Freitag, 28. November 2014

28. November 2014 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Leipzig bei Sebastian

Aperitif: Crémant mit geeisten Himbeeren
Vorspeise: Kaltes Gurkensüppchen mit Tomatenschaum und frischer Gartenkresse
Hauptspeise: Zart gebratene Hähnchenbrust in Parmaschinken-Mantel auf einem karamellisierten Gemüsebett, dazu dreierlei Kartoffelpüree
Nachspeise: Hausgemachte Quarkkeulchen auf einem Holunderspiegel und einer Vanille-Eierlikör-Crème

Eines langen Tages Reise in die Nacht

Der Bauunternehmer Sebastian kann vielleicht und unter besonderen Umständen  locker für Jutta und die heilige Eva einen Zickenstall bauen lassen, ein perfektes Dinner liegt ihm fern. Ein Essen bekäme er gerade noch eingetütet, wenn Allah seinen Tagen mehr als vierundzwanzig Stunden geben würde. Schmackhaft geht anders, warm wäre eine nächste Baustelle, die er nicht in den Griff bekommt - aber den Udo Lindenberg, den er verehrt und doublet;  er hat ihn locker zwischen Koch-Bemühungen untergebracht.

Jutta hat nicht nur zwei Kilo abgenommen, sie hat sich mit ihrem Doppelgänger-Gehabe vom Montag auch noch kräftig vertan: Der Nachtschwärmer sieht nicht Hardy Krüger ähnlich, sondern nach Verkleidungs-Ritual dem Udo, der hinter'm Horizont das Mädchen aus Ostberlin getroffen hat und nun sein Ding macht. Eierlikör ist auch in Sicht, aber ganz ganz weit weg - so auf dem Breiten- und Längengrad um zwei Uhr morgens.

Erst einmal ist es noch Nachmittag und er reicht seinen Aperitif. Selbstverständlich hat der wortkarge Freund der Traumfrau Sina (sie hat schon mal das perfekte Dinner gewonnen) für die Albtraumfrau Eva eine Alternative: Traubensaft. Sie zieht Schnütchen und windet sich, denn der Saft könnte gegoren sein. Und was dann folgen würde, weiß nun die Einheit der Deutschen: Eine vierzigtägige Ausgeschlossenheit vom Über-Glauben. Oh - sorry, meine Tastatur macht sich gerade selbstständig oder ist einfach nur besoffen. Und wieder ganz ernsthaft: Sebastian hat sich sogar schlau gemacht und einen ungegorenen Traubensaft ergattert, um die Natter damit zu beglücken. Eva mag einfach nicht mögen mögen, was Unheilige kochen und offerieren.

Jutta zieht auch mehr und mehr Schnütchen. Man muss sie ja nicht treffen müssen, diese Frau, die mit jedem Wort trifft, manchmal sogar ins Schwarze. Vortags mutet man ihr Bodengymnastik-Verrenkungen zu, heute ist Insomnia angesagt. Das kann einer resoluten Frau schon mal den Atem rauben.

Aber wer glaubt, das perfekte Dinner sei ein reines Vergnügen, ähnlich einer Urlaubsreise, der wird merken: Danach kommt der Kater. Und der trifft auch Eva, die gar keinen Alkohol trinkt und ihn auch anderen nicht gönnt.

Mit dem Ende seines Dinners um drei Uhr fünf am Morgen hat Sebastian einen Rekord gebrochen. Sein anderer Rekord ist es, dass man ihm nur neunzehn Punkte zumuten will. Von denen hat er sich jeden einzelnen im Schweiße seines Angesichts erarbeitet.

Unter Juttas Mäkeleien und Evas umfangreichen heiligen Unverträglichkeiten hätte so manch einer nicht nur die Nerven, sondern auch die äußere Fassade verloren.

Darum ein Herzchen für die drei Männer, die sich wacker geschlagen haben zwischen den Zicken, die aller Welt gezeigt haben, was keine Welt braucht.

Mir geht die Puste aus, Gruß Biene

16 Kommentare:

  1. Aperitif:
    Eine tiefgefrorene Himbeere in einem Glas Sekt macht erst mal gar keinen Geschmack. Und Sebastians Himbeeren tauen wahrscheinlich gaaaaannnnz laaaaannnngsam.

    Vorspeise:
    Pürierte Gurke mit Tomate (verzeiht mir, ich sah den Schaum nicht) und Kresse ist im Sommer als Zwischengericht eiskalt serviert eine schöne Abkühlung, gehört aber nicht in ein perfektes Dinner.

