Freitag, 17. Mai 2019
17. Mai 2019 - Märchen: Die Eisheiligen ... sind manchmal auch als Erpresser unterwegs
Die Eisheiligen ... hier und da auch als Erpresser unterwegs
Manchmal fühlt sich Sophia von Rom ein bisschen verloren zwischen den vier männlichen Kollegen. Immerhin hat man nicht versucht, sie zum Kaffeekochen zu verdammen, denn die Eisheiligen bevorzugen einen Mix aus
Schnee, Eis und Wind und schlürfen das direkt aus der Luft.
Als Hauptgericht bevorzugen alle dann wieder gemeinsam ein furchtloses Gebet, denn sie bitten darum, in dem einen Jahr mehr, in dem anderen weniger wüten zu dürfen.
In diesem Jahr hat Mamertus eine clevere Idee gehabt: Er hat sich mit den Gärtnereien kurzgeschlossen: Wenn sie wollten, dass die Leute ihre Blumen doppelt kaufen müssen ...
sollten die Betreiber der Gärtnereien für ihn und seine Kollegen an jedem Morgen bis September ein exklusives Gebet sprechen. Darauf konnte sich kein Gärtner einlassen -
und Mamertus und Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia
haben entsprechend der Enttäuschungen Milde walten lassen.
Auf zusätzlichen Blütenträumen bleiben die Geschäftsinhaber nun sitzen ... selber Schuld. Mit heiligen Erpressern ist nicht zu spaßen ...
Der Alles-Besiegende Pankratius wedelt den Kollegen mit seiner Palme Luft zu, um sie wegen der fehlgeschlagenen Erpressung zu beruhigen - und alle machen sich auf den Weg nach Maastricht, denn dort ist Servatius sterbliche Hülle begraben. Sophia, ein bisschen fußkrank, bittet um seinen Beistand. Er reicht ihr Holzschuhe und verspricht, dass es sich darin wie auf Wolken läuft.
Das vermindert den Zorn der kalten und (regen-)nassen Sophie, und sie ist mit allem einverstanden.
Nun ziehen sich die fünf Eisheiligen für ein Jahr aus der öffentlichen Wahrnehmung zurück.
Doch die nächste Eisheiligenkonferenz ist bereits festgesetzt. Im Januar 2020 treffen die Fünf zu einer Urteilsverkündung über den Mai 2020 zusammen.
Genug Zeit für Sophie, sich über ihre Garderobe Gedanken zu machen - denn auch Heilige können eitle Wesen sein. Sie nimmt sich vor, im Himmel nach Heiligen-Kollegen zu suchen, die sich in ihrer Zeit auf der Erde mit Mode beschäftigt haben ...
mit dieser Aufgabe ist sie mindestens bis Januar beschäftigt, wenn sie überhaupt fündig wird ...
Unter jedem Dach wohnt eben auch ein "ach", selbst unter dem Wolkend"ach".
Guten Tag, Gruß Silvia
16. Mai 2019 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag im Celler Land bei Christoph
Hauptgang: Heidschnuckenfilet im Speckmantel an Serviettenknödeln, gemischtes Sous-vide-Gemüse
Nachtisch: Pannacotta an Celler Erdbeersorbet mit Schokolade
It's Not Cool, Man!
Manchmal passiert es, dass man genau das Gegenteil von dem bewirkt, was man sich wünscht, wofür man steht und warum man sich überhaupt für eine TV-Sendung bewirbt: Für Musik-Castingshows sollen sich schon Leute ins Zeug geschmissen haben, die nicht in der Lage sind, Töne zu halten. Sicherlich ist auch nicht jede Kandidatin modisch fit, die gern mal Guido Maria kennen lernen möchte.
Christoph hält sich für die coolste Socke unter dem Horizont, aber nach einigen Glücksmomenten am Anfang, an denen man ihm das gerne abnehmen will und nur als Überheblichkeit abtut - geht es steil bergab. Nervöses Hemd zu sagen wäre teilweise geschmeichelt.
Und: Es ist keineswegs cool, sein Dinner danach auszusuchen, dass Zeit bleibt, eine Runde auf der Kartbahn zu drehen, um so eine geballte Lässigkeit zu präsentieren. Seinen Temperament- und Lässigkeits-Pegel setzt er derart hoch an, dass er nur durchfallen kann. Ob das was werden könnte mit einer eigenen TV-Koch-Show?
Nur, wenn ein geneigter Sender immer genug Wasser und Plastik vorrätig hat:
Er steckt den Lachs in den Sous-vide-Garer, aber auch das Gemüse. Warum gart jemand Gemüse (und dann noch mehrere Sorten) im Wasserbad? Ich habe keine Erklärung.
Das ist jedoch der Zeitpunkt, an dem Christoph noch glaubt, dass er diese Dinner-Woche mit einem Punkt Vorsprung vor Helmut gewinnen wird ...
natürlich weiß er nicht, dass nicht Helmut, sondern Andrea bislang die Spitzenposition inne hat. Aber warum sollte er das auch ahnen,
wenn er im mittlerweile verpönten Plastik-Overkill schwelgt, das allen Umweltfreunden Unbehagen bereitet?
An diesem Abend wird vermutlich mehr Plastik als Klopapier verbraucht.
Die Kriminalbeamtin Andrea erweist sich mit Unterstützung durch Jessica als Profilerin dieses Abends ... man kann sagen, dass die beiden meckern. Man kann aber auch sagen: Sie werden dem Original-Profil gerecht.
Nachdem Christoph seinen Abend über die Bühne gebracht hat, vermutet er in der ihm größtmöglichen Bescheidenheit, dass er nun einen Punkt hinter Helmut liegt. Auch das stimmt nicht!
Christoph muss sich mit 28 Zählern und dem bislang letzten Platz begnügen.
Zumindest hat der Regisseur eines aus der Sendung verbannt: Christophs Pferdefleisch-Imbiss-Bude. Nicht einmal ist die Rede davon. Wäre auch zu heikel ... Man möchte diese Woche schließlich unfallfrei über die Bühne bringen.
Ich habe gestern einen dezenten Hinweis dazu bekommen und mich gegruselt.
Und ich bitte darum, auf meiner Facebook-Seite keinen Link zu dieser Seite zu posten. Derartige Werbung kann ich keinesfalls unterstützen - und müsste ich umgehend löschen.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Donnerstag, 16. Mai 2019
15. Mai 2019 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch im Celler Land bei Andrea
Vorspeise: Kulinarische Frühlingsboten: Spinatsalat mit Lachs an einer Beeren-Vinaigrette, dazu Currybrot
Hauptgang: Kräuter-Lammlachs in Bacon mit Bärlauch-Risotto, grünem Spargel und Ofentomaten
Nachtisch: Erdbeerige Glücksmomente: Erdbeercrumble- und carpaccio mit Vanilleeis und Schichtdessert mit Pistazienkrokant
Hausdurchsuchung bei Andrea
Seit vielen Jahren dringen Fernseh-Teams in fremde Haushalte ein, und die Okkupierten freut das sogar manchmal unbändig, denn sie wollen den Eindringlingen und Zuschauern zeigen, wie gut sie kochen können, wie schön ihr Haus oder wie groß ihre Bildung ist und sich noch für dieses und jenes empfehlen. Die Beweggründe, sich zu bewerben, sind vielfältig ... und manch einer startet hier seine Doku-Soap-Karriere. Leider oder Gottseidank ist diese am Ende sehr begrenzt.
Die meisten Teilnehmer wollen vermutlich lediglich ein bisschen Spaß haben, einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich einmal professionell gefilmt sehen.
Heute dringt das Team auf Wunsch ins Haus der Kriminalbeamtin Andrea ein, die sich völlig freiwillig in dieses Format "Hausdurchsuchung" begeben hat. Selber richtet sie gern Häuser und Wohnungen ein, und das Hobby sieht man ihrer eigenen Einrichtung an: Hier ist alles sehr liebevoll gestaltet.
