Dienstag, 28. Juli 2026

27. Juli 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Koblenz bei Jockel



"Willkommen beim Riehkopp"

Vorspeise: Maronen-Whisky-Süppchen mit „Pilz-Nuss-Gremolata“ und frischem Dattelbrot
Hauptgang: Reh aus heimischem Wald, Breznserviettenknödel und speckige Beilagen
Nachtisch: Mousse au Chocolat und Panna cotta mit Himbeersauce


" ... Tiere und Bäume
sind sinnvoll verschwistert,
teilen des Waldes Geheimnis."

- Francisca Stoecklin (1894 - 1931)

Jockel heißt eigentlich Joachim, aber offenbar nennen ihn die anderen nur dann bei seinem richtigen Vornamen, wenn sie etwas an ihm auszusetzen haben - daher bleibe auch ich bei Jockel, obwohl ich, wenn möglich und mir bekannt, stets die wirklichen Namen der Kandidaten benutze und keine Spitznamen.

Eine Art "Titel" trägt er gemeinsam mit allen Bürgern seines Wohnortes Niederbreitbach im Westerwald, den Riehkoppern.

Riehkopp ist ein altdeutscher Familienname, den man besonders im Norden der Republik findet. Zum anderen wird Riehkopp

auch als Schimpfwort verwendet. Mir ist das noch nie als Familienname begegnet, geschweige denn als Schimpfwort.

Vielleicht gibt es in Niederbreitbach besonders viele Jäger?

Die liebste Riehkopperin an Jockels Seite heißt Ute - und beide sind ein Paar, seitdem Ute 14 und er 15 oder 16 Jahre alt waren. Sie wirken sehr

harmonisch, eingespielt und liebevoll miteinander.



Das Menü

"Ich schieß dir das Reh", hatte der befreundete Jäger zu Jockel gesagt. Denn, so ergänzt der heutige Dinner-Gastgeber, es sei gerade Schonzeit ...

Diesen Inhalt verstehe ich nicht, er widerspricht sich. Hört sich an, als dürfte dieser Jäger auch in Schonzeiten schießen ... Manche tun es wirklich, aber dann ist das natürlich illegal und strafrechtlich relevant.

Zack, zack, streift Jockel weiter durch seine Vorbereitungen, und jeder Handgriff sitzt, die gekonnten ebenso wie die zu den Fertigzutaten wie Industriebrühe und sogar Soßenbinder. Das hätte er gar nicht nötig.

Die Vorspeisensuppe enthält neben Gemüse natürlich Maronen und 2 Esslöffel rauchigen Whisky: Kevin mag weder Maronen noch trinkt er Alkohol. Dennoch schmeckt ihm die Suppe,

während eine der Damen bemängelt, dass es nur eine Suppe ist ... einer anderen ist sie zu dickflüssig.

Überhaupt wird heute ziemlich gequengelt.

Denn der Rehrücken soll kalt oder nicht mehr warm genug sein.,

während die Schoko-Mousse nicht fluffig genug ist - oder sogar nach Schokolade schmeckt.

Wer kann denn ahnen, dass - ich glaube, es ist Jenny - keine Schokolade mag. Sie soll auch nicht bewerten, ob sie etwas mag oder nicht - sondern, ob es gut zubereitet und präsentiert ist.

Da träumen manche jahrelang von einer Teilnahme an dieser Sendereihe - und wissen nicht einmal, an welcher Stelle sie die Glocke läuten sollen ...


Fazit

Jockel freut sich derweil seines Lebens und hofft auf viele Punkte, denn für sich selber gesehen hat er das perfekte Dinner abgeliefert - und kokettiert sogar mit der Höchstbewertungszahl.

Und dieses Statement zur eigenen Leistung klingt trotz hoher Erwartungen überhaupt nicht arrogant, sondern nach Augenzwinkern - und einer leisen Hoffnung..

Ich befürchte, es wird keine einfache Woche, sondern eher eine, in der ich Aversionen gegen den einen oder die andere noch weiter ausbauen werde ... obwohl ich lieber völlig neutral bleibe.

Die Punkte: je 7 geben Michell, Kevin und Jenny, 9 gibt Julia.

Das ergibt die Summe von 30 Zählern.

Ich bin enttäuscht - obwohl Reh nie auf meiner Speisekarte steht - aber Jockel das Dinner freundlich, gekonnt, ansprechend und auch in einem guten Zeitrahmen

auf den Tisch gebracht hat.


Guten Morgen, Gruß Silvia




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