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Sonntag, 15. Juli 2018

15. Juli 2018 - Für Heinz



Für Heinz

zu seinem Geburtstag



Du musst das Leben nicht verstehen

Von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)


Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.




Samstag, 14. Juli 2018

14. Juli 2018 - Ein Leben im Zeitraffer



Ein Leben im Zeitraffer

Gemessen an der Zeit, die uns Menschen gegeben ist, verläuft das Leben eines Hundes im Zeitraffer ab:

Kaum abgenabelt von der Mutter, steht er schon auf seinen eigenen wackeligen Beinen und muss sich den Weg zur Milchquelle oft genug frei kämpfen.

In der Welpenzeit finden ihn alle Menschen ziemlich putzig - und daher kommt so ein Mini-Wesen leider häufig in die falschen Hände, in Hände der Menschen,

die eher mit den Augen als mit dem Herzen sehen - und denen nur die Fassade wichtig ist.

Zumindest genießt der Welpe einen gewissen Schutz der bereits erwachsenen Hunde, die ihn noch nicht als potente Bedrohung ansehen und ihn weitgehend gewähren lassen - höchstens, dass sie ihn mal maßregeln.

Dem folgen Jahre des halbstarken Selbstbewusstseins.

Spätestens jetzt wachsen vielen Leuten die einst so süßen Kleinen über den Kopf, und sie bemerken, dass der Hund nicht immer klein und niedlich bleibt.

Weg damit!

Wofür gibt es den Tierschutz, der sich all dieser armen Wesen annimmt - ohne dass die menschlichen Versager auch nur einen kleinen Beitrag dazu leisten?

Und ist der Hund gerade eben noch

jung und wild und vollgestopft mit

Lebensfreude,

geht es ab dem höheren Lebensalter

gemächlich zu.

Unser menschliches Leben sehen wir hier und anhand unseres Hundes in einer Art Zeitraffer vor uns,

denn die einzelnen Prozesse von der Kindheit über die Jugend bis hin zum Alter

legen Hunde in hoher

Geschwindigkeit zurück, während wir dieselben gemächlich und langsam durchmachen.

Allegro gilt für den Hund, während wir Menschen im Adagio leben. Und sowohl Mensch als auch Tier sind fähig, affettuoso zu sein.

“Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde.
Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.”

(Arthur Schopenhauer)

Ein Philosoph muss es wissen. Und ich möchte solch einem Menschen nicht widersprechen.


Guten Tag, Gruß Silvia




14. Juli 2018 - Alternative Fakten: Wirrkopf Donny trifft Queen Lissy


Wirrkopf Donny trifft Queen Lissy

Als er ein niedlicher kleiner Junge war, hätte er nie davon geträumt, dem Traum seines Lebens jemals zu begegnen.

Als sie ein niedliches kleines Mädchen war, hätte sie nie davon geträumt, jemals einem Albtraum gegenüber zu stehen.

Zum Treffen wollte die Queen schwarz tragen - doch das lässt das Protokoll nur bei Beerdigungen zu. Also entschied sie sich,

einfach das "Leben" zu tragen - um dem britischen Volk zu beweisen,

dass sie wirklich alles schafft, was man ihr aufbürdet.

Doch Trampel-Trump ist nicht nur für die eigene Ehefrau die größte Herausforderung ihres Lebens, sondern heute sogar

der Anlass des britischen (und nicht nur dieses) Volkes,

anzuerkennen, dass die Queen wirklich jeden Cent wert ist, den sie aus Steuergeldern kassiert.

Als Trump ihre neueste Schwieger-Enkelin kennen lernen möchte - die so gut in sein Beuteschema passen würde - gibt es einen Dämpfer,

und die Königin fordert ihn zum Wett-Pferderennen heraus.

Im Geheimdienst Ihrer Majestät: Heute: Ihre Majestät höchstpersönlich:

Alles Vertrauen und sämtliche Augen liegen auf der Queen, die das Trump-Pferd foult, in der Hoffnung, die Welt und

Twitter

für längere Zeit von diesem wirren Blondgrauschopf zu befreien.

In der Tat muss Donald sich an der Mähne des Galoppers festhalten, um nicht vom Pferd zu stürzen - und erkennt sogleich

den Wert dieser Mähne.

Sie würde sich auf seinem Kopf hervorragend und ergänzend zur eigenen Haarpracht machen. Gleich nach dem verlorenen Rennen macht er sich ans Werk,

und bewaffnet mit einer Schere

will er dem Pferd eine Menge seiner Mähne entwenden.

Das liebe Pferd jedoch beißt ihn kräftig in beide Hände -

und nun muss er wirklich auf längere Sicht weder Melania das Händchen halten

noch kann er seine täglichen zweitausenddreihundertundvier

Twitter-Tiraden in der nächsten Zeit selber schreiben.

So gesehen ist der Besuch bei der Queen

ein absoluter Erfolg (für den Rest der Welt und Twitter).

Wenn sich dann noch Prinz Philip mit einem gewohnt launigen Kommentar einmischt

("Sind Sie der Vater von Helene Fischer?" - Diese Vermutung löst bei Donny beinahe einen Herzinfarkt aus, denn immerhin ist Helene nebenher auch noch russisch-stämmig),

ist der Wirrkopf völlig von der Rolle.

Mittlerweile stellt sich die Frage, ob ihn überhaupt jemand auf Dauer aus dem Verkehr ziehen kann ... Insider zählen weiterhin auf Melania.

Oder auf seine Friseurin, die Sabotage begehen könnte ...


Guten Tag, Gruß Silvia


13. Juli 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - High Five in Aachen: Wochenzusammenfassung

Björn kocht zum Abschluss:

Vorspeise: Asiatischer Papaya-Salat mit Scampi-Spieß und diversen Dips
Hauptspeise: Lachs in Grünteekruste mit Kokos-Safranreis, Miso-Gemüse und Mangosoße
Nachspeise: Fruchtspieße mit Gewürzhonig und selbstgemachtem Kokosnusseis


High Five

Nach der kurzen Sommerlochpause von drei Wiederholungs-Wochen geht es wieder in die Vollen und nach Aachen und um den Pokal des Senders,

der noch vor der Fußballweltmeisterschaft vergeben wird, die am kommenden Sonntag zwischen Frankreich und Kroatien entschieden wird.

Lina kocht am Montag, und sie kann vier entspannte Gäste willkommen heißen, denen sie am Ende

31

satte Punkte abluchsen kann.

Für den Wochen-Sieg reicht das leider nicht, denn bereits am Dienstag wird sie von der fröhlichen Hebamme Susanne mit 2 Punkten Vorsprung geschlagen.

Leider hat Susanne nicht nur ein Problem mit dem Trip, auf dem sie sich befindet und der Fernsehen plus Aufregung heißt,

sondern auch mit ihren selbstgemachten Nudeln. Sie nudelt das tapfer in alter Loriot-Manier vor sich hin

und hat die Lacher auf ihrer Seite.

Weniger gelacht, aber viiiel erklärt wird von Björn an seinem Dinner-Abend. Der aalglatte Typ hat im Vorfeld nach eigenen Angaben

5 kg Karkassen und 10 kg Kalbsknochen

zu Fonds verarbeitet.

Viel hilft dem gewichtigen Mann viel und so verhilft ihm sein Dinner zu übersatten

37 Punkten.

Die Spitzenposition kann er auch nach Simones Dinner halten, aber zur Vorsicht gibt er ihr nur 7 Zähler. Ob die jetzt gerechtfertigt sind? Insgesamt bekommt sie 31 Zähler. Doch seine Vorarbeit zu den Punkten kommt bereits zum Hauptgang ... ihm sind die Nudeln too much, zu viel, zu mächtig. Eher hätte ich gedacht, es seien zu wenig Nüdelchen für ihn ... Sorry, was unglaubwürdig ist bleibt unglaubwürdig.

Leider habe ich von Simones Dinner lediglich den Schluss gesehen - und will mich nicht weiter aus dem Fenster hängen.


Big Fat Winner

... und der sympathische Knapp-Loser Björn gestaltet den finalen Abend in dieser Woche. Sagenhafte 35 Punkte sind seine Belohnung,

und dennoch gewinnt Dirk mit fetten 37 Zählern die Chose, den Geld-Topf und sicherlich obendrein eine Schüppe mehr an Selbstbewusstsein, das er ohnehin reichlich besitzt.

Björn lebt mit seinem Mann Guido sehr idyllisch mit zwei Pflegekindern (Respekt!) und allerlei Getier. Und ich höre Guido an jedem Abend rufen:

"Liebling, bring die Hühner ins Bett ..."

