Freitag, 19. Januar 2018

18. Januar 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Paderborn bei Hubertus

Vorspeise: Variationen vom Grünkohl:  Grünkohlsuppe mit „Bregenwurst“, dazu Grünkohltafeln auf Flammkuchenbasis
Hauptspeise: Porterhousesteak, dazu Kartoffelschaum und gebratene Fenchel-Möhren
Nachspeise: Zimt-Parfait an Schaumröllchen


Friederike und Hubertus

Friederike legte harmlos los, dass man zunächst hoffnungsvoll denken konnte: So schlimm wird es nicht werden. Schon wenig später wurde sie zum Orkan hochgestuft,

und hier gingen die Sirenen los, die uns warnen sollten, nach draußen zu gehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals Alarmsirenen wegen eines Sturms zum Einsatz gekommen sind ... und war froh, die nächsten Stunden in sicheren Räumen verbringen zu können.

Die Deutsche Bahn stellte ihren Betrieb vollständig ein, Busse und Bahnen der Stadt konnten keine Pünktlichkeit mehr garantieren - und für die nächsten Tage gilt hier "Waldbetretungs-Verbot".

Friederike ist längst vom Ruhrgebiet aus weiter gezogen (das Ausmaß ihrer Wut werden wir nach und nach zu sehen bekommen),

als Hubertus sein Dinner geben darf.

Im Gegensatz zu Friederike hat er die Ruhe weg und ist ein freundlicher Mann, der seinen Koi-Teich und den dazu gehörigen japanischen Garten liebt. Hubertus träumt davon, einmal nach Japan zu reisen - wenn es klappt mit der Reise, könnte er dort durchaus ein oder gleich mehrere Erdbeben erleben. Falls ihm der heutige Sturm nicht gereicht hat.

Seine Chance, diese Reise unter anderem durch einen Gewinn beim perfekten Dinner zu finanzieren, stehen gar nicht so schlecht,

denn mit 34 satten Punkten führt er  bislang die Riege an. Gefährlich kann ihm nur noch Kerrin werden, die nicht nur am letzten Dinner-Tag dieser Woche kocht,

sondern gleichzeitig auch das

3.000 Dinner seit Beginn der Sendereihe bestreiten darf.

Der hohen Punktzahl für Hubertus steht eine ziemlich seltsam aussehende Vorspeise entgegen. So könnte sein Teich aussehen, wenn er ihn lange Zeit nicht säubert - mit viel Grünspan. Aber vielleicht schmeckt die Grünkohlsuppe?

Der Hauptgang zeigt auch Schwächen, die er noch selber betont. Kann der Nachtisch das ausbügeln? Offenbar!

Insgesamt kommt mit Hubertus und den oft stumm am Tisch sitzenden Gästen ein bisschen Langeweile ins Tagesprogramm,

die wir nach all der Aufregung mit Friederike gut gebrauchen können.


Guten Morgen, Gruß Silvia

Donnerstag, 18. Januar 2018

17. Januar 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Paderborn bei Sabine

Vorspeise: Erbsen-Cappuccino mit Minz-Milchschaum und gelben Frischkäsepralinen
Hauptspeise: Hähnchenbrustspirale, gerollt in Salbei-Thymian-Kruste, dazu kleine geschmorte salzige Cherrytomaten am Stiel und grüne Bandnudeln mit Pesto aus Rucola
Nachspeise: Apfelgratin mit Mascarponecreme auf Sandstreuseln


Es spielt keine Rolle, wie du Golf spielst,
sondern mit wem                                        Zitat von "Unbekannt"


Bereits im engen vollgestopften Flur verliere ich den Überblick, der mir dann in der Küche und Essecke noch mehr abhanden kommt. In einem Labyrinth könnte ich mich kaum mehr verirren als in diesen Fernseh-Bildern. Hochachtung, dass Sabine hier den Überblick nicht verliert, aber das ist auch eine Sache der Übung.

