Mittwoch, 22. Oktober 2014

21. Oktober 2014 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Gummersbach bei Köln bei Stefan

Aperitif: Echter russischer Edel-Vodka mit geraspelten Orangen- und Zitronenspänen
Vorspeise: Frische bergische Salatplatte mit einem deftigen Schmand-Dressing
Hauptspeise: Spießplatte, dazu eine bergische Land-Kartoffel in der Folie gegart mit Sauerrahm und frischen Gartenkräutern sowie Paprika-Gemüse süß-sauer, bestäubt mit Chilipulver
Nachspeise: Karamellisierte Früchte aus dem bergischen Hausgarten nach Omas Rezept mit einem Schlag Sahne von zufriedenen bergischen Kühen


Aber bitte mit Sahne

und ein paar Tranquilizern zur Zuschauer-Entspannung, die diese Sendung nur schwer verdauen  werden. Ein paar liebe Grüße an Stefans Mama Annemie, die ihm patent die Küche provisorisch sauber macht und gleichzeitig versucht, dem Kamerateam schnellstens wieder zu entkommen. Und Stefan Flodder eine Tüte für seinen Kopf, damit ihn heute im Ort keiner sofort erkennt. Nicht zuletzt einen Mantel des Vergessens für alle Seher.

Stefan ist der Mann der Wurstfabrikation in einem Supermarkt und ein lauter bolleriger Typ, das er damit entschuldigt, ein Kölscher Jung zu sein. Ich möchte ihn nicht im Karneval erleben: Inmitten aller niederkarätigen Narren der größte Irre.

Er hat es aufgegeben, einen Liebsten zu suchen, sagt er resigniert an einer Stelle der überhaupt nicht mehr chronologischen Sendung. Wenn da der Fall mal nicht anders herum liegt - und mögliche Anwärter die Flügel gestreckt haben vor soviel Frohsinn, der über Kindergarten-Niveau nicht hinauskommt. Ist wohl sinnlos, an dieser Stelle einen Aufruf zu starten, Stefan einen Lebenspartner zu suchen, oder?

Ich versuche es trotzdem: Berufs-Kölner mit dem Hang, sich lautstark und öffentlich lächerlich zu machen, sucht agilen, schlanken und trinkfesten Mann mit der Fähigkeit zum Verdrängen und Vergessen und dem Talent, die Augen zu verschließen und Oropax in die Ohren zu stopfen. Der Lieblingsfilm sollte "Denn sie wissen nicht, was sie tun" sein.

In seiner Nachbarschaft scheint Stefan beliebt zu sein, und man feiert die Feste, wie sie fallen - gern auch mal spontan und zwischendurch. Seine Nachbarin Claudia, genannt Claudinchen, hilft ihm in seiner noch sauberen Küche.  Sie ist Lehrerin, doch gutes Benehmen konnte sie ihn noch nicht lehren. Wollte sie eventuell auch nicht: So versinkt Gummersbach wenigstens nicht in freudloser Bedeutungslosigkeit. Sorry, Gummersbach.

Dann kommt die permanent gezeigte Bier-Fontäne vom Fass. Eine Szene nach dem allerfeinsten Vox-Geschmack, man kann sie nicht oft genug wiederholen. Eigentlich kann man nur sagen: Shit happens. Reiß dich zusammen und zieh den Abend durch, Stefan!

Er kann sich aber nicht zusammen reißen. Und völlig unsensibel kleckst er großzügig mit Sahne um sich: Hat ihm noch nie einer erzählt, dass man viele Scherze mit Frauen machen kann - doch niemals über ihre Haare, geschweige denn darf man ihre Frisuren mit Sahne zerstören?

Warum alle noch lachen, Sven am lautesten, muss am Alkohol liegen oder an der Fähigkeit und dem Wunsch, sich dem Kölner Temperament anpassen zu wollen. Wobei es ziemlich fraglich ist, ob und wie viele Kölner so drauf sind wie Stefan. Ich kenne tatsächlich Kölner, die würden auch in Hamburg oder Dortmund überhaupt nicht auffallen.

Noch unterirdischer wäre es, würde er in den kommenden Tagen in anderen Wohnungen Ähnliches veranstalten. Aber irgendwo hat sicher auch der Geselligkeits-Kölner seine Grenzen.

Ein Narr muss danke schön für neunundzwanzig Punkte sagen. Wer bislang nicht lachen konnte (und wer konnte das schon?), kann sicher jetzt darüber lachen.

Guten Morgen an Tünnes, Gruß Biene

20 Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Den Montag ertrug ich noch, dachte für mich, schlimmer geht nimmer. Falsch gedacht.
    Diese Dinnerwoche endete für mich exakt um 19:13 Uhr gestern Abend.
    Spaß, Komik und lustig geht für mich anders, nicht so wie VOX es meint und zeigt.

    Ich wünsche Euch dennoch eine erträgliche Dinnerwoche.

    Gruß
    FrauAllerlei

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  2. Guten Morgen, Frau Allerlei. Vielleicht guckst du ja wenigstens mal rein ins Dinner? -lol Schlimmer kann es doch eigentlich nicht mehr kommen. GlG Silvia

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    1. Ich trau mich nicht mehr. :-) *grusel*
      Aber ich werde hier nachlesen, wie es weitergeht!
      LG Ingrid

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  3. Aperitif:
    Vodka mit Spänen aus der Schale von Orangen und Zitronen. Die Späne sind nicht wirklich mit trinkbar, sondern stören beim Trinken. Sie sind viel zu hart und nicht lecker. Nein, Danke!

    Vorspeise:
    Kein bergischer Salat, sondern ein unschöner Berg Salat. Dazu ein unsagbares, wild und ohne Rezept zusammengemixtes Dressing. Nein, Danke!

    Hauptspeise:
    Fertiges eingelegtes Fleisch aus der Supermarkt-Fleischabteilung, dafür aber überreichlich. Halb rohes Putenfleisch mag nun wirklich niemand. Vollkommen lieblos zubereitet. Die sogenannte in der Folie gegarte Kartoffel wurde als Pellkartoffel zubereitet und nur noch als Alibi in die Folie gewickelt. Dazu halbe Paprikaschoten, allerdings nochmals notdürftig mit der Schere in der Pfanne grob zerkleinert, bei denen die weißen Innenhäute nicht richtig entfernt waren. Nein, Danke!

    Nachspeise:
    Die Früchte sahen aus, wie schon einmal gegessen. Die Sauerei mit der Sahne unterschlage ich, da dies nichts mit Essen zu tun hat. Nein, Danke!

    Fazit:
    Dieses Essen (ich schreibe bewusst nicht Dinner) war weder gut noch witzig. Ein absoluter Tiefpunkt dieser Sendereihe. Ich möchte Stefan in keiner Situation begegnen und auch nicht mit ihm feiern. Nein, Danke Stefan und Nein, Danke Vox!!!

    Ich wünsche euch einen stefanfreien Tag

    Manne

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  4. Ein schwarzer Tag, denn ich kann nichts schreiben zu dem gestrigen Auftritt: Es giing eindeutig zu viel Würde verloren, als dass ich noch mit spitzer Feder nachtreten möchte. So jemand ist nicht für sich selbst verantwortlich. Und wenn doch, möchte ich mich an seiner öffentlichen Ausschlachtung nicht noch weiter beteiligen.

    Zum Essen hat Manne bereits alles treffend geschildert und sich damit mehr Mühe gegeben als der Gastgeber bei der Zubereitung desselben.
    Der Rest ist Schweigen.
    Gruß Susi

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    1. In diesem Falle handelt es sich ja nicht um einen, der nicht Herr seiner Sinne ist. Denn bei solchen Menschen verbietet es sich natürlich von selbst, über sie überhaupt etwas zu schreiben. Meine Meinung dazu. Gruß Silvia, hier regnet es und ein Sturm wird auch erwartet.

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    2. So, liebe Silvia, dachte ich bis dato auch. Aber seitdem fallen mir bei der Beschreibung des gestrigen Gastgebers ausschließlich pathologische Termini ein. Wer auch immer Stefan steuert, der gesunde Menschenverstand ist es nicht. Deshalb bleibe ich bei jeglicher Urteilsverweigerung. Und ich bemerke auch, dass du selbst dich - für die ganzen steilvorlagen - sehr fair zurückgehalten hast. Wie alle anderen hier auch.
      Anerkennende Grüße aus aus dem Regenwald von Susi

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    3. Danke, Susi, für das Kompliment an uns alle. Singing-in-the-rain-Grüße, Silvia

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  5. Moin @ zusammen.