Björn weiß natürlich im Vorfeld, dass Dirk sein größter Konkurrent ist, doch ausgeschlafen wie er ist, möchte er zusätzlich mit seinem Charme punkten. Das gelingt leider nur beinahe.

Stattdessen gibt es eine "Charme-Offensive" von Dirk an seine uns unbekannte Ehefrau, die sich ihn, den "jungen Hüpfer" geschnappt hat, denn er ist vier Jahre jünger als sie. Dass der junge Hüpfer kochen und siegen kann, hat er in dieser Woche bewiesen.

Trotzdem hüpft mein Herz keinen Takt schneller für Dirk.

Susanne, Simone und Lina sind mir sympathisch geworden, ebenso wie der letzte Gastgeber Björn.

Natürlich wünsche ich allen alles erdenklich Gute für die Zukunft. Susanne hat auf das Problem der Hebammen aufmerksam gemacht - und es wird Zeit, darüber mal nicht nur nachzudenken, sondern etwas zu ändern.

Ebenso wie Lina und Simone hat sie nur gute Laune verbreitet. Björn ist ein toller Typ mit dem Herz auf dem richtigen Fleck - soweit ich das nach einer Woche beurteilen kann.

Dirk braucht weiter keine guten Wünsche - denn für diese und deren Erfüllung kann er locker selber sorgen.

Wie bei Björn gibt es auch von mir einen Glückskeks auf dem Weg

in ein hoffentlich für alle schönes Wochenende.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Freitag, 13. Juli 2018

13. Juli 2018 - Mensch ohne Netz


Mensch ohne Netz

Man ahnt nicht, wie schwer der Grad der Verwurzelung mit dem Netz ist ... bis es dann einmal total ausfällt. Mensch ohne Netz ist ein Mensch ohne

doppelten Boden.

Wohin mit den neuesten Gedanken und alten Erinnerungen? Wohin mit der dafür einst freigeschaufelten Zeit, die längst im Tagesplan integriert ist? Denn wo sonst kann man seine Freude oder auch seinen Frust globaler teilen?

Und hier und da auch:

Wo sonst kann man sich derart wirkungsvoll ärgern lassen?

Andererseits bringt das Netz mit seinen sozialen Netzwerken jede Menge Spaß und neue Horizonte ins eigene Leben. Man lernt die Sichtweise anderer kennen und weiß, wo die einzelnen Menschen ihre Prioritäten setzen. Man bekommt Futter zum Nachdenken und auch welches zum Abwinken.

Und jederzeit tickern die neuesten Nachrichten über alle Online-Zeitungen - oft noch, bevor sie überhaupt passiert oder überhaupt interessant sind.

Am letzten Freitagmorgen habe ich gerade meine Taschen für ein verlängertes Wochenende gepackt. Vorher wollte ich noch meinen Beitrag zum Wiederholungs-Dinner online schalten - als nichts mehr klappte.

Wir konnten die Kurzreise nicht einfach absagen - und uns folglich nicht um die Ursachen des Netzausfalls kümmern.

Also Start ins Wochenende:

Dort versagte dann auch noch mein Internet-Stick.

Nach Murphys Gesetz muss jetzt noch mehr schiefgehen, dachte ich -

widmete mich jedoch völlig losgelöst

meinem schönen Wochenende.

Da nicht davon auszugehen war, dass das Internet weltweit abgeschaltet war, würde sich auch mein "Problem" regeln,

das allerdings immer kleiner und als netzfreie Zeit zu einer wirklichen Erholung wurde.

Am Montagabend waren wir zurück, und nach einigen Telefonaten wussten wir:

Der Fehler liegt an der doch schon recht betagten Frizz-Box.

Gut, unser Anbieter wollte uns schnell eine neue schicken.

So schnell, dass ich es kaum glauben konnte - und damit Recht behalten sollte.

Es kam - erstmal gar nichts.

Eine Nachbarin gab mir ihre W-Lan-Zugangsdaten. Das war wirklich freundlich - doch offenbar war ihr Netz zu schwach oder ich doch zu weit von ihr entfernt. Es klappte nicht.

Neues Telefonat: Die Frizz-Box wird frühesten in einer Woche geliefert. Für die Zwischenzeit bot man uns ein mobiles Gerät an.

Das kam dann auch gestern.

