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Freitag, 1. April 2016

1. April 2016 - Ein bislang unbekannter Film ist aufgetaucht



Der April-Mörder

Vor genau einem Jahr entschloss sich Patricia Hitchcock, endlich einmal den Dachboden ihrer Eltern zu inspizieren, um dort vielleicht Ordnung zu machen. Sicher konnte man ihn vollständig entrümpeln, dachte sie und fragte sich, warum sie nicht gleich eine Firma mit dieser Aufgabe betraute.

Aber das würde sie später veranlassen, nachdem sie einmal grob einen Blick über alles geworfen hatte. Vielleicht würde sie etwas finden, was ihren Enkelkindern gefallen könnte. Auf jeden Fall war ihr klar, dass sie erst einmal selber nachsehen musste, bevor sie Fremden die Aufgabe einer Entsorgung übergab.

Sie stieg die Treppe hinauf und nahm den Duft von etwas Modrigem in ihrer Nase wahr. Ihr schlechtes Gewissen, vermutete sie. Ihre Eltern Alma und Alfred waren nun schon vor einer Ewigkeit verstorben, und Patricia hatte es bisher nie interessiert, von welchen Dingen sie sich in ihrem Leben zwar räumlich, aber dennoch nicht endgültig getrennt hatten.

Die Tür quietschte und ließ sich schwer öffnen, aber mit einem kräftigen Ruck gelang es ihr schließlich.

Natürlich waren das erste, was sie sah, jede Menge Spinnweben. Sie kämpfte sich hindurch und kam sich ein bisschen wie Rebecca vor, die verbotener Weise in der Vergangenheit schnüffelte. Als alte Frau musste sie sehr auf ihre Füße achten, denn der Dachboden war vollgestopft mit Gegenständen. Sie zündete eine mitgebrachte Lampe an, damit es später nicht heißen konnte: Eine Dame verschwindet, weil sie schwer verletzt hier liegen blieb und in Jahren und Jahren nicht gefunden werden würde.

Der Lichtschein fiel zuerst auf eine Gestalt, die in einem Schaukelstuhl saß - und vor Schreck bekam sie kaum den Mund wieder zu: Da war sie, diese Mutter des Norman Bates und Patricia kam sich selber ein bisschen Psycho vor, als sie eine Truhe entdeckte, auf der ein paar Cocktail-Gläser standen. Darin war sogar noch der Hauch einer Flüssigkeit. Cocktail für eine Leiche kam ihr in den Sinn, aber direkt daneben lag eine mannhohe Puppe, die einmal Harry war und immer Ärger gemacht hatte.

Sie nahm die verstaubten Cocktailgläser von der Truhe und öffnete diese. Als erstes erblickte sie ein Kleid. Ein Kleid, das Grace Kelly in Über den Dächern von Nizza getragen hatte.

Sie legte es beiseite und grub weiter in der Truhe. Eine Menge anderer Requisiten aus anderen Filmen kamen zum Vorschein, als sie plötzlich

auf eine Film-Rolle stieß.

Ein Aufkleber besagte, dass es sich hierbei um einen Film von 1977 handelte, der Der 1. April-Mörder heißen sollte.

Aber sie war Alfreds Tochter, sie kannte alle seine Filme - und dieser war ihr nicht bekannt.

So fand Patricia Hitchcock vor genau einem Jahr diesen selbst Experten unbekannten Film ihres Vaters Alfred.

Sie kontaktierte einen ihr gut bekannten Regisseur und man sichtete den Inhalt der Filmrolle.

Tatsächlich handelt es sich um einen, und zwar um den allerletzten Film von Hitch. Ein enorm interessanter Fund für die Film- und Fan-Welt.

Heute, am 1. April 2016, kommt er weltweit in die Kinos.

Er handelt von einem Mann, der nur am 1. April eines jeden Jahres einen Mord mit einer Krawatte begeht und diesen sofort einem Priester beichtet. Der falsche Mann geht hier und da der Polizei ins Netz, denn der wahre Mörder lässt sich nicht finden.

Bis endlich - nach vielen Jahren - ein vorübergehend in Gips gelegter Foto-Journalist diesen Mann in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ausmacht. Sein Fenster zum Hof gibt ihm den Blick auf den Serientäter frei. Von der Polizei wird er danach Der Mann, der zuviel wusste genannt.

Und an einem 1. April heißt es dann, als das Telefon bei der Polizei klingelt, zum letzten Mal Bei Anruf Mord.

Der Täter kann endlich verhaftet werden. Und sitzt nun in der Psychiatrie, in der man ihm mit aller Mühe versucht, auszureden, dass es einen 1. April überhaupt gibt. Beinahe ist er geheilt, denn vom 31. März geht es für ihn ab sofort und direkt zum 2. April über.

Guten Morgen, Gruß Biene

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