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Donnerstag, 17. März 2016

16. März 2016 - Vox - Das perfekte Dinner - Das Wunsch-Menü - Mittwoch in Berlin bei Ina

Das T-Shirt, das Ina tagsüber getragen hat - neulich bei Karstadt fotografiert
Vorspeise: Linsensuppe mit Speckwürfeln und gerösteten Zwiebeln
Hauptspeise: Kohlroulade mit brauner Soße, Salzkartoffeln und Butter
Nachspeise: Rhabarberkuchen mit selbstgeschlagener Sahne


Ina muss Joels Wunsch-Menü kochen


Ina im Neu-Land

feiert heute eine Dreifach-Premiere, denn noch nie hat sie eines der Menü-Bestandteile gekocht oder gebacken. Eine bessere Ausgangsposition für sein Wunsch-Menü hätte Joel sich gar nicht denken können.

Als er 1991 nach Deutschland kam, hat er eben diese drei Dinge ziemlich als erste von den typisch deutschen gegessen - und sie nun tief aus seiner Gedächtnis-Kiste gekramt.

Inzwischen sind fünfundzwanzig Jahre vergangen, das Dinner feierte letzte Woche sein zehnjähriges Bestehen - und Joel ist etabliert genug, um zu wissen, dass allein die Zusammenstellung kein perfektes Dinner, und ein Sieg somit von vorne herein beinahe unmöglich ist.

Ina hingegen freut sich über das von ihr per Losverfahren gezogene Dinner, denn sie hat etwas ganz anderes erwartet. Und zeigt den Zuschauern voller Stolz ihren "Gewürz-Schrank", in dem mir ausschließlich die

Fertig-Brühen auffallen.

Keine Zeit mehr gehabt, diese zu verstecken?

Als das in etwa genaue Gegenteil zur lauten Leonie kommt Ina völlig sanftmütig mit unschudigen Blicken über den Schirm - und einzig ihr ständig gebrauchtes Wort "drinne" kratzt an den Nerven und weckt mich stets und immer wieder kurz vorm Einschlafen. Ein Wort wie eine Folter!

In der Küche hilft ihr Mann Mario, den sie einst am Strand von Rostock-Warnemünde kennen gelernt hat. Und damit das sehr stille Paar zwischendurch lärmende Momente erlebt,

haben sie gemeinsam ihre Liebe zu der Gruppe "Rammstein" entdeckt. Solche Aussetzer erfährt man sicher selten über Leute, die eigentlich Helene-Fans sind.

Ob es ihr Traum wäre, Rammstein und die Fischer gemeinsam auf einer Bühne zu erleben? Die Schöne und die Biester? Oder würde die Schöne bei solch einem Auftritt bewusstlos umfallen oder endlich gehörlos werden? Wäre ein Segen für die Anti-Fischer-Fraktion, die immer mehr anwächst.

Wie von Joel geplant, bekommt Ina nur wenige Punkte - insgesamt siebenundzwanzig - und clever hat er gezeigt, wie eine Gegnerin auch mit einfach zuzubereitenden Gängen baden gehen kann.

Die Unschuldige und ihr tiefer Blick in die Linsensuppe: Die hätte sie besser verkaufen müssen, um sie der Konkurrenz schmackhaft zu machen. Oder den Schwarzen Peter unverzüglich weiter geben sollen.

Noch nie hat jemand - abseits vom Wunsch-Menü - solche eine Reihenfolge auf den Tisch gebracht. Hier hätte man allein die Zubereitung bewerten dürfen - und da würde ich mal schätzen, wäre Ina mit acht Punkten belohnt worden.

Und ganz ehrlich: Für solch ein unter dem Namen perfektes Dinner laufendes Menü - wäre die Rache an Joel meine. In der Hinterhand hätte ich schon mal fünf Punkte für ihn.

Guten Morgen, Gruß Biene


1 Kommentar:

  1. Joel , ich habe dich durchschaut, war auch nicht schwer.
    Seit gestern hast du fast alle Sympathien verscherzt.

    Ein Menü 1991 gegessen und den Geschmack immer noch auf der
    Zunge?
    Er hätte mal sagen sollen wo er das gegessen hat, in einer
    Berliner Eckkneipe?
    Die braune Soße würde passen. Gibt es beim Großhandel in 10 Liter-Eimern.

    Ina hätte mal in ihren Gewürzschrank fassen sollen, eine
    Fertigsoße in braun wäre bestimmt zu finden gewesen und
    alle hätten sie gelobt.

    Beim Mischhack hätte sie schummeln können, wie will er bei
    dem dominanten Kohlgeschmack das bisschen Rind heraus schmecken.

    Der Rhabarber war eine böse Falle , der ist nur jährlich kurze Zeit genießbar.

    Warum duldet Vox Vorgaben die nicht erfüllbar sind oder
    haben die Daniels auch keine Ahnung?

    Nun habe ich als Ossi so meine Zweifel bezüglich des erstmaligen Kochens der Gerichte.

    Wir mussten Fantasie haben , Kohl gab es immer, Hackfleisch
    auch.
    Kohl wurde im Winter mit Mettklößchen, gefüllt oder als
    Eintopf verarbeitet.

    Eine am Kochen interessierte Frau wie Ina hat der Mama
    bestimmt über die Schulter geguckt.

    Ihre Exemplare sahen gut aus und dieses leichte Anbrennen
    mache ich immer absichtlich.

    Fond für Soße entsteht nun mal nicht so leicht, Tomatenmark hätte auch für Farbe gesorgt.

    Wir nehmen immer Reste von eingefrorener Bratensoße dazu.
    Vorrangig Ente. Schmeckt lecker.

    Das ist aber keine Essen was ich Gästen vorsetzen würde
    schon gar nicht bei einem Dinner.

    Die Linsen waren auch zu mächtig.
    Ich habe in einem Restaurant Linsen gegessen, die waren passiert. Das war ein kleines, feines Süppchen, kein Eintopf.

    Also Ina lief gestern ins offene Messer.

    Sie war eine gute Gastgeberin, mir hat es gefallen.
    Biene, die Sprache ist ihrem Dialekt geschuldet, sie kommt
    von der Küste.

    Berlinern wäre schlimmer, ich weiß das, ich mache das
    manchmal.

    Punkte waren ungerecht, 8 hätte ich gegeben.
    Gruß aus der Sonne , Anna

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