Mittwoch, 6. März 2024

5. März 2024 - Vox - Das perfekte Dinner (Jubiläumssendung zum 18. Geburtstag) - Dienstag in Köln bei Hannah




"Eleganz der Volljährigkeit“
Vorspeise: Avocado-Tomaten-Tatar auf einem Wildkräuter-Bett mit einer cremigen Burrata, verziert mit einem Mango-Balsamico und Pistazien
Hauptgang: Surf and Turf auf einer Kartoffelcreme mit Rosenkohl, glasierten Karotten und einer Garnitur aus Rote-Bete-Sprossen
Nachtisch: Renaissance des lauwarmen Schokoladentörtchens


Der Kater bringt den Katzenjammer ...

Sylvia und Eik geben ihr Bestes, ihrem Kater Paroli zu bieten: bereits im Vorab-Interview bemühen sie sich, das nicht so kuschelige Tier mit einigen Kölsch' zu besiegen. Offenbar gelingt ihnen das nicht, denn ihre Launen sinken in den Keller. Die Stimmung ist bereits am zweiten Tag auf dem Tiefpunkt angekommen, und an der Langeweile trägt auch

Hannah ihren Anteil. Doch nicht nur Hannah allein, denn auch der Regie gefällt es, ständig Rückblicke auf ihr einst bestrittenes

Das perfekte Kinder-Dinner

ins heutige Geschehen einzuwerfen. Zwar meint Eik, dass die Sendung "Das perfekte Dinner" zwischen vielen anderen Formaten etwas Besonderes sei, weil in ihr niemand der Kandidaten "vorgeführt" wird - aber

genau dieses Vorführen kann man heute bestens beobachten: aus dem damaligen Kinder-Dinner werden vorrangig die Szenen gezeigt, die

Hannah als hyperaktives Schrei-Mädchen verbraten.

Auch ihre Mutter Daniela bekommt ihr wiederholtes Fett ab - wenn über eine olle Sache endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher so'n Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst -:

Daniela war vor 11 Jahren ebenfalls Dinner-Kandidatin: die heutigen Einspieler zeigen die Unzufriedenheit ihrer Mitstreiter. Um 2 Uhr morgens soll ihr Drei-Gänge-Menü immer noch nicht Geschichte gewesen sein - lt. Hannah ist sie auf dem 4. Platz gelandet. Mich würde aber auch der 5. nicht wundern ...


Das Menü

Mit der Speisekarte hat Hannah sich in einen wahren Worte-Rausch hineingeschrieben: allerdings bleibt mir der gewählte Titel "Die Eleganz der Volljährigkeit" ein Rätsel. Meint die 22jährige Studentin sich vielleicht selber damit? Trotzdem ist solch eine Karte ergiebiger als die oft rein kryptischen Merkmale anderer Speisen-Beschreibungen, bei denen jeder sich nach einem Sinn fragen muss.

Daniela hilft ihrer hübschen Tochter bei den Küchenarbeiten.

Hilft das? - Die Gäste meinen mehrheitlich, dass überall Gewürze fehlen, loben aber die Anrichteweise (den schönen Schein).

Goldenes Besteck und goldene Platzteller glänzen vor sich hin - wenn man das denn mag ...


Fazit

Heute kommt einfach kein Schwung in die Sendung: vielleicht gibt es zu wenig Alkohol? Vielleicht wachen hinter den Kulissen Mutter und Vater von Hannah, in deren Wohnung sie kocht, dass die Gäste sich "vornehm" betragen und keine goldenen Löffel klauen?

Wer weiß das schon so genau! Für den Mittwoch erwarte ich ein großes Spektakel bei Eik, der sich dann endlich wieder einmal im Mittelpunkt aller Kameras selbst verwirklichen kann.

Aber heute ist auch Eik bedenklich still, sieht man einmal von seiner Gefängnis-Story ab (aus der Märchen-Biografie seines Lebens? Oder ist das etwa eine wahre Geschichte, die im übrigen gut zu ihm passen würde?):

Als Reporter hat er offenbar einst ein Gefängnis besucht und einen schwerkriminellen Lebenslänglichen interviewt: Irgendwann im Laufe des Gesprächs will er diesen gefragt haben, wohin sein nächster Urlaub geht ...

Wenn jemand Zeit und Ort und sein Gegenüber vergisst und nur sich selber im Fokus sieht, dann kann ... nein, selbst dann sollte so etwas nicht passieren ...