Allerdings sind auch ein paar Kochkünste durchaus gefragt. Von Minute zu Minute sehe ich einen Berg von Lebensmitteln, Schüsselchen und mehr in Andreas Küche anwachsen ... und trotz Spülhilfe Dana baut sich das Massiv kein bisschen ab. Hinter all dem kann ich nicht mehr entdecken, auf welchem Level Andreas Kochkünste sich einpendeln und muss später auf das Urteil der Gäste (die dürfen das immerhin auch essen, und ich nicht) vertrauen.
Eine traurige Geschichte am Rande: Andrea und Dana sind seit erst einem Jahr Freundinnen - sie haben sich gefunden, nachdem eine gemeinsame Freundin gestorben war. Das sind genau die Stories, die jede Doku-Soap braucht ... aber sie wird hier nicht vertieft. Die beiden werden ohnehin genug daran zu knabbern haben.
Nix zu knabbern hat Christoph an diesem Format: Er fühlt sich als Rampensau, hört den Begriff ausgesprochen gerne - aber mir fällt gerade keine Sendung ein, für die diese ein Sprungbrett für ihn sein könnte. Shopping-Queen? Eher nicht. "Deutschland sucht den Top-Moderator" ... gibt es wohl nicht.
"Sei du die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst" - Ghandi
ist Andreas Lebensmotto. Offenbar hat sie keine Probleme damit, heute jede Menge an Müll zu produzieren. Aber sie liebt ihren 14jährigen Seelenhund Happy und hat vor kurzen den 6jährigen Hund Benny bei sich aufgenommen. Vielleicht war Benny der Hund ihrer verstorbenen Freundin, vielleicht aber auch ein anderes armes, verlassenes Wesen ... wer weiß.
Völlig und ehrlich geschafft ist Andrea am Ende ihres Auftritts und vergießt Tränen. Das sieht authentisch und kein bisschen gestellt aus. Man ahnt die Anstrengung, die an solch einem Tag entsteht und sich auf die eine oder andere Art entlädt. Ein Tag, der an den Nerven zehrt.
Die Punkte für Andrea sind dann sehr unterschiedlich: Petra und Jessica geben je 10, Helmut 8 und Christoph 7, macht in der Summe mit 35 Punkten die bisherige Führung aus.
Hausdurchsuchung bei Andrea beendet!
Als nächster ist Rampensau Christoph an der Reihe - ich fürchte mich ein wenig davor.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Mittwoch, 15. Mai 2019
14. Mai 2019 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag im Celler Land bei Helmut
Vorspeise: Sellerie-Creme-Suppe in der Knolle
Hauptgang: Kalbsbäckchen in Lemberger-Sößle, Filderkraut-Möhren-Lasagne und handgeschabte Spätzle
Nachtisch: Holunder-Eis und Kalamansi-Mousse
"Kochen ist Meditation"
hat Helmut für sich herausgefunden und meditiert in seiner Küche vor sich hin, um später seine Gäste mit dem Ergebnis zu erfreuen. Leider sieht seine Küche am Ende aus, als hätte ein Verwandter vom bitterbösen Sturm "Kyril" hindurchgewütet.
Geht damit die Meditation eigentlich flöten? Oder ist Aufräumen auch eine Art von Besinnung auf die wesentlichen Dinge des Lebens? Doch bewundernswert, dass er den Überblick nicht verliert und vor allem eine tiefe, tiefe Ruhe bewahrt.
Hingegen meditiert Petra darüber, was wohl Kalbsbäckchen sind - ohne auf das Naheliegende zu stoßen, auf das sie bereits mit dem Wort hingewiesen wird. Ich könnte jetzt vermuten, dass sie sich erst dem Kochen zugewandt hat, nachdem sie sich einen Thermomix angeschafft hat ... aber stelle nur fest, dass sie die Haare schön hat. Immerhin war sie noch eben beim Friseur, um das hübscheste Wesen an Helmuts Tisch zu sein.