Natürlich habe ich auch ein Smart-Phone (sonst ist man ja kein Mensch in dieser Zeit), aber ich nutze es nicht fürs Internet. Mit voller Absicht:

Wenn ich unterwegs bin, ob auf Spaziergängen oder in Restaurants oder sonstwo: Ich will nicht kopfüber durch die Welt laufen wie alle anderen.

Da fallen mir immer die Worte meiner Mutter ein:

Kopf hoch, Brust raus!

 Diese Haltung klappt nicht, wenn man nur aufs global erweiterte Telefon starrt.

Nun bin ich wieder online - und ich weiß: Falls das Netz mal schlapp macht,

mache ich noch lange nicht schlapp.

Es tut mir nur leid, dass sich einige Menschen Sorgen um mich gemacht haben,  die ich im Internet kennen gelernt habe.

Es gibt jedoch auch ein Leben ohne Netz.

Das gibt es für die meisten Menschen doch sowieso ... Diese Zeit muss uns wichtig bleiben.


Guten Tag, Gruß Silvia

6. Juli 2018 - Vox - Das perfekte Dinner: Mallorca-Spezial - Wiederholung aus September 2015 - Freitag auf Mallorca bei Miriam

Abu Dhabi

Nachtrag zum Dinner von letzter Woche - neue Beiträge gibt es wieder ab dem 14. Juli 2018

Aperitif: Sangria "Es Trenc"
Vorspeise: Scharfer Wassermelonensalat mit gegrilltem Scampi-Spieß und Minz-Joghurt
Hauptspeise: Kaninchen im Parmaschinken-Mantel mit Couscous-Pilz-Salat
Nachspeise: Karamellisierte Ananas mit Basilikum-Sorbet


Man spricht Deutsch

und allerhöchstens "Schmäh" und schon ist die liebste Insel nicht mehr alleine in der Hand von so schnöden Hollywood-Stars wie Michael Douglas und wem auch immer, sondern findet in Küchen statt, die zum Beispiel einer Zwerg-Nase wie Axel gehören. Was mache ich mit meinem Wortschatz, der in der Tastatur schlummert, wenn mir von einem, von jemandem, von einem von fünfen - absolut die Nase nicht passt?

Ich verzweifle an meiner Subjektivität.

Miriam hingegen lerne ich wenig kennen, weil sie ganz freiwillig unbedeutende Dinge von sich preis gibt. Sie hat lange Zeit in Abu Dhabi gelebt, in dem goldenen Ort in einer Wüste - und selbst dort bleiben die Europäer so europäisch wie möglich oder so wie sie glauben, bleiben zu müssen.

Hier und auf Mallorca serviert sie Kaninchen - wären es Falken in der Wüste gewesen? Stefan bemerkt aufklärend, dass der Malle-Metzger den Kopf an den Kaninchen dran lässt, damit niemand sie für Katzen hält.

Ach ja, Karnickel - einmal im Leben habe ich gesehen, wie mein Onkel Hardy einem vermeintlichem Kuscheltier den Dolch in die Kehle gestochen hat. Nie vergessen, nie wieder gegessen. Meine Eltern haben nicht für möglich gehalten, wie bockig ein Blag Kind sein kann.

Die Ernährungsberaterin Lisi könnte einiges dazu sagen, wenn sie denn in der Tat eine kompetente Beratung abgeben könnte. Braucht der Mensch Kaninchen auf dem Teller, oder doch nur zum Kuscheln?

Nix gegen den allgemeinen Verzehr von Fleisch, aber es gibt Grenzen - und dass man Grenzen dicht macht, ist derzeit leider in aller Munde.

Und in meinen Mund kommt kein Kaninchen. - Natürlich hätte ich mich, wenn ich jemals am perfekten Dinner teilnehmen würde, überwunden ... Mir schmeckt ja alles, ich esse nur nicht alles.

Viel lieber aber sind mir die menschlichen Dinge beim Dinner, denn Lisi hätte Angst gehabt, in Abu Dhabi verbrannt zu werden. Das ist ja wohl noch weiter her geholt als meine Ausführungen.

Maria findet hingegen die Outfits der dortigen Scheichs so sexy, dass nicht mal Tüten-Juppi mit halten kann an Attraktivität.

Am Ende bekommt Miriam dreißig Punkte. Und zu allem Überfluss wird der Sieger auch noch als bester Koch der Insel vermutet - nein, gekrönt. Denn Axel gewinnt.