Die Punkte: 9 gibt Eik, je 8 geben Tom und Markus, 7 gibt Sylvia.

Mit 32 Zählern bleibt Hannah hinter Tom zurück.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Dienstag, 5. März 2024

4. März 2024 - Das perfekte Dinner - Jubiläumssendung zum 18. "Geburtstag" - Montag in Köln bei Tom



„3 x 18 = Un dîner presque parfait“
Vorspeise: Jakobsmuschel zwischen Himmel und Ääd
Hauptgang: Lamm im bunten Garten und Gratin dauphinois
Nachtisch: Tarte Tatin und Lebenselixier


Flüssiger Auftakt

... und das bedeutet in diesem Fall: es fließt viel Alkohol, es wird mehr als 18 Mal auf 18 Jahre "perfektes Dinner" angestoßen, ganz so wie es sich für einen besonderen Geburtstag gehört. Doch manch einer hat am Ende auch noch zwischendurch und öfter als 18 Mal sich selber zugeprostet - und sich selber hochleben lassen.

Wie zum Beispiel Eik, der nicht nur in der allerersten Dinner-Runde eine aufdringliche Rolle gespielt hat, sondern auch danach mehrmals mitwirken durfte. Er bläht sich auf, als hätte er die Rote-Vox-Kugel nicht nur erfunden, sondern würde an ihr kleben. Eine Beteiligung seinerseits zerstört natürlich jede Ernsthaftigkeit, mit der andere in die Sendung gehen könnten.

Hier der Link zu einem seiner Dinner-Auftritte:



Sylvia, die sich dadurch heraushebt, dass ihr Mann in 2018 als Kandidat mitgewirkt und gewonnen hat, ist allerdings und heute weniger an Ernsthaftigkeit, sondern mehr an alkoholischen Getränken interessiert.

Ob sie überhaupt noch den Geschmack der Speisen ihren zu gebenden Punkten zuordnen kann?

Hannah ist die Jüngste in dieser Runde, und vor 11 Jahren hat die heute 22jährige am "Kinder-Dinner" teilgenommen. Ein paar Rückblicke zeigen eine völlig aus dem Häuschen geratene Elfjährige ... ob sie inzwischen weniger kreischend durch die Gegend sprintet?


Tom

ist der erste Hobby-Koch in dieser zusammengewürfelten Runde, die sich noch in jede Richtung entwickeln kann - bislang denke ich: hier passt keiner zum anderen!

Der 28jährige Tom ist Lehrer für Französisch und Sport. Geboren ist er in Luxemburg Stadt (ein wunderbarer Ort mit vielen guten Restaurants) als Sohn einer Mutter mit luxemburgisch-belgischen und eines Vaters mit französischen Wurzeln. Sehr charmant ist sein leichter französischer Akzent, und er wird vermutlich der Sympathieträger der Woche werden. Er hat die Ruhe gepachtet - und macht auch am Ende der Sendung noch einen nüchternen (alkoholmäßig) Eindruck.

Das Menü ergibt sich aus der obigen Speisekarte: weder erkenne ich große Highlights noch Niederschläge in seinem Bemühen, die "ulkige" Runde zu verköstigen. Witzig sind sie jedoch eher nach eigenem Dafürhalten - aber es ist erst Montag, und das Ganze kann stimmungsmäßig noch bergab gehen, wenn eine gewisse Müdigkeit Oberhand gewinnt.


Fazit

Die 18, die über allem schwebt, scheint einigen Flügel zu verleihen - und sie ertrinken geradezu in der Feierlaune. Insgesamt geht es heute viel mehr ums Trinken, betrunken werden und darum, im Mittelpunkt dieses Geburtstages zu stehen, als ums Essen ...

Armer Tom!

"Er ist so höflich", bemerkt Eik ca. 818 Mal über den heutigen Gastgeber, während Sylvia am Ende Toms Nachtisch als TarrTarr bezeichnet: die betrunkene Aussprache für eine Tarte Tatin.

Ich bin froh, dass ich diese fünf Ausgaben der Sendung nicht an einem Stück sehen muss, denn das würden meine Nerven - schon wegen Eik - kaum aushalten. So aber habe ich jeweils 23 Stunden Pause zwischen den einzelnen Ausgaben

- und fühle mich stark genug, alles zu kommentieren.

