Samstag, 5. April 2025

5. April 2025 - Mein Traum vom "perfekten Dinner"



Mein Traum vom "perfekten Dinner"

Ein paar Halluzinationen in der Nacht, während das Bewusstsein schläft und mal lieber, mal nicht so gern in die nächtlichen Bilder eintaucht, auf die man nicht in jedem Fall einen Einfluss hat. Ich lege mich schließlich nicht zum Schlafen in ein gemütliches Bett, nehme eine Lieblings-Stellung ein und formuliere mit lautlosen Worten:

"Ich möchte gern vom "perfekten Dinner" träumen."

Hierzu fehlt mir jeglicher Wunsch und auch nur die entfernteste Idee, warum ich ausgerechnet von dieser Sendung träumen sollte. Lieber würde ich in einer REM-Phase über einen stillen Friedhof traumwandeln ... oder hoch oben vom Glockenturm einer Kirche springen. Oder Ähnliches, was auch nicht wirklich schön ist ...

Aber vor ein paar Tagen habe ich nach etwa 19 Jahren "Dinner"-Konsum in der Nacht von diesem Programm geträumt und fand mich inmitten vier anderer Kandidaten wieder,

die allesamt eher gesichtslos geblieben sind, was nicht gegen sie, sondern gegen meinen Traum-Regisseur spricht, der mich gnadenlos ins kalte Wasser geworfen hat, um mich zu einer Hobby-Köchin hochzustilisieren. Jetzt saß ich an einem

Tisch mit vier fremden Leuten, und einer von ihnen hatte uns allen ein Essen vor die Nasen gestellt, dass ich nicht identifizieren konnte, weil der Teller vor meinen Augen verschwamm als wollte das Gekochte nicht von mir erkannt werden.

Noch schlimmer war der Gedanke, der mir plötzlich kam, als von der rechten Seite auf meine Schulter geklopft wurde und eine Stimme

mir aufmunternd zurief: "Morgen musst du kochen, ich bin schon sehr gespannt ..."

Das war etwas, das ich am Anfang dieses Albtraums beinahe vergessen hatte: wer an dieser Sendung teilnimmt, ist nicht nur viermal Gast,

sondern muss einmal auch selber kochen.

Ich fühlte mich, als wäre ich einmal durch eine Mangel plattgekurbelt worden - und am Ende kam nur noch ein Häufchen Elend zum Vorschein. Hilfe! Erbarmen! Wenn ich schon solch

einen Unsinn träumen muss - will ich gern Gast, aber doch keine Gastgeberin sein!

Mir fiel ein, dass mir nichts einfiel:

ich wusste gar nicht, was ich kochen sollte, noch wusste ich, wo genau mein Haus stand: in diesem wolkenartigen Zustand des eigentlich tiefen Schlafs

war mir so einiges andere ebenfalls entglitten: wer waren diese Menschen, mit denen ich an einem Tisch saß und aß und warum saß ich zwischen ihnen,

obwohl ich nicht einmal

im Traum

eine Bewerbung für diese Sendung abgegeben hatte? - Das immerhin wusste ich sehr genau!

Mir fiel der Löffel aus der Hand und platschte quietschfidel in den Suppenteller, woraufhin sich die Flüssigkeit quer über den Tisch ergoss und

so manche Suppen-Nudel im Gesicht "meiner" Mit-Kandidaten hängenblieb. Der eine hatte nun ein Stücke Möhre in den Haaren hängen, die andere

fand ein Blumenkohlröschen in ihren Ausschnitt wieder - und noch jemand wischte sich Böhnchen von der Hose,

während ich im Erdboden versinken wollte - und das

war gleichbedeutend mit der Ansage an meinen Traum-Regisseur:

Lass mich wachwerden!

Und schon - na ja, lange genug hatte es gedauert - fand ich mich in meinem Bett wieder, halbwach, schwer gebeutelt, schlaftrunken (es hatte viel Wein gegeben)  und mit einer

Dinner-Bewertungstafel,

auf der die Null stand.