    Hauptspeise:
    Ein Vergehen am Geschmack des Parmaschinkens ist das Garen als Mantel. Dann ist er nur noch strohig. Ab da ging mir dann in der Langsamkeit der Überblick verloren......

    Ich weiß jetzt nicht mehr, welche Gerichte mehrfach zubereitet wurden, oder ich nur den Eindruck hatte, dass manche Sachen wiederholt wurden.

    Nachspeise:
    Die Mini-Quarkkeulchen, die man versehentlich für Reibekuchen hielt, ruhten auf einem sehr dünnen Holundergelee (mit Agar-Agar) und nebenher wurde ein Gemisch aus Vanille, Sahne und Eierlikör serviert. So genau wollte das wohl niemand mehr wissen.

    Fazit:
    Die Erfindung der Langsamkeit! Sebastian stand am Ende nur noch phlegmatisch herum oder bewegte sich verwirrt durch sein Küche. Er war sichtlich überfordert. Wie arbeitet dieses „Organisationstalent“ in seinem Beruf als Bauunternehmer?

    Ich wünsche euch ein schönes und durchorganisiertes Wochenende oder lasst es einfach nur gaaaaannnnz langsam angehen.

    Manne

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  2. Guten Morgen!

    Eine der „bemerkenswertesten“ Dinnerwoche ist, sei es gedankt, zu Ende.

    Am Abend der Dame mit dem abenteuerlichen Turmbau auf dem Haupt hatte ich so ca. 10 Minuten zugeschaut, mein 1. Abend in dieser Woche. Eine Zumutung für die Gäste, nicht der Turmbau, sondern die Gastgeberqualitäten einschließlich PERFEKTEM Dinner.

    Gestern Abend erhoffte ich mir dann doch noch so etwas in der Art eines p. D. . Wie es oft mit Hoffnungen geht, am Ende sterben sie doch.

    Sebastian tat mir schon gleich zu Beginn der Sendung leid.
    Hat er jemals in der Küche gestanden und ein richtiges Essen zubereitet?

    Meine Vermutung geht eher dahin, dass Freundin/Lebensgefährtin zu gerne nochmal im Fernsehen auftreten wollte und weil man evtl. nicht mehrmals an einer Sendung teilnehmen kann, musste der Sebastian herhalten und diesen Auftritt ermöglichen. Sie bot sich auch deshalb an, den ganzen Abend anwesend zu bleiben, schaffte es noch, verschiedene Male vor die Kamera zu treten.
    Sie hat Sebastian regelrecht vorgeführt. Er war einfach überfordert und hätte, so wie ich es sehe, schon am liebsten sehr zeitig das Handtuch geworfen. Aber Vertrag ist nun mal Vertrag und so musste er bis zum bitteren Ende durchhalten, was ihm mit mikrigen 19 Pünktchen gelohnt wurde.

    Über die anderen Teilnehmer kann ich wenig schreiben, weil ich nicht alle Sendungen sah.
    Mir fällt nur gerade etwas zu der älteren Dame ein. Die Frage, ob die 3 Pürees und das Fleisch kalt sein sollten, war ebenso provokant wie dümmlich.
    Schwamm drüber. Leipzig, das war nix!

    Ich wünsche Euch einen schönen 1. Advent!

    Gruß von FrauAllerlei

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  3. Guten Morgen liebe Mitschreiber,
    ich hatte von dem etwas unbeholfen wirkenden Sebastian ein schönes
    bodenständiges Dinner erwartet.
    Selbstverständlich gekonnt zubereitet, warum sollte er sich sonst anmelden.
    Ironie Ende!!!
    Nicht bekannt war mir der Umstand, dass seine Lebensgefährtin eine erfahrene
    Siegerin des PD war.
    Hätte sie ihn nicht tatkräftig unterstützen sollen? nein die Gute hatte damit zu
    tun sich medienwirksam vor der Kamera zu bewegen und zwischendurch das
    Outfit zu wechseln.
    Frei nach dem Motto: Kochen kann ich auch nicht aber schaut mal wie schön ich
    aussehe.
    Der Abend war ein Desaster und je mehr Zeit verging, um so hibbeliger wurde
    ich.
    Über diese beiden unmöglichen Weiber mag ich nichts mehr sagen.
    Jutta hat wahrscheinlich aufgrund ihres Alters beschlossen , keine Regeln des
    guten Benehmens einzuhalten.
    Bei Eva stellt sich für mich nur eine Frage : gibt es auch eine Bekleidungsvorschrift
    für sie als Muslima?
    Ich meine nicht das Storchennest auf ihrem Kopf sondern den Rest der Körperverhüllung.
    Arme Leipziger Fangemeinde des PD.
    Diese Woche habt ihr nicht verdient.
    Aber vielleicht ist ja bald einmal wieder Berlin dran.
    Da tauchen auch immer solche absonderlichen Typen auf und man fragt sich
    wo Vox die aufgetrieben hat.
    Egal, wir brauchen ja auch etwas zum Lästern.
    Das belebt die Foren.
    Ich wünsche euch einen schönen 1. Advent.
    Grüße aus dem eiskalten Berlin, Anna

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  4. Prinz Träumerle oder ich koch mich planlos durch die Nacht!

    Angemeldet von Freundin Sina, die wohl das Bedürfnis verspürte, mal wieder im Fernsehen präsent zu sein oder darauf zu hoffen, mit ihrer Assistenz den Sieg zu holen. Ganz schön riskant, ist ihr doch sicherlich nicht entgangen, dass Freund Sebastian vom Kochen so viel Ahnung hat wie eine Kuh vom Tauchen. Und so war es alles andere als Hell’s kitchen, sondern eher ein Ausflug ins Schlaflabor. Am Anfang noch ganzer Sätze und Worte mächtig, kamen ihm diese während des Abends immer mehr abhanden. Freundin Sina scheuchte ihn im rauen Küchenton herum und da bekommt Vox schon mal rhabarbergroße Ohren und blendet den Untertitel ein: „Jetzt reiß dich doch mal zusammen“. Auch ein Sekt macht ihn nicht geschmeidiger. Und so rührte er orientierungslos, pürierte planlos, suchte ahnungslos, blickte hilflos und verlor sich und alle Worte letztendlich im Gurkentunnel. Es kam trotz vieler Stunden und Unterstützung nicht viel dabei heraus: Gurkenbrei mit Tomatensahnebrei, ein durchweg kalter Hauptgang mit nicht Prothesenkompatiblem Gemüse und ein Dessert, das man locker als Frühstück aufgrund des heraufziehenden Morgens bezeichnen könnte.

    Selten hat man dem Herrn Werner aus dem Off so viele süffisante Kommentare entlocken können. Er wird seinen Spaß gehabt haben.

    Die Gäste nahmen es durchaus gefasst. Aber was sollten sie auch machen, konnten sie ja nicht flüchten. Jutta freute sich auf ein Mitternachtsdinner und Eva vermutete, sie hätte sich beim perfekten Dinner im Schlafrock angemeldet, konnte sich aber nicht daran erinnern, die Zahnbürste gezogen zu haben. Ja, da hilft nur noch Galgenhumor zu so später Stunde.

    Mitleid mit Sebastian? Jein. Es gibt so ein kleines Wort, bestehend aus vier Buchstaben und das heißt: nein! Nein, ich möchte nicht beim perfekten Dinner mitmachen! Ich hoffe nur, er hat sich nach diesem Abend nicht seinen Ruf demontiert und es gibt weiterhin Bauwillige, die ihm ein Projekt anvertrauen.

    Für ihn und sein Nervenkostüm wäre es besser gewesen, er hätte den Lindenberg gegeben und mit nuschelnder Stimme fünf Pizzen bestellt. Irgendein Sonderzug hätte diese gewiss vorbeigebracht.

    Mit sebastianischen Grüßen „Meine Batterie iiist aaaalllleeeeee!“ schicke ich mich dann mal ins Wochenende und wünsche allen einen schönen 1. Advent!

    Bin immer noch verwirrt ob so viel Hilflosigkeit
    Regine

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  5. Dinner im Drachennest.
    Drei arme naive und gutartige Buben gerieten bei ihrer fatalen Fehleinschätzung, sich in einem Kochwettbewerb in ihrer Heimatstadt messen zu wollen, tragischerweise in einen tückischen Hinterhalt. Hoffnungslos unterlagen sie der Sturheit, Intoleranz und Unhöflichkeit ihrer beiden Mitstreiterinnen. Diese beiden nahmen für sich Unantastbarkeit in Anspruch, zum einen, weil weiblich, klar, da hat man ja als zivilisierter gebildeter gut erzogener junger Mann schon mal per se Beisshemmung, zum Anderen aber wegen des GLAUBENS und wegen des ALTERS.

