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Freitag, 18. März 2016

18. März 2016 - Vox - Das perfekte Dinner - Das Wunsch-Menü - Freitag in Petershagen bei Berlin bei Sven


Vorspeise: Feines Würzfleisch vom Hähnchen mit Käse überbacken, dazu Zitrone, Worcester-Soße und Toast
Hauptspeise: Selbstgemachte Kartoffelpuffer mit Iberico-Schweine-Filet, dazu knuspriger Bacon und Preiselbeeren
Nachspeise: Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster


Sven muss Inas Wunsch-Menü kochen


Zweihundertzehn Zentimeter Frohsinn

Sven war lange Jahre Basketball-Profi und hat in der deutschen Nationalmannschaft gespielt. Eine verführerische Anfrage des NBA hat er abgelehnt, 100.000 Dollar hin oder her. Pro Monat? Pro Saison? Keine Ahnung.

Mit Manfred, dem langjährigen Freund, bereitet er sein Dinner vor. Kennen gelernt haben sich die beiden, als der Zwei-Meter-Zehn-Mann mutig einen Dieb verfolgte. Mutig für den Dieb, Denn wehe, Sven wäre nicht vor der Ergreifung desselben durch eine  Autoscheibe aufgehalten worden ... und Manfred war zur Stelle, um die Wunden zu versorgen.

Des weiteren lasse ich ausnahmsweise Svens Labrador Fred zu Worte kommen:

Herrchen bekommt Besuch

Uups, diese Leute kenne ich überhaupt nicht, die gehen sonst nicht bei uns ein und aus. Die Frau mit den heute in stundenlanger Prozedur glatt gefönten Haaren behauptet, sie hat auch Hunde. Ja, die habe ich im Fernsehen gesehen. Hunde sind sie - aber nicht mehr lange, wenn sie die Kollegen weiter so behandelt, in Kleidchen wickelt und von Arm zu Arm reicht ...

Der lustige Joel ist irrational skeptisch und kritisch. Ob ich ihn mag? Das weiß ich nicht, denn auf seine Mode fahre ich als Natur-Bursche selbstverständlich nicht ab. Da muss schon ein guter Kerl hinter dem Beruf her, um mich zu überzeugen.

Und diese Ina! Süß sieht sie aus, zu süß für meinen Geschmack. Wenn ich einmal an der Leine ziehe, fliegt sie durch die Luft. Aber heute fliegt Herrchen durch ihre Luft: Sie hat so viel von meinem Herzblatt erwartet! Und angeblich sooo wenig bekommen.

Herrje! Ich sage es mal mit der Weisheit meiner elf Hundejahre: Sie hat sich ihr Wunsch-Menü nach dem selben Muster ausgesucht wie Joel seines:

Mit dem dringenden Versuch, durch ein paar Menü-Zeilen einen Gegner auszuschalten.

Ich sage immer, wenn Helene F. singt, schmerzen meine Ohren. Das halten nur ihre Fans aus, und dazu gehört Ina.

Leon ist nicht minder kritisch. Natürlich "kann" er Kaiserschmarrn, weil jeder das kann. Bei ihm heißt es aber Leon-Schmarrn.

Mir hingegen geht es runter wie Öl, als meinem Sven beinahe die Tränen kommen, nachdem er erzählt hat, wie alt ich schon bin. Klar, für einen großen Hund wie mich sind elf Jahre ein stolzes Alter und das Ende absehbar.

Ich werde aber nie aus seinem Herzen verschwinden.

Und ich denke, er hat sich in die Herzen der Zuschauer gekämpft, wie er einst als Basketball-Profi in das Herz der Spiele gezielt und getroffen hat, mitten ins Netz.

Nur sechsundzwanzig Punkte bekommt er.

Es gewinnt Hair-Top-Intelligenz-Model Leonie. Ich gönne es ihr.

Sie benötigt dringend eine neue Wohnung - und die 3.000 Euro Sieg-Prämie wären eine Kaution.

Gruß, euer kluger Fred

Fazit

Es war eine Woche wie viele. Mit drei Hunden und fünf Menschen. Zwei der drei Hunde haben keine Stimme, sondern werden dominiert und verniedlicht. Der dritte, Fred, hat sicher ein schönes Leben und ist seinem Alter gemäß gelassen.

Menschen wie Leonie haben genervt in dieser Woche, aber auch Ina hat mich leicht irritiert:

Da stimmen viele Dinge nicht zusammen.

Sven ist der Sieger meines Herzens, wenn auch ein guter Teil davon dem tollen und gelassenen Fred gehören. Ab jetzt und für lange Zeit.

Guten Abend, Gruß Biene


1 Kommentar:

  1. Wie erfreut war am noch am Dienstag über diese angeblich nette Runde in meiner Heimatstadt.
    Endlich mal Kandidaten die ins Bild passen, bis auf Noel
    die typischen Berlinbewohner.

    Ich sage das bewusst, denn richtige Urberliner ohne Zweitwohnsitz in der Schweiz u.s.w. gibt es beim PD nicht.

    Auch Sven wohnt in Petershagen, aber das ist Vorort.

    Nun haben wir Berliner nicht gerade den Ruf Meisterköche zu
    sein.
    Zu Recht!!!!!!

    Liebe Ina, ich mochte dich trotz deiner Unbedarftheit, trotz deiner Unkenntnis über die einfachsten Zubereitungsarten von Hausmannskost.

    Dein Wunschmenü aus DDR-Zeiten hat es so hier nie gegeben.

    Das weißt du auch aber bis auf das Iberecofilet beharrst
    du weiterhin darauf.
    Kartoffelpuffer zu Fleisch..... , die aß man mit Zucker, mit Apfelmus oder pur.

    Ich will gern glauben, dass das Würzfleisch so nicht gedacht war. Sven hat sich da mit einer braunen Einbrenne
    keinen Gefallen getan.

    Egal wie es zubereitet ist, als Vorspeise mit Kalb oder Huhn bekam man immer eine zarte Variante ähnlich einer
    Hollandaise.

    Da war Zitrone oder Weißwein drin, die Soße
    mit einem Eigelb abgezogen. Oft waren Chamignonscheiben oder
    Spargelspitzen enthalten.

    Wenn ich die mache ist das schon optisch ein Gedicht.

    Der Käse wird zum Überbacken auf das Schälchen getan und ganz leicht gebräunt.

    Sven ist ein toller Typ, er hätte auch aus diesem seltsamen
    Menüwunsch etwas machen können.

    Er hat einfach gedacht, sein Sößchen reißt es raus.

    Nun wollte Ina das Filet scheinbar als Steak oder Medaillon
    haben.
    Warum sagte sie das nicht? Das hätte den Wunsch, ohne Soße,
    verständlicher gemacht.
    Vielleicht mit einem Dip?

    Ja, auch die so harmlos scheinenden Kandidaten haben es
    faustdick hinter den Ohren.

    Über die Siegerin sage ich nichts mehr, sie hat unverdient gewonnen aber wenn Joel an ihrer Stelle die Prämie bekommen
    hätte, wäre meine Laune im Keller gelandet.

    Sieger der Herzen war Sven.
    Das wird ihm genügen müssen.

    Hier kommt die Sonne raus, ich werde mal Ragout fin zubereiten oder doch lieber nach Leonies Rezept Puffer kochen?

    Ja wir Ossis sind schon Feinschmecker, auch 25 Jahre nach
    der Wende immer noch traditionsbehaftet.
    Achtung:Ironie-Ende

    Gruß aus der Sonne, Anna

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