Hauptgang: Tofu-Taler / Bohnen / Kräuterseitlinge / Miso-Zwiebeln
Nachtisch: Wassermelone / Anis / Hafermilch / Haselnuss
Jeder Mensch ist der Architekt seines eigenen, persönlichen Luftschlosses.
- Willy Meurer (1934 - 2018)
- Willy Meurer (1934 - 2018)
Für Luftschlösser scheint der 45jährige Architekt Nico zu ernsthaft zu sein und macht sich souverän an die Zubereitung eines veganen Menüs,
obwohl er selber gern Fleisch isst, aber das vegane Leben als ein zu lobendes hervorhebt. Selber sei er nicht oder noch nicht stark genug, um vegan zu leben. Immerhin hat er sich in das Thema sehr gut eingelesen und es sogar kleidungsmäßig konsequent umgesetzt: zum Beispiel hat er in einem Laden für vegane Kleidung einen Gürtel erstanden, damit er zu den anderen Kandidaten nicht in einem Tierhaut-Gürtel auftauchen muss.
Er ist also der perfekte Regisseur für die passenden Requisiten.
Trotzdem steht und fällt eine Unterhaltungs-Sendung mit der entsprechenden Unterhaltung, und da reicht es nicht, ein paar Vorgaben zu erfüllen und die besten Vorsätze mitzubringen - sondern die Sendezeit will gefüllt werden, ohne dass Langeweile aufkommt.
Selbst fürs Schnibbeln holt Nico sich keine Hilfe, denn er liebt es, alles selber kleinzuschneiden: und das beherrscht er perfekt, denn winziger und gleichmäßiger können Würfelchen von diesem und jenem kaum sein. Dennoch hätte eine
Schnibbelhilfe so manchen Schnittpunkt zu manchem Thema erfüllen können ...
Das Menü
übertrifft das am Vortag zubereitete der Veganerin Lina, und besonders Nicos Hauptgang hätte auch sie davon
überzeugen können, dass er viel mehr Mühe in seinen Gang gesteckt hat. Schmackhafter dürfte es ebenfalls sein. Zwar lobt sie ihn, vergisst jedoch die Abzüge vom Lob keinesfalls, und die fallen ins Gewicht.
Der Tofutaler im 2. Gang besteht nicht etwa nur aus Tofu, sondern ist mit diversen anderen Zutaten zusammengerührt und zu einem "Klops" geformt. Das Ergebnis dürfte schmecken - würde ich sagen. Die Kräuterseitlinge tun ihr übriges, und das Bohnenpüree hat er aus getrockneten Bohnen gekocht - und nicht, wie Lina ihre, aus einem Glas gefischt.
Fazit
Als er seine Ukulele hervorholt, muss ich kurz an "Fräulein Flierl" aus "München Mord" denken, aber ich stecke noch immer
in dieser Sendung "Das perfekte Dinner" fest, das heute rein kochtechnisch ziemlich gut sein dürfte, aber unterhaltstechnisch im unteren Level herumkriecht. Nico
singt zum Klang seiner Ukulele "Somewhere over the Rainbow" - und das macht er recht gut. Die Harmonie
kippt, als die Gäste einstimmen ... das klingt nur noch schräg mit lauter falschen Tönen.
Die Punkte: 7 gibt Stephen, je 8 Lina und Marie, 9 Dustin.
Mit 32 Zählern kann er das simple Menü von Lina leider nicht schlagen - und landet somit am 2. Tag auf dem bislang 2. Platz.
Schade.
Guten Morgen, Gruß Silvia
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