Dienstag, 10. März 2020

9. März 2020 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Wien bei Klara

Vorspeise: Karfiolcremesuppe mit Pecorino und Lardo-Apfel-Crostino
Hauptgang: Wolfsbarschfilet auf Orangen-Kartoffel-Püree mit Kürbis und Paprikamarmelade
Nachtisch: Sternanis-Schokoladen-Mousse mit Passionsfruchtcreme und Schokocrumble


Was es nicht alles so gibt!

Koch-Abitur? Ich stehe erst einmal in meinem weißen Wissens-Fleck und spekuliere, dass Kochen in diesen Schulen ein Leistungsfach ist? Daneben gibt es noch das Leistungsfach "Kellnern"?

Ach, das muss Quatsch sein. Ich google das jetzt trotzdem nicht, aber ich hoffe, dass bereits die erste Gastgeberin

besser rechnen als kochen kann.

Immerhin gibt es auch in anderen Schulen Koch-Unterricht. Das tritt dann allerdings eher in den Hinter- als Vordergrund.

Klara redet viel und beherrscht das Metier mit den Worten: Ob alles stimmt, was sie erzählt, ist eine andere Geschichte.

Sie meint ja auch, Orangen wären frischer, wenn sie noch ihr Grün am Nabel trügen. Dass dies ein Verkaufstrick ist, kommt ihr nicht in den Sinn. Aber zur Sicherheit lobt sie auch noch die Farbe der Apfelsinen, die sie kauft.

Überhaupt hat Klara eine Beziehung zu dem Essen eindeutig zugewiesenen Farben: Jeder Gang kommt in einer anderen auf den Tisch.

Das Ergebnis ist die weiße Blumenkohlsuppe mit den entsprechend ebenfalls weißen Beilagen. Weder Farbe noch Gericht sind ein Knaller. Hätte sie doch wenigstens den pinkfarbenen Blumenkohl von meinem Foto genommen ...

Der Hauptgang ist in orange gehalten, während der Nachtisch selbstverständlich in kackbraun rüber kommt.

Ob man mit diesem Abitur der anderen Art gleich als Koch oder Köchin durchstarten könnte, weiß ich nicht,

aber Klara arbeitet nicht als solche. Soweit ich das verstanden habe, ist sie Verkäuferin in einem Museums-Laden.

Über ihre Gäste ist sie hocherfreut, ein Blabla also wie an beinahe jedem Montag. Schlimm wäre es für Klara, wenn sie Gäste und Mitstreiter hätte, mit denen sie "so gar nicht kann".

Das jedoch zeigt sich niemals auf den 1. Blick, dafür muss man tiefer in die Woche eindringen. Immerhin soll es für den

ersten Eindruck keine zweite Chance geben.

Ein Spruch, der sein muss. Kaum fällt er mir ein, sehe ich etwas, das ich seit ewigen Zeiten nirgendwo mehr gesehen habe:

Simon spreizt beim Trinken den kleinen Finger. Ob er es auch beim Hochheben der Bewertungs-Tafel macht,

bemerke ich nicht mehr (denn ich bin bereits ein wenig gelangweilt), sondern nur seine 7 Zähler, denen sich Markus und Ina anschließen, während Susanne 8 Punkte verschenkt.

Mit 29 Punkten beginnt diese Wien-Woche, in der zudem die

3.500. Sendung

"Das perfekte Dinner"

ausgestrahlt werden wird. An welchem Tag das ist, weiß ich nicht.

Dieser Montag bei Klara hat allerdings keine Jubiläums-Sendung verdient.


Guten Tag, Gruß Silvia


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen