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Montag, 3. April 2017

2. April 2017 - ARD - Tatort Münster: Fangschuss

Foto: Münster, von S. B.


Fangschuss

und die Humor-Arbeiter von Münster verfangen sich nicht darin, sondern liefern eine ordentliche Leistung ab. Anders als die letzten Münsteraner Tatorte wird hier zum Glück auf durchgehenden Klamauk verzichtet

und stattdessen dem lustigen Geplänkel der Vorrang gegeben.

Dass Professor Boerne erst jetzt auf die Idee kommt, einen Jagdschein zu machen, ist zwar unverständlich, denn er tummelt sich ja gern unter Seinesgleichen -

obwohl er privat so rein gar keine Kontakte als den zu Thiel hat -

doch immerhin gelingt es dem Krmi somit, eine Verdächtige als zunächst Unverdächtige unterzubringen.

Dass sie mit der Eitelkeit der Menschen Geschäfte macht,

und von einem Wunderhaarwuchs-Mittel die Rede ist,

erklärt den Brückenschlag seiner Lehrmeisterin bei der Jagdscheinprüfung hin zur Täterin am Ende.

Und sonst?

Wo ist Vadder Thiel? War für ihn kein Platz mehr in der ein wenig überladenen Geschichte, in der alles und jeder miteinander und besonders den beiden Mordfällen zusammen hängt?

Thiel bekommt Besuch von einer jungen Frau, die behauptet, er sei ihr Vater. Gut für die Story, dass es diesen Lichtblick

in Gestalt von der jungen Schauspielerin Janina Fautz

gibt,

denn die lockeren und manchmal doch recht banalen Sprüche von Thiel und Boerne alleine reißen es nicht raus.

Am Ende ist sie natürlich  nicht seine Tochter, sondern die von einem der beiden Mordopfer,

das auf der Suche nach Beweisen gegen die Pharma-Firma-Besitzerin und Jägerin in Personalunion fündig geworden war -

und sterben musste.

Schade für Boerne - denn bei dem mangelhaften Pharmazie-Produkt handelt es sich um ein Haarwuchsmittel,

das er selber gut gebrauchen könnte.

Durch einen Fangschuss wird am Ende verhindert, dass die junge Frau auch noch der Profit-Gier zum Opfer fällt.

Fazit

Ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, die Boerne nun für immer fehlen werden. Personen werden der Handlung und späteren Aufklärung entsprechend

ins Geschehen gefügt, ohne viele Umwege über Ermittlungen machen zu müssen.

Und am Ende stehen Thiel, Boerne und die junge Frau am Grab ihres wirklichen Vaters -

und Boerne entfleucht ein Spruch, der wohl nicht mal Eingang in die früheren Poessie-Alben gefunden hätte, so sehr trieft der vor Schmalz.

Von hier drei von fünf möglichen Sternen. Ich fühle mich gut unterhalten, nicht überstrapaziert, aber in langer Erinnerung

wird mir dieser Tatort nicht bleiben.


Guten Morgen, Gruß Silvia




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