Freitag, 14. August 2015
13. August 2015 - Vox - "Wer ist der Profi" - Donnerstag in München bei Sophie
Aperitif: Ginger Rosé
Vorspeise: Trüffel-Ravioli, Rote Bete, Bärlauch
Hauptspeise: Kalbsfilet im Thymian-Zitronen-Mantel, Polenta, Möhren, Sauce Béarnaise
Nachspeise: Mandeltarte, weiße Schokolade, Himbeeren, Minzeis
Sie weiß, was sie will
... was auch kein Fehler ist. Sie weiß, was sie kann - zumindest was das Kochen anbelangt - und das zeigt sie gerne und heute sehr anschaulich. Unsicherheit kennt Sophie höchstens vom Hörensagen. Sie ist eine hübsche junge Frau, die mich ein bisschen an die Hauptdarstellerin aus "Dirty Dancing" erinnert.
Und dann sehe ich sie wieder, als sie am Montag noch Schwestern im Geiste waren: Barbara und Sophie: Sie werfen sich die Bälle zu und schaukeln sich an Danielas Menü sooo hoch, dass der Fall nur noch ein tiefer sein kann ... Das war auch ein schmutziger Tanz.
Heute beweist sie, dass sie neben dem Lästern auch das Kochen beherrscht. Inzwischen denke ich, sie kocht auch beruflich - und bewirbt sich hier für mehr als nur eine Woche Fernsehen inklusive einer Siegprämie von 5.000 Euro.
Obwohl ihr dieser Sieg verwehrt bleiben wird mit den zweiunddreißig Punkten, die sie am Ende einstreichen kann: Dank der Dinner-Crasherin Barbara liegt sie gleichauf mit dieser, und weiterhin führt Jakob die Gruppe punktemäßig an. Denn Barbara, heute unter erschwerten Bedingungen angetreten, denn sie hat in der Nacht zuvor eine Flasche Wodka geleert, gibt ihr lediglich sechs Punkte.
Ohnehin führt Barbara eine Fernbeziehung zum guten Benehmen, und wie das mit vielen Fernbeziehungen so läuft - am Ende verabschiedet man sich gänzlich voneinander, und Barbara hier von jeglichem Benehmen.
In ihrem eigenen Bereich zeigt Sophie soviel Selbstsicherheit, dass sie die persönlichen Angriffe mit dem Ziel der feindlichen Übernahme eines Sieges von Seiten Barbaras - souverän weg steckt. Noch kann Barbara nicht ahnen, dass ihr der Sieg längst von Jakob genommen wurde.
Natürlich muss Sophie sich nicht über vierfache Konkurrenz-Nachfragen bezüglich ihres Menüs wundern: Macht sie aber, und fühlt sich überfallen. Wenn andere das tun, was man selber so gern macht, so wird das von manchen nicht wirklich gern gesehen. So sind sie, die Leute.
Es gab schon so manchen Aussetzer von Dinner-Teilnehmern, die sich nicht zu benehmen und vernünftig zu artikulieren wussten - und auch Sophie gehört nicht gerade zu den Sympathieträgern - aber Barbara toppt alle, und lässt manche sogar vergessen, wie Sophie verbal unterwegs war. An ihren eigenen Dinner-Tagen kommen durch die Bank alle Kandidaten besser rüber als an den übrigen.
Nur Daniela ist auch nach ihrem Kochabend gleichbleibend freundlich geblieben. Harald, der als Letzter kocht, ist mir am sympathischsten - und das wird sich an seinem Abend vermutlich kaum ändern. Er ist kritisch, aber weiß diese Kritik in die richtigen Worte zu kleiden und vor allem, den richtigen Ton dafür zu finden.
Von hier bekäme Sophie satte neun Punkte - aber Kochen können ist nicht alles auf der Welt, was zählt. Es gibt auch noch so bemerkenswerte Dinge wie Freundlichkeit und Fairness, zum Beispiel. Oder auch einfach die Kunst, die Kirche im Dorf zu lassen ...
Guten Morgen, Gruß Biene
Donnerstag, 13. August 2015
12. August 2015 - SWR - Lecker aufs Land - Erste Teilnehmerin Anja im schwäbisch-fränkischen Wald
Aperitif: Quittensirup mit Minze
Vorspeise: Mini-Quiche
Hauptgang: Rinderfilet in Kräuter-Milch-Soße, Bohnen, Spargel, Käserösti
Nachspeise: Pfitzauf mit Quitten-Creme und Quitten-Praline
Glückliche Kühe und Kälber
Natürlich geht es bei den Landfrauen, die in den Regionalprogrammen aufkochen - und die sich wohl nicht bei dem Privatsender Vox bewerben würden, immer sehr gesittet, freundlich und beinahe kritikfrei zu. Es ist also anzunehmen, dass eher der Sender SWR seinen Hobby-Köchinnen Regie-Anweisungen erteilt - als Vox es macht.
Die bestehen dann vermutlich darin, nur das Positive auszudrücken, immer zu lächeln, einander freundlich anzublicken undsoweiterundsoweiter. Und nur nicht quer schießen!
Als erste von sechs Landfrauen kocht Anja. Vor sechzehn Jahren kam sie aus der Stadt aufs Land. Und selbstverständlich wirbt sie kräftig, wenn auch mit leiser, sanfter Stimme für ihren Hof, der Völkliswaldhof heißt.
Im Normalfall würde ich den Namen des Hofes nicht erwähnen, weil ich ja nicht für die Werbung einzelner Teilnehmer zuständig bin. In diesem Fall mache ich eine Ausnahme, weil ...
... Beinahe zeitgleich zum Drehtermin wird ein Kälbchen geboren. Und selbst wenn es eine Archiv-Aufnahme sein sollte, so muss doch Folgendes erwähnt werden:
Auf Anjas und Pius' Hof dürfen die Kühe mit ihren Kälbern zusammen bleiben. Da wird kein Kälbchen grausam der Mutter entrissen. Und es bleibt sowohl für das Kälbchen als auch für die Menschen genug Milch übrig.
Eine Sache, die ich gerne unterstütze - und öfter hören möchte.
Inmitten von den Kühen können die fünf im süßen Bus angereisten Konkurrentinnen Kaffee und Kuchen auf einer Weide genießen. Eine unbezahlbare Umgebung.
Zum Hauptgang wird ein Filet von einem älteren Tier zubereitet. Anja meint, wenn sie das höhere Alter bei der Zubereitung berücksichtigt, mundet es genau so gut wie ein junges.
Und so scheint es zu sein.
Ein bisschen haben Anja und ihr Mann Pius etwas "Katholisches", aber wenn sich das auf die Tierhaltung so positiv auswirkt, so soll mir das Sanftmütige, das leicht nervig wirken kann, auch recht sein.
Anja bekommt 127 Punkte von 150 möglichen. Nächsten Mittwochabend geht es zu Isabella, die internationale Küche mit regionalem Touch bieten will.
Guten Tag, Gruß Biene
12. August 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - "Wer ist der Profi?" - Mittwoch in Zolling/Kr. Freising bei Jakob
Aperitif: Wild Berry
Vorspeise: Kräutersuppe mit Chili-Croûtons, dazu Risottobällchen
Hauptspeise: Branzinofilet auf Safran-Kartoffelpüree mit Knoblauch, dazu Mandelspinat und Spargel an Champagnersauce
Nachspeise: Dreierlei
Sternschnuppe - Lost in Translation
Die sprachlichen Highlights des Bayern Jakob bekomme ich nicht wirklich alle mit, neben dem Dialekt nuschelt er auch noch ein bisschen. Aber wen kümmert dies, wenn er so gut kocht wie er kocht und mit viel Freude bei der Küchenarbeit ist? Für die Wort-Hoheiten in dieser Woche sind ohnehin zwei andere zuständig.
Die beiden erwachsenen Töchter haben eine Bewerbung für den Koch des Hauses abgeschickt, kommen auch jeweils kurz ins Bild, während sich seine Frau Sonja ganz aus dem Getümmel heraus hält.
Unterdessen befürchtet Sophie, aus der Kräutersuppe könne mit den Risottobällchen schnell eine Reissuppe werden - doch Jakob ist längst einen Schritt weiter und weiß, was er tut. So findet bereits die Vorspeise den Anklang, den sie verdient.
Ein bisschen müde ist Barbara und darum erst mal recht still. Fast könnte man denken, sie hätte mit ihrem Duzfreund Lafer telefoniert, um sich ein paar Verhaltensregeln abzuholen. Aber vermutlich kennt sie nicht einmal seine private Telefonnummer und ist so, ganz auf sich selber gestellt, dem eigenen Verderben nutzlos ausgeliefert.
Nach ein paar Gläschen kommen die Tiraden zurück: Da es am tatsächlichen Geschehen nicht wirklich viel auszusetzen gibt, stürzt sie sich auf die nächste Köchin, Sophie. Saßen die beiden Grazien am Montag noch in bitterböser Einheit beisammen, um alles haarklein zu sezieren, so sitzen sie jetzt nicht nur in den Interviews getrennt, sondern gehen auch noch mit Hacken und Spitzen aufeinander los. Dabei ist Barbara, die göttliche und königliche Köchin von eigenen Gnaden, die Triebfeder im Feindinnen-Clinch.
Dass Vox das für die Frau aus Düsseldorf so ungünstig zusammen schneidet, glaube ich weniger, als dass sich hier eine völlig neben der Spur ins eigene Fleisch schneidet: Kochen können als Rechtfertigung für Biestigkeiten - nein, das ist unangemessen. Und sooo gut kocht sie auch nicht, dass man darüber vergisst, wen man eigentlich vor sich hat ...
Es wäre an der Zeit, eine Agentur zu eröffnen, die Fernseh-Kandidaten vor ihren diversen Auftritten Verhaltensregeln mit auf den Weg geben. Aber nicht, dass Barbara noch auf solch eine Geschäfts-Idee kommt ...
Jakob bekommt fünfunddreißig Punkte und ist somit der vorläufige Gewinner. Harald wird eher nicht wissen, wohin er hier geraten ist. Er findet einfach keine gleich gesinnten Gesprächspartner.
Sophie halte ich für die Berufsköchin, aber sie tut nichts für sich ... absolut nichts. Denn zu sehr ist sie damit beschäftigt, sich gegen andere einzusetzen. Da nützen auch ihre fairen Bewertungen nicht mehr viel.
Guten Morgen, Gruß Biene
Mittwoch, 12. August 2015
11. August 2015 - Vox - Goodbye Deutschland - Auswanderer Rainer Hoeglmeier
| Sloppy Joes/Key West |
Vox macht Stars ...
Wer kennt sie nicht, die Gruppe "Wind" mit ihrem Leadsänger Rainer Hoeglmeier?
Ich kannte sie bis gestern nicht, doch dank Vox durfte auch diese unverzeihliche Bildungslücke geschlossen werden. Denn die Gruppe um ihren beinahe sopran-singenden Star hat 1985 beim Grand Prix in Götbeborg den 2. Platz belegt. Und wären die Österreicher nicht gewesen, die dem Song "Für dich" keinen einzigen Punkt gegeben haben - wer weiß, ob ich sie dann nicht auch ganz ohne Vox gekannt hätte?
Und so taucht in der Goodbye-Sendung so manch verschollen Geglaubter wieder auf oder der Totgesagte hat einfach mal eine Mail an Vox geschrieben, damit sie ihm auf die Sprünge helfen.
Denn Rainer möchte nun - dreißig Jahre nach dem ersten Platz auf der Verlierer-Seite - noch einmal musikalisch durchstarten. Dabei haben wir hier immer noch einen Heino, der fast alle Musikbereiche abdeckt. Und eine Helene Fischer wird auch nicht erfreut sein über die männliche Konkurrenz mit der lieblichen Stimme.
Zu allem Überfluss hat Rainer es gar nicht nötig, ins Show-Biz zurückzukehren: Er hat es mit Hilfe von seinen sechs Friseur-Salons bereits zum Dollar-Millionär gebracht.
Es spricht dennoch nichts dagegen, dass er nun eine erneute Schlager-Karriere in Deutschland startet. Am aller schönsten wäre es aber, wenn er mit Helene die Plätze tauschen würde ...
Sie sähe in einem Friseurladen sowieso am authentischsten aus und wäre dort gut aufgehoben. Weit weg ist Buffalo an den Niagara-Fällen auch noch. Wie schön ist dieser Traum: Ein Land ohne Helene?
Einst trieb ihn die Liebe zu seiner Frau Kathy, einer Amerikanerin, in die USA. Bleibt zu hoffen, dass es nicht Kathy ist, die ihn in die voxschen Arme und zurück nach Deutschland treibt, damit die ihn so bekannt wie manch andere bunten Hunde machen, die ihnen schon vor die Füße gelaufen sind.
So wie vor ihm Daniela Katzenberger oder Konrad Reimann, und nicht zuletzt sogar Guido Maria Kretschmer.
Ohne Vox läuft hier gar nichts mehr ...
Aber Rainer ist ein sympathischer Mann. Sympathischer auf jeden Fall als sein Gesang überzeugend ist.
Guten Tag, Gruß Biene
11. August 2015 - Vox - "Wer ist der Profi?" - Dienstag in Düsseldorf bei Barbara
Aperitif: Champagner Rosé
Vorspeise: Avocado-Mango-Lachstatartörtchen mit Limettencreme
Hauptspeise: Filet vom Iberico-Schwein mit Saubohnen und getrüffelter Kartoffelstampf
Nachspeise: Cantuccini-Crème mit Mandelkruste, geeister Espresso und Mandellikör
Ich bin der König
und ich bin ein Gott - ruft diese Frau laut heraus, und meint sicher, sie wäre Königin und Göttin oder am Ende gar die Frau des Fischers aus dem Märchenland, die immer mehr und mehr will und am Ende wieder dort landet, wo sie hergekommen ist.
Auch eine Hauptrolle in der Neu-Interpretation von "Eine flog übers Kuckucksnest" wäre denkbar. So droht ihr am Ende der Woche eine Zwangsjacke, die das sonst wohl gesonnene Publikum ihr in Gemeinschafts-Produktion überstülpt.
Auch Johann Lafer könnte Kenntnis von seinem Wunsch, einst mit ihr gekocht haben zu wollen, bekommen und sich falsch interpretiert sehen. Immerhin hat er sich nicht das dauernde Finger-Abschlecken von ihr abgeguckt. Und auch nicht das viele Quatschen. Und das Trinken.
Barbara lallt am Ende der Sendung, und ich verstehe zum Glück keine weiteren Selbstbeweihräucherungen, über die ich mich gnadenlos hermachen würde. So hat ihre Hingabe zum Alkohol am Ende auch ihr Gutes und verschont sie vor weiteren Ausflügen meinerseits in die Märchenwelt.
Göttlich und wie von Zauberhand vorbereitet ist Barbaras Dessert. Die Saubohnen (hier Dicke Bohnen genannt) schält in untertäniger fleißiger Ergebenheit eine Frau, die Erika heißt und sich am Ende wohl selber wie eine Sau-Bohne fühlt. So geackert hat sie noch nie, und so wenig Freundlichkeit ist ihr vermutlich ebenfalls selten begegnet.
Zwischen den Gängen gibt es weiterhin viel zu meckern von Barbaras gestriger Busenfreundin im Läster-Gewerbe. Und ein kleines bisschen gelingt ihr der Balance-Akt, Jakob, den eher ruhigen Mann, mit sich zu reißen. Könnte sich unter dem Namen Sophie eine gar nicht mal so reizende Jungköchin verbergen, die den Anschluss ans Fernsehen sucht? Ich werde es in ruhiger Gelassenheit abwarten können, wer hier am Ende auch beruflich aufkocht oder aufgekocht hat.
Barbara bekommt zweiunddreißig Punkte, die sie sich nun als Pokal an die Wand nageln kann. Wenig dekorationsfreundlich hingegen sind die bösen Kommentare, die sie einfährt - aber hart erarbeitet sind die allemal.
Teilweise kommt mir der Verdacht, ich habe es mit der Frau des ebenso selbstherrlichen Wendler zu tun - aber sie wäre wohl eher nicht sein Typ. Der gute Geschmack kommt ihm nur bei seiner Musik abhanden. Oder andersrum: Nur bei Frauen hat er einen guten Geschmack.
Verwandt sind die beiden aber mit Sicherheit.
Guten Morgen, Gruß Biene
Dienstag, 11. August 2015
10. August 2015 - Vox - Das perfekte Dinner - "Wer ist der Profi?" - Montag in Düsseldorf bei Daniela
Aperitif: Cognac-Summit
Vorspeise: Parmesancremesüppchen mit Bärlauch-Gnocchi-Bonbons und Parmaschinken-Chips
Hauptspeise: Kalbsfiletmedaillons an Rotweinjus mit Tomaten-Tatar und gebratener Rosmarinpolenta
Nachspeise: Schokoladen-Gugelhupf mit Lemon Curd
Der Wein und der Lästerteufel
Vom Wein vielleicht mehr als genug beflügelt, mit einer läster-willigen Partnerin an der Seite, wobei nicht sicher ist, wer hier die Führungsrolle übernimmt - geht es gleich am Montag in die Vollen: Barbara und Sophie hat man ins Auto ausgelagert, damit sie völlig ungestört in ihrer hemmungslosen Art vom Leder ziehen können. Denn in Andreas Wohnung haben die Wände unter Umständen Ohren, die nicht mithören sollen ...
Es wird für die beiden Küchen-Göttinnen schwer werden, dies in der übrigen Woche noch in andere Bahnen zu lenken. Am Ende geben sie der Gastgeberin Andrea nur jeweils sechs Pünktchen. Und doch gehen sie von falschen Voraussetzungen aus: Nur einer oder eine der Runde kocht auch beruflich, daher sollte man vielleicht mal den Ball flach halten, wenn es an die Bewertungen geht.
Doch die beiden halten gar nichts flach, sondern werfen sich die Bälle munter zu und lachen sich dabei in die Kammer direkt neben die Herzen der Zuschauer.
Andrea ist noch unbeirrt von alledem und darf heute erst ihre Gastgeberinnen-Qualitäten beweisen, bevor sie auch als Test-Esserin auf die Gemeinde los gelassen wird.
Und da beweist sie, dass sie kochen kann. Die acht Punkte, die sie sich selber für das Dinner geben würde, sind absolut realistisch. In so manch anderer Woche wäre es das Sieger-Menü gewesen.
Jakob und Harald geben ihr somit auch acht Punkte - obwohl Harald nicht alles so wirklich gefällt, und er anzweifelt, dass es sich hier um die Profi-Köchin handeln könnte. Am zurückhaltesten ist Jakob, der Katzenhasser, der sogar Angst vor Katzen hat ...
Angst ist oft irrational, aber verständlich: Hass aber ist eine große Emotion! Und die kann ich nicht nachvollziehen. Ich mag es auch nicht, auf eine Schlange zu treffen - aber ich hasse sie doch nicht!
Selbst die menschlichen Schlangen bleiben mir am Ende gleichgültig. Doch meiner Meinungsbildung über Miss Sophie und der schwierigen Barbara gebe ich noch Raum, sich zu entwickeln.
Und ... wenn Barbara glaubt, dort wo sie ist ... ist vorne! Und wenn sie gar meint, Kochen können hätte etwas mit einem guten Charakter zu tun ... dann bin ich schon am Dienstag bereit, eine Ansicht zu besitzen.
Das geht ja gut los in dieser Woche. Mit insgesamt achtundzwanzig Punkten ist Daniela ziemlich unterbewertet.
Schade, dass ich nicht das unterirdische Palaver im Crew-Bus bewerten darf.
Guten Morgen, Gruß Biene
Vorspeise: Parmesancremesüppchen mit Bärlauch-Gnocchi-Bonbons und Parmaschinken-Chips
Hauptspeise: Kalbsfiletmedaillons an Rotweinjus mit Tomaten-Tatar und gebratener Rosmarinpolenta
Nachspeise: Schokoladen-Gugelhupf mit Lemon Curd
Der Wein und der Lästerteufel
Vom Wein vielleicht mehr als genug beflügelt, mit einer läster-willigen Partnerin an der Seite, wobei nicht sicher ist, wer hier die Führungsrolle übernimmt - geht es gleich am Montag in die Vollen: Barbara und Sophie hat man ins Auto ausgelagert, damit sie völlig ungestört in ihrer hemmungslosen Art vom Leder ziehen können. Denn in Andreas Wohnung haben die Wände unter Umständen Ohren, die nicht mithören sollen ...
Es wird für die beiden Küchen-Göttinnen schwer werden, dies in der übrigen Woche noch in andere Bahnen zu lenken. Am Ende geben sie der Gastgeberin Andrea nur jeweils sechs Pünktchen. Und doch gehen sie von falschen Voraussetzungen aus: Nur einer oder eine der Runde kocht auch beruflich, daher sollte man vielleicht mal den Ball flach halten, wenn es an die Bewertungen geht.
Doch die beiden halten gar nichts flach, sondern werfen sich die Bälle munter zu und lachen sich dabei in die Kammer direkt neben die Herzen der Zuschauer.
Andrea ist noch unbeirrt von alledem und darf heute erst ihre Gastgeberinnen-Qualitäten beweisen, bevor sie auch als Test-Esserin auf die Gemeinde los gelassen wird.
Und da beweist sie, dass sie kochen kann. Die acht Punkte, die sie sich selber für das Dinner geben würde, sind absolut realistisch. In so manch anderer Woche wäre es das Sieger-Menü gewesen.
Jakob und Harald geben ihr somit auch acht Punkte - obwohl Harald nicht alles so wirklich gefällt, und er anzweifelt, dass es sich hier um die Profi-Köchin handeln könnte. Am zurückhaltesten ist Jakob, der Katzenhasser, der sogar Angst vor Katzen hat ...
Angst ist oft irrational, aber verständlich: Hass aber ist eine große Emotion! Und die kann ich nicht nachvollziehen. Ich mag es auch nicht, auf eine Schlange zu treffen - aber ich hasse sie doch nicht!
Selbst die menschlichen Schlangen bleiben mir am Ende gleichgültig. Doch meiner Meinungsbildung über Miss Sophie und der schwierigen Barbara gebe ich noch Raum, sich zu entwickeln.
Und ... wenn Barbara glaubt, dort wo sie ist ... ist vorne! Und wenn sie gar meint, Kochen können hätte etwas mit einem guten Charakter zu tun ... dann bin ich schon am Dienstag bereit, eine Ansicht zu besitzen.
Das geht ja gut los in dieser Woche. Mit insgesamt achtundzwanzig Punkten ist Daniela ziemlich unterbewertet.
Schade, dass ich nicht das unterirdische Palaver im Crew-Bus bewerten darf.
Guten Morgen, Gruß Biene
Montag, 10. August 2015
10. August 2015 - Aus dem Bienenkästchen - Der Faulpelz-Tag
Faulpelztag
Inzwischen werden Tage zur Huldigung für alle möglichen und unmöglichen Dinge begangen, warum also nicht auch den Tag des Faulpelzes begehen. Der ist heute, und an einem Montag besonders gut angesiedelt. Denn für manche ist jeder Montag eher ein Schon-Tag, ein fauler Tag inmitten der besser aufgestellten Wochentage wie Freitag oder Samstag.
Es werden heute also manche sogar zu faul sein, diesen Beitrag zu lesen, und dafür habe ich dann vollstes Verständnis. Einige werden den Weg ins Büro nicht finden, weil sie erst gar nicht die Kurve kriegen, überhaupt aufzustehen. Dann müssen sie eben liegen bleiben und den Tag an sich vorbei ziehen zu lassen. Nur, wenn alle jetzt faul werden - so wird das ein ziemlich trauriger Tag:
Der Bäcker hat am Morgen keine Brötchen gebacken, und nur eine Verkäuferin hält die Stellung, weil sie gar nicht mitbekommen hat, welcher Tag zelebriert wird. Busse fahren auch nur wenige, aber das gleicht sich mit der ebenfalls verminderten Anzahl der Fahrgäste locker wieder aus. An Universitäten werden Vorlesungen ausfallen - und die Studenten können einen von ihnen häufig begangenen Tag endlich mal mit voller Berechtigung faulenzen.
Selbst die Sonne legt - zumindest hier - einen faulen Tag ein, und lässt sich kaum blicken. Das hingegen wird von vielen sehr begrüßt, denn in der letzten Zeit hatte man oft das Gefühl, wir würden jeden einzelnen Tag zu einem Tag des permanenten Sonnen-Abusus machen.
Insgesamt kann man sagen, dass ein Tag des Faulpelzes jedem gut tun kann. Und wer weiß, wie viele Dinge schon erfunden wurden an solchen Tagen oder überhaupt von Faulpelzen - die sich gern das Leben an jedem Tag im Jahr erleichtern wollten.
Da auch noch der Tag des Löwen begangen wird - hoffe ich darauf, dass alle nicht nur an diesem Tag zu faul sind, einen König einfach so zu erlegen.
Ich spüre schon, wie mich die Faulheit überwältigt, beende diesen Beitrag mit einem faulen und trägen
Guten Morgen, Gruß Biene
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