Samstag, 15. Juli 2017
14. Juli 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag in Trier bei Thomas
Vorspeise: „Total Lokal“ – Fisch auf Planke mit Nudelnest
Hauptspeise: „Trier meets Cuba“ – Ropa Vieja (Kubanischer Rindfleischtopf) mit Salat und Reis
Nachspeise: „Heiß-kalte Versuchung“ – Gegrilltes Eis mit Bacon-Praline
After Eight
Tagesschau im Ersten, denn die Juliette-Woche ist endlich vorbei. Jeder tickt anders und Juliette französisch.
Mit einem schicken Faszinator auf dem blonden Köpfchen könnte sie jede Beerdigung zu einem offiziellen Termin machen,
und macht doch am Ende keine gute Miene zu dem dieswöchigen Spiel.
Thomas gewinnt nämlich mit dreiundreissig Punkten und da sowieso ihr geplanter Sieg futsch ist, könnte sie genau so gut ein freundliches Gesicht zu der von ihr vermuteten
Ungerechtigkeit
der Welt machen.
Conny geht auf Juliette los, und wer sich so etwas traut, kann am Ende nur leer ausgehen, denn in Worten besitzt die Frankophile die absolute Majorität.
Thomas, der sich jede erdenkliche Mühe macht, sucht nach Erklärungen, die er natürlich nicht finden kann - denn er ist ein Mann
und steht dem ganzen Gedöns hilflos gegenüber.
Juliette, die so gern das "perfekte Dinner" guckt, wenn sie nicht gerade selber mitwirkt, müsste eigentlich wissen, das es selten so perfekt ist wie der Titel es verheißt.
Zu allem Überfluss bekommt Thomas am Ende die Weinkönigin-Schärpe umgelegt, und ich hoffe, die verschwindet dann wieder in Carolines Schrank der Erinnerungen
und wird nicht an die nächsten Dinner-Teilnehmer weiter gereicht.
Von 3.000 Euro Siegprämie will Thomas seine Mitstreiter einladen. Wozu hat er nicht verraten, aber ich kann den Vorschlag machen,
eine Runde für alle in einer Boxbude auf Sandsäcke einhauen
bringt sie wieder auf den Boden der Realität zurück.
Danach ein Energy-Drink für Juliette und es läuft wieder wie geschmiert.
Danke an Juliette für ihre offensive Art, die Dinge auf ihren ganz persönlichen Punkt zu bringen. Danke an Caroline für offenherzige Einblicke und danke an Conny für meistens sehr großzügig verteilte Punkte.
Nur gut und danke, dass neben den drei Damen noch die beiden Männer anwesend waren, denn in einer reinen Frauenrunde
hätte es leicht
Mord- und Totschlag gegeben.
Nach dem Dinner ist vor dem Dinner. Bis nächste Woche in Hamburg, und in der übernächsten Woche geht es sogar wieder nach Wien.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Freitag, 14. Juli 2017
14. Juli 2017 - 100 Erlebnisse, die man sich verkneifen sollte: 3. Mahnung: 15 Minuten Fernseh-Berühmtheit
100 Erlebnisse,
die man sich verkneifen sollte
3. Mahnung!
15 Minuten Fernseh-Berühmtheit
Es drängen die Leute, auch die, die das zuvor nie für möglich gehalten haben, dass in ihnen solche Abgründe schlummern, gnadenlos ins TV und in die Fernseh-Zuschauer-Gemeinde.
Irgendwann, es ist so, als könnte man sagen "Es war einmal ..." fing es an, dass Sender den "normalen" Menschen, den von nebenan, entdeckt haben, um ihn groß raus zu bringen
oder auch in die Bredouille zu befördern,
die auf die jeweiligen Sendungen folgt.
Menschen bewerben sich bei Sendern und Formaten und sind am Ende nicht selten die Gelackmeierten,
aber keine Sorge, denn nach einer Weile ist selbst der schlimmste
Shit-Storm
Vergangenheit, zumindest, was die schnelllebige Öffentlichkeit angeht.
Wie das die Nachbarn und Freunde sehen, und ob sie das vergessen - Schwamm drüber:
Wer nicht wagt, gewinnt auch nichts!
Leider geschehen dann, wenn endlich Gras über eine dumme Sache gewachsen ist, Zeichen und Wunder in Form von
Wiederholungen
der am meisten polarisierenden Sendungen. Denn die Sender wissen,
was sie tun!
Dann haben die TV-Junkie-Protagonisten Pech!
Die einmalige Chance, berühmt zu werden, ohne irgendetwas Besonderes zu können, wie schauspielern oder singen undsoweiter - wird eben genutzt,
und am Ende nennen sich einige sogar
"Person des öffentlichen Lebens".
Sie können nicht kochen, aber bewerben sich für eine Koch-Show. Sie können nicht singen, doch möchten als Superstars durchstarten - falls sie überhaupt noch
reflektieren und den Unterschied zwischen Können und Vorgeführt werden
durchschauen.
Und gnadenlos wird jeder zerhackt und in Grund und Boden gestampft, der nicht das beherrscht, wofür er oder sie sich bewirbt.
Das macht allen mal so richtig Freude.
Auch ich kommentiere eine dieser Sendungen liebend gerne, sie heißt
"Das perfekte Dinner" -
doch ich bemühe mich um Ironie und lasse die bösartige Schelte außen vor,
und während andere
Arschloch schreiben,
nenne ich sie allerallerhöchstens
Selbstdarsteller.
Man sollte und muss sich nicht dem Mob zum "Fraß" vorwerfen, und wenn man es macht, so passiert das immer noch freiwillig
von volljährigen Personen.
Guten Tag, Gruß Silvia
13. Juli 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag in Ralingen bei Trier bei Cornelia
Vorspeise:
Hauptspeise: Aprikosen-Zucchini-Köfte mit Couscous und dreierlei Dips
Nachspeise: Strawberry-Cheesecake an Erdnusseis
Luftnummer
und Lachnummer und Projekt "Schärpe" gehen eine Union ein, denn die so sehr von dem Weinkönigin-Schal begeisterte Conny bekommt heute ihren eigenen Umhang, auf dem
Queen steht.
Noch nie war es unzutreffender als heute, wenn man mal davon ausgeht, dass hier eine Küchen-Königin Vorab-Lorbeeren bekommt und dann die ganze Chose aber so was von versemmelt,
dass man traurig ist, denn es ist keine erhoffte Werbung für die vegane Küche, die Conny abliefert.
Komm-ich-heut-nicht, komm-ich-morgen - sehe ich als Devise für die Schulsozialarbeiterin, die ansonsten Knirpsen in der Grundschule und deren Eltern Strukturen des Alltags vermittelt.
Murphys Gesetz kommt erweiternd hinzu, und es geht schief, was schief gehen kann - aber an zufällige Unglücke im Küchenbereich denke ich eher weniger
als an simples Nichtkönnen.
Conny wollte schon immer ins Fernsehen - und das Publikum als Prellbock darf unter dem ungeübten, ungekonnten und wohl auch ungeliebten Gemansche an den Lebensmitteln leiden.
Einem Nudelteig-Desaster folgt die rasche Entscheidung, Bütterkens als Vorspeise zu reichen. Das ist so innovativ wie in einem Aufzug stecken zu bleiben.
Eine Weinflasche hat sie vermutlich noch nie geöffnet, denn im normalen Leben von Conny macht ihr Mann Daniel alles, was sie will -
oder nicht selber machen möchte? Ihre gelebte Beziehungs-Erklärung ist dementsprechend seltsam, wenn man davon ausgeht, dass Daniel irgendwann ein Licht aufgehen könnte, vielleicht sogar heute?
Einen simplen Dosenöffner kann sie ebenso wenig bedienen wie ihre Pistazien selber schälen - das übernehmen die Gäste.
Dort, wo andere den Gästen einen Pausen-Clown schicken, kommt hier Arbeit auf sie zu.
Letztendlich gibt sie zum Besten und hält sich somit zum Besten: "Ich habe mir den Arsch aufgerissen."
Eigentlich fehlt nur noch ein Wasserrohrbruch - an dem sie dann vermutlich auch wirklich unschuldig wäre - um diesen Abend weg zu spülen,
aber der passiert nicht.
Dafür passieren ihr neunzehn knappe Umdrehungen von vierzig möglichen.
