Donnerstag, 16. Oktober 2014

15. Oktober 2014 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Langenargen am Bodensee bei Astrid

Aperitif: e Träumsche vom Schäumsche mit e paar Früschtschä
Vorspeise: e Stücksche von de Kuh, un en guude Äppler dezu
Hauptspeise: übber de Erd... unner de Erd... un des Grüne aus de Gemiesekerch dezwische
Nachspeise: Äbbeltörtscher mit weissä Gutzjebrie


Zum Blauen Bock

trifft das perfekte Dinner am Bodensee, und es wird ein Bock nach dem anderen geschossen, aber das mit allerbester Laune. Denn Herzblut-Frankfurterin Astrid  lässt sich nicht so leicht durch irgendwas auf der Welt die Laune vermiesen. Und falls es doch einmal passiert, so hat sie als Rückzugsort ihr Klo mit der wohl einmalig grenzwertigen Tapete. Hier tankt sie wieder auf, hier kommt wieder Schwung in die Frohnatur.

Mir war gar nicht bekannt, dass die Frankfurter dem Hyper-Frohsinn frönen, aber bitte! Astrid lebt seit ein paar Jahren in Langenargen am Bodensee - ihrer Traumheimat, in der sie laut eigener Aussage ihr Dasein "fristet". Und die Uhr tickt, und es bleibt nicht mehr viel Zeit, ihr Dinner fristgerecht zu fabrizieren.

Eigens aus Hessen angereist, bringt Freund Walter die Zutaten für die Grüne Soße. Damit ist seine Mission erfüllt. Ihre Freundin Sabine schnibbelt und Astrid gibbelt. Den allerbesten Freundinnen kann so leicht nichts die Petersilie verhageln.

Von ihrem Mann, mit dem sie seit über dreißig Jahren zusammen ist, sieht man nichts außer seinem Hobby, den Fotos von Stars einer vergangenen Zeit. Die haben im Flur eine posthume Ehrenwand.

Posthume Unehre widerfährt dem Tafelspitz, der gleich zweimal zum finalen Einsatz kommt: In der Vor- und Hauptspeise. Auch fertige Brühe und Maggi und was-weiß-ich verhilft ihm nicht auf die Lecker-Schiene.

Andrea leidet gar beim Anblick der Vorspeise, so tot und trist und grau und wie vor-verdaut kommt sie auf den Tisch des Frohsinn-Palastes. Obwohl Andreas Leid Programm ist: Wenn es um die Küche der Mit-Kocher geht, hätte sie in dieser konkurrenzlosen Situation, in der Astrid abseits von Perfektion kocht, mal drüber hinweg sehen dürfen. Wie es Johann macht, der an allem noch ein gutes Haar findet - und für mich schon auf dem Plan steht, als Sieger der Herzen gekürt zu werden.

Auch Sabrina pickt sich Nettigkeiten aus allem heraus und kleidet sie in freundliche Worte.

Astrid ist die Selbstverständlichkeit in Punkto Fröhlichkeit, und ihr Heimweh-Dinner zieht sie gnadenlos durch.

Belohnt wird das Heimat-Essen in der Traum-Heimat mit insgesamt neunundzwanzig Punkten. Dreimal die Sieben - und einmal die Acht, denn auch Johann will sich hier nicht zum Affen machen und schon wieder die Zehn zücken. Zehn gibt es doch nur für Traumfrauen - und Traumessen. Und das war gestern und vorgestern auch nicht.

Unne, unne, obbe, obbe, unne, obbe, schobbe klobbe, um de kopp, an de kopp, in de kopp, Gruß Biene

18 Kommentare:

  1. Das perfekte Dinner bei Chillastrid..

    Nach 47 Jahren Großstadtrubel in Frankfurt zog Astrid zum Chillen an den Bodensee.
    Ob Chillen nur ihr eines ihres Lieblingsworte aus ihrem üppigen Fremdsprachenschatz oder ihre Lieblingsbeschäftigung ist, kann ich nicht einordnen, denn soweit ich weiß, hat sie noch einen Beruf.

    Aber wie Chillen geht, hatte sie uns anschaulich vorgeführt. Aufs Wohnzimmerbett hinaufsteigen und sich ganz entspannt hinflezen. Ein anmutiges Bild.