Helmut hingegen ist ein cleverer Erfinder von praktischen Dingen: Die Sellerieknollen höhlt er mit einer Bohrmaschine aus. Da ich meine Finger liebe, kann ich ihm das leider nicht nachmachen und nehme auch in Zukunft lieber Teller für Suppen. Allerdings ist seine Präsentation eine schöne Idee.
Zum Hauptgangsbestandteil Spitzkohl fehlt dem künftigen Möchtegern-Koch-Show-Moderator Christoph Kümmel oder auch Kreuzkümmel ... Eine Ausführung von Dr. Christoph, die ich mir leider nicht merken konnte.
Merken konnte ich mir, dass Helmut als negative Eigenschaft angibt, dass er ein Klugscheißer ist. Allerdings nimmt die Selbsterkenntnis den Gegnern von Besserwissern nicht den Wind aus den Segeln. Solche Leute können einfach nervig sein ...
was jedoch heute und auf den Gastgeber Helmut nicht zutrifft. Er wird schon noch Gelegenheiten finden, sein Wissen unter die Leute zu bringen.
Ein guter Gastgeber ist er, wird gelobt. Keine leeren Gläser und jede Menge Aufmerksamkeit gegenüber seinen Gästen.
Das alles und sein Menü bringen ihm 34 Punkte ein, womit er Petra überholt. Doch bislang hat schließlich noch nie ein Thermomix gewonnen, und so soll es auch bleiben.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Dienstag, 14. Mai 2019
13. Mai 2019 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag im Celler Land bei Petra
Foto: M. M.
Vorspeise: Süßkartoffel-Möhrensuppe mit Sesamsahne und lombardischem Gras
Hauptgang: Rinderfilet an Schalotten-Balsamico-Jus mit Kartoffel-Selleriestampf und grünem Spargel
Nachtisch: Joghurt Pannacotta mit Himbeer-Coulis und frischen Früchten
Bis gerade eben war es ein normaler Montag ...
und dann ist es 19.00 Uhr, und als erste "Köchin" der Woche bricht die laute Petra über das Publikum herein. Soviel kann ich schon verraten: Um 20.00 Uhr fühle ich mich derart platt gequatscht, dass ich mich nur noch freue, wenn Petra an den folgenden Tagen keine tragende und viel-sprechende Rolle mehr spielen darf.
Zumindest Helmut kann mich kurz erheitern: Er nimmt jetzt, bevor er tüddelig wird, am sogenannten "perfekten Dinner" teil. Helmut ist 65 Jahre alt und hat böse Vorstellungen vom Alter. Allerdings werden nicht alle älteren Leute "tüddelig".
Und nicht alle etwas jüngeren Leute haben die Realität im Blick: Christophs Absicht ist seine Hoffnung, durchs Dinner eine eigene Kochshow zu bekommen. Ehrlich gesagt, braucht die Welt oder auch nur Deutschland keine neue Kochshow.
Jessica hingegen hat ein handfestes Problem: Sie hat im Moment keine Küche, sondern wartet auf deren Lieferung ... meistens erfolgen die Küchenaufbauten wie avisiert. Hoffe ich jetzt mal ... sonst kocht sie eben in ihrem Lokal (hat sie doch, oder?)
Wenig Probleme hat auch Petra, die bereits in der Sendung "Shopping-Queen" zwar nicht gewonnen hat, aber von Guido offenbar zur Siegerin der Herzen gekrönt wurde. Guido redet ja auch gerne und viel ... und daher gucke ich die Sendung nur ganz sporadisch. Das letzte Mal, dass ich da mal reingezappt habe ... es muss schon zwei, drei Jahre her sein, mindestens.
Ein Herzstück für Petra ist vermutlich der Thermomix, dem sie heute keine Minute Ruhe gönnt. Und dann ist da noch Susi.
