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Sonntag, 20. Mai 2018

20. Mai 2018 - Adam und Eva - und wie sie sich gegen Gottes Plan entschieden haben

Foto: S. B.

Adam und Eva

Gottes Plan war ein ziemlich perfider, denn er wollte einen seiner unzähligen Planeten besiedeln, und zwar, ohne zu zaubern und von jetzt auf gleich einen Stern mit allem Drum und Dran zu kreieren und mit dem, was die Menschen später Menschen nannten.

Er nannte es einen sich frei entwickelnden Plan ohne Vorgabe und Inhaltsverzeichnis. Er wollte sehen, was daraus entstehen könnte, denn auch Gott spielt gern Spielchen.

Doch er musste natürlich einen kleinen Grundstock setzen, denn wir wissen, dass, wenn er seine Finger fast völlig aus dem Spiel gehalten hätte, es niemals zu diesem Desaster Erde hätte kommen können.

Er erschuf also Adam.

Nach diesem Vorbild des Ersterschaffenen leben noch heute viele Männer.

Wie gesagt: Gott hat die Menschen verlassen, nachdem er das Paradies gestaltet hatte, müde war von den Anstrengungen und die Augen verschloss

vor den Folgen.

Adam - allein im Paradies

Schnell merkte Gott, dass es mit einem einzigen Menschen allein im Paradies nicht zu dem Ergebnis kommen könnte, das er sich vorstellte.

Adam fühlte sich fehl am Platze, obwohl ständig die Sonne schien, und der Mond die Nacht anstrahlte.

Er lernte, was Einsamkeit bedeutete.

Kurzerhand nahm Gott eine der von ihm selbst für Adam so korrekt und akkurat gestalteten Rippen, betrachtete sie von allen Seiten
und formte aus ihr Eva.

Geboren wurde ein weibliches Wesen, das sich zunächst wunderte, auf ein bereits vorhandenes etwas anderes Wesen zu treffen und sich dann

an dem Anblick Adams dermaßen erfreute,

dass es sie in die ersten Ängste dieser Welt trieb.


Eva verliert die Kontrolle

... denn diese neue Art von Wesen erschütterte sie bis ins Innerste. Das Leben im Paradies erledigte das übrige, aber sie war ganz neu in dieser Welt und konnte nicht einordnen,

woher sie kam, warum sie hier war und was das alles bezwecken sollte.

Adam seinerseits war von ihrer Schönheit entzückt und spürte einen Drang in seinen Lenden, der von Gott gegeben sein musste,

denn beim Anblick von Pflanzen oder Tieren hatte er diesen nie verspürt

(leider ist das heute anders, wenn Tiere ins Blickfeld geraten, in das sie niemals gehören - und das auch so nicht vorgesehen war).

Er näherte sich der Partnerin im Paradies an und fühlte sich erstmals in einem wirklichen Paradies,
ohne je von dem Begriff desselben je gehört zu haben.

Eva spiegelte ihr Bild im Meer, doch wer weiß, wie zufrieden sie mit dem war, was sie dort gesehen hat? Es schien Adam zu gefallen und das war von Anfang an ihr Hauptanliegen.

Gesetze

gab es kaum im Paradies. Lediglich von dem verbotenen Baum der Erkenntnis sollten sie nicht naschen, ansonsten war alles ihnen allein überlassen -

und damit begann der Fehler Gottes.

Eva war eine kluge Frau, und sie hatte in einer Nacht einen Traum, den nur die kluge Ur-Mutter haben konnte:

Sie sah viele von ihrer und Adams Art,

und die schlugen sich gegenseitig die Köpfe ein. Sie betrübten einander und brachten sich zum Weinen,

sie lagen tot auf den Böden, weil sie gegeneinander bitterböse waren. Sie erkannte Gegenden, die ihrem Paradies in keiner Weise ähnelten,

denn sie hatte den ersten Albtraum der Menschheit.

Eva entscheidet sich gegen Gottes Plan

Adam näherte sich ihr auf eine Art und Weise, die sie an die Annäherung zweier Schlangen im Paradies erinnerte -
die im Anschluss daran einer gesegneten Vermehrung entgegen sahen.

Im Gedenken an ihren Traum wehrte sie Adam ab. Denn die jungen Schlangen tanzten den Eltern auf dem Kopf herum und machten sie kirre,

und genau das wollte Eva nicht für ihr Leben.

Sie wollte ihr Paradies behalten, sich mit Adam unterhalten und Freude an gegorenen Früchten mit ihm genießen,

aber nicht Gottes Plan folgen.

In einer düsteren Gewitter- und Halbmondnacht hatten Adam und Eva wieder einmal zu viel von den gegorenen Apfel-Früchten

genossen

und fühlten sich dermaßen angezogen voneinander,

dass Eva, die eigentlich Klügere von Natur aus und von beiden, all ihre Vorsicht vergaß.

Danach nahm das Unheil seinen Lauf ...


Guten Tag, Gruß Silvia

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