    Man sollte jetzt glauben, das sei doch Evas Bier (alkoholfrei) was sie glaubt, aber weit gefehlt: Hier greift wieder political correctness ohne Ende, will sagen, Eva sagt was sein darf, der Rest richtet sich gutwillig danach.
    Hierzu sagte Kant: Die Vernunft befreit den Menschen aus selbstverschuldeter Unmündigkeit. Nicht so Eva, die wirft die Aufklärung locker über Bord und begibt sich gerne in selbst gemachte Dogmen.
    Das könnte soweit ja auch ihr sonderbares Hobby bleiben, wenn sie nicht die ganze Woche immer wieder mit irgendwelchen Befindlichkeiten leise maunzend Extrawürtse, Fürsorge, Rücksicht und Toleranz eingefordert hätte. Und diese auch bekommen, aber niemals belohnt hätte.
    Die zweite Drachenlady durfte sich (scheint`s) auf Grund ihres Alters, wie die Axt im Walde benehmen. Ich habe einige Freundinnen um die 70, alle wirken, ohne es darauf anzulegen, wesentlich jünger, sind fit und würden sich in keiner Hinsicht als alt bezeichen. Man ist nicht Methusalem in Juttas Alter, man muß sich nicht wie ein rücksichtsloses verzogenes Kind benehmen. Wie kann man außerdem jahrzehntelang als Profi im namhaften Hotelgewerbe so wenig höfliche Geschmeidigkeit abbekommen haben. Ein mieses Gesicht ziehen und miese Äußerungen schroff bellen, heisst nicht ehrlich zu sein, es heisst einfach, sich nicht adäquat ausdrücken und benehmen zu können.
    Ich habe selten so sture und verschlossene Betonköppe erlebt, wie diese beiden Frauen. Wie kann man nur so durch diese wunderschöne Welt trampeln, alles ignorieren, plattmachen und nichts dazu gewinnen,,,bedauernswert.
    Bedauernswert außerdem, was da gestern in Küche&Co abging oder besser gesagt nicht abging. Ich muß allerdings meine Vorredner korrigieren: Langsamkeit trifft nicht, was Sebastian bot, denn selbst Langsamkeit hat eine Richtung, trägt ein Ziel in sich, Sebastian gestern war jenseits jeglichen Raum/Zeit-Kontinuums. Er mäanderte durch ein schwarzes Loch. Schon ganz am Anfang, als er Vanillepuddingpulver aus der Tüte in kochenden Holundersaft warf, da dachte ich: OOOKKKEEEYY!!! Und recht hatte ich, denn so ging es munter weiter.
    Ich gab es irgendwann auf, zu verstehen, warum er, WAS, WANN, tat, aber so lethargisch konnte man gar nicht werden, dass man nicht doch plötzlich wieder hochschreckte. Beim warum-auch-immer-3er Pürree z.B., das war so lange gefärbt eingetütet und gespritzt, bis es richtig gut gekühlt war. Oder bei der Gemüsebeilage: Warum nur schnibbelte er die Möhren erst kurz vor Mitternacht, um sie dann trotzdem als Rohkost zu servieren? Oder die Quarkkeulchen, Sebastian fing an, 2 zu formen, verlor sich aber im schwarzen Loch, eierte orientierungslos hin und her, "Mach du das weiter", schrie ich entfesselt, da übernahm Sina auch schon, ein Glück. So blieb ich wach, trotz allgemeiner Dinner Schläfrigkeit.
    Ich bin so froh, die Drachen nicht mehr sehen zu müssen - egal was kommt - das ist schwer zu toppen.
    Schönen 1. Advent, liebe Grüße Susi

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  6. Planlos, hilflos, chancenlos.....

    Nein heute keine Verbindung zum ZOO-Besuch, denn kein Tier hätte einen Vergleich verdient :-(
    Und auch die Lindenstraße kann ich nicht heranziehen, auch wenn Mutter Helga gestern mit Begleitmusik mal kurz vorbei kam und den Schinken brachte.... ihrem Sohn beistehen konnte sie nicht.

    Der arme Kerl ! Gestern wußte ich, als er in der Küche hantierte, warum er die ganze Woche schon neben sich stand: Keine Erfahrung und dann so ein Menü - neeee Hilfe !

    Ich wurde beim Zusehen immer nervöser. Die kalte Vorsuppe ohne Schaum, die kalte Hauptspeise als Albtraum und die Quarkkeulchen ein Witz !

