Freitag, 10. April 2015

9. April 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Troisdorf bei Katharina


Aperitif: Golden Champagne
Vorspeise: Kürbis-Bruschetta mit Birnen an Frühlingssalat
Hauptspeise: Saltimbocca in Weißweinsoße, Süßkartoffel-Türmchen gefüllt mit Champignons & gegrilltem Gemüse
Nachspeise: Himbeer-und Pfirsich-Lavendel Sorbet


Das Superweib

schnieft heute besonders oft und kamerawirksam, aber ganz zwischen diesen sich wie ein roter Faden durch die Woche ziehenden Ausschlachtungen der Erkältungen wuppt sie mal rasch ihre Küche. Irgend etwas muss immer neben dem Kochen in den Fokus gerückt werden.

Sie wohnt mit ihrem Mann Georg in Troisdorf und arbeitet als Personalberaterin vorwiegend mit Auszubildenden. Eine von den ehemaligen sitzt nun auch in ihrer Küche und hächselt so akkurat alles in kleine Stückchen, dass selbst die Pflegekatzen manchmal neugierig die Küche belagern und auf den Tisch springen. So sind sie, die Katzen, fast unmöglich, sie zu erziehen.

Schlaftablette Wassili sitzt derweil in einem Lokal und lässt sich die Würmer aus der Nase ziehen. Als einziger nicht erkältet, leidet er an der Krankheit Wortkargheit. Vielleicht redet er auch einfach nicht mit jedem.

Johanna ist da trotz Schniefnase anders unterwegs: Sie liebt ihre Influenza-Koch-Kollegin, und ihre Begeisterung im Vorfeld lassen spätere Punkte-Taten bereits erahnen.

Aus dem Aperitif schmecken Johanna und Andreas, auch wohlwollend unterwegs, einzelne Geschmackskomponenten deutlich heraus - was gegen eine Geschmacksvernebelung wegen der Erkältung spricht.

Zur Vorspeise reicht die Gastgeberin ebenfalls selbst gebackenes Brot - und möchte natürlich auch eine Meinung vom gelernten Bäcker Wassili hören, die aber erst auf drängende Blicke und schließlich freundlicher Nachfrage erfolgt: Dann kann er es auch: Loben! Er lobt das Brot! Johanna ihrerseits schmeckt Katharinas Brot gar besser als das von Wassili, weil es besser gewürzt ist.

Ansonsten ist die Vorspeise eben ein Salat, wenn auch etwas aufwändiger, als nur Blätter auf die Teller zu werfen.

Der Hauptgang macht Johanna und Andreas so glücklich, dass man ihnen noch ein Doggy-Bag mitgeben möchte. Auf Nachfrage hat auch Wassili mehr freundliche Worte für den Hauptgang als kritische - die aber nicht gänzlich fehlen.

Der Nachtisch jedoch sieht am allerbesten aus und allein das Sorbet mit Lavendel wäre genau mein Ding. Ich gehöre zu der Koriander- und Lavendel-Fraktion, eindeutig. Andreas war etwas zu wenig von den parfumierten Blüten im Eis, Wassili fand es ausreichend, weil er es kaum raus schmeckte. Nun, ein Lavendel-Eis sollte schon nach der Namensgeberin schmecken.

Andreas, inzwischen gänzlich Ver-Katharinat, gibt zehn satte Punkte, Johanna immerhin noch neun, während Wassili sich zu einer acht durchringt.

Wer nun besser gekocht hat? Katharina oder Wassili? Ich wäre lieber bei Katharina zu Gast gewesen. Sie ist wesentlich herzlicher als der stoffelige Mann aus Hennef.

Guten Morgen, Gruß Biene

5 Kommentare:

  1. Guten Morgen in die Runde,

    wie von mir erwartet hat Katharina ihren Dinnerabend, trotz Beeinträchtigung
    ihrer Gesundheit, gut gemeistert.

    Nun sind die Gäste nicht die anspruchsvollsten aber es war doch ganz
    ordentlich, was sie auf den Tisch brachte.
    Johanna erkannte , dass ihre Siegchancen auf den Nullpunkt gerutscht sind
    und da ihr Katharina auf jeden Fall lieber ist, als der gestern wirklich langweilige
    Wassili, hat sie natürlich mit ihren Lobpreisungen die Karten neu gemischt.

    Heute wird es schwer werden, diese hohe Punktezahl zu übertreffen.

    Andreas ist ein richtig netter Kumpel, der wird auch eine Niederlage weglächeln.

    Aber erst einmal muss er es wuppen.
    Die Vorschau lässt bezüglich seiner Zutaten keine Wünsche offen.
    Nun muss er nur noch beweisen, dass er auch kochen kann.

    Ich drücke ihm die Daumen.

    Euch einen sonnigen Tag, hier scheint es damit zu klappen.
    Anna

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  2. "Herrgottsakra.".entfuhr es mir, als dieser Alptraum von zuckersüsser Vogelkäfig-Menükarte über den Tisch gereicht wurde! Wie muss man drauf sein, um so etwas schön zu finden, wie rosaminded darf frau denn sein, ohne medikamentiert werden zu müssen?

    Glücklicherweise legte sich mein fassungsloses Entsetzen recht bald, denn Katharina ist ja nicht nur eine Frau, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen steht, sondern sie lebt auch in einer recht geschmackvoll eingerichteten Altbauwohnung.
    Zwar sollte sie ihren Dekowahn streng im Auge behalten, hier und da wird es schon ein wenig arg - ich sage nur Pfannen und Töpfe in fragwürdigen Fraben und allerlei neckisches Kleingerät und Schildchen und Gläschen und Döschen und Deckchen und Blümchen, na ja...

