Samstag, 20. Dezember 2025

20. Dezember 2025 - ARD-Mediathek: "Die perfekte Hausfrau"


 ARD-Mediathek: -


"Die perfekte Hausfrau"


- ein französischer Film aus dem Jahr 2020,

dessen Inhalt zurück ins Jahr 1968 geht. Wenn man den Lauf der Weltgeschichte bedenkt, ist das weniger als ein Katzensprung.

Und wenn man es "übersetzt", haben sich Frauen jahrtausendelang unterdrücken lassen, und sich in relativ wenigen Jahren von der Vorherrschaft der Männer befreit.

Die vorherige Unterdrückung war allumfänglich geglückt.

Paulette betreibt ein Institut, in dem sie junge Frauen auf ihre künftigen Aufgaben als liebevolle, stets einsatzbereite Ehefrauen, aber zuvorderst als aufopferndes und letztes Glied in der Kette ausbildet.

Zunächst werden Regeln aufgestellt, die alle dem Wohl des späteren Ehemannes und der Nachkommenschaft dienen.

Wie und auf welche Weise man eine Teekanne halten soll, ist nur ein kleines Beispiel, während ein größeres ist,

dass man dem Ehemann eine Dienerin sein muss, die ihm auch in den Nächten nach Belieben zur Verfügung steht. Als Frau Lust zu empfinden, während der Mann sich abreagiert, ist nicht vorgesehen.

Also eine Art Vergewaltigung mit behördlich abgestempelter Unterschrift der Frauen, die nicht immer freiwillig in eine Ehe hineingegangen sind?

Paulettes Leben ändert sich, als ihr Ehemann Robert an einem verschluckten Kaninchenknochen stirbt ...

Sie trifft ihre Jugendliebe wieder, und bald klafft zwischen ihren Lehren und ihrem Leben die große Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss.

Der Umbruch beginnt im Kopf vieler einzelner Frauen, die in Paris auf die Barrikaden gehen.

"Frau am Steuer - das wird teuer" gehört heute der Vergangenheit an, die sich gelegentlich immer noch in die Gegenwart schummelt - wie vieles andere. Völlig ist der Prozess der Gleichberechtigung nicht abgeschlossen,

aber es ist erfreulich, dass sich der Regisseur Martin Provost als Mann diesem Thema gewidmet hat.

Gleichberechtigung ist leider nicht weltumfassend, denn in noch zu vielen Ländern müssen

Frauen ihren Männern dienen, als hätten diese nicht nur eine andere Physiognomie, sondern generell die höhere Intelligenz und die Hoheit über allen Durchblick, den sie Frauen lapidar und durch eine nicht zu rechtfertigende eigene und alleinige Beanspruchung absprechen.

Der Film bestätigt: es geht durchaus n o c h weiter als bisher.

Aber: was in knapp 60 Jahren geschafft worden ist, kann vielleicht in den nächsten 60 Jahren komplettiert werden.

Nur weltweit wird das vielleicht nie etwas ...
Hoffentlich!


Guten Tag, Gruß Silvia



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