Donnerstag, 23. Juli 2026

22. Juli 2026 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch in Passau bei Kerstin



"Zwischen Meer, Wiese und Schokolade"

Vorspeise: Jakobsmuscheln und Garnele auf Erbsenpüree, begleitet von Minzpesto und einem Hauch Zitrone
Hauptgang: Geschmorte Bäckchen, dazu Schichtkartoffeln und eine Variation aus frischem Gemüse
Nachtisch: Warmes Schokoküchlein mit klassischem Vanilleeis auf Himbeerspiegel und Pistaziencrunch



"Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht"
- deutsches Sprichwort

Der Spruch gehört in etwa zu den Formulierungen, die ich zwar hier und da schon mal benutzt habe, aber eigentlich nicht schreiben würde. Vielleicht passt er in die Kategorie lockeres, leicht ironisches Schimpfwort.

Im übrigen wird das Sprichwort hier und da auch benutzt, wenn überhaupt kein Bauer gemeint ist, aber vor allem

übernehme ich es von der heutigen Kandidatin Kerstin, die damit nicht etwa irgendeinen Konkurrenten meint, sondern

die eigenen Eltern.

Kerstin ist auf einem Bauernhof in Kärnten aufgewachsen, und die Liebe zu ihrem jetzigen Verlobten Stefan hat sie nach Bayern verschlagen.

Die Eltern werden der 34jährigen Krankenschwester den Spruch nachsehen.


Das Menü

- oben beschrieben - wird generell gern genommen für eine Teilnahme beim "Dinner", denn die Zusammenstellung schmeckt den meisten, eckt nicht an und erfordert keinen

abenteuerlustigen Ausflug in andere Geschmackswelten.

Jakobsmuscheln und Garnelen auf Erbsenpüree mit Minzpesto leiten den Abend ein,

während die Kalbsbäckchen bereits seit Stunden in viel dünner Flüssigkeit vor sich hinschmoren. Ich bin wohl unaufmerksam, denn genau diese

Suppen-Soße kommt anschließend als total eingedickte auf die Teller.

Den Abschluss bildet ein durch gezuckerte Kondensmilch getrimmtes Eis. Seit Jahren zieht sich dieser Bestandteil durchs Dinner ... ein Trick, damit das Eis nicht kristallisiert.

Die Schokoküchlein sollen einen flüssigen Kern haben.


Fazit

Spannende Momente, Minuten oder gar Stunden verbringen Kerstin und ihr Verlobter vorm Aquarium und beobachten die Fische. Das ist sicher interessanter als so manche Dinner-Ausgabe ... aber ist der Lebensraum der Fische nicht ein wenig klein? Doch ich kenne mich mit Aquarien gar nicht aus,

sehe aber, dass es sehr sauber ist.

Besser kenne ich mich mit Erinnerungsstücken aus, die man ein Leben lang mit sich herumträgt oder sie zumindest aufbewahrt:

Kerstin präsentiert die alten Biergläser ihrer Oma, aus der ihre Gäste heute trinken "dürfen". Ja, sie sagt dürfen.

Gudrun bewahrt und benutzt ein Salzkästchen aus den Beständen ihrer Oma.

Und Michael kann sich nicht von dem Wäschekorb trennen, in dem er einst von der Klinik nach Hause gebracht worden ist.

Ich hänge an einem Badetuch, das einst knallrosa gewesen ist: meine Oma hat es mir zum Einzug ins Internat geschenkt - und eigenhändig ein Schildchen mit meinem Namen eingenäht (im Internat musste alles gekennzeichnet sein). Das Tuch bezeichne ich als "Glückstuch". Und

eigentlich weiß ich gar nicht, warum es ausgerechnet dieses Erinnerungsstück bis in die heutige Zeit, nun sehr blassrosa geworden, geschafft hat.

Final zu den Punkten für Kerstin, von denen mich die 10er doch ein wenig überraschen: je 10 geben Lena und Gudrun, 9 Philipp, 8 Michael.

Mit insgesamt 37 Zählern übernimmt sie am 3. Tag den bislang 1. Platz,

obwohl es in ihrem Menü nichts gegeben hat, was "der Bauer" nicht essen würde.


Guten Morgen, Gruß Silvia


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