Freitag, 21. Februar 2020

21. Februar 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Düsseldorf bei Christopher

Vorspeise: Jakobsmuscheln auf Wildkräuter-Pesto mit Blaubeerschaum und Walnuss-Creme
Hauptgang: Steak mit kaltem Ratatouille und warmen Blaubeeren
Nachtisch: Blaubeersorbet und Walnusseis mit einem in Walnusslikör getränkten Biskuit-Törtchen und einer Vanille-Champagner-Creme


Die Überheblichkeit der Jugend

kann so verstörend wirken wie eine Maus im Haus, genau dort, wo sie nicht hingehört. Seit Montag drücke ich mich davor, den heutigen Gastgeber Christopher auch nur als einen annähernd guten Typn zu beschreiben. Ich mag ihn nämlich. Ich wollte diesem Gefühl jedoch ein paar Tage mehr Zeit geben, um es manifestieren zu können.

Er ist unfassbar ungeduldig, übersieht nicht die kleinsten Fehler und hat eine richtig große Klappe,

Damit - und falls er die demnächst großen Klappen seiner Ausbildungs-Köche auch  einstecken kann,

wird er irgendwann ein richtig guter Koch werden.

Er liebt seine Cappi-Sammlung, aber was genau seinen vielen Kritikern bitter aufstößt, ist ihm vermutlich herzlich egal.

Vielleicht nicht mehr ganz so egal nach all den vielen Negativ-Kommentaren auf Vox-Facebook.

Der schicke Hans unterliegt einer Wette, die ich selber nicht für möglich halte, zu unterliegen:

Er kann Altbier nicht von Kölsch unterscheiden.

Das ist eigentlich das Dramatischste, was heute passiert.

Denn Altbier ist lecker und geht direkt vom Schlückchen in die Birne,

während Kölsch

das noch lernen muss.

Man unterscheide Wasser vom übrigen, das auch trinkbar ist.

Ich habe niemanden in dieser Woche wirklich kennen gelernt, denn ansonsten könnte auch mein Weltbild hier und da aus dem Gleichgewicht kommen,

aber nach alle dem, was ich gesehen habe,

gefällt mir der Joungster am besten.

Er ist neben jeder Spur. Er kocht so gut,

dass er sich bei seinem künftigen Ausbilder

einen guten Stand erobern kann,

und vielleicht wird er sogar und irgendwann ein ganz großer Koch.

Fazit

Vorlieben hege ich hier und da auch für Cappi-Träger. Für die Außenseiter der Allgemeinheit.
 Selbstkritik kann Christopher auch,

und ich hoffe für ihn,

wenn er irgendwann Koch sein wird,

dass er sie nicht verliert.


Nach dem Fazit kommt die Einschätzung

Christopher ist so authentisch wie es seine Lebensjahre vorgeben.  - Er hat in dieser Woche gezeigt, wie sehr es ihn umtreibt, ein Koch werden zu wollen -

dabei ist er hier und dort übers Ziel hinaus geschossen.

Aber in etwa fünf Jahren hätte ich gerne eine Einladung in das Lokal, in dem er kocht.

Christopher bekommt 30 Punkte: Es gewinnen die beiden Frauen Vanessa und Nina.

Das ist richtig so - würde aber in 5 Jahren anders aussehen.


Guten Abend, Gruß Silvia




1 Kommentar:

  1. Chris - hohe Sprüche fallen tief!

    Es war in dieser Woche das Salz in der Suppe, das Gewürz am Püree und der Kritiker der hohen Kochschule. Chris verstand es perfekt, bereits ab Montag, die Dinnergemeinde zu spalten. Das Urteil ging von "süß der junge Kerl" bis zu "Boah, kann der junge Kerl mal die Klappe halten"! Ungeschönt und ohne Blatt vor dem Mund, sprach der Kritik direkt am Tisch aus und haute so machen Gang in die Pfanne!

    Nun kommt des Rätsels Lösung auf den Zuschauer zu und Chris beginnt selbst zu kochen. Wirkt nicht mehr ganz so nassforsch, aber dennoch, sicher in seinen Ausführungen. Dieses Menü muss durchdacht und gut geübt sein, wenn nicht, dürfte der Gastgeber tief fallen. Er schneidet, mit einem professionellen Messerset, er kauft Fleisch von besten Rinderzüchter jenseits der Meere und er fischt Muscheln direkt aus der Nordsee. Chris hegt eine Neigung zu echten Hipsternzutaten und lernte kochen vom Internet. Leider hat er sich im Internet auch ein paar Attituden abgeschaut, die nicht zu einem Kochlehrling passen.

    Pürre wird noch feiner, Blaubeeren noch cremiger und Fleisch noch stärker durchgebraten. Es rotiert ein Männchen in der Küche und bekommt einen roten Kopf! Stück für Stück verliert Chris seine Attituden und sein Menü zeigt immer deutlichere Missstände auf.

    Apero: süßer Wein begleitet vom kräftigen Käse! Leider, außer Wasser, keine Alternativen.

    Vorspeise: wundervolle Jakobsmuscheln finden zu den Gästen. Muss der Klecks Blaubeergelee sein? Die Ansicht der Gäste ist zwiespältig.

    Hauptgang: Fleisch zu lange im Ofen, das Püree bereits kalt. Chris richtet seine Teller extrem umständlich an und verliert dabei ein wenig den Überblick! Hans bekommt einen Weißwein der bereits optisch nicht wirklich überzeugt.

    Bei den Getränken hat sich der heutige Koch einfach falsch beraten lassen.

    Dessert: Biskuit mit flüssiger Creme! Drei Blaubeeren können das Ergebnis nicht verbessern.

    Chris suchte das Spiel mit den Großen und zeigte dabei, die angestrebte Kochausbildung kann durchaus noch auf fruchtbaren Boden fallen.

    Der Gewinn geht an die beiden Teilnehmerinnen und es bleibt nur den Nachgeschmack, weder der Älteste der Runde noch der Jüngste, konnten überzeugen.

    Sympathie ist doch keine Frage des Alters!

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