Sabine hat zudem noch zwei Mitbewohner, die ein kleines, niedliches Baby "Nathan" haben. Allerdings ist Frühchen Nathan nicht erst 2 Monate alt, wenn er im Juni 2017 geboren wurde - und ich davon ausgehe, dass die Dreharbeiten etwa im November stattfanden. Bei einem Geburtstag zählt nicht der errechnete Geburtstermin, sondern der tatsächliche. Sonst müssten jede Menge Menschen sofort beim Einwohnermeldeamt ihre Daten ändern lassen. Alle Sternzeichen gerieten durcheinander. Und die Naegelsche-Regel würde für alles die Grundlage bilden.

Das Lebenselixier für Sabine heißt hingegen nicht wirklich Naegele, sondern Golf:

Alles in der Wohnung ist absolut vergolft, und anstatt Fliesen an der Küchenwand hat sie künstliches Gras dort angepinnt. Ist das nicht schwierig, sauber zu halten?

Kaum haben die Gäste Aperitif und Vorspeise intus, geht es auch schon hinaus in den Flur zum Golf-Turnier,

und ich bin froh, dass Sabine keine Trapez-Künstlerin ist,

denn dann müssten ihre Mit-Kandidaten jetzt an der Decke und an Seilen Verrenkungen vollziehen.

Offenbar gefällt ihren Gästen dieses seltsame Unterhaltungsspiel zwischen den Gängen, und sie golfen auf Geheiß sogar um die Wette.

Dinner goes Golf. Oder: Wie absurd ist das denn?

Wer sich beim Dinner bewirbt, sollte möglichst ein bisschen Ahnung vom Kochen haben - aber nein, das reicht ab sofort nicht mehr aus,

weil noch ganz andere Talente gefragt sind, die mal so überhaupt keinen Bezug zu einem netten Abend haben.

Sabine bekommt 32 Punkte, und wenn die anderen Kandidaten das meinen -

soll es mir recht sein.

Kurz vor der Punkte-Vergabe holt Sabine zur Unterstützung noch den schläfrigen und müden Nathan aus dem Zimmer seiner Eltern, um

den Abschluss ihres Dinners mal so richtig süß zu gestalten.


Guten Morgen, Gruß Silvia - und seid alle vorsichtig im Sturm "Friederike", die heute jedes Golfspiel verhindert



Mittwoch, 17. Januar 2018

16. Januar 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Paderborn bei Michael

Vorspeise: Avocado-Apfel-Tatar, dazu Feigen und Datteln im Speckmantel
Hauptspeise: Lachs mit Tomaten-Shrimps-Kruste, Knusperkartoffelstapel und Rahmwirsing
Nachspeise: Zwetschgen- und Apfeltiramisu


Oldies but Goldies

Als die Crew bei Michael eintrifft, läuft gerade der Oldie-Sender WDR 4, und ich kann nur vermuten, dass gerade

"One Moment in Time"

läuft, aber zu hören ist nichts, und der Neu-Rentner Michael und seine 62jährige gleichaltrige Frau Mechthild dürfen trotzdem ihren großen Moment mittels eines Fernseh-Auftritts erleben. Nebenher erwähnt Daniel, der zwar nicht (und nie) anwesend ist, aber sich überall so herrlich ironisch einmischt, dass er für eben diesen Sender auch moderiert.

Kaum ist das Radio aus, rauscht die nächste Beschallung herein: Sabine hat ihr Kommen am Vortag und für den Vormittag dieses Tages angekündigt, um ein Mettbrötchen bei Michael zu essen. Doch der Gute hat überhaupt kein Mett und kein Brötchen!

Ich komme aus Westfalen, und mir würde es im Traum nicht einfallen, jemanden zu Hause zu überraschenfallen, den ich erst seit einem Tag kenne. Doch die Ost-Westfalen können da schon ganz anders ticken ...

Früher hat Michael als LKW-Fahrer und später als Busfahrer gearbeitet. In seinem LKW lautete sein Dinner nicht selten:

Dosen-Ravioli!

Heute gibt es eine Vorspeise, an die ich in der Form noch nie gedacht habe: Avocado-Apfel-Tatar! Schmeckt das denn? Oder hat sich hier einfach nur im Gegensatz zu Michael und Mechthild das unkompatible Gemüse-Obst-Paar verheiratet?