Die Punkte: je 9 geben Hannah und Marcus, je 8 geben Eik und Sylvia.

Das sind 34 Zähler für Tom.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Sonntag, 3. März 2024

3. März 2024 - "Das perfekte Dinner" wird volljährig




"Das perfekte Dinner" wird volljährig

Mit 18 Jahren ist man volljährig und fortan voll verantwortlich für seine Taten. Nicht ganz, denn bei Missetaten und Schlimmeres gilt hier immer noch das Jugendstrafgesetz. - Zum 18jährigen dieser Sendung gibt es allerdings und sicherlich keine Strafe, sondern viele gute Worte.

Der genaue Geburtstag ist am 6. März. Webt man die beiden Pilotwochen aus November 2005 hinzu, ist die 18 bereits überschritten.

Gewaltig ist der Einsatz jener

Teilnehmer, die alles andere als ein perfektes Dinner zubereitet haben.

In der kommenden Woche spielt ein Vermasseler des "Dinners" erneut eine Rolle (ob er endlich kochen gelernt hat?), denn ich

erinnere mich eher an den Kochversucher Eik aus der ersten Dinner-Woche in 2006 als an die Dinner der vergangenen Woche:

das soll alles bereits 18 Jahre her sein? Kaum zu glauben! - In der allerersten Woche dieser Sendereihe habe ich am zweiten Tag rein zufällig eigeschaltet -

und seitdem - so könnte man denken - klebe ich allwöchentlich an jedem Abend vor dem Fernseher, Vox eingeschaltet verfolge ich, was passiert, was ich hoffe, dass es passiert,

aber was dann nur selten geschieht: ich erwarte das "perfekte Dinner", das kaum jemals in 18 Jahren wirklich über den Schirm geflimmert ist.

Trotzdem mögen viele Menschen diese Sendereihe,

und es gibt einen triftigen Grund dafür:

Daniel Werner kommentiert die oft spitzen Sprüche der Sendereihe-Autoren.

Unvergleichlich macht er das - er ist und bleibt bleibt er der Hit der Sendung.

Auf meinem Blog gibt es unter dem Label "Interviews" eines mit Daniel Werner.


Die Teilnehmer

Inzwischen stehen einige auf meiner Facebook-Freundesliste. Die einen - die Mehrheit - haben mich übers Googlen gefunden -

und sind mir keinen Deut böse (weil sie Spaß verstehen),

während ich ein paar anderen Kandidaten eine "Freundschafts-Anfrage" gestellt habe.

Nur ein bislang einziges Mal hat sich eine Teilnehmerin über meinen Beitrag bezüglich ihres Kochtages beschwert.


18 Jahre ... und nichts dazu gelernt?

Kann man sagen, denn seit Anbeginn bis heute hat sich in dieser Sendung nichts Wesentliches geändert. Auch, wenn manche Zuschauer behaupten, dass früher alles besser war ... war es das nicht. Sogar schmutzige Wohnungen

hat man früher manchmal zu Gesicht bekommen,

während heutige Teilnehmer vermutlich bevor die Dinner-Crew ins Haus schneit, ein Putzgeschwader durch alle Räume feudeln lässt.

Ich hatte spontane Sympathie-Anfälle für den einen oder anderen Kandidaten,

zum Beispiel für den Friseurmeister Uli.

Und ich habe Facebook-Freundinnen, die ihr "Dinner" lange vor meiner Online-Zeit abgeliefert haben: wie

etwa Marianne oder Heidi.

Mariannes Dinner aus - etwa 2010 - habe ich mir irgendwann kostenpflichtig angesehen und im Nachhinein für sie kommentiert - Heidis leider nicht.


Der Erfolg

dieser Sendung liegt für mich in einem Zusammenspiel von persönlichen Befindlichkeiten der Kandidaten, ihrem heimischen Umfeld und zuallerletzt daran, wie sie kochen. Obwohl ich oben geschrieben habe, dass ich auf ein perfektes Dinner warte ... Denn es ist

nach meinem Dafürhalten keine Kochsendung. Ernsthafte Kochsendungen

gibt es ja wirklich mehr als genug.

Manche Kandidaten sind aufgrund dieser Sendung fernsehtechnisch "groß" geworden und im Anschluss daran durch andere Formate getingelt. Wie z. B. eine Melanie,

die dann den viel späteren tiefen Fall sich selber zuzuschreiben hatte.


