Mittwoch, 31. Oktober 2018

30. Oktober 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Zürich bei Fabiano


Vorspeise: Parmigiana di melanzane (Auberginenauflauf), Rucolasalat mit Birnen, Parmesan & Pecannüssen
Hauptgang: Ossobuco mit Safranrisotto
Nachtisch: Selbstgemachtes Sorbet mit sizilianischen Cannoli


Der italienische Schweizer

Fabiano reklamiert sowohl italienische als auch schweizerische Eigenschaften für sich, denn seine Mutter ist Schweizerin und sein Vater Italiener. Leben möchte er allerdings nur in der Schweiz, während er seine Seele in Italien auftankt. Vielleicht ist die letzte Auftank-Reise schon zu lange her oder er erwischt einen schlechten Tag oder er kann vermutlich gar nicht so gut kochen wie er meint. Zumindest macht der Nachtisch einen leckeren Eindruck.

Die gute Laune der fünf Eidgenossen - ob zugereist oder gebürtig - macht auf jeden Fall so einiges wett.

Trotzdem:

Dass der Sender sich eine Woche, in der Halloween mancherorts richtig abgefeiert wird, entgehen lässt, ist jedoch kaum zu entschuldigen. Fünf Halloween-Dinner, die schon vom Ansehen her so richtig Angst und Schrecken verbreiten, wären eine coole Sache geworden.

Stattdessen frönt man der gepflegten Langeweile - und ich denke, jede Traumschiff-Episode beinhaltet mehr Nervenkitzel als der Fabiano-Abend.

Anstatt den gut aussehenden Fabiano würde ich lieber einen Rundgang durch Zürich begleiten, und zwar mit den Fernseh-Leuten, die gerade drehfrei haben. Wo gehen sie essen? Wie verpulvern sie die Stunden und wird das unter Spesen verbucht? Gibt es coole Clubs in Zürich und auch die entspannte Gemütlichkeit? Finden sie ihr ganz persönliches perfektes Dinner abseits der Kandidaten-Küche von Fabiano?

Aber so läuft das natürlich nicht. Nachdem ich mehrfach den Züricher Straßenverkehr bewundern durfte, geht es gnadenlos ab ins übliche Geschehen.

Gerd, der sich "Gege" nennt, bemüht sich um den Humor, während Nathalie viel konstruktive Kritik hinzufügt.

Fabiano bekommt von jedem seiner Mitstreiter 7 Umdrehungen, obwohl er als Italiener Gerd nicht einmal einen Grappa anbieten kann. Die 7 ist die neutrale Institution, und so passt es wieder zu der neutralen Schweiz.

So ganz angekommen in der Wohnung seines Freundes Rudi ist Fabiano vermutlich noch nicht, denn er lebt erst seit kurzer Zeit hier. Und eher entsprang das Zusammenziehen einer Notsitution, denn seine Wohnung wurde ihm gekündigt. Wie passiert denn so was - und dann ausgerechnet in der Schweiz auch noch so schnell?

Ein paar Vorurteile muss ich mir gönnen. Und Fabiano gönn ich locker die 28 Punkte für sein Dinner, obwohl man Angebranntes (wie die Aubergine in der Vorspeise) eigentlich nicht serviert. Für Halloween hätte es allerdings etwas dargestellt ...


Guten Morgen, Gruß Silvia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen