Freitag, 14. August 2015

13. August 2015 - Vox - "Wer ist der Profi" - Donnerstag in München bei Sophie

Foto: S. B.

Aperitif: Ginger Rosé
Vorspeise: Trüffel-Ravioli, Rote Bete, Bärlauch
Hauptspeise: Kalbsfilet im Thymian-Zitronen-Mantel, Polenta, Möhren, Sauce Béarnaise
Nachspeise: Mandeltarte, weiße Schokolade, Himbeeren, Minzeis


Sie weiß, was sie will

... was auch kein Fehler ist. Sie weiß, was sie kann - zumindest was das Kochen anbelangt - und das zeigt sie gerne und heute sehr anschaulich. Unsicherheit kennt Sophie höchstens vom Hörensagen. Sie ist eine hübsche junge Frau, die mich ein bisschen an die Hauptdarstellerin aus "Dirty Dancing" erinnert.

Und dann sehe ich sie wieder, als sie am Montag noch Schwestern im Geiste waren: Barbara und Sophie: Sie werfen sich die Bälle zu und schaukeln sich an Danielas Menü sooo hoch, dass der Fall nur noch ein tiefer sein kann ... Das war auch ein schmutziger Tanz.

Heute beweist sie, dass sie neben dem Lästern auch das Kochen beherrscht. Inzwischen denke ich, sie kocht auch beruflich - und bewirbt sich hier für mehr als nur eine Woche Fernsehen inklusive einer Siegprämie von 5.000 Euro.

Obwohl ihr dieser Sieg verwehrt bleiben wird mit den zweiunddreißig Punkten, die sie am Ende einstreichen kann: Dank der Dinner-Crasherin Barbara liegt sie gleichauf mit dieser, und weiterhin führt Jakob die Gruppe punktemäßig an. Denn Barbara, heute unter erschwerten Bedingungen angetreten, denn sie hat in der Nacht zuvor eine Flasche Wodka geleert, gibt ihr lediglich sechs Punkte.

Ohnehin führt Barbara eine Fernbeziehung zum guten Benehmen, und wie das mit vielen Fernbeziehungen so läuft - am Ende verabschiedet man sich gänzlich voneinander, und Barbara hier von jeglichem Benehmen.

In ihrem eigenen Bereich zeigt Sophie soviel Selbstsicherheit, dass sie die persönlichen Angriffe mit dem Ziel der feindlichen Übernahme eines Sieges von Seiten Barbaras - souverän weg steckt. Noch kann Barbara nicht ahnen, dass ihr der Sieg längst von Jakob genommen wurde.

Natürlich muss Sophie sich nicht über vierfache Konkurrenz-Nachfragen bezüglich ihres Menüs wundern: Macht sie aber, und fühlt sich überfallen. Wenn andere das tun, was man selber so gern macht, so wird das von manchen nicht wirklich gern gesehen. So sind sie, die Leute.

Es gab schon so manchen Aussetzer von Dinner-Teilnehmern, die sich nicht zu benehmen und vernünftig zu artikulieren wussten - und auch Sophie gehört nicht gerade zu den Sympathieträgern - aber Barbara toppt alle, und lässt manche sogar vergessen, wie Sophie verbal unterwegs war. An ihren eigenen Dinner-Tagen kommen durch die Bank alle Kandidaten besser rüber als an den übrigen.

Nur Daniela ist auch nach ihrem Kochabend gleichbleibend freundlich geblieben. Harald, der als Letzter kocht, ist mir am sympathischsten - und das wird sich an seinem Abend vermutlich kaum ändern. Er ist kritisch, aber weiß diese Kritik in die richtigen Worte zu kleiden und vor allem, den richtigen Ton dafür zu finden.

Von hier bekäme Sophie satte neun Punkte - aber Kochen können ist nicht alles auf der Welt, was zählt. Es gibt auch noch so bemerkenswerte Dinge wie Freundlichkeit und Fairness, zum Beispiel. Oder auch einfach die Kunst, die Kirche im Dorf zu lassen ...

Guten Morgen, Gruß Biene

7 Kommentare:

  1. Wie erwartet meisterte Sophie ihren Dinnerabend souverän .

    Nicht nur die Speisen waren auf hohem Niveau zubereitet, sie brachte auch
    alles ansprechend auf Teller.

    Beim Dessert schwächelte sie, das Eis war wegen der fehlenden Eismaschine
    nicht gut gelungen.
    Da war wohl auch ein wenig Missachtung der Gäste dabei oder Selbstüberschätzung.
    Daran mangelte es der guten Sophie nicht.

    Sie fiel mir am Montag unangenehm auf und daran änderte sich bis gestern nichts.
    Das was sie die ganze Woche praktizierte, dieses Nachbohren auf penetrante
    Art, bekam sie nun von Barbara am eigenen Leib zu spüren.

    Da war es vorbei mit der Lässigkeit, das gefiel ihr nicht.
    Mir und den anderen Kandidaten ebenfalls nicht, aber wer fragt uns.
    Barbara wurde dadurch nicht sympathischer und die 6 Punkte waren das
    Sahnehäubchen.

    Hierzu fällt mir wieder eine andere Serie bei Vox ein.
    Da wird an 4 Tagen bei den Kandidaten gedreht, am 5 Tag werden die Kandidaten
    per Video mit den Gründen der Punktevergabe konfrontiert.

    Da bekommt so mancher einen Satz rote Ohren und es gibt häufig Entschuldigungen.
    Nun, bei Kandidaten wie Barbara wird Selbstkritik ein Fremdwort sein.
    Mal sehen ob Harald heute das Ruder herum reißt.
    Ich würde es mir wünschen.

    Sollte Barbara der Profi sein und sie vielleicht mit ihrem Mann ein kleines Hotel
    führen, sehen wir sie bestimmt in einem anderen Vox-Format wieder.
    (Hotel)

    Sie liebt die Kameras... die Kameras lieben sie nicht.
    In Erwartung der letzten 38 Grad in diesem Monat grüßt Anna

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  2. Seit gestern nun hat unsere Münchner Prinzessin eine Ahnung, wie böse eine böse Stiefmutter sein kann. (Einen solchen Stiefvater kontaktiert sie ja bereits nicht mehr)

    Barbara wird ihr gestern ganz neue, weibliche Abgründe eröffnet haben, als sie wie entfesselt schrie: "Jetzt musst du bluten, in`s Kreuzverhör!" und mehr Charmantes...

    Ist ja aber auch zu ärgerlich, so eine Rotzgöre, so jung, so sophisticated und dann noch so saugut in der Küche, Barbara tat, was sie konnte, um Sophies Dinner quasi negativ zu synchronisieren, redete jede Sekunde schlecht, jeden Krümel in`s Verderben.

    Dabei war es wirklich das beste Dinner der Woche, ob man die Köchin nun mag oder nicht.

    Schon die Details der Vorspeise, wie sie die Bärlauch-Garnitur kross briet und mit Meersalz würzte, weil eben auch die Augenschmeichler noch was für den Gaumen tun sollen.
    Wie sie das rote Bete Pürree, aus im Backofen zu wahren Aromatresoren gewordenen Beten ( in Alu verpackt mit Salz, Butter und Kümmel, das an sich ist schon ein kleines Fress-Fest) anfertigte, mit Sahne und anderen Zutaten, Vox gestattete da leider keinen Überblick...

    Leider sind auch Sophies Rezepte nicht eingestellt und so kann man nicht exakt nachvollziehen, wie sie das Pürre vollendete, wie sie die Ravioli genau fertigte, sah man zwar, aber die Füllung war sehr cremig, es muss schwierig gewesen sein, die heil aus dem Kochtopf zu fischen, zumal das Wasser ganz schön brodelte. Aber es gelang der konzentrierten jungen Frau.

    Es gelang ihr auch, die Teller bildschön anzurichten und die Vorspeise entspannt zu servieren.

    Es gelang ihr auch, die Psychoattacke eines Gastes aus zu blenden, bereits Sekunden nach dem Empfang, ein Gast, der vor ihren Augen das Amuse geule fast ausgespuckt, dann theatralisch runter gewürgt hatte - das Schmierentheater steckte sie jedenfalls gekonnt weg und liess sich zu Barbaras sichtlicher Enttäuschung bei der Vorspeise keinesfalls aus der Ruhe bringen..

    Der Hauptgang, Sousvide gegartes Kalbsfilets, rückwärts braun gebraten, dann in intensivem Jus und Thymian-Zitronen-Masse gewälzt im Ofen final aromatisch gegart - das war eine Kunststück allererster Güte.

    Daneben eine Bernaise mit frischem Kerbel quasi im Schlaf aufzuschlagen, die Polenta an den Start zu bringen, Möhrchen glasieren und wieder alles himmlisch anrichten.

    Die Gäste verputzten alles bis auf den letzen Tropfen der köstlichen Jus.
    Ausser Barbara, bei der das Kalb natürlich tot über`m Zaun hing. Seltsam das.

    Aber beim Dessert bekam Rumpelstilzchen dann doch noch mal Oberwasser: Hier misslang das Minzeis. Was Sophie auch freimütig zugab.
    Merkwürdig, das hätte ich jetzt bei so einer 1000% igen ncht erwartet, zumal dieses Problem durchaus lösbar gewesen wäre.

    Die übrigen Dessertkomponenten, Mandeltarte, Schokomousse und Himbermascarponecreme reichten aber ohnehinmehr als aus.

    Aber: Minzeis stand nun mal auf der Menükarte. Und wer hatte diesen Nörgelstandard gesetzt? Eben, Miss Sophie herself.

    Ich zolle der jungen Frau allen Respekt für ihr Können und ihre Disziplin, für ihr professionelles Format und ihren Ansatz von Kultiviertheit.
    24 ist nicht das Alter für Demut und Bescheidenheit, das weiss ich aus eigener Erfahrung, aber ein wenig üben kann man schon...
    Und gehässig über andere zu sprechen macht selber hässlich. Was diese Woche deutlich zu sehen war.

    Sophie hat bislang eindeutig am besten gekocht - besser noch als Jakob, aber wer sich so lange gemein macht mit dem Gemeinen, der erntet dann eben auch die dieselben gemeinen Punkte.

    Heute wird auch hier ein heisser Tag, soll 32° geben, da fangt ihr wahrscheinlich grade mit an, oder? Liebe Grüße Susi

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  3. Moin @ zusammen.

    Sophie mit ihren 24 Lenzen durfte heute das pD ausrichten.
    Die Woche über hatte sie allerhand Fragen zu den jeweiligen Köchen gehabt, was evtl. nur eine gesunde Neugier war, denn Kochen kann sie. Ob sie immer ganz taktvoll fragte, sei mal dahin gestellt. Auch der gemeinsame Lästerauftritt mit Barbara am Montag, hat ihr einige Sympathien gekostet. Sophie ist von sich überzeugt, dass sie rational und planmäßig an jede Sache heran gehe, sie sei einfach perfekt. In einer recht kleinen Küche, zusammen mit einer Freundin, erstell-te sie ihr Menü, was lt. Karte einige Fragen offen ließ. Ob es überhaupt ihre Wohnung war, konnte nicht zweifelsfrei bejaht werden.
    Diese Frage stellte sich bereits am Montag bei Daniela, die einen ganzen Korb Geschirr neben der Anrichte stehen hatte. Vielleicht soll so etwas nur verwirren und Spekulationen Nahrung ge-ben.

    Eigentlich könnte ich es kurz machen, denn es war überwiegend nur eine Grusel-Show von Bar-bara. Sicherlich kenne ich sie nicht, auch nicht nach den wenigen Ausschnitten die Woche über, aber es fällt mir nicht leicht an etwaige Freunde zu glauben.
    Über ihren Neid und ihre Boshaftigkeit haben sicherlich schon sehr viele geschrieben. Auch dass sie nur eine leidliche Köchin ist, die in der Küchenschlacht angeblich am 3. Tag rausgewählt wurde. Küchenschlacht ohne Göttin – herrlich. – lol –
    Ich spare mir deshalb weitere Ausführungen betreffs Barbaras Auftretens.
    Ihre Mitstreiter haben jetzt erst ihren Charakter erkannt und es folgten Kommentare wie: „Fremd-schämen“, „Primitiv“ und „vom Neid zerfressen.“ Schade dass sie schon so früh, also am Dienstag kochte, die Punktewertung wäre später anders ausgefallen. Dass ein Gast mit der Faust auf den Tisch haut und eine Antwort verlangt, habe ich noch nicht gesehen.
    In der Liste der peinlichsten pD Auftritte, liegt Barbara mit an der Spitze.

    Nun aber zu Sophie. Mit ihrer Freundin, die auch nicht gerade ungeübt hantierte, erstellte sie gekonnt ein recht ordentliches Menü, was z.T. recht aufwändig war. Ob ein Kochkurs beim Schubeck an einen JL heran kommt, weiß natürlich nur die Göttin.

    Aperitif: Ginger Rose, eine exklusive Kreation aus dem Hause Dellago in Südtirol. Da ich es nicht kenne, kann ich nichts dazu sagen. Dazu gab es ein Amuse Gueuel, überbackene Austern. Allen gefiel diese Idee, nur eben der Göttin nicht. Wenn ich etwas nicht mag, so lasse ich es halt stehen. Es aber in den Mund zu nehmen und dann würgen, als wenn man Rückwärtsverdauung hätte, ist unterste Schublade. Nebenbei erwähnt, das Amuse Gueuel fließt nicht in die Wertung ein, außer bei der Göttin.

    VS: die Kritik an der Roten Bete war übertrieben, da sie nur als Soßenspiegel diente. Die Ravioli waren selber und gut gemacht. Ob sie nicht ganz gar waren ist schlecht zu sagen, da sie nur von Barbara mies gemacht wurden. Jakl, der neben ihr saß traute sich anscheinend nicht zu einer anderen Meinung.

    HG: das Fleisch sah sehr gut aus und von trocken konnte keine Rede sein. Die anderen sprachen sogar von Butterzart. Dieses Rückwärts kochen kenne ich von Kolja Kleeberg. Dies wurde dementsprechend nur von der Göttin bemängelt. Die Polenta ist ihr leider nicht wirklich gelungen, was sie sogar zugab. Bei der Sauce Béarnaise schwärmte besonders Harald: „Ich habe nie eine solch eine perfekte S-B gegessen.“ Jakl ließ sich sogar noch Jus nachgeben, so begeistert war er davon.

    Teil 2

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  4. Teil 2

    DS: Das eine Perfektionistin keine Eismaschine z.V. hat, ist schon seltsam. Dennoch kann es auch ohne ein besseres Ergebnis ergeben. Diesen Kritikpunkt musste sie sich gefallen lassen. Auch soll keiner die Minze herausgeschmeckt haben. Ansonsten fand ich das DS gelungen. Harald war nicht so ganz zufrieden. Daniela dagegen war begeistert.

    Im Ganzen gesehen war es ein gutes Menü, was auch optisch toll war, mit leichten Fehlern.
    Es machte Freude ihr zu zusehen. Die Wertungen 2 x 9 und 1 x 8 sagten einiges über das Menü aus. Das die anderen jetzt auch viele Fragen zum Essen stellen, quasi als Retour-Kutsche, hätte ihr klar sein sollen und ihre Verwunderung darüber war etwas seltsam.
    Der Ausspruch von Barbara, es sei ein MC-D Essen, war mehr als beleidigend, hätte aber eher zu Barbaras Menü gepasst.
    Sicherlich kam es nicht so ganz an das Menü vom Jakl heran, aber der bisherige alleinige 2. Platz wäre verdient gewesen. Dass sie mit Barbara jetzt gleichauf liegt, ist sicherlich dem Promi-Bonus von Barbara, der guten Freundin von JL geschuldet. – schrei –
    Sophie hat nicht nur für ihr Alter ein tolles Menü erstellt und brauchte keinen Küken-Bonus.
    Die 6 Punkte von Barbara waren erstaunlich und unerwartet hoch.
    Aber Sophie ist sicherlich Selbstbewusst genug, um über solche Naturirrtümer hinwegzusehen.
    Schade, ein sicherlich schöner Abend, mit guten Essen und einer souveränen GGin wurde durch den Neid und die Missgunst einer einzelnen Person sehr gestört.

    Ich hätte nicht gedacht, dass sich Jakl etwas anstecken ließ, weil er meist neben Barbara bei den Kritiken saß. Schade Jakl.
    Daniela war immer freundlich und setzte ihre Loberei auch entsprechend in Punkte um.
    Harald, der etwas kritische Senior, punktete ebenfalls fair.

    LG rudi bei schwülen 30°C

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  5. Von mir gibt's heut keinen Kommentar. Ich wollte mir gerade die gestrige Folge anschauen, aber der Festplattenrekorder ist zickig und übel gelaunt und hat lediglich ca. 2 min aufgenommen. Na, dann halt nicht, dann lese ich nur und schicke Grüße in die Runde.
    Regine

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  6. Habe mir soeben die gestrige Folge mit wunderbar häufigen Werbeunterbrechungen auf voxnox angeschaut und nach dem Lesen Eurer Kommentare gibt es nichts hinzuzufügen, ist alles schon ganz wunderbar beschrieben.

    Und kochen kann sie, die Sophie, jeder Handgriff sitzt, sie weiß, was sie tut und warum sie es so macht. Vielleicht steht sie doch bei Fonse in der Küche? Wer weiß. Und zu Barbara ist mir ganz spontan ein Lied eingefallen, deren zweite und dritte Zeile ich geringfügig abgewandelt habe:

    Ach, wärst Du doch in Düsseldorf geblieben,
    fiese Göttin,
    Du wirst nie ein Profi sein!

    Nicht im Kochen und schon gar nicht im Benehmen. Verbale Entgleisungen scheinen bei ihr Programm zu sein. Neid ist kein guter Partner.

    Ich freue mich schon auf heute Abend, mit draußen sitzen scheint es momentan vorbei zu sein. Es grummelt, gewittert und regnet.

    LG von Regine

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