Freitag, 4. August 2017
3. August 2017 - Alternative Fakten - Dr. Frankenstein - und sein neues Rippen-Material
Dr. Frankenstein und sein Rippen-Material
Entgegen Gottes Rat oder einen Blick in die Bibel oder gar auf den hippokratischen Eid hat Dr. Frankenstein sich ein Skalpell gegriffen
und auf eigenen Wunsch einer Sophia W. vier Rippchen entfernt.
Nein, sie wollte nicht mal eben grillen und alle Geschäfte hatten bereits geschlossen,
sie wollte einzigartig werden
und einen Taillenumfang von nahezu Zero bekommen.
Dr. Frankenstein treibt sein Unwesen, seit viele Ärzte im allgemeinen davon Abstand genommen haben,
einen gewissen Anstand herrschen zu lassen.
Dr. Frankenstein kann jetzt aus dem Rippen-Material keinen neuen Menschen formen, obwohl entsprechende DNA vorhanden ist -
denn dazu fehlen ihm ein paar Jahrzehnte,
die dann von seinen Nachkommen sowohl überbrückt als auch endlich erfolgreich zu einem Monster-Gebilde führen werden.
Gott schlägt die Hände über seinem Kopf zusammen, holt seinen Sohn und den Heiligen Geist als Ratgeber und sagt mit sonorer Stimme:
"Ich habe den Menschen erschaffen und die Tiere. Letztendlich habe ich mich entschlossen, dem Menschen die Macht
und den Tieren die Ohnmacht zu geben.
Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht."
Unterdessen sucht Dr. Frankenstein nach wesentlich berühmteren Rippen, die er entfernen kann - und sinnt darüber nach, was man alles noch eliminieren kann, ohne dass der Mensch
sogleich und sofort seine Standfestigkeit verliert.
Ein Traum-Modell wäre ... ach nein, das möchte ich hier nicht verraten, denn
jeder Dr. Frankenstein hat seine eigenen Dream-Rips, die er abschnibbeln möchte.
Scheiß was auf ein am Ende fehlendes wichtiges Bestandteil des Gerippes, Scheiß auf die inneren Organe -
Hauptsache, für drei oder vier Jahre durch alle Medien geistern,
bevor deren Körper sich entschließen, ihren Geist aufzugeben.
Er ist ein sehr Böser, dieser Dr. Frankenstein - doch er ist nur so böse,
wie andere es ihm gestatten, ein Unhold zu sein.
Guten Tag, Gruß Silvia
4. August 2017 - Internationaler Tag des Bieres - Prost!
Internationaler Tag des Bieres
An jedem ersten Freitag im August wird weltweit noch einmal extra Prost, Skol, Salute, Sherife, Cheers und vieles mehr beim Heben der Gläser mit dem goldenen Inhalt gesagt, und runter gespült wird der Gerstensaft,
der mal mundig ist oder auch nicht so gut schmeckt.
Der Gedenktag ist einerseits den Brauern gewidmet und andererseits den geselligen Bier-Trinkern, die sich heute noch mal besonders viel Zeit für Freunde und einen Schoppen nehmen sollen.
Meine Heimatstadt Dortmund prädestiniert mich, mal ein paar Worte über das sowohl durstlöschende als auch rauschfördernde Getränk zu verlieren (ich finde sie am Ende wieder, die Worte):
Einst war Dortmund nach Milwaukee die zweitgrößte Bierstadt der Welt.
Man sieht, auch ohne Fußball hat Dortmund einen globalen Ruhm, den es heute jedoch nicht mehr mit der Silbermedaille im Bierbrauen zu verteidigen gilt - Zeiten ändern sich, Brauereien schließen.
Einige Brauereien sind nur noch Geschichte ...
Trotzdem ist Bier nicht nur in Deutschland ein bevorzugtes Getränk, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt,
wenn es auch hier und da mal zur Plörre verkommt
und ohne die berühmte Schaum-Krone auskommen muss.
Also ruft eure Freunde an, legt jede Menge Handtücher auf die Stühle der Biergärten aus, damit euch niemand die Plätze weg schnappt, und ihr am Abend
alle lustig in den gemeinsamen bierseligen Zustand kommt.
Man soll die Feste feiern, wenn sie rufen ...
Guten Tag, Gruß Silvia
3. August 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Donnerstag im Ruhrgebiet - Dortmund - bei Adrian
Foto: M. M. - Weihwasser-Becken
Vorspeise: Exotische Mango-Avocado-Ceviche
Hauptspeise: Enchilado de Langosta (Hummer mit kubanischer Soße) mit Duft-Reis und frittierten Kochbananen
Nachspeise: Piña-Colada-Tiramisu auf Maracuja-Spiegel
Erst-Töter
Einst ist Adrian der Liebe wegen von Kuba nach Dortmund gekommen. Die Liebe ist inzwischen vorbei, aber er ist sein bester Freund geblieben -
und gemeinsam machen sie sich auf den Weg,
mindestens drei lebendige Hummer auf den letzten Teil ihrer traurigen "Green Mile" zu begleiten.
Eigentlich hat Adrian sowohl vor der Tötung als auch der Zubereitung des Hummers Angst - ich auch -
und obwohl Vox nur die um Gnade, Wasser und Nahrung zappelnden Hummer und nicht den Wurf ins kochende Wasser zeigt,
genügt mir schon das Kopfkino.
Ist das wirklich die beste Methode, einen Hummer nach langer Leidenszeit zu töten? Und dann noch von einem Hobby-Killer, der obendrein ein Erst-Hummer-Töter ist?
Die Geschichte mit dem Hummer bewirkt, dass ich Adrian auf meiner Sympathie-Skala zwei Punkte abziehen muss.
Dann überschlagen sich die Ereignisse
und lenken mich zum Glück ab, denn Melanie und Vanessa essen sich mit fetten Pommes plus Beilage schon mal zum Dinner warm und kommen so richtig in Fahrt.
Es ist ihnen zu Ohren gekommen, dass Adrian nicht immer gut bewertet hat ... Na, da kann man doch locker gegenhalten und ihm vielleicht seinen gesamten Abend versauen?
Noch ist Vox lustig unterwegs, denn unter Kommentaren von Melanie ist ihr das Spruchband "Kochte gestern" zugeteilt.
Ein zwar flacher, aber stimmiger Witz: Gekocht hat sie nicht, im besten Fall hat sie etwas Ähnliches versucht - ohne im mindesten erfolgreich zu sein.
Miteinander und auf sich fixiert vergessen Melanie und Vanessa Zeit, Raum und Kameras und glauben sich tief in ihrem Ruhrpott, wo der gewinnt, der die größte Klappe hat. Später bringt mir Vanessa bei, dass es "Halt die Fresse" heißt.
Alter Ego
Unterdessen ist Adrian noch voller Vorfreude und Hoffnung, allen einen schönen Abend zu bereiten. Aus dem Hut zaubert er "Carolina", die freche sexy Frau, die er alternativ zu dem ehemaligen Muttersöhnchen auslebt, wenn ihm der Sinn danach steht.
Es wird ihm morgen der Sinn ausgiebig danach stehen - und die Vorschau, als Carolina auf Melanie trifft, verheißt nichts Gutes ...
Noch höre ich Vanessa, die am Montag von Toleranz getönt hat, die alle Menschen und alle Religionen einschließt.
Wie schnell die flöten geht, wenn eigene Interessen (3.000 Euro - die die beiden Gören ohnehin nicht mehr gewinnen können), bedroht sind, werden wir sehen ...
An alle Herzkranken: Bitte Notfall-Medikamente bereit legen!
Point Zero
Schon heute kommen die fünf aus dem Ruhrgebiet auf dem absoluten Nullpunkt und weit darunter an. Zwar kippt die Stimmung stets an Donnerstagen, aber so tief sinkt sie nicht oft.
Doch eine Wahrheit aus einem eigenem Mund kommt ebenfalls zutage, denn Vanessa gibt zu, ungenießbar zu sein - und noch ungenießbarer, wenn sie Hunger hat.
Da macht Melanie gerne mit und ist ebenfalls für eine faire Blog-Schreiberin nicht mehr zu entschuldigen.
Martin versucht sein Bestes, dagegen zu halten - aber wenn solche Schicksen loslegen, sind die taub für alle Argumente und Deeskalations-Bemühungen. Die ziehen ihr böses Ding durch!
Adrian könnte sein Menü kopfüber servieren, er hat keine Chance - und die nutzt er nicht, denn eine winzige bliebe ihm:
Die Mädels vor die Tür zu setzen!
Abbitte
müssten Vanessa und Melanie leisten, bevor sie sich in eine noch größere Bredouille bringen.
Weihwasser könnte helfen
oder auch eine Beichte beim Pfarrer ihres Vertrauens.
Oder einfach mal die "Fresse" halten, wie Vanessa Münder bezeichnet.
All das geschieht nicht, und obwohl alle miteinander je sieben Punkte verteilen,
sprechen die Worte von Vanessa und Melanie eine düstere Sprache von
Neid, Missgunst, Intoleranz und
veranlassen viele Ruhrgebietler, sich fremdzuschämen und das regionale Bild zurecht zu rücken,
das die beiden so furchtbar beschädigen.
Ich schäme mich nicht fremd, ich kenne die überhaupt nicht - und jetzt weiß ich auch, warum ich die nicht kenne.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Vorspeise: Exotische Mango-Avocado-Ceviche
Hauptspeise: Enchilado de Langosta (Hummer mit kubanischer Soße) mit Duft-Reis und frittierten Kochbananen
Nachspeise: Piña-Colada-Tiramisu auf Maracuja-Spiegel
Erst-Töter
Einst ist Adrian der Liebe wegen von Kuba nach Dortmund gekommen. Die Liebe ist inzwischen vorbei, aber er ist sein bester Freund geblieben -
und gemeinsam machen sie sich auf den Weg,
mindestens drei lebendige Hummer auf den letzten Teil ihrer traurigen "Green Mile" zu begleiten.
Eigentlich hat Adrian sowohl vor der Tötung als auch der Zubereitung des Hummers Angst - ich auch -
und obwohl Vox nur die um Gnade, Wasser und Nahrung zappelnden Hummer und nicht den Wurf ins kochende Wasser zeigt,
genügt mir schon das Kopfkino.
Ist das wirklich die beste Methode, einen Hummer nach langer Leidenszeit zu töten? Und dann noch von einem Hobby-Killer, der obendrein ein Erst-Hummer-Töter ist?
Die Geschichte mit dem Hummer bewirkt, dass ich Adrian auf meiner Sympathie-Skala zwei Punkte abziehen muss.
Dann überschlagen sich die Ereignisse
und lenken mich zum Glück ab, denn Melanie und Vanessa essen sich mit fetten Pommes plus Beilage schon mal zum Dinner warm und kommen so richtig in Fahrt.
Es ist ihnen zu Ohren gekommen, dass Adrian nicht immer gut bewertet hat ... Na, da kann man doch locker gegenhalten und ihm vielleicht seinen gesamten Abend versauen?
Noch ist Vox lustig unterwegs, denn unter Kommentaren von Melanie ist ihr das Spruchband "Kochte gestern" zugeteilt.
Ein zwar flacher, aber stimmiger Witz: Gekocht hat sie nicht, im besten Fall hat sie etwas Ähnliches versucht - ohne im mindesten erfolgreich zu sein.
Miteinander und auf sich fixiert vergessen Melanie und Vanessa Zeit, Raum und Kameras und glauben sich tief in ihrem Ruhrpott, wo der gewinnt, der die größte Klappe hat. Später bringt mir Vanessa bei, dass es "Halt die Fresse" heißt.
Alter Ego
Unterdessen ist Adrian noch voller Vorfreude und Hoffnung, allen einen schönen Abend zu bereiten. Aus dem Hut zaubert er "Carolina", die freche sexy Frau, die er alternativ zu dem ehemaligen Muttersöhnchen auslebt, wenn ihm der Sinn danach steht.
Es wird ihm morgen der Sinn ausgiebig danach stehen - und die Vorschau, als Carolina auf Melanie trifft, verheißt nichts Gutes ...
Noch höre ich Vanessa, die am Montag von Toleranz getönt hat, die alle Menschen und alle Religionen einschließt.
Wie schnell die flöten geht, wenn eigene Interessen (3.000 Euro - die die beiden Gören ohnehin nicht mehr gewinnen können), bedroht sind, werden wir sehen ...
An alle Herzkranken: Bitte Notfall-Medikamente bereit legen!
Point Zero
Schon heute kommen die fünf aus dem Ruhrgebiet auf dem absoluten Nullpunkt und weit darunter an. Zwar kippt die Stimmung stets an Donnerstagen, aber so tief sinkt sie nicht oft.
Doch eine Wahrheit aus einem eigenem Mund kommt ebenfalls zutage, denn Vanessa gibt zu, ungenießbar zu sein - und noch ungenießbarer, wenn sie Hunger hat.
Da macht Melanie gerne mit und ist ebenfalls für eine faire Blog-Schreiberin nicht mehr zu entschuldigen.
Martin versucht sein Bestes, dagegen zu halten - aber wenn solche Schicksen loslegen, sind die taub für alle Argumente und Deeskalations-Bemühungen. Die ziehen ihr böses Ding durch!
Adrian könnte sein Menü kopfüber servieren, er hat keine Chance - und die nutzt er nicht, denn eine winzige bliebe ihm:
Die Mädels vor die Tür zu setzen!
Abbitte
müssten Vanessa und Melanie leisten, bevor sie sich in eine noch größere Bredouille bringen.
Weihwasser könnte helfen
oder auch eine Beichte beim Pfarrer ihres Vertrauens.
Oder einfach mal die "Fresse" halten, wie Vanessa Münder bezeichnet.
All das geschieht nicht, und obwohl alle miteinander je sieben Punkte verteilen,
sprechen die Worte von Vanessa und Melanie eine düstere Sprache von
Neid, Missgunst, Intoleranz und
veranlassen viele Ruhrgebietler, sich fremdzuschämen und das regionale Bild zurecht zu rücken,
das die beiden so furchtbar beschädigen.
Ich schäme mich nicht fremd, ich kenne die überhaupt nicht - und jetzt weiß ich auch, warum ich die nicht kenne.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Donnerstag, 3. August 2017
2. August 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Mittwoch im Ruhrgebiet - Mülheim - bei Melanie
Vorspeise: Irgendwelche Nudeln mit Soße und Strauchtomatenragout
Hauptspeise: Rinderfilet mit gegrillter Zucchini und Süßkartoffelpürree an Balsamico-Soße
Nachspeise: Eiscrème mit Dulce de leche und Triple-Chocolate-Brownie
Der Mut, das Innere nach außen zu kehren
Zumindest schneidet Vox ein paar schöne Bilder von Mülheim a. d. Ruhr an den Anfang dieses merkwürdigen Dinner-Abends
und verkneift sich Fotos der Einkaufsstraße voller Tristesse, gegen die das Pendant in Duisburg wie ein
ausgeklügelter Pracht-Boulevard aussieht.
Seit sechs Jahren hat Melanie Vox regelmäßig mit Bewerbungen gestalkt - erhört wurde sie als
Ersatz-Kandidatin. Wenn es ihr reicht, als Not-Lösung den Kochlöffel schwingen zu dürfen, so soll mir das recht sein.
Und nicht nur diverse Löffel schwingt sie, sondern vor allem die Verzweiflung, und so kommt es, dass ihr sinn- und beweislos dahingeworfener Spruch
"Im Ruhrpott sind alle liebenswert asi"
zumindest und für diesen Abend auf sie selber zutrifft, während sie von Vanessa tat- und lachkräftig unterstützt wird,
denn so eine dreckige Lache hört man nicht alle Tage. Melanie, genannt Mulle (ich nenne nur Leute bei ihren Spitznamen, die ich gut kenne - oder die ich via TV von Anfang an mag, also bleibt es im Folgenden bei Melanie), etabliert das Wort "Scheiße"
in Überdosierung.
Zwar trifft das böse Wort heute oft genug den Nagel auf den Kopf, aber ein bisschen mehr Innovation schadet nie.
Zur späten Vorspeise fallen die geplanten Ravioli dem Unvermögen, diese zubereiten zu können, zum Opfer. Hätte sie in sechs Jahren locker mal üben können ...
Vom Hauptgang bleibt viel Fleisch übrig -
und es tut weh, zu sehen, dass die die Reste in den Mülleimer entsorgt. Sie hat doch zwei Katzen!
Schräg über den Tisch hängend schämt sie sich für ihre Desaster aus der Küche und redet ihre Kochergebnisse schallend laut lachend auch noch völlig kaputt.