Traurig

... dass sich eine Teilnehmerin nach der Ausstrahlung das Leben genommen hat. Hier erinnere ich nicht ihren Namen, aber ihr Gesicht:

und sie hatte vermutlich tieferliegende Probleme als eine Reihe von Negativ-Kommentaren aufgrund ihrer Teilnahme.

Sie war noch jung, ... und ich hoffe, sie hat ihren Frieden gefunden.


Fazit

Eine Sendung, die demnächst ihr 18jähriges feiern kann, kann nicht wirklich verkehrt sein. Und all jene, die öffentlich lauthals verkünden:

"Für mich ist das "Dinner" Geschichte, ich gucke die Sendung nicht mehr",

finden trotz forscher Worte oftmals zurück zu diesem Vorabendprogramm. Vermute ich.

Mir selber macht die Reihe weiterhin viel Spaß und Freude, aber oft genug lädt sie auch dazu ein, die Wimpern über den Augen

vor Müdigkeit quasi zusammenbrechen zu lassen.

Und dann kommt der Tag, und sei es auch nur ein einziger zwischen vielen, da steigt diese Reihe wie

Phönix aus der Asche.

Aber auch: das Essen verdirbt - bis es Asche wird.

Herzlichen Glückwunsch zum 18. Geburtstag. Aber 18 Jahre sind nur ein Anfang ... hoffentlich.


Guten Morgen, Gruß Silvia



Samstag, 2. März 2024

2, März 2024 - Die Sache mit dem Rauchen und Nicht-mehr-Rauchen





Die Sache mit dem Rauchen und Nicht-mehr-Rauchen ...

In einer mehr als schwierigen Lebenssituation habe ich angefangen, mit dem Rauchen aufhören zu wollen/ aufzuhören. Aber ich habe mir eingebildet, dass ich alles schaffe, was ich möchte ... Rauchen hat bis dahin

zu meinem Leben gehört und ich habe den blauen Dunst sowohl geliebt als auch verabscheut. Er war mein täglicher Begleiter in guten und schlechten Tagen und in den sowohl verlässlichen als auch unverlässlichen. Während die Welt sich gedreht, rückwärtsgewandt und nicht verbessert hat, konnte ich mir eine Zigarette

anstecken und mir weismachen, dass sie mich weiterhin so sanft umhüllt wie der Qualm einer Zigarette. Den Trost in meiner Nachdenklichkeit konnte ein Glimmstengel bestens richten.

Oft habe ich gelesen, dass andere Menschen über ihr neues Leben als Nichtraucher bereits nach ein paar Tagen schreiben, es sei die beste Entscheidung ihres Lebens gewesen.

Und: sie hätten gar nicht glauben können, dass sie so lange abhängig davon gewesen sein konnten.

Diese Aussage war meine verlässliche Größe.

Ich habe die große Wut des jahrzehntelangen Konsums total unterschätzt. Die hatte mich im Griff als sei ich auf sie zu reduzieren - und sie würde mir mal ordentlich zeigen, wie sie mich am Ende einer guten Absicht nicht beherrschen kann.

Wie viele Suchtstoffe sind in Zigaretten? Auf wie viele davon reagiert der einzelne Mensch?

Wie viele Umstände, die sogar unabhängig von dem Tabak sind, zeigen einem auf, was man an eigener Lebens-Qualität verringert, wenn man nicht auf den Stoff  verzichtet?

Die körperliche Sucht ist schnell in den Griff zu bekommen, aber nicht die seelische ...


Der Mund

hat mit einem Mal nichts mehr, an dem er sich festsaugen kann ... 


Der Kopf

hat eine schwere Arbeit zu leisten.


Aber ...

Ersatzstoffe ... wie überflüssiges Essen mag weder der Mund noch der Kopf ...


Von der ersten bis zur letzten Zigarette verwehen die Jahre ...

Meine erste habe ich als Jugendliche heimlich im Internat geraucht. Ein Akt der Gegenwehr für ein Regiment mit all seinen Vorschriften, die ich aus meinem Elternhaus nicht gekannt habe.

Meine erste offizielle habe ich vor den Augen meines Papas geraucht, dem 


Heute würde man meinem Papa für dieses Foto das Jugendamt auf den Hals hetzen ...



ich mit etwa 18 Jahren eine Flasche Cognac geschenkt habe, um in Folge dessen auch

zu Hause rauchen zu dürfen. Als er ein wenig beduselt war, habe ich mir die erste Zigarette zu Hause angezündet. - Korruption!


Heute

Ich kann nicht unterschreiben, dass es meine beste Entscheidung gewesen ist, mit dem Rauchen aufzuhören, aufgehört zu haben,

denn seitdem ich öffentlich am 1. Oktober 2023 aufgehört habe,

hatte ich zwei Rückschläge:

Diese Niederträchtigkeiten meines Wesens haben jeweils etwa zwei Wochen angedauert.

Und bis heute bin ich nicht wirklich befreit von diesem Dilemma, das kein Mensch braucht und das keinen Menschen glücklicher macht, aber in gewissen Situationen - die sich zu großen ausweiten - hilft.


Anderes

und Schwereres habe ich wesentlich leichter weggesteckt als die Sache, mit dem Rauchen aufzuhören. Doch: in eben diesen anderen schwierigen Situationen habe ich bewiesen, dass ich

stark bin. Und ich bin stark. Wenn auch das Nikotin meint, es sei stärker.

Dies alles hier schreibe ich, ohne zu rauchen. - Obwohl morgen ein anderer Tag ist, und an manchen Tagen denke ich,

dass doch alles egal ist, solange es mir hilft, den

Verlust des öffentlichen - zum Beispiel politischen -  Dilemmas in allen Lebenslagen kompensieren zu können.


Geld

Wie viel Geld ich in meinem bisherigen Lebens verraucht habe, möchte ich gar nicht nachrechnen und ins Feld werfen,

denn ganz vielleicht habe ich auch so einiges dafür bekommen: Zufriedenheit zum Beispiel,

die andere, die nie geraucht haben, ohnehin hatten, haben oder nie gehabt haben.

Es ist wohl ein Perpetuum Mobile - und ich befreie mich gerade 

hoffe ich ...

Die Welt wäre besser dran ohne Zigaretten ... aber es gibt noch viel mehr Dinge, ohne die sie besser dran wäre.

Guten Tag, Gruß Silvia


1. März 2024 - Vox - Das perfekte Dinner - Freitag auf Mallorca bei Elisa



Vorspeise: Gazpacho trifft Brot
Hauptgang: Veggie Balls / Kartoffeln / Gemüse
Nachtisch: Schwarzwälder Kirsch mal anders


Spare ... (englisch ausgesprochen)

Wie Prinz Harry einst der Ersatzmann für die Krone des Empire gewesen ist (nun nicht mehr, denn Prinz William hat bereits Kinder ...) ersetzt heute Elisa den

leider erkrankten Frits, der für die Unterhaltung in dieser Woche eigentlich unersetzlich war.

Auf jeden Fall hätte ich ihn lieber bis einschließlich Freitag in dieser Sendung gesehen. Elisas Klagelied, dass sie nur kurze Zeit für die Vorbereitungen gehabt hätte - geschenkt! Als Ersatzkandidatin wusste sie genau, wann auf Mallorca gedreht wird - und dass sie unter Umständen zum Einsatz kommt.

Die 37jährige influencende Koch-Bloggerin erzählt, wie anstrengend das Leben als Food-Bloggerin ist: ich übersetze das mal,

denn es ist sicher nicht annähernd so anstrengend wie jeden Tag für eine mehrköpfige Familie zu kochen, zu putzen und gute Laune zu verbreiten - oder bildlich besser argumentiert: wie z. B. die Arbeit, die Bauarbeiter auf den Autobahnen bei größter Hitze oder immenser Kälte verrichten müssen.

Food-Bloggerin als Beruf ist mir völlig unbekannt. Aber ich denke ab sofort daran, einen alternativen Food-Blog auf Instagram zu eröffnen und mal völlig abzudrehen ... (nein, doch lieber nicht).

Mannomann, manche Leute jammern - meine Oma würde diese Welt nicht mehr begreifen, und vor allem nicht, über welchen Schmarrn sich Leute ereifern ... Zu mir würde sie vielleicht sagen: "Musst du denn unbedingt mitmischen?"