Mit meinem Traum-Regisseur muss ich mal ein ernstes Wörtchen reden ...


Guten Tag, Gruß Silvia


4. April 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Oldenburg bei Thomas


„Frankfurter Bub in Oldenburg“
Vorspeise: „Goethe im Dialog mit Graf Anton Günther“ - Dreierlei von Frankfurt nach Oldenburg gebracht: Kräuter / Sauermilchkäse / Cappuccino
Hauptgang: „Wenn die Nordsee auf den hessischen Wald trifft“ - Surf & Turf vom Lachs und Wild / Salicornes / Millefeuille von der Kartoffel
Nachtisch: „Spaziergang auf der Streuobstwiese“ - Beschwipste Birne


Tanzen ist Träumen mit den Beinen
- aus Finnland

Mit vielen Preisen ausgestattet wie auch dem der Europameisterschaft legen Thomas, Tom genannt, und seine Frau Heike ein kleines Stück ihrer tanzenden Vergangenheit aufs heimische Parkett. Und:

sie können es noch!

Das Alter, mehr Kilos plus weniger Kraft zollen natürlich ihren Tribut, aber anmutig sehen beide noch immer miteinander aus.

Ihr Begleiter, der Weimaraner "Samu" wuselt ihnen derweil zwischen den Tanzschritten in die Quere - und ob er wirklich mittanzen will, wie Tom meint ... oder doch nur skeptisch gegenüber diesen Bewegungen ist: wer weiß. Als beider

ständiger Begleiter wird ihm Tanzen allerdings nicht fremd sein.

Tom ist mein Favorit der Dinner-Teilnehmer in dieser Woche: er hat stets mehr als fair bewertet - und falls ihm etwas nicht ganz so gelungen vorgekommen ist, hat er freundliche Kritik dafür gefunden.

Das ist nicht jedem gegeben.

Andererseits ist er kein Kandidat, der sich auf Teufel komm raus bewirbt und dann alles schleifen lässt, weil "Dabeisein alles ist."

Insgesamt ist Tom einer der 60jährigen, die sich in ihren Leben nicht mehr beweisen müssen, weil sie das längst getan haben - und nun aus lauter

Spaß an dieser Sendung teilnehmen.


Das Menü

Mit einer Grünkohlbeilage - seiner neuen Heimat gewidmet - vervollständigt er die grüne Soße, die er als Frankfurter sehr liebt.

Handkäse mit Musik und Apfelwein-Gedöns machen vielleicht nicht jeden froh, aber Tom. Und wer sich all die Zutaten für das Apfelwein-Cappuccino merken kann, der

ist aufmerksamer als ich.

Salicorns kennt Kathrin, und auch ich habe sie schon oft gegessen (meistens in Holland - und leider gibt es die hier sehr selten - besonders, seitdem wir weit und breit

kein Fischgeschäft mehr haben.

Lachs - es gibt bessere Ideen.

Der Nachtisch ist umfangreicher als es die Menü-Beschreibung hergibt: unter anderem gibt es ein Mascarpone-Törtchen mit Schokoladen-Füllung plus Karamell und ein Kirschen-Sorbet.

Tom hat rausgehauen, was geht ...


Fazit

Kathrin gibt viel auf ihre Erziehung, in der sie schon als Kind kulinarische Highlights ebenso kennenlernen durfte wie viele, viele Länder.

Leider mangelt es ihr an Tischmanieren: sie hängt mit beiden Armen auf den Esstischen und gibt kein schönes Bild ab.

Tobias ist durchweg lieb, aber mir fehlt der Zugang zu ihm.

Nicole ist - keine Frage - eine sehr freundliche Frau, die anderer Leistungen in der Küche anerkennen kann. Am besten erkennen kann man ihr Wesen an ihrem aufgeweckten Sohn, der eine kleine Rolle in dieser Woche gespielt hat.

