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Samstag, 26. März 2016

26. März 2016 - ARD - Beste Freunde - Die Geburts-Stunde des Ballspielvereins Borussia Dortmund




Franz Jacobi - Am Borsigplatz geboren

Wennze am Borsichplatz geboorn biss, hasse erss mal nich so gute Kaaten.
Gleich hinterm Baahnhoff fänkt das Vieetel an.

Gesprochen hört sich das authentisch und vielleicht auch lustig an, aber es gibt immer weniger Menschen, die diesen Slang verinnerlicht haben. Zeiten ändern sich, Menschen auch ...

Die Triebfedern des BVB's  lagen bei Hoesch und den vielen Brauereien, die es in Dortmund gab. Denn neben dem Fußball wurde die Stadt als zweitgrößte Bierstadt der Welt bekannt.

Insgesamt gab es achtzehn Gründungsmitglieder des Ballspielvereins Borussia Dortmund. Auf einem Friedhof haben sie eine gemeinsame Grabstelle mit achtzehn Steinen - für die  Urgesteine eines inzwischen weltbekannten Vereins. Ich muss mal hin - denn ich war noch nie dort.

Und ehrlich gesagt - ich wusste bis gerade eben überhaupt nichts von diesem gemeinsamen Monument der Menschen, die diese schöne Stadt auf Vordermann gebracht haben.

Im Ersten Weltkrieg starben 8.100 Dortmunder Männer - und auch die Fußballer des Vereins wurden eingezogen. Aus dem Feld stammt ein Lied, das einer von ihnen getextet hat, von dem jedoch nur noch die eine Zeile im deutschsprachigen Raum bekannt ist:

"Aber eins, aber eins, das bleibt besteh'n, Borussia Dortmund wird nie untergeh'n". - Durchhalte-Parole in einer schlimmen Zeit.

Als Trost für die Kämpfe im Feld schickten Fans den Fußballern, die nun an der Waffe Dienst tun mussten, Briefe. Viele Briefe.

Das war die Geburt der BVB-Familie.

1923/24 bauten etwa 10.000 Helfer ein Borussia-Stadion, und dennoch waren die 5.000 Reichsmark, die der Verein aufbringen musste, eine harte Aufgabe. 15.000 Zuschauer fasste dieses Stadion.

Heute gibt es den Signal-Iduna-Park - das offensichtlich schönste Stadion der Welt.

Und eine Signal-Wirkung hat auch der heutige Fan der Borussen noch immer  im Sinn - er fühlt sich  wie das Mitglied einer  großen Familie - gut so.

Wenn auch heute der Profit im Vordergrund steht und Fußballer ungleich mehr Ansehen und Reichtum erwerben können - ein bisschen von dem Charme der Anfangszeiten hat sich der Verein bewahrt. Das schweißt zusammen.

Die Zeiten haben sich geändert, die Liebe ist die gleiche geblieben.

Und auch ohne Fußball-Fan zu sein, bin ich froh, in dieser Stadt geboren worden zu sein.

Guten Abend, Gruß Biene

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