Samstag, 27. Dezember 2014

26. Dezember 2014 - ARD - Tatort Saarbrücken - Weihnachtsgeld -

Weihnachtsgeld

Die ARD hat mal eben ihr gesamtes Weihnachtsgeld zusammen gekratzt, einen Stall gemietet, einen vorhandenen Weihnachtsmarkt genutzt und sich aus der Weihnachtsgeschichte ein paar Figuren entliehen. So musste man nicht selber denkend tätig werden.

Maria trifft auf Jupp, und sie ist hochschwanger, aber nicht von Jupp. Beide treffen auf eine Scheune, und das Jesus-Werden kann los gehen. Friede, Freude, Feierkuchen. Damit es aber nicht nur gemütlich wird, passiert ein Mord - und der Kommissar wird im Puff mit k.o.-Tropfen für ein paar Stunden außer Gefecht gesetzt. Ob die Tropfen letztlich auch in der Rechnung über 500 Euro enthalten sind, ist nicht sicher, aber möglich. Wenigstens bekommt Stellbrink eine Quittung über die 500 verbratenen Euros. Die kann er sich dann sonstwo hinstecken.

Am Ende klärt er selbstverständlich den Mord und auch alle anderen kleineren Ganovenstücke auf. Und man trifft sich zu einem gemeinsamen Weihnachtsessen, nachdem Marias Sohn zuvor noch eben an Heiligabend zur Welt kam. Vielleicht erlöst er die Zuschauer von diesem Tatort-Ableger.

Was hätten die Münsteraner aus einem Weihnachts-Tatort gemacht? Keine Ahnung? Vielleicht hätte Alberich ihren Auftritt als Weihnachtsengel gehabt und Boerne hätte den Bischof Nikolaus  gegeben, während Vadda Thiel das ewig verdächtige Räuchermännchen ins Bild gebracht hätte. Und Maria hätte ihren Sohn in der Pathologie entbunden, nachdem sie gebärend vor dem Identifizieren einer Leiche zusammen gebrochen war.

Aber was und wie viel haben sich die Saarbrücker bei ihrem Tatort gedacht? Vermutlich nur HoHoHo!

Guten Morgen, Gruß Biene

6 Kommentare:

  1. Also - für mein von zu vielen Feiertagen debil gegerbtes und extrem nach Frieden Frieden Frieden dürstendes schlichtes und albernes Gemüt war dieses kleine Schelmenstück ganz genau richtig gehäkelt.
    So viele schöne Szenen: Die beklauten Bullen, der strunzdumme Zuhälter mit dem grammatikalisch bewanderten Helfer, Stellbrink auf seinem Roller, der Lude in der Gondel über dem Weihnachtsmarkt, die Taschendiebin mit ihrem Vater und dem durchorganisierten Lagersystem, der ewig probende Bullenchor, das Schlußbild des heiligen Abendmahls, das sich am Ende alle versöhnt und gekriegt haben und (fast) alle wieder aufgewacht sind, dass es eine nette Nutte und einen schönen Heiligabend im Puff gab..
    Ich hab bestimmt noch ganz viele Details dieser irren Posse vergessen, aber sie hat mir richtig gut gefallen.
    Ach ja, wer brauchen ohne zu gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen. Mußte ja auch mal wieder gesagt werden.
    Ach ja, und was ist jetzt denn mit Leitmayr, ist der nun wieder am Leben und erwacht, meine TV-Zeitung kündigt mir jedenfalls für morgen einen neuen Tatort Leitmayr/Batic an. Oder hab ich da was verpasst? Letztens wußte man doch nicht, ob er durchkommt, ähnlich wie bei dem kleinen Berliner.
    Schrecklich diese Ungewissheit, aber mit uns kann man es ja machen, jammer!

    Liebe Grüße, mal wieder ganz aus der Normalität (Na,ja) , von Susi

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    1. Hallo Susi, schon im letzten München-Tatort war Leitmayr wieder dabei. Es gab auch keine weitere Erklärung dazu. Ich möchte ja nicht, dass du bis morgen unwissend durchs Leben läufst. Gruß Silvia - Schnee, Schnee, Schnee

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    2. Kannste Mal sehen, hab ich gar nicht mitgekriegt, ohne Erklärung? Möglichweise hab ich den sogar gesehen, denn eigentlich gucke ich jeden Tatort/Polizeiruf, und habe noch nicht einmal mitbekommen dass der fast tote Cop wieder dabei war, so verblödet man also fröhlich vor sich hin, als Teilhabeberechtigter der öffentlichrechtlichen Anstalt.
      Hauptsache die Medikamente kommen bald.
      Freu mich auf heute abend, Gruß Susi

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    3. Nee, von hier aus gibt es keine Medikamente. Aber einen Hinweis: Guck mal unter dem Label "Tatort", da hast du den vielleicht sogar selber kommentiert?! Ich weiß es aber nicht genau, habe noch nicht nach gesehen. S. Schneefrau - Und was ist heute Abend?

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  2. Ich sach ja, mir fehlte noch der Durchblick: Gerade bemerkte ich messerscharf, dass heute erst Sonnabend ist - diese dumpfbackigen Dauerfeiertage machen einen ja ganz brackig im Kopf! Also, und der Tatort "Wüstensohn" im September, mit beiden alten Münchner Herren, bei wieder bester Gesundheit, den habe ich natürlich gesehen, ohne mir dabei was zu denken.
    Ich beneide dich um den schönen Schnee, hier ist es nur eisig. Korrigierend möchte ich bemerken, dass ich mich auf den morgigen Tatort freue.
    Liebe Grüße der wieder in Zeit und Raum orientierten Susi

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  3. Mach dir nix draus, ich bin da und nicht abgelenkt von zu viel Familie. Und hier schmilzt der Schnee und ist nur noch Matsch. Das ist weniger Vergnügen als der gestrige Tatort. Das kann ich mal so sagen. - Gib David einen kleinen Stuppser von mir, falls er es zulässt. Silvia

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