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Freitag, 12. Juni 2026

12. Juni 2026 - Entschuldigung ...



Entschuldigung ...

Es gibt etwas, das manche Menschen mehr hassen als der Teufel den Ostersegen des Papstes:

bevor sich hinter ihren Stirnen das Wort "Entschuldigung" bilden kann, übernimmt allenfalls die "Rechtfertigung" das Wort.

Entschuldigung ... liegt hinter ihren Hirn-Barrieren wie die festgemauerte Glocke, die sie bereits in Schulzeiten nicht auswendig aufsagen wollten,

dafür aber jede Menge Rechtfertigungen parat gehabt haben.

Warum auch soll ein Schüler sich für Friedrich Schiller krummlegen, wenn ihn eher ein prolliger Comedian umtreibt?

Da ist der kleine hysterische Junge, der seiner Mutter einen von allerfeinsten Vorlagen abgekupferten Tritt in den Hintern verpasst,

wofür er dann ein dreistöckiges Eis mit extra viel Sahne von ihr kassiert, damit er wieder "lieb" ist.  Später wird er ihr vorhalten, sie hätte ihn fettgefüttert.

Da ist der Radfahrer, der auf dem schmalen Gehweg Passanten in die Brennnesseln schickt - als bessere Alternative zum Angefahrenwerden. Entschuldigung?

Fehlanzeige! Warum laufen Fußgänger auch auf Fußwegen?

Ihr "Wörter-Guard" bewahrt diese Leute, die sich niemals entschuldigen, vor jeglicher Art wirklicher Reue.

Wenn sie fremdgeht, weiß sie genau, dass es an ihrem Partner gelegen hat: ein Blumenstrauß zu wenig, ein Konflikt zu viel, und die Schwiegermutter war zu oft zu Besuch - und mit liebevollen Worten wirft er auch nicht gerade um sich.

Ihr fehlt: ehrliches Bedauern! Sich zu entschuldigen hat sie nie gelernt!


In einer Position, in der sie längst nicht mehr kriechen muss, sondern schon treten "darf", tritt sie gern "denen da unten" auf die Füße - mit einer dumm-pauschalen-rundum Beleidigung. Nun wäre

dringend eine Entschuldigung vonnöten, aber die wird es nicht geben: während der nächste Tritt sicher nicht lange auf sich warten lässt.

Entschuldigung - ist wohl ein zu anspruchsvolles Wort, als dass es jeder erlernen könnte. Nur die Allerbesten beherrschen es. Und meinen es dann auch genau so wie es gedacht ist.



Guten Tag, Gruß Silvia


Freitag, 5. Dezember 2025

5. Dezember 2025 - Gedankensprünge


Gedanken-Sprünge

Was um Himmels willen würden wir alle machen, wenn es Instagram, Facebook und wasweißichnochalles und Mailboxen nicht gäbe: per Post müssten wir bei jedem Schnurz, der uns bekannt wird, ärgert oder erfreut, den Kugelschreiber in die Hand nehmen und
damit diesen und jenen Kommentar für Zeitungszuschriften niederschreiben oder hochloben.
Unser Briefträger ist sowieso bereits überlastet.
Aber vermutlich sind die meisten Briefe, die er ohne jede Empathie, sondern mit einer gehörigen Portion Langeweile, einwirft, ohnehin amtliche ... oder Mahnungen oder Visa-Ausstellungen von Auswanderungs- oder Reise-Willigen oder Knöllchen fürs Falschparken oder

Geschwindigkeitsüberschreiten - und gehören zu dem billigen Rest, der sich nicht per Mail erledigen lässt.
Zwar bekommt man per Post auch Werbungen, aber niemand fällt beim puren Lesen derselben oder per In-die-Hand-nehmen
Verbrechern in die Klauen, wie es per Mail passieren kann.
Wie einfach wäre die Welt ohne die sozialen Medien, die sich niemals mehr rückwärts, sondern selbstverständlich nur noch vorwärts entwickeln?
Die "Künstliche Intelligenz" ist auf dem Vormarsch und erobert Geschöpfe, die sich ihre Vorteile zu sichern wissen, denn was sie im Netz nicht selber richten können, erledigt der moderne "Sklave" für sie, obwohl der wiederum diese Schreiber selber als Sklaven betrachtet.
Vielleicht bestraft die KI sie eines Tages dafür, wer weiß schon, was dieses "Wesen" anzurichten imstande ist ...
Und die Welt entwickelt sich stetig weiter, aber was wäre, wenn es
keine Antibiotika gäbe, die auch nur aus dem menschlichen Drang, etwas Neues, aber Gutes auf den Weg zu bringen, gefunden worden wären?
Wie, wenn es keine Cytostatika gäbe?
Unser Briefträger marschiert hingegen bei Sonne und Regen - und hat an Montagen weniger Post zu verteilen als an anderen Tagen - und ich müsste ihn mal fragen,
wie viele Postkarten aus z. B. Urlauben er überhaupt noch verteilen muss. Wie viele (oder wie wenige)
Weihnachtswünsche vor Weihnachten in seinen Boxen lagern.
Der Fortschritt fing u. a. mit Postkutschen an - wo er endet, weiß der Teufel. Der sieht sich als Kumpel, der gerne alles vermasselt.
Seitdem Erich Kästner das Gedicht "Die Entwicklung der Menschheit"* geschrieben hat - und er ist immerhin erst am erst am 29. Juli 1974 gestorben,
ist die Menschheit ganz schön forsch und womöglich und nur zufällig voreilig vorangeschritten.