Mit dieser Hypothek könnte sie glatt bei den Schlechten der Schlechtesten kochen - doch sowas traut sich Vox sicher nicht.
Juliette zieht ein Schnütchen und bekommt die trockenen Brocken nur schwer runter,
denn in Frankreich liebt man Fleisch und Fisch und Fleisch. Das purzelt geradezu aus ihr heraus, als gäbe es im besten Land der Erde
keine Vegetarier und Veganer. - Aber wenn Juliette das sagt!
Hängenbleiben wird mir die Schärpe mit der Aufschrift "Queen", und ich überlege fieberhaft, in welchem Bereich Conny Königin ist.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Donnerstag, 13. Juli 2017
12. Juli 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Salmtal in der Nähe von Trier bei Rudi
Vorspeise: Mediterraner Gambasalat, Jakobsmuscheln
Hauptgang: Lammkarree mit Ras el Hanout-Mischung, Kartoffel-Sellerie-Stampf, grüne Bohnen
Nachtisch: Tiramisu
Königspudel, Affe, Eichhörnchen, Koalabär und Bär
betiteln sich die Teilnehmer gegenseitig auf die Frage, wer welches Tier sein könnte. Und ich füge noch hinzu, dass
Kamermann Juri
flink wie ein Wiesel ist, als er endlich merkt, dass er im Bild ist.
Rudi ist Busfahrer und Bär. Busfahren ist für ihn kein Beruf, sondern eine Berufung,
und da sträuben sich mir die Haare, denn das ist ein mir ganz fremder Ansatz, und diese Einstellung zu dem Job ist mir völlig neu. Ich kenne die genervten und gelangweilten Busfahrer und die, die ihre Fahrgäste gern ärgern, obwohl es auch andere sehr liebe gibt.
Neulich stieg ich ohne meine Fahrkarte zu zeigen in einen Bus ein. Eine Haltestelle weiter an einem Studentenwohnheim stiegen drei junge Männer zu - die auch keine Lust hatten, ihre Fahrkarte rauszuholen: Und was geschah? Sie wurden dringend aufgefordert, ihr Ticket vorzuzeigen - obwohl davon auszugehen ist, dass die alle ein Semesterticket besitzen.
So und ähnlich kenne ich Busfahrer ...
Natürlich ist Rudi ein äußerst angenehmer Bär, der heute seine Gäste im Griff zu haben scheint,
denn besonders Königspudel Juliette ist zur stummen Beigabe der Show mutiert,
und das sicher nicht ganz freiwillig.
Ich vermute, dass Eichhörnchen Caroline ihr ordentlich die Leviten gelesen hat. Diese gibt sich heute bedeckt und hat ihre Nüsschen ordentlich versteckt. Aber den Höhepunkt der Busen-Show erwarte ich ohnehin erst am Freitag.
Nicht nett ist es für Conny, als Koalabär angesehen zu werden, denn die schlafen zwanzig Stunden am Tag, und somit übertreffen sie noch die Faultiere.
Da reißt Affe Thomas einen Witz, den niemand versteht - ich auch nicht - und schon schlafen alle beinahe ein.
Nur Caroline erzählt und übernimmt in angemessener Dosierung die Rolle von Königspudel Juliette, während der Bär Rudi ein paar Busfahrer-Witze zum Besten gibt,
die auch schon mal jünger waren.
Neben dem üppigen Dinner wird die Schärpe der ehemaligen und bis-in-alle-Ewigkeit-Weinkönigin Caroline wie bei einem
Staffellauf
an Rudi weiter gegeben, und man sieht, wohin zu viel Schlemmerei führen kann, denn die überflüssige und lächerliche Schärpe hängt eher nur um seinen Hals herum, während sie andere Körper im Ganzen umschmeicheln kann.
Rudi bekommt einunddreissig Punkte für Speisen, Trank, Witze und Schärpen-Ulk und liegt somit auf dem bislang ersten Platz der Leute, die in Trier oder drum herum wohnen,
obwohl es in Frankreich doch viel schöööner ist.