    Die Truppe hat es mit Geduld bis 3 Uhr ausgehalten, denn eins muß man ihnen lassen, hinterhältig waren sie nicht, da haben wir schon Schlimmeres erlebt !
    Trotzdem frage ich mich immer wieder, wo findet der Sender solche Typen ? Und will nach so einer Woche wirklich noch jemand mit Kocherfahrung mitmachen ?

    Gewonnen hat Andre :-) da wird mir die Eierschecke in Erinnerung bleiben... mal sehen wie lange, denn die nächste Woche hockt schon in den Startlöchern - also auf ! Neue Woche - neues Glück - neuer Spaß ?! Auf jeden Fall lesen wir uns wieder täglich hier bei Bienchen ;-)

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  7. Moin @ zusammen.

    Das Motto sollte Udo Lindenberg gewidmet sein, deshalb auch seinen Songtitel.
    Hier lag aber ein Irrtum vor, denn Udo singt etwas tranig, aber bewegt sich schnell.
    Als Udo Double verkleidet hatte er das Drehteam empfangen. Das kann nie und am gleichen Tag stattgefunden haben. – lol -
    Eigentlich hätte Sebastian wissen müssen wie ein Dinner ablaufen soll, denn er hatte es ja schon 4 Tage mitbekommen. Es kann aber sein, er hätte nie daran teilgenommen, hätte er gewusst, dass der GG auch eine Sprechrolle hat. Auch die Gäste hatten nicht aufgepasst, denn man kann Sebastian immer nur eine Frage pro Tag stellen. Sebastians Freundin Sina hatte ihn angemeldet. Da war ein böser Hintergedanke dabei. Sie selber hatte ja am pD teilgenommen und gewonnen. Jetzt musste sie auch helfen, was aber eher dazu führte, dass sie die meisten Arbeiten erledigen musste. Damit es nicht so auffällt, wartete sie meist auf seine Anordnungen. Dass es sehr lange dauerte bis Sebastian eine Anordnung formuliert hatte, verstand sich von selbst. Am ersten Tag hatte Sina ja noch Spaß dabei. Dass Sebastian aber für jeden Gang einen Tag benötigte, hatte sie anscheinend nicht bedacht.

    Empfang/Aperitif: das Umarmen ging relativ schnell, nur die Begrüßungsworte dauerten. Ein Cremant gehr ja schnell zu öffnen, aber bei den geeisten Himbeeren hatte ich schon Sorge, dass sie zwischendurch auftauten. Zum Glück nahm Eva den angebotenen unvergorenen Traubensaft, sonst wäre es ein Mitternachtstrunk geworden. Man stelle sich nur den Weg zum und vom Kühlschrank bis zur Terrasse vor.

    VS: eine Gurkensuppe ähnlich wie eine Gazpacho kam der Hektik von Sebastian entgegen. Man hätte gar nicht daran denken dürfen, hätte er eine gekochte Suppe gemacht. Beim Schaum hatte Dominik unrecht, selbst wenn es einer gewesen wäre, hält er sich höchstens 2 Stunden. Der Brotspieß auf der Suppenschale war sicherlich eine plötzliche Eingabe. Hier hatte Sebastian aber auf Eva Rücksicht genommen und seine Mutter extra losgeschickt Rinderschinken zu besorgen. Eva lehnte den aber ab, denn Huhn und Rind zusammen schmecken ihr gar nicht.

    Teil 2

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  8. Teil 2

    HG: die Beschreibung des HG hatte was. Das Hähnchen war bestimmt genauso trocken wie der drumgewickelte Schinken. Schade um solch guten Schinken. Ein ganz billiger Schinken tut es sogar besser. Dreierlei Kartoffelpüree war eher Fantasie. Dazu das fast rohe Gemüse. Jutta. „Das konnte ich mit meinen Zähnen nicht beißen.“ Nun ja, die Probleme hatten alle irgendwie. Dominik meinte sogar: „Durch die Wartezeit hatte ich keinen Geschmack mehr.“ Jutta: „Ich kann nach Mitternacht nicht mehr so schwer und viel essen. Außerdem, es kann schon mal passieren das 1-2 Teile kalt werden, aber alles Kalt geht gar nicht. “
    Komisch, da hatte Sebastian sich extra beeilt und schon um 23:45 mit dem HG begonnen und nun solche Kritik.