Jetzt am Ende gibt es eine Reisewarnung für Mallorca:

Man könnte dort rein geschmacklich in den Untergrund geraten - es sei denn, man bucht sich nicht bei dem besten Koch der Insel, Axel, ein -sondern folgt stringent seiner eigenen Nase. Aber nicht, dass die noch zu Jens Büchner führt.

Guten Morgen, Gruß Silvia 

5. Juli 2018 - Vox - Das perfekte Dinner (Mallorca-Spezial): Wiederholung aus September 2015 - Donnerstag auf Mallorca bei Axel

Foto: S. B.

Nachtrag zum Dinner von letzter Woche - neue Beiträge gibt es wieder ab dem 14. Juli 2018

Aperitif: Sangria
Vorspeise: Miesmuscheln mallorquin
Hauptspeise: Colabraten, überbackener Chicorée und Reis
Nachspeise: Tortenpotpourri auf Erdbeerschaumeis



Achtung: Dauerwerbesendung!

Fasten Seat Belt - sonst schleudert es sie aus den Sitzen: Dass sie im falschen Flieger sitzen, denken sie ohnehin nach ein paar Sendeminuten, denn eigentlich wollten sie doch sehen, wie jemand kocht ... oder sich zumindest darum bemüht.

Erst einmal wird die heimelige Pension vorgestellt inklusive Deko-Gästen am Frühstückstisch, denn so wirklich richtige Gäste sind dies nicht, handelt es sich doch um Axels Eltern und deren Freunde. Gut gelaunt reichen sie die Kaffeekannen über den Tisch, haben mit diesem wichtigen Auftritt allerdings auch ihren letzten.

Weiter geht es mit der Werbeveranstaltung, die in eigener Sache erst einmal völlig legal ist, denn Axel sucht einen Partner. Fleißig soll er unter anderem sein. So fleißig wie der Werbetrommel-Rührer anstatt Selber-Zusammen-Rührer aus frischen Zutaten?

Denn jetzt kommt die Fix-Tüten-Industrie mal so richtig zum lustvollen Einsatz wie es so selbst beim Dinner selten da gewesen ist. Für alles, was sich nicht schämt, dieses aufzusaugen, gibt es ein Pülverchen. Obendrauf kommt das braune Gesöff, das besonders für Diabetiker und Dickleibige eigentlich ein Tabu ist.

Wenn nach dieser Tüten-Ekstase die ersten Zuschauer abschalten - wer kann es ihnen verdenken? Schlecht kochen können viele ja selber - sie wollen wissen, wie man es besser macht.

Doch keine ruhige Minute sei dem verbleibenden geneigten Publikum gegönnt, denn nachdem die Vorspeise, angereichert mit einer Art Maggi-Pulver, verschlungen und für gut befunden wird, darf Stefan ran an eine Waschmaschine. Da hat jemand clever auf diese Aktion hingearbeitet:

Denn prominent kommt die Marke der Maschine so richtig toll ins Bild. Man traut sich schon gar nicht, die nächste kaputte durch eine andere als diese zu ersetzen.

Über allem thront der begeisternde Schmäh von Lisi, die langsam die Ohren strapaziert - aber auch ihren Körper keineswegs schont: Eine Diabetikerin sei sie, erzählt sie heute. Dass sie als Ernährungsberaterin jemals durch startet, ist besonders fragwürdig: Höchstens kann sie Tipps geben, wie viel Insulin man gegen wie viel Kuchen subkutan verabreicht.

Denn, nach dem "Hauptgang völlig aus der Koch-Rolle", kommt der Nachtisch, den man in dieser Form nur bei Damen sieht, die sich täglich um viertel nach drei in der Konditorei bei der Schlacht am Kuchenbuffet treffen.

Auch hier spielen Dosenfrüchte und Tütchen ein Hauptröllchen. Und Maria bittet, ihre Kuchenreste mit nach Hause nehmen zu dürfen - natürlich wird Axel ihr diese in eine bestimmte Plastik-Dose mit auf die Reise schicken. Damit endet die Werbeveranstaltung in einer bunten Verzweiflung.

Er bekommt satte und sagenhafte dreiunddreißig Punkte, während sich die anderen wohl eher nach Hause rollen - und wenn Miriam Pech hat, sind alle vom Vortag noch so abgefüllt, dass sie ihr Menü nicht genießen können.

Außer natürlich jene Damen, die täglich ...

Guten Morgen, Gruß Silvia