Aber über Frankreich erfahren wir heute leider keine Neuigkeiten, weil der Königspudel sauer ist, worüber auch immer. Da Königspudel und Pudel überhaupt die zweitintelligentesten Hunde sind, wird sie ihre Lektion gelernt und verinnerlicht haben - vielleicht.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Mittwoch, 12. Juli 2017
11. Juli 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag in Echternacherbrück nahe Trier bei Juliette
Vorspeise: Bunter Salat, geräucherte Entenbrust
Hauptgang: Langustenschwänze nach Großmutters Art
Nachspeise: Tatinküchlein mit Eis
Guten Morgen, ich hoffe, die Attacken auf alle Gehörgänge wurden gut verkraftet.
Der Überfall aus der französischen Ecke
resultiert aus dem enormen Guthaben an übrig gebliebenen oder auch ungesagten Wörtern, weil niemand anwesend ist, der Juliette zuhört - mit Ausnahme von Julie, ihrer Tochter, die jedoch tagsüber in der Uni ist.
Juliette ist in Luxemburg geboren, aber ich höre immer nur etwas von französischen Wurzeln - die ich sicher auch in meiner Vita finde, wenn ich nur lange genug suche.
Nach einem abgebrochenen Studium der Physik und Chemie hat es sie in eine Apotheke verschlagen, und obwohl Vox ihren Beruf als Apothekerin angibt,
sagt sie selber nichts darüber. Aber schon gar nicht würde sie es verschweigen, wenn sie Pharmazie studiert hätte.
Caro, das Busenwunder mit dem täglich aus- oder einladenden Dekollté in Tutti-Frutti-Gedächtniskultur, erzählt, dass sie von Juliette erfahren hat, dass diese
3.000 Euro für ihr Menü ausgegeben hat.
Damit liegt Juliette deutlich über dem Budget, das Boris Becker noch bis vor kurzem für ein Dinner übrig hatte.
Unterdessen plaudert und plappert Juliette sich in einen Rausch der Wörter hinein, der die Zuschauer schwindelig zurück lässt,
aber mein Mitleid gilt eher ihren Gästen,
die sie kein bisschen in den Mittelpunkt stellt, sondern an den Rand der Bedeutungslosigkeit schiebt.
Ich - Erste Person - Einzahl - das ist Juliette. Und die Ausstrahlung der Sendung ist ihr Spiegel, in den sie hoffentlich einen Blick wirft.
Zur einfachen Vorspeise (eine ähnliche hat sie am Tag zuvor bemängelt) serviert sie ihre Krankengeschichte. Als Caroline ihre eigene hinzu steuert, sieht man, wie Juliettes Gedankengänge schon weit weg sind - vermutlich in Frankreich, im Savoir Vivre.
Zum Hauptgericht gibt es viel Eigenlob. Das muss einfach sein!
Zur Nachspeise einen Bericht über Juliettes gute Taten, die sie mit dem Verkauf ihrer Marmelade finanziert.
Zur Punktevergabe liegen alle Beurteiler zumindest innerlich völlig flach
und schustern ihr lahme siebenundzwanzig Punkte zu,
obwohl Juliette die eigenen Kochleistungen - trotz sonstiger Bescheidenheit - bei einer Zehn einordnet.
Welch ein Pech für alle, dass Juliette sie offenbar so gut leiden kann, Dreh-Team und auch Mitstreiter,
denn gegenüber Leuten, die sie nicht mag,
wird sie ganz stumm.
Sie muss sie geradezu zum Fressen gern haben und speist sie mit Wort-Tiraden.
Ich bin jetzt still und weg und stelle mich mental auf die nächste Runde ein.
Vielleicht hilft es, meine französischen Vorfahren zu suchen, um Juliette zu begreifen?
Guten Morgen, Gruß Silvia
Hauptgang: Langustenschwänze nach Großmutters Art
Nachspeise: Tatinküchlein mit Eis
Guten Morgen, ich hoffe, die Attacken auf alle Gehörgänge wurden gut verkraftet.
Der Überfall aus der französischen Ecke
resultiert aus dem enormen Guthaben an übrig gebliebenen oder auch ungesagten Wörtern, weil niemand anwesend ist, der Juliette zuhört - mit Ausnahme von Julie, ihrer Tochter, die jedoch tagsüber in der Uni ist.
Juliette ist in Luxemburg geboren, aber ich höre immer nur etwas von französischen Wurzeln - die ich sicher auch in meiner Vita finde, wenn ich nur lange genug suche.