    Ambrosia über Gummersbach.
    Auf nach Gummersbach, wo der Köln Fan Stefan groß auftrumpfen wollte.
    Ja er wollte den Rheinischen Humor so richtig rüberbringen, obwohl er weit ab davon lebt.
    Es könnte ja sein, dass er in Köln geboren ist und aus div. Gründen jetzt in Gummersbach wohnt.
    Bei seinen Nachbarn scheint er beliebt zu sein, weil er eine echte Feier-Hummel ist.
    Sein Einkauf war schnell erledigt, da seine 3 Fleischsorten bereits fertig mariniert in der Fleisch-theke lagen.
    Seine Nachbarin Claudia kam zur Hilfe und zupfte die Salatblätter und schnippelte was da war.
    Stefan spielte inzwischen den Zeremonienmeister. Eines war sicher, es sollte Fleisch bis zum Abwinken geben, was ihm mit bis zu 800 g/Pers. eigentlich auch gelang.
    Die VS, ich würde mal sagen – na ja.
    Der HG bestand eigentlich nur aus Fleisch mit einer Kartoffel, was auch nicht hinkam.
    Das DS nun, kein Hexenwerk, aber das Beste was er noch machen konnte.
    Alles hätte eh kaum mehr als 3-4 P verdient gehabt.

    Ich könnte jetzt Seitenlang über sein Missgeschick und die darauffolgenden Verzweiflungstaten schreiben, aber das hatte ja nichts mit Können oder Nichtkönnen zu tun, das war Pech.
    Sicherlich war es seiner Show und der Nervosität geschuldet, dass er zuerst mal die Plastikkap-pe im Auslauf vergessen hatte. Dadurch war es sehr schwierig, den Hahn einzuschlagen. Dass aber Sven, der eigentlich helfen wollte und es sicherlich aus Unwissenheit total verkehrt machte, eine mittlere Katastrophe auslöste, war Pech. Hätte er das Ventil nicht eingedrückt, Stefan hatte noch gerufen „Nein“, aber da war es schon zu spät, wäre es halb so schlimm geworden. Nun folge eine Kettenreaktion von Fehlern. Das Ventil war nicht weit genug eingedrückt. Stefan hätte den Hahn auflassen sollen und Gläser drunter packen müssen. Es wäre nicht viel, wenn gar nix passiert. Dass Sven das Ventil aufdreht war eigentlich Nebensache. Er hätte es besser festhalten sollen.
    Jedenfalls darf die Küche komplett renoviert werden.
    Was anschließend passierte, war Abbau von Frustration, damit Stefan nicht explodierte.
    Mal ehrlich, die meisten wären nach so einem Chaos schreiend weggelaufen und der Abend wäre vorbei gewesen.
    Stefan zog nach einer kurzen Putzaktion sein Ding weiter durch.
    Der Quatsch mit der Sahne war zwar mehr als albern, aber keiner der Gäste nahm es ihm krumm.
    Was man auch daran sehen konnte, dass sie gemeinsam in der Nachbarschaft ein Fässchen Bier organisierten.
    Die Bewertungen waren voller Mitleid und auch für normal zu hoch.
    Sven, der sich sicherlich seiner zumindest Mitschuld bewusst war, gab sogar 10 Punkte.

    Das war sicherlich der Höhepunkt aller bisherigen pD-Sendungen, aber ungewollt.
    Am Ende konnte mir Stefan eigentlich nur leidtun, obwohl ich mit seinen Reaktionen nicht einverstanden war.
    Eine Wertung kann es natürlich nicht geben.
    Wie immer, das Leben schreibt die besten Geschichten, ohne Drehbuch.

    LG rudi

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  6. Guten Morgen liebe Mitschreiber,
    nach dem Lesen eurer Kommentare ließ ich die gestrige Sendung noch einmal
    Revue passieren.
    Fakt ist, ich war total empört vom Verhalten des Gastgebers, aber auch voller
    Wut auf Vox.
    Ich weiß nicht, ob man einen Kandidaten am trinken hindern kann, wenn er so
    durstig ist wie Stefan.
    Aber gewisse Bedingungen werden doch im Vertrag stehen.
    Er hat sich freiwillig blamiert, war kurzzeitig so weit, alles hin zu schmeißen.
    Da wird ihm wohl die Regie ein paar Takte in seiner besudelten Küche verklickert
    haben.
    Mal schauen, ober heute wieder den Berufskölner spielt.
    Er ist ein armer Mensch, buhlt wie ein Kind mit Geschrei um Anerkennung.
    Vox sollte beim Schnitt gnädig sein, wird aber nicht passieren.
    LG Anna

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    1. Hallo Aloha,

      für den Sender sind das High-Lights mit denen eine gewisse Zielgruppe angesprochen wird.