Auch der Hauptgang hat seine Schwächen, aber ist durchaus eine immense Steigerung  zu Dosen-Raviolis.

Der Nachtisch, der eine fette Kuchenplatte für jeden ist, macht Michael dann große Angst.

Hier fehlt mir der Bezug zu seiner Angst, denn

der Kuchen war bereits vor Eintreffen der Dreh-Mannschaft fix und fertig. Na ja, außer den paar Sahnetupfern - um ein schlechtes Gewissen zu vertuschen? Die mächtigen Törtchen kann jeder zubereitet haben, aber niemals jemand, der "Angst" vor Nachtischen hat.

Zum Glück kommt Ablenkung ins Fernseh-Geschehen, denn der "Betten-Regisseur" ist wieder am Werk und schickt zwei Leutchen in dieselben,

damit auch diese Woche nicht ganz ohne Aufreger bleibt.

Michael bekommt 32 Punkte. Ein bisschen viele! Doch wenn ich mich erinnere, wie Sabine ihr Essen hineingespachtelt hat -

auch wieder logisch.


Guten Morgen, Gruß Silvia




Dienstag, 16. Januar 2018

15. Januar 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Paderborn bei Reiko


Vorspeise: Tomatensuppe mit Gin
Hauptspeise: Thunfisch mit Weizen-Risotto und gemischtem Gemüse
Nachspeise: Maroneneis mit karamellisierter Birne und Zabaione


Realität ist eine Illusion,
die durch Mangel an Alkohol entsteht - geflügeltes Wort

Reiko hat schon lange viel mit Alkohol zu tun, denn als Barkeeper sind ihm weder die geistigen Getränke noch die geistreichen Gespräche der Alkoholisierten fremd.

Heute betreibt er als Selbstständiger einen Food-Truck, der wohl eher ein Cocktail-Truck ist und für Events jeglicher Art gebucht werden kann. So kommt diese Sendung, kurz vor der Hoch-Zeit des Karnevals genau richtig -

denn man vergisst keinen einzigen Moment, warum Reiko am Dinner teilnimmt. Plötzlich schmecke ich den letzten Schluck Bier auf der Zunge,

und sage mir: Du bist doch eine Banausin: Trinkst Bier, obwohl es so viele schöne Cocktails gibt!

Doch selbst nach einer Stunde Werbung für gemixte Alkoholika kann ich mich nicht dafür begeistern,

verstehe aber Reikos Intention, denn wo gibt es solch umfangreiche Werbung völlig kostenfrei - und obendrein sogar die Möglichkeit, 3.000 Euro zusätzlich zu gewinnen?

Aber es hilft alles nichts: Zwischendurch muss er auch kochen!

Nach Tomaten bin ich zwar regelrecht süchtig, doch seltsamerweise mag ich überhaupt keine Tomatensuppe, da hilft mir auch ein Schuss Gin nicht weiter. Doch da die Suppe ziemlich gelobt wird, sage ich mal okay dazu. Ich muss sie schließlich nicht essen.

Jedoch stößt mir die brutale Pfannengewalt gegen den wehrlosen Thunfisch auf: Das kann eigentlich kein Genuss mehr sein, aber selbst das sehen einige der Gäste ein bisschen anders.

Zum Abschluss kommt das Dessert - nein, nicht einfach auf den Tisch! Es wird in seinem Cocktail-Truck zelebriert,

und mit gut gefüllten Gläsern stehen die Gäste im strömenden Regen davor, um zuzusehen, wie er Birnen karamellisiert und Eis auf die Teller trägt.

Nur die Vox-Crew steht möglicherweise im Regen - doch wofür gibt es Praktikanten mit riesigen Regenschirmen, die nicht nur das Equipment schützen,

sondern auch die Hauptakteure hinter der Kamera?

Reiko bekommt satte 31 Punkte.

Zumindest ist heute am Montag noch alles Friede, Freude,

Cocktail-Truck.