    Da ich die Speisenfolge nicht mitbekommen hatte, dachte ich bei der Zubereitung der Vorspeise, 3 Kilo Fleisch gekauft, 3 Pfund in den Topf und 300 Gramm in den Salat.
    Aber dann sah ich beim Hauptgang, dass das restliche von den 3 Pfund aus dem Topf in Scheiben geschnitten zum weiteren Auslaugen in der Brühe warm gehalten wurde.
    Zunächst dachte ich, alle Achtung, als die Schnibbelhilfe Markknochen und Wurzelgemüse angeröstet hatte. Dann jedoch begann Astrid die Brühe mit allerhand Fertiggewürzmischungen und dem für die Bodenseegemeinde unverzichtbaren Maggi (man muss schließlich die heimische Wirtschaft unterstützen) aufzupeppen.

    Über Konsistenz und Aussehen des Vorspeisensalates schweige ich. Allerdings kann ich die Kommentare Nörgelandrea gut nachvollziehen.

    Hauptgericht. Die Nussbutter scheint tatsächlich nicht mehr für die trockenen Kartoffeln gereicht zu haben. Fleisch lag ebenfalls trocken auf dem Teller, aber es scheint doch noch geschmeckt zu haben.

    Für die Kräuter der Grünen Sauce musste ein Freund extra mehr als 400 km mit dem Auto zurücklegen. Ein Flughafen ist wohl nicht in der Nähe, sonst hätte es Flugkräuter gegeben.
    Im rauen Bodenseeklima gedeiht ja bekanntlich nichts und deshalb muss man die simpelsten Zutaten von weit her kommen lassen………

    Durchgezogenen Kuchen mit Mürbeteigboden mag ich gar nicht, aber er soll lt. Astrid so viel besser schmecken.

    Ich hielt es nur noch bis zum Anrichten des Desserttellers aus und musste dann schleunigst abschalten, denn so viel geballte Fröhlichkeit und ununterbrochenes sinnfreies Gebabbel ohne Punkt und Komma verursacht mir beinahe körperliche Schmerzen.

    Heute sende ich stockfinstere (draußen ist es um diese fortgeschrittene Uhrzeit noch so) Grüße
    FrauAllerlei

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  2. Guten Morgen Bienchen,
    genau wie beschrieben, habe ich den gestrigen Dinnerabend empfunden.
    Hatte bisher die Gastgeberin aufgrund ihres fröhlichen Auftretens noch meine
    volle Sympathie, so änderte sich das bei Beginn der Sendung ganz schnell.
    Warum müssen sich manche Menschen vor einer Kamera völlig zum Affen machen.
    Zu ihren Kochkünsten gibt es nichts zu sagen, sie waren nicht vorhanden.
    Ich frage mich, was würden deine Hündchen sagen, wenn du ihnen diese VS
    vorgesetzt hättest?
    Das sah aus wie Hundefutter aus der Dose.
    Ich weiß gar nicht , warum ich die Sendung bis zum Schluss angesehen habe.
    Das ist wohl die Neugierde ob sich die Peinlichkeiten noch steigern lassen.
    Zumindest bei der Besichtigung ihres Lieblingsraumes in grün , mit der tollen
    Brille, rannte ich in die Küche um mir einen Drink zu holen.
    So habe ich das Desaster überstanden.
    Ich hoffe weiter, dass es heute besser wird.
    Gruß Anna

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    1. Also, liebe Anna, meine alte Labrador Hündin Frida wäre begeistert gewesen.
      Diese Freßmaschine kennt kein Sättigungsgefühl und frißt mit Begeisterung auch Dinge wie: Die Kante meines schönen alten Eichencouchtisches aus Dänemark. (Also aus dem Land, nicht aus dem Lager), oder ein nagelneues Buch (geliehen) aus der Universitätsbibliothek im Wert von schlappen 150 Euro, oder einen jahrzehntealten Pfirsichkern, herausgeprokelt aus den Lücken im Gitter des Kompostbehälters, die anschließend erforderliche Operation - das Ding blieb in einer Darmwindung stecken - kostete uns ein komplettes Weihnachtsgeld (mit drei Nullen) ... ich muß mich bremsen alleine dafür könnte man einen eigenen Blog schaffen. Jedenfalls: Astrids Salat hätte von Frida 10 x 10 Punkte bekommen, das ist mal sicher.
      Ein reizender Köter grüßt dich und ich natürlich auch, Susi