Es gewinnt Valesca.

Die Punkte für Tom: je 8 von Kathrin und Tobias, 9 von Valesca, 10 von Nicole.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. - Wir erwarten hier und heute 11 Sonnenstunden und maximal 17 Grad. Gestern hat sich das Wetter beinahe wie im Sommer angefühlt, heute ist es wieder jahreszeitgerecht.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 4. April 2025

3. April 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Oldenburg bei Kathrin



"Mücke im Reisfeld"
Vorspeise: Grünes Thailand - Gurke / Dumpling / Pilz / Kürbis
Hauptgang: Blaues Japan - Lachs / Teriyaki / Süßkartoffel / Kokos / Brokkoli
Nachtisch: Gelbes China - Yuzu / Meringue


Sie nennt sich Mücke ...

und im Gegensatz zu einer lästigen Mücke, die unsichtbar, aber fordernd laut und aufs Blutsaugen getrimmt ist, weil das ihre Natur ist, die einen sogar in der Nacht wach halten kann -

ist die Dinner-Ausgabe mit der 34jährigen Social-Media-Managerin Kathrin, Mücke genannt, eher wie ein ruhiger Fluss, der nicht über sein Ufer hinaustreten will. Geschichten über frühkindliche kulinarische Genüsse und Reiseerfahrungen wechseln sich ab

in einem Zusammenspiel mit ihrer "mehr-als-nur-Schnibbelhilfe" Lena.

Lena hat sich für "Shopping Queen" beworben und Kathrin als Einkaufs-Begleiterin eingeplant ... wann hat sich jemals jemand derart aufgebrezelt, um als Küchenhilfe tätig zu werden? Die langen, sorgfältig in mehrere Farben und Locken gelegten Haare baumeln über den Essens-Zutaten ...

Ein Aufreger ist das für mich nicht, denn heute regiert vor allem meine Langeweile, denn die drei Kandidaten vor Kathrin haben die Show-Sendung kurzweiliger gemeistert. Woran liegt es,

dass der eine einem unterhaltungsmäßig mehr zu bieten hat, als eine andere? Und das, obwohl Vox sich redlich bemüht, jeden Teilnehmer interessant darzustellen ... ob positiv oder negativ ist dahingestellt, Hauptsache interessant.

Die heutige Sendung ist nicht nur uninteressant, sondern trotz Erzählungen über Reisen und kulinarischer Highlights

unpersönlich.

Selbst ihre Stimme kennt keine Höhen oder Tiefen: ein Gleichklang, der schläfrig machen würde - wenn es nicht noch so früh und wegen der Sommerzeit von draußen so viel vorwitzige Helligkeit in den Raum dringen würde.


Das Menü

ergibt sich aus Kathrins Speisekarte (die oben aufgelistet ist) und beinhaltet keine Überraschungen, obwohl ich mich

frage, was an den Dumplings (außer dem Gurkensalat und ein paar Deko-Sprossen) auf ein grünes Thailand hinweisen?

Auch "Blaues Japan" ist so weit hergeholt, dass es keinerlei Zusammenhang mit der Farbe des Ganges aufweist, der außer einem grünen Gemüsezweig in knall-orange daherkommt.

Selbst in der japanischen Flagge finde ich diesen Gedankensprung nicht ... oder in der von Thailand ... und obwohl der

Lemon-Curd-Kuchen in der Nachspeise gelb ist, gibt es auch hier keinen Brückenschlag zur chinesischen Flagge.


Fazit

In der Sendung "Shopping-Queen" hätte ich die beiden "Köchinnen" Kathrin und Lena eher vermutet, und dort hätte man ihnen das Motto

"Blaues Japan" regelrecht auf die Persönlichkeiten zuschneiden können ... hätten sie dann geahnt, was solch ein Motto überhaupt bedeutet oder wären sie im Kaufrausch einfach ins Blaue gelaufen? Im Bezug aufs

"Dinner" sehe ich keinen Zusammenhang zwischen Motto und Speisen.

Die andere Sendung gucke ich nicht, bin aber sicher, dass beide dort noch zum Zuge kommen ...

Trotz allem, was ich hier schreibe, sehe ich die vorwiegende Begeisterung ihrer Gäste und Mit-Kandidaten:

8 Punkte gibt Tobias, je 9 Nicole, Valeska und Thomas.

Mit 35 Zählern liegt Kathrin am 4. Tag auf dem bislang 2. Platz.

Um 20.15 Uhr sage ich nur noch "endlich geschafft" - ohne meinen Blog, den ich gern füttere, aber für den ich auch diese Vorlage benötige, hätte ich Vox heute bereits früher "abgewählt".

Im Kandidaten-Jargon sage ich: "Ich bin heute nicht abgeholt worden."


Guten Morgen, Gruß Silvia


Donnerstag, 3. April 2025

2. April 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Oldenburg bei Nicole

Glitzerstaub und Kürbis

"Glitzerstaub und Sternenglanz"
Vorspeise: Erbse / Nuss / Kokos / Parmesan
Hauptgang: Rind / Reis / Kürbis / Schalotten / Grünkohl
Nachtisch: Orange / Schokolade / Mandel


Glitzerstaub und Karneval

Es glitzert der gedeckte Esstisch zwischen Sternen und unter der Beleuchtung, die ein Kamera-Team als Verstärkung ins Haus bringt, um alles ins rechte Licht zu rücken.

Die 36jährige Nicole ist als Sozialversicherungs-Angestellte tätig und lebt in Ganderkesee, einem Ort, dessen Bewohner - gemessen an ihrer Einwohnerzahl - wohl öfter an dieser Sendung teilnehmen, als zum Beispiel Dortmunder. Jedenfalls kommt mir das so vor, denn ich höre nicht zum ersten Mal von diesem kleinen Ort, in dem offenbar zur 5. Jahreszeit die Post abgeht,

denn Karneval werde in Ganderkesee großgeschrieben, erzählt die narrenbegeisterte Nicole, und die Gäste dürfen sich ein paar ihrer selbst genähten Kostüme ansehen, überstülpen, sich wundern, bewundern, mit offenem Mund staunen. Besonders gut scheint

Nicole ihr Kostüm als menschengroße Eistüte zu gefallen: die riesigen Eiskugeln, die vor dem Oberkörper herumbaumeln, sehen aus, als wären sie gerade als neuester Trend aus

Only Fans

entwichen.

Der Leidenschaft "Karneval" frönt Nicole gemeinsam mit ihrer Cousine und Schnibbelhilfe Bianca - und eine weitere große Freude kann ihnen Helene Fischer bereiten, deren nächstes Konzert sie sehnsüchtig erwarten. Vox gefällt es,

dazu einen Titel einzuspielen ... manches kann man auch einfach sein lassen. - Ich weiß auch nicht, warum, denn nicht alles kann man schlüssig erklären, aber als die Werbung für Binden bei Inkontinenz eingeblendet wird ... stelle ich fest, dass Lied und Reklame ein passendes Paar abgeben ...

Natürlich ist die Werbung der Zielgruppe dieser Sendung angepasst ... sonst liefe die Publicity schließlich ins Leere.


Das Menü

... und weg von heiklen Themen wie Fischerei oder Inkontinenz-Binden.

Zur Vorspeise serviert Nicole ein Erbsenpüree, serviert in Cappuccino-Tassen samt einer Kokossuppe, die den Schaum des nachgebauten Kaffee-Getränkes simulieren soll.

Neben einem Rinderfilet, am Stück gebraten, rührt sie ein Kürbisrisotto an und vervollständigt das Menü mit Grünkohl-Chips, in der Heißluftfritteuse zubereitet.

Dem einen ist das Risotto nicht schlotzig genug, der anderen gefällt es, weil es noch bissfest ist. Und

für Kathrin ist das Rinderfilet zu roh geraten. Vor dem Bildschirm sehe ich, dass es eher zu durchgebraten aussieht ...

Aufs Kuchenbacken verzichtet die Hobby-Bäckerin, denn sie meint, Kuchen eigne sich nicht als Nachtisch. Da stimme ich mit ihr überein ...

und sehe Nicole Orangenlikör-Parfait mit gebratenen Mandeln servieren.

Es wird erwähnt, dass das Parfait zu alkohollastig ist ... gesehen habe ich, dass sie sehr großzügig mit dem Orangenlikör umgegangen ist und kann die Kritik nachvollziehen.


Fazit

Ein netter Abend mit einem (für mich, sorry an alle Fischer-Fans) überflüssigen Musik-Einspieler, an dem jedoch sowohl Nicole als auch Bianca ihre wahre Freude haben dürften, geht wie immer zu Ende,

und Valeska und Kathrin geben je 8, während Tobias und Thomas je 9 Punkte geben.

Mit 34 Zählern liegt sie am 3. Tag auf dem bislang 2. Platz hinter der 37-Punkte-Abräumerin Valeska.

Ein Lichtblick dieser Sendung war der kurze Auftritt von Nicoles Sohn Jonathan, der sich sehr sicher ist, dass seine Mama gut kochen kann. Die

Punkte bestätigen dies. Ein bisschen Glück ist für diese Challenge allerdings ebenfalls ausschlaggebend - und kein wirklich kleiner Faktor. Zu diesem Glück gehören Sympathie, das Gegenteil davon ... und noch dies und das.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Mittwoch, 2. April 2025

1. April 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Oldenburg bei Valesca


"Ein fast nordisches Menü"
Vorspeise: Norddeutscher Gemüsegarten - Oldenburger Salat / Bunte Rübe / Pumpernickel
Hauptgang: Ein Klassiker mal anders - Zweierlei vom Rind / Pasta e basta!
Nachtisch: Klöntied bi Koffee un Tee - London Fog / Kaffee / Ammerländer Hippe


Manches geschieht nicht, weil keine Kamera zur Stelle ist.
© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil.

Wer hätte früher gedacht, ein Früher, an das sich Jüngere gar nicht mehr erinnern, dass man mit einem Telefon fotografieren kann - neben vielen anderen Funktionen, die fernab des "Einzeltalentes Telefon" liegen. Ich habe seit fast 29 Jahren ein Handy, und in den Anfangszeiten war es natürlich noch kein Allround-Talent, aber ist erst einmal

eine Tür geöffnet, können viele eintreten - Ideen, Verwirklichungen, Weiterentwicklungen, Gefahren.

Fernseh-Kameras gibt es bereits viel länger, und ihre größten Verführungsfühler haben sie ausgebreitet, als das Reality-TV seine Anfänge nahm - inzwischen gibt es auch jede Menge Trash-TV und das Gefühl, die halbe Welt möchte dort mitwirken, Gesichter und mehr in Kameras halten und berühmt werden, ohne auf eine besondere Leistung oder eine Begabung angewiesen zu sein.

Die Sendung "Das perfekte Dinner" ist Reality-TV und kommt überwiegend, weitgehend und von der Idee her ohne Trash aus (ein paar Ausnahmen bestätigen nur die Regel). Und am

heutigen 1. April kocht die 48jährige MTA Valeska ohne Scheu vor den TV-Kameras, nur mit der üblichen Aufregung im Gepäck, als es heißt: die Gäste kommen! Gäste, die sie seit einem Tag kennt, und die zudem noch Konkurrenten in einem Wettstreit sind.

Von ihrer Familie erzählt sie: während der Sohn im Ausland zu einem Schüleraustausch weilt, ist ihr Mann arbeiten - und ihre 18jährige Tochter irgendwo im Haus, aber unsichtbar für uns Zuschauer. Ihre Familie sei

kamerascheu.

