Donnerstag, 4. April 2024

3. April 2024 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Celle bei Andrea




"Lieblingsorte"
Vorspeise: Am Meer - Thunfisch & Garnele
Hauptgang: Zu Hause - Lamm / Erbse / Kartoffel
Nachtisch: In der Ferne - Pavlova & Mango


Fernsehen? Augen zu und durch!
- Wolfgang Mocker (1954 - 2009)

Warum sehen so viele Menschen anderen gern beim Kochen und Essen zu? Leider kann ich diese Frage nicht wirklich beantworten, lasse mich aber wochentäglich (manchmal erst im Nachhinein, wenn ich die Sendung verpasse) genau damit berieseln. Um selber Neues auszuprobieren, brauche ich trotzdem keine "Koch"-Sendung wie diese, denn ein Stichwort und ein Klick - und Google spuckt alle möglichen Rezepte aus.

Mit gelegentlichen, seltenen Ausnahmen ist "Das perfekte Dinner" die einzige "Kochsendung", die ich mir ansehe - und zwar, weil es keine wirkliche Kochsendung ist. Manchmal ist das gebotene Kochen eine wahre Herausforderung für den Zuschauer - kann dennoch unterhaltsamer sein, als wenn jemand nahe an den Sternen kocht.

Heute liefert die 57jährige Augenoptikerin Andrea eine geübte "Küchenschlacht", die sehr geordnet verläuft. In 2014 hat sie sich in der TV-Küchenschlacht bis ins Finale gebrutzelt - welchen Platz sie gemacht hat, erzählt sie nicht. Die Sendung kenne ich nur dem Namen nach. Ich weiß auch nicht, nach welchen Kriterien die Kandidaten ausgewählt werden ...

aber fürs "perfekte Dinner" muss man sich (natürlich) bewerben, etwas über sich erzählen, drei Menü-Vorschläge einreichen ... und mit etwas Glück ist man dann dabei. Ob auch Fotos von Selbstgekochtem der Bewerbung beigelegt werden müssen, weiß ich nicht. Eher zählt aber vermutlich der Unterhaltungswert, den einzelne Kandidaten-Willige versprechen ...

Den Unterhaltungswert von Andreas Solo würde ich mit 5 von 10 möglichen Punkten belohnen.

Um diesem Wert gerecht zu werden, muss jeder - nicht nur Andrea - neben dem Kochen etwas über sich selber erzählen: so entschließt sie sich, über ihre Tochter Laura, die in Australien lebt und verheiratet ist, zu berichten:

ihr Kochen unterbricht Andrea, als Laura anruft und per Live-Bild zugeschaltet ist: diesen Einfall muss nicht unbedingt Andrea selber gehabt haben ... er kann auch eine Regie-Empfehlung an sie gewesen sein ...


Das Menü

liest sich gut an der obigen Karte ab.

Thunfisch nehmen viele gern, weil er köstlich ist, viele Punkte verspricht und gut eingekauft bereits Gewähr genug ist ... aber er gehört zu den bedrohten Tierarten, auf die man besser verzichten sollte. Natürlich muss das am Ende jeder für sich entscheiden.

"Die Vorspeise würde gut nach Kalifornien passen", meint Ingelore, die 40 Jahre dort gelebt hat, und es ist wohl das höchste Lob überhaupt, das sie aussprechen kann ...

Der Hauptgang gefällt den Gästen insgesamt nicht gut: besonders die Lamm-Hülle aus Toastbrotscheiben plus einer Farce erntet Kritik.

Dinner-Teilnehmer kochen oft und gerne ihre Urlaubs-Erinnerungen nach: Die Pavlova soll einen Querverweis auf Andreas Beziehungen zu Australien geben. Und mit ein paar Mangoscheiben simuliert sie doch glatt die Oper von Sydney. Allerdings muss sie das dazusagen ... denn wie soll man sonst darauf kommen?

Die Pavlova ist lt. Google in Australien oder Neuseeland "erfunden" und nach der russischen Tänzerin Anna Pawlowa, die dort Gastspiele gegeben hat, benannt worden.

Ich mag gerne Baisers, aber vom reinen Aussehen habe ich schönere als diese gesehen. Den Gästen gefällt das Mango-Parfait weitaus besser.


Fazit

Zu Beginn rauscht Ingelore, die im Herzen Kalifornierin ist, ins Geschehen, breitet die Arme aus und sinniert ohne jeglichen Grund "Sex & the City - New York". Hier kommt es mir in den Sinn: Fernsehen? Augen zu und durch!

Im Gesamtergebnis denke ich, dass Andrea besser kochen kann als Ingelore, aber sie erreicht einen Punkt weniger als die sexy Kalifornierin aus Celle:

8 Punkte gibt Ingelore, je 9 geben Eric und Mona.

Der Ergebnis sind 26 von 30 möglichen Zählern.


Guten Morgen, Gruß Silvia


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