Nach einem abgebrochenen Studium der Physik und Chemie hat es sie in eine Apotheke verschlagen, und obwohl Vox ihren Beruf als Apothekerin angibt,
sagt sie selber nichts darüber. Aber schon gar nicht würde sie es verschweigen, wenn sie Pharmazie studiert hätte.
Caro, das Busenwunder mit dem täglich aus- oder einladenden Dekollté in Tutti-Frutti-Gedächtniskultur, erzählt, dass sie von Juliette erfahren hat, dass diese
3.000 Euro für ihr Menü ausgegeben hat.
Damit liegt Juliette deutlich über dem Budget, das Boris Becker noch bis vor kurzem für ein Dinner übrig hatte.
Unterdessen plaudert und plappert Juliette sich in einen Rausch der Wörter hinein, der die Zuschauer schwindelig zurück lässt,
aber mein Mitleid gilt eher ihren Gästen,
die sie kein bisschen in den Mittelpunkt stellt, sondern an den Rand der Bedeutungslosigkeit schiebt.
Ich - Erste Person - Einzahl - das ist Juliette. Und die Ausstrahlung der Sendung ist ihr Spiegel, in den sie hoffentlich einen Blick wirft.
Zur einfachen Vorspeise (eine ähnliche hat sie am Tag zuvor bemängelt) serviert sie ihre Krankengeschichte. Als Caroline ihre eigene hinzu steuert, sieht man, wie Juliettes Gedankengänge schon weit weg sind - vermutlich in Frankreich, im Savoir Vivre.
Zum Hauptgericht gibt es viel Eigenlob. Das muss einfach sein!
Zur Nachspeise einen Bericht über Juliettes gute Taten, die sie mit dem Verkauf ihrer Marmelade finanziert.
Zur Punktevergabe liegen alle Beurteiler zumindest innerlich völlig flach
und schustern ihr lahme siebenundzwanzig Punkte zu,
obwohl Juliette die eigenen Kochleistungen - trotz sonstiger Bescheidenheit - bei einer Zehn einordnet.
Welch ein Pech für alle, dass Juliette sie offenbar so gut leiden kann, Dreh-Team und auch Mitstreiter,
denn gegenüber Leuten, die sie nicht mag,
wird sie ganz stumm.
Sie muss sie geradezu zum Fressen gern haben und speist sie mit Wort-Tiraden.
Ich bin jetzt still und weg und stelle mich mental auf die nächste Runde ein.
Vielleicht hilft es, meine französischen Vorfahren zu suchen, um Juliette zu begreifen?
Guten Morgen, Gruß Silvia
Dienstag, 11. Juli 2017
10. Juli 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Trier bei Caroline
Luxemburg-Stadt
Vorspeise: Gemischter Salat, Rote-Bete-Carpaccio, Tomatensüppchen
Hauptgang: Gefüllte Putenbrust an Kartoffeln-Möhren-Püree
Nachtisch: Dessert-Variation
Flüssige Speisen, flüssige Reden
Im Klinikum "Mutterhaus" in Trier ist meine Mutter vor ein paar Jahren gestorben. Es war ein langer Weg für das Mädchen aus Allenstein, das in Dortmund meinen Vater traf und viel später mit ihm an die Mosel zog.
Doch etwaige trübe Gedanken verfliegen sofort wieder, denn meine volle Konzentration wird überfallartig von einer Teilnehmerin beim Trierer Dinner eingenommen,
und das ist nicht einmal die heutige Gastgeberin, sondern
die französischste Juliette, die es je gab.
Nach gefühlten drei Sekunden habe ich mindestens fünfmal vernommen, dass sie aus Frankreich stammt - was aus ihrem Mund wie eine Verheißung klingt.
Ist auch etwas sehr Besonderes, französisch zu sein! - Warum noch mal?
Zum Glück überspielt gnädige Musik die redselige Juliette und verschluckt viele ihrer Wörter zugunsten von Tönen.
Unterdes macht sich Caroline daran, ihr schon im Vorfeld nicht sehr verheißungsvoll klingendes Dinner vorzubereiten,
während sie mit Hund und Schokokuchen erst mal ein Päuschen einlegt.
Dann oh je füttert sie den ohnehin schon ohne Freßbremse ausgestatteten Cocker-Spaniel mit Schokoladenkuchen. Schokolade ist giftig für Hunde.
