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Samstag, 23. Juni 2018

23. Juni 2018 - "It's not a wish-concert" - Jürgen Klopp


"It's not a wish-concert" - Jürgen Klopp


Das wird eine bittere Erfahrung für die fußballverrückte Nation Deutschland, wenn die Mannschaft am heutigen Abend ihr letztes Spiel abliefern sollte, weil sie eine Niederlage einkassiert.

Oder? Müssen sie im Falle eines Falles noch mit einer anderen Mannschaft um einen der letzten Plätze kämpfend in die Arena?

Falls ja, geht eine bittere Erfahrung in die Verlängerung. Ich nehme meine Tarnkappe und mir vor, mich nicht fremdzuschämen.

Das würde mal so richtig entstauben.

Viele Fußballbekloppte (bereits vor dem 1. Spiel) sehe ich in diesen Tagen überhaupt nicht:

Kaum eine Fahne weht aus einem Haus, kaum ein Auto ist geschmückt. Keine Fähnchen, die sich nach dem Winde drehen? Keine Nudeln in schwarz-rot-gold? Oder Schlaaand-Gebäck? Dafür tiefer Frust über das verlorene 1. Spiel der Elf?

Zuvor gab es doch bereits die Garantie auf einen fünften Stern der Mannschaft rund um Jogi Löw. Das ist der Mann mit der süßen Mädchenfrisur und dem Dialekt, den ich nie verstehe. Ach, alle kennen ihn ohnehin besser als ich.

Und wo sind sie hin, all die Träume?

Viele Leute machen nun seinen Job und geben Empfehlungen ab, wen der niedliche Löw aufstellen soll und wen er auf der Bank sitzen lassen sollte.

Dazu kann ich mangels Fußball-Kenntnissen mal so gar nichts beitragen. Und wer braucht schon eine weitere Meinung, wenn es dazu bereits ein paar Millionen gibt.

Bei Millionen fallen mir die erfolgsverwöhnten Großverdiener, hier Kicker genannt, ein: Sind denen nun ihre Millionen Fans näher oder

eher die Millionen auf den Konten.

Im Zweifelsfall natürlich beides. Die Frage ist nur, in welcher Reihenfolge.

Doch über die Jungs will ich mich nicht auch noch lustig machen,

denn die haben gleich ein schweres Spiel vor sich.

Ich habe eher eine unruhige Nacht vor mir, falls sie gewinnen:

An die tosenden Auto-Korsos erinnere ich mich noch gut. Die fingen bei der letzten WM und EM direkt nach dem

1. (damals noch gewonnenem) Spiel an.

Warum, habe ich mich gefragt - denn für mich war eigentlich klar, dass sie wenigstens und auf alle Fälle

das 1. Spiel gewinnen - und habe noch gar keinen Anlass für soviel Vorfreude erkennen können.

Falls es heute am späteren Abend zu diesem Tumult kommen sollte,

spüre ich die

Erleichterung in voller Lautstärke.

Nun denn, viel Glück!

Falls es nicht klappt:

Es könnte eine Art Therapie sein, auch mal auf der Verliererseite zu stehen - und so manchen Fußballgott

auf den Boden der Tatsachen zurück setzen.

Denn wie Klopp einst so treffend sagte: "It's not a wish-concert". Vielleicht sollten es die Jogi-Burschen aber lieber mit Beckenbauer halten, der erklärte:

"In einem Jahr habe ich mal 15 Monate durchgespielt."


Guten Tag, Gruß Silvia


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