Wer ist Susi?
Zumindest darf Susi den Küchenhelfer TM nach jedem seiner Einsätze spülen ... damit ist Susi voll ausgelastet, und es erklärt auch ihre Teilnahme neben der redenschwingenden Petra.
Erfindungsreich ist die Rednerin auch noch: Erbsenschoten schneidet sie selber (das kann der Thermomix wohl nicht) in Streifen und nennt diese dann lombardisches Gras. Weiteres Gras gibt es an diesem Abend nicht,
Helmut bemängelt sogar, dass nicht einmal der Wein regelmäßig nachgeschenkt wurde.
Die One-Woman-Show gipfelt in den Sünden von Fertigbrühe und Soßenbinder. Sünden insofern, als dass dies dem Namen nach und am Ende eine Kochsendung ist,
und jeder sich bemühen sollte, ohne derartige Hilfsmittel auszukommen.
Trotzdem: 32 Punkte darf Petra sich notieren und im Kopf behalten.
Ich behalte etwas anderes auch noch im Kopf: Auf dem Weg zum Einkaufen überfährt sie beinahe (oder tatsächlich?) eine Taube
und kann sich vor Lachen darüber kaum halten. Im Gegensatz zu ihr hätte mich so etwas furchtbar erschrocken ... und absolut zu keinem Lachflash verholfen.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Vorspeise: Süßkartoffel-Möhrensuppe mit Sesamsahne und lombardischem Gras
Hauptgang: Rinderfilet an Schalotten-Balsamico-Jus mit Kartoffel-Selleriestampf und grünem Spargel
Nachtisch: Joghurt Pannacotta mit Himbeer-Coulis und frischen Früchten
Bis gerade eben war es ein normaler Montag ...
und dann ist es 19.00 Uhr, und als erste "Köchin" der Woche bricht die laute Petra über das Publikum herein. Soviel kann ich schon verraten: Um 20.00 Uhr fühle ich mich derart platt gequatscht, dass ich mich nur noch freue, wenn Petra an den folgenden Tagen keine tragende und viel-sprechende Rolle mehr spielen darf.
Zumindest Helmut kann mich kurz erheitern: Er nimmt jetzt, bevor er tüddelig wird, am sogenannten "perfekten Dinner" teil. Helmut ist 65 Jahre alt und hat böse Vorstellungen vom Alter. Allerdings werden nicht alle älteren Leute "tüddelig".
Und nicht alle etwas jüngeren Leute haben die Realität im Blick: Christophs Absicht ist seine Hoffnung, durchs Dinner eine eigene Kochshow zu bekommen. Ehrlich gesagt, braucht die Welt oder auch nur Deutschland keine neue Kochshow.
Jessica hingegen hat ein handfestes Problem: Sie hat im Moment keine Küche, sondern wartet auf deren Lieferung ... meistens erfolgen die Küchenaufbauten wie avisiert. Hoffe ich jetzt mal ... sonst kocht sie eben in ihrem Lokal (hat sie doch, oder?)
Wenig Probleme hat auch Petra, die bereits in der Sendung "Shopping-Queen" zwar nicht gewonnen hat, aber von Guido offenbar zur Siegerin der Herzen gekrönt wurde. Guido redet ja auch gerne und viel ... und daher gucke ich die Sendung nur ganz sporadisch. Das letzte Mal, dass ich da mal reingezappt habe ... es muss schon zwei, drei Jahre her sein, mindestens.
Ein Herzstück für Petra ist vermutlich der Thermomix, dem sie heute keine Minute Ruhe gönnt. Und dann ist da noch Susi.
Wer ist Susi?
Zumindest darf Susi den Küchenhelfer TM nach jedem seiner Einsätze spülen ... damit ist Susi voll ausgelastet, und es erklärt auch ihre Teilnahme neben der redenschwingenden Petra.
