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Samstag, 19. Mai 2018

19. Mai 2018 - Eine seltsame Sichtung an einem 18. Mai in England: Für Esther



An einem 18. Mai
Eine seltsame Sichtung in England

Es ist schon eine Weile her, und wir fuhren mit dem Auto durch Großbritannien. Es gab viel zu entdecken, so dass ich an Zuhause eigentlich keine Gedanken verschwendete. Eigentlich.

Denn auf einer Landstraße an einem 18. Mai irgendwo im grünen England kam uns ein Auto entgegen - und ich war sicher, in diesem eine Kollegin erkannt zu haben:

Ich nenne sie mal Esther.

Ziemlich irritiert war ich auch, weil ich wusste, dass sie gar keine Reise nach Großbritannien geplant hatte. Ich war mir dann recht schnell sicher, dass ich mich geirrt haben musste.

Doch dieser 18. Mai blieb mir im Gedächtnis.

Noch manchmal auf dem weiteren Weg durch England, Schottland und Wales dachte ich an die seltsame Begegnung, maß ihr aber keine Bedeutung mehr zu.

Manchmal sieht man eben Leute, die anderen ähnlich sehen. So what!

Zurück zu Hause, machte ich mich über die für mich gesammelten und gestapelten Tageszeitungen her. Es war die Zeit vor Facebook, und einen Computer habe ich damals ohnehin nur beruflich und nicht privat genutzt.

Zwar lagen die Zeitungen ordentlich übereinander, aber nicht in der richtigen Reihenfolge. Obenauf lag die Ausgabe vom - ich glaube 20. Mai.

Den Weltnachrichten folgten die lokalen, und diesen die Todesanzeigen.

Die lese ich eigentlich recht gerne, weil manche so richtig schön verlogen sind. Woher ich das weiß, ist eine andere Geschichte.

Aber was ich an diesem Tag meiner Urlaubsrückkehr entdecken musste, ließ mich frösteln und machte mich unendlich traurig:

Esther und auch ihr Mann waren tot. Sie war noch recht jung. Um einiges älter als ich, aber noch jung. Warum waren beide gleichzeitig gestorben?

Dann erst bemerkte ich dasTodesdatum:

Der 18. Mai!

Ich griff zum Telefon und rief eine Kollegin an:

Esther und ihr Mann waren bei einem Autounfall, den er auch noch selber verursacht hatte, am

18. Mai

ums Leben gekommen.

Ich denke noch oft an Esther.

Ich bin keine Hexe und erlebe solche Dinge auch nicht öfter. Die tödlich verunglückte Kollegin fand ich sehr sympathisch, aber wirklich nahe stand sie mir auch nicht.

Es müssen wohl diese Dinge zwischen Himmel und Erde sein ...


Guten Tag, Gruß Silvia




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