Guten Morgen, Gruß Silvia






Montag, 15. Januar 2018

15. Januar 2017 - Raketenalarm auf Hawaii

Hawaii/Maui


Raketenalarm auf Hawaii

13. Januar 2018, kurz nach 8.00 Uhr morgens Ortszeit: Eine Eilmeldung wird auf alle Mobilfunktelefone geschickt:

"Bedrohung durch ballistische Rakete Richtung Hawaii. Suchen Sie umgehend die Schutzräume auf. Dies ist keine Übung."

Was denkt man in solch einer Situation, in der man glaubt, die schrecklichste aller Möglichkeiten wird Wahrheit?

Was hätten die Menschen auf Hawaii noch vor ein paar Jahren über solch eine Nachricht geglaubt, und wäre dann eine eben solche Panik ausgebrochen?

Nichts mehr mit Hang Loose am 13. Januar, sondern schnell weg in Schutzräume - hieß es für viele. Und Todesangst für mehr als eine halbe Stunde,

die man sicher mit Worten nicht transportieren kann.

Die Hawaii-Inseln liegen ungeschützt im Pazifik - zwischen dem Super-Auftrumpfer Trump und dem nicht minder großkotzigen Kim Jong un - und Honolulu war vor langer Zeit schon einmal das Ziel eines Angriffs  - doch damals befand man sich im 2. Weltkrieg.

Wie nah ist ein atomarer Anschlag heute in den Köpfen als Möglichkeit verankert?

Wie fragil ist die Welt?

Präsident Trumps Golfspiel wurde von dem Desaster auf Hawaii - offenbar durch das Drücken eines falschen Knopfes ausgelöst -

nicht tangiert.

Bis gestern gab es von ihm kein Statement dazu.

Er muss sich vielleicht noch überlegen, wen er hierfür

wieder beleidigen kann.

Ohne viele Worte, aber mit vielen Gedanken hinter dem Geschehen sage ich


Guten Tag, Gruß Silvia



Samstag, 13. Januar 2018

13. Januar 2018 - 100 Erlebnisse, die man sich verkneifen sollte - 10. Warnung: Ein Muttersöhnchen heiraten ...

100 Erlebnisse, die man sich
verkneifen sollte

10. Warnung

Ein Muttersöhnchen heiraten

Sicher kann es sehr erhellend sein, mit einem Muttersöhnchen eine kleine Affäre zu haben, denn er weiß ganz genau, wie man Frauen behandelt und wird sich niemals zu bösen Dingen gegenüber einer Frau hinreißen lassen,

denn das hat ihm seine "Mutti" bereits aus Selbstschutz und in vielen Lektionen beigebracht:

Er wird sich stets frische Unterhosen anziehen, wenn er ein Date hat, ein perfekt gebügeltes Hemd tragen und duften wie ein Weihwasserbecken, nur mit einem von einem Designer kreiertem Wässerchen.

Ob er dann allerdings in einem Restaurant, wenn es ans Bezahlen geht, seine Geldbörse lockert, ist nicht ganz sicher,

denn bislang hat ja die Mami immer bezahlt.

Trotzdem lohnt er sich immer noch für eine etwas umfangreichere Studie, denn wer möchte in seinem Leben schon irgendetwas versäumen?

Anders sieht die Sache aus, wenn man sich vor lauter Liebe und der dazu gehörenden Blindheit gegenüber der Realitiät dazu hinreißen lässt und dieses

Mama-Kind heiratet.

Dann hakt es überall, und wenn es ganz schlimm kommt, fängt der Stress im Flur an:

Sie hängt ihren Mantel nicht auf einen Bügel an die Garderobe, sondern wirft ihn geradezu und lässig einfach drüber. Ordnung lieben die meisten Mutter-Söhnchen, denn sie müssen sie nicht selber halten, verlangen jedoch von anderen, diese von Mama aufgestellten Regeln strikt einzuhalten.

Im Wohnzimmer liegt die Fernbedienung natürlich in seinen Händen, denn das war schon bei der Mama so - geduldig hat sie sich reingezogen, was Söhnchen wollte.

