Dienstag, 13. Januar 2015

12. Januar 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Bergheim bei Betty

Aperitif: Kölsch Colada
Vorspeise: Selleriecremesuppe mit gebratenen Steinpilzen
Hauptspeise: Rheinischer Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Rotkohl
Nachspeise: Holunderbeerencreme mit Apfelkompott und Marzipan


Am Aschermittwoch ist alles vorbei ...

Leicht vorstellbar, dass Betty bis dahin die Karnevals-Maus raus lässt, feiert, bis die Stimme versagt und am Aschermittwoch dringend ein Aschekreuz aus der Kirche benötigt. Zu ihrem Glück und ihrer Freude ist ihr Mann genau so närrisch wie sie selber. Sie haben sich im Internet kennen gelernt. Die Vermutung liegt nahe, dass es in einem Jecken-Forum gewesen sein könnte. Oder in einer karnevalistischen Partnerbörse nach dem Motto: Funkenmariechen sucht feurigen Teufel, der gern die Küchenhölle aufheizt.

Denn sie selber kocht weder gern noch gut noch gekonnt noch halbwegs annehmbar. Wenigstens vergeudet sie kein Pferdeleben für ihren Sauerbraten, obwohl das arme Rind, und dann auch gleich noch das Filet vom dem Tier, ebenfalls einen sinnfreien Tod gestorben ist. Pferde gehören für Betty in die Kategorie Haustiere. Richtig gesagt gibt es Hauspferde, aber das ist nur eine winzige unrichtige Kleinigkeit. Später kommen gravierendere hinzu.

Rein zufällig hat sie beim Eintreffen der Crew ein dickes Bündel Klamotten über dem Arm hängen, und schon weiß der erfahrene Zuschauer, worum es heute geht: Betty macht in Mode und veranstaltet Parties nach dem Vorbild der Tupper-Vereinsmeierei.

Irene kommt zum Schnibbeln und Quatschen vorbei. Nach einem Gläschen Sekt beginnt der Küchen-Unfall-Abend.

Während dessen trudeln die Gäste ein. Alle loben den Begrüßungsdrink. Und dann setzt Vox zusammen, was von Anfang an zusammen gehört: Georgius und Christoph - sie geben locker eine Vater-Sohn-Kombination. Zwei, die aus gleichem Holz geschnitzt sind und sich über dieselben Dinge und übereinander krümelig lachen können.

Das kann Betty höchstens bis zur Vorspeise. Semra bemerkt aber schnell voller Zufriedenheit, dass die Selleriesuppe zum Glück nicht nach Sellerie schmeckt. Von dieser Warte aus gesehen, ist auch die Vorsuppe ein Desaster. Es ist, als würde jemand beim perfekten Dinner rigoros das "perfekt" streichen. Ja, und genau das passiert im Folgenden.

Die Klöße zum armen Sauerbraten könnten Vorlage für eine neue Nagellack-Farbe werden: So richtig schön schlammig sehen sie aus. Innere Werte, die das lädierte Äußere wett machen können,  sind leider auch Fehlanzeige.

Der Nachtisch ist simpel bis belanglos. Sie sollte sich in ihrer Küche mit dem Öffnen des Kühlschrankes begnügen, um hier und da mal ein Sektchen raus zu holen. Mit allem anderen ist sie hoffnungslos überfordert.

Sie bekommt trotzdem neunundzwanzig Punkte. Weiß der Karnevalist, wofür! Von hier aus drei Punkte für die blanke Anwesenheit, wovon für die umfangreiche Werbung gleich wieder zwei abgezogen werden.