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    2. Da habe ich ja Glück mit meinen - die fressen gar nichts an, mir höchstens die "Haare vom Kopf", besonders wenn unser Ordnungsamt, wie heute morgen, meint: Einmal im Stadtpark frei laufen kostet 45 Euro (bis letztens noch 35 Euro). - Und da sind die vom OA noch sauer, dass nicht meine beiden die Ordnungswidrikeit begehen (das wären ja dann schon 90 Euro), sondern ich. Aber das Leben geht weiter, und das Hundeleben auch. Nachher dürfen sie im Wald frei laufen, da ist das erlaubt. Gruß, fröhlich zahlende Hunde-Mutter

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    3. wer weiß, vielleicht stecke ich denen mal deine multiple Persönlichkeit? Ich sage nur Bienchen ich sage nur Silvia ich sage nur Gaby, das wären schon 135, Euro, aber pssst, ich schweige wie ein Grab, Gruß Susi

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  3. Guten Morgen, Frau Allerlei und Aloha, ich wünsche euch einen schönen Tagesanfang. Eure Beiträge sind super. Bis später, Gruß Silvia

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  4. Irgendetwas stimmt mit Hasi nicht! ...dachte ich, als Astrid ab Hauptgang wie paralysiert am Kopf ihrer Tafel kauerte und ihren braven und willigen Gästen den Appetit verdarb, indem sie entweder selbst das Essen einstellte oder geradezu penetrant daran herumnörgelte.
    Bis schlussendlich jeder entkräftet kapitulierte. Wenn die Batterien der Stimmungskanone leer sind, dann fehlt die Ulknudel und die Gäste pickten stumm auf dem angefressenen Kuchen herum.
    Ich hege mittlerweilen den dringenden Verdacht, dass Astrid unter akutem Glutamatentzug litt. Eine Stunde kein Maggi gespritzt und auch kein Vegeta geschnupft, da kommt dann sowas bei raus.
    Und was den Intensiv Einsatz dieser Droge betrifft: Warum tat sie das?
    Gut, diese Frage stand gewissermaßen als Headline über ihrem ganzen Dinnerauftritt, habt ihr ja schon ausführlich geschildert, aber jetzt nur mal der Kochaspekt, warum tut man das Zeug an Grüne Sosse, und warum schüttet man es über eine mit allen guten Zutaten angesetzte Brühe/Fond für das Garen eines feinen Stückes vom Rind.
    Doch klar: bei den riesigen Salzmengen, die sie über das Fleisch schüttete, wird dem guten Stück ja so viel Saft und Kraft entzogen, dass man diesen Verlust mit jeder Menge gekörnter Glutamat Kaft geradezu kompensieren muss! Genau, so wird es sein in Astrid-Land.

    Auch das Dessert ein Festival der Nahrungsmittelzusätze - wenn denn schon nicht mehr der guten Laune.
    Hat sie das nun verkackt - sagt man doch jetzt so, wenn man nicht gerade chillaxt, oder? Sagen wirs mal so: Wohlwollende Gäste gaben ihr wohlwollende Punkte, vermutlich wären es sogar noch mehr geworden, wenn Astrid nicht so spürbar die Contenance verloren hätte.

    Ist also alles gut in LaLaLand, Hasi wird sich bis heute abend bestimmt wieder eingekriegt haben und mit frischem Witzschen in die Bütt steigen.

    Im übrigen geht es mir mit dem Abschalten genau anders herum: Je bekloppter sich gebärdet und je stümperhafter in der Küche gemanscht und gepanscht wird, desto faszinierter hänge ich vor der Glotze und starre interessiert in den Abgrund.

    Euch allen einen Tag ohne solche, erfüllt von Frohsinn und Heiterkeit, wünscht Susi

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  5. Moin @ zusammen.

