Freitag, 2. November 2018

2. November 2018 - Mein Hunde-Sohn Robin - 20. Teil



Hundefreunde . Hundehasser

Zum Glück ist die Welt größtenteils nicht nur schwarz oder weiß, denn die meisten Schattierungen liegen irgendwo dazwischen. Lege ich das selber Erlebte einer Skala zugrunde, so habe ich in der Regel sehr positive Erfahrungen in einem hohen Prozentbereich gemacht, was Tierliebe anbelangt. Das bedeutet: Die meisten Menschen sind tierlieb. Die tierlieben Menschen haben allerdings sehr oft keine eigenen Tiere. Und das ist genau richtig, wenn ein Tier nicht in die Lebensumstände passt oder man zwar tierlieb, aber nicht versessen darauf ist, sich ein Tier-Leben lang zu kümmern.

Robin, der Menschen ausgesprochen zugewandt ist, würde sich niemals einem Menschen zuwenden, der Tiere hasst. Denn er spürt es lange, bevor ich selber das merke.

Und das sind die Gefährlichen, diese Hasser von Tieren. Jeden Tag gibt es neue Meldungen von ausgelegten Giftködern oder mit Nägeln gespickter Wurst. Von weiteren Tierquälereien möchte ich gar nicht reden ... das geht an die Substanz.

Gottseidank frisst Robin überhaupt nichts von den Straßen. Er ist ohnehin ein mäkeliger Fresser, und was auf den Wegen liegt, ist für ihn nichts weiter als Abfall, genau wie für uns Menschen.


Wie erkennt man einen richtig bösen Tierhasser? Ich sage mal: Leider überhaupt nicht!

Vor einiger Zeit hatte ich ein Erlebnis: Zwei Leute, wohl ein Ehepaar in ihren 50er Jahren, gingen hinter mir und meinen beiden Hunden durch die Stadt.

Plötzlich meinte ich, die männliche Stimme zu hören: Scheiß Tölen. Die sollte man ... nun, was man damit sollte, schreibe ich jetzt nicht,

denn manche Menschen sind nicht nur online abgrundtief böse, sondern auch im wahren Leben.

Ich drehte mich kurz um, denn ich hatte die Leute vorher überhaupt nicht bemerkt - und sah zwei recht sympathisch aussehende Typen.

Ich musste mich geirrt haben ... konnte ich mich derart irren? - dachte ich noch, als ich an einem Ampelpunkt stehen blieb.

Genau in dem Moment als es Grün wurde, ging ich rüber ... Und nun hörte ich zweifelsfrei die Wörter, die der Kerl in seinem blanken Hass ausspuckte:

"Warum ist die nicht einen Moment früher mit ihren Kötern rüber gegangen - wäre schön gewesen, wenn die alle von einem Auto erwischt worden wären."

Eigentlich war das zusammen mit dem vorhergehenden (hier nicht vollständig wiedergegeben) schon ein polizeirelevanter Spruch. Aber solche Feiglinge würden ohnehin alles abstreiten.

Ich nahm mir die Leute also selber vor. Die bekannten sich sehr, sehr stolz zu ihrem Hass auf Hunde - den sie jedoch überhaupt nicht begründen konnten.

Es lohnt sich allerdings nicht, mit solchen Dämlappen zu reden ... Zum Hunde-Freund umdrehen kann man die sowieso nicht.

Für Hunde, die mit Vorliebe ihre Leckerchen auf Straßen suchen, gibt es übrigens ein Training, in denen ihnen das vollständig mies gemacht wird. Wie hoch die Erfolgsquote ist, weiß ich leider nicht. Wer Interesse hat, sollte sich erkundigen.

Wenn nichts mehr hilft, muss vielleicht ein Maulkörbchen her.

Und außerdem: Man sollte stets die Hinterlassenschaften der Hunde von den Straßen entfernen. Kostet kein Geld, und man vergibt sich dabei nichts.

In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr von wirklichen Tierhassern verschont bleibt - und nur schöne Erlebnisse mit lieben und tierlieben Menschen habt.


Fortsetzung folgt

Copyright Silvia Gehrmann




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