Vielleicht hat sich das bis Luxemburg noch nicht herum gesprochen, denn von dort ist Caroline vor einem Jahr in die Nähe von Trier gezogen.
Endlich rückt die Truppe an, und das erste Fettnäpfchen steht bereit zum Reintappen:
Juliette hält die 33jährige Conny für die Tochter der 39jährigen Caroline!
Autsch! Wenn man noch nicht richtig in der Welt von anderen angekommen ist, kann oder könnte oder sollte man doch einfach mal den Mund halten.
"Das Lernen ist ein Schleifstein der Persönlichkeit" - (Zinu Xi, chin. Philosoph) und bezieht sich auch auf voreilig geschwungene Reden.
Flüssig geht es weiter
und Carolines Püree bahnt sich beinahe ein Flussbett quer über die Teller auf den Tisch, während ihr Eis nur durch Gläser vorm Weglaufen abgehalten wird.
Nein, schönreden kann man das nicht.
Aber vielleicht hilft Carolines Geschichte über ihre Zeit als Weinkönigin. Bedingt!
Während Conny begeistert ist, gefällt es Juliette überhaupt nicht, ihre führende Rolle vorübergehend abgeben zu müssen.
Am Ende bekommt Caroline neunundzwanzig Punkte - und Connys Begeisterung über ein riesiges Weinglas und die Schärpe der einstigen Königin schlägt sich in neun Zählern nieder,
die natürlich niemand toppt, sondern nur unterbietet.
Man darf gespannt sein auf den sich selber als kritisch sehenden Rudi, denn bisher kommt er kaum zu Wort.
Gut, dass Juliette mir beim Schreiben nicht dazwischen funken kann, sonst würde hier nicht eine Silbe stehen ...
Guten Morgen, Gruß Silvia
Vorspeise: Gemischter Salat, Rote-Bete-Carpaccio, Tomatensüppchen
Hauptgang: Gefüllte Putenbrust an Kartoffeln-Möhren-Püree
Nachtisch: Dessert-Variation
Flüssige Speisen, flüssige Reden
Im Klinikum "Mutterhaus" in Trier ist meine Mutter vor ein paar Jahren gestorben. Es war ein langer Weg für das Mädchen aus Allenstein, das in Dortmund meinen Vater traf und viel später mit ihm an die Mosel zog.
Doch etwaige trübe Gedanken verfliegen sofort wieder, denn meine volle Konzentration wird überfallartig von einer Teilnehmerin beim Trierer Dinner eingenommen,
und das ist nicht einmal die heutige Gastgeberin, sondern
die französischste Juliette, die es je gab.
Nach gefühlten drei Sekunden habe ich mindestens fünfmal vernommen, dass sie aus Frankreich stammt - was aus ihrem Mund wie eine Verheißung klingt.
Ist auch etwas sehr Besonderes, französisch zu sein! - Warum noch mal?
Zum Glück überspielt gnädige Musik die redselige Juliette und verschluckt viele ihrer Wörter zugunsten von Tönen.
Unterdes macht sich Caroline daran, ihr schon im Vorfeld nicht sehr verheißungsvoll klingendes Dinner vorzubereiten,
während sie mit Hund und Schokokuchen erst mal ein Päuschen einlegt.
Dann oh je füttert sie den ohnehin schon ohne Freßbremse ausgestatteten Cocker-Spaniel mit Schokoladenkuchen. Schokolade ist giftig für Hunde.
Vielleicht hat sich das bis Luxemburg noch nicht herum gesprochen, denn von dort ist Caroline vor einem Jahr in die Nähe von Trier gezogen.
Endlich rückt die Truppe an, und das erste Fettnäpfchen steht bereit zum Reintappen:
Juliette hält die 33jährige Conny für die Tochter der 39jährigen Caroline!
Autsch! Wenn man noch nicht richtig in der Welt von anderen angekommen ist, kann oder könnte oder sollte man doch einfach mal den Mund halten.
"Das Lernen ist ein Schleifstein der Persönlichkeit" - (Zinu Xi, chin. Philosoph) und bezieht sich auch auf voreilig geschwungene Reden.
