Dienstag, 11. August 2015

10. August 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - "Wer ist der Profi?" - Montag in Düsseldorf bei Daniela

Aperitif: Cognac-Summit
Vorspeise: Parmesancremesüppchen mit Bärlauch-Gnocchi-Bonbons und Parmaschinken-Chips
Hauptspeise: Kalbsfiletmedaillons an Rotweinjus mit Tomaten-Tatar und gebratener Rosmarinpolenta
Nachspeise: Schokoladen-Gugelhupf mit Lemon Curd


Der Wein und der Lästerteufel

Vom Wein vielleicht mehr als genug beflügelt, mit einer läster-willigen Partnerin an der Seite, wobei nicht sicher ist, wer hier die Führungsrolle übernimmt - geht es gleich am Montag in die Vollen: Barbara und Sophie hat man ins Auto ausgelagert, damit sie völlig ungestört in ihrer hemmungslosen Art vom Leder ziehen können. Denn in Andreas Wohnung haben die Wände unter Umständen Ohren, die nicht mithören sollen ...

Es wird für die beiden Küchen-Göttinnen schwer werden, dies in der übrigen Woche noch in andere Bahnen zu lenken. Am Ende geben sie der Gastgeberin Andrea nur jeweils sechs Pünktchen. Und doch gehen sie von falschen Voraussetzungen aus: Nur einer oder eine der Runde kocht auch beruflich, daher sollte man vielleicht mal den Ball flach halten, wenn es an die Bewertungen geht.

Doch die beiden halten gar nichts flach, sondern werfen sich die Bälle munter zu und lachen sich dabei in die Kammer direkt neben die Herzen der Zuschauer.

Andrea ist noch unbeirrt von alledem und darf heute erst ihre Gastgeberinnen-Qualitäten beweisen, bevor sie auch als Test-Esserin auf die Gemeinde los gelassen wird.

Und da beweist sie, dass sie kochen kann. Die acht Punkte, die sie sich selber für das Dinner geben würde, sind absolut realistisch. In so manch anderer Woche wäre es das Sieger-Menü gewesen.

Jakob und Harald geben ihr somit auch acht Punkte - obwohl Harald nicht alles so wirklich gefällt, und er anzweifelt, dass es sich hier um die Profi-Köchin handeln könnte. Am zurückhaltesten ist Jakob, der Katzenhasser, der sogar Angst vor Katzen hat ...

Angst ist oft irrational, aber verständlich: Hass aber ist eine große Emotion! Und die kann ich nicht nachvollziehen. Ich mag es auch nicht, auf eine Schlange zu treffen - aber ich hasse sie doch nicht!

Selbst die menschlichen Schlangen bleiben mir am Ende gleichgültig. Doch meiner Meinungsbildung über Miss Sophie und der schwierigen Barbara gebe ich noch Raum, sich zu entwickeln.

Und ... wenn Barbara glaubt, dort wo sie ist ... ist vorne! Und wenn sie gar meint, Kochen können hätte etwas mit einem guten Charakter zu tun ... dann bin ich schon am Dienstag bereit, eine Ansicht zu besitzen.

Das geht ja gut los in dieser Woche. Mit insgesamt achtundzwanzig Punkten ist Daniela ziemlich unterbewertet.

Schade, dass ich nicht das unterirdische Palaver im Crew-Bus bewerten darf.

Guten Morgen, Gruß Biene



6 Kommentare:

  1. Nach der Montagsausstrahlung habe auch ich noch keine gefestigte Meinung
    über die Kandidaten.
    Sie müssen ja auch erst ihre Kochkünste unter Beweis stellen.
    Eine Meinung zu den zwei Lästerschwestern habe ich aber schon, hoffe da gesellt
    sich nicht eine Dritte dazu.
    Das Potenzial hat auch Daniela, sie schwallert gerne.