Das zeigt, dass die Kandidaten selber entscheiden können, wen sie vor den Kameras präsentieren wollen und vor allem, ob diese das auch möchten ... was ja hier und da schon mal von Wettbewerbern etwas anders dargestellt worden ist. Aber schließlich kann man niemanden zwingen, vor die Kameras zu treten ...,

während andere das gern und selbstverständlich nicht nur freiwillig machen, sondern sich auch genau für solch ein Format beworben haben.

Kamera an!


Das Menü

Valeska kann kochen und muss den öffentlichen Blick in ihre Küche nicht scheuen. Zur Unterstützung kommt ihre langjährige Freundin Eva, die seelischen Beistand leistet und alles kurz und klein schnibbelt, was nach einem Messer ruft.

Die Vorspeise besteht aus Salat-Tellern mit Grünkohl, Schlangengurken-Türmchen, gelbe Bete-Würfel und Rote-Bete-Sorbet und einer Pumpernickelstraße. Die Anrichteweise ist wohl kaum besser zu machen und besticht durch ihr Aussehen. Mit dem Bestandteil "Grünkohl als Salat" ist es sogar etwas Innovatives ... zumindest in meinen Breiten.

Für den Hauptgang benötigt sie Rindfleisch, und hier höre ich ihr Nachplappern, von so vielen Vorrednern überall schon mal so oder ähnlich gehört: (Originalzitat)

"Es ist mir wichtig, dass die Kuh glücklich gestorben ist."

Eher hatte die Kuh Todesangst und Stress - da hilft auch keine völlig von der Wirklichkeit abweichende süßliche Verniedlichung.

Auf die Teller kommt eine "offene" Lasagne mit selbstgemachten Nudelplatten samt Rindfleisch-Inhalten. Die Gäste sind

begeistert.

Der Nachtisch sieht sehr hübsch aus: Waffeln mit Kaffee-Sahne, Earl-Grey-Eis und ein paar Deko-Obststücke runden den Dinner-Tag ab.


Fazit

Die Begeisterung der Gäste zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten, die sich in den Bewertungstafeln zeigen:

je 9 geben Nicole, Kathrin und Thomas, 10 gibt Tobias.

Mit 37 Umdrehungen am 2. Tag liegt Valesca auf dem bislang 1. Platz, der gar nicht mal so leicht zu übertrumpfen sein wird.

Das war auch für mich als Zuschauerin eine gelungene Ausgabe vom "Dinner".

So kann ich - nicht bereits müde geworden - in meine zu Ende gehende Kurz-Serie starten (Entstehungsjahre 2010 bis 2017), denn

leider wird "Sherlock" heute "das letzte Problem" lösen (auf One).
Die Hörzu meint zu diesem Fall: "Zieht die Genialitätsschraube noch mal an" - und vergibt die bestmögliche Bewertung.

Der kann ich mich nur anschließen, obwohl ich sicher bin, dass einige mit dieser Neuverfilmung nicht viel anfangen können (alles hat immer 2 Seiten und viele Meinungen). Vor allem aber sollte man, falls jemand sie sehen möchte, diese von Teil 1 an verfolgen, um an vorherige Ereignisse andocken zu können ... Mediathek!


Guten Morgen, Gruß Silvia




Dienstag, 1. April 2025

31. März 2025 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Oldenburg bei Tobias


"Oldenburg unter Palmen"
Vorspeise: Hochzeitssuppe mit Einlage
Hauptgang: Oldenburger Grünkohl /​ Pinkel und Co. /​ Salzkartoffeln
Nachtisch: Vanille küsst Kirsche