Lieb ist jedoch, dass sie lieber mit ihrem Freund Jens auf die Cayman-Inseln ausgewandert wäre, diesen Plan jedoch wegen ihrer älteren Katzen verworfen hat,

die dort in Quarantäne gemusst hätten. Jetzt hocken beide mit ihren Katzen auf Mallorca. Tierliebe ist auf der Insel nicht gerade in

Großbuchstaben geschrieben. Tierleid hat leider einen höheren Stellenwert.

Habe ich Freude an diesem Abend?
Eher nicht!


Das Menü


Angelika so lieb naiv: "Sie muss als Food-Bloggerin täglich neue Rezepte erfinden." Angelika denkt also, dass Elisa die Kochwelt einmal auf links dreht und ruckzuck schüttelt sie aus dem Ärmel völlig Neues.

Es ist wie die Häuser, die Angelika als Maklerin vermittelt: die sind auch meistens nicht neu, sondern stehen bereits fest in ihren Grundmauern und warten auf neue Besitzer.

Jetzt gibt es appetitliche, aber schon oft gesehene Süppchen aus Tomaten und Gurken, dazu selbst gebackenes Brot nach Fremdrezept und neben karamellisierten Zwiebeln noch dieses und jenes nicht Unbekanntes.

Ich möchte mich nicht selber loben: aber ich finde täglich Worte für die Dinner-Sendungen, und die kupfere ich natürlich nirgendwo ab. Und abseits von den "Dinner"-Beiträgen fällt mir noch so Vieles ein, über das es nicht gleich Millionen von Ähnlichem im Netz gibt.

Schluss mit Eigenlob. Das liegt mir nicht, aber heute ist es naheliegend ... bei manchem Schnellschuss, den andere fabrizieren ...

Die Veggie-Bällchen aus Kidney-Bohnen und Haferflocken (wer mag Haferflocken?) sind nichts anderes, als würde man beim perfekten Dinner Frikadellen, Köfte oder Buletten servieren. Die

Kartoffel-Röschen mit dem kleinen roten Touch von Radieschen - denke ich - könnten sehr, sehr gut schmecken.

Der Nachtisch ist mit Glas-Kirschen zubereitet, Tortenguss inklusive: der ist nicht immer vegetarisch. Man muss sich aber drüber schlau machen. Hat

sie das? Ich weiß es nicht.

Die Törtchen lassen sich offenbar nur durch schwereres Gerät als Messer und Gabel schneiden. Vermutlich hat sie sich für den Boden

die völlig falschen Rezepte aus dem Internet runtergeladen. Aber genau dadurch sind sie natürlich der Menü-Karte entsprechend "einmal anders".



Fazit

Gut, dass der ins tote Fleisch vernarrte Giorgio sich schon vor diesem Abendessen etwas einverleibt hat. Das macht ihn einigermaßen gütig ...

Die Punkte: 9 gibt Julia, 8 gibt Angelika, je 7 Giorgio und Farina.

Mit 31 Zählern kann sie zwar auf ihrer Instagram-Seite angeben (obwohl die rein gar keine Bedeutung haben - und nur "lieb gemeint" sind), aber sie gewinnt nicht.

Es gewinnt Angelika, die mit diesen zusätzlichen 3.000 Euro auch nicht unbedingt rechnen konnte. Es ist und bleibt eben nach auch bald

18 Jahren ein Glücksspiel, dieses Fernseh-Dinner.

Mir bleibt, allen Lesern ein schönes Wochenende zu wünschen. Wir erwarten hier heute bis zu 13 Grad plus. 8 Grad sind es bereits am frühen Morgen, die sich jedoch kälter anfühlen. Nach einem Nieselregen zwischen 8.00 und 9.00 Uhr werden wir vermutlich 6 Sonnenstunden haben.


Guten Morgen, Gruß Silvia


Freitag, 1. März 2024

1. März 2024 - Das Erbe meiner Oma ...

Meine Oma

Das Erbe meiner Oma ...

und die Erkenntnis, dass manche Fußspuren einfach zu groß sind, um auch nur ansatzweise mit den eigenen Füßen in die Abdrücke hineinzupassen.

Meine Oma Josefine war eine gläubige Frau, was sich allerdings mehr darin äußerte, dass sie einfach ein guter Mensch war anstatt blind ihrer katholischen Herkunft, die sie nicht verleugnen konnte, zu folgen und betend durch die Zeit zu gehen. Sicherlich hat sie wohl täglich gebetet - aber stumm und ohne andere damit zu belästigen. - Sie kümmerte sich zeitlebens und in erster Linie um die Anderen, weniger bis gar nicht um sich selbst. Denn neben diesem tiefen

Glauben war sie ohne jeden Anflug von Egoismus.