    DS: hier war Sebastian zu hektisch vorgegangen und musste die Vanillecreme nochmals machen, das kostete ihn Stunden. Da hatte mich jemand verbessert und meinte es wäre kein Kuchen. Gut, mag ja sein, aber für mich waren das eher Quarkfladen, bzw. Pfannkuchen. Schon erstaunlich, dass sich Sebastian an so etwas Schweres rantraute. Ob er dabei den Rum für Eva wegließ? Dazu eine Vanille-Eierlikör-Creme, die nicht fest werden wollte. Ja der Kampf gegen Gelatine kann manchmal schwer sein. Auch hier die Frage, hatte er den Eierlikör für Eva wegge-lassen?
    Nun in der Hektik könnte er es evtl. vergessen haben. Wie er selber mal sagte, hatte er mal den Wein getrunken, statt das Gemüse in der Pfanne damit abzulöschen.
    Hier mussten die Gäste allerdings nicht lange warten, denn schon so in etwa 01:30 servierte er.

    Dass Sina ihren Freund Sebastian beim pD angemeldet hatte, konnte nur etwas mit Rache zu tun gehabt haben. Vom Kochen hatte Sebastian Null-Ahnung. Warum er laufend die Hilfe von Sina ablehnte, war schade, aber dann wäre alles an einem Tag passiert. Sina war immer schnell mit div. Vorbereitungen fertig, aber was Sebastian selber versuchte zu machen, dauerte. Was die Zeit anging, da konnte von keinem Artikel von Frische die Rede sein, das war alles übers Verfallsdatum hinaus. Hätte Sina nicht tatkräftig geholfen, hätte er mindesten 3 Tage für das Menü gebraucht und kaum etwas wäre gelungen. Dass Sebastian Sina bat auch während den Gängen anwesend zu sein, verstand sich von selbst. Die Gäste hätten dort sonst übernachten müssen.
    Als sich Sina gegen 01:15 verabschiedete, fragte Sebastian: „Jetzt schon?“ Das habe ich auch nicht verstanden, es war doch früh. – lol –

    Teil 3

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  9. Teil 3

    Wer aber glaubt, Sebastian sei vorgeführt worden, hier ein Kommentar von ihm.
    Frage an Sebastian: „Was war deine größte kulinarische Herausforderung?“
    „Meine größte Herausforderung war ein Weihnachtsdinner für zehn Personen.“
    Wie mag das wohl geschehen sein, denn es sind doch nur 2 Feiertage und wer hat gekocht? - lol -

    Mir stellt sich eine Frage, wie lange dauert es beim Hausbau, wenn Sebastian der Bauleiter ist?
    Einfamilienhaus = 1 Jahr, Zweifamilienhaus = 2 Jahre?
    Hat er etwas mit dem BER in Berlin zu tun? Passen würde es zu ihm. – lol -

    Warum bei den Wertungen noch Punkte gegeben wurden, war mir ein Rätsel. Es gab schon lange keine Null-Punkte mehr, aber hier wurde eine gute Gelegenheit verpasst. Aber eigentlich egal, ob nun die erhaltenen 19 Punkte oder Null, den letzten Platz hatte Sebastian tapfer verteidigt. Dass Sebastian darüber enttäuscht war, habe ich natürlich verstanden. Sicherlich war er zu erschöpft um sich wirklich zu ärgern. – schrei –

    Man konnte über die Gäste sagen was man wollte, aber Geduld und Humor haben sie bewiesen.
    Jutta und Dominik haben die Woche über schon jeder 2 kg abgenommen, dabei war der Abend bei Sebastian noch nicht mitgerechnet.
    Um 02:30 wurde schon der Sieger André gekrönt. Mag sein verdient, aber habe ich es ihm ge-gönnt? Allerdings weiß ich nicht wer es sonst verdient hatte, denn es war eine schreckliche Koch-Woche. Gerne hätte ich gesehen, wie Jutta auf den Gleichstand mit Eva reagiert hatte, aber sicherlich war sie auch zu müde dafür.

    LG und schönes WE und einen schönen 10. Advent rudi

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    1. Hallo alle zusammen,
      ich stelle mal meinen Beitrag zu Sebastians Freundin ein.
      Sie hatte damals das pd im Schlafrock gewonnen, aber nicht verdient.
      Sicherlich weiß es nicht jeder und hat sich gefragt, was sie damals gezaubert hatte.
      Toll war es jedenfalls nicht, aber lest mal selber.

      Einen fröhlichen 1. Advent - rudi

      RE: Hannover, Donnerstag, 31.05.2012, Sina, 32, Reiseverkehrskauffrau 01.06.2012 00:55

      Moin @ zusammen.