LetzteR will sie nicht werden - und da kann ich sie beruhigen, denn plötzliche Geschlechtsumwandlungen gab es noch nie beim Dinner (weiß sie als allerallergrößter Dinner-Fan auch), höchstens gut gemeinte Gänge, die sich unter falschen Voraussetzungen auf das Wort "perfekt" zurückführen lassen sollen, und am Ende doch
so was von daneben sind, dass es mir schon wieder leid tut - für Melanie.
Mit fünfundzwanzig Gnaden-Punkten ist sie auf derselben Höhe wie Proll-Kollegin Vanessa - und es ist gut möglich, dass sie beide
LetztE werden.
Aber Melanie hat den Mut, ihr Innerstes nach außen zu kehren, sich dem Publikum zu stellen, am Ende auch vielleicht sich selber ... denn anders kann ich mir die relativ hohe Punktzahl für Nothing nicht schön reden.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Mittwoch, 2. August 2017
2. August 2017 - Wer oder was ist Mogli - und warum ist er so lästig`?
Graffitis an einer Stadtvilla
Wer oder was ist Mogli - und warum ist er so lästig?
Es gibt schöne Graffitis und weniger schöne. Die auf dem obigen Foto gehören eher zu den überhaupt nicht schönen,
und sind nicht einmal erste Mal-Versuche, sondern dilettantische Schmierereien.
Und besonders geht es hier um den mittlerweile zu zweifelhaftem Ruhm gekommenen Schriftzug "Mogli",
denn der ist nicht alleine und einsam, nein, er ist hier geschätzte hundertmal - oder noch öfter -zu finden,
und zwar in der Mitte unserer Stadt x-mal sowie in den Stadtteilen.
Wer ist eigentlich Mogli?
Ein Motiv aus dem Dschungel-Buch schließe ich aus, denn Mogli ist lediglich durch seine Häufigkeit unverwechselbar,
aber nicht wegen seiner Großartigkeit.
Ist Mogli ein Codewort? Müsste die Polizei dies zur Kenntnis nehmen?
Ist Mogli eine Botschaft, die ich nur nicht verstehe?
Oder einfach nur der armselige Versuch, eine ganze Stadt damit vollzuklecksen?
Als Mogli-Profilerin stelle ich mir Folgendes vor:
Der Schmierfink ist etwa 19 Jahre alt, steckt trotzdem noch mitten in der Pubertät und hat keine Freunde. Er hat ein großes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit,
und die kann er nur im Verborgenen erreichen, denn von Angesicht zu Angesicht
ist er so nichtssagend wie sein "Mogli"-Geschreibsel.
Als ganz arme Socke fährt er vermutlich schwarz mit Bus und Bahn, um in allen Stadtteilen seine Buchstaben-Fetzen zu hinterlassen.
Seine Oma hat schon immer gewusst, dass aus dem Jungen nichts wird ...
Seine Mutter hat seine unbeholfene Schrift längst erkannt und schämt sich in Grund und Boden.
Seinen Vater hat er nie kennen gelernt.
Armer Mogli! Ich habe leider kein Mitleid mit dir.
Denn vor allem: Arme Hausbesitzer, die sich nun die Schmierereien für viel Geld entfernen lassen müssen, falls sie das Geld dafür überhaupt haben.
Guten Tag, Gruß Silvia
Wer oder was ist Mogli - und warum ist er so lästig?
Es gibt schöne Graffitis und weniger schöne. Die auf dem obigen Foto gehören eher zu den überhaupt nicht schönen,
und sind nicht einmal erste Mal-Versuche, sondern dilettantische Schmierereien.
Und besonders geht es hier um den mittlerweile zu zweifelhaftem Ruhm gekommenen Schriftzug "Mogli",
denn der ist nicht alleine und einsam, nein, er ist hier geschätzte hundertmal - oder noch öfter -zu finden,
und zwar in der Mitte unserer Stadt x-mal sowie in den Stadtteilen.
Wer ist eigentlich Mogli?
Ein Motiv aus dem Dschungel-Buch schließe ich aus, denn Mogli ist lediglich durch seine Häufigkeit unverwechselbar,
aber nicht wegen seiner Großartigkeit.
Ist Mogli ein Codewort? Müsste die Polizei dies zur Kenntnis nehmen?
Ist Mogli eine Botschaft, die ich nur nicht verstehe?
Oder einfach nur der armselige Versuch, eine ganze Stadt damit vollzuklecksen?
Als Mogli-Profilerin stelle ich mir Folgendes vor:
Der Schmierfink ist etwa 19 Jahre alt, steckt trotzdem noch mitten in der Pubertät und hat keine Freunde. Er hat ein großes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit,
und die kann er nur im Verborgenen erreichen, denn von Angesicht zu Angesicht
ist er so nichtssagend wie sein "Mogli"-Geschreibsel.
Als ganz arme Socke fährt er vermutlich schwarz mit Bus und Bahn, um in allen Stadtteilen seine Buchstaben-Fetzen zu hinterlassen.
Seine Oma hat schon immer gewusst, dass aus dem Jungen nichts wird ...
Seine Mutter hat seine unbeholfene Schrift längst erkannt und schämt sich in Grund und Boden.
Seinen Vater hat er nie kennen gelernt.
Armer Mogli! Ich habe leider kein Mitleid mit dir.
Denn vor allem: Arme Hausbesitzer, die sich nun die Schmierereien für viel Geld entfernen lassen müssen, falls sie das Geld dafür überhaupt haben.
Guten Tag, Gruß Silvia
1. August 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Dienstag im Ruhrgebiet - Gladbeck - bei Martin
Vorspeise: Erbsen-Minz-Suppe mit Chilistreifen und Garnelenspieß
Hauptspeise: Kalbsrouladen mit Kartoffel-Sellerie-Stampf, Rotkohlsalat und Portweinjus
Nachspeise: "Revierderby": Weißes Mousse mit Blue-Curaçao-Sirup und Schokoladenkuchen auf Mango-Püree-Spiegel
Der Himmel überm Ruhrgebiet
ist wahlweise und für die einen blau-weiß, während er für die anderen eindeutig schwarz-gelb glitzert. Martin quetscht die zwei dominanten Gesinnungen des Ruhrpotts auf einen Nachtisch-Teller und wen wundert es, dass auch hier der
BVB
die Nase vorn hat. Immerhin nimmt man für eine Mousse als Synonym für Schalke seine Lieblingsschokolade und nicht die Edeka-Kouvertüre, dann klappt es auch mit den Fans.
Und anfangs muss man stark bangen, ob die Konkurrenten sich als Fans erweisen und dem sicherlich engagierten Sozialarbeiter den Fauxpas verzeihen, dass er sich und Adrian ein Bier hinstellt, während er vergisst, den anderen Wein einzuschenken.
Die blau-weißen Kerzen bleiben zunächst auch ohne jegliches Feuer. Martin betreut neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ein Schalker Fan-Projekt,
während er heute selber hier und da ein bisschen Betreuung und Unterstützung brauchen könnte. Auch zum Hauptgang sehe ich gähnend leere Gläser,
während am Ende als Fazit genau das Gegenteil vom Gesehenen erörtert wird und Martin als guter Gastgeber, der ständig nach Getränken gefragt hat, beschrieben wird.
Vielleicht sind die Gäste noch geblendet von ihrer Premiere als Graffiti-Sprayer, denn im Garten wartet ein Freund und Spray-Kollege von Martin darauf, ihnen diese Kunst nahe zu bringen.
Natürlich läuft alles legal ab, denn Untergrund und öffentlich - das passt nicht.
Martin selber würde sich am Ende sieben Punkte geben - und damit liegt er ganz in der Nähe einer realistischen Einschätzung seines Dinners,
doch die Gäste springen heute über alle Schatten und verteilen insgesamt
dreiunddreissig Punkte.
Selbst Vanessa, die während der Kritik-Runde eine Sauertopf-Miene zieht - vielleicht, weil sie heute nicht mehr der Mittelpunkt des Revier-Derbys ist? - zückt ohne mit der Wimper zu zucken eine acht.
Ein bisschen übertrieben, ein bisschen seht lieb gemeint.
Da kannze echt sagen, datt dat Ruhrgebiet, allgemein nur Pott genannt, auffm guten Wech is. Datt wird abba nich so bleiben,
alle Finga hoch dafür.
Denn in jeda Dinna-Woche gibbs sonne und sonne.
Und übba allem ziehn blau-weiße oda au schwatte Wolken auf. Ma kucken, welche sich durchsätzn.
Guten Morgen, Gruß Silvia
Dienstag, 1. August 2017
31. Juli 2017 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag im Ruhrgebiet - Duisburg - bei Vanessa
Gegenmittel: Theater Duisburg mit dem Leitspruch
"Mit seinen Tiefen, seinen Höhen, roll ich das Leben ab vor deinem Blick.
Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück"
Vorspeise: Kartoffelsuppe unter einer Bacon-Spirale mit selbstgebackenem Ciabatta und Bärlauchbutter
Hauptspeise: Filet in Lebkuchensoße mit Süßkartoffelpüree und Broccoli
Nachspeise: Zweierlei Mousse (weiße und Zartbitter-Schokolade) auf Erdbeerspiegel
Vorne hui, hinten pfui
Beinahe könnte man denken, Vanessa sucht im nächsten Moment nach gemeinsamen Ahnen oder schließt gar Bluts-Schwesternschaft mit dem einen oder anderen Konkurrenten, denn schnell fühlt sie sich wie in einer seit ewigen Zeiten bestehenden Klicke und lässt an diesem ersten Tag weder Vorsicht walten -
noch denkt sie daran, den Gästen etwas Besonderes auf den Tisch zu bringen.
Dieser Tisch ist dekoriert wie es sich für die Bewohnerin eines Zechenhauses gehört, mit einem Fördertürmchen und irgendeinem Kohlenmann. Aber gut: es meckert ja auch niemand, wenn ein Hamburger einen Leuchtturm aufstellt. Doch hier und heute ist das keine Deko, liebevoll wie die in dem Zimmer ihrer beiden kleinen Kinder,
sondern ein Hinweis auf viel Unlust, für den Fernseh-Auftritt mehr als nötig zu leisten.
Im Laufe ihres Menüs benutzt sie Industrie-Brühe, Parmesan aus einer Tüte, Soßenbinder - und Mikrowelle, obwohl sie keine "Freundin" davon ist. Wenn man der Geschichte kritisch gegenüber steht, die Welle nicht mal rosa ist - wie sonst fast alles in diesem Haushalt - dann hat man in der Regel auch kein solches Gerät.
Die vielen Worte nehme ich schon mal nicht für bare Münze - außer dem, dass sie "immer bekommt, was sie will" - das warnt zur Vorsicht!
Wenn ich wie Vanessa "Hobby-Kartenlegerin" wäre, würde ich jetzt einen Stoß Karten durch die Luft werfen und mal gucken,
welche Sinnbilder ich auffange. Aber ich kann mit diesem Dumm-Kram nichts anfangen.
Doch manch ein Blick in die Zukunft ist ohnehin nicht schwierig ...
Weiter geht es mit einer Kartoffelsuppe, die ausschließlich nach Tüten-Käse schmeckt. Einem Rinderfilet, dass sie
großspurig auf jeden gewünschten Garpunkt bringen will,
und es lachend zu einfach findet, dass alle ihr Steak medium haben möchten.
Dann brät sie es kaputt - und es fehlt nicht viel und mit etwas Phantasie sieht man Kohlenstücke auf den Tellern.
Der Nachtisch ist bis auf die Erdbeerkleckse komplett vorbereitet: Die Mama wohnt gleich gegenüber oder -
vielleicht ist alles noch schlimmer, und er kommt aus einer Bielefelder Tüte.
Bielefeld gibt es doch gar nicht! - Und dieses Ruhrgebiet?
Das gibt es. Man sieht es. Man hört es heute sogar am Tonfall der Gastgeberin und an dem von Martin. Für mich eine schöne Erinnerung an früher.
Denn das Ruhrgebiet ist groß und hat mehr zu bieten, als Krombacher-Bierdosen auf den Tisch zu knallen,
denn in eben Vanessas Heimatstadt gibt es ein hervorragendes und vor allem regionales Pils.
Ihr Lohn sind fünfundzwanzig Punkte,
und ich schließe mich Adrian an und gebe fünf oder weniger.
Denn soviel auch alle über alles und jedes am Tisch gelacht haben, hintenrum wird Tacheles geredet, da gibt es kein Pardon.
Aber fremdgeschämt habe ich mich keinen Moment, denn das habe ich mir schon lange abgewöhnt. Es muss jeder selber wissen, wie er sich präsentiert - und wenn es authentisch ist, da machste nix. Da holste aus einer Göre nicht die Lady raus. Ist auch gut so.
Guten Morgen, Gruß Silvia
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