Die Küche ist schon ein größerer Spielball der Verdammnis: Denn natürlich kocht sie nicht wie Mama,

und da nützt es auch wenig, wenn Mama ihrer Schwiegertochter einen Kochkurs verpasst - denn sie, die liebe Schwiegertochter lernt es sowieso nie - wie Mama ihrem Söhnchen dann mit einem Kopfschütteln, Tränen in den Augen und kaum verborgener Bosheit verklickern muss.

Heikel wird es im Schlafzimmer, denn dort kann sie dem so von der Mama verehrten Söhnchen etwas geben, was die Mutter nicht gekonnt hat -

und er schämt sich, denn diese Sache zwischen Bienchen und Blümchen hat ihm die Mama zwar erklärt,

aber nirgendwo ist ein Bienchen oder ein Blümchen zu sehen. Und im Ernst wollte seine Mama ohnehin nie,

dass er es den Bienen nachmacht.

Also trifft man sich im Badezimmer, falls er es am frühen Morgen mal zu ihrer Nutzung freigibt,

denn propper und piek-sauber ist das Kerlchen.


Bitte nicht ernst nehmen, ist nur ein Joke - und ich kannte noch nie ein Muttersöhnchen. Ich hatte Glück.


Guten Tag, Gruß Silvia

12. Januar 2018 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Marrakesch bei Sabine

Foto: Marrakesch/Brigitta R.

Vorspeise: Garnelen in Mandelkruste mit einer rote Linsen-Kokos-Suppe
Hauptspeise: Rinderfiletspieße mit Gemüse und Kartoffelgratin
Nachspeise: Tajine aus karamellisierten Früchten und Kaiserschmarrn


Der Mann, der mehr wusste ...

als die anderen, und der sich erstaunt gibt, dass seine Konkurrenz am Ende nicht so viele Punkte hat wie er selber: Hinrich himself, heute als

Schauspieler unterwegs.

Würde Hitchcock noch leben, er hätte Hinrich in seinen auch in Marrakesch spielenden Klassiker "Der Mann, der zuviel wusste" als die böse Figur am Rande integriert, die mehr als alle anderen von gewissen Untaten weiß.

Sabine lebt mit ihrem marokkanischen Mann ihren Traum von einem 7-Zimmer-Hotel, und sie kann sich zurücklehnen, um auf neue Gäste zu warten, die ihr mit Sicherheit die Bude einrennen werden.

Sie ist freundlich, großzügig und

gönnt am Ende Hinrich den Sieg, weil sie glaubt, er wäre verdient.

Selber bekommt sie 32 Punkte, und somit ist die die eigentliche Gewinnerin dieser unsagbaren Chose rund um einen Mann, der Hinrich heißt.

Immerhin bekommt sie von Hinrich die meisten Punkte, zu denen er sich in dieser Woche herablassen kann: Ganze 6 Zähler,

und das ist - meinetwegen - zum ersten Mal so etwas wie fair von ihm bewertet.

Kulinarisch konnte Hinrich dieser Woche nichts "entnehmen", redet er sich ein und heraus.

Ich hörte unter der Hand, dass nun in allen Gourmet-Tempeln ein Foto von Hinrich hängt, damit man den Feind direkt erkennt - und gegensteuern kann, falls er mit seinen 3.000 Euro Gewinn nun eine Reise der Genüsse unternehmen will.

Dennoch befürchte ich, dass selbst dekorierte Sterne-Köche seinen Ansprüchen nur schwerlich gerecht werden können.

Am Montag gab Hinrich dem souveränen Hakim 2 Zähler, während er am Dienstag bei Helga eine glatte 3 hinlegte, um sich bei Nazil zu einer 4 zu steigern. Für sein eigenes Dinner hätte er sich 8 oder 9 Punkte zugeschustert.

Soviel zur Wahrnehmung einzelner Personen über ihre eigenen Fähigkeiten und die der anderen.

Er hat geschafft, was Schauspieler eigentlich nicht sollen, um als wirklich gut zu gelten:

Hinrich hat die anderen an die Wand gespielt.

Und nun rollt der Bumerang gnadenlos und unweigerlich zu ihm zurück, denn das Publikum mag zwar die Aufregung,

aber nicht den, der sie verursacht.


Guten Morgen, Gruß Silvia