Eine Oldenburger Kohlfahrt

Nachdem wir Betonburgen, Wüste und ein grell blinkendes Kreuzfahrtschiff in Dubai und Abu Dhabi hinter uns gelassen haben, geht es heute

mit einer sogenannten "Kohlfahrt" in Oldenburg bodenständig weiter. Der erste

Hobbykoch der Woche ist der 33jährige Erzieher Tobias, der mit seiner hochschwangeren Frau den 3. Sohn erwartet. Es ist eine gute Entscheidung, die zwei Söhne nicht öffentlich zu zeigen, aber den Namen des 3. nicht preiszugeben, als wäre Tobias ein Promi, der die Welt mit geheimnisumwitterten zurückgehaltenen Daten später erfreuen will ... ist nicht wirklich notwendig. Andererseits interessiert mich persönlich der Name überhaupt nicht.

Zudem kann entweder Vox oder Tobias nicht rechnen: er erzählt, dass er die damals 16jährige Paulina mit 18 Jahren kennengelernt hat: Vox untertitelt, dass sie 28 Jahre alt ist, er 33. Es gibt selbst im Vorschulalter Kinder, die hier eine Differenz von 5 Jahren errechnen ... Immerhin addiert Vox die Bewertungs-Punkte treffsicher.


Das Menü

entspricht einer Oldenburger Kohlfahrt, die hier im Westen nicht verbreitet ist, aber in nördlichen Gefilden sehr beliebt zu sein scheint. Es ist offenbar ähnlich einem "Vatertag" und startet mit einem alkoholisch gut gefüllten Bollerwagen - ist aber kein Ereignis "nur für Männer". Am Ende des Umzuges mit jeder Menge Umtrunk

geht es in eine Gastwirtschaft, um das passende traditionelle Menü zum Trallala zu sich zu nehmen.

Es beginnt mit einer Hochzeitssuppe, die sehr gehaltvoll aussieht.

Neben Grünkohl und Kartoffeln gibt es Kasseler und Pinkel (das sind Würstchen - ich kenne auch den "feinen Pinkel", aber das ist etwas ganz anderes ...)

Den Abschluss bildet Eis mit heißgemachten angedickten Kirschen. Ohne irgendeine Verfeinerung durch z. B. einem Schuss Alkohol.


Fazit

Insgesamt ist das Menü ebenso unspektakulär wie sicherlich größtenteils schmackhaft, und es muss sich nicht vor denen, die letzte Woche auf einem Kreuzfahrtschiff gekocht wurden, verstecken. Zwar war dort die Hausmannskost eher karibisch, türkisch oder von anderswo aus dem orientalischen Bereich, aber eben auch "nur" Hausmannskost.

Tobias ist mit Eifer bei der Sache und bekommt sogar "Gefühle" für sein Gekochtes oder nennt es "Weltklasse". Unterdessen ist es

Nicole schon vorm Aperitif klar, dass er "ein ganz lieber Kerl ist, mit dem man gerne feiern geht ...". Sie hat noch mehr Lob für ihn, obwohl sie ihn kaum 10 Minuten kennt.

Ich darf wieder einmal die "Menschenkenntnis" mancher Leute bewundern, denn ich kann mir erst ein Bild machen, wenn ich jemanden eine Weile kenne ... und selbst dann kann ich mich vollkommen irren.

Die Punkte für Tobias: 8 gibt Nicole, je 7 Valesca und Thomas, 6 Kathrin (sie isst kein Schweinefleisch und hat eine Alternative bekommen - Vegetarierin oder Veganerin ist sie nicht).

Das ergibt die Summe von 28 Zählern.

Und ich schalte zu "Barnaby" um, bei dem es heute heißt:

"Trau, schau, wem." - Ein Titel wie er auch oft zum "perfekten Dinner" passt - ob es in dieser Woche so ist, steht noch in den Sternen.

Ich wünsche euch einen guten Start in den April, der sowieso "macht, was er will" - dem neuesten Gerücht nach muss ein Autor des Formats demnächst vor Ort sein - und alle Menü-Gänge probieren, damit er endlich genau weiß, worüber er später schreibt ..."


Guten Morgen, Gruß Silvia