Guten Morgen, Gruß Biene

17 Kommentare:

  1. Diese typische Montagsnummer habe ich nur äußerst bruchstückhaft mitbekommen, da gestern die mobile Familienfriseurin zugegen war. Genaues Rezeptstudium sorgte allerdings schon im Vorwege für Kopfschütteln: Soviel Essig, soviel Zucker, Filet als Sauerbraten gar über eine Woche eingelegt, natürlich in fertiges Sauerbratengewürz,
    Bei den Kartoffelklößen keinerlei Angaben über die Art der Kartoffel, was ziemlich entscheidend ist für deren Gelingen, dann mein geliebter Schicht-Nachtisch, und last but not least sowieso - immer diese abgenudelten traditionellen festgelegten Gerichte, die jeder kennt, und natürlich immer bei Omma anders und viiiel besser gegessen hat, langweilig!!!!! Und diese Jeckennummer: Langweilig!!!!!

    Na gut, die Vorspeise jedenfalls gefiel mir, ab servieren derselben habe ich auch wieder was mitbekommen. Sellerie finde ich sehr lecker, ich kann nur hoffen, dass man etwas davon geschmeckt hat, die Verbindung mit frischen Steinpilzen fand ich eine edle Ergänzung.

    Die beiden gackenden Männer hatten unkomplizierten Männerspass, die Frauen redeten seltsam aneinander vorbei, ihre Absichten schienen mir ebenfalls unklar, schimmerte da die eine oder andere Ziege hindurch? Man wird sehen.

    Beim Hauptgericht erwiesen sich meine Befürchtungen als richtig: Bettina hatte den Stärkegehalt der Kartoffeln offensichtlich falsch eingeschätzt.
    So waren die Bollen nicht nur braungrau, sondern auch beinhart. Klöße muss man können, Bettina und vor allem ihre Gäste wäre in diesem Fall wohl mit Pfanni halb und halb besser bedient gewesen.

    Das arme Fleisch - sah aus wie Hundefutter aus der Dose, grauenvolles Tierfutter war daraus geworden. Faserig, trocken,labberig, ohne jeden Fleischgeschmack und -saft. Schade!
    Wie in aller Welt kommt man auf Filet, es gibt weiss Gott mehrere besser geeignete Teile vom Rind. (Pferd ist für mich komplett raus, ist echt pervers, Tradition, hin oder her)

    Der Rotkohl, süßsauer, überwürzt, die Sauce süßsauer überwürzt, nee!
    Das ist geschmacklos.

    Das Dessert hatte ich in der Fertigung nicht mitbekommen, hatte aber ohnehin beim Rezept bereits abgeschnallt: Kekse und Fettcreme gestapelt, mein Liebstes! Ob da jetzt noch Hollunder, rot oder weiss mit drin herum turnte oder nicht, macht für mich den Kohl auch nicht mehr fett. Man konnt sehen, dass manche Dessertgläser kaum angerührt wurden. Was womöglich ja auch an den fetten ekligen Marzipanmaden lag, die zur Krönung noch druff geklöppelt wurden, brrrrr!

    Alles in Allem kann Bettina mit den freundlichen Punkten mehr als zufrieden sein, eine Glanzleistung war das gestern nicht.
    Sie ist bestimmt eine nette und freundliche Person, wenngleich die Werbung für ihr Buisiness sicher ein stärkeres Motiv für ihre Teilnahme an diesem Wettbewerb war, als das Bedürfnis ihre Kochkunst mit anderen zu messen.

    Draussen stürmt es immer noch, der Regen fällt horizontal, habe wegen des trüben Wetters gestern ein Vogelhaus reingeholt und in knallebunten Acrylfarben son bißchen 100wasser mäßig angepinselt, sieht wirklich toll aus, leuchtet fröhlich, sonnig und schön - ich hoffe nur ich verstöre die armen Flattermänner nicht. Habe aber auch Hanfsaat im Futter, das wird es ja ggfs. richten...
    Liebe Grüße aus dem Rentnerparadies sendet Susi

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    1. Vielfach sieht Hundefutter aus der Dose aber richtig lecker aus, Susi. -lol

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    2. Wieso ist Pferdefleisch "pervers"? Pferde waren sehr lange Zeit genauso Schlachtvieh, wie Rinder. Man hat sie erst seit ein paar Jahrzehnten schlecht geredet. Tatsache ist, Pferde werden verwertet und sind als Fleisch sogar gesünder als Rind. Außerdem schmecken sie gut!

      Wenn jemand kein Pferdefleisch mag, soll er das Essen dieses Fleisches sein lassen und gut ist.

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    3. Manne, ich z. B. hatte viele Jahre sehr viel mit Pferden zu tun - da hat sich dann eine Zuneigung entwickelt, die es mir unmöglich macht, Pferd auf den Tisch zu bringen. Das gilt jetzt nur für mich, hat weiter keine politischen Hintergründe - und missionieren will ich auch nicht. Ist aber so wie es ist. glg S.

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    4. Lieber Manne, "Pervers" ist natürlich zu starker Tobak - sorry - ich neige ja zu dererlei verbaler Überdosierung, aber ich denke auch: Heute ist heute. Und heute habe ich mit Pferden eine ähnlich enge Beziehung wie mit Hunden und Katzen. Und die würde ich auch nicht in den Kochtopf werfen. (Meine Oma hat nach dem Krieg lange kein Kaninchen fertig abgezogen gekauft, weil sie dem Händler mißtraute, viele haben damals Katzen abgezogen) Aber Manne, du hast vollkommen Recht: Pferd ist keinesfalls Pervers, nur ich hätte Probleme es zuzubereiten und zu vertilgen. Liebe Grüße, Susi

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  2. Das Grausen geht weiter!

    Aperitif:
    Was man inzwischen so alles zusammen mischt und mit Namen guter Cocktails verziert ist eigentlich unerträglich. Hier war die Farbe von Spülwasser dominant.

    Vorspeise:
    Selleriecremesuppe ist, wenn man Sellerie püriert (ich habe noch Stückchen gesehen) und mit etwas Sahne aufkocht. Wenn es dann nicht nach Sellerie schmeckt, dann ist es gut! Geht auch mit jeder anderen Gemüsesorte.

    Hauptspeise:
    Igittigitt-Kartoffelklöße aus oxidierten Kartoffeln mit trockenem Sauerbraten und Rotkohl-Matsche. Das wäre die Alternativbezeichnung. Wenn man auf die Idee kommt, Sauerbraten aus Rinderfilet zu machen, resultiert dies aus der Vorstellung, das Filet immer das Beste für alle Gerichte sei. Man hätte besser ein Stück Mittelbug genommen. Das Anbraten auf dem Grill ist auch eine neue Variante. Besonders, wenn die Röstaromen dann auf dem Grill bleiben. Die Kartoffeln mit Natron zu bestreuen und der Überzeugung zu sein, dass sie dann nicht oxydieren, zeugt von fundamentalem Nichtwissen. Der Rotkohl war nur einfach verkocht.

    Nachspeise:
    Ein klassisches Schichtdessert, von dem manche Leute meinen, dass wäre immer gut. Nur stimmt hier die Kombination der Geschmacksrichtungen nicht.

    Fazit:
    Danke Vox! Ich habe wieder was zum Lästern. Hier paart sich Nichtkönnen mit Nichtwissen.

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    1. ... Nichtkönnen mit Nichtwissen

      und ein bisschen Helau, möchte ich noch ergänzen. Gruß Silvia

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    2. Moin @ zusammen.

      Bettina, eine selbsternannte rheinische Frohnatur aus Bergheim.
      Also so sehr lieben die Kölner die Bergheimer nicht.
      Sie lebt mit ihrem Mann, den sie im I-Net kennengelernt hatte, zusammen.
      Nun sollte es ja ein rheinisches Menü geben. War da was außer dem Sauerbraten, der durch Printen und Rübenkraut an Aachen erinnerte, wo Aachen ja nicht am Rhein liegt, sonst noch etwas Rheinisches?
      Bettina liebt es bunt, auch bei ihrem kleinen Roller. Bis sie den allerdings aus Garage hatte, dau-erte schon ein wenig. Zum Glück gab es keine Verletzten. Auch schien sie mir nicht gerade sicher auf dem Gefährt zu sein. Eine Freundin hatte sie überredet am pD teilzunehmen, also musste sie auch helfen. Ich würde sagen, Das war halbe-halbe. Beim Arbeiten war sie aber konsequent. Auf Bitte ihrer Freundin wurde eine halbe Flasche Sekt geöffnet und es gab nur ein Glas für jede. Wäre dem so gewesen, sie hätte einen Pikkolo und nicht eine halbe Flasche geöffnet, wobei diese schon angetrunken war.

      Deko: war da was? Eine Rose in der Serviette ist nicht immer willkommen.

      Empfang: Bettina scheint eine ganze Kollektion von Schlapperpullis zu haben, die komischer Weise immer hinten zu kurz sind und vorne wie der Sack eines Pelikans aussehen. Nun ja, man kaschiert so gut man kann. Es ist schwer vorzustellen, dass sie im Mode macht, diese scheint dann aber nur für vorne zu gelten und darf nie niemals nur in etwa passen. Ja Gottes Zoo ist sehr groß.

      Aperitif: Colada, Kokosnusscreme und Rum sowie Ananassaft und Ananasstücke. Was daran jetzt Kölsch war, weiß ich nicht, vielleicht die Farbe.

      VS: die Suppe sah zwar nicht so tolle aus, aber von der Konsistenz und dem Geschmack her soll sie gut gewesen sein. Dass sie nicht nach Sellerie schmeckte, war bestimmt ein Vorteil.

      HG: aha, das Rinderfilet war 1 Woche eingelegt. Eine Schande solch Fleisch für einen Sauerbraten zu missbrauchen. Schon toll in was er eingelegt war. Sie konnte sich nur an Wasser, Salz, Zwiebeln und Sauerbratengewürz erinnern. Er könnte also fertiggekauft gewesen sein. Bindung gab es keine mehr nach dem Grillen, die trockenen Fasern brauchte man nicht mehr schneiden. Dass beim Grillen kein Bratenansatz entsteht, sollte auch klar sein. Verständlich, dass sie nur dank E-Messer noch Scheiben erstellen konnte. Überhaupt das E-Messer. Sie kannte sich also in ihrer Küche nicht aus und benötigte ihren Mann zum Aufspüren. Gut, sie ist also nicht der Koch im Haus. Wäre sie die Köchin, ihr wäre die Nummer mit den geriebenen Kartoffeln nicht passiert. Selbst durch die andere Hälfte der gekochten Kartoffeln wurden sie nicht heller. Nun tun grau-braune Kartoffeln dem Geschmack ja keine Abbitte, aber dass sie hinterher genauso schmeckten wie sie aussahen, hatte andere Gründe.

      Teil 2

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    3. Teil 2

      Wer für Klöße ein Rezept braucht, sollte sich unbedingt beim pD bewerben. Den Rotkohl hätte sie auch schon am Tag vorher machen sollen. Vielleicht waren auch zu wenig Äpfel drin, denn keiner schmeckte sie raus. Aber, Lebkuchengewürz im Rotkohl, wo schon in der Soße reichlich Printen und Rübenkraut waren, war etwas zu viel des Guten. Natürlich muss der Rotkohl zu süß gewesen sein und in der Verbindung mit der Soße an den Aachener-Printenmarkt erinnert haben. Das Fleisch konnte man mit der Gabel essen und die Klöße vergessen. Nee das war nichts. Ihre Mutter nahm früher Natron ins Essen. Natron nahm man früher statt Backpulver. Dass es aber die Oxidation von Kartoffeln aufheben soll, war mir noch nicht bekannt und war wie gesehen ein totaler Blödsinn.

      DS: ein Schicht-DS der schlechteren Sorte. Das war weder gut gemacht noch sah es lecker aus. Aber diese 6.000 Kalorien am Schluss gaben sicherlich jedem den Rest, außer natürlich Georgius, der es ruck zuck eingeatmet hatte.

      Bettina versuchte ein rheinisches Menü zu erstellen, was aber auch durch Hilfe nicht gelang. Zwei überforderte Karnevalistinnen, ohne Kochtalent, gaben sich die Ehre. Im Karneval wird ja auch mehr getrunken als gegessen. Nun hatte sie nicht nur beim Kochen Mangelerscheinungen. Ihre Logik zum Pferd war sagenhaft, denn ein Pferd ist ein Haustier und Haustiere isst sie nicht. Ein Rind ist demnach was? Hätte sie gesagt: „Was einen Sattel trägt, esse ich nicht“, es wäre logischer gewesen. Und schon wieder kam diese komische Aussage über die Tradition mit dem Pferdefleisch. Manche Witze halten sich eben lange.
      Die VS mag ja noch gut gewesen sein, aber das war´s dann auch. Als GGin war sie ein nervliches Wrack, auch nach eigenen Worten. Die Kamera zeigte aber meist den griechischen Lachsack Georgius. Die Wertungen waren wieder total neben dem Thema und sagen evtl. etwas über die Kochkünste der anderen TN aus. Die gegebenen 29 Punkte können nie fürs Essen ge-wesen sein. Es wäre schön, wenn wir den Grund für die hohe Wertung gesehen hätten

      Die Gäste nahmen den Abend mit Humor, wobei Georgius nicht nur von einem Lachanfall in den nächsten fiel, sondern ein Allesesser ist. So unter dem Motto: „Es muss nicht teuer oder lecker sein, Hauptsache viel.“ Christoph, der anscheinend auch gerne lacht, hatte keine Mühe Georgius am Lachen zu halten.
      Semra war ein verständnisvoller Gast. Sie aß eigentlich viel, aber dank ihrer sportlichen Betäti-gung sehr schlank ist.
      Francesca wusste meist nicht wovon geredet wurde und das Lachen der anderen verstand sie auch nicht.
      Man darf gespannt sein wie die Woche wird, aber es könnte lustig bleiben.
      Lachen kann ja auch ein pD sein, wie wir seit letzter Woche von Michael erfahren haben.

      LG rudi

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  3. Eröffnung der Dinnerrunde bei Betty Uhura oder die mit der Tür tanzt

    Die letzte Woche ist Schall und Rauch und schon vergessen, die jetzige wird sich am Freitag um 20.00 Uhr aus meinem Hirn verflüchtigen, sollte nicht doch noch ein Wunder geschehen.

    Betty bewohnt eine tadellos aufgeräumte Wohnung, zusammen mit ihrem Mann, den sie über das Internet kennen gelernt hat. Um das Budget für diverse Thailandreisen und Mitbringsel aufzubessern, kann man sie und ihre Freundinnen zu Modepaarrtiies buchen. Hiermit wurde dann der Eigenwerbung Genüge getan.

    Laut Vorabinterview gehören zu ihren Stärken Soßen und spontanes Kochen, wobei Menüs mit mehr als 10 Personen für sie kein Problem darstellen. Das aber wahrscheinlich nur, wenn das Menü vom Catering-Service gebracht wird….

    Unterstützung bei der Vorbereitung erfährt sie durch Freundin Irene, die sichtlich aufgeregt erstmal mit einem Sekt beruhigt werden muss, bevor sie sich dann daran macht, wofür sie da ist, nämlich schnippeln und reiben. Betty optimiert für sich derweil die Arbeitsgänge, macht aus dreien einen und kippt munter in Töpfe und Pfannen, was das Zeug hält. Wozu einzelne Gewürze, wenn man doch alles im Lebkuchengewürz vereint hat? Dieses wird dann auch großzügig drübergestreut. So wie Printen bei der Herstellung der Soße druntergerührt werden, Natron auf den Kartoffelmatsch drübergestreut, Sahne unter die Selleriesuppe druntergerührt. Es ist ein einziges streuen und rühren. Das Dessert spornt zu denkerischen Höchstleistungen im Kopf an: wieviel sind 100 ml in Gramm umgerechnet? Betty ist kurz vor Jeck.

    Die Suppe, die gut zur Vorspeise gepasst hat, schmeckt erfreulicherweise nicht nach Sellerie, die Klöße beim Hauptgang erinnern spontan an das Ding aus einer anderen Welt und das Dessert ist mal wieder was Geschichtetes, ich höre hier schon wieder jemanden schnaufen…..

    Betty ist in anderen Disziplinen besser aufgehoben, unter anderem dem Feiern, wie auch der grellbunte Partykeller belegt. Betty Jeck, Mann Jeck, alles gut.

    Die Gäste werden für diese Woche genug Lästermaterial abliefern: der von einer Verkäuferin wahrscheinlich bis heute traumatisierte Georgios, stets mit einem gut gefüllten Glas am Mann, der sich schon jetzt bestens mit Autoschrauber und Anwalt Christoph versteht (wieso fällt mir jetzt die letzte Woche ein?), eine bis jetzt noch neutrale Semra (aber das kann sich schnell ändern) und Francesca, die sich möglicherweise durch die Woche nörgeln wird. Man wird sehen.

    Heute scheint Freund Allohol zu regieren, glaubt man der Vorschau.

    Damit dieser Kommentar auch ankommt, werde ich ihn mal rasch mit einer Briefmarke versehen und zur Post bringen, damit er Duisburg noch rechtzeitig erreicht.

    Es grüßt die Kieler Sprotte, Hicks!


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    1. Als Eilbrief aufgegeben? Angekommen.

      Sprichst du auf einen Beitrag zu "Je Suis Charlie" an - auch der ist angekommen, sogar schneller als je mit der Post - nur ein paar Stunden bis zum nächsten Morgen hat es gedauert. Gruß Silvia

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    2. Nein, um Gottes Willen, alles gut! Das mit der Briefmarke sollte nur ein Gag sein. Da muss der Blödsinn aus meinem Kopf manchmal einfach raus. Es gibt keinerlei Bezug zu den Kommentaren zu Je Suis Charlie, die alle angekommen und gelesen sind. Und wenn es mal länger dauert, ja und, Du kannst ja nicht permanent auf dem Freigabeknopf hocken.
      LG

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    3. Ja dann, immer schön weiterhin den Blödsinn aus dem Kopf raus lassen. -lol

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    4. Ja, so ist es recht: alles rauslassen dann von Menschen reden, die angeblich schnaufen...Wer schnauft denn hier, hä? Kenn ich nicht, aber wer hier hickst, das weiss ich genau - jawoll!

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    5. Schönen Dinnerabend, Schnaufi! Ich geh mir jetzt mal ein Glas Weißwein holen, damit ich mich beim gucken dem Pegel der Gäste anpasse. -lol-

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  4. Ich gebe aus Zeitgründen mal wieder das Schlusslicht.
    Euren Kommentaren zum gestrigen Desaster habe ich eigentlich nichts hinzu zu fügen.
    Eine Werbeveranstaltung in Sachen Mode ? Ich lache mich tot.
    Was hatte die GG bloß für Klamotten an.
    Ich hoffe , dass in dieser Woche durch die Multi-Kultimischung der Teilnehmer
    die aufgesetzte Fröhlichkeit gemildert wird.
    Eine Woche rheinischen Frohsinn , gepaart mit Kochunvermögen, das halte ich
    nicht aus.
    Bin noch von der letzten Woche angeschlagen.
    Bis heute Abend, Anna

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  5. Eine Multi-Kulti-Mischung halte ich gerade zum jetzigen Zeitraum für sehr passend.
    Wir können nämlich alle miteinader, wenn wir uns nur etwas Mühe geben und den Anderen respektieren.

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