    Aber ansonsten ist die Kathi eine ganz famose hübsche Frau, die gut und gerne kocht, die bereits beim Zubereiten des Aperitifs durch geübtes handeln des Shakers zu überzeugen weiss und deren Drink nebenbei auch noch schmeckt.

    Die Vorspeise gelingt ihr dank der akribischen Schnibbelvorlage der Freundin bestimmt auch sehr lecker, geschmacklich ist das eine gute Kombination, sie brät klugerweise zunächst die Kürbiswürfelchen und dann erst die schönen reifen Abatebirnen an.
    Sehr lecker dazu finde ich die Verbindung mit Gorgonzola, Parmesan, eigentlich die alternative Notlösung für Andreas, hört sich für mich allerdings fast noch besser an, ich werd`s mal probieren, wenn ich denn einen Doofen finde, der die Sklavenarbeit für mich erledigt, dieses kleinfitzelige Geschnibbel ist nix für mich ungeduldige Person.

    Das aufgebratene Brot dazu ist sicher lecker, den Salat hätte ich nicht gebraucht, mich hätte er sogar gestört bei der Aromenvielfalt der Vorspeise. Diese war keine artistische Kochleistung, aber geschmacklich eine raffinierte Kombi und durch die filigranen Stückchen wirkten die einzelnen Komponenten bestimmt gut zusammen.

    Auch der Hauptgang profitierte von der guten Vorbereitung und zeigte das Organisationstalent der Gastgeberin, die auch eine rausgesprungene Sicherung nicht aus dem Tritt bringen konnte.
    Die SüsskartoffelKartoffel-Türmchen spritzte Katharina auf die Teller, briet dann ganz kurz das mehlierte Fleisch (so mach ich das auch) und expedierte die so teilbefüllten Teller in den warmen Ofen: So einfach, so gut, warum sieht man das nicht öfter? So oft dekorieren sich die Hobbyköche einen Wolf und alles sieht wunderschön aus, wird aber grabeskalt! Gut, wenn es Frauen wie Katharina gibt, die beweisen, dass unter rosa Deko und weissem Schleiflack auch wacher Verstand wohnen kann.

    Mit den fix gebratenen Champignons, bzw. alternativen Tomätchen, den Karotten und Zucchinistreifen und der köstlichen Weinsosse ging dann ein richtig prima Hauptgang raus.

    Auch am Dessert gibt es nichts zu meckern, ein Sorbet ist kein dreifach gesprungener Doppelachser, aber sie hat toller Geschmackserlebnisse zusammengefügt und mit den grobmotorischen Schokobuchstaben ihre ganz eigene Liebenswürdigkeit an den Abschluss des Menüs gesetzt.

    Diese hat ihr letztlich auch die Führung gebracht, denn von der Kochleistung her, sehe ich Katharina allenfalls gleichauf mit Wassili. Den ich im Übrigen weder langweilig, noch maulfaul finde, aber das ist wohl das Schicksal der Stillen in einer lauten Welt.

    Zusätzlich zu den 3000,- Euro Siegprämie sollte diese Woche noch der Super-Ober- Klugscheisser-Pokal verliehen werden. And the Oscar goes to....?

    Wer`s weiss gewinnt ein altes Nougatei, liebe Grüsse Susi

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  3. Übrigens: Schönes und sehr passendes Foto, die bunte pralle Nana. Toll ausgesucht.

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    1. So und ähnlich bemalt hier jemand die städtischen Stromkästen. - Aber wir haben auch eine große Nikki-Figur mitten in der Stadt stehen.

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  4. Trotz verschnupfter Nase öffnete eine überaus herzliche Katharina gestern die Türen zu ihrer Altbauwohnung in Troisdorf. Dort lebt sie mit Mann Georg in einer lichtdurchfluteten, im nordischen Stil eingerichteten Wohnung, als Kontrast dazu dient ein Schuss Biedermeier. Ein Strandkorb in einem vielseitig genutzten Zimmer komplettiert das Ambiente. Auf die voxsche Frage, wo denn das Strandbild auf der Fototapete entstanden sei, antwortet sie, sie wisse es nicht so genau, aber irgendwo am Meer. Messerscharf beobachtet und geschlussfolgert!

    Was die gute Kata mit Hilfe der Ex-Azubine Carina auf die Teller zaubert, sieht gut, lecker und mit viel Liebe zum Detail aus. Auch die Extrawürste für ich-red-nicht-soviel-Wassi und Andreas bringen sie nicht aus der Ruhe. Entsprechend hoch fällt am Ende auch die Punktezahl aus.

    Zwischendurch verabreicht sich Johanna ein weiteres Aspirin und dann wird weiter gehustet und geschnupft, was die Viren hergeben. Das der stets und immer ausschlachtungswillige Sender Vox das permanente Husten und Niesen nicht noch mit Musik unterlegt hat, um daraus für die nächste Grippewelle eventuell einen Klingelton zu generieren, ist schon fast verwunderlich.

    Johanna und Andreas geben weiterhin ein fröhliches Gespann ab, Wassili gestattet sich zumindest einen halben Gesichtsausdruck mehr, wenn ich die manchmal leise nach oben gezogenen Mundwinkel als Andeutung eines kleinen Lächelns verstehen soll. Ansonsten bleibt er so dröge wie ein oller Kanten Brot.

    Die 27 vorgelegten Punkte von Kata wird Andreas trotz Bio, Bio und nochmals Bio wahrscheinlich nicht überbieten können, aber er wird damit leben können.

    Am Wetter gibt es nix zu meckern, die gelbe Scheibe tut ihr Bestes, die Vögel zwitschern und meine Hyazinthen verbreiten Frühlingsduft. LG von Regine

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