      Eine kleine aber feine Ikea-Wohnung. Sie hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall, sagte sie.
      Sie ist gelernte Reiseverkehrsfrau, aber jetzt verkauft sie Autos. Welch eine Ähnlichkeit.
      Sie hat noch ihren 1. Babyschuh – süß. Früher war sie Blond, aber jetzt hat sie quasi ein neues Leben. Eine kleine Küche, aber totales Chaos, mehr geht da nicht mehr rein. Ein Wunder, dass sie sich dort noch bewegen konnte und sogar noch Platz für ihre Freundin hatte, die bei den Vorbereitungen half. Der Blick von der Küche in die Diele, wo auch die Garderobe war, war nur schrecklich. Die Garderobe ließ nicht erkennen, dass Besuch erwartet wurde. Ob da von draußen gefilmt wurde? WZ und SZ waren dagegen ordentlich. Beim Einkauf finde ich es immer total super, wenn Leute an der Käsetheke stehen und Käse kaufen möchten. Warum nicht mal was anderes? Sinas Aussage über die Runde kann ich nicht nachvollziehen, denn sie hat ja selber gut mitgelästert. Heute hat sie für eine gute Stimmung nichts getan, eher das Gegenteil.

      Deko: auch wenn es eine Walddeko sein soll, Moos gehört auf keinen Ess-Tisch. Ansonsten sah sie gut aus. Aber selbst dabei ließ sie sich helfen.

      Empfang: Peter und Serdar trafen sich vor dem Haus. Ganz zufällig – schrei – und Peter meinte, dass nach der Übernachtung bei Deniz, einer evtl. heute nicht käme. Peter durfte den Sekt öffnen. Auch wenn Peter meinte, das gehöre sich so, möchte ich sehen, was er bei einer weiblichen Bedienung in einem Lokal macht. Holundersirup nach Wahl. Auf dem Tisch standen auch einige Snacks. Erstaunt stellten die Männer fest, dass Deniz gebrannte Nüsse aß. Sie ist ja nur gegen rohe Nüsse allergisch. Auch kann sie keine Datteln und keinen Schinken essen.
      Eine sonderbare Allergie, die sicherlich in einem Medizinbuch unter Deniz zu finden ist.

      VS: Tüten-Parmesan ist so schon schlimm, aber dann auch noch beim pD – Nee! Dass sie Brot selber bäckt hätte ich jetzt nicht gedacht. Das Dressing, obwohl mit Blaubeermarmelade verfeinert, schmeckte Sina selber nicht, sie servierte es trotzdem. Die VS war schön angerichtet, das Brot auf einem Extrateller. Vom gereichten Weißwein bekam Peter schon vom Geruch Sodbrennen. Sina besorgte ihm dann eine Flasche Bier und er war´s zu frieden. Peter und Deniz hat die VS gut geschmeckt, nur Serdar fand das Brot etwas roh. Deniz hat eine Allergie weniger, sie aß rohen Salat.

      Teil 2

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    2. Teil 2

      Stöbern: der begehbare Kleiderschrank war natürlich toll und man glaubte gerne, dass Sina mal als Modell gearbeitet hat. Peter staunte über 11 blaue Jeans. Deniz, darauf angesprochen, meinte dass sie nicht neidisch sei. Sie weiß gar nicht was Neid ist. Als Peter einen Karton mit Medaillen fand, staunten alle über die Erfolge von Sina als Läuferin.

      HG: es sah gut aus, aber eine Schüssel zwischen dem Essen geht gar nicht. Peter wunderte sich, dass Sina ihren Fisch nicht isst. Sina erklärte, dass sie normal keinen Fisch isst, nur bei anderen aus Höflichkeit. Sina war gekrängt und meinte: „Ob ich etwas esse oder nicht, dafür muss ich mich doch nicht rechtfertigen.“ Da wurde etwas verwechselt, bzw. falsch verstanden. Peter wollte es doch nur im Bezug zu seinem Essen wissen und wenn sie keinen Fisch mag, so bekäme
      sie eben was anderes. Die Stimmung, insofern eine da gewesen war, war vollends dahin.