      Meine Vermutung für heute Abend - VOX zeigt nochmal in der Rückschau die "Höhepunkte" und der gestrige GG versucht sich in Erklärungen, die dann nicht minder laut-peinlich ausfallen werden, als das, was ich in den 12-13 Minuten gesehen hatte, bis ich abschaltete.

      Gruß
      FrauAllerlei

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  7. Mal etwas ganz anderes: Vorhin war mein Google-Profil plötzlich verschwunden. Einfach weg. - Ich habe dann ein bisschen herum probiert, es ist jetzt wieder da. Aber ich habe keinen Plan, wie so etwas passieren kann. Hat da jemand den Durchblick? Hier meine Mail-Adresse: silvia_gehrmann@web.de - Völlig unklar, das Ganze, Silvia

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  8. Bei meinem ersten Kommentar heute Morgen kam beim Klicken auf "Veröffentlichen" ein Fragekästchen, sinngemäß als was/mit was ich kommentieren wolle. Da waren verschiedene Vorschläge und ich klickte "Google" an. Danach ging es.
    War auch leicht verwundert.

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    1. war bei mir ganz genauso. Hab dann abgebrochen, weil ich dachte, ich hätte irgendetwas falsch angeklickt und den Kommentar 5 Minuten später nochmal geschrieben. Da funktionierte dann alles wie immer.
      Ist das eigentlich typisch weiblich, dass man bzw. frau - wie ich - dann sofort messerscharf vermutet, etwas falsch gemacht zu haben, bzw. zu doof zu sein?
      Aber egal,ob sich nur mal kurz die NSA reingehackt hatte oder WIR ALLE blöd sind, seltsam war das schon. Habe mich gerade durch 1Q84 von Haruki Murakami gearbeitet, da passiert auch so ein plötzliches Verrutschen der Welten. Wenn heute abend 2 Monde am Himmel stehen...
      Nu is aba jut, schönen Tag allen Spinnern wünscht Susi

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    2. Gerade schrieb jemand auf Google zu meinem Leid: Global-Player-Chaos auf Google +/ ist vielleicht verbreiteter als man glaubt. - Geht mir auch so, Susi (vielleicht nicht ohne Grund?): Ich denke immer sofort: Mein Fehler! - Nur, wenn heute abend zwei Monde am Himmel stehen, werde ich wohl eher glauben: Susis Fehler! In diesem Sinne, Silvia

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  9. Jetzt sieht auch alles wieder wie vorher aus. - Aber manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln. Aber danke für deine Rückmeldung. - Bei mir kam der Hinweis, kein Blog ohne Google Profil (sinngemäß). Hoffentlich bleibt das jetzt mindestens so für die nächsten sieben Monate, auf immer - das will ich ja nicht mal hoffen. Eine gestresste Silvia - Rudi hat auch noch mal ausführlicher den Weg zum Blog beschrieben, ich veröffentliche das in den nächsten Tagen.

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  10. Jetzt gehört, dass ein weltweiter Ausfall war. Also nicht verzweifeln, falls das wieder mal passiert. - Einfach Augen zu und durch.

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  11. Hallo @ zusammen.

    Ihr müsst nicht gleich verzweifeln, so ein Computer ist auch nur ein Mensch.
    Störungen gibt es immer Mal, also einfach neu starten, oder wenns gar nicht hilft,
    den PC/Läppi usw, einfach neu starten.

    Nebenbei; es heißt doch der Computer, also männlich. - lol -

    LG rudi

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  12. Hallo, aus verschiedenen Gründen möchte ich mich zur Sendung von gestern nicht äußern. Ich hoffe aber, dass das insgesamt eine Inszenierung von Vox gewesen ist, die eigentlich als Gruselshow am 31.10. oder zum 01.04. als schlechter Scherz gesendet werden sollte.

    Allen einen schönen Tag. Gr. D.

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