Sonntag, 13. Juli 2014

13. Juli 2014 - Vox - Das perfekte Dinner - im allgemeinen

Das perfekte Dinner

erhitzt schon seit Jahren  die Gemüter, die sich dann aber weitgehend wieder beruhigen und auf die nächste Woche hoffen, und auf endlich mal ein perfektes Dinner.

Einige perfekte Dinner gab es auch schon in den etwa acht Jahren, in denen das Dinner gesendet wird. Und ganz ganz viele völlig unperfekte. Manche waren sogar völlig daneben.

Jedes Hoffen, die Dinner könnten dem Titel der Sendung annähernd gerecht werden, wird selbstverständlich mit konsequenter Regelmäßigkeit vom Sender enttäuscht. Oder?

Ich bin eine Konsumentin der ersten Stunde. Und ich erinnere mich nicht daran, dass alles schon mal viel besser war. Schon in der allerersten Woche wurde geschludert: Mit Fertig-Mousse von Dr. Oetker und mit all dem anderen Kram, den die Zuschauer verwerflich finden.

Schon immer standen die Charaktere der Aktionisten im Vordergrund. Deren Kochkünste sind eher nur ein Aufhänger für eine Produktions-Firma, die in andere Wohnungen und Leben eingelassen werden will. Nicht auf dem Niveau von "Frauentausch", davon wollte man sich offenbar abgrenzen. Aber um Himmels Willen auch nicht auf dem Niveau von seriösen Kochsendungen.

Gibt es die überhaupt noch? Mit Sicherheit kann ich das nicht beantworten; ich kann mir nicht alles antun, was über Essen und Trinken gesendet wird. Vielleicht hat jemand einen Geheim-Tipp für mich?

Ansonsten mag ich das Dinner genau so wie es gesendet und gedacht ist: Chaotisch manchmal. Mit teilweise schwierigen Charakteren und grenzwertigen Einlassungen derselben.

Wenn zwischen all dem Trash mal ein sympathischer Mensch mitspielt und auch noch gut kochen kann, bin ich schon zufrieden. Jeden Dinner-Tag, den Vox werden lässt, brauche ich das nicht. Da nehme ich das Menue genau so, wie Vox es anrührt:

Viel Menschliches, viel Kritik, viel Besserwisserei ... und dann selber nichts auf die Pfanne bekommen: So sind die Kandidaten, und sie sind auch genau so und nicht anders gewollt.

Wer kochen lernen möchte oder besser kochen - soll sich in seine Küche stellen und mutig etwas ausprobieren. Beim perfekten Dinner lernt man es nicht, das Kochen. Oder höchstens ganz am unteren Rande unter ferner liefen.

Aber es ist immer wieder schön zu sehen, wie groß die nicht-so-gut-kochende Gemeinde ist. Da dürfen sich auch schon mal die leidlich-gut-Kochenden in Eigenbeweihräucherung auf die Schulter klopfen.

Denen, die wirklich gut kochen können, wird vermutlich regelmäßig der Blutdruck in die Höhe schnellen.

 Meistens sind es eben nicht die Koch-Heroes, die das Adrenalin zum Kochen bringen. Sondern der schnoddrige Typ von nebenan und die selbst verliebte Radieschenzählerin.

Gruß Biene

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