Erst kümmerte sie sich um ihre drei Söhne, später um ihre beiden Enkelkinder - und nebenher war sie ehrenamtlich tätig. Eine Frau, die früh zur Witwe wurde, die sich aber niemals über die harten Zeiten ihres Lebens beschwerte oder gar an ihnen verzweifelte. Sie nahm jede Aufgabe an, die das Leben ihr stellte und stellte sich dem Leben wie es war - und nicht, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre.

Ich denke, sie hat sich auch gar kein anderes Leben gewünscht.

Das entsprach ihrem gütigen Wesen.

Vielleicht kann ich nicht sagen, dass sie die beste Köchin war - weil das schließlich ein Merkmal aller Großmütter sein soll (man liest und hört es häufig) und es genau das ist, was viele in der Erinnerung an ihre Omas zuerst schätzen. Mir hat geschmeckt, was sie gekocht hat - aber sie hat am Herd nicht das Rad neu erfunden. Auch beim Kochen mochte sie die einfachen Dinge, vorrangig die aus

ihrem eigenen Garten. An beinahe jedem Wochenende war ich als Kind bei ihr - oft oder eigentlich immer hat sie mir Essens-Wünsche erfüllt, die meistens jenseits ihres Budgets lagen. Sie hat das vermutlich an den anderen Wochentagen eingespart. -  Denn, 1902 geboren, nicht berufstätig, mit 44 Jahren Witwe geworden, war ihr Geldbeutel ein recht schmaler.

Niemals hat sie öffentliche Gelder in Anspruch genommen. Sie kam zurecht mit dem wenigen, das sie hatte. Das passte auch

zu ihrer lebenslangen Bescheidenheit.

Die ist der vielleicht größte Fußabdruck, den sie mir hinterlassen und den ich noch immer nicht ausfüllen kann. Aber manchmal ist es eben so, dass gerade die Bescheidenen

Unbescheidene (mit-)großziehen.

Ihren Glauben habe ich ebenfalls nicht übernehmen können: ich bin Agnostikerin - und gehe nur in eine Kirche, wenn mich diese von der Ausstattung her interessiert.

Lange habe ich von mir selber geglaubt, ich sei egoistisch: aber das passt dann doch nicht wirklich zu mir. Zumindest bin ich nicht besonders egoistisch, nur hin und wieder denke ich dann doch gerne lieber an mich selber als an andere.

Sie hat mich genau so geliebt wie sie mich bis 1986 - das Jahr, in dem sie verstorben ist - kannte. Und ich liebe

sie ohne Ende bis heute. An jedem einzelnen Tag denke ich an sie.

Im Kochenkönnen bin ich ihr ähnlich: ich bin nicht die beste Köchin. Gütig war ich noch nie. -  Daran, nur annähernd ihre Bescheidenheit zu erreichen, arbeite ich noch ...

Aber Kochenkönnen oder Nicht-Kochenkönnen hat schließlich nichts mit dem Charakter zu tun. Darin kann ich getrost so bleiben wie ich bin.

Mehr Bescheidenheit würde allerdings nicht nur mir, sondern  vielen Menschen guttun ...


Guten Tag, Gruß Silvia



29. Februar 2024 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag auf Mallorca bei Giorgio



"Spaniens kulinarische Schätze - Ein Fest für die Sinne"
Vorspeise: Gambas al ajillo
Hauptgang: Rodaballo a la plancha
Nachtisch: Crêpe Suzette


Was wir von jedem Schneemann lernen können:
Bleib cool, wenn sie dich auf die Schippe nehmen wollen!
- KarlHeinz Karius (*1935)

Giorgio muss sich um seine Coolness nicht sorgen, denn bis in die beim Kochen hinderlichen Haarsträhnen kommt er cool über den Schirm, als mache er mal eben einen entspannten Spaziergang durch eine TV-Sendung, die auf genau einen Typen wie ihn gewartet hat.

Um gar nicht erst den Anflug von Langeweile in ihrem Leben aufkommen zu lassen, hat seine Freundin Caro, eine 27jährige Frau ukrainischer Herkunft, sich in seinem Namen für dieses Format beworben - und der 37jährige Giorgio akzeptiert dies als willkommene Abwechslung.