    Eine Maggi-Hymne a la Astrid.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass Astrid für Frankfurt zu lustig war und ausgewiesen wurde.
    Aber warum sie dann ausgerechnet an den Bodensee zu den Schwaben flüchtete ist mir ein Rätsel. Natürlich gibt es unter den Schwaben auch lustige Leute, wie Andrea z.B., die sich selber ganz großartig findet und so gerne über andere lacht.
    Astrid wohnt mit ihrem Mann in einer ganz normalen Wohnung, also nix zum Angeben. Der Flur ist ein Hollywood Museum mit Filmstars und auch einem Bild der jungen Astrid.
    Das Schlafzimmer ist anscheinend nur für ihren Mann. Im WZ steht keine Couch sondern ein Bett/Liege, wo Astrid anscheinend nicht nur fernsieht. Aber so genau wollte ich das gar nicht wissen.
    Für mich war interessanter, dass Astrid über sich selber lachen konnte.
    Ein guter, alter Freund hat ihr extra aus Frankfurt die richtigen Kräuter für ihre Grüne Soße be-sorgt. Dass es diese Kräuter am Bodensee nicht geben soll, schien mir eher ein Scherz zu sein. Vielleicht kommt Astrid nur nicht mit dem Dialekt der hessischen Kräuter zurecht. Jedenfalls brauchte Astrid nur noch Fleisch einkaufen. Als sie 2,5 kg Tafelspitz beim Metzger verlangte, habe ich mich gewundert, weil ich dachte, es wäre nur für die VS.
    Ihre beste Freundin Sabine kam zu den Vorbereitungen zur Hilfe. Die Beiden haben sich gut verstanden und machten es sich richtig bequem beim Schälen und Schnippeln. Allerdings gab es keinen Alk dazu.
    Irgendwann hatte ich aber genug Heiterkeit und Astrid hatte ein Einsehen. Sobald die Gäste ein-trafen, war die Heiterkeit vorbei. Astrid zeigte Nerven.

    Aperitif/Empfang: ein Apfelsekt mit ein paar Früchten. Alk war nur in Spurenelementen vorhan-den. Da habe ich die Bezeichnung verstanden, es sollte nur ein Traum sein. Die originelle Kapelle war ein toller Einstieg in den Abend. Nur ahnte ich da noch nicht, dass sie Anfang und Ende waren.

    VS: Handkäs mit Rindfleisch und Äpfeln als Salat. Nicht zu vergessen fertige Rinderbrühe, Maggi und gekörnte Brühe. Eine wahrlich tolle Zusammenstellung. Die besondere hessische Note war sicherlich das Currypulver. Dazu Butterbrote handgeschmiert. Dass sich Andrea nur an dem Handkäs störte, hatte mich dann doch gewundert.

    Teil 2

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  6. Teil 2

    HG: Grie Soß, also eine kalte Kräutersoße, mit 7 verschiedenen Kräutern. Was Astrid da alles reinkloppte war schon abenteuerlich. Natürlich gibt es da Varianten, aber gekörnte Brühe und Maggi schienen mir eine eigen Kreation von Astrid zu sein. Aber was sollte sie machen? Im kalten Wasser angesetzt, verliert sich leider viel vom Geschmack. Zur Sicherheit also noch Vegeta rein. Das Fleisch war irgendwie noch nicht richtig versaut, da musste sie es eben falsch schneiden. Mit dem Tafelspitz und den Salzkartoffeln angerichtet, sah es einfach und zu alltäglich aus. Salzkartoffeln mit Zitronenabrieb waren mir auch irgendwie neu. Aber es soll gut geschmeckt haben.

    DS: zum Abschluss noch das Grauen. Das war bestimmt dem Kochbuch des Stephen King entliehen. Puddingpulver, Vanillinzucker und echte Vanille. War die Vanillesoße schon ein Schock, so kam der Horror sofort hinterher, Eierlikörsahne aus der Sprühflasche. – Hilfe – Der Apfelweinkuchen war bereits am Vortag entstanden, damit er durchziehen konnte. Aber es kam auch etwas Frisches auf die Teller, je zwei Blättchen Minze.

    Astrid hat sich schon Mühe gegeben und für hessische Verhältnisse vielleicht sogar gut gekocht.
    Nee, Scherz natürlich. – lol - Die Hessen werden froh sein, dass sie ausgewandert ist. Ich habe selten eine Köchin gesehen, die so viele Fehler machte.
    Als GGin war sie eigentlich gut drauf. Die Anfangsblockade, sie konnte bei der VS nicht essen, hatte sie schnell wieder im Griff.
    Mir fehlte der durchgehende rote Faden, denn weder im Aperitif, noch im DS waren Maggi und gekörnte Brühe.
    Da ihr das Maggi nicht ausreichte, musste auch noch Vegeta ins Essen. Dass darin auch Gluta-mat ist, wusste Astrid nicht. Beim Glutamat handelt es sich, neurologisch betrachtet, um ein Rauschgift. Ob Astrid deshalb immer so aufgedreht ist? - lol -
    Ich sage mal, außerhalb Hessen war das kein pD, eher ein nur fast alltägliches Essen.
    Mit ihrer Integration in Schwaben ist es noch nicht gut bestellt, denn es gab keinerlei Nudel im Menü. – lol –
    Mit den Wertungen und somit 29 Punkten, konnte Astrid wirklich zufrieden sein.

