Vorspeise: Fisch / Salat - Räucherlachs mit Pflücksalat und Baguette
Hauptgang: Schwein / Brezen / Wurzelgemüse - Schweinebäckchen mit Brezen-Quark-Knödel und glasierten Möhren
Nachtisch: Cremig / fruchtig / kalt - San Sebastian Cheesecake mit warmer Himbeer-Erdbeer-Soße, Joghurteis und Früchten
Im Idealfall ist die Familie Trampolin und Sprungtuch in einem.
© Stefan Wittlin (*1961)
© Stefan Wittlin (*1961)
Der 35jährige Philipp bezeichnet seine Teilnahme an dieser Sendereihe als "Familienprojekt" und sich selber natürlich als einen Familienmenschen.
Noch bin ich dem Begriff "Familienmensch" nicht ganz auf die Spur gekommen, denn die meisten Menschen lieben ihre Kinder und Partner und Eltern. Das ist keine besondere Auszeichnung, sondern der Normalzustand. - Wie es sich mit dem Rest der Familie verhält, ist dann sicherlich unterschiedlich. Hier im Ruhrgebiet nennt man diese dann und wann und wenn es gerade passend erscheint "bucklige Verwandtschaft".
In seinem Beruf hat der Bauleiter, der gelernter Zimmermann ist, viel Stress, und an dieser Stelle fungiert seine Familie als eine Art "Sprungtuch", denn sowohl seiner Ehefrau Isabella als auch den Töchtern Emilie und Johanna ist seine hohe Arbeitsbelastung bekannt. Wird sicherlich oft ein Thema sein ...
Heute jedoch ist Kochen sein Thema. Er kocht gern, um dem Stress zu entfliehen, und da lag eine Bewerbung fürs "perfekte Dinner" irgendwann nahe. Diese hat nach ihrer Aussage Isabella abgeschickt, ohne sein Wissen.
Es gibt Leute, denen würde ein TV-Auftritt Stress oder zumindest Unbehagen bereiten - aber die würden sich auch nicht vor Kameras stellen, egal, wer sie zu was "angemeldet" hat.
Das Menü
Mit seinen Töchtern Emilie und Johanna bildet er ein gutes Team in der Küche, und Emilie schnibbelt das Gemüse zu wirklich ansehnlich appetitlichen kleinen Stückchen.
Jedoch habe ich in dieser Woche erstmals ein paar Probleme, den Gastgeber akustisch zu verstehen. Philipp plappert schnell und offenbar ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass nicht jeder seinen Dialekt vollumfassend versteht.
Kurz: er gibt sich in diesem Punkt keine Mühe!
Ich entscheide, dass es auch wichtiger ist, dass er sich auf sein Menü konzentriert - und ich nichts verpasse, wenn ich seinen Dialekt nicht verstehe.
Lachs zur Vorspeise, zumindest selbst geräuchert.
Schweinebäckchen zum Hauptgang und die Frage: Warum sind Möhren als Beilage so ausgesprochen beliebt, dass kaum einem Kandidaten noch etwas anderes einfällt?
Ein Kuchen ist für mich kein Nachtisch, selbst, wenn es ein Käsekuchen ohne Boden ist.
Fazit
Philipp bezeichnet sich als sehr heimatbezogen, der sein Bayern liebt. Das gefällt mir, und das nehme ich ihm ebenso komplett ab wie die Liebe zu seiner Familie. Oder den beruflichen Stress ...
Und an der Stelle, an der ich ihn akustisch nur schwer verstehe, leiden meine Augen beim Anblick von Lena:
Ihre Arme sind beinahe vollständig tätowiert - das ist ihre Sache und stört mich nicht. Aber sie sollte ihre
Kleidung diesem farbenfrohen Hautschmuck anpassen und keine kunterbunte wählen. Das wirkt unruhig, durcheinander und lenkt von ihrer Gesamterscheinung ab. Es ist als wenn zehn Leute gleichzeitig reden, damit sie selber nicht mitbekommen, worum es eigentlich geht.
Philipps Abschlussworte sind gut zu verstehen, denn er würde sich "8 Punkte, nicht mehr", geben.
Die Punkte: je 9 geben Kerstin, Lena und Gudrun, 8 gibt Michael.
Mit 35 Zählern liegt er dennoch nur auf dem bislang 3. Platz.
Guten Morgen, Gruß Silvia
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