Beruflich ist der Halb-Georgier, der früher in Berlin gelebt hat, als Industrie-Designer tätig - nebenberuflich taucht er nach im Meer verlorengegangen Gegenständen anderer Leute: so kann er sein Hobby Tauchen mit etwas Gewinnbringendem verbinden.

Giorgio lebt in einem großen Beton-Klotz, der gegenüber Berliner Plattenbauten den enormen Vorteil hat, direkt am Meer zu liegen. Der Blick aufs Meer auf der allen Hausbewohnern zugänglichen Terrasse, vier Frauen und Giorgio, der abendliche Sonnenuntergang plus einem Aperitif ist kitschig festhaltenswürdig. Und er wird so lange festgehalten, bis jeder der Kandidaten sein Glück, auf Mallorca zu leben, kundgetan hat.

Seine Wohnung in dem Haus scheint eher klein zu sein, und kaum hat er die Wohnungstür geöffnet, steht er auch bereits in der Küche: keine schöne Aufteilung. Doch Sonne, Wind und Meer ringsumher ... schminkt alles schöner als es ist.


Das Menü

Heute gibt es eine Dreherlaubnis für einen extrem einladenden Markt auf Mallorca, auf dem es alles gibt, was das Herz einer Köchin, eines Kochs, einer Hobby-Köchin oder eines Hobby-Kochs begehrt. Giorgio, der von

vegetarischen Gerichten nicht viel hält und das auskunftsfreudig kundtut, klebt an einem Fischstand, um die Hauptzutaten für sein Menü einzukaufen.

Auch er - seit etwa 6 Jahren auf der Insel - spricht offenbar nicht die Landessprache, denn er redet Englisch mit der Verkäuferin.

Beim Kochen muss er sich ziemlich konzentrieren, aber nicht aufs Kochen selber, sondern auf seine Haare, die immer wieder sein Gesichtsfeld einschränken: die ständigen Griffe mit knoblauchlastigen Händen ins Haar ... wenn die vier Frauen gegangen sind und bevor Caro wieder nach Hause kommt, muss er sich bestimmt erst einmal die Haare waschen ...

Die Vorspeise mit Gambas und Knoblauch, Chili, Zwiebeln und viel Olivenöl sieht sehr spanisch aus, was wohl eher im Sinn der Zuschauer-Gemeinde ist, als auch hier - von Mallorca aus - das ewig Bekannte vor die Augen gesetzt zu bekommen.

Die Vegetarierin Elisa bekommt anstelle der Gambas Champignons. Elisa ist begeistert. Ich kann ihr nicht recht folgen in dieser Euphorie, denn es gibt bessere Pilze als Champignons - und vermutlich auch ein besser geeignetes Gemüse für die Ölsuppe.

Zum Hauptgang erfreut er die vier Frauen mit Baby-Steinbutt, Parmesan-Polenta, grünem Spargel und einer mit Hilfe eines Thermomix' zubereiteten Sc. Hollandaise.

Halloumi ist der Platzhalter für Elisa. Leider weiß die Vegetarierin nicht - dass Giorgio das nicht weiß, ist klar - dass Parmesan nicht vegetarisch ist. Sie lebt offenbar von ihrem vegetarisch gestalteten Food-Blog - und daher sollte sie das eigentlich wissen.

Crêpe Suzette befriedigt die süßen Gaumen-Anteile.


Fazit

Ein paar Bilder von der Insel, der Sonnenuntergang, der Aperitif, unter der verschwindenden Sonne genossen, und nicht zuletzt der Besuch auf einem Markt

sind die Helfer von Giorgio, damit das Publikum Freude an dieser Ausgabe der Sendung hat.

Am Ende ist er erleichtert, dass es vorbei ist ... schwierig war sein Menü nicht. Aber vielleicht "auswendig gelernt"?

Die Punkte: je 8 geben Farina und Julia, je 9 Angelika und Elisa.

Zusammengezogen ergibt das die Summe von 31 Zählern. Noch immer liegt Angelika auf dem bislang 1. Platz. Ob es

überhaupt noch möglich ist, dass sie von Elisa getoppt wird, die als Vegetarierin zumindest Giorgio sehr enttäuschen könnte?

Bald werden wir es erfahren.


Guten Morgen, Gruß Silvia