    Andrea, die Kritik vom Dienst, war am Ende auch schon durcheinander und bezeichnete das Menü als ganz normales Abendessen. Egal wann man so etwas isst, normal war daran nix.
    Johanns Gönnerherz konnte sich heute nicht zu einer 10 durchringen und er gab ausnahmsweise eine 8.

    LG rudi

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    1. Schuldigung Rudi, schuldigung Manne, hab mich vertan, wollte auf Rudi antworten und hatte nicht mitbekommen, dass inzwischen Mannes Beitrag am Ende stand. Voll das Kuddelmuddel, liebe Grüße Susi

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  7. Aperitif:
    Apfelbowle mit Sekt. Zum wiederholten Male, Bowle ist kein Aperitif, egal in welchen Gläsern sie serviert wird.

    Vorspeise:
    Nicht nur der Salat war unansehnlich, sondern auch die Anrichteweise. Als Handkäse hätte man einen jüngeren Vertreter dieser durchaus schmackhaften Käsesorte nehmen sollen. Dann riecht er noch nicht so penetrant. Nicht, dass ich persönlich auch gerne den reiferen Käse esse. Ich hätte den Rindfleischsalat ohne Käse, aber mit frischen Kräutern und mehr farbigen Zutaten angerichtet. Dann ggf. den Handkäse mit ein paar Schalottenscheibchen getrennt serviert. Die Fleischkühlaktion mit dem Ventilator war eigentlich urkomisch, aber bläst alle Luftpartikel und Bakterien konzentriert auf das Fleisch.

    Hauptspeise:
    Rindfleisch (Tafelspitz), Kartoffeln und Grüne Sauce. Eigentlich als Gericht o.k.. Nur sah der Teller aus wie ein Schweinetrog. Zu voll, zu durcheinander, den Tellerrand belegt. So ein Teller ist nicht appetitanregend.
    Die grüne Sauce wurde vergewaltigt. Da stehen der hessischen Hausfrau die Haare zu Berge. Wenn jemand Fleisch kocht, muss es anscheinend immer Tafelspitz sein. Man kennt wohl keine anderen Fleischstücke zum Kochen. Uund weil es um das Fleisch geht, wird in kaltem Wasser angesetzt, damit die Inhaltsstoffe des Fleisches in die Brühe gehen. Aber wie wäre es mal mit Rinderbrust, Mittelbug oder Beinfleisch. Alles Stücke, die saftiger bleiben als Tafelspitz. Die Kartoffeln blieben trotz Ansage trocken.

    Nachspeise:
    Durchgeweichte ausgestochene Apfeltortenstücke mit einer, wie auch immer entstandenen, Vanille/Vanillin-Sauce. Das Ganze, sogar nach Aussage der Gastgeberin, zu süß. So sollte kein Nachtisch sein.
    Man könnte es auch Matsche-Patsche mit Chemo-Sauce nennen.

    Fazit:
    Eine penetrant alberne, ganz schlecht gekleidete Matrone servierte ein Essen, welches sich geschmacklich und in der Anrichtung am unteren Rande des Kochkönnens bewegte. Die Verwendung von verschiedenen „Hilfsmittel“ wie Maggi, Vegeta (voll mit Geschmacksverstärkern) und gekörnter Brühe sollte nach Meinung der Gastgeberin den Geschmack bringen. Man hätte mit den normalen Zutaten, ohne die „Hilfsmittel“ Besseres zu Tisch bringen können, wenn man kochen könnte.

    Ich wünsche euch einen glutamatfreien Tag.

