Dienstag, 10. September 2019

9. September 2019 - Vox - Das perfekte Dinner - Montag in Bonn bei Anna

Vorspeise: Spargelcremesuppe mit Parmaschinken-Chip
Hauptgang: Maispoulardenbrust mit Champignon-Frischkäse-Ravioli und Honig-Essig-Jus
Nachtisch: Erdbeertiramisu mit Erdbeersorbet


Im Gedenken an die Oma

wohnt Anna nicht nur in deren Einliegerwohnung im Elternhaus, sondern kocht vielleicht auch in deren Sinne für eine große Fernsehgemeinde. Vielleicht mochte die Oma das "perfekte Dinner"?

Zunächst jedoch die gute Meldung vorab: Das "Dinner" findet ab heute und nach vier Wochen des Überstrapazierens dieser Sendung zurück zu der ursprünglichen Form: Das heißt, um 20.00 Uhr ist Schlus, egal, was auch passiert, egal, welche Milchkanne vor welchem Hügel man noch nicht gezeigt hat.

Die Tagesschau-Macher können aufatmen: Die bedrohliche Konkurrenz ist ausgeschaltet. Wäre ich ein Comedian, würde ich mich fragen, ob da Schmiergelder vom öffentlich rechtlichen in den privat bunten Kanal geflossen sind.

Aber jetzt versucht sich Anna an der Aufgabe, ein perfektes Dinner zu wuppen: Ich sehe gekörnte Brühe und Zitrone aus dem Plastikfläschchen, obwohl echte Zitrone im Hause ist - und sie die später auch benutzt. Die Geburtsstunde von Maggi war 1886, aber diese schwarze Flüssigkeit kommt heute nicht zum Einsatz - nur Mittelchen, die ebenfalls zur Firma gehören. Es war wohl ein Segen für viele Hausfrauen, die erst Mütter und dann Omas wurden und die Maggi-Tradition an ihre Enkel weiter gegeben haben. Es ist immerhin schwer, sich von den Omas zu lösen.

Ob der Ort Ägidienberg jemals solch einen öffentlichen Auftritt hatte wie an diesem Tag, ist die Frage?

Fuchs

und Hase sagen sich aber heute hier nicht gute Nacht, denn dazu ist es zu laut im Ort mit all den Fernsehleuten und den vier Gästen, die voller Begeisterung den Ort stürmen.

Immerhin mag die Gästin Servet jede Art von Klatsch und Tratsch. Das ist ihr Ding,

weniger ihr Ding ist das Hähnchen des Hauptganges. Sie mag es nicht nur nicht, es verbrutzelt Anna auch in der Pfanne,

während sie sich um die angeklebten und jetzt durchsiebten Ravioli kümmern muss. Die sind derart durchlöchert, dass man glauben könnte, der Dorf-Sheriff hätte Schießübungen an den Nudeln veranstaltet.


Fazit

Anna flucht gerne und laut. Das ändert aber nichts daran, dass kein Lebensmittel sich für ihre Schimpftiraden interessiert.

Seltsamer Weise kommen trotzdem 30 Punkte zustande, was vielleicht an den vielen frischen Erdbeeren liegt oder einfach daran, dass alle Gäste an diesem Montag freundlich sein wollen.

Matthias und Stefanie spendieren je 7 und Servet und Wolfgang sogar je 8 Zähler.

Ab Dienstagabend gehört Ägidienberg wieder den Füchsen und den Hasen.


Guten Morgen, Gruß Silvia

1 Kommentar:

  1. Anna - fu++++ing toll!

    Bonn und Umgebung, so langsam scheint es ja VOX vor gar nichts mehr zu Grausen! Nix mehr mit, der Kanzler kommt mit seinem Gefolge, nix mehr mit, der Bundespräsident erkundigt die Region, nix mehr mit, Staatsgäste auf dem Petersberg. Die Touristen fahren schon lange auf dem Flusskreuzfahrtschiff vorbei und die Köln-Düsseldorfer legt nur noch selten am Ufer an.

    Egal, wir kochen gegen die Tristesse! Wir erobern die ehemalige Wohnung der verstorbenen Oma und lauschen der heutigen Köchin, Anna, beim zarten Austausch von Schimpfwörtern. Haben da jetzt sprachtechnisch, die Eltern oder der Ausbildungsbetrieb versagt? "Fuck+++ noch einmal, kaufen sie jetzt die Schokolade?" Reizend!

    Also konzentrieren wir uns aufs Kochen! Auf die Zubereitung von trockener Poulardenbrust, etwas dünner Spargelsuppe und suppiger Schichtspeise. Nein, man möchte ja nicht nörgeln - die Erstzubereitung der Ravili sieht gar nicht mal schlecht aus. Woher soll die junge Köchin auch wissen, dass frischer Nudelteig gerne festklebt? Kein Youtube-Filmchen hat sie vor dieser Gefahr gewarnt - kein Erziehungsberechtigter ist ihr hilfreich zur Seite gesprungen.

    Ach, Schei.....doch drauf, sie hat das Recht ihre eigenen Erfahrungen zu machen!

    Prima, es naht eine Dinnerrunde mit lukullischer Mindestausbildung und wenig Erwartungen: sie möchten doch alle nur spielen und nette Leutchen kennen lernen.

    Apero: Hugo mit Prickelschuss!

    Vorspeise: Glas mit Suppe, Suppe im Glas - ein wenig dünn wirkt das Spargelerlebnis! Lecker der Schinkenchip!

    Hauptgang: die Ravioli verkleben sich untrennbar mit der Papierunterlagen - das Problem kann weder durch fluchen noch durch sonstige Aktionen gelöst werden! Über dem Fluch der Ravioli trocknet, die wassergebadete, Poularde aus. Warum auch immer es Hühnchen zum HG geben sollte. Keine Soße macht das Dinner flutschend und auch sonst kann der Hauptgang wenig überzeugen.

    Dessert: Schicht mit Quark und Erdbeeren!

    Die Gastgeberin ist erst 24 Jahre alt und wird noch ihre Kocherfahrungen machen!

    Nur eine Bitte: niemals mehr Cocktailtomaten im siebenden Öl versenken! Extrem gefährlich und niemals Zuhause nachmachen!

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