    feststand.
    Du wirst mir sehr fehlen.
    Ich kann dich aber verstehen, ich habe mir auch schon
    Auszeiten verordnet.
    Ich hoffe, es ist nicht endgültig.

    Liebe Grüße sendet dir Anna, auf die du mal wieder nicht
    hörst.

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