Erfindungsreich ist die Rednerin auch noch: Erbsenschoten schneidet sie selber (das kann der Thermomix wohl nicht) in Streifen und nennt diese dann lombardisches Gras. Weiteres Gras gibt es an diesem Abend nicht,
Helmut bemängelt sogar, dass nicht einmal der Wein regelmäßig nachgeschenkt wurde.
Die One-Woman-Show gipfelt in den Sünden von Fertigbrühe und Soßenbinder. Sünden insofern, als dass dies dem Namen nach und am Ende eine Kochsendung ist,
und jeder sich bemühen sollte, ohne derartige Hilfsmittel auszukommen.
Trotzdem: 32 Punkte darf Petra sich notieren und im Kopf behalten.
Ich behalte etwas anderes auch noch im Kopf: Auf dem Weg zum Einkaufen überfährt sie beinahe (oder tatsächlich?) eine Taube
und kann sich vor Lachen darüber kaum halten. Im Gegensatz zu ihr hätte mich so etwas furchtbar erschrocken ... und absolut zu keinem Lachflash verholfen.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Montag, 13. Mai 2019
12. Mai 2019 - ARD - Tatort Frankfurt: "Das Monster von Kassel"
Tatort:
Das Monster von Kassel
Einzelne Leichenteile eines jungen Mannes werden in Containern in Frankfurt gefunden, ein Polizei-Hund findet die Zunge des Mannes in einem Waldstück, und das Auffinden soll vom Täter auch gewollt sein. Nicht finden sollte man den Kopf, gegen den in unfassbarer Wut getreten wurde. Ein Gewitterregen bringt ihn auf einem Friedhof zum Vorschein.
Während die Zuschauer den Täter von Anfang an kennen, umkreisen Janneke (Margarita Broich), Brix (Wolfram Koch) und ihre Kasseler Kollegin Lauritzen (Christina Große) den überaus smarten und verbindlichen sowie deutschlandweit bekannten Moderator Marten Jansen (Barry Atsma). Der zeigt sich kooperativ und besucht sogar freiwillig das Revier, um seine Aussagen zu machen ...
oder vielmehr, um Anna Janneke zu umgarnen und auf den für ihn richtigen Weg zu bringen. In der Tat gibt Janneke hier die fürsorgliche Frau, die den Mann bedauert, der seinen Stiefsohn Luke auf derart grausame Art und Weise verloren hat. Andererseits verdichten sich die Hinweise auf eine Beziehungstat in der eigenen Familie,
um andere Taten damit zu verdecken.
Luke hat herausgefunden, dass sein Stiefvater es weder mit der ehelichen Treue noch mit gewaltfreiem Sex mit Fans wirklich genau nimmt. Selbst vor der von Luke angebeteten blutjungen Nachbarin hat der Stiefvater nicht Halt gemacht ...
ja, hätte das junge Mädchen dies nur zur Anzeige gebracht, dann wäre der Mord vermutlich nicht passiert. Doch dann gäbe es eben auch diesen
durchaus sehens- und hörenswerten Tatort-Beitrag nicht.
Jemand, der nicht nur mordet, sondern auch noch die Leiche in Einzelteile zerlegt, um dies einem Täter in Straßburg unterzujubeln (der allerdings bereits gefasst wurde), ist in der Tat ein Monster und dies wäre zu irgendeinem anderen Anlass zum Vorschein gekommen. Vorhergehende Vergewaltigungen haben das Monströse in diesem gut aussehenden Kerl bereits sichtbar gemacht ...
doch wie im wirklichen Leben, so auch im Tatort: Man trifft sich immer zweimal.
Am Ende glaubt Jansen, die Kommissarin (die er suggestiv ständig mit Frau Janneke anredet, was einer kleinen Gehirnwäsche gleicht) in ihre ermittlerischen Schranken verwiesen zu haben und somit als freier Mann sein Leben fortführen zu können.
