Montag, 15. Oktober 2018

15. Oktober 2018 - Mein Hunde-Sohn Robin - Teil 2

Namensfindung

Da er selbstverständlich weder offiziell "Illusion" noch "Eddie" heißen sollte, machte ich mich mit einem wenig Hilfe auf die Suche nach einem passenden Namen. Der erste, der mir einfiel, war "Clinton" - ja, eben nach Präsident Bill Clinton.

Seine Politik völlig außen vor lassend, denn ich möchte hier absolut nicht in Tiefen von Machthabern eindringen - fand ich Bill Clinton einen ziemlich attraktiven Mann,

einen kleinen Lügner, was gewisse Affären anging und das imaginäre Bild von ihm und einer dicken Zigarre - geschichtsträchtig.

Clinton war von 1993 bis 2001 Präsident der USA, er war also 2004 noch in aller Munde und Gedächtnis.

Doch meinem Mann gefiel der Name "Clinton" für unsere Handvoll Hund überhaupt nicht, obwohl er mich nur schwer davon abbringen konnte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Name ziemlich gut zu Robin gepasst hätte.

Mein Mann jedoch war es, der mich an einen Robin erinnerte - einen, den ich gerne singen hörte, einen ziemlich berühmten. Nein, nicht Robbie Williams,

sondern Robin Gibb. Damals lebte der früh in 2012 verstorbene Sänger noch.

Es wurden noch ein paar Namen in Betracht gezogen, an die ich mich nicht mehr so genau erinnere - und erfinden möchte ich in dieser eigenen Geschichte nun mal nichts - und nach diesen Überlegungen hatte

Robin seinen Namen.

Das war am Ende der Autofahrt von Unna nach Duisburg. Also wirklich lange hat die Suche nach einem passenden Namen nicht gedauert.

Doch noch heute bestehe ich darauf, dass ihn niemand Robbi nennt. Er heißt Robin - dauert ja nicht länger, den Namen richtig auszusprechen. Nur manchmal, und wenn es gut gemeint ist, lasse ich Robbi gelten - aber ziemlich ungern.


Erste Schritte

Wir stiegen aus dem Auto, und ich ließ  Robin sanft auf die Straße gleiten, die Welpenleine in der Hand haltend. Das erste, was geschah:

Er nahm eine Zigarettenkippe ins Mäulchen. Überhaupt war es in der nächsten Zeit und draußen sein größtes Hobby, alles in die Schnauze zu nehmen, was andere achtlos weg geworfen hatten. Zu der Zeit wurde mir erst bewusst,

wie viel Leute gedankenlos auf Straßen entsorgen. Es gab nichts, was nicht dabei war: Selbst ein benutztes Tampon konnte ich ihm noch rechtzeitig entreißen.

Schöner war es, wenn er ein Mini-Holzstöckchen in seine Mini-Schnauze steckte und mit nach Hause nahm - als fette Beute.

Allerdings sollte ich eine Weile die Ausgänge beschränken, um seine noch jungen Gelenke ein wenig zu schonen. So hatte die Züchterin Frau W. es mir empfohlen -

vermutlich hat sie die Quirligkeit auch ihrer eigenen 5 Yorkies dabei völlig außer acht gelassen,

denn Robins Spieltrieb dauerte schon mal - ohne Übertreibung - viele Stunden - und er lief in der Wohnung kilometerweite Strecken.

Er hatte bis heute (Oktober 2018) keine Probleme mit den Gelenken.


Robin hatte alle notwendigen Impfungen, die bis zur 9. Lebenswoche üblich sind (er war genau 9 Wochen alt, als er zu uns kam) - und war zusätzlich mehrmals entwurmt worden. Die nächste Impfung musste ich vornehmen lassen, als er 12 Wochen alt war: Die gegen Tollwut.

In diesem Jahr 2018 habe ich erstmals eine Impfung ausfallen lassen. Nicht, ohne vorher mit seiner Tierärztin darüber gesprochen zu haben:

Sie meinte, wenn er immer durchgeimpft (und das wurde er) worden wäre, wäre die Immunität gegeben.

Lediglich bei der Tollwut-Impfung gibt es eine böse Sache, die vermutlich nie geschehen wird, aber: wenn, dann sehen manche Hunde und ihre Halter alt aus:

Falls jemals die Tollwut in Deutschland wieder ausbricht, werden alle nicht geimpften Hunde getötet. Und da helfe auch keine Ausrede. So unsere Tierärztin.

Robin und Bienchen Tollwut-Impfung ist jedoch noch bis 2020 gültig.

Dass im Jahr 2004 "Dr. House" erstmals auf Sendung ging, interessierte Robin ebenso wenig wie "Stromberg" - und ob es für ihn eine Rolle spielte,

dass wir alle noch ein Jahr Zeit hatten bis Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde,

weiß ich nicht so ganz genau.

Möglicherweise hätte sie mehr für den Tierschutz tun können - und insofern würde es auch einen Hund interessieren,

wenn er denn das Pech hätte, etwas davon zu verstehen, was in der Politik vor sich geht.

Ach, ich wollte doch nicht über Politik reden ...

Daher:

Fortsetzung folgt

Copyright Silvia Gehrmann


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