    Manne

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  8. Genau Rudi, ich war mir mit dem Fleisch (mit der Faser geschnitten) nicht mehr so sicher, ich meinte es so gesehen zu haben, dachte dann aber, ich hätte mich getäuscht, weil keiner der Gäste es monierte. Aber denen schmeckte das Fleisch doch ausdrücklich...Wahrscheinlich alle auf Droge. Gruß von der Sus

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    1. Hi Susi,

      genau, etwas stimmte mit Hasi nicht. – lol -
      Astrid verwirrte uns etwas und da blieb es nicht aus, dass man von den vielen, vielen Fehlern einige übersah.
      Aber keine Sorge, was der eine nicht sieht, sieht eben der andere.
      Ich finde wir ergänzen uns da alle sehr gut.
      Droge passt, bei dem ganzen Zeugs von Maggi, gekörnter Brühe und Vegeta.
      Das sind 3 Glutamat-Bomben und denen hält doch keiner stand. – lol –
      Wie ich sehe, bist du Aktionssüchtig. – lol -

      Hallo Frau Allerlei:

      Ich mag auch keinen Matschkuchen, was gerade Obstkuchen gerne wird, wenn er 1 Tag durchzieht.

      Hallo Aloha:

      Stimmt, die VS hatte das Aussehen von Hundefutter, aber der Inhalt war sicherlich auch für Hunde fraglich zum Genießen.

      Hallo Manne:

      Ich hoffe du hast dich nicht wirklich so aufgeregt, wie es in deinem Beitrag rüberkommt.


      LG rudi

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  9. Susi, vielleicht kann es sein, dass DIESE Gäste gar wussten, wie Fleisch geschnitten wird?
    Rudi, mein Lieblingstück ist das Mittelbug. Herrlich für Gulasch, Sauerbraten oder auch gekocht. Beim Metzger muss ich allerdings immer wieder feststellen, dass, wenn er dieses Stück empfiehlt, Viele es gar nicht kennen und lieber ein "mageres Stück" kaufen.

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    1. Das ist auch mein Lieblingsstück. Und ich könnte wahnsinnig werden, wenn die durchgehende Gelee-Schicht in der Mitte als Bindegewebe oder gar Sehne bezeichnet wird. Wenn man den Begriff in manchen Metzgereien nicht kennt, ist dies regional bedingt.
      Ich behaupte ja auch, dass Filet nicht das beste Fleisch an einem Tier ist!

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    2. Filet mag ich auch nicht so besonders. Ich bin der Meinung, das Fleisch an sich hat zu wenig Geschmack. Es werden ja deshalb auch immer Saucen oder anderes dazu gereicht. Da ziehe ich ein schönes Rumpsteak oder Entrecôte vor.

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  10. Aus dem Lachsack war irgendwann die Luft raus :-(

    Es ist sehr schön, nach einem etwas verwürschten Vormittag hier nachlesen zu können ! Danke euch allen dafür.

    Ich hatte gestern erst gedacht, keine Gambas, kein Filet, keine Rosmarinkartoffeln, keine Balsamicomalerei - endlich mal was Bodenständiges ! Aaaaber es war dann kein perfektes Dinner sondern eine Katastrophe und das wußte sie selber.
    Dadurch kippte ihre Stimmung und dann war sie nichtmal mehr eine lustige Gastgeberin. Schade !

    Die Mucke war schon gewöhnungsbedürftig, die Vorspeise dann ein totaler Fehlgriff.

    Da ich mir mein Rätselheft gegriffen hatte, kann ich nicht mehr einordnen, ob sie Kartoffelbrei angefangen hatte oder nur Milch über die Salzkartoffeln kippte ? Der Hauptgang dann auf dem Teller kann nur von Hessen bzw. von ihren Gästen so richtig bewertet werden - ich halte mich raus. Ich hätte es rein optisch nicht gewollt ! Und die Verwendung von Maggi und diesem "Nuschel"-Pulver war mehr als überflüssig.

    Was allerdings bei dem Kraut Pimpernelle zu derartigen spätpubertären Lachanfällen führte, habe ich dank Rätesheft auch nicht mitbekommen !

    Dessert ging ebenfalls in die Ecke - und vllt hätte es nach den Gängen vorher keiner gemerkt, wenn sie es nicht selbst noch derart abgewertet hätte.

    Mit den Punkten kann sie mehr als zufrieden sein !

    Ach Astrid, du bist bestimmt ein "Pfundskerl" aber die Sendung heißt nunmal das PERFEKTE Dinner ! ...und das war es auf gar keinen Fall - Nochmal: Schade !

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