Flüssig geht es weiter
und Carolines Püree bahnt sich beinahe ein Flussbett quer über die Teller auf den Tisch, während ihr Eis nur durch Gläser vorm Weglaufen abgehalten wird.
Nein, schönreden kann man das nicht.
Aber vielleicht hilft Carolines Geschichte über ihre Zeit als Weinkönigin. Bedingt!
Während Conny begeistert ist, gefällt es Juliette überhaupt nicht, ihre führende Rolle vorübergehend abgeben zu müssen.
Am Ende bekommt Caroline neunundzwanzig Punkte - und Connys Begeisterung über ein riesiges Weinglas und die Schärpe der einstigen Königin schlägt sich in neun Zählern nieder,
die natürlich niemand toppt, sondern nur unterbietet.
Man darf gespannt sein auf den sich selber als kritisch sehenden Rudi, denn bisher kommt er kaum zu Wort.
Gut, dass Juliette mir beim Schreiben nicht dazwischen funken kann, sonst würde hier nicht eine Silbe stehen ...
Guten Morgen, Gruß Silvia
Montag, 10. Juli 2017
10. Juli 2017 - 100 Erlebnisse, die man sich verkneifen sollte - 2. Erlebnis: Zu einer Wahrsagerin gehen
Nicht alles
zwischen Erde und Himmel
ist hilfreich
Vor ein paar Jahren kannte ich flüchtig einen Hundebesitzer, denn selber als Hundehalterin viel unterwegs, treffe ich Menschen, die ich sonst bestimmt nicht kennen lernen würde -
von dem mir bekannt war, dass seine Frau als Wahrsagerin tätig war. Und um dem gesamten Klischee zu entsprechen, hatte sie lange schwarze Haare und Klamotten, stets blutrote Lippen
und insgesamt einen düsteren Blick: Eben eine Frau, der man nicht unbedingt im Dunkeln begegnen wollte.
Obwohl sie ganz harmlos gewesen wäre, wenn es nur um ihr Erscheinungsbild ging - nicht so harmlos war ihre Tätigkeit,
denn mir war gar nicht klar, dass derartige Seher, Hellseher und selbst ernannte Propheten wie sie einen hohen Zulauf haben.
Von ihrem Mann, der etwa 20 Jahre jünger als sie war, wusste ich überhaupt nicht, was er beruflich treibt.
Doch auf einem zufällig zustande gekommenen gemeinsamen Hunde-Spaziergang ließ er mich nicht lange auf eine ausführliche Beschreibung seiner Tätigkeiten warten,
obwohl ich es eigentlich vermied, über seine Frau zu sprechen - und auch niemals indiskrete Fragen stelle.
Das juckte ihn nicht, und ich bekam Antworten auf nie gestellte Fragen:
Dieser junge Mann mit den langen Haaren, den hellen Klamotten und seinem Staffordshire-Terrier
trieb die Profession, die seine Frau ausübte,
noch einen Ticken weiter, höher, tiefer und abgründiger:
Er führte Menschen in ihre frühere Leben zurück!
Darüber führte ihn der eine oder andere Kunde gerne mal selber mit auf die Reise. Eine völlig irdische allerdings,
denn er erzählte mir die Geschichte einer Frau,
die sich einbildete, von ihrem früheren Leben nicht loszukommen:
Um die unselige Sache abzuschließen: Er fand ihre verstorbene Seele
irgendwo in England und gemeinsam reisten sie an ihr Grab.
Ich war nun aber baff erstaunt und meinte, das sei eine Story, die ich aus irgendeinem Horror-Film kenne ... Ein Lachen konnte ich mir auch nicht verkneifen, obwohl das eigentlich zum Heulen war.
Die Antwort gefiel ihm nicht besonders. Und zu seinem Glück musste er mir Ungläubigen danach nicht einmal aus dem Weg gehen,
denn seine Frau und er verlegten ihren Wohnsitz bald danach in eine andere Ruhrgebiets-Metropole - und ich sah keinen von beiden jemals wieder.
Wahrsagen und Rückfuhrung - Erlebnisse, die ich mir gerne verkneife und auf die ich mich niemals einlassen würde,
denn irgendwie geht mir da jede Toleranz verloren, die ich sonst lebe.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Abonnieren
Posts (Atom)






