Vorspeise: Johanns Maultaschensüpple
Hauptspeise: Rostbraten vom US-Beef mit handgeschabten Kässpätzle
Nachspeise: Nonnenfürzle mit Vanillesoße
Is' was Doc?
Der verheiratete Bachelor
- die zweite Überschrift ist natürlich sinnfrei, aber der Mann vom Bodensee und Pionier der Botox-Bewegung in Deutschland, hat sich vier Frauen eingeladen, um ihnen Baccara-Rosen als erlaubtes Mittel der Bestechung zu reichen. Da schmilzt sogar Andrea wie Butter in der Sonne, und ihr jetziger Ehemann sollte sich mal Sorgen machen, ob sie ihm nicht von der Flagge geht - so wie dem Mann vor ihm ( mit ihm).
Doch da würde vermutlich der Metzger-Sohn nicht mitspielen , denn seine Frau Birgit ist sein liebstes Patientchen, wie man sieht. Und ihre Gesichts-Manipulationen sind nicht halb so gelungen wie die an seinem eigenen Face. Die etwas pummelige Tochter macht die Vaterliebe schlank und rank. Da darf noch kein Messer ran.
Nie im Leben hätte ich darüber geschrieben, wenn der Charmeur es nicht selbst zum allübergreifenden Thema gemacht hätte. Und da sein Spruch "Mutti ist die Beste" ihm der liebste von seinen geliebten tausend Sinnsprüchen ist - bleibt die Frage, wer hier die Mutti ist. Seine Mutter, seine Frau? Womöglich noch alle Frauen! - Oder nur alle behandlungsbedürftigen Frauen?
Er lebt in einer großzügigen Wohnung mit nicht ganz so freiem Blick auf den Bodensee wie er es gern hätte - aber Vox sprengt ihm kurzerhand das im Wege stehende Haus weg, ganz TV-Botox-mäßig. Jetzt kann er bis zu den Alpen schauen.
Oder auf Andreas Stirn. Selber Schuld, wenn sie fragt, was er an ihr korrigieren würde - und nach einigem Zögern eine Antwort erhält, obwohl sie ein klares "nichts" bevorzugt hätte. Er würde nicht nur an ihrer Stirn, sondern auch an ihren Augen Hand anlegen. Die Augen könnten strahlender sein, die Stirn heller, denn sie ist der Spiegel der Seele. Jeder Spiegel ist selbstverständlich eine glatte Fläche.
Johann, der Menschen-Fischer vom Bodensee, liebt seine Porsche-Modelle und hat seit einiger Zeit auch einen echten Prollo-Feger in der Garage stehen. Er liebt seine Familie, seinen Beruf, den Beruf seines Vaters und alle Heiterkeit der Welt.
Man kann ihm nicht böse sein, auch dann nicht, wenn Kritikpunkte vorhanden sind. Mit seinem sonnigen Gemüt (das hoffentlich keine dunklen Stunden kennt) wischt er die einfach beiseite.
Als Arzt, dem Frauen ihre bleibende Schönheit anvertrauen, wird er jetzt jede Menge neue Kundschaft erwerben (auch Männer, ganz vergessen ...).
Da hätte es nicht noch den verdienten und leider geteilten Sieg mit Andrea gebraucht.
Wieviel Stirn- und Augenleuchtkraft kann Andrea für 750,-- Euro bei Johann käuflich erwerben? Vermutlich kostet die Beratung schon so viel.
Ungebotoxten guten Abend, Biene