Doch die Ermittler gönnen ihm neben einem kleinen Moment des Triumpfes auch den eigenen Moment, ihm auf dem Weg in die Freiheit wie Regisseure, die sich die Chefrolle nicht aus der Hand nehmen lassen,
all seine weiblichen Fans in den Weg zu stellen, mit denen er eine Beziehung hatte, die zwar auf der Bewunderung für seine Person basierte, die jedoch von ihm nur ausgenutzt wurden.
Eine weibliche Ermittlerin, die dem Täter am Ende haushoch überlegen ist, aber sich in all den Vernehmungen ein bisschen auf Columbo-Art zurück genommen hat, überführt
das Monster von Kassel.
Vier von fünf möglichen Sternen für diesen Krimi.
Fazit: Man kann jedem nur vor den Kopf gucken. Hätte man dem "Glöckner von Notre Dame" aufgrund seines Aussehens jede Art von Verbrechen zugetraut - würde man diesem tollen und schönen Hecht im Fernseh-Teich doch nie und nimmer so etwas wie einen potenzierten Mord zugetraut haben.
Ein großes Lob an die Casting-Firma.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Das Monster von Kassel
Einzelne Leichenteile eines jungen Mannes werden in Containern in Frankfurt gefunden, ein Polizei-Hund findet die Zunge des Mannes in einem Waldstück, und das Auffinden soll vom Täter auch gewollt sein. Nicht finden sollte man den Kopf, gegen den in unfassbarer Wut getreten wurde. Ein Gewitterregen bringt ihn auf einem Friedhof zum Vorschein.
Während die Zuschauer den Täter von Anfang an kennen, umkreisen Janneke (Margarita Broich), Brix (Wolfram Koch) und ihre Kasseler Kollegin Lauritzen (Christina Große) den überaus smarten und verbindlichen sowie deutschlandweit bekannten Moderator Marten Jansen (Barry Atsma). Der zeigt sich kooperativ und besucht sogar freiwillig das Revier, um seine Aussagen zu machen ...
oder vielmehr, um Anna Janneke zu umgarnen und auf den für ihn richtigen Weg zu bringen. In der Tat gibt Janneke hier die fürsorgliche Frau, die den Mann bedauert, der seinen Stiefsohn Luke auf derart grausame Art und Weise verloren hat. Andererseits verdichten sich die Hinweise auf eine Beziehungstat in der eigenen Familie,
um andere Taten damit zu verdecken.
Luke hat herausgefunden, dass sein Stiefvater es weder mit der ehelichen Treue noch mit gewaltfreiem Sex mit Fans wirklich genau nimmt. Selbst vor der von Luke angebeteten blutjungen Nachbarin hat der Stiefvater nicht Halt gemacht ...
ja, hätte das junge Mädchen dies nur zur Anzeige gebracht, dann wäre der Mord vermutlich nicht passiert. Doch dann gäbe es eben auch diesen
durchaus sehens- und hörenswerten Tatort-Beitrag nicht.
Jemand, der nicht nur mordet, sondern auch noch die Leiche in Einzelteile zerlegt, um dies einem Täter in Straßburg unterzujubeln (der allerdings bereits gefasst wurde), ist in der Tat ein Monster und dies wäre zu irgendeinem anderen Anlass zum Vorschein gekommen. Vorhergehende Vergewaltigungen haben das Monströse in diesem gut aussehenden Kerl bereits sichtbar gemacht ...
doch wie im wirklichen Leben, so auch im Tatort: Man trifft sich immer zweimal.
Am Ende glaubt Jansen, die Kommissarin (die er suggestiv ständig mit Frau Janneke anredet, was einer kleinen Gehirnwäsche gleicht) in ihre ermittlerischen Schranken verwiesen zu haben und somit als freier Mann sein Leben fortführen zu können.
Doch die Ermittler gönnen ihm neben einem kleinen Moment des Triumpfes auch den eigenen Moment, ihm auf dem Weg in die Freiheit wie Regisseure, die sich die Chefrolle nicht aus der Hand nehmen lassen,
all seine weiblichen Fans in den Weg zu stellen, mit denen er eine Beziehung hatte, die zwar auf der Bewunderung für seine Person basierte, die jedoch von ihm nur ausgenutzt wurden.
