Mittwoch, 20. März 2019

19. März 2019 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Berlin bei Miriam


Vorspeise: Feigen mit Ziegenkäse an Rucolasalat mit Birnen, Manchego und Walnüssen
Hauptgang: Pasta al Salmone mit einer fruchtig frischen Weißweinsahnesoße
Nachtisch: Blätterteigapfel-Röschen, dazu Gelato und heiße Himbeeren


Miriam befindet sich noch in der Ausbildung

und das bezieht sich nicht nur auf ihre berufliche, sondern auch auf ihren Weg hin zu einer Hobby-Köchin. Ob der Weg ein steiniger sein und vorzeitig abgebrochen wird, kann man noch nicht sagen. Sie ist schließlich erst 21 Jahre alt,

und offenbar ist dieses Alter Rechtfertigung genug für den Mut, sich für eine ... nun ja, dem Namen nach ... Kochsendung zu bewerben. Die Caster lassen sich im Vorfeld zwar nichts vor-kochen, aber ihnen kann man sicherlich auch nicht viel vormachen: Die werden bereits abgecheckt haben, dass es mit Miriams Kochkünsten nicht zum Besten steht. Nicht einmal an einem Montag hat man sie kochen lassen, weil es die Einschaltquoten der gesamten Woche eventuell wegen Langeweile negativ beeinflusst hätte ...

Immerhin prangt ein riesiges "S" (als Hingucker, wenn es schon sonst keinen gibt) an der ansonsten vernachlässigten, weil leeren Wand, und das steht für Einstein: Relativ geschmacklos, aber aufdringlich.

Unspektakulär ist dann die Vorspeise, die weniger als einen hohlen Zahn füllt - doch Nachschlag ist nicht wirklich vorgesehen. Aber Halt: Eine einzige Feige gibt es dann doch noch, allerdings ohne Schinkenmantel. Die kann man schließlich teilen.

Nicht wirklich geschmacklos kommt schließlich die Hauptspeise auf den Tisch, aber deren Geschmacksbezüge resultieren eher auf einem wilden Durcheinander von diesem und jenem und Geschmacksverstärkern und Soßenbinder neben einem nun wirklich und für immer und ewig toten Lachs, den sie in der Soße auch noch mutig in Stücke zerfetzt.

Miriam legt einen tapferen Auftritt hin, frei von jeglicher Belastung durch irgendwelche Skrupel und vorherigem Eigen-Up-Date, wie es sich im Verhältnis Miriam zu Herd zu Kochtöpfen zu Lebensmitteln eigentlich verhält. Doch vielleicht ist sie ohnehin lieber Gast als Gastgeberin, die zum Leidwesen der Zuschauer nicht nur andere Leute bewirten, sondern auch bekochen soll.

Es ist kaum denkbar, dass es viele Zuseher gibt, die nun Zugriff auf ihre Rezepte nehmen werden, aber die Konkurrenz (obwohl Miriam auf der Stirn geschrieben steht, hier außer Konkurrenz mitzuwirken) ist gnädig:

Je 7 Punkte bekommt sie von Moritz und Stephan, während Anne und Irina den Tatsachen ein bisschen näher stehen und je 6 Zähler spendieren: Das macht insgesamt - Albert Einstein könnte dies auch zu keinem besseren Ergebnis bringen - 26 Umdrehungen.

Immerhin war sie nicht feige, und anstatt sich für Shopping-Queen zu bewerben, ging sie gleich mit Ambitionen zu einer Koch-Sendung in die Vollen.

Hübsch ist sie aber ... das steht außer Frage.


Guten Morgen, Gruß Silvia


1 Kommentar:

  1. Miriam - jung übt sich!

    Es ist der zweite Abend in Berlin, die Probaten finden sich in ihre Rolle ein und die ersten kritischen Stimmen erklingen! Wer am Montag noch kochen dufte, findet nun kleine Portionen die zu groß ausfallen und Langeweile wo eigene Raffinesse serviert wurde. Männer rücken zusammen und Irina sondert sich ab. Ist es jetzt üblich beim perfekten Dinner mit Sachbegriffen um sich zu werfen? Anne ist sich sicher, dass es egal ist, ob der Schinken aus Spanien kommt, wenn der Sommelier keine Wein dazu empfehlen kann! Weinempfehlungen, in Berlin, an diesem Abend, in Anwesenheit von Lukullus und Bacchus? Mutig und wäre ein wenig so wie Perlen vor die S....., okay, es würde ein wenig auf teilweise Unverständnis stoßen.

    Miriam hat Zeit, startet gemütlich ihr Abenteuer in der Küche, plauscht entspannt, nutzt ihre Zeit für einen Kaffee. Bewundernswert, es gab schon Köche und Köchinnen mit mehr Erfahrung, die extrem unter Zeitdruck gerieten. Salatblättchen werden gezupft, Dressing gerührt, Blätterteigrosen aufgerollt. Miriam möchte zweimal Eis zum Dessert servieren, nennt aber nur eine Maschine ihr Eigen! Es wird nichts vorbereitet und so wundert man sich über diese unnötige Doppelung. Hat Miriam ihr Menü geübt? Hat sie im Vorfeld ausprobiert wie sie ihre Soße lecker und frisch zubereiten kann? Hat sie sich überlegt ob die Mischung aus Lachs, Gemüse, Sahne und Sahneersatz wirklich als besonders gelungen betitelt werden kann? Der unvoreingenommene Zuschauer würde sagen: "Nein", diesen zusätzlichen Stress hat sie sich erspart!

    Apero: ganz nach Wunsch aber ohne Ziel!

    VS: netter kleiner Salat mit deftig gefüllten Feigen! Feigen aus dem Supermarkt neigen dazu, wenig Eigengeschmack zu entwickeln und Ziegenkäse kann es nicht immer retten. Die Gäste sind zufrieden, nur Anne ist noch hungrig und vermisst einen deftigen Nachschlag.

    Hauptgang: Nudel mit einer kräftigen Soße. Das Rezept folgt dem Motto: was gibt der Kühlschrank her!

    Dessert: viel Mühe und Aufwand! Leider ist der Blätterteig nicht komplett gebacken!

    Miriam ist eine charmante, umsorgende Gastgeberin! Miriam ist eine Köchin in ihrer Erprobungsphase!

    Sie wurde fair bewertet und darf sich auf die anderen Abende freuen!

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