Samstag, 8. Februar 2020

8. Februar 2020 - Gedanken

"Gedanken sind nicht stets parat,
man schreibt auch,
wenn man keine hat" - Wilhelm Busch


Gedanken

fliegen hin und her und kreuz und quer, und Gedankensprünge sind keine halsbrecherischen Fähigkeiten, sondern eine Antwort auf die Reizüberflutung.

Was soll ich über dieses oder jenes denken, wenn ich nur lesen muss, was andere im Für und Wider dazu schreiben? Getrost kann ich mich dann entweder dem Für oder dem Wider anschließen, mich zurück lehnen und die Zeit genießen.

Zum Beispiel in Gedankenlosigkeit.

Das jedoch ist schwierig. Gedanken sind nämlich immer zur Stelle, ob man sie nun gerade brauchen kann oder lieber weg schieben möchte.

Gedanken können schmerzhaft sein oder einfach nur töricht. Aber auch das Törichte will gedacht werden. Vielleicht folgt direkt im Anschluss daran etwas Kluges, vielleicht auch nicht.

Gedanken, geäußert in mündlicher Rede oder schriftlicher Form, können andere beeinflussen oder einfach nur den Kopf schütteln lassen. Ob so oder so, Gedanken wollen manchmal an die

Oberfläche, um im Freien zu spielen und sich auf den Spielwiesen einen Ball an den Kopf werfen zu lassen.

Gedanken sind noch frei. Irgendwann ist es nämlich vermutlich möglich, mittels Technik auch unsere Gedanken auszuspionieren.

Jetzt noch offen ausgesprochene Gedanken erleben manchmal, dass sie nur so lange frei sind bis sie an die Grenzen anderer Leute mit anderen Gedankengängen stoßen.

In Gedanken pflück ich Rosen.

Der andere Gedankengänger bevorzugt vielleicht die Dornenhecke.

Auf langen Spaziergängen toben die Gedanken schon mal gedankenlos durcheinander. Aber selbst im Wald sehe ich dann Leute,

die sich nur mit ihren Handys beschäftigen und sich der weit verbreiteten Gabe stellen, denken zu lassen anstatt sich selber auf einen Gedankenweg zu machen:

Dabei kann man gerade im Wald sein Gedankengut aufpolstern, den Kopf frei werden lassen. Doch das ist nicht mein Problem, sondern das der Handy-Affinen.

Voller Gedanken schließe ich nun diesen Beitrag und bemerke:

Ich habe viel geschrieben, aber nicht viel gesagt.

Oder doch?


Guten Tag, Gruß Silvia


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