Sonntag, 24. Dezember 2017

24. Dezember 2017 - Adventskalender 2017 - 24. Türchen: 3 Walnüsse für Michel aus Lönneberga


Drei Walnüsse für Michel aus Lönneberga

Michel wollte es Aschenbrödel schon lange zeigen, dass es größere als Haselnüsse gibt, und derart gut gelaunt findet er am Weihnachtsmorgen

3 Walnüsse draußen vor der Tür und auf dem tiefen Schnee liegend. Schnell steckt er sie in seine Tasche und läuft zu seinem Schuppen,

denn er muss nachdenken, welche Wunscherfüllung ihn derart beflügeln könnte, dass er dem Aschenbrödel quotenmäßig endlich den Rang abläuft.

Einen Prinzen will er schon mal nicht heiraten, aber auch keine Prinzessin. Dazu ist er einfach noch zu jung, entscheidet er, und noch lange nicht dumm genug.

Er wirft die Nüsse in die Luft und fängt sie wieder auf, als ihm in den Sinn kommt, dass er sich wünschen könnte, seine wahre Mutter zu sehen ...

und schon steht Astrid Lindgren vor ihm.

"Ich habe immer ein besonderes Auge auf die Kinder", sagt sie, "und daher verspreche ich dir, lieber Michel, dass du nie erwachsen werden musst, sondern auf ewig ein Kind bleibst."

Jubelnd freut sich der blonde Junge über diese gute Nachricht, denn wenn er sich das Leben von Erwachsenen  ansieht, dann kann das schon sehr dröge sein und macht nicht immer viel Spaß, weil es aus vielen Pflichten besteht.

Die Autorin winkt Michel noch einmal lächelnd zu und verschwindet dann im Schnee.

Als er an seine Speisung der allerärmsten Menschen in Lönneberga zurück denkt, fällt ihm ein, welchen Wunsch seine zweite Walnuss erfüllen könnte:

"Ich möchte, dass niemand mehr hungern muss", er sagt es und ist ziemlich mit sich selbst zufrieden, denn solch einen uneigennützigen Wunsch

bekommt sicher noch nicht einmal Aschenbrödel hin. Er klopft sich dreimal auf die Schenkel und

dreht die letzte Walnuss in seinen Händen.

Sein letzter Wunsch ist zum Greifen nahe und naheliegend,

denn Michel wünscht sich, dass ihm niemals die Ideen für

wilde Streiche

ausgehen.

"Das wäre erledigt", ruft Michel und hat bereits etwas im Sinn:

Als Michels Mutter eine Stunde später die Haustüre öffnet, wird sie von einer Schneelawine erfasst, die der "böse" Junge

zuvor vor der Tür aufgebaut hat.

"Michel!" ruft die Mutter und schüttet sich dann vor Lachen aus,

denn wieder kann sie etwas in ihr Büchlein schreiben. Dieser Junge und seine Ideen!


Einen schönen 4. Advent und Heiligabend wünscht Silvia




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