      DS: die Schlagsahne wurde nix und sie war sich nicht sicher, ob sie ranzig war. Dennoch klatschte sie sie aufs DS. Serdar: „Die Sahne schmeckt aber seltsam.“ Sina: „Das liegt an dem flambierten Zucker.“ Vom Flambieren habe ich nix gesehen. Peter: „Es war sehr lecker, aber kein Tiramisu.“ Deniz: „Es war zu flüssig.“

      Im Ganzen kann ich sagen, sie hat sich Mühe gegeben, gekocht wurde ja nicht viel und für eine gute GGin war sie zu sehr auf sich bezogen und dünnhäutig. Peter musste übernachten und bekam ein gutes Frühstück. Als sie vom Brötcheneinkauf zurück kam, saß Peter schon in Schlips und Kragen am Tisch und las Zeitschriften. Eigentlich als GAG hatte sie Haferschleim gemacht.
      Peter isst so etwas aber gerne am Morgen. Einen Extrapunkt bekam sie dennoch nicht.
      Die Wertungen: Deniz = 8 , Serdar = 8 , Peter = 8 , ges. 24 Punkte, waren im Vergleich zu hoch.
      Serdar war der bessere Koch, der bessere GG und hat alles allein gemacht, bis auf die Deko.

      Morgen bei Peter wird es lustig, er setzt auf Flüssigkeiten.
      Bei Deniz hat er Angst, dass sie ihm die Bude vollkotzt.

      LG rudi

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  10. Lieber Rudi, man merkt es dir an : Der Schock sitzt tief! Da hilft nur noch radikale Konfrontationstherapie:
    Rudi, es gibt keinen 10. Advent, auch wenn du jetzt so viele brauchst, um die Unbilden dieser Horrorwoche einigermaßen verarbeiten zu können. Sei tapfer, auch du als Posttraumatischbelasteter wirst nur mit 4 Adventen auskommen müssen.
    Ggfs immer die 4-fache Menge Glühwein/Marzipan/Eiergrog/Lebkuchen einnehmen, dann wird das schon bis zum heiligen Christ..
    immer für einen überflüssigen Ratschlag gut, grüsst die liebe Susi

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    1. Liebe Susi, ich komme eimnfach mit 4 Advents nicht aus. - lol -

      LG auch zu deinem 1. Advent.

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  11. Hallo rudi,

    wie er in seinem Beruf seinen Mann steht, wissen wir nicht, aber ich vermute schon, dass er da ganz anders ist - eben in seinem Metier und das ist das Kochen nun mal nicht.
    Er wollte vielleicht der Freundin zum Gefallen mitmachen, wusste allerdings bis zu seinem Abend nicht, worauf er sich eingelassen hatte.
    Also, Schuster bleib bei deinen Leisten und meide derartige Sendungen!
    LG Frau Allerlei

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    1. Hallo Frau Allerlei,

      ich will mal hoffen, dass du Recht hast und er als Bauunternehmer besser drauf ist.
      Aber was das Kochen angeht, so lese mal den 1. Absatz vom Teil 3 meines Beitrags.
      Ob es sich da um ein Weihnachtsmärchen handelt?

      Einen schönen 1. Advent - rudi

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  12. Wir sind uns, denke ich, einig, dass diese Woche nicht nur kochtechnisch eine Katastrophe war.

    VOX bedient eben mit den wechselnden Orten, Teilnehmern ein breites Publikum und will sich durch diesen bewussten Wechsel die Einschaltquoten halten.

    Da gibt es die Zuschauer, die solche Wochen und „Köche“ wie gerade in Leipzig, mögen, weil es viel zu lästern gibt. Andere Zuschauer sind begeistert von Exoten - ich meine hier nicht Menschen aus anderen Herkunftsländern oder anderer Ethnien - , die wir öfter in Köln oder Berlin sahen. Selbstverliebte Selbstdarsteller, denen das Kochen bei der Sendung eher zweitrangig ist, die sich jedoch gerne einem großen Publikum präsentieren oder das Sendformat auch mal für Webezwecke nutzen wollen.

    Dann zeigt VOX Wochen, in denen gezickt wird, was das Zeug hält, in anderen Wochen sind die Taktierer versammelt.
    Um Zuschauer wie uns zu versöhnen und der Quote wegen, gibt es dann von Zeit zu Zeit die Profiwochen. Wenigstens geht es dabei vorrangig ums Essen und Kochen, wobei es tatsächlich oft eine Freude ist, den Profis wie auch den Amateuren beim Umgang mit Lebensmitteln und dem Kochen zuzuschauen.

    Bisher hatte ich nicht darauf geachtet, in welchen Intervallen die Profiwochen kommen, aber es dürfte bald wieder eine anstehen. Hoffe ich.

    Grüße aus dem Novembergrau von FrauAllerlei

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