Eine weibliche Ermittlerin, die dem Täter am Ende haushoch überlegen ist, aber sich in all den Vernehmungen ein bisschen auf Columbo-Art zurück genommen hat, überführt
das Monster von Kassel.
Vier von fünf möglichen Sternen für diesen Krimi.
Fazit: Man kann jedem nur vor den Kopf gucken. Hätte man dem "Glöckner von Notre Dame" aufgrund seines Aussehens jede Art von Verbrechen zugetraut - würde man diesem tollen und schönen Hecht im Fernseh-Teich doch nie und nimmer so etwas wie einen potenzierten Mord zugetraut haben.
Ein großes Lob an die Casting-Firma.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Samstag, 11. Mai 2019
11. Mai 2019 - Die deutsche Sprache ist voller Augen-Blicke
Die deutsche Sprache ist voller Augen-Blicke
Der eine oder die andere wird es kennen: Man bricht sich einen Arm, und plötzlich sieht man überall die Gleichgesinnten, die ebenfalls einen Arm oder ein Bein in Gips mit sich herumtragen müssen. Vorher ist es einem überhaupt nicht aufgefallen, denn das gehört zum normalen Straßenbild und wird nicht weiter registriert.
Seitdem mein Yorkie Robin nicht nur blind ist, sondern auch ohne Augen durch sein weiteres Leben gehen muss, fiel mir etwas anderes auf:
Die deutsche Sprache ist voller Augen-Blicke.
Die Augen gehören zu den wichtigsten Sinnes-Organen, die wir besitzen ... und daher fällt es mir plötzlich wesentlicher, manchmal auch trauriger und intensiver ins Auge, wie vernarrt unsere Sprache in die Augen ist.
Man kann ein Auge zudrücken oder auch beide Augen offen halten, um dann doch die Augen vor etwas zu verschließen. Mit Adleraugen erkennt man, dass es Liebe auf den 1. Blick ist. Wenn man die Blickrichtung wechselt, könnte man auf beiden Augen blind sein.
Ich seh' dir in die Augen, Kleines ... wer kennt das Filmzitat nicht, das noch heute, nach gefühlten hundert Jahren seit Entstehung des Films, kursiert.
Mein Augapfel ist ein besonders liebenswertes Kompliment an einen geliebten Menschen.
Und doch:
"Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben" schrieb Goethe.
Auge um Auge, Zahn um Zahn -
und ganz böse hat es Heinrich Heine niedergeschrieben:
"Ärgert dich dein Auge, so reiß es raus. Ärgert dich deine Hand, so hau sie ab. Ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab. Und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch."
Man reibt sich den Schlaf aus den Augen, um den Tag sehend zu beginnen.
"Um klar zu sehen, reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung", schrieb Antoine de Saint Exupery, dessen Zitat
"Man sieht nur mit dem Herzen gut - das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" zu den bekanntesten Buch-Zitaten überhaupt gehört.
Und Rilke meint: "Es gibt Augenblicke, in denen eine Rose wichtiger als ein Stück Brot ist."
"Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen" - brachte Sartre zu Papier.
Kästner, ganz er selbst, schrieb: "Die deutsche Literatur ist einäugig. Das lachende Auge fehlt."
Neben den klugen Sprüchen gibt es die alltäglichen:
Hast du denn keine Augen im Kopf . Sieh mal genauer hin . Bist du denn blind? . Sehenden Auges läufst du in dein Unglück .
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Manchmal zucke ich bei einem lässig gebrauchten Augen-Blick-Ausdruck erschrocken zusammen - denn - wie traurig ist es, wenn jemand nicht sehen kann. Doch wir wenden auch für ihn diese Augen-Blicke an.
Und halten viele Augenblicke fest
Guten Tag, Gruß Silvia
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