    Gestern kochte eine ambitionierte Hobbyköchin, die 8 Punkte von Jakob und
    Harald hat sie verdient.
    Sie hätte den guten Wein rationieren sollen, ich hoffe die beiden "Damen" schämen
    sich ein wenig.
    Wer hatte nicht schon mal ein Glas zu viel, das kann passieren aber Vox wartet
    doch auf jede Blöße, das haut richtig rein.

    Die Mädels sind erwachsen, Profi sind sie nicht.
    Sophia würde von jedem Chef gefeuert, so unausgegoren wie sie ist.
    Jetzt fehlt mir der Name der heutigen GG, egal.
    Sie wird kochen können aber sie ist nicht der Profi.
    Für einen Profi fehlt ihr die nötige Gelassenheit, ein Hinweis für mich, sind ihre
    Gelnägel.
    Mit den Dingern in der Küche arbeiten, das ist schwierig.
    Habe vor 4 Wochen wegen einer Familienfeier diese perfekten Dinger montieren lassen.
    Wollte schön sein, sah auch gut aus, sind immer noch steinhart aber irgendwie fehlt
    Gefühl in den Fingerspitzen.
    Gemüse schnibbeln, trotz radikaler Kürzung , ist doof.
    Oder ich bin es.
    Also zum Thema zurück, kein Profi arbeitet damit, zumal man ständig darauf achten muss, dass die pikobello weiß sind.
    Das geht nicht nur mit schrubben.
    Für mich ist Harald der Profi, aber Jakob kann auch ein uriges Restaurant haben.
    Ich verstehe leider nicht einmal die Hälfte seiner Sätze.

    Egal, deutsches Sprach ist schweres Sprach..oder so.

    Warten wir ab was heute geschieht, ich muss erst mal wieder 38 Grad hinter
    mich bringen und diese Temperatur wird bis Sonntag avisiert.
    Hey , ich bin nicht auf Malle.
    Gruß eure Anna die einen Ventilator anhechelt.

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    1. Also Anna, das hört sich irgendwie verdorben an, kicher - hier sind mäßige 20 ° und es werden höchstens noch 5 mehr. Da brauch Frau kein so`n Dingens mit V. ...
      Ich hab mich schon immer gefragt wie sich diese Dinger auf den Nägeln wohl anfühlen, hätte mir das irgendwie weicher vorgestellt, das hört sich ja fast behindert an.
      Wie lange hält sowas? Wächst das nicht hoch mit dem Naturnagel? Fragen über Fragen, da denkt man, man weiss schon fast alles! Gacker, Hast du French manikure oder so Sachen drauf?

      Bin gespannt, liebe Grüße Susi

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  2. Daniela am Tag 1, der "high class" Woche.

    Was bleibt übrig, wenn man Katze, Wohnung, Beziehungsstatus, Schwester und seltsame Theorien über Erkennungsmerkmale von Profiköchen einmal bei Seite lässt?

    Ein sympathische, gut organisierte, patente junge Frau. Geradeaus und ohne affige Mädchenallüren, obwohl sie doch so herzig blond ist.

    Und ja, kochen kann sie auch.
    Werkelt schnell, umsichtig und geschickt in ihrer kleinen Kombüse, ebenso wie die Schwester. Beide ergänzen sich ohne viele Worte, alles klappt wie es soll.

    Geringe Makel wie Zitronensaft aus der Flasche und Hartweizengriess im Gnocciteig stören ein winziges bisschen die Idylle und den Fluss.

    Auch die Tatsache, dass Kalbsfilet zunächst lediglich von Kräuterbüscheln bedeckt geparkt wird, (dieses Tun wird später als "mariniert" bezeichnet werden)
    stiess mir auf.

    Der Lemoncurd war flüssige Sosse, eigentlich hat er eine puddingartige Konsistenz, der hätte viel länger gerührt werden müssen.
    Aber, dachte ich - warte ab, vielleicht will sie es ja so.

    Dann startete das Menü und offenbarte seine Schwächen:

    Ein schönes Süppchen, aber was sollten diese Gummibonbons darin?
    Das war weder zu essen noch angenehm zu löffeln, der Kontrast von der sahnigen Suppe und den schweren, harten Einlagen war einfach zu stark.

