Donnerstag, 20. September 2018

19. September 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Dinner-Meisterschaften - Mittwoch in Köln bei Monika

Das Foto vom ausgestopften Fuchs wurde mir zur Verfügung gestellt


Vorspeise: Ricotta mit zweierlei Variationen Jakobsmuscheln mit Orange und Pink-Grapefruit und Wacholder, dazu Blütenbutter und Baguette
Hauptgang: Zweierlei Fisch: Kabeljau (Skrei) und Seeteufel an Granatapfel und Rote Beete Risotto
Nachtisch: Gegrillte Wassermelone mit Minz-Zucker und Baiser-Parfait und belgischer Mousse


Es ist ein Experiment

... sagt die Vorsicht. Geh in dich, meint die Vernunft. Kannst du überhaupt kochen, wendet die Logik ein, während der Zweifel dich vor einigen Dingen warnt, zumeist vor welchen über dich selber.

Gut kochen können ist kein absolutes Muss, da darf auch mal etwas daneben gehen. Doch andere so gut wie möglich bewerten, ist die faire Voraussetzung und offenbar die höchste Herausforderung.

Aber da schaut der Lump, das Geld, um die Ecke - und schon spaltet sich sich der gute Wille vom Geplanten ab und überlässt der Gier die Führung.

Monika ist am Ende ihres Dinner-Abends sicher, dass sie in Zukunft keine Koch-Experimente mehr machen werde, falls sie Gäste zum erstenmal erwarte, denn die hätten unter Umständen gar nicht diesen Horizont, der nötig ist, um Neues auszuprobieren.

So bereitet sie Jakobsmuscheln ebenso zu wie zweierlei Fisch. Als Nachtisch kommt ein Pudding daher, der eine Mousse sein soll. Nicht mal meine Oma empfand dies als Experiment. Aber meine Oma war eine sehr liebe Person, die ganz sicher 10 Punkte an Monika verplempert hätte ...

Die vier Gäste einigen sich auf insgesamt 30 Zähler.

Ob hier der innovative oberirdische Tierfriedhof mitbewertet wird, ist mir nicht ganz klar. Wenigstens hat Monika sie nicht selber erlegt, aber diese Fülle an ausgestopften Trophäen und Präparaten macht mir höchstens Lust auf einen dicken, fetten vierfachen Whisky.

Meine unbeantwortete Frage ist: Warum finden Leute so etwas dekorativ?

Monikas undekorative Frisur interessiert mich hingegen viel weniger bis überhaupt nicht - es ist ja ihr Problem, wenn sie im stetigen Kampf mit dem Pony irgendwann durchdrehen könnte.

Mich erinnert das an alte glatzköpfige Männer, die ihren Rest von Haaren auf eine Seite kämmen, um so eine Fülle vorzuweisen, die gar nicht vorhanden ist. Da fällt mir ein, dass ich solch einen Adonis schon lange nicht mehr gesehen habe.

Was ich nicht gesehen, aber gelesen habe, sind einige Kommentare von Chris, Monikas Mann. Alle habe ich sicher nicht gelesen, was auch gut so ist,

denn die drei oder vier

zeugten von Null Kinderstube und schöpften derart tief aus der Gosse, dass sich daraus nur noch mehr böse Kommentare über Monika ergeben können. Ursache-Wirkung-Prinzip. So schaukelt sich das immer weiter hoch.

Ich hoffe, ich kann meine Kommentare über Monika für diese Woche weitgehend abhaken, denn ihr Dinner ist durch, sie wird nicht gewinnen -

und das ist auch gut so.


Guten Morgen, Gruß Silvia











1 Kommentar:

  1. Monika - das zweite Leben von Bambi und Co.!

    Mo war kritisch in den letzten Tagen, Mo hat eine hohe Messlatte für ihr eigenes Dinner angelegt! Mo hat es auch geschafft, dass die anderen Gäste große Erwartungen mit an den Tisch bringen. Dabei war sie in den letzten Tagen keineswegs unangenehm, immer freundlich und zuvorkommend. Beim TV-Volk ist sie ein wenig in Ungnade gefallen, durften wir doch erleben, wie sie am Dienstag nur eine 7 Punkte-Tafel für Bernd gezogen hat.

    Mo wohnt ausgesprochen nett, ihr Garten ist eine schöne Mischung aus Nutz- und Ziergarten und die vielen unnötigen Dekogegenstände kann man ja zur Seite räumen. Doch ein weiteres Hobby kann ein wenig auf den Magen schlagen, Monika rettet ausgestopfte Tiere auf dem Flohmarkt. So ist die Wohnung angefüllt mit Überresten, die gerade von Motten aufgefressen werden - muss man mögen!

    Doch wir sind ja nicht wegen der Tiere da, wir wollen ein schönes Dinner sehen! Beim Anblick der Küche werde ich direkt misstrauisch - wer sich eine neue Küche gönnt und wirklich darinnen arbeiten möchte, der lässt sich auch Arbeitsflächen einplanen. Mo hat keinerlei Fläche zur Verfügung und der klägliche Rest wird durch Deko eingeschränkt! Auch auf dem Herd steht ein dekorativer Obstkorb herum - unpraktisch!

    Auf diesem begrenzten Raum arbeitet die Köchin zielgerichtet vor sich hin! Was soll man sagen, es wirkt solide, es wirkt geprobt und, es wirkt, sehr verwirrend in den diversen Geschmäckern! Was zart ist, wird kräftig gewürzt, was einen feinen Eigengeschmack hat, wird mit Grapefruit gemischt und was ein edler Fisch ist, wird in Schinken eingewickelt!

    Apero: ist es ein Gin, ist es ein Tonic, ist es etwa ein Gin-Tonic?

    Vorspeise: zwei Jakobsmuscheln pro Person! Eine kräftig mit Wacholder abgeschmeckt und eine Muschel mit Grapefruit gemischt - die Gäste sind nicht wirklich überzeugt!

    Hauptgang: eine kräftige Farbe hat das rote Risotto, ein satter Rotton begleitet die Bete und rubinrot schimmern die Granatapfelkerne! Blass liegt daneben, ein wenig verschämt, der Hauptdarsteller, ein schöner Fisch umwickelt mit Schinken und ein wenig scheint er traurig zu sein!

    Dessert: irgendetwas Gefrorenes mit einer sehr flüssigen Creme die so in Belgien serviert werden soll! Die Brombeeren sind groß und saftig und sicher sehr lecker!

    Monika ist überzeugt, sollten die Gäste zu wenige Punkte verteilen, liegt es nicht an ihrer Kochkunst sondern am engen Horizont der Gäste!

    Die Wochenführung bleibt bei Bernd und da ist sie auch gut aufgehoben!

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