    Was hatte Daniela sich bloss dabei gedacht?
    Zumal das Parmesansüppchen ein ganz feines gewesen sein sollte, laut Harald, geschmacklich sensibel austariert, mit leichter Zitronennote.

    Schöne Details wie Schinkenchip und Bärlauchöl rundeten die Sache ab, ein besonderes Brot hätte allemal gereicht als Beilage.

    Beim Hauptgang, auch hier traf Harald den Punkt: kalte Tomaten auf`s Fleisch zu häufeln - Oh Gottogott. Was hat sie da bloss geritten?

    Und by the way: Das Filet hätte echt besser sein können als nur rosa, was war mit Röstaromen, es war viel zu lasch angebraten und 20 min. bei 150° das ist selbstredend eine Art von Temperatur aber mehr auch nicht, das Filet scheint eher aus Versehen was gewoden zu sein.

    Die Sosse hingegen, hier wusste Daniela genau, was sie tat und ihre verwirrte Art zu antworten lag eher an den inquisitorischen Fragern. Die hat sie toll gemacht und so ein Stöffchen trennt letzenendes immer die Spreu vom Weizen.

    Nur - zu einem wie pochiert wirkenden Stück Kalbsfilet empfand ich weder die dunkele kräftige Sosse, noch die Schalotten passend und zu allem wiederum passten die klaten gehackten Tomaten nicht.
    Das war ein Sammelsorium, das sich nicht ergänzte.

    Haralds Kritik daran fand ich fundiert und konstruktiv, die von Sophie und Barbara hingegen, gerade auf die liebevolle Anrichtung bezogen, kam sehr herzlos und teilweise unangemessen gehässig rüber.

    Beim Dessert offenbarten sich wieder die Menüschwächen: Daniela stapelte alles aufeinander, was sie konnte, aber leider ergab die Addition der Dinge kein Plus.

    So z. B. die Quark+Sahne+weisse Schoki+Lemoncurd-Mousse, die letztlich dann nach gar nichts mehr schmeckte.
    Der Schoko Gugl begeisterte wenigstens Jakob, aber nur solo.

    wie schon beim Hauptgang wäre Konzentration auf Wesentliches besser gewesen.

    Aber darüber verbal dermassen ab zu kotzen wie Sophie es in ihren Kommentaren ungehemmt tat, das war schon sehr sehr unangemessen.
    Für mich ist sie raus für diese Woche, sogar ihre Partner-Bitch meinte "Nun beruhig dich mal wieder".

    Wer der/die Profi ist, ist mir eh schnuppe, schade nur dass in solchen Wochen die Ätzer(innen) immer so richtig Auftrieb bekommen...

    Heute schlecht geschlafen - von 1.00 - 5.00 Gewitterlightshow, gähn Gruß Susi

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  3. Susi, ich kam zu den Nägeln wie die Jungfrau zum Kind.
    In Vorbereitung zur Hochzeit meiner Kleinen wollte ich eigentlich nur eine perfekte
    Maniküre machen lassen. An der rechten Hand waren aber die Nägel so kurz, auch
    durch das Tippen bei der Arbeit und im Internet, da ließ ich mich bezircen.
    Meine Ansage: Altersgemäß, dezent und nicht zu lang.
    Dauerte ungefähr 30 Minuten. Die schoben unter den Nagel diesen Kunstnagel,
    dann wurde der x-mal gehärtet. Schön in Form geschnitten , fertig. 35,00€ okay.
    Nach einer Woche wurden die Krallen immer länger.
    Vor einer Woche habe ich beim Bezahlen im Supermarkt die Kassiererin gekratzt,
    nur beim reichen meiner Karte.
    Wir kennen uns, sie lachte und sagte, Donnerwetter.
    Da habe ich die Dinger kurzgefeilt, sind immer noch perfekt, ich hoffe irgendwann
    sind sie weg.
    Wäre ich noch voll im Berufsleben würde ich die aber machen lassen.
    Anders als die früheren Kunstnägel halten die lange.
    Ach ich brauche diese Eitelkeiten nicht mehr aber für bestimmte Anlässe okay.
    Habe keine Hochzeit mehr in Aussicht, es sei denn, ich mach das.
    Halte ich eher für unwahrscheinlich. Das Fremdgefühl ist aber fast verschwunden.
    Gruß Anna die Sünderin.

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  4. Ich habe nach langer, langer Dinner-Abstinenz zum ersten Mal wieder eine Folge gesehen, weil ich die Profiwochen eigentlich immer ganz spannend finde, Sherlock Holmes mäßig den Teilnehmern etwas genauer auf die Finger zu schauen und den Profikoch zu enttarnen. Ich habe mir gestern die Folge aufgenommen und erst gerade eben geguckt. Und entweder liegt es am Empfang, am Festplattenrekorder oder am ollgen Fernseher, denn die Qualität der Wiedergabe war nicht so dolle, ständig ein zerbröselndes Bild und manchmal verzerrter Ton.

    So konnte ich doch leider die Kommentare der schon leicht angeschickerten im Lästergeiste vereinten Schwestern nicht immer in Gänze verstehen, aber beide haben sich mit diesem für Vox natürlich willkommenen Auftritt wahrlich keinen Gefallen getan. Ich gehe mal davon aus, dass in diversen Foren die beiden sofort zu den „Lieblingen“ erklärt werden, denn jeder Gang wurde beim Interview im Bus hämisch und akribisch auseinandergenommen, zerpflückt und weder Geschmack, noch Mühe, noch Anrichtungsweise in irgendeiner Weise honoriert. Wenigstens der Wein schien ihren Ansprüchen gerecht zu werden, waren die Gläser ja stets gut gefüllt. Ich glaube allerdings nicht, dass die niedrige Punktevergabe für ein sehr schönes Dinner etwas mit dem alloholischen Pegel zu tun hatte, sondern eher mit einem Charakter, der ein wenig auf Krawall gebürstet ist.

    Daniela empfand ich als gute, wenn auch teils aufgeregte Gastgeberin, deren Anliegen es war, den Gästen einen geschmacklich schönen Abend zu bieten. Sie kocht mit Liebe und Spaß, aber in einer Profiküche sehe ich sie nicht, sie kommt einfach zu authentisch rüber. Hanebüchen fand ich ihre Äußerung zum Thema Abschmecken bei Profiköchen. Wer also in der Spitzengastronomie arbeitet, erlaubt dem Essen vor dem Schlucken noch mal eine Extrasause im Mund, Prust, sage ich da nur! Unschön fand ich ihre Bemerkung, mit der sie Tim Mälzer zu einem „Koch-Bauern“ degradierte, der das Essen eh nur in sich hineinstopft. Unter „Kollegen“ macht man sowas nicht. Aber sie sind es ja eh nicht!

    Jakob und Harald empfinde ich (bis jetzt) als ganz angenehm, sachlich in der Kritik und mit einem guten fundierten Wissen behaftet.

    Gespannt bin ich auf den Abend der Haushälterin mit dem phänomenalen Selbstbewusstsein, die kurz davor ist, sich höchstselbst in den Kochhimmel zu katapultieren. Wie sagte sie doch mit überheblichem Gesichtsausdruck? Wer kann, der kann! Ob sie’s kann, wird man sehen.

    Hier isses immer noch Sommer und immer noch mit Vollgas: heiß, schwül, stickig und seit Wochen zwischen 27 und 29 Grad im Schlafzimmer. Ich sag nur: Dachgeschosswohnung. Aber die Wäsche trocknet wenigsten so schön schnell…..

    LG von Regine, mal wieder

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  5. Moin @ zusammen.

    Ich hatte keine Zeit mir die Folge anzusehen und jetzt auch keine Lust mehr dazu.
    Danke für eure Beiträge, aus denen ich schließe, dass